Diese Erfindung betrifft gießbare Magnesiumlegierungen, die insbesondere
für Gussanwendungen geeignet sind, bei denen gute mechanische Eigenschaften
bei Raumtemperatur und bei erhöhten Temperaturen erforderlich sind.
Wegen ihrer Festigkeit und Leichtigkeit werden Magnesiumlegierungen
häufig in Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt verwendet, wo Komponenten
wie Helikoptergetriebegehäuse und Düsenmotorkomponenten in geeigneter
Weise durch Sandgießverfahren gebildet werden. Über die letzten zwanzig
Jahre war die Entwicklung solcher Legierungen für die Luft- und Raumfahrt auf
die Bildung einer Kombination von guter Korrosionsbeständikgeit ohne Verlust
an Festigkeit bei erhöhten Temperaturen, wie bis zu 200 °C, in solchen
Legierungen gerichtet.
Ein spezieller Forschungsbereich waren Magnesiumlegierungen, die eines
oder mehrere Elemente der seltenen Erden (RE, rare earth) enthalten. Zum Beispiel
beschreibt WO 96/24701 Magnesiumlegierungen, die besonders für Hochdruckguss
geeignet sind, die 2 bis 5 Gewichts-% eines seltenen Erdmetalls in Kombination mit
0,1 bis 2 Gewichts-% Zink enthalten. In der Beschreibung ist "seltene Erde" als
irgendein Element oder eine Mischung von Elementen der Atomnummern 57 bis 71 (Lanthan
bis Lutetium) definiert. Während Lanthan streng genommen kein Element der seltenen
Erden ist, soll es mit umfasst sein, aber Elemente wie Yttrium (Atomnr. 39) werden
als außerhalb des Bereichs der beschriebenen Legierungen betrachtet. In den
beschriebenen Legierungen können optionale Komponenten wie Zirconium enthalten
sein, aber in der Beschreibung ist keine signifikante Veränderung des Verhaltens
der Legierungen durch die Verwendung irgendeiner bestimmten Kombination von seltenen
Erdmetallen zu erkennen.
WO 96/24701 ist als Auswahlerfindung aus der Offenbarung eines spekulativen
früheren Patents ausgewiesen, GB-A-664819, das lehrt, dass die Verwendung von
0,5 Gew.-% bis 6 Gew.-% an seltenen Erdmetallen, von denen mindestens 50 % aus Samarium
bestehen, die Kriechfestigkeit von Magnesiumlegierungen verbessern. Es wird nichts
über die Gießbarkeit ausgesagt.
Gleichermaßen werden in US-A-3092492 und EP-A-1329530 Kombinationen
von seltenen Erdmetallen mit Zink und Zirconium in einer Magnesiumlegierung beschrieben,
aber ohne erkennbare Überlegenheit einer speziellen Wahl irgendeiner Kombination
von seltenen Erdmetallen.
Unter im Handel erfolgreichen Legierungen aus Magnesium und seltenen
Erden gibt es ein als "WE43" bekanntes Produkt von Magnesium Elektron, das 2,2 Gew.-%
Neodym und 1 Gew.-% schwere seltene Erden in Kombination mit 0,6 Gew.-% Zirconium
und 4 Gew.-% Yttrium enthält. Obwohl diese handelsübliche Legierung für
Anwendungen in Luft- und Raumfahrt sehr geeignet ist, ist die Gießbarkeit dieser
Legierung durch seine Oxidationsneigung im geschmolzenen Zustand beeinflusst und
sie zeigt schlechte thermische Leitfähigkeitseigenschaften. Als Folge dieser
Nachteile kann es notwendig sein, spezielle Metallhandhabungstechiken anzuwenden,
die nicht nur die Produktionskosten erhöhen, sondern auch die möglichen
Anwendungen dieser Legierung einschränken können.
Es besteht daher ein Bedarf, eine Legierung für Anwendungen in
Luft- und Raumfahrt zur Verfügung zu stellen, die im Vergleich zu WE43 verbesserte
Gießbarkeit besitzt, während gute mechanische Eigenschaften beibehalten
werden.
SU-1360223 beschreibt einen weiten Bereich von Magnesiumlegierungen,
die Neodym, Zink, Zirconium, Mangan und Yttrium enthalten, aber mindestens 0,5 %
Yttrium erfordern. Das spezifische Beispiel verwendet 3 % Yttrium. Das Vorhandensein
signifikanter Mengen an Yttrium kann zu schlechter Gießbarkeit aufgrund von
Oxidation führen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Magnesiumlegierung
mit verbesserter Gießbarkeit zur Verfügung gestellt, umfassend:
mindestens 85 Gew.-% Magnesium;
2 bis 4,5 Gew.-% Neodym;
0,2 bis 7,0 % mindestens eines Metalls der seltenen Erden der Atom-Nr. 62 bis 71;
bis zu 1,3 Gew.-% Zink; und
0,2 bis 1,0 Gew.-% Zirconium;
wahlweise mit einem oder mehreren von:
bis zu 0,4 Gew.-% anderer seltenen Erden; bis zu 1 Gew.-% Calcium;
bis zu 0,1 Gew.-% eines Oxidation inhibierenden Elements außer Calcium;
bis zu 0,4 Gew.-% Hafnium und/oder Titan;
bis zu 0,5 Gew.-% Mangan;
nicht mehr als 0,001 Gew.-% Strontium;
nicht mehr als 0,05 Gew.-% Silber;
nicht mehr als 0,1 Gew.-% Aluminium;
nicht mehr als 0,01 Gew.-% Eisen; und
weniger als 0,5 Gew.-% Yttrium;
wobei ein verbleibender Rest beliebige Fremdstoffe sind.
Bei der Legierung der vorliegenden Erfindung wurde gefunden, dass
das Neodym der Legierung gute mechanische Eigenschaften durch seine Ausscheidung
bei normaler Wärmebehandlung der Legierung verleiht. Neodym verbessert auch
die Gießbarkeit der Legierung, speziell wenn es im Bereich von 2,1 bis 4 Gew.-%
vorhanden ist. Eine besonders bevorzugte Legierung der vorliegenden Erfindung enthält
2,5 bis 3,5 Gew.%, und besonders bevorzugt ungefähr 2,8 Gew.-% Neodym.
Die Komponente der seltenen Erden der Legierungen der vorliegenden
Erfindung ist ausgewählt aus den schweren seltenen Erden (HRE, heavy rare earths)
der Atomnummern 62 bis 71. Bei diesen Legierungen erreicht HRE Ausscheidungshärtung,
aber dies ist mit einer Menge an HRE erreichbar, die viel geringer ist als erwartet.
Ein besonders bevorzugtes HRE ist Gadolinium, das in den vorliegenden Legierungen
im Wesentlichen gegen Dysprosium austauschbar ist, obwohl für einen äquivalenten
Effekt im Vergleich zu Gadolinium etwas höhere Mengen an Dysprosium erforderlich
sind. Eine besonders bevorzugte Legierung der vorliegenden Erfindung enthält
1,0 bis 2,7 Gew.-%, insbesondere bevorzugt 1,0 bis 2,0 Gew.-%, speziell ungefähr
1,5 Gew.-% Gadolinium. Die Kombination von HRE und Neodym reduziert die Feststofflöslichkeit
der HRE in der Magnesiumatrix, so dass das Aushärteverhalten der Legierung
verbessert wird.
Für signifikant verbesserte Verstärkung und Härte der
Legierung sollte der Gesamtgehalt an RE, darunter HRE, höher als ungefähr
3 Gew.-% sein. Unter Verwendung von HRE ergibt sich auch eine überraschende
Verbesserung der Gießbarkeit der Legierung, insbesondere ein verbessertes Mikroschrumpfverhalten.
Obwohl die schweren seltenen Erden sich in den vorliegenden Legierungen
ähnlich verhalten, führen ihre unterschiedlichen Löslichkeiten zu
Präferenzen. Zum Beispiel bietet Samarium den selben Vorteil wie Gadolinium
bezüglich der Gießbarkeit in Kombination mit guter Bruchfestigkeit (Zugfestigkeit).
Dies scheint darauf zu beruhen, dass wenn Samarium in einer signifikanten Menge
vorhanden ist, sich überschüssige sekundäre Phase an Korngrenzen
bildet, was die Gießbarkeit in Hinblick auf Zufuhr und reduzierte Porosität
unterstützen kann, sich aber bei Wärmebehandlung nicht in die Körner
löst (im Gegensatz zum stärker löslichen Gadolinium) und deshalb
ein potentiell sprödes Netzwerk an den Korngrenzen hinterläßt, was
zu einer reduzierten Bruchfestigkeit führt – siehe die in Tabelle 1
gezeigten Ergebnisse.
Tabelle 1 (Gew.-%)
Das Vorhandensein von Zink in den vorliegenden Legierungen trägt
zu ihrem guten Aushärteverhalten bei, und eine besonders bevorzugte Menge an
Zink ist 0,2 bis 0,6 Gew.-%, besonders bevorzugt ungefähr 0,4 Gew.-%. Außerdem
ist durch Einstellen der Menge an Zink auf von 0,2 bis 0,55 Gew.-% mit dem Gadoliniumgehalt
von bis zu 1,75 Gew.-% auch gutes Korrosionsverhalten erreichbar.
Das Vorhandensein von Zink verändert nicht nur das Aushärteverhalten
einer Magnesium-Neodym-Legierung, sondern Zink verändert auch das Korrosionsverhalten,
wenn es in Gegenwart eines HRE vorhanden ist. Das völlige Fehlen von Zink kann
zu signifikant erhöhter Korrosion führen. Die benötigte Minimalmenge
an Zink hängt von der speziellen Zusammensetzung der Legierung ab, aber selbst
bei einer Menge von nur gerade über der eines beliebigen Fremdstoffs, zeigt
Zink einige Wirkung. Üblicherweise sind mindestens 0,05 Gew.-% und häufiger
mindestens 0,1 Gew.-% Zink notwendig, um sowohl Vorteile bei der Korrosion und dem
Aushärten zu erreichen. Bis zu 1,3 Gew.-% wird das Einsetzen einer Überalterung
erfolgreich verzögert, aber über dieser Menge reduziert Zink die Spitzenhärte
und Zugeigenschaften der Legierung.
Bei den vorliegenden Legierungen dient Zirconium als ein starkes Mittel
zur Kornverfeinerung, und eine besonders bevorzugte Menge an Zirconium ist 0,2 bis
0,7 Gew.-%, insbesondere 0,4 bis 0,6 Gew.-%, und besonders bevorzugt ungefähr
0,55 Gew.-%.
Die Funktion und die bevorzugten Mengen an anderen Komponenten der
Legierungen der vorliegenden Erfindung sind wie in WO 96/24701 beschrieben. Bevorzugt
beträgt der Rest der Legierung nicht mehr als 0,3 Gew.-%, bevorzugt nicht mehr
als 0,15 Gew.-%.
Bezüglich des Aushärungsverhaltens der Legierungen der vorliegenden
Erfindung können bis zu 4,5 Gew.-% Neodym verwendet werden, aber es wurde gefunden,
dass eine Minderung der Zugfestigkeit in der Legierung auftritt, wenn mehr als 3,5
Gew.-% verwendet werden. Wenn hohe Zugfestigkeit gefordert ist, enthalten die vorliegenden
Legierungen 2 bis 3,5 Gew.-% Neodym.
Während die Verwendung einer kleinen Menge der Mischung von Neodym
und Praseodym, die als "Didymium" bekannt ist, in Kombination mit Zink und Zirconium
in Magnesiumlegierungen bekannt ist, zum Beispiel 1,4 Gew.-% in US-A-3092492, gibt
es im Stand der Technik keinen Hinweis, dass die Verwendung von 2 bis 4,5 Gew.-%
Neodym in Kombination mit von 0,2 bis 7,0 Gew.-%, bevorzugt von 1,0 bis 2,7 Gew.-%
HRE zu Legierungen führt, die nicht nur gute mechanische Festigkeits- und Korrosionseigenschaften
aufweisen, sondern auch gute Gießbarkeitsqualitäten besitzen. Insbesondere
wurde gefunden, dass durch Verwendung einer Kombination von Neodym mit mindestens
einem HRE der Gesamtgehalt an seltenen Erden der Magnesiumlegierung ohne Beeinträchtigung
der mechanischen Eigenschaften der erhaltenen Legierung erhöht werden kann.
Außerdem wurde gefunden, dass die Härte der Legierung durch Zusatz von
HRE von mindestens 1 Gew.-% verbessert wird, und eine besonders bevorzugte Menge
an HRE beträgt ungefähr 1,5 Gew.-%. Das bevorzugte HRE ist Gadolinium,
entweder als einzige oder Haupt-HRE-Komponente, und es wurde gefunden, dass seine
Gegenwart in einer Menge von mindestens 1,0 Gew.-% ermöglicht, dass der RE-Gesamtgehalt
erhöht wird, ohne dass die Zugfestigkeit der Legierung beeinträchtigt
wird. Während eine Erhöhung des Neodymgehalts Festigkeit und Gießbarkeit
verbessert, wird jenseits von ungefähr 3,5 Gew.-% die Bruchfestigkeit vermindert,
speziell nach Wärmebehandlung. Das Vorhandensein von HRE ermöglicht jedoch,
dass dieser Trend sich fortsetzt, ohne die Zugfestigkeit der Legierung zu schädigen.
Andere seltene Erden wie Cer, Lanthan und Praseodym können auch bis zu einer
Gesamtmenge von 0,4 Gew.-% enthalten sein.
Während in der bekannten handelsüblichen Legierung WE43
das Vorhandensein eines wesentlichen Prozentanteils an Yttrium als notwendig betrachtet
wird, wurde gefunden, dass in den Legierungen der vorliegenden Erfindung Yttrium
nicht enthalten sein braucht, und deshalb können jetzt Legierungen der vorliegenden
Erfindung zu geringeren Kosten als WE43 hergestellt werden. Es wurde jedoch gefunden,
dass eine kleine Menge, üblicherweise weniger als 0,5 Gew.-% Yttrium zu den
Legierungen der vorliegenden Erfindung zugesetzt sein kann, ohne dass ihr Verhalten
wensentlich beeinträchtigt wird.
Wie bei den Legierungen von WO 96/24701 ist die gute Korrosionsbeständigkeit
der Legierungen der vorliegenden Erfindung bedingt durch das Vermeiden sowohl schädlicher
Spurenelemente, wie Eisen und Nickel, als auch der Korrosion fördernden Hauptelemente,
die in anderen bekannten Legierungen verwendet sind, wie Silber. Prüfung einer
Sandgussoberfläche gemäß dem Industriestandard ASTM B117 im Salzsprühnebeltest
ergeben ein Korrosionsverhalten von < 100 mpy (mils penetration per year, mil
Penetration pro Jahr) für Proben der bevorzugten Legierungen der vorliegenden
Erfindung, was mit Testergebnissen von < 75 mpy für WE43 vergleichbar ist.
Für die bevorzugten Legierungen der vorliegenden Erfindung mit
ungefähr 2,8 % Neodym betragen die maximalen Fremdstoffgehalte in Gewichtsprozent:
Der Gesamtgehalt an beliebigen Fremdstoffen sollte nicht mehr als
0,3 Gew.-% betragen. Der minimale Magnesiumgehalt bei Fehlen der genannten optionalen
Komponenten beträgt daher 86,2 Gew.-%.
Die Legierungen der vorliegenden Erfindung sind für Sandguss-,
Präzisionsgieß- und Hartgussverfahren geeignet, und zeigen auch gutes
Potential als Legierungen für Hochdruckgießverfahren. Die vorliegenden
Legierungen zeigen auch gutes Verhalten als Extrusions- oder Knetlegierungen.
Die Legierungen der vorliegenden Erfindungen werden allgemein nach
dem Gießen wärmebehandelt, um ihre mechanischen Eigenschaften zu verbessern.
Die Wärmebehandlungsbedingungen können jedoch auch das Korrosionsverhalten
der Legierungen beeinflussen. Korrosion kann davon abhängen, ob mikroskopische
Segregation irgendeiner kathodischen Phase beim Wärmebehandlungsprozess gelöst
oder dispergiert werden kann. Für die Legierungen der vorliegenden Erfindung
geeignete Wärmebehandungsweisen beinhalten:
(1) 8 Stunden bei 520 °C
(2) 16 Stunden bei 200 °C
Es wurde gefunden, dass insgesamt ein langsames Abkühlen nach
Lösungswärmebehandlung eine schlechtere Korrosionsbeständigkeit erzeugt,
als das schnellere Abschrecken mit Wasser.
Untersuchung der Mikrostruktur zeigte, dass Kernbildung in den Körnern
von langsam abkühltem Material weniger auffällig erscheint als in abgeschrecktem
Material und dass die Ausscheidung gröber ist. Diese gröbere Ausscheidung
wird bevorzugt angegriffen und führt bevorzugt zu einer Minderung des Korrosionsverhaltens.
Die Verwendung von heißem Wasser oder mit Polymer modifiziertem
Abschreckmittel nach Lösungswärmebehandlung ist deshalb die bevorzugte
Wärmebehandlungsweise und trägt zum ausgezeichneten Korrosionsverhalten
der Legierungen der vorliegenden Erfindung bei.
Im Vergleich zur bekannten handelsüblichen Magnesiumzirconiumlegierung
RZ5 (äquivalent zu ZE41), die 4 Gew.-% Zink, 1 Gew.-% RE und 0,6 Gew.-% Zirconium
enthält, wurde gefunden, dass die bevorzugten Legierungen der vorliegenden
Erfindung viel geringere Neigung zu oxidbedingten Defekten aufweisen. Eine solche
reduzierte Oxidation in Magnesiumlegierungen steht normalerweise mit dem Vorhandensein
von Beryllium oder Calcium in Zusammenhang. In den geprüften Legierungen der
vorliegenden Erfindung sind jedoch weder Beryllium noch Calcium vorhanden. Dies
legt nahe, dass die HRE-Komponente – hier speziell das Gadolinium –
selbst den Oxidation reduzierenden Effekt ergibt.
Die folgenden Beispiele dienen der Erläuterung von bevorzugten
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung. In den begleitenden Zeichnungen
sind:
1 eine Darstellung des Einflusses der Schmelzchemie
von Legierungen der vorliegenden Erfindung auf radiographische Defekte, die in den
erhaltenen Gussstücken erfasst sind;
2 ein Schaubild, das Alterungskurven für Legierungen
der vorliegenden Erfindung bei 150 °C zeigt;
3 ein Schaubild, das Alterungskurven für Legierungen
der vorliegenden Erfindung bei 200 °C zeigt;
4 ein Schaubild, das Alterungskurven für Legierungen
der vorliegenden Erfindung bei 300 °C zeigt;
5 eine Mikroskopaufnahme, die einen Bereich einer Gusslegierung
zeigt, die 1,5 % Gadolinium enthält, aufgenommen mit EPMA im Rohgusszustand,
6 ein Schaubild, dass die qualitative Verteilung von
Magnesium, Neodym und Gadolinium entlang der in 5 gezeigten
Line-Scan zeigt,
7 eine Mikroskopaufnahme, die einen Bereich einer Gusslegierung
zeigt, die 1,5 % Gadolinium enthält, aufgenommen mit EPMA im T6-Zustand,
8 ein Schaubild, das die qualitative Verteilung von
Magnesium, Neodym und Gadolinium entlang der in 7 gezeigten
Line-Scan zeigt,
9 ein Schaubild, das die Veränderung der Korrosion
mit zunehmendem Zinkgehalt von Legierungen der Erfindung bei T6-Temperung nach Abschrecken
mit heißem Wasser zeigt,
10 ein Schaubild, das die Veränderung der Korrosion
mit zunehmendem Gadoliniumgehalt von Legierungen der Erfindung bei T6-Temperung
nach Abschrecken mit heißem Wasser zeigt, und
11 ein Schaubild, das die Veränderung der Korrosion
mit zunehmendem Zinkgehalt von Legierungen der Erfindung bei T6-Temperung nach Luftkühlung
zeigt.
1. Beispiele – Korrosionsprüfung 1
Es wurde ein erster Satz Experimente durchgeführt, um die allgemeinen
Auswirkungen des Folgenden auf das Korrosionsverhalten der Legierungen der vorliegenden
Erfindung zu bestimmen:
– Legierungschemie
– Schmelzvariablen
– Oberflächenbehandlungen
Es wurden Schmelzen mit unterschiedlicher Zusammensetzung und unterschiedlichen
Gießtechniken durchgeführt. Proben dieser Schmelzen wurden dann der Korrosionsprüfung
nach dem ASTM B117 Salzsprühnebeltest unterzogen. Es wurde dann der Gewichtsverlust
bestimmt und Korrosionsraten errechnet.
Alle Schmelzen lagen im Zusammensetzungsbereich der Tabelle 2, sofern
nichts anderes angegeben ist, der Rest war Magnesium mit nur zufälligen Fremdstoffen.
Tabelle 2
Alle Korrosionsproben (Sandgussplatten) wurden mit Aluminiumoxidgrieß
abgestrahlt und dann mit Säure gebeizt. Die Säurebeize wurde als wässrige
Lösung verwendet, die 15 % HNO3 enthält, unter 90 Sekunden
lang Eintauchen in diese Lösung und dann 15 Sekunden in frischer Lösung
der selben Zusammensetzung. Alle Korrosionszylinder wurden bearbeitet und anschließend
mit Glaspapier und Bimsstein abgerieben. Beide Arten von Probestücken wurden
vor der Korrosionsprüfung entfettet.
Die Proben wurden sieben Tage lang in den Salzsprühnebeltest
ASTM B117 gesetzt. Nach Abschluss des Tests wurden durch Eintauchen der Probe in
heiße Chromsäurelösung Korrosionsprodukte entfernt.
Zusammenfassung der ersten Ergebnisse und vorläufige Schlussfolgerungen1. Chemische Zusammensetzung
a) Einfluss von Neodym – siehe Tabelle 3Tabelle 3
Der Einfluss von Nedoym ist zu vernachlässigen und zeigte keinen
signifikanten Effekt auf die Korrosionsrate.
b) Einfluss von Zink – siehe Tabelle 4Tabelle 4
Eine Zunahme des Zinks bis zu 1 % hat geringen Einfluss, aber höhere
Werte bis zu 1,5 % erhöhen die Korrosion.
c) Einfluss von Gadolinium – siehe Tabelle 5Tabelle 5
Der Zusatz von Gadolinium hat keinen signifikanten Effekt auf die
Korrosion der Legierung bis zu 1,5 %. Es wurde eine stark reduzierte Korrosion der
Zylinder festgestellt. d) Einfluss von Samarium – siehe Tabelle 6Tabelle 6
1 Der Neodymgehalt wurde von 2,7 % auf 3 % erhöht
2 Der Neodymgehalt wurde in beiden Schmelzen von 2,7 % auf 2,5 % gesenkt
Der Zusatz von Samarium zur Legierung ohne Gadolinium ergibt keine
Veränderung in der Korrosionsbeständigkeit der Legierung.
Der Ersatz von Gadolinium durch Samarium ergibt keine Veränderung
in der Korrosionsbeständigkeit der Legierung.
e) Einfluss von Zirconium – siehe Tabelle 7Tabelle 7
Allgemein führte ein Fehlen von Zirconium zu sehr schlechtem
Korrosionsverhalten.
2. Schmelzvariablen
Tabelle 8a) Schmelztemperaturwechsel vor dem Metallgießen – siehe
Tabelle 8
Eine konstante Temperatur vor dem Gießen verbessert das Absetzen
von Partikeln (wobei einige für das Korrosionsverhalten nachteilig sein können).
Dieser Versuch zeigt keine Vorteile.
b) Argondurchleitung – siehe Tabelle 9Tabelle 9
3 Argoneinleitung 30 min
4 Argoneinleitung 15 min
Argondurchleitung kann die Reinheit der Magnesiumschmelze verbessern.
Diese Daten zeigen verbessertes Korrosionsverhalten bei einigen der
Schmelzen, wovon zwei Gaszufuhr erhielten. Es ist anzumerken, dass der Zr-Gehalt
in einigen Fällen durch den Gaszufuhrprozess reduziert wird.
a) Einfluss der Tiegelgröße – siehe Tabelle 10Tabelle 10
Der Einfluss des Schmelzenumfangs ist bei der Korrosionsrate der Legierung
nicht schlüssig.
3. Metallbehandlung
a) Einfluss eines Eintauchens in Flusssäurelösung (HF) –
siehe Tabelle 11Tabelle 11
Die Behandlung der Legierung mit HF erreicht signifikante Verbesserung
des Korrosionsverhaltens der Legierung.
b) Einfluss einer Chromatierung (Chrom-Mangan) – siehe Tabelle
12Tabelle 12
Die Chromatbehandlung hat das Korrosionsverhalten nicht verbessert.
c) Einfluss eines Eintauchens in HF und anschließende Chromatbehandlung
– siehe Tabelle 13Tabelle 13
Die Verwendung von Chromatkonversionsbeschichtungen auf der Legierung
zerstört den durch Eintauchen in HF entwickelten Schutz.
Die vorläufigen Ergebnisse und ersten Schlussfolgerungen wurden
im Laufe weiterer Arbeiten verfeinert, die in den folgenden Beispielen beschrieben
werden.
2. Beispiele – Korrosionsprüfung 2
Es wurden fünf Sandgussproben von 1/4" Dicke in der als "Coupons"
bekannten Form geprüft. Die Zusammensetzung dieser Probestücke ist in
Tabelle 14 angegeben, wobei der Rest Magnesium und beliebige Fremdstoffe sind. ("TRE"
steht für "Total Rare Earths", Gesamtgehalt an seltenen Erden).
Tabelle 14
Die Probestücke wurden einer Radiographie unterzogen, und es
wurde Mikroschrumpf in den Probestücken gefunden.
Alle Probestücke wurden 8 Stunden lang bei 520 °C (968 °F)
wärmebehandelt, mit heißem Wasser abgeschreckt, gefolgt von 16 Stunden
bei 200 °C (392 °F).
Die Proben wurden abgestrahlt und in 15 % Salpetersäure 90 Sekunden
lang gebeizt, dann 15 Sekunden lang in einer frischen Lösung. Sie wurden getrocknet
und 7 Tage lang nach ASTM B117 in einer Salznebelkammer auf Korrosion geprüft.
Nach 7 Tagen wurden die Proben mit Leitungswasser gespült, so
dass überschüssige Korrosionsprodukte entfernt werden und in heißem
Chrom-(IV)-oxid (10 %) gereinigt und mit Heißluft getrocknet.
Das Korrosionsverhalten der Probestücke ist in Tabelle 15 angegeben.
Tabelle 15
3. Beispiele – Gussprüfung
Es wurden Gussversuche durchgeführt, um den Mikroschrumpf als
Funktion der Legierungschemie zu bestimmen.
Es wurden eine Reihe von Gussstücken hergestellt und geprüft,
die die Zielzusammensetzungen wie in Tabelle 16 angegeben aufweisen, wobei der Rest
Magnesium und beliebige Fremdstoffe sind.
Tabelle 16
Alle gezeigten Werte sind Gewichtsprozent.
Es wurden Schmelzen unter flussfreien Standardschmelzbedingungen durchgeführt,
wie es für die handelsübliche Legierung verwendet wird, die als ZE41 bekannt
ist. (4 Gew.-% Zink, 1,3 % RE, hauptsächlich Cer und 0,6 % Zirconium). Dies
beinhaltet die Verwendung eines lose sitzenden Tiegeldeckels und SF6/CO2-Schutzgas.
Details und Mengen zur Schmelze sind in Anhang 1 angegeben.
Die Gussformen wurden vor dem Gießen kurz (ungefähr 30 Sekunden
– 2 Minuten lang) mit CO2/SF6 gesprült.
Der Metallstrom wurde während des Gießens durch CO2/SF6
geschützt.
Für einheitliche Bedingungen war die Metalltemperatur gleich
und die Gussstücke wurde in der selben Reihenfolge für jede Schmelze gegossen.
Schmelztemperaturen im Tiegel und Gussformfüllungsdauer wurden aufgezeichnet
(siehe Anhang 1).
Eine Schmelze wurde wegen einer Sandblockierung im Gießtrichter
bei einem der 925 Gussteile wiederholt (MT8923).
Die Gussstücke wurden zum T6-Zustand wärmebehandelt (Lösungsglühen
und Altern).
Die T6-Standardbehandlung für die Legierungen der vorliegenden
Erfindung ist:
8 Stunden bei 960–970 °F (515–520 °C) – Abschrecken
in heißem Wasser
16 Stunden bei 392 °F (200°C) – Abkühlen in Luft
Die folgenden Komponenten hatten diese T6-Standardbehandlung:
Schmelze MT8923 – 1 von 925 Teststäbe und Korrosionsbleche
Schmelze MT8926 – 1 von 925 Teststäbe
Schmelze MT8930 – 1 von 925 Teststäbe
Schmelze MT8932 – 2 von 925 Teststäbe
Schmelze MT8934 – CH47 Teststäbe
Es wurden einige Variationen bei der Abschreckstufe nach Lösungswärmebehandlung
vorgenommen, um den Einfluss der Abkühlgeschwindigkeit auf Eigenschaften und
Eigenspannungen in realen Gussstücken zu bestimmen.
Nachfolgend werden Details angegeben:
Schmelze MT8930 – 1 von 925 & Teststäbe
8 Stunden bei 960–970 °F (515–520°C) – Luftstromkühlung
(2 Gebläse)
16 Stunden bei 392 °F (200°C) – Abkühlen in Luft
Schmelze MT8926 – 1 von 925 & Teststäbe
Schmelze MT8934 – 1 von 925 & Teststäbe
8 Stunden bei 960–970 °F (515–520°C) – Luftkühlung
(ohne Gebläse) 16 Stunden bei 392 °F (200 °C) – Abkühlen
in Luft
Es wurden Temperaturprofile erstellt und durch Einbetten von Thermoelementen
in die Gussstücke aufgezeichnet.
Es wurden ASTM-Teststäbe vorbereitet und unter Verwendung einer
Instron-Zugprüfmaschine getestet.
Die Gussstücke wurden sandgestrahlt und anschließend sauer
gereinigt unter Verwendung von Schwefelsäure, Wasserspülung, Essig-/Salpetersäure,
Wasserspülung, Flusssäure und zum Schluss Wasserspülung.
Es wurde gefunden, dass die Legierungen der vorliegenden Erfindung
leicht zu verarbeiten sind und Oxidation der Schmelzenoberfläche gering ist,
wobei sehr wenig Verbrennung beobachtet wird, selbst wenn die Schmelze beim Puddeln
bei 1460 °F aufgemischt wird.
Die Schmelzeproben wiesen die in Tabelle 17 angegebenen Zusammensetzungen
auf, wobei der Rest Magnesium und beliebige Fremdstoffe sind.
Tabelle 17
"TRE" steht für Gesamtgehalt an seltenen Erden
Die Gussstücke wurden auf ihre mechanischen Eigenschaften und
die Korngröße geprüft.
a) Zugeigenschaften von Formguss-ASTM-Stäben Standardwärmebehandlung
(HWQ) – siehe Tabelle 18Tabelle 18
Bei der Untersuchung der Gussstücke aufgezeichnete detaillierte
Beobachtungen werden wie folgt zusammengefasst:
b) Oberflächendefekte
Alle Gussstücke zeigen gutes Aussehen, mit Ausnahme eines Ausreißers
bei Schmelze MT8932 (hoher Nd/Gd-Gehalt).
Farbeindringprüfung zeigte etwas Mikroschrumpf (anschließend
durch Radiographie bestätigt). Die Gussstücke waren allgemein sehr rein,
praktisch ohne oxidbedingte Defekte.
Die Gussstücke können grob in die folgenden Gruppen eingeteilt
werden:
c) RadiographieMikroschrumpf war der Hauptdefekt.
Es ist wegen der Schwankungen zwischen Gussstücken, selbst aus
der selben Schmelze schwierig, eine quantitative Zusammenfassung des Einflusses
der Schmelzenchemie auf die radiographischen Defekte zu geben. 1
versucht jedoch, dies in einem Diagramm zu zeigen, das die mittlere Bewertung nach
ASTM E155 für Mikroschrumpf von allen Radiographieaufnahmen jedes Gussstücks
angibt.
Die folgenden Schlussfolgerungen werden gezogen:
A. Metallhandhabung
Die Legierungen der vorliegenden Erfindung erwiesen sich in der Gießerei
als leicht zu handhaben.
Gerät und Schmelzen/Legieren sind vergleichbar mit ZE41 und viel
einfacher als bei WE43.
Oxidationscharakteristiken sind ähnlich oder sogar besser als
bei ZE41. Dies ist ein Vorteil, wenn die Schmelze legiert und verarbeitet wird.
Die Gussformvorbereitung ist ebenfalls einfacher, da Gasspülung unter Verwendung
der Standardpraxis für ZE41 oder AZ91 (9 Gew.-% Aluminium, 0,8 Gew.-% Zink
und 0,2 Gew.-% Mangan) ausgeführt werden kann. Es besteht keine Notwendigkeit
zum Spülen und Versiegeln der Gussformen mit einer Argonatmosphäre, wie
es für WE43 erforderlich ist.
B. Gussgualität
Gussstücke waren überwiegend frei von durch Oxid bedingte
Defekte; sofern vorhanden konnten sie durch leichtes Putzen entfernt werden. Dieser
Oberflächenqualitätsstandard ist bei WE43 schwieriger zu erreichen, wobei
es viel mehr Aufmerksamkeit bei der Gussformvorbereitung erfordert und eine Wahrscheinlichkeit
für Nacharbeit birgt.
Der hauptsächlich vorhandene Defekt war Mikroschrumpf. Die vorlie
genden Legierungen werden als anfälliger für Mikroschrumpf als ZE41 betrachtet.
Während Veränderungen im Rüstsystem (Verwendung von
Kokillen und Aufgebern) der effektivste Weg zur Lösung des Mikroschrumpfs sind,
können Modifikationen der Legierungschemie helfen. Dieser letztgenannte Punkt
wurde in diesem Gussversuch angesprochen.
Es kann nur durch die Herstellung vieler Gussstücke eine echte
Bestimmung erreicht werden, aus dieser Arbeit wurden jedoch die folgenden allgemeinen
Tendenzen abgeleitet:
– Mikroschrumpf wird verringert, wenn der Nd- und/oder Gd-Gehalt erhöht
wird
– Mehr Nd zeigt eine geringe Zunahme in der Tendenz zur Segregationsentwicklung
– Hoher Legierungsgehalt (insbesondere Nd) scheint die Metallschmelze
zu veranlassen, die Gussform langsam zu füllen. Dies kann zu Ausreißerdefekten
führen.
C. Mechanische Eigenschaften
Die Zugeigenschaften sind gut.
Die Streckgrenze ist bei allen geprüften Schmelzen sehr konsistent,
was darauf hinweist, dass eine weite Toleranz der Schmelzenchemie vorliegt.
Hohe Nd-Werte (3,5 %) zeigten den Effekt, die Duktilität und
Bruchfestigkeit zu mindern. Dies war als Konsequenz höherer Mengen von an unlöslichem
Nd reichem Eutektikum zu erwarten.
Hohe Gd-Werte (1,6 %) zeigten keine Verringerung der Bruchfestigkeit
oder Duktilität. Wenn dieser Trend vorhanden ist, steht eine Verbesserung der
Bruchfestigkeit mit höherem Gd-Gehalt in Zusammenhang.
ANHANG 1
Für alle Schmelzen waren die Zirconiumgehalte voll, d. h. 0,55
Gew.-%.
Schmelze MT8923Zielzusammensetzung
Aufgabe170 lbsSchrott (ex MT8145)113 lbsProbenblock (SF3740)18,3 lbsGd-Härter (DF8631)2,9 lbsNd-Härter16,3 lbsZirmax
Verfahrensweise
10.30 – Schmelze in gut gereinigten Tiegel der vorhergehenden Schmelze
geladen
11.30 – Schmelze aufgeschmolzen und halten
12.05–1400 °F – Analysenblock genommen
- 1402 °F – Härter legiert
12.40–1430 °F
12.50–1449 °F – 1461 °F – Schmelzpuddle wie MT8923
13.00–1461 °F – Analysenprobe genommen
13.05–1498 °F – Start Absetzen
13.15–1506 °F
13.30–1492 °F – Brennerleistung 17 %
13.32–1491 °F – Tiegel zum Gießen anheben
Metallguss
4. Beispiele – Alterungsversuche
Die Härte der Proben der bevorzugten Legierung der vorliegenden
Erfindung wurde geprüft und die Ergebnisse in den 2
bis 4 in Funktion der Alterungsdauer bei 150, 200 bzw.
300 °C angegeben.
Es gibt einen allgemeinen Trend, dass der Zusatz von Gadolinium eine
Verbesserung der Härte der Legierung zeigt.
In 2 weist die Legierung mit dem höchsten
Gadoliniumgehalt eindeutig bessere Härte auf. Die Härtezunahme gegenüber
nach Lösungswärmebehandlung ist für alle Legierungen ähnlich.
Ebenso war der Rahmen der Prüfung nicht lang genug, dass Spitzenhärte
erreicht werden konnte, da sich zeigte, dass das Härten mit einer relativ langsamen
Rate bei 150 °C erfolgte. Da Spitzenalterung nicht erreicht wurde, konnte der
Einfluss von Gadolinium auf eine Überalterung bei dieser Temperatur nicht untersucht
werden.
3 zeigt noch eine Verbesserung der Härte durch
Gadoliniumzusatz, so dass selbst wenn Fehler berücksichtigt werden, die Legierung
mit 1,5 % Gadolinium noch eine höhere Härte beim Alterungshärten
aufweist und eine Verbesserung der Spitzenhärte von ungefähr 5 MPa zeigt.
Der Gadoliniumzusatz kann auch die Alterungsdauer verringern, die notwendig ist,
um Spitzenhärte zu erreichen und die Überalterungseigenschaften zu verbessern.
Nach 200 Stunden Alterung bei 200 °C zeigt die Härte der gadoliniumfreien
Legierung signifikante Verminderung, während die Legierung mit 1,5 % Gadolinium
eine ähnliche Härte wie die Spitzenhärte der gadoliniumfreien Legierung
zeigt.
Die Alterungskurven bei 300 °C zeigen sehr schnelles Härten
bei allen Legierungen, wobei Spitzenhärte innerhalb von 20 Minuten des Alterungshärtens
erreicht werden. Der Trend zu verbesserter Härte mit Gadolinium zeigt sich
auch bei 300 °C und die Spitzenfestigkeit der Legierung mit 1,5 % Gadolinium
ist signifkant höher (~ 10 kgmm–2 [MPa]) als die der Legierung
ohne Gadolinium. Der schnellen Härtung zur Spitzenhärte folgt ein dramatischer
Abfall der Härte bei Überalterung. Der Verlust an Härte ist für
alle Legierungen von ihrer Spitzenhärte ähnlich. Die gadoliniumhaltigen
Legierungen behalten ihre erhöhte Härte selbst bei signifikanter Überalterung.
5 und 7 sind Mikroskopaufnahmen,
die den Bereich zeigen, durch den Line-Scans der Rohgussproben und Spitzenhärteproben
(T6) aufgenommen sind. Die Sonde wurde bei 15 kV und 40 nA betrieben. Die beiden
Aufnahmen zeigen in den beiden Strukturen ähnliche Korngrößen.
Die zweite Phase in 5 weist eine lamellare
eutektische Struktur auf. 7 zeigt, dass nach T6-Wärmebehandlung
noch eine signifikante zweite Restphase vorhanden ist. Diese erhaltene zweite Phase
ist nicht mehr lamellar, sondern weist eine einzige Phase mit nodularer Struktur
auf.
In den Körnern der Rohgussstruktur ist auch eine große Menge
an groben, ungelösten Partikeln zu sehen. Diese sind in den wärmebehandelten
Proben nicht mehr vorhanden, die eine homogenere Kornstruktur zeigen.
Die überlagerten Linien der Aufnahmen zeigen die Platzierung
der Line-Scans von 80 &mgr;m.
6 und 8 sind Ausdrucke
von Daten, die durch EPMA-Line-Scans für Magnesium, Neodym und Gadolinium gewonnen
sind. Sie zeigen qualitativ die Verteilung jedes Elements in der Mikrostruktur entlang
des Line-Scan.
Die Y-Achse jedes Schaubilds stellt die Anzahl der Zählungen
in Bezug auf die Konzentration des Elements an dem Punkt entlang der Abtastung dar.
Die verwendeten Werte sind Rohdatenpunkte aus den charakteristischen Röntgenaufnahmen
von jedem Element.
Die X-Achse zeigt die Verschiebung entlang der Abtastung in Mikrometern.
Es wurden keine Standards verwendet, um die Zahl zu kalibrieren, so
dass tatsächliche Konzentrationen für jedes Element angegeben werden,
dadurch können die Daten nur qualitative Information bezüglich der Verteilung
jedes Elements gegeben. Die relative Konzentration jedes Elements an einem Punkt
kann nicht kommentiert werden.
6 zeigt, dass wie in der "Rohgussstruktur" das Gadolinium
und Neodym beide an den Korngrenzen konzentriert sind, wie es aus den Mikroaufnahmen
zu erwarten war, da die Hauptpeaks für beide bei ungefähr 7, 40 und 80
Mikrometern entlang der Abtastung liegen. Sie zeigt auch, dass die Mengen an seltenen
Erden in den Körnern nicht konstant sind, da ihre Linien zwischen den Peaks
nicht glatt sind. Dies legt nahe, dass der in der Aufnahme (5)
sichtbare Partikel in den Körnern in der Tat Gadolinium und Neodym enthalten
kann.
Es ist auch ein Abfall in der Linie für Magnesium bei ungefähr
20 Mikrometern vorhanden, dies korreliert mit einem Merkmal der Aufnahme. Dieser
Abfall ist nicht mit einer Zunahme an Neodym oder Gadolinium verknüpft, und
daher muss dieses Merkmal mit einem anderen Element in Verbindung stehen, möglicherweise
Zink, Zirconium oder einfach einem Fremdstoff.
8 zeigt die Verteilung der Elemente in der Struktur
der Legierung nach Lösungswärmebehandlung und Spitzenhärten. Die
Peaks in den seltenen Erden sind noch in ähnlichen Positionen und stimmen noch
mit den Bereichen der zweiten Phase an Korngrenzen überein (~ 5, 45 und 75
Mikrometer). Die Bereiche zwischen den Peaks werden jedoch glatter als in
6, was mit dem Fehlen intergranulärer Ausscheidungen
korreliert, die in 7 zu sehen sind. Die Struktur wurde
durch die Wärmebehandlung homogenisiert und die in den Körnern des Rohgusses
vorhandenen Ausscheidungen haben sich in die Körner der primären Magnesiumphase
aufgelöst.
Die Menge an nach der Wärmebehandlung erhaltener zweiter Phase
zeigt, dass die Zeit bei Lösungsbehandlungstemperatur nicht ausreichend sein
kann, um die gesamte zweite Phase in Lösung zu bringen und es kann eine längere
Lösungswärmebehandlung erforderlich sein. Es kann jedoch auch möglich
sein, dass die Zusammensetzung der Legierung derart ist, dass sie in einer Zweiphasenregion
des Phasendiagramms liegt. Dies ist aus den Phasendiagrammen von binären Mg-Gd
und Mg-Nd Systemen nicht zu erwarten [NAYEB-HASHEMI 1988], da aber dieses System
kein binäres System ist, können diese Diagramme nicht verwendet werden,
um die Position der Soliduslinie für die Legierung genau zu beurteilen. Deshalb
kann die Legierung Legierungszusätze darin aufweisen, die selbst bei der Lösungswärmebehandlungstemperatur
ihre Festphasenlöslichkeit übersteigen. Dies kann ungeachtet der Länge
der Lösungwärmebehandlung zu einer erhaltenen zweiten Phase führen.
5. Beispiele: Einfluss von Zink, Gadolinium und Wärmebehandlung auf
das Korrosionsverhalten der Legierungen
Der Einfluss unterschiedlicher Zusammensetzung und Wärmebehandlungsweisen
auf das Korrosionsverhalten der Legierungen der vorliegenden Erfindung
wurde im Detail untersucht. Zum Vergleich wurden auch äquivalente Legierungen
ohne Zink geprüft.
Für diese Reihe von Versuchen wurden Proben von Legierungen in
Form von Sandgussplatten der Abmessungen 200 × 200 × 25 mm (8 × 8
× 1'') aus Legierungsschmelzen gegossen, in denen die Gadolinium- und Zinkwerte
variiert sind (siehe Tabelle 19). Die Neodym- und Zirconiumwerte wurden wie folgt
in einem festen Bereich gehalten:
Nd: 2,55–2,95 Gew.-%
Zr: 0,4–0,6 Gew.-%
Proben vom Rand und von der Mitte jeder Platte wurden einer der folgenden
Wärmebehandlungsweisen unterzogen:
(i) Lösungswärmebehandlung gefolgt von Abschrecken mit heißem
Wasser (T4 HWA)
(ii) Lösungswärmebehandlung gefolgt von Abschrecken mit heißem
Wasser und Aushärtung (T6 HWA)
(iii) Lösungswärmebehandlung gefolgt von Luftabkühlung und Aushärtung
(T6 AC)
(iv) Lösungswärmebehandlung gefolgt von Luftstromkühlung und
Aushärtung (T6 FC)
Alle Lösungswärmebehandlungen wurden bei 520 °C (968
°F) über 8 Stunden durchgeführt und das Härten wurde bei 200
°C (392 °F) über 16 Stunden durchgeführt.
Die Proben wurden mit Aluminiumoxid abgestrahlt, wobei eine saubere
Ladung verwendet wurde, um Oberflächenverunreinigungen vor der Säurebeize
zu entfernen. Jede Probe wurde vor der Korrosionsprüfung in 15 % HNO3-Lösung
45 s lang gebeizt (gereinigt). Ungefähr 0,15–0,3 m (0,006–0,012'')
der Dicke des Metalls wurden bei diesem Prozess von jeder Oberfläche entfernt.
Die frisch gebeizten Proben wurden zur Bewertung des Korrosionsverhaltens einem
Salzsprühnebeltest (ASTM B117) unterzogen. Die Gussoberflächen der Proben
wurden dem Salzsprühnebel ausgesetzt.
Die Korrosionstestergebnisse sind in den 9
bis 11 gezeigt.
Bei den Legierungsproben der Erfindung, die Zink enthielten, wurden
beobachtet, dass die Korrosion vorwiegend in Bereichen von Ausscheidungen auftritt,
während in äquivalenten Legierungen mit sehr geringem Zinkgehalt oder
ohne Zink, Korrosion bevorzugt an Korngrenzen und gelegentlich an einigen Ausscheidungen
auftrat. Der Zinkgehalt der geprüften Proben hat signifkanten Einfluss auf
das Korrosionsverhalten; mit zunehmendem Zinkgehalt nehmen die Korrosionsraten zu.
Die Korrosionsraten nahmen auch zu, wenn der Zinkgehalt auf annähernd Fremdstoffgehalt
reduziert wurde. Auch Gadoliniumgehalte beeinflussten das Korrosionsverhalten, aber
in geringerem Umfang als der Zinkgehalt. Allgemein ergaben im T6-Zustand (HWQ) Legierungen
mit < 0,65–1,55 % Gadolinium Korrosionsraten von < 100 mpy, vorausgesetzt,
dass der Zinkgehalt 0,58 % nicht übersteigt, während Legierungen mit 1,55–1,88
% Gadolinium allgemein bis zu 0,5 % Zink enthalten konnten, bevor die Korrosionsrate
100 mpy übersteigt. Allgemein wurde beobachtet, dass die Legierungen, die nicht
mit Heißwasser abgeschreckt wurden, nach Lösungswärmebehandlung geringere
Korrosionsraten erreichten als Legierungen, die in Luft oder mit Luftstrom gekühlt
wurden. Dies kann möglicherweise daran liegen, dass Variationen in der Verteilung
von Ausscheidungen zwischen schnell und langsam abgekühlten 5 Proben vorliegen.
6. Beispiele – Gadoliniumeinschränkungen
Es wurden einige Versuche ausgeführt, um den Einfluss unterschiedlicher
Mengen an Gadolinium im Vergleich zu seinem Ersatz durch andere üblicherweise
verwendete RE, nämlich Cer zu untersuchen. Die Ergebnisse sind wie folgt: AnalyseZugeigenschaften
Alle Legierungsproben erhielten vor der Prüfung Lösungswärmebehandlung
und Aushrtung.
Vergleich der Proben DF8794 und DF8798 zeigt, dass wenn das üblicherweise
verwendete RE Cer anstelle des in dieser Erfindung bevorzugten HRE, nämlich
Gadolinium, verwendet wird, nehmen Zugfestigkeit und Duktilität dramatisch
ab.
Ein Vergleich von DF8793 und MT8923 zeigt, dass eine Erhöhung
des Gadoliniumgehalts auf einen sehr hohen Wert keine signifikante Verbesserung
der Eigenschaften bietet. Außerdem sprechen die Kosten und erhöhte Dichte
(die Dichte von Gadolinium beträgt 7,89 im Vergleich zu 1,74 bei Magnesium)
gegen die Verwendung eines Gadoliniumgehalts von mehr als 7 Gew.-%.
Es wurden Proben aus einem Stab von 19 mm (0,75'') Durchmesser genommen,
der aus einem wassergekühlten Strang von 76 mm (3'') Durchmesser der folgenden
Zusammensetzung in Gewichtsprozent extrudiert wurde, wobei der Rest Magnesium und
beliebige Fremdstoffe umfasst.
% Zn0,81% Nd2,94% Gd0,29% Zr0,42% THE3,36
Wie bei den anderen Testlegierungen ist, wo eine Differenz zwischen
dem TRE (Gesamtgehalt an seltenen Erden) und dem Gesamtwert von Neodym und HRE –
hier Gadolinium – vorliegt, dies durch das Vorhandensein anderer zugehöriger
seltenen Erden wie Cer bedingt.
Die mechanischen Eigenschaften der geprüften Legierung im T6-Zustand
nach Wärmebehandlung sind in Tabelle 20 gezeigt.
Tabelle 20
Anspruch[de]
Giessbare Magnesiumlegierung umfassend:
mindestens 85 Gew.-% Magnesium;
2 bis 4,5 Gew.-% Neodym;
0,2 bis 7,0 % mindestens eines Metalls der seltenen Erden der Atom-Nr. 62 bis 71;
bis zu 1,3 Gew.-% Zink; und
0,2 bis 1,0 Gew.-% Zirconium;
wahlweise mit einem oder mehreren von:
bis zu 0,4 Gew.-% anderer seltenen Erden;
bis zu 1 Gew.-% Calcium;
bis zu 0,1 Gew.-% eines Oxidation inhibierenden Elements außer Calcium;
bis zu 0,4 Gew.-% Hafnium und/oder Titan;
bis zu 0,5 Gew.-% Mangan;
nicht mehr als 0,001 Gew.-% Strontium;
nicht mehr als 0,05 Gew.-% Silber;
nicht mehr als 0,1 Gew.-% Aluminium;
nicht mehr als 0,01 Gew.-% Eisen; und
weniger als 0,5 Gew.-% Yttrium;
wobei ein verbleibender Rest beliebige Fremdstoffe sind.Legierung nach Anspruch 1, worin die Legierung 2,5 bis 3,5 Gew.-% Neodym
enthält.Legierung nach Anspruch 1, worin die Legierung ungefähr 2,8 Gew.-%
Neodym enthält.Legierung nach Anspruch 1, worin die Legierung 1,0 bis 2,7 Gew.-% Gadolinium
enthält.Legierung nach Anspruch 1, worin die Legierung ungefähr 1,5 Gew.-%
Gadolinium enthält.Legierung nach Anspruch 1, die mindestens 0,05 Gew.-% Zink enthält.Legierung nach Anspruch 1, die mindestens 0,1 Gew.-% Zink enthält.Legierung nach Anspruch 1, worin die Legierung Zink in einer Menge von
0,2 bis 0,6 Gew.-% enthält.Legierung nach Anspruch 1, worin die Legierung Zink in einer Menge von
ungefähr 0,4 Gew.-% enthält.Legierung nach Anspruch 1, worin die Legierung Zirconium in einer Menge
von 0,4 bis 0,6 Gew.-% enthält.Legierung nach Anspruch 1, worin die Legierung Zirconium in einer Menge
von ungefähr 0,55 Gew.-% enthält.Legierung nach Anspruch 1, worin der Gesamtgehalt an seltenen Erden,
darunter Schwermetalle der seltenen Erden, mehr als 3,0 Gew.% beträgt.Legierung nach Anspruch 1, worin die Legierung weniger als 0,005 Gew.-%
Eisen enthält.Legierung nach Anspruch 1, die keine 0,5 bis 6 Gew.-% Metalle der seltenen
Erden enthält, wovon mindestens 50 Gew.-% aus Samarium besteht, wenn Zirconium
in einer Menge von mindestens 0,4 Gew.% vorhanden ist.Verfahren zur Herstellung eines Gussprodukts umfassend den Schritt mit
Sandgießen, Präzisionsgießen, Hartguss oder Hochdruckgießen
einer Magnesiumlegierung umfassend:
mindestens 85 Gew.-% Magnesium;
2 bis 4,5 Gew.-% Neodym;
0,2 bis 7,0 % mindestens eines Metalls der seltenen Erden der Atom-Nr. 62 bis 71;
bis zu 1,3 Gew.-% Zink; und
0,2 bis 1,0 Gew.-% Zirconium;
wahlweise mit einem oder mehreren von:
bis zu 1 Gew.-% Calcium;
bis zu 0,1 Gew.-% eines Oxidation inhibierenden Elements außer Calcium;
bis zu 0,4 Gew.-% Hafnium und/oder Titan;
bis zu 0,5 Gew.-% Mangan;
nicht mehr als 0,001 Gew.-% Strontium;
nicht mehr als 0,05 Gew.-% Silber;
nicht mehr als 0,1 Gew.-% Aluminium;
nicht mehr als 0,01 Gew.-% Eisen; und
weniger als 0,5 Gew.-% Yttrium;
wobei ein verbleibender Rest beliebige Fremdstoffe sind.Verfahren nach Anspruch 15 mit dem Schritt der Aushärtung der Gusslegierung
bei einer Temperatur von mindestens 150° über mindestens 10 Stunden.Verfahren nach Anspruch 15 mit dem Schritt der Aushärtung der Gusslegierung
bei einer Temperatur von mindestens 200°C über mindestens 1 Stunde.Verfahren nach Anspruch 15 mit dem Schritt der Aushärtung der Gusslegierung
bei einer Temperatur von mindestens 300°C.Verfahren nach Anspruch 15, worin die Legierung keine 0,5 bis 6 Gew.-%
Metalle der seltenen Erden enthält, wovon mindestens 50 Gew.-% aus Samarium
besteht, wenn Zirconium in einer Menge von mindestens 0,4 Gew.-% vorhanden ist.Verfahren nach Anspruch 15 mit den Schritten zur Lösungswärmebehandlung
und dann Abschrecken der Gusslegierung.Verfahren nach Anspruch 20, worin der Abschreckschritt durch heißes
Wasser oder ein heißes Abschreckmittel mit Polymermodifikation durchgeführt
wird.Gussprodukt hergestellt nach einem Verfahren wie in Anspruch 15 beansprucht.Gussprodukt hergestellt nach einem Verfahren wie in Anspruch 15 beansprucht,
wenn es im Entspannungsgrad T6 ist.Extrudiertes oder geschmiedetes Produkt, wenn es aus einer Legierung
wie in Anspruch 1 beansprucht gebildet ist.