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Dokumentenidentifikation DE602004004979T2 31.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001530900
Titel Pestizidpartikel
Anmelder Sumitomo Chemical Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Watanabe, Atsushi, Toyonaka-shi Osaka, JP;
Inoue, Masao, Yokohama-shi Kanagawa, JP
Vertreter Henkel, Feiler & Hänzel, 80333 München
DE-Aktenzeichen 602004004979
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.11.2004
EP-Aktenzeichen 040261828
EP-Offenlegungsdatum 18.05.2005
EP date of grant 28.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2007
IPC-Hauptklasse A01N 25/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A01N 43/84(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft Pestizidteilchen, die durch Sprühtrocknen erhältlich sind.

Technischer Hintergrund

Bisher wurden verschiedene Pestizidformulierungen, wobei die Freisetzung der Pestizidwirkstoffe kontrolliert wird, zum Zwecke einer kontinuierlichen Pestizidwirksamkeit, einer Verringerung der Phytotoxizität und dergleichen vorgeschlagen. Beispiele für diese bekannten Pestizidformulierungen mit kontrollierter Freisetzung umfassen eine Formulierung eines mikroverkapselten Pestizidwirkstoffs (beispielsweise JP-A-59-20209A), ein beschichtetes Teilchen, das einen Pestizidwirkstoff enthält (beispielsweise JP-A-60-226801), und dergleichen.

Andererseits wird eine wässrige Suspension gewünscht, die einen gleichförmigen Dispersionszustand auch nach dem Dispergieren einer Pestizidformulierung in Wasser beibehalten kann.

Die US-A-2 976 210 beschreibt Emulsionen oder Suspensionen von Pestiziden, die oxidiertes Polyethylen als Klebemittel umfassen. Die Formulierungen werden durch Schmelzen des Wachses und einer Fettsäure, die Zugabe eines Amins, und dann Zugabe des Gemischs unter Rühren zu heißem Wasser erhalten. Zu dieser Dispersion wird ein in Wasser dispergiertes Pestizidsprühpulver gegeben.

Die US 2003/118626 A1 beschreibt die Stabilisierung von Suspensionen niedriger bis mittlerer Dichte von einem Pestizid durch die Zugabe von Teilchen niedriger Dichte, beispielsweise mikronisiertem und oxidiertem Polyethylen.

Die GB-A-1 227 997 beschreibt die Herstellung benetzbarer Pulver, die stabile, sich nicht absetzende Suspensionen ergeben, durch Sprühtrocknen einer Aufschlämmung eines aktiven Mittels und eines Sulfonat-Benetzungsmittels.

Die US 6 313 070 B1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Konzentraten wässriger Suspensionen des Phthalimid-Herbizids Flumioxazin durch gleichzeitiges Mahlen von einer wässrigen Aufschlämmung des Herbizids, einem nichtionischen und anionischen grenzflächenaktiven Mittel und einem thixotropbildenden Additiv.

Die US 2003/064896 A1 offenbart wasserdispergierbare Granulate, die Flumioxazin, Sulfonsäure und ein Polycarboxylat-Surfactant und einen mineralischen Träger umfassen.

Die EP-A-529975 beschreibt die Herstellung von herbiziden Granulaten oder Teilchen mit langsamer Freisetzung durch Mischen einer Schmelze von einem Paraffinwachs und einem Kohlenwasserstoffpolymer, beispielsweise oxidiertem Polyethylen, mit dem Herbizid und anschließende Zugabe eines festen Füllstoffs. Die gebildete Masse wird weiter gerührt, bis Raumtemperatur erreicht wird.

Das heißt, es wird gewünscht, eine Pestizidformulierung mit kontrollierter Freisetzung, die gut darin ist, einen gleichförmigen Dispersionszustand nach dem Dispergieren in Wasser beizubehalten, bereitzustellen.

Zusammenfassung der Erfindung

Durch die vorliegende Erfindung erfolgt die Bereitstellung von Pestizidteilchen, die durch Sprühtrocknen einer Dispersion, worin ein wasserunlöslicher Pestizidwirkstoff und oxidiertes Polyethylen in Wasser dispergiert sind, erhältlich sind, einer Pestizidzusammensetzung, die die Pestizidteilchen, ein anionisches grenzflächenaktives Mittel und einen Träger umfasst, und eines Verfahrens zur Herstellung der Pestizidteilchen, das

  • a) eine Stufe zur Herstellung einer Dispersion, in der ein wasserunlöslicher Pestizidwirkstoff und oxidiertes Polyethylen in Wasser dispergiert sind, und
  • b) eine Stufe zur Sprühtrocknung der Dispersion umfasst.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Gemäß der vorliegenden Erfindung können Teilchen, die durch Sprühtrocknung einer Dispersion, in der ein wasserunlöslicher Pestizidwirkstoff und oxidiertes Polyethylen in Wasser dispergiert sind, die Freisetzung des Pestizidwirkstoffs kontrollieren bzw. steuern und das Teilchen ist hervorragend im Hinblick auf das Beibehalten eines gleichförmigen Dispersionszustands, nachdem es in Wasser dispergiert wurde.

Die Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung können durch Sprühtrocknung einer Dispersion, in der ein wasserunlöslicher Pestizidwirkstoff und oxidiertes Polyethylen in Wasser dispergiert sind, erhalten werden.

Der für die vorliegende Erfindung verwendete wasserunlösliche Pestizidwirkstoff kann bei normaler Temperatur (25 °C) fest oder flüssig sein und vorzugsweise ist es einer mit einem Schmelzpunkt von 80 °C oder mehr im Hinblick auf die Einfachheit der Produktion der Pestizidteilchen. Der wasserunlösliche Pestizidwirkstoff bedeutet einen Pestizidwirkstoff mit einer Löslichkeit von 1000 mg/1000 ml oder weniger bei 25 °C. Vorzugsweise wird ein Pestizidwirkstoff mit einer Löslichkeit von 100 mg/1000 ml oder weniger bei 25 °C verwendet.

Beispiele für den Pestizidwirkstoff umfassen insektizid wirkende Bestandteile, fungizid wirkende Bestandteile, herbizid wirkende Bestandteile und Pflanzenwachstumsregulationsbestandteile und typische Beispiele sind die folgenden: Insektizid wirkende Bestandteile: Cypermethrin, Deltamethrin, Fenpropathrin, Tralomethrin, Acrinathrin, Bifenthrin, Resmethrin, Tetramethrin, Permethrin, Isoprocarb, Xylylcarb, XMC, Carbaryl, Carbofuran, Fenoxycarb, Alanicarb, Fenobycarb, Bendiocarb, Tetrachlorvinphos, Dimethylvinphos, Phosalon, Chlorpyrifos, Chlorpyrifos-methyl, Pyridaphenthion, Chinalphos, Methidathion, Azinphos-ethyl, Azinphos-methyl, Salithion, Cyanophos, EPN, Cyanophenphos, Diflubenzurin, Chlorfluazuron, Lufenuron, Hexaflumuron, Flufenoxuron, Flucycloxuron, Diafenthiuron, Hexythiazox, Novaluron, Teflubenzuron, Triflumuron, Bensultap, Fenoxycarb, Fenazaquin, Fenpyroximat, Pyridaben, Hydramethylnon, Thiodicarb, Chlorfenapyr, Pymetrozin, Pyrimidifen, Tebufenozid, Tebufenpyrad, Triazamat, Sulfluramid, Milbemectin, Pyridalyl und dergleichen; fungizid wirkende Bestandteile: Benomyl, Carbendazim, Thiphanat-methyl, Diethofencarb, Procymidon, Iprodion, Vinclozolin, Diniconazol, Tebuconazol, Difenoconazol, Cyproconazol, Flusilazol, Triadimefon, Furametpyr, Mepronil, Flutolanil, Tolclofos-methyl, Pyrazophos, Pyrimethanil, Mepanipyrim, Cyprodinil, Fludioxonil, Fenpiclonil, Azoxystrobin, Kresoxim-methyl, Metominostrobin, Chlorothalonil, Manzep, Captan, Folpet, Probenazol, Dimethomorph, Famoxadon, Oxolininsäure, Fluazinam, Ferimzone und dergleichen; herbizid wirkende Bestandteile: Fenoxaprop-P-ethyl, Cyhalofop-butyl, Bensulfuron-methyl, Nicosulfuron, Cyclosulfamuron, Triflusulfuron-methyl, Imazaquin, Flumetsulam, Atrazin, Metribuzin, Fluometuron, Isoproturon, Propanil, Bromoxynil, Ioxynil, Bentazon, Flumioxazin, Fluthiacet-methyl, Azafenidin, Sulfentrazon, Norflurazon, Diflufenican, Isoxaflutol, Pendimethalin, Trifluralin, Mefenacet, Mecoprop, Fluroxypyr und dergleichen; Pflanzenwachstumsregulationswirkstoffe: Thidiazuron, Inabenfid, Paclobutrazol, Uniconazol und dergleichen.

Das für die vorliegende Erfindung verwendete oxidierte Polyoxyethylen wird auch als oxidiertes Polyethylenwachs bezeichnet und es ist auf dem Markt erhältlich. In der vorliegenden Erfindung ist ein oxidiertes Polyethylen mit einem Säurewert von 10–30 mg, der die zur Neutralisation der in 1 g des oxidierten Polyethylens enthaltenen freien Carbonsäure erforderliche Kaliumhydroxidmenge ist, und mit einem Schmelzpunkt von 80–150 °C bevorzugt. Der Schmelzpunkt des oxidierten Polyethylens bedeutet die Temperatur, bei der das oxidierte Polyethylen zu schmelzen beginnt.

In der vorliegenden Erfindung kann die Dispersion, in der der wasserunlösliche Pestizidwirkstoff und das oxidierte Polyethylen in Wasser dispergiert sind, beispielsweise durch Zugabe des wasserunlöslichen Pestizidwirkstoffs, der fein pulverisiert ist (beispielsweise Volumenmediandurchmesser: etwa 1–7 &mgr;m), zu einer wässrigen Dispersion, die das oxidierte Polyethylen enthält, und Rühren hergestellt werden.

Das Verfahren zum feinen Pulverisieren des wasserunlöslichen Pestizidwirkstoffs sind beispielsweise Trockenpulverisierverfahren, beispielsweise eine Hammermühle und eine Strahlmühle, und Nasspulverisierverfahren, wie eine Kugelmühle.

Die wässrige Dispersion, die das oxidierte Polyethylen enthält, kann durch Oxidation einer Polyethylen enthaltenden Dispersion mit Sauerstoff hergestellt werden. Sie ist auch auf dem Markt erhältlich. Ferner kann sie auch durch Dispergieren von Pulvern des oxidierten Polyethylens, die auf dem Markt sind, erhalten werden. Im letzteren Fall weist das für die vorliegende Erfindung verwendete oxidierte Polyethylen allgemein einen mittleren Durchmesser (Volumenmediandurchmesser) von 1 &mgr;m oder weniger auf.

In der vorliegenden Erfindung liegt das Gewichtsverhältnis des Pestizidwirkstoffs zu dem oxidierten Polyethylen üblicherweise im Bereich von 1:99–95:5, vorzugsweise 10:90–80:20.

Die Dispersion, die den Pestizidwirkstoff und das oxidierte Polyethylen enthält, kann ferner ein grenzflächenaktives Mittel, einen Hilfsstoff zum Pulverisieren, ein Dickungsmittel und dergleichen enthalten.

Beispiele für das grenzflächenaktive Mittel umfassende nichtionische grenzflächenaktive Mittel, kationische grenzflächenaktive Mittel, amphotere grenzflächenaktive Mittel und Gemische derselben. Typische nichtionische grenzflächenaktive Mittel sind Polyoxyethylencarbonsäureester, Polyoxyethylenpolyoxypropylenalkylarylether, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockcopolymere, Polyoxyethylenalkylarylether, Polyoxyethylenalkylether, Polyoxyethylenpolyoxypropylentristyrylphenylether, Polyoxyethylenstyrylphenylether, Polyoxyethylentristyrylphenylether, Polyoxyethylenfettsäureester, Fettsäureester, Ester einer Fettsäure mit einem mehrwertigen Alkohol und Polyoxyethylen-mehrwertiger-Alkohol-Ester einer Fettsäure. Die Menge beträgt üblicherweise 0,5–30 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile der Gesamtmenge des wasserunlöslichen Pestizidwirkstoffs und des oxidierten Polyethylens.

Beispiele für den Hilfsstoff zum Pulverisieren umfassen amorphes Siliciumdioxid, Diatomeenerde, Kaolinton, Agalmatolitton, Selicit, Zeeklit, Talkum, Terra alba, Calciumcarbonat und Bentonit. Die Menge beträgt üblicherweise 0,5–50 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile der Gesamtmenge des wasserunlöslichen Pestizidwirkstoffs und des oxidierten Polyethylens.

Beispiele für das Dickungsmittel umfassen Polymerdickungsmittel, wie Polyvinylalkohol, Carboxymethylcellulose, Dextrin, Xanthangummi, Guargummi, Gummiarabikum, Alginsäure, Casein, Gelatine, Polyvinylpyrrolidon, Carboxyvinylpolymere, Acrylpolymere, Stärkederivate und Heteropolysaccharide, und anorganische Dickungsmittel, wie Bentonit und Siliciumdioxidhydrat. Die Menge beträgt üblicherweise 1–10 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile der Gesamtmenge des wasserunlöslichen Pestizidwirkstoffs und des oxidierten Polyethylens.

Die Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung können durch Sprühtrocknen der Dispersion produziert werden. In der vorliegenden Erfindung bedeutet das Sprühtrocknen das gleichzeitige Versprühen und Verdampfen von Wasser, das ein Dispersionsmedium in der Dispersion ist, unter Abscheidung eines Feststoffs.

Das Sprühtrocknen der Dispersion wird üblicherweise durch Sprühen der Dispersion in einen trockenen Luftstrom, der auf etwa 80 bis 220 °C erhitzt ist, durchgeführt. Die gesprühte Dispersion wird in einem trockenen Luftstrom platziert und das Wasser wird verdampft, wobei die Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung gebildet werden.

Beispiele für die Sprühvorrichtung für die Produktion umfassen eine des Rotationstyps, des Druckdüsentyps und eine Zwei-Fluida-Düse.

Der Teilchendurchmesser (Volumenmediandurchmesser) der Pestizidteilchen liegt üblicherweise im Bereich von 5–30 &mgr;m. Diese Teilchen geringer Größe können durch Variieren der Sprühbedingung der Dispersion beim Sprühen erhalten werden. Das heißt, durch Erhöhen des Sprühdrucks oder durch Verringern der Geschwindigkeit der Bereitstellung der Sprühflüssigkeit kann der Teilchendurchmesser klein gemacht werden. Ferner kann der Teilchendurchmesser durch Senken der Konzentration der festen Komponenten in der Sprühflüssigkeit oder durch Senken der Viskosität der Sprühflüssigkeit klein gemacht werden. Vorzugsweise wird eine Zwei-Fluida-Düse verwendet. Der Teilchendurchmesser kann mit einem Laserbeugungsverfahren ermittelt werden. Beispielsweise kann der Laser Diffraction Particle Size Analyzer SALD-1100 (hergestellt von Shimadzu Corporation) verwendet werden.

Die Sprühtrocknungsbedingung kann in geeigneter Weise entsprechend der für das Sprühtrocknen verwendeten Vorrichtung eingestellt werden. Für den Fall, dass der von EYELA hergestellte Sprühtrockner SD-1 zusammen mit einer Zwei-Fluida-Düse verwendet wird, ist die Bedingung die folgende: die Durchflussrate der Transportflüssigkeitsprobe beträgt 50–500 ml/h, der Sprühdruck beträgt 0,2–2,0 kg/cm2, die Durchflussrate von getrockneter Luft beträgt 0,4–1,0 m3/min, die Einlasstemperatur der getrockneten Luft beträgt 100–200 °C und die Auslasstemperatur der getrockneten Luft beträgt 50–100 °C.

Die Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung können agglomerieren, wenn sie durch das oben angegebene Verfahren hergestellt wurden. In diesem Fall können die Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung durch Pulverisieren der Teilchen mit einer Mahlvorrichtung und dergleichen erhalten werden.

Die Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung können in Wasser suspendiert und dann zur Herstellung einer wirksamen Menge des auf Erde oder Pflanzen applizierten Pestizidwirkstoffs verwendet werden.

Ferner ist es möglich, die Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung durch Mischen mit einem inerten Träger, wie einem festen Träger und einem flüssigen Träger, optional einem grenzflächenaktiven Mittel und den anderen Hilfsstoffen für eine Formulierung für benetzbare Pulver, wasserdispergierbare Granulate, fließbare und dergleichen, zu formulieren. Wenn die Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung formuliert werden, wird die Formulierung durch ein herkömmliches Pestizidapplikationsverfahren entsprechend der Art der Formulierung verwendet.

In der die Pestizidteilchen enthaltenden Formulierung ist eine Pestizidzusammensetzung, die die Pestizidteilchen, ein anionisches grenzflächenaktives Mittel und einen Träger umfasst, wobei der Gehalt an dem grenzflächenaktiven Mittel 10 Gew.-% oder mehr beträgt, im Hinblick auf die Freisetzungskontrolle des Pestizidwirkstoffs, wenn er mit Wasser verdünnt wird, hervorragend.

Beispiele für das anionische grenzflächenaktive Mittel der vorliegenden Erfindung umfassen Alkylsulfat, Polyoxyethylenalkylethersulfat, Polyoxyethylenalkylphenylethersulfat, Polyoxyethylenbenzylphenylethersulfat, Polyoxyethylenstyrylphenylethersulfat, Polyoxyethylenpolyoxypropylenblockpolymersulfat, Paraffinsulfonat, Alkansulfonat, Dialkylsulfosuccinat, Alkylbenzolsulfoant, Naphthalinsulfonat, Alkylnaphthalinsulfonat, Dialkylnaphthalinsulfonat, ein Kondensat von Alkylnaphthalinsulfonat mit Formalin, Alkyldiphenyletherdisulfonat, Ligninsulfonat, Polyoxyethylenalkylphenylethersulfonat, Polyoxyetylenalkylethersulfosuccinathalbester, ein Fettsäuresalz, N-Methylfettsäuresarcosinat, Harzsäuresalz, Polyoxyethylenalkyletherphosphat, Polyoxyethylenphenyletherphosphat, Polyoxyethylendialkylphenyletherphosphat, Polyoxyethylenbenzylphenyletherphosphat, Polyoxyethylenbenzylphenylphenyletherphosphat, Polyoxyethylenstyrylphenyletherphosphat, Polyoxyethylenstyrylphenylphenyletherphosphat, Polyoxyethylenpolyoxypropylenblockpolymerphosphat, Phosphatidylcholin, Phosphatidylethanolimin und Alkylphosphat.

Von diesen wird eines oder mehrere, die aus der Gruppe von Alkylnaphthalinsulfonaten, Ligninsulfonaten und Kondensaten von Alkylnaphthalinsulfonat mit Formalin ausgewählt sind, im Hinblick auf die verwendete Menge des anionischen grenzflächenaktiven Mittels vorzugsweise verwendet.

Beispiele für den für die Pestizidzusammensetzung geeigneten festen Träger umfassen Tone, wie Pyrophyllit, Kaolinhydrat, wasserfreies Kaolin, Bentonit und Selicit, Calciumcarbonat, Diatomeenerde, Talkum, Siliciumdioxid, Bims, Vermiculit, Perlit, Calciumsilicat, Saccharose, Glucose, Maltose, Lactose, Dextrin, Stärkearten, Cellulosederivate (Cellulose, Carboxymethylcellulose und dergleichen), Ammoniumsulfat, Natriumsulfat, Ammoniumchlorid, Kaliumchlorid, Natriumcarbonat und Harnstoff.

Die Pestizidzusammensetzung enthält 10 Gew.-% oder mehr, üblicherweise 10–80 Gew.-%, vorzugsweise 10–25 Gew.-% an dem anionischen grenzflächenaktiven Mittel. Ferner enthält die Pestizidzusammensetzung üblicherweise

  • a) 0,1–40 Gew.-% an dem Pestizidteilchen und
  • c) 5–89,9 Gew.-% an dem festen Träger.

Die Pestizidzusammensetzung kann ferner ein Bindemittel, Desintegrationsmittel und/oder ein anderes grenzflächenaktiven Mittel sowie die Pestizidteilchen, das anionische grenzflächenaktive Mittel und einen festen Träger enthalten.

Beispiele für das Bindemittel umfassen Gummiarten, wie Johannisbrotgummi, Tragantgummi, Xanthangummi und Gummiarabikum; Alginsäurederivate, wie Natriumalginat, Ammoniumalginat und Propylenglykolester von Alginsäure; organische Polymerverbindungen, wie Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Polyvinylmethacrylat, Polyethylenoxid und Polyacrylamid; und wasserlösliche Proteine tierischen oder pflanzlichen Ursprungs, wie Eiweiß, Albumin, Casein und Gelatine. Die Menge beträgt üblicherweise 0,1–20 Gew.-% in der Pestizidzusammensetzung.

Beispiele für das weitere grenzflächenaktive Mittel umfassen ein nichtionisches grenzflächenaktives Mittel, wie Polyoxyethylencarbonsäureester, Polyoxyethylenpolyoxypropylenalkylarylether, Polyoxyehylen-Polyoxypropylen-Blockcopolymer, Polyoxyethylenalkylarylether, Polyoxyethylenalkylether, Polyoxyethylenpolyoxypropylentristyrylphenylether, Polyoxyethylenstyrylphenylether, Polyoxyethylentristyrylphenylether, Polyoxyethylenfettsäureester, Fettsäurester, einen Ester einer Fettsäure mit einem mehrwertigen Alkohol, Polyoxyethylen-mehrwertiger-Alkoholester einer Fettsäure und Polyoxyethylenalkylamin. Die Menge beträgt üblicherweise 0,1–20 Gew.-% in der Pestizidzusammensetzung.

In der Pestizidzusammensetzung werden Pulver der Pestizidzusammensetzung durch Mischen der Pestizidteilchen mit gesteuerter Freisetzung, des anionischen grenzflächenaktiven Mittels, des festen Trägers und optional der weiteren Komponente mit einem Mischer und dergleichen hergestellt und mit einer Mahlvorrichtung, wie einer Luftmühle, Hammermühle, Zentrifugenpulverisiervorrichtung und dergleichen, pulverisiert und Granulatkörnchen aus den Pulvern durch Formen mit einer Kompressionsformvorrichtung (beispielsweise einem Walzenkompaktor), einem Kolbengranulator, Trommelgranulator oder Wirbelschichtgranulator produziert.

Die Pestizidzusammensetzung wird üblicherweise durch Verdünnen mit Wasser zum Herstellen einer angegebenen Konzentration des Pestizidwirkstoffs und Applikation auf Feldfrüchte in der Form der erhaltenen Suspension verwendet.

Beispiele

Im folgenden wird die vorliegende Erfindung durch Beispiele detaillierter erklärt; jedoch ist die vorliegende Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt.

Herstellungsbeispiel 1

Zu einem Gemisch von 40 Gew.-Teilen Agrocer 06 (25 gew.-%ige wässrige Dispersion von oxidiertem Polyethylen (Fp: 115 °C, Teilchendurchmesser: 0,19 &mgr;m, Säurewert: 16–19 mg KOH/g), geliefert von Clariant) und 40 Gew.-Teilen Wasser wurden 20 Gew.-Teile Flumioxazin (Teilchendurchmesser: 3,3 &mgr;m, pulverisiert mit einer Strahlmühle) gegeben und gerührt, wobei eine Dispersion erhalten wurde. Die Dispersion wurde unter der im folgenden genannten Bedingung sprühgetrocknet und der erhaltene Feststoff wurde durch eine Pulverisiervorrichtung (Siebdurchmesser: 1,5 mm, Umdrehungen: 10.000 rpm, hergestellt von Nihonsesiki Seisakusho) gemahlen, wobei die Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung (Teilchendurchmesser: 11,1 &mgr;m) erhalten wurden.

Sprühtrocknungsbedingung

  • Sprühtrockner: Spray-Dryer SD-1, hergestellt von EYELA
  • Sprühvorrichtung: Zwei-Fluida-Düse mit einer Sprühdüse eines Durchmessers von 0,51 mm
  • Durchflussrate der Transportflüssigkeitsprobe: 200 ml/h
  • Druck zum Sprühen der Probe: 0,7 kg/cm2
  • Durchflussrate der getrockneten Luft: 0,6 m3/min
  • Einlasstemperatur der getrockneten Luft: 115 °C
  • Auslasstemperatur der getrockneten Luft: 65 °C.

Herstellungsbeispiel 2

Durch das Verfahren gemäß Herstellungsbeispiel 1, wobei jedoch 40 Gew.-Teile des in Herstellungsbeispiel 1 verwendeten Agrocer 06, 50 Gew.-Teile Wasser und 10 Gew.-Teile Flumioxazin (mittlerer Durchmesser: 3,3 &mgr;m) verwendet wurden, wurden Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung (mittlerer Teilchendurchmesser: 9,1 &mgr;m) erhalten.

Herstellungsbeispiel 3

Durch das Verfahren gemäß Herstellungsbeispiel 1, wobei jedoch 60 Gew.-Teile des in Herstellungsbeispiel 1 verwendeten Agrocer 06, 25 Gew.-Teile Wasser und 15 Gew.-Teile Flumioxazin (mittlerer Durchmesser: 3,3 &mgr;m) verwendet wurden, wurden Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung erhalten.

Herstellungsbeispiel 4

Durch das Verfahren gemäß Herstellungsbeispiel 1, wobei jedoch 80 Gew.-Teile des in Herstellungsbeispiel 1 verwendeten Agrocer 06 und 20 Gew.-Teile Flumioxazin (mittlerer Durchmesser: 3,3 &mgr;m) verwendet wurden, wurden Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung (mittlerer Teilchendurchmesser: 15,9 &mgr;m) erhalten.

Herstellungsbeispiel 5

Durch das Verfahren gemäß Herstellungsbeispiel 1, wobei jedoch 80 Gew.-Teile des in Herstellungsbeispiel 1 verwendeten Agrocer 06, 10 Gew.-Teile Wasser und 10 Gew.-Teile Flumioxazin (mittlerer Durchmesser: 3,3 &mgr;m) verwendet wurden, wurden Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung (mittlerer Teilchendurchmesser: 11,9 &mgr;m) erhalten.

Referenzherstellungsbeispiel 1

Zu einem Gemisch (das 12,5 Gew.-% Polyethylen enthielt) von 25 Gew.-Teiln Hordamer PE03 (40 gew.-%ige wässrige Dispersion von Polyethylen (Fp: 96 °C, Teilchendurchmesser: 0,17 &mgr;m), geliefert von Clariant) und 55 Gew.-Teilen Wasser wurden 20 Gew.-Teile Flumioxazin (mittlerer Durchmesser: 3,3 &mgr;m, pulverisiert durch eine Strahlmühle) gegeben und gerührt, wobei eine Dispersion erhalten wurde. Die Dispersion wurde gemäß der Bedingung von Herstellungsbeispiel 1 sprühgetrocknet und pulverisiert, wobei Referenzpestizidteilchen erhalten wurden.

Referenzherstellungsbeispiel 2

Zu einem Gemisch (das 12,5 Gew.-% Polyethylen enthielt) von 50 Gew.-Teiln Hordamer PE03, das in Referenzherstellungsbeispiel 1 verwendet wurd, und 30 Gew.-Teilen Wasser wurden 20 Gew.-Teile Flumioxazin (mittlerer Durchmesser: 3,3 &mgr;m, pulverisiert durch eine Strahlmühle) gegeben und gerührt, wobei eine Dispersion erhalten wurde. Die Dispersion wurde gemäß der Bedingung von Herstellungsbeispiel 1 sprühgetrocknet und pulverisiert, wobei Referenzpestizidteilchen erhalten wurden.

Testbeispiel 1

Proben der Pestizidteilchen wurden zu 50 ml hartem Wasser (342 ppm, CIPAC-Standardwasser) gegeben und suspendiert, um eine Flumioxazinkonzentration von 500 ppm herzustellen.

Andererseits wurden 200 ml hartes Wasser (342 ppm, CIPAC-Standardwasser) in einen 250-ml-Meßzylinder mit einem Stopfen eingetragen und bei 30 °C gehalten. Die Suspension der Probe der oben erhaltenen Pestizidteilchen wurde zugegeben und dann wurde der Zylinder mit dem Stopfen verschlossen und 30-mal während 1 min auf den Kopf gestellt.

Nach Stehenlassen bei 30 °C während 30 min wurden 25 ml der Suspension am Ort von etwa der 125-ml-Eichung des Zylinders gewonnen. Der Gehalt an Flumioxazin in der gewonnenen Suspension wurde durch quantitative Analyse unter Verwendung von Hochleistungsflüssigchromatographie ermittelt und die Suspensionsrate wurde durch die folgende Formel berechnet. Suspensionsrate (%) = {(Menge des gewonnenen Flumioxazin)/(Gesamtmenge von Flumioxazin in den für den Test verwendeten Pestizidteilchen)/10} × 100

Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.

TABELLE 1

Testbeispiel 2

Eine bestimmte Menge der jeweils in den Herstellungsbeispielen 1 und 4 erhaltenen Pestizidteilchen wurde mit 1 1 Ionenaustauschwasser gemischt und langsam bei 25 °C gerührt. Nach einem bestimmten Zeitraum wurden 100 ml der Probe aus der Mitte des Becherglases gewonnen und filtriert. Flumioxazin wurde aus dem abfiltrierten Feststoff extrahiert und die Menge von Flumioxazin in dem Feststoff wurde ermittelt. Aus den Ergebnissen wurde die Elutionsrate von Flumioxazin aus den Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung nach einem bestimmten Zeitraum bestimmt.

Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben.

TABELLE 2

Als nächstes werden Beispiele für die Pestizidzusammensetzung der vorliegenden Erfindung im folgenden beschrieben.

Formulierungsbeispiel 1

20 Gew.-Teile Flumioxazin (Teilchendurchmesser: 3,3 &mgr;m, pulverisiert durch eine Strahlmühle) wurden zu 80 Gew.-Teilen Agrocer 06 (25 gew.-%ige wässrige Dispersion von oxidiertem Polyethylen (Fp: 115 °C, Teilchendurchmesser: 0,19 &mgr;m, Säurewert: 16–19 mg KOH/g), geliefert von Clariant) gegeben, wobei eine Dispersion gebildet wurde. Die Dispersion wurde unter der Bedingung gemäß Herstellungsbeispiel 1 sprühgetrocknet und der erhaltene Feststoff wurde durch eine Pulverisiervorrichtung (Siebdurchmesser: 1,5 mm, Umdrehung: 10.000 rpm, hergestellt von Nihonseiki Seisakusho) gemahlen, wobei die Pestizidteilchen mit gesteuerter Freisetzung (Teilchendurchmesser: 14,2 &mgr;m) erhalten wurden.

22 Gew.-Teile der oben erhaltenen Pestizidteilchen, 10 Gew.-Teile eines Kondensats von Natriumalkylnaphthalinsulfonat mit Formalin (Handelsbezeichnung: Morwet D-425, Crompton Corp.), 1,5 Gew.-Teile Natriumalkylnaphthalinsulfonat (Handelsbezeichnung: Morwet EFW, Crompton Corp.) und 66,5 Gew.-Teile Kaolinhydrat wurden in einem Mörser pulverisiert und gemischt, wobei eine Pestizidzusammensetzung der vorliegenden Erfindung erhalten wurde.

Formulierungsbeispiel 2

22 Gew.-Teile der in Formulierungsbeispiel 1 erhaltenen Pestizidteilchen, 10 Gew.-Teile Natriumligninsulfonat (Handelsbezeichnung: Reax 85A, Westvaco Corp.), 1,5 Gew.-Teile Natriumalkylnaphthalinsulfonat (Handelsbezeichnung: Morwet EFW, Crompton Corp.) und 66,5 Gew.-Teile Kaolinhydrat wurden in einem Mörser pulverisiert und gemischt, wobei eine Pestizidzusammensetzung der vorliegenden Erfindung erhalten wurde.

Formulierungsbeispiel 3

22 Gew.-Teile der in Formulierungsbeispiel 1 erhaltenen Pestizidteilchen, 10 Gew.-Teile Demol EP-Pulver (spezifisches polymeres grenzflächenaktives Mittel des Polycarbonsäuretyps, Kao Corp.), 1,5 Gew.-Teile Natriumalkylnaphthalinsulfonat (Handelsbezeichnung: Morwet EFW, Crompton Corp.) und 66,5 Gew.-Teile Kaolinhydrat wurden in einem Mörser pulverisiert und gemischt, wobei eine Pestizidzusammensetzung der vorliegenden Erfindung erhalten wurde.

Formulierungsbeispiel 4

22 Gew.-Teile der in Formulierungsbeispiel 1 erhaltenen Pestizidteilchen, 20 Gew.-Teile eines Kondensats von Natriumalkylnaphthalinsulfonat mit Formalin (Handelsbezeichnung: Morwet D-425, Crompton Corp.), 1,5 Gew.-Teile Natriumalkylnaphthalinsulfonat (Handelsbezeichnung: Morwet EFW, Crompton Corp.) und 56,5 Gew.-Teile Kaolinhydrat wurden in einem Mörser pulverisiert und gemischt, wobei eine Pestizidzusammensetzung der vorliegenden Erfindung erhalten wurde.

Formulierungsbeispiel 5

22 Gew.-Teile der in Formulierungsbeispiel 1 erhaltenen Pestizidteilchen, 40 Gew.-Teile eines Kondensats von Natriumalkylnaphthalinsulfonat mit Formalin (Handelsbezeichnung: Morwet D-425, Crompton Corp.), 1,5 Gew.-Teile Natriumalkylnaphthalinsulfonat (Handelsbezeichnung: Morwet EFW, Crompton Corp.) und 36,5 Gew.-Teile Kaolinhydrat wurden in einem Mörser pulverisiert und gemischt, wobei eine Pestizidzusammensetzung der vorliegenden Erfindung erhalten wurde.

Formulierungsbeispiel 6

22 Gew.-Teile der in Formulierungsbeispiel 1 erhaltenen Pestizidteilchen, 70 Gew.-Teile eines Kondensats von Natriumalkylnaphthalinsulfonat mit Formalin (Handelsbezeichnung: Morwet D-425, Crompton Corp.), 1,5 Gew.-Teile Natriumalkylnaphthalinsulfonat (Handelsbezeichnung: Morwet EFW, Crompton Corp.) und 6,5 Gew.-Teile Kaolinhydrat wurden in einem Mörser pulverisiert und gemischt, wobei eine Pestizidzusammensetzung der vorliegenden Erfindung erhalten wurde.

Formulierungsbeispiel 7

4,4 Gew.-Teile der in Formulierungsbeispiel 1 erhaltenen Pestizidteilchen, 10 Gew.-Teile eines Kondensats von Natriumalkylnaphthalinsulfonat mit Formalin (Handelsbezeichnung: Morwet D-425, Crompton Corp.), 1,5 Gew.-Teile Natriumalkylnaphthalinsulfonat (Handelsbezeichnung: Morwet EFW, Crompton Corp.) und 84,1 Gew.-Teile Kaolinhydrat wurden in einem Mörser pulverisiert und gemischt, wobei eine Pestizidzusammensetzung der vorliegenden Erfindung erhalten wurde.

Formulierungsbeispiel 8

0,88 Gew.-Teile der in Formulierungsbeispiel 1 erhaltenen Pestizidteilchen, 10 Gew.-Teile eines Kondensats von Natriumalkylnaphthalinsulfonat mit Formalin (Handelsbezeichnung: Morwet D-425, Crompton Corp.), 1,5 Gew.-Teile Natriumalkylnaphthalinsulfonat (Handelsbezeichnung: Morwet EFW, Crompton Corp.) und 87,62 Gew.-Teile Kaolinhydrat wurden in einem Mörser pulverisiert und gemischt, wobei eine Pestizidzusammensetzung der vorliegenden Erfindung erhalten wurde.

Formulierungsbeispiel 9

22 Gew.-Teile der in Formulierungsbeispiel 1 erhaltenen Pestizidteilchen, 1,5 Gew.-Teile Natriumalkylnaphthalinsulfonat (Handelsbezeichnung: Morwet EFW, Crompton Corp.) und 76,5 Gew.-Teile Kaolinhydrat wurden in einem Mörser pulverisiert und gemischt, wobei eine Pestizidformulierung erhalten wurde.

Formulierungsbeispiel 10

22 Gew.-Teile der in Formulierungsbeispiel 1 erhaltenen Pestizidteilchen, 10 Gew.-Teile Polyethylenglykol (Handelsbezeichnung: PEG 1000, Sanyo Chemical Industries), 1,5 Gew.-Teile Natriumalkylnaphthalinsulfonat (Handelsbezeichnung: Morwet EFW, Crompton Corp.) und 66,5 Gew.-Teile Kaolinhydrat wurden in einem Mörser pulverisiert und gemischt, wobei eine Pestizidformulierung erhalten wurde.

Testbeispiel 3

In 1000 ml Ionenaustauschwasser wurden 3,58 g der Pestizidzusammensetzung für den Test gegeben und mit einem Magnetrührer 3 h lang bei 25 °C gerührt. Dann wurden 100 ml dieser Suspension gewonnen und filtriert, wobei ein Feststoff erhalten wurde. Die Menge von Flumioxazin in dem Feststoff wurde durch Hochleistungsflüssigchromatographie ermittelt. Die Menge von Flumioxazin in der Pestizidzusammensetzung für den Test wurde durch Verwenden des ermittelten Werts berechnet und die Elutionsrate wurde bestimmt.

Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.

TABELLE 3

Wie in Tabelle 3 gezeigt ist, sind die in den Formulierungsbeispielen 1, 2 und 3 erhaltenen Pestizidzusammensetzungen zur Steuerung der Freisetzung des Pestizidwirkstoffs wirksam. Andererseits ergaben die Pestizidzusammensetzungen, die in den Formulierungsbeispielen 9 und 10 erhalten wurden, worin die Mengen der anionischen grenzflächenaktiven Mitteln weniger als 10 Gew.-% betrugen, eine größere Elutionsrate.

Die Pestizidteilchen der vorliegenden Erfindung können die Freisetzung des Pestizidwirkstoffs in diesen steuern und sie sind hervorragend im Hinblick auf das Beibehalten eines gleichförmigen Dispersionszustands nach dem Dispergieren in Wasser.

Insbesondere ist die Pestizidzusammensetzung, die die Pestizidteilchen, ein anionisches grenzflächenaktives Mittel und einen Träger umfasst, wobei der Gehalt an dem anionischen grenzflächenaktiven Mittel 10 Gew.-% oder mehr beträgt, zur Steuerung der Freisetzung des Pestizidwirkstoffs wirksam.


Anspruch[de]
Teilchen, das durch Sprühtrocknen einer Dispersion, in der ein wasserunlöslicher Pestizidwirkstoff und oxidiertes Polyethylen in Wasser dispergiert sind, erhältlich ist. Teilchen nach Anspruch 1, wobei das oxidierte Polyethylen einen Schmelzpunkt von 80–150 °C aufweist. Teilchen nach Anspruch 1 oder 2, wobei der wasserunlösliche Pestizidwirkstoff einen Schmelzpunkt von 80 °C oder mehr aufweist. Teilchen nach Anspruch 1 oder 2, wobei der wasserunlösliche Pestizidwirkstoff Flumioxazin ist. Pestizidzusammensetzung, die das Teilchen nach Anspruch 1, ein anionisches grenzflächenaktives Mittel und einen Träger umfasst. Pestizidzusammensetzung nach Anspruch 5, wobei der Gehalt an dem anionischen grenzflächenaktiven Mittel 10 Gew.-% oder mehr beträgt. Pestizidzusammensetzung nach Anspruch 5, wobei der Gehalt an dem anionischen grenzflächenaktiven Mittel 10–25 Gew.-% beträgt. Pestizidzusammensetzung nach Anspruch 5, wobei die Gehalte an Teilchen, anionischem grenzflächenaktivem Mittel und Träger 0,1–40 Gew.-%, 10–25 Gew.-% bzw. 5–89,9 Gew.-% betragen. Pestizidzusammensetzung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei der wasserunlösliche Pestizidwirkstoff in dem Teilchen Flumioxazin ist. Verfahren zur Herstellung von Pestizidteilchen, das

a) eine Stufe zur Herstellung einer Dispersion, in der ein wasserunlöslicher Pestizidwirkstoff und oxidiertes Polyethylen in Wasser dispergiert sind, und

b) eine Stufe zur Sprühtrocknung der Dispersion umfasst.






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