Die Erfindung betrifft die Telefonverteilung.
Bekannterweise ist es von Vorteil, die Telefonie über ein verdrilltes
Adernpaar übertragen zu können, das in einem Kabel vorhanden ist, welches
im Übrigen zur Verteilung von Signalen im lokalen Netzwerk (sog. Local Area
Network) dient. Ein derartiges System ist in dem Dokument US
4 551 671 bekannt gemacht.
Aufgabe der Erfindung ist es insbesondere, die Zuverlässigkeit
einer derartigen Verteilung zu verbessern.
Hierzu schlägt sie ein Telefonverteilungssystem vor, mit wenigstens
einer ersten Anschlussklemme mit zwei Anschlusspunkten für ein Adernpaar, das
eine Telefonleitung bereitstellt, und mehreren zweiten Anschlussklemmen mit jeweils
zwei Anschlusspunkten, jeweils einer pro Adernpaar, das zu einer Telefonverteilungsanlage
gehört, wobei jeder Anschlusspunkt jeder dieser zweiten Anschlussklemmen mit
einem jeweiligen Anschlusspunkt der ersten Anschlussklemmen verbunden oder verbindbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass es für jede dieser zweiten Anschlussklemmen
ein Kurzschluss-Steuerungsprogramm aufweist, mit:
- – einer Zusatzstromquelle;
- – einer Umschalteinrichtung mit einer ersten Eingangsklemme, die mit
der ersten Anschlussklemme verbunden oder verbindbar ist, einer zweiten Eingangsklemme,
die mit der Zusatzstromquelle verbunden ist, und einer Ausgangsklemme, die mit der
zweiten Anschlussklemme verbunden ist, ohne mit einer anderen zweiten Anschlussklemme
verbunden zu sein, wobei die Umschalteinrichtung eine erste Position zulässt,
in der sie die Ausgangsklemme mit der ersten Eingangsklemme verbindet, während
sie die Ausgangsklemme und die zweite Eingangsklemme voneinander trennt, und eine
zweite Position zulässt, in der sie die Ausgangsklemme und die zweite Eingangsklemme
miteinander verbindet, während sie die Ausgangsklemme und die erste Eingangsklemme
voneinander trennt; und
- – Mitteln zum Steuern der Umschalteinrichtung, damit diese normalerweise
die erste Position einnimmt und damit diese im Falle eines Kurzschlusses zwischen
den beiden Anschlusspunkten der zweiten Anschlussklemme die zweite Position einnimmt.
Der Kurzschluss der Anschlusspunkte einer der beiden Klemmen kann
zum Beispiel durch ein Gerät im lokalen Netzwerk verursacht werden, da einige
dieser Geräte, die an den herkömmlichen RJ45-Dosen das Kontaktpaar 1-2
und das Kontaktpaar 3-6 nutzen, das allgemein für die Telefonie verwendete
Kontaktpaar 4-5 kurzschließen.
Da die Ausgangsklemme einer jeden Umschalteinrichtung mit keiner anderen
zweiten Klemme als der betreffenden zweiten Klemme verbunden ist, und da in der
zweiten Position der Umschalteinrichtung die Ausgangsklemme von der ersten Eingangsklemme
getrennt ist, sind weder die erste Klemme noch die anderen zweiten Klemmen von dem
Kurzschluss betroffen, die somit betriebsbereit bleiben.
Es ist festzustellen, dass das erfindungsgemäße System zu
verhindern erlaubt, dass sich ein lokaler Kurzschluss in einen allgemeinen Kurzschluss
verwandelt.
Da in der zweiten Position der Umschalteinrichtung die Anschlusspunkte
der betreffenden zweiten Klemme mit der Zusatzstromquelle verbunden sind, verfügen
die Steuermittel trotz Trennung von dem eine Telefonleitung bereitstellenden Adernpaar
über eine Stromversorgung, die es ihnen ermöglicht festzustellen, ob zwischen
den beiden Anschlusspunkten der betreffenden zweiten Klemme der Kurzschluss weiterhin
besteht oder nicht.
Die Überwachung des Kurzschlusses und die Rückkehr der Umschalteinrichtung
in die erste Stellung nach Beseitigung des Kurzschlusses erfordert somit nicht das
regelmäßige Durchführen von Wiederanschlussversuchen an die die Telefonleitung
bereitstellenden Adern.
Das erfindungsgemäße System führt demnach dem Telefonnetz
keine regelmäßigen Störungen zu und weist nach Beseitigung des Kurzschlusses
eine besonders schnelle Reaktionszeit auf.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Steuermittel in
der Lage zu erkennen, ob ein erster vorbestimmter Strom- und/oder Spannungszustand,
der für eine normale Situation zwischen den beiden Anschlusspunkten der betreffenden
zweiten Anschlussklemme repräsentativ ist, erfüllt ist oder nicht, sind
diese in der Lage zu erkennen, ob ein zweiter vorbestimmter Strom- und/oder Spannungszustand,
der für eine Kurzschluss-Situation zwischen den beiden Anschlusspunkten der
zweiten Anschlussklemme repräsentativ ist, erfüllt ist oder nicht, wobei
sich der zweite Zustand vom Gegenteil des ersten Zustands unterscheidet, und sind
diese in der Lage, die Umschalteinrichtung die erste Position einnehmen zu lassen,
wenn der erste Zustand erfüllt ist, die Umschalteinrichtung die zweite Position
einnehmen zu lassen, wenn der zweite Zustand erfüllt ist, und ansonsten die
Umschalteinrichtung in der ersten Position oder in der zweiten Position zu belassen.
Das Erkennen einer Kurzschluss-Situation und eines
Normalzustands durch die Steuermittel kann demnach besonders zuverlässig erfolgen.
Gemäß den bevorzugten Merkmalen der eben dargestellten Ausführungsform
und aus Gründen der Vereinfachung und des Komforts sowohl bei der Verwendung
als auch bei der Herstellung:
- – entspricht der erste Zustand einem nicht vorhandenen Stromverbrauch
an der betreffenden zweiten Anschlussklemme und der zweite Zustand dem gemeinsamen
Auftreten eines vorhandenen Stromverbrauchs und einer vorhandenen Unterspannung
an der betreffenden zweiten Anschlussklemme; und optional
- – umfassen die Steuermittel eine Einrichtung zum Erkennen einer Unterspannung,
um festzustellen, ob die Spannung an der betreffenden zweiten Anschlussklemme niedriger
als ein vorbestimmter Schwellenwert ist oder nicht, sowie eine Einrichtung zum Erkennen
eines Stromverbrauchs, um festzustellen, ob der Strom an der betreffenden zweiten
Anschlussklemme höher als ein vorbestimmter Schwellenwert ist oder nicht, ein
Schaltglied, das mit der Einrichtung zum Erkennen der Unterspannung und mit der
Einrichtung zum Erkennen des Stromverbrauchs verbunden ist, und eine Einrichtung
zum Betätigen der Umschalteinrichtung, wobei das Schaltglied die Betätigungseinrichtung
zu steuern vermag, um die Umschalteinrichtung die erste Position einnehmen zu lassen,
wenn die Einrichtung zum Erkennen des Stromverbrauchs nicht feststellt, dass an
der betreffenden zweiten Anschlussklemme eine Stromstärke verbraucht wird,
die höher als der vorbestimmte Stromschwellenwert ist, um die Umschalteinrichtung
die zweite Position einnehmen zu lassen, wenn die Einrichtung zum Erkennen der Unterspannung
feststellt, dass die Spannung an der betreffenden zweiten Anschlussklemme niedriger
als der vorbestimmte Spannungsschwellenwert ist, und die Einrichtung zum Erkennen
des Stromverbrauchs gleichzeitig feststellt, dass die an der betreffenden zweiten
Anschlussklemme verbrauchte Stromstärke höher als der vorbestimmte Stromschwellenwert
ist, und um die Umschalteinrichtung in der ersten Position oder in der zweiten Position
zu belassen, wenn die Einrichtung zum Erkennen der Unterspannung feststellt, dass
die Spannung an der betreffenden zweiten Anschlussklemme höher als der vorbestimmte
Spannungsschwellenwert ist, und wenn die Einrichtung zum Erkennen des Stromverbrauchs
feststellt, dass die Stromstärke an der betreffenden zweiten Anschlussklemme
höher als der vorbestimmte Stromschwellenwert ist; und optional
- – liegt der vorbestimmte Schwellenwert der Stromstärke zwischen
0,1 und 1,5 Milliampere; und/oder
- – liegt der vorbestimmte Schwellenwert der Spannung zwischen 2 und 10
Volt.
Gemäß den bevorzugten Merkmalen der vorliegenden Erfindung
und aus Gründen der Vereinfachung und des Komforts sowohl bei der Verwendung
als auch bei der Herstellung:
- – umfassen die Steuermittel eine Einrichtung zum Erkennen der Unterspannung,
die einen Komparator aufweist, um festzustellen, ob die Spannung an der betreffenden
zweiten Anschlussklemme niedriger als ein vorbestimmter Spannungsschwellenwert ist
oder nicht; und optional
- – umfasst die Einrichtung zum Erkennen der Unterspannung eine Brücke
mit Ganzwellengleichrichterdioden, deren Eingangsanschlusspunkte mit Eingangsanschlusspunkten
der Einrichtung zum Erkennen der Unterspannung verbunden sind; und/oder
- – umfassen die Steuermittel eine Einrichtung zum Erkennen der Unterspannung,
die durch Eingangsanschlusspunkte zu der ersten Eingangsklemme der Umschalteinrichtung
parallel angeordnet ist; und/oder
- – umfassen die Steuermittel eine Einrichtung zum Erkennen des Stromverbrauchs,
die einen Optokoppler aufweist, um festzustellen, ob die Stromstärke an der
betreffenden zweiten Anschlussklemme höher als ein vorbestimmter Schwellenwert
ist; und optional
- – ist der Optokoppler mit einem Satz von zwei Photodioden versehen, die
entgegengesetzt angeordnet sind; und/oder
- – umfassen die Steuermittel eine Einrichtung zum Erkennen des Stromverbrauchs,
die durch zwei Eingangsanschlusspunkte zwischen einem der Anschlusspunkte der Ausgangsklemme
der Umschalteinrichtung und einem der Anschlusspunkte der betreffenden zweiten Anschlussklemme
in Reihe angeordnet ist; und/oder
- – umfassen die Steuermittel ein Schaltglied, das eine Kippschaltung aufweist;
und/oder
- – umfassen die Steuermittel eine Betätigungseinrichtung, die ein
Solenoid und eine Gleichstromquelle mit einem Massepol und einem Pluspol an jedem
Anschlusspunkt des Solenoids aufweist, das mit jedem Pol der Gleichstromquelle durch
einen Transistor verbunden ist, dessen eine Steuerelektrode mit einem Anschlusspunkt
der Betätigungseinrichtung durch einen Polarisationswiderstand oder durch einen
Logiksignal-Inverter und durch einen Polarisationswiderstand verbunden ist, so dass,
wenn der Anschlusspunkt das gleiche Potenzial wie der Massepol hat, ein zwischen
dem Pluspol und einem ersten Anschlusspunkt des Solenoids angeordneter erster Transistor
durchlassend ist, während ein zwischen einem zweiten Anschlusspunkt des Solenoids
und dem Massepol angeordneter zweiter Transistor durchlassend ist, wohingegen die
beiden anderen Transistoren gesperrt sind, und so dass, wenn der Anschlusspunkt
der Steuereinrichtung das gleiche Potenzial wie der Pluspol hat, ein zwischen dem
Pluspol und dem zweiten Anschlusspunkt des Solenoids angeordneter dritter Transistor
durchlassend ist, während der zwischen dem ersten Anschlusspunkt des Solenoids
und dem Massepol angeordnete vierte Transistor durchlassend ist, wohingegen der
erste Transistor und der zweite Transistor gesperrt sind; und/oder
- – weist die Zusatzstromquelle zwei Einspeisepole und einen Widerstand
zur Strombegrenzung auf, der zwischen einem der Einspeisepole und einem der Anschlusspunkte
der zweiten Eingangsklemme angeordnet ist; und/oder
- – umfasst das System zwei erste Anschlussklemmen und für jede zweite
Anschlussklemme eine Umschalteinrichtung, die eine erste, mit einer der ersten Anschlussklemmen
verbundene Eingangsklemme, eine zweite, mit der anderen der ersten Anschlussklemmen
verbundene Eingangsklemme und eine durch das Kurzschluss-Steuerungsprogramm mit
der betreffenden zweiten Anschlussklemme verbundene Ausgangsklemme aufweist, wobei
die Umschalteinrichtung eine erste Position zulässt, in der sie die Ausgangsklemme
mit der ersten Eingangsklemme verbindet, während sie die Ausgangsklemme und
die zweite Eingangsklemme voneinander trennt, und eine zweite Position zulässt,
in der sie die Ausgangsklemme und die zweite Eingangsklemmemiteinander verbindet,
während sie die Ausgangsklemme und die erste Eingangsklemme voneinander trennt.
Es ist darauf hinzuweisen, dass das erfindungsgemäße System
insbesondere in der vorstehend dargelegten Ausbildung interessant ist (gemeinsame
Anlage bestehend aus lokalem Netzwerk und Telefonverteilung), seine Verwendung aber
auch interessant ist, wenn die zur Übertragung der Telefonie dienenden Aderpaare
zu einer separaten Anlage gehören.
Die Erfindung wird im Folgenden durch die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
weiter ausgeführt, das nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen zur Veranschaulichung ohne einschränkenden Charakter angeführt
ist. Die Zeichnungen zeigen in:
1 eine schematische Darstellung einer Telefonverteilungsanlage
mit einem erfindungsgemäßen System;
2 einen Schaltplan, in dem angegeben ist, welche Signale
auf jedem der vier Kontaktpaare der Dosen vorhanden sind, die die Anlage umfasst;
3 eine schematische Teildarstellung des erfindungsgemäßen
Verteilungssystems; und
4 bis 6 detailliertere
Darstellungen der Einrichtungen, die die Steuermittel bilden, die jedes Kurzschluss-Steuerungsprogramm
des erfindungsgemäßen Systems umfasst, und zwar die Einrichtung zum Erkennen
einer Unterspannung (4), die Einrichtung zum Erkennen
eines Stromverbrauchs (5) und die gesamte aus dem Schaltglied
und der Betätigungseinrichtung gebildete Einheit (6).
Die in 1 schematisch dargestellte Anlage
10 umfasst ein System 11, das versehen ist mit einer Anschlussklemme
12, in die ein Adernpaar 13 eines Telefonkabels mündet, mit
einer Anschlussklemme 14, in die ein anderes Adernpaar 15 eines
Telefonkabels mündet, und mit acht Anschlussklemmen 16A bis
16H, in die jeweils eines von acht verdrillten Adernpaare 17A
bis 17H mündet, die jeweils am entgegengesetzten Ende des Systems
11 an eine Dose 18 angeschlossen sind.
Jede der Klemmen 12, 14 und 16A bis
16H weist natürlich zwei Anschlusspunkte auf, jeweils einen für
eine entsprechende Ader des darin mündenden Paares.
Das System 11 ist hier in einem Installationskanal des Wohn-
oder Geschäftshauses angeordnet, zu dem die Anlage 10 gehört.
Die Telefon-Adernpaare 13 und 15 sind an das vermittelte
öffentliche Fernsprechnetz angeschlossen, und genauer gesagt an eine Vermittlungsstelle
des Telekommunikationsbetreibers, der an jedem Paar 13 und 15
eine Leitung bereitstellt.
Die verdrillten Adernpaare 17A bis 17H gehören
hier jeweils zu einem herkömmlichen Kabel eines lokalen Netzwerks. Jedes dieser
Kabel weist neben einem der Paare 17A bis 17H zudem drei weitere
verdrillte Adernpaare auf, die Signale anderer Art übertragen.
Jede der Dosen 18 ist hier eine RJ45-Dose, Kategorie
6.
2 zeigt die Verkabelung der Dosen 18.
Es ist zu erkennen, dass das Kontaktpaar 1 und
2 für die Signale des lokalen Netzwerks LAN vorgesehen ist, ebenso
wie das Kontaktpaar 3 und 6, und dass das Kontaktpaar
4 und 5 für Telefon-Signale PHONE vorgesehen ist, die durch
eines der Paare 17A bis 17H übertragen werden, und dass das
Kontaktpaar 7 und 8 für Fernseh-Signale TV vorgesehen ist.
Anhand von 3 wird nun die zwischen den
Klemmen 12, 14 und 16A bestehende Schaltkreis beschrieben,
wobei die nachfolgende Beschreibung für die Klemme
16A selbstverständlich auch für jede der Klemmen 16B
bis 16H gilt.
Das System 11 weist für die Klemme 16A eine
Umschalteinrichtung 19 und eine Einrichtung 20 zum Betätigen
der Umschalteinrichtung 19 auf.
Die Einrichtung 20 weist einen Schieber 21 mit zwei
Stellungen auf, die mit I bzw. II gekennzeichnet sind.
Die Umschalteinrichtung 19 weist eine mit der Klemme
12 verbundene Eingangsklemme 22 auf, eine mit der Klemme
14 verbundene Eingangsklemme 23 und eine durch ein Kurzschluss-Steuerungsprogramm
25 mit der Klemme 16A verbundene Ausgangsklemme 24.
Jede der Klemmen 22, 23 und 24 weist natürlich
zwei Anschlusspunkte auf, und zwischen jedem Paar miteinander verbundener Klemmen
existieren zwei Verbindungen, die jeweils von einem der Anschlusspunkte einer Klemme
zu einem entsprechenden Anschlusspunkt der anderen Klemme des Paares verlaufen.
Befindet sich der Schieber 21 in Stellung I, wie in
3 dargestellt, ist die Klemme 24 der Umschalteinrichtung
19 von der Klemme 23 getrennt und mit der Klemme 22 und
somit mit der Klemme 12 verbunden.
Befindet sich der Schieber in Stellung II, ist die Klemme
24 mit der Klemme 23 und somit mit der Klemme 14 verbunden
und von der Klemme 22 getrennt.
Wie man sieht, ist es dem System 11 durch die Umschalteinrichtung
19 und deren Betätigungseinrichtung 20 möglich, die
Klemme 16A selektiv mit der Klemme 12 oder mit der Klemme
14 zu verbinden, das heißt das verdrillte Paar 17A selektiv
mit dem Telefon-Adernpaar 13 oder dem Telefon-Adernpaar 15 zu
verbinden.
Das Kurzschluss-Steuerungsprogramm 25 weist eine Zusatzstromquelle
26, eine Umschalteinrichtung 27 und Mittel zum Steuern der Einrichtung
27 auf, die durch eine Einrichtung 28 zum Erkennen der Unterspannung,
durch eine Einrichtung 29 zum Erkennen des Stromverbrauchs, durch ein Schaltglied
30 und durch eine Betätigungseinrichtung 31 gebildet sind.
Die Umschalteinrichtung 27 weist zwei Eingangsklemmen
32 bzw. 33 und eine Ausgangsklemme 34 auf.
Jede der Klemmen 32, 33 und 34 weist zwei
Anschlusspunkte auf, und zwischen jedem Paar miteinander verbundener Klemmen bestehen
zwei Verbindungen, die jeweils von einem Anschlusspunkt einer Klemme zu einem entsprechenden
Anschlusspunkt der anderen Klemme des Paares verlaufen.
Die Klemme 32 ist durch ein Adernpaar direkt mit der Ausgangsklemme
24 der Umschalteinrichtung 19 verbunden.
Die Klemme 33 ist durch ein Adernpaar direkt mit der Zusatzstromquelle
26 verbunden, die einen Widerstand 35 zur Strombegrenzung aufweist.
Die Zusatzstromquelle 26 weist hier einen direkt mit einem
der Anschlusspunkte der Klemme 33 verbundenen Massepol (Referenzpotenzial)
und einen durch den Widerstand 35 mit dem anderen Anschlusspunkt
33 verbundenen Pluspol auf, der in diesem Fall auf ein Potenzial von plus
fünf Volt bezüglich des Referenzpotenzials gebracht ist.
Befindet sich die Einrichtung 27 in der in 3
wiedergegebenen Position, welche die normale Betriebsposition darstellt, sind die
Klemmen 32 und 34 miteinander verbunden, während die Klemmen
33 und 34 voneinander getrennt sind, so dass die Klemme
16A mit der Klemme 24 verbunden und von der Zusatzstromquelle
26 getrennt ist.
In der anderen Position der Umschalteinrichtung 27 sind die
Klemmen 32 und 34 voneinander getrennt, während die Klemmen
33 und 34 miteinander verbunden sind, so dass die Klemme
16A von der Klemme 24 getrennt und mit der Zusatzstromquelle
26 verbunden ist.
Die Einrichtung 28 zum Erkennen der Unterspannung weist drei Anschlusspunkte
36, 37 und 38 auf.
Die Einrichtung 28 ist allgemein durch ihre Anschlusspunkte
36 und 37 parallel zu den Klemmen 32 und 34
angeordnet.
Die Punkte 36 und 37 sind genauer gesagt jeweils
mit einem entsprechenden Anschlusspunkt der Klemme 32 der Umschalteinrichtung
27 und in Anbetracht der zwischen den Klemmen 24 und
32 bestehenden direkten Verbindung mit einem entsprechenden Anschlusspunkt
der Klemme 24 der Umschalteinrichtung 19 verbunden.
Durch die Anschlusspunkte 36 und 37 ist es der Einrichtung
28 möglich, die zwischen den Anschlusspunkten der Klemme
24 vorhandene Spannung zu kennen, nämlich die durch die Leitung
13 oder durch die Leitung 15 gelieferte Spannung. Im Normalzustand
(Umschalteinrichtung 27 in der in 3 dargestellten
Stellung) ist diese Spannung auch zwischen den Anschlusspunkten der Klemme 16A
vorhanden.
Der Anschlusspunkt 38 liefert ein Logiksignal mit zwei Zuständen,
von denen einer eingenommen wird, wenn die Potenzialdifferenz zwischen den Punkten
36 und 37 unter einem vorbestimmten Schwellenwert von, in diesem
Fall, drei Volt liegt, und von denen der andere eingenommen wird, wenn die Spannung
zwischen den Punkten 36 und 37 über diesem Schwellenwert
liegt.
Die Einrichtung 29 zum Erkennen des Stromverbrauchs weist
drei Anschlusspunkte 39, 40 und 41 auf.
Die Einrichtung 29 ist allgemein durch ihre Anschlusspunkte
39 und 40 auf einer der Verbindungen zwischen den Klemmen
34 und 16A in Reihe angeordnet, wobei der Punkt 39 hier
mit einem der Anschlusspunkte der Klemme 34 verbunden ist und der Punkt
40 mit einem der Anschlusspunkt der Klemme 16A.
Der Anschlusspunkt 41 liefert ein Logiksignal mit zwei Zuständen,
von denen einer eingenommen wird, wenn der zwischen den Punkten 39 und
40 fließende Strom unter einem vorbestimmten Schwellenwert von, in
diesem Fall, einem Milliampere liegt, und von denen der andere eingenommen wird,
wenn der zwischen den Punkten 39 und 40 fließende Strom über
diesem Schwellenwert liegt.
Das Schaltglied 30 weist drei Anschlusspunkte 42,
43 und 44 auf.
Die Punkte 42 und 43 sind mit dem Punkt
38 bzw. dem Punkt 41 solchermaßen verbunden, dass das Schaltglied
30 über die Punkte 42 und 43 die durch die Einrichtungen
28 und 29 abgegebenen Logiksignale empfängt.
Der Anschlusspunkt 44 liefert ein Logiksignal mit zwei Zuständen,
von denen einer der in 3 dargestellten Stellung der
Umschalteinrichtung 27 entspricht (Normalzustand) und der andere der anderen
in 3 nicht dargestellten Stellung der Einrichtung
27 entspricht (Kurzschluss-Situation).
Der interne Schaltkreis der Einrichtung 30 ist derart, dass
- – sich das am Anschlusspunkt 44 vorhandene Signal ungeachtet
des Zustands des durch die Einrichtung 28 abgegebenen Signals in dem Zustand
befindet, welcher der in 3 dargestellten Stellung der
Einrichtung 27 entspricht (Normalzustand), wenn sich das durch die Einrichtung
29 abgegebene Signal in dem Zustand befindet, den es einnimmt, wenn der
zwischen den Punkten 39 und 30 fließende Strom unter einem
vorbestimmten Stromschwellenwert liegt (kein Stromverbrauch vorhanden); und
- – das am Anschlusspunkt 44 vorhandene Signal den Zustand einnimmt,
welcher der in 3 nicht dargestellten Stellung der Einrichtung
27 entspricht (Kurzschluss-Situation), wenn sich das durch die Einrichtung
29 abgegebene Signal in dem Zustand befindet, den es bei Überschreiten
des vorbestimmten Stromschwellenwerts einnimmt (Stromverbrauch vorhanden), das am
Anschlusspunkt 44 vorhandene Signal im gegenwärtigen Zustand verbleibt
(Normalzustand oder Kurzschluss-Situation), wenn sich das durch den Detektor
28 abgegebene Logiksignal in dem Zustand befindet, den es einnimmt, wenn
die Spannung unter dem vorbestimmten Schwellenwert liegt (Unterspannung vorhanden)
oder nicht (keine Unterspannung vorhanden).
Die Betätigungseinrichtung 31 weist einen direkt mit
dem Anschlusspunkt 44 der Einrichtung 30 verbundenen Anschlusspunkt
45 auf. Dieser veranlasst die Einrichtung 27, die in
3 dargestellte Stellung oder die andere Stellung einzunehmen,
in Abhängigkeit vom Zustand des am Anschlusspunkt 44 der Einrichtung
30 vorhandenen Signals.
In der in 3 dargestellten Ausbildung,
bei nicht vorhandener externer Verbindung zwischen den beiden Anschlusspunkten der
Klemme 16A (kein Gerät an der Dose 18 angeschlossen oder
Gerät im Ruhezustand), befindet sich das durch die Einrichtung 28
abgegebene Signal in dem Zustand, der einer nicht vorhandenen Unterspannung entspricht,
und befindet sich das durch die Einrichtung 29 abgegebene Logiksignal in
dem Zustand, der einem nicht vorhandenen Stromverbrauch entspricht, so dass das
durch die Einrichtung 30 abgegebene Logiksignal einem Normalzustand entspricht.
Die Einrichtung 27 verbindet somit die Klemmen 32 und
34, während sie die Klemmen 33 und 34 voneinander
trennt.
Ist, ausgehend von diesem Zustand, ein externer Stromverbrauch ohne
Kurzschluss vorhanden, ändert das durch die Einrichtung 29 abgegebene
Logiksignal den Zustand, das durch die Einrichtung 28 abgegeben Logiksignal
ändert seinen Zustand jedoch nicht, und folglich ändert auch das durch
die Einrichtung 30 abgegebene Logiksignal seinen Zustand nicht.
Bei einem Kurzschluss zwischen den Anschlusspunkten der Klemme
16A nimmt dagegen sowohl das durch die Einrichtung 28 abgegebene
Logiksignal als auch das durch die Einrichtung 29 abgegebene Logiksignal
den Zustand ein, der dem Vorhandensein des überwachten Kriteriums entspricht,
das durch die Einrichtung 30 abgegebene Logiksignal ändert folglich
seinen Zustand, so dass die Betätigungseinrichtung 31 die Umschalteinrichtung
27 zur Einnahme der anderen in 3 nicht dargestellten Stellung
veranlasst.
In dieser anderen Stellung ist die Klemme 16A mit der Zusatzstromquelle
26 verbunden, ohne hierbei mit einer der Telefonleitungen 13 oder
15 verbunden zu sein.
Durch die Änderung der Stellung der Einrichtung 27 kehrt
das durch die Einrichtung 28 abgegebene Signal in den Zustand zurück,
der einer nicht vorhandenen Unterspannung entspricht, während das durch die
Einrichtung 29 abgegebene Signal in dem Zustand verbleibt, der einem vorhandenen
Stromverbrauch entspricht, so dass das von dem Schaltglied 30 abgegebene
Signal in dem Zustand verbleibt, der einer Kurzschluss-Situation entspricht.
Ist zwischen den Anschlusspunkten der Klemme 16A kein Kurzschluss
mehr vorhanden, wird zwischen den Anschlusspunkten 39 und 40 der
Einrichtung 29 der Stromfluss eingestellt oder sinkt jedenfalls unter den
vorbestimmten Schwellenwert, das durch die Einrichtung 29 abgegebene Signal
ändert somit seinen Zustand und folglich ändert auch das durch das Schaltglied
30 abgegebene Signal seinen Zustand, das heißt es wechselt in den
Zustand, der einem Normalzustand entspricht, so dass die Betätigungseinrichtung
31 die Einrichtung 27 die in 3 dargestellte
Stellung einnehmen lässt.
Der Kurzschluss zwischen den Anschlusspunkten der Klemme
16A kann zum Beispiel durch ein Gerät des lokalen Netzwerks verursacht
sein. Es kann nämlich sein, dass einige dieser Geräte, die an den RJ45-Dosen
das Kontaktpaar 1-2 und das Kontaktpaar 3-6 nutzen, das Kontaktpaar
4 und 5 kurzschließen.
Besteht ein Kurzschluss zwischen den Anschlusspunkten der Klemme
16A, ist festzustellen, dass der Wechsel der Einrichtung 27 in
die andere in 3 nicht dargestellte Stellung dazu führt,
dass sich der Kurzschluss nicht nach dem Umschalter 19 befindet.
Befindet sich der Schieber 21 in Stellung I, erreicht der
Kurzschluss genauer gesagt weder die Klemme 12 noch irgendeine der anderen
Anschlussklemmen an einem verdrillten Adernpaar, für die sich der Schieber
21 in Stellung I befindet. Befindet sich der Schieber 21 in Stellung
II, erreicht der Kurschluss natürlich weder die Klemme 14 noch die
anderen Anschlussklemmen eines verdrillten Adernpaars, für die sich der Schieber
21 in Stellung II befindet.
In der anderen in 3 nicht dargestellten
Stellung der Umschalteinrichtung 27 ist es den Mitteln zum Steuern dieser
Einrichtung, in diesem Fall der Detektionseinrichtung 29, trotz Trennung
von den eine Telefonleitung bereitstellenden Adernpaaren 13 oder
15 durch die Zusatzstromquelle 26 möglich, über eine
Stromversorgung zu verfügen, die es ermöglicht festrustellen, ob zwischen
den beiden Anschlusspunkten der Klemme 16A der Kurzschluss weiterhin besteht
oder nicht.
Angesichts der Potenzialdifferenz zwischen den Polen der Stromquelle
26 (nur fünf Volt bei Gleichstrom, während die nominelle Potenzialdifferenz
auf einer Telefonleitung 48 Volt bei Gleichstrom beträgt) und angesichts
der Präsenz des strombegrenzenden Widerstands 35 wird der vorstehend
erwähnte Schwellenwert von einem Milliampere mit einem herkömmlichen Telefonapparat
im Zustand des Stromverbrauchs, zum Beispiel bei abgenommenen Telefonhörer,
nicht erreicht, zumal das verdrillte Adernpaar 17A lang ist, da der Wert
des strombegrenzenden Widerstands 35 um den Widerstandswert dieses Paares ergänzt
wird.
Es ist festzustellen, dass das Erkennen des Auftretens eines Kurschlusses
und die Rückkehr der Umschalteinrichtung 27 in die Ausgangsstellung
(die in 3 dargestellte Stellung) nach Beseitigung des
Kurzschlusses nicht erfordert, in regelmäßigen Abständen Versuche
zum Wechseln in die in 3 dargestellte Stellung vorzunehmen,
das Kurzschluss-Steuerungsprogramm 25 hat demnach den Vorteil, das Zuführen
regelmäßiger Störungen in das Telefonnetz zu vermeiden und eine besonderes
schnelle Reaktionszeit nach Beendigung des Kurzschluss aufzuweisen.
Dadurch, dass mit den beiden Detektionseinrichtungen 28 und
29, die unterschiedliche Kriterien überwachen, das Erkennen des Auftretens
eines Kurschlusses und die anschließende Rückkehr in einen Normalzustand
ausgeführt wird, kann dieses Erkennen wesentlich zuverlässiger erfolgen,
als wenn nur ein Kriterium verwendet würde.
Würde das Auftreten eines Kurzschlusses nur anhand eines einzigen
Kriteriums festgestellt, zum Beispiel ob ein Überstrom vorhanden ist oder nicht,
wäre es äußerst schwierig oder gar unmöglich, einen einzigen
Diskriminatorschwellenwert festzulegen, der für alle in der Praxis anzutreffenden
Schaltkreise geeignet ist, aufgrund der sehr großen individuellen Unterschiede,
insbesondere auch hinsichtlich der tatsächlich durch die Leitung des Telekommunikationsbetreibers
und den Widerstand der Leiter der Telefonanlage gelieferten Spannung, in diesem
Fall des Paares 17A für die Klemme 16A. Die Berücksichtigung
von zwei verschiedenen Kriterien, hier einem Spannungskriterium (Einrichtung
28) und einem Stromkriterium (Einrichtung 29) erlaubt es hingegen,
die Detektion durchzuführen und dabei für sehr viele verschiedene praktische
Zustände dieselben Schwellenwerte beizubehalten, wodurch es somit möglich
ist, bei der Fertigung die von den Detektionseinrichtungen anzuwendenden
Diskriminatorschwellewerte definitiv festzulegen.
Anhand von 4 bis 6
werden nun die Einrichtungen 28 bis 31 näher beschrieben
die die Steuermittel der Umschalteinrichtung 27 bilden.
Allgemein sind die Einrichtungen 28 und 29 vorgesehen,
um ungeachtet der auf dem Adernpaar 13 oder 15 vorhandenen Polarität
betrieben werden zu können, das heißt das Potenzial am Anschlusspunkt
36 kann sowohl höher oder niedriger als das Potenzial des Anschlusspunkts
37 sein, während der Strom sowohl vom Anschlusspunkt 39 zum
Anschlusspunkt 40 als auch umgekehrt fließen kann.
Die Einrichtung 28 zum Erkennen einer Unterspannung umfasst
einen Satz 50 von vier Dioden, die als Ganzwellenbrückengleichrichter
angeordnet sind, dessen Eingangsanschlusspunkte 51 und 52 mit
dem Punkt 36 bzw. dem Punkt 37 verbunden sind.
Der dem Minuspol entsprechende Anschlusspunkt 53 der Einheit
50 ist mit einem der Anschlusspunkte eines Strombegrenzungswiderstands
54 verbunden, dessen anderer Anschlusspunkt mit dem Massepol
55 einer Gleichstromquelle verbunden ist, an die die Einrichtung
28 angeschlossen ist.
Der Pluspol 56' der Gleichrichtereinheit 50 ist
mit einem der Anschlusspunkte eines Widerstands 57 verbunden. Der andere
Anschlusspunkt des Widerstands 57 ist mit einem der Anschlusspunkte eines
Widerstands 58 verbunden, dessen anderer Anschlusspunkt mit dem Massepol
55 verbunden ist.
Die miteinander verbundenen Anschlusspunkte der Widerstände
57 und 58 sind auch mit einem Anschlusspunkt eines Kondensators
59, einem Anschlusspunkt einer Zenerdiode 60 und einem Anschlusspunkt
eines Komparators 61 verbunden. Der andere Anschlusspunkt des Kondensators
59 und der andere Anschlusspunkt der Diode 60 sind jeweils mit
dem Massepol 55 verbunden.
Der andere Eingangsanschlusspunkt des Komparators 61 ist
mit einem Spannungsbezugspunkt 62 verbunden.
Der Ausgangsanschlusspunkt des Komparators 61 ist über
einen Kopplungswiderstand 46 mit dem Pluspol 56 der Gleichstromquelle,
zu welcher der Massepol 55 gehört, verbunden, wobei der Ausgangsanschlusspunkt
des Komparators 61 auch mit dem Anschlusspunkt 38 der Einrichtung
28 verbunden ist.
Es ist festzustellen, dass die Widerstände 57 und
58 einen Spannungsteiler bilden, der es erlaubt, die am Eingang des Komparators
61 angelegte Spannung zu verringern, der Kondensator 59 diese
Spannung erforderlichenfalls glättet, die Zenerdiode 60 deren Spitzen
begrenzt und der Widerstand 54 zusammen mit den Widerständen
57 und 58 den zwischen den Anschlusspunkten 36 und
37 fließenden Strom begrenzen kann.
Der Spannungsbezugspunkt 62 sowie die für die Widerstände
54, 57 und 58 gewählten Werte, der Kondensator
59 und die Zenerdiode 60 erlauben es, den Schwellenwert festzulegen,
ab dem der Komparator 61 von einem Zustand, in dem sein Ausgangsanschlusspunkt
das Potenzial des Pols 55 aufweist, in einen Zustand wechselt, in dem sein
Ausgangsanschlusspunkt das Potenzial des Pols 56 aufweist.
Wie vorstehend erwähnt, entspricht dieser Schwellenwert hier
einer Spannung von drei Volt zwischen den Anschlusspunkten 36 und
37.
Unterhalb dieses Schwellenwerts liegt der Anschlusspunkt
38 an demselben Potenzial wie der Pol 55 an (Schaltzustand 0).
Liegt die Spannung zwischen den Anschlusspunkten 36 und
37 über dem vorbestimmten Schwellenwert, weist der Anschlusspunkt
38 hingegen dasselbe Potenzial wie der Massepol 56 auf (Schaltzustand
1).
Befindet sich der Anschlusspunkt 38 im Schaltzustand 0, so
erkennt die Einrichtung 28, dass eine Unterspannung vorhanden ist, befindet
er sich jedoch im Schaltzustand 1, erkennt die Einrichtung 28,
dass keine Unterspannung vorhanden ist.
Die Einrichtung 29 zum Erkennen eines Stromverbrauchs weist
einen Optokoppler 47 auf, der einen Satz 48 von zwei entgegengesetzt
angeordneten, parallel geschalteten Photodioden und einen Phototransistor
49 umfasst, dessen Emitter mit dem Massepol 55 derselben Gleichstromquelle
verbunden ist, wie die Einrichtung 28, während der Kollektor des Phototransistors
mit dem Pluspol 56 dieser Stromquelle durch einen Kopplungswiderstand
63 verbunden ist.
Fließt zwischen den Anschlusspunkten 39 und
40 Strom mit einer Stärke über dem Schwellenwert zum Triggern
der einen oder anderen Diode 48, befindet sich der Phototransistor
49 im Durchlasszustand und der Anschlusspunkt 41 weist dasselbe
Potenzial wie der Pol 55 auf, während sich der Phototransistor
49 unterhalb dieses Schwellenwerts im Sperrzustand befindet, so dass der
Anschlusspunkt 41 dasselbe Potenzial wie der Pol 56 aufweist.
Weist der Anschlusspunkt 41 dasselbe Potenzial wie der Pol
55 auf (Schaltzustand 0), so bedeutet dies, dass durch
die Einrichtung 29 ein Stromverbrauch festgestellt wurde, und weist der
Anschlusspunkt 41 dasselbe Potenzial wie der Pol 56 auf (Schaltzustand
1), so bedeutet dies, dass durch die Einrichtung 29 kein Stromverbrauch
festgestellt wurde.
Zwischen den Anschlusspunkten 39 und 40 weist die
Einrichtung 29 einen Stromkreis mit vier parallel angeordneten Zweigen
64, 65, 66 und 67 auf.
Der Satz 48 mit zwei Photodioden gehört zu dem Zweig
64, der auch einen mit dem Satz 48 in Reihe angeordneten strombegrenzenden
Widerstand 68 aufweist.
Der Zweig 65 umfasst zwei in Reihe angeordnete Dioden
69, die so geschaltet sind, dass sie den Strom vom Anschlusspunkt
39 zum Anschlusspunkt 40 durchlassen und diesen in umgekehrter
Richtung sperren.
Der Zweig 66 umfasst zwei in Reihe angeordnete, mit den Dioden
69 identische Dioden 70, die so geschaltet sind, dass sie den
Strom vom Anschlusspunkt 40 zum Anschlusspunkt 39 durchlassen
und diesen in umgekehrter Richtung sperren.
Entsprechend der Fließrichtung des Stroms leitet einer der beiden
Zweige 65 und 66 einen leichten Spannungsabfall zwischen den Klemmen
39 und 40 ein, wodurch eine der beiden Photodioden des Satzes
48 aktiviert wird.
Nachdem der Spannungsabfall durch die Dioden 69 oder die
Dioden 70 erzeugt ist, sind der Wert des Widerstands 68 und die
Eigenschaften der Photodiode des Satzes 48 derart, dass eine Stärke
von einem Milliampere zwischen den Anschlusspunkten 39 und 40
zum Aktivieren einer der Photodioden des Satzes 48 ausreicht.
Der Zweig 67 schließlich umfasst einen Kondensator
71, dessen Kapazität derart ist, dass er zwischen den Anschlusspunkten
39 und 40 einen direkten Durchlass der ADSL-Signale erlaubt (Frequenzbereich
25,8 bis 1104 kHz).
Das Schaltglied 30 weist eine Kippschaltung 75 mit
zwei Eingangsanschlusspunkten 76 bzw. 77 und einem Ausgangsanschlusspunkt
78 auf.
Die Kippschaltung 75 ist so ausgebildet, dass:
- – sich der Anschlusspunkt 78 im Schaltzustand 1 (Potenzial des
Pluspols 56) befindet, wenn der Schaltzustand 1 an jedem der Anschlusspunkte
76 und 77 vorhanden ist;
- – sich der Anschlusspunkt 78 im Schaltzustand 1 befindet, wenn
der Schaltzustand 1 am Anschlusspunkt 76 und der Schaltzustand 0 (Potenzial
des Massepols 55) am Anschlusspunkt 77 vorhanden ist;
- – sich der Anschlusspunkt 78 im Schaltzustand 0 befindet, wenn
der Schaltzustand 0 am Anschlusspunkt 76 und der Schaltzustand 1 am Anschlusspunkt
77 vorhanden ist;
- – der Anschlusspunkt 78 im Schaltzustand 0 oder 1 verbleibt
(keine Änderung des Zustands), wenn der Schaltzustand 0 an jedem der Anschlusspunkte
76 und 77 vorhanden ist;
Der Eingangsanschlusspunkt 76 ist direkt mit dem Anschlusspunkt
43 verbunden.
Der Eingangsanschlusspunkt 77 ist mit dem Anschlusspunkt
42 über einen Logiksignal-Inverter 79 verbunden.
Das am Anschlusspunkt 44 des Schaltglieds 30 vorhandene
Signal befindet sich:
- – im Schaltzustand 1, wenn sich das Signal am Anschlusspunkt
43 im Schaltzustand 1 befindet (kein Stromverbrauch durch die
Einrichtung 29 festgestellt), gleich welches Signal sich am Anschlusspunkt
42 befindet;
- – im Schaltzustand 0, wenn sich das Signal am Anschlusspunkt
43 im Schaltzustand 0 befindet (Stromverbrauch durch die Einrichtung
29 festgestellt) und sich das Signal am Anschlusspunkt 42 im Schaltzustand
0 befindet (Unterspannung durch die Einrichtung festgestellt); und
- – bleibt im Schaltzustand 0 oder 1 (keine Änderung des Schaltzustands),
wenn sich das Logiksignal an jedem der Anschlusspunkte 43 und
42 im Schaltzustand 0 befindet (Stromverbrauch vorhanden und keine Unterspannung).
Befindet sich das Logiksignal am Anschlusspunkt 44 (und somit
am Anschlusspunkt 45) im Schaltzustand 1, befindet sich die Einrichtung
27 in der in 3 dargestellten Position und
umgekehrt.
Die Einrichtung 31 zum Betätigen der Umschalteinrichtung
27 weist ein Solenoid 80 auf, das zwischen zwei Anschlusspunkten
81 und 82 angeordnet ist, die vorgesehen sind, um den Anschlusspunkt
81 mit dem Pol 56 und den Anschlusspunkt 82 mit dem qPol
55 zu verbinden, wenn sich das Logiksignal am Anschlusspunkt
45 im Schaltzustand 0 befindet, und umgekehrt, wenn sich das Logiksignal
im Schaltzustand 1 befindet.
Eine Schutzdiode 83, die so ausgerichtet ist, dass sie den
Strom vom Anschlusspunkt 81 zum Pol 56 durchlässt, wohingegen
sie den Strom in umgekehrter Richtung sperrt, und ein PNP-Transistor 84,
dessen Emitter mit dem Pol 56 und dessen Kollektor mit dem Punkt
81 verbunden ist, sind zwischen dem Anschlusspunkt 81 und dem
Pol 56 parallel angeordnet.
Eine Schutzdiode 85, die so ausgerichtet ist, dass sie den
Strom vom Pol 55 zum Anschlusspunkt 81 durchlässt, wohingegen
sie den Strom in umgekehrter Richtung sperrt, und ein NPN-Transistor 86,
dessen Kollektor mit dem Punkt 81 und dessen Emitter mit dem Pol
55 verbunden ist, sind zwischen dem Anschlusspunkt 81 und dem
Pol 55 parallel angeordnet.
Eine Schutzdiode 87, die so ausgerichtet ist, dass sie den
Strom vom Anschlusspunkt 82 zum Pol 56 durchlässt, wohingegen
sie den Strom in umgekehrter Richtung sperrt, und ein PNP-Transistor 88,
dessen Kollektor mit dem Punkt 82 und dessen Emitter mit dem Pol
56 verbunden ist, sind zwischen dem Anschlusspunkt 82 und dem
Pol 56 parallel angeordnet.
Eine Schutzdiode 89, die so ausgerichtet ist, dass sie den
Strom vom Pol 55 zum Anschlusspunkt 82 durchlässt, wohingegen
sie den Strom in umgekehrter Richtung sperrt, und ein NPN-Transistor 90,
dessen Kollektor mit dem Punkt 82 und dessen Emitter mit dem Pol
55 verbunden ist, sind zwischen dem Anschlusspunkt 82 und dem
Pol 55 parallel angeordnet.
Ein Polarisationswiderstand 91 ist zwischen dem Anschlusspunkt
45 und der Basis des Transistors 84 angeordnet.
Ein Polarisationswiderstand 92 ist zwischen dem Anschlusspunkt
45 und der Basis des Transistors 86 angeordnet.
Ein Polarisationswiderstand 93 ist mit einem seiner Anschlusspunkte
mit der Basis des Transistors 88 verbunden, während ein Polarisationswiderstand
94 mit einem seiner Anschlusspunkte mit der Basis des Transistors
90 verbunden ist, wobei die Widerstände 93 und
94 miteinander durch ihren übrigen Anschlusspunkt verbunden sind,
die auch mit dem Anschlusspunkt 45 über einen Logiksignal-Inverter
95 verbunden sind.
Befindet sich das Logiksignal am Anschlusspunkt 45 im Schaltzustand
0 (Potenzial des Pols 55), ist festzustellen, dass sich die Transistoren
84 und 90 im Durchlasszustand befindet, während die Transistoren
86 und 88 gesperrt sind, und befindet sich das Logiksignal im
Schaltzustand 1 (Potenzial 56), befinden sich die Transistoren
86 und 88 im Durchlasszustand, während sich die Transistoren
84 und 90 im Sperrzustand befinden.
Wie vorstehend angegeben, weist im Schaltzustand 0 der Anschlusspunkt
81 das Potenzial des Pols 56 und der Anschlusspunkt
82 das Potenzial des Pols 55 mit dem Solenoid 80 auf,
der die Einrichtung 27 die andere in 3 nicht
dargestellte Stellung einnehmen lässt, und umgekehrt im Schaltzustand 1.
Es versteht sich, dass das System 11, sofern es eine Funktionseinheit
bildet, notwendigerweise kein einstückiges Ausrüstungselement bildet.
Gegenwärtig sind in einer bevorzugten Ausführungsform die
Umschalteinrichtungen 19 und ihre Betätigungseinrichtungen
20 sowie die Kurzschluss-Steuerungsprogramme 25 in einer aktiven
elektronischen Einheit zusammengefasst, während die Klemmen 12,
14 und 16A bis 16H zu einem Leitungskonzentrator gehören,
der mit einem Steckverbinder zur Aufnahme dieser aktiven elektronischen Einheit
versehen ist.
In nicht dargestellten Varianten sind die Telefon-Adernpaare
13 und 15 eher an ein privates als öffentliches Telefonnetz
und/oder eher an ein digitales als vermitteltes Telefonnetz angeschlossen; das Telefonverteilungssystem
11 ist durch ein System ersetzt, das an ein einziges Telefon-Adernpaar
angeschlossen ist, in diesem Fall sind die Steuerungsprogramme 25 jeweils
direkt mit diesem Adernpaar verbunden (keine Umschalteinrichtung 19 vorhanden
und jede Eingangsklemme 32 ist direkt mit der einzigen Klemme
12 oder 14 verbunden); und/oder es sind mehrere Anschlussklemmen
für ein Telefon-Adernpaar wie die verdrillten Paare 16A bis
16H vorgesehen, jedoch weniger oder mehr als acht.
In anderen nicht dargestellten Varianten weist die Zusatzstromquelle
andere Eigenschaften auf, zum Beispiel ist die Potenzialdifferenz kleiner als 5
V oder höher; die Einrichtung 28 zum Erkennen einer Unterspannung
ist hinsichtlich ihrer Anschlusspunkte 36 und 37 eher nach der
Umschalteinrichtung 27 als davor angeordnet; die für die Einrichtung
28 zum Erkennen einer Unterspannung und für die Einrichtung
29 zum Erkennen eines Stromverbrauchs festgelegten Diskriminatorschwellenwerte
sind verschieden, sie liegen zum Beispiel zwischen 2 und 10 Volt und zwischen 0,1
und 1,5 Milliampere; von den Detektionseinrichtungen werden andere Hauptbauteile
als ein Komparator, wie etwa der Komparator 61, und ein Optokoppler, wie
etwa der Optokoppler 47, verwendet, zum Beispiel für die Einrichtung
zum Erkennen einer Unterspannung ein Halleffekt-Sensor zum Erkennen des Magnetfeldes,
das von der Spannung abhängt, die zwischen den beiden Leitern des die Telefonleitung
bereitstellenden Adernpaars besteht; und/oder die Bildung des Schaltglieds, wie
das mit 30 bezeichnete, und der Betätigungseinrichtung, wie die mit
31 bezeichnete, ist anders, zum Beispiel erfolgt sie mit anderen Bauteilen als in
TTL-Logik.
In anderen nicht dargestellten Varianten nimmt die
Umschalteinrichtung 27 auch die in 3 dargestellte
Stellung ein, wenn ein erster Zustand erfüllt ist, und die andere in
3 nicht dargestellt Stellung, wenn ein zweiter Zustand
erfüllt ist, und verbleibt ansonsten in der gegenwärtigen Stellung, wobei
der zweite Zustand nicht dem Gegenteil des ersten Zustands entspricht, der erste
Zustand jedoch nicht dem Nichtvorhandensein eines Stromverbrauchs entspricht und/oder
der zweite Zustand nicht dem gemeinsamen Auftreten eines vorhandenen Stromverbrauchs
und einer vorhandenen Unterspannung entspricht. Zum Beispiel entspricht der erste
Zustand dem gemeinsamen Auftreten eines nicht vorhandenen Stromverbrauchs und einer
nicht vorhandenen Unterspannung, während der zweite Zustand dem gemeinsamen
Auftreten eines vorhandenen Stromverbrauchs und einer vorhandenen Unterspannung
entspricht.
In anderen nicht dargestellten Varianten ist ein einziger Zustand
für die Umschalteinrichtung 27 vorgesehen, die die in 3
dargestellte Stellung einnimmt, wenn dieser Zustand erfüllt ist, und die andere
Stellung, wenn dieser Zustand nicht erfüllt ist, wobei dieser Zustand zum Beispiel
dem Nichtvorhandensein eines Überstroms in der Telefonleitung entspricht; oder
es werden mehr als zwei Zustände angewandt, zum Beispiel ein Stromzustand,
ein Spannungszustand und ein dynamischer Stromänderungszustand, zum Beispiel
eine relativ steile ansteigende Stromflanke.
Zahlreiche weitere Variante sind je nach den Gegebenheiten möglich,
und es sei hier in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die Erfindung nicht
auf die beschriebenen und dargestellten Beispiel beschränkt ist.