Die Erfindung befaßt sich mit einem Schuh, bei dem der Oberschuh,
welcher durchlässig und atmungsaktiv ist, und beispielsweise aus natürlichem
Leder besteht, wenigstens teilweise eine Sohle abdeckt, die undurchlässig ist,
da sie aus Kautschuk oder einem anderen elastomeren Material hergestellt ist, und
atmungsaktiv gemacht ist.
Spezialschuhe, welche als "Autofahrermokassins" bekannt sind, werden
dadurch hergestellt, dass im Innern des Umschlag-Oberschuhs aus Leder eine Schicht
aus Kautschuk mit Noppen angeordnet wird, welche durch geeignete Öffnungen
des Oberschuhs gehen. Derartige Spezialschuhe sind mehr oder weniger erfolgreich
auf dem Markt.
Die Noppen bilden Laufsohlenelemente, welche auf dem Untergrund aufliegen.
Diese Kautschukschicht ist auf das Leder des Oberschuhs genäht,
bevor dieser mit einer oberen Zunge geschlossen wird, die dem Vorderteil des Fußes
zugeordnet ist, und die mittels einer Handheftnaht angebracht ist.
Eine Reinigungsinnensohle wird im Innern über der Kautschukschicht
aufgebracht.
Hierdurch erhält man einen Schuh, welcher äußerst flexibel
ist und sich der Anatomie des Fußes anpasst und dessen Empfindungsvermögen
verbessert, was beispielsweise beim Fahren wichtig ist.
Zu diesem Zweck erstreckt sich die Kautschukschicht untern den Fersen
derart nach oben, dass sie sich über den Fersen erstreckt, und es sind dort
auch Durchgangsnoppen vorhanden, so dass die Ferse auf einer Fläche während
der Fahrt aufliegen kann, ohne das Leder zu beschädigen.
Die Hauptschwierigkeiten, welche den Einsatz dieser Schuhe dieser
Bauart einschränken, sind im wesentlichen auf das Fehlen einer Feuchtigkeitsdurchlässigkeit
zurückzuführen, was auf die Kautschukschicht zurückzuführen
ist, welche zwischen dem Leder des Oberschuhs und dem Fuß angeordnet ist, und
auch auf das Fehlen der Wasserdichtigkeit zurückzuführen ist, was seine
Ursache in der sofortigen Absorption von Wasser hat, welches durch die Heftnähte,
welche die Kautschukschicht durchdringen, unmittelbar zum Benetzen einer Reinigungsinnensohle
und somit des Fußes führt.
In US-A 2001/010127 ist eine Sohle für Schuhe beschrieben, welche
eine Lederlaufsohle aufweisen, die am oberen Plantarbereich durch eine wasserdichte
und dampfdurchlässige Membrane bedeckt ist. Die Laufsohle hat Durchgangsöffnungen,
in welchen Einsätze aus Kautschuk angeordnet sind, beispielsweise mittels Spritzgießen.
In US-A-429,429 ist ein Schuh beschrieben, welcher eine Hauptsohle
A und eine Innensohle B aufweist, welche mit Öffnungen A' und B jeweils perforiert
sind. Die Öffnungen A' sind vorgesehen, um eng sitzend zugeordnete Kautschukstopfen
oder ähnliche Stopfen C aufzunehmen, welche unabhängig angeordnet sein
können, oder die Köpfe von benachbarten Stopfen mittels integralen Bändern
C2 verbunden sind.
Die Erfindung zielt darauf ab, einen Schuh der "Autofahrer-Mokassin"-Bauart
bereitzustellen, bei dem beide zuvor im Zusammenhang mit dem Stand der Technik beschriebene
Nachteile ausgeräumt sind und welcher zugleich durch den Teil unterhalb der
Sohle des Fußes atmungsaktiv und für Wasser wenigstens in diesem Bereich
durchlässig ist.
Die Erfindung zielt daher hauptsächlich darauf ab, einen Schuh
bereitzustellen, welcher im wesentlichen die Charaktereigenschaften auf dem Untergrund
bei allen Einsatzbedingungen wie bei bekannten Schuhen hat, welche von der Autofahrer-Mokassin-Bauart
sind.
Ferner soll der Gebrauchskomfort verbessert werden.
Ferner soll ein Schuh der "Autofahrer-Mokassin"-Bauart bereitgestellt
werden, welcher sich mit niedrigen Kosten herstellen lässt, und somit preislich
wettbewerbsfähig ist.
Ferner soll ein Schuh der "Autofahrer-Mokassin"-Bauart bereitgestellt
werden, der sich mit Hilfe von üblichen Anlagen und Methoden herstellen lässt.
Diese weiteren Zielsetzungen ergeben sich nachstehend aus den näheren Einzelheiten
eines Schuhs mit einem durchlässigen und atmungsaktiven Oberschuh, welcher
wenigstens teilweise eine undurchlässige Sohle abdeckt, welche atmungsaktiv
gemacht ist und dessen Merkmale im Patentanspruch 1 angegeben sind.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachstehenden Beschreibung von einer bevorzugten Ausführungsform,
welche nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung als nicht
beschränkendes Beispiel erläutert wird. In der Zeichnung gilt:
1 ist eine Längsschnittansicht eines Schuhs nach
der Erfindung;
2 ist eine auseinander gezogene Darstellung der beiden
Komponenten des Schuhs nach 1;
3 ist eine vergrößerte Ansicht der beiden
Komponenten nach 2 im zusammengesetzten Zustand;
4 ist eine Schnittansicht der Komponenten des Schuhs
nach 1 vor dem abschließenden Zusammensetzen;
5 ist eine Schnittansicht einer Form, welche eingesetzt
werden kann, um die Komponenten des Schuhs nach der Erfindung zusammen zu fügen;
6 ist eine Querschnittsansicht des Schuhs nach
1.
Unter Bezugnahme auf die Figuren ist ein Schuh der "Autofahrermokassin"-Bauart"
insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehen und weist eine Sohlenschicht
11 aus Kautschuk oder einem anderen elastomeren Material auf, welche im
Innern eines Umschlag-Oberschuhs 12 aus Leder angeordnet ist.
Die Sohlenschicht 11 hat Noppen 13, welche durch
geeignete Öffnungen 14 des Oberschuhs 12 gehen.
Die Noppen 13 bilden Laufelemente zum Aufliegen auf dem Untergrund.
Die Sohlenschicht 11 aus Kautschuk ist längs einer ebenen
Fläche mit Hilfe von Klebstoff und/oder Heftnähten 15 mit dem
Leder des Oberschuhs 12 verbunden.
Wenigstens einige der Noppen 13 haben wenigstens eine Durchgangsöffnung
16, was nachstehend noch näher erläutert wird, und welche einen
Austausch von Wasserdampf von der Innenseite des Schuhs 10 gestattet.
Eine Schutzschicht ((Füllmittel) 17 und eine Membrane
18, welche für Dampf durchlässig und für Wasser unduchlässig
ist, sind oberhalb der Kautschuksohlenschicht 11, insbesondere an den Öffnungen
16 in Aufeinanderfolge von unten ausgehend angeordnet. Die Schicht und
die Membrane haben im wesentlichen umgrenzende und überlappende Ränder,
welche dicht schließend mittels eines Umfangselements 20 verbunden
sind, welches aus einem Kunststoffmaterial, wie TPU (thermoplastisches Polyurethan)
oder TR (thermoplastischer Kautschuk) oder PU (Polyurethan) hergestellt ist, und
welches aufgespritzt oder aufgeklebt oder heißgesiegelt derart vorgesehen ist,
dass auch die Heftnähte 15 abgedichtet sind.
In einem sich nach oben erstreckenden Bereich ist eine anatomische
innere Sohle oder Innensohle 21 vorgesehen, welche atmungsaktiv oder perforiert
ist, und welche aufgespritzt oder punktuell angeklebt ist.
Die Membrane 18 ist vorzugsweise aus einem Material hergestellt,
welches allgemein bekannt ist als Gore-TexTM.
Die Schutzschicht 17 ist aus perforiertem oder atmungsaktivem
Material hergestellt, bei dem es sich beispielsweise um hydrophilen Filz, gelbildendem
Kautschukmaterial, wie DRYZTM, hergestellt von DICON TECHNOLOGIES, oder
offenzelligem Kautschukmaterial handeln kann.
Das Umfangselement 20 kann in Umfangsrichtung dicht mit der
Sohlenschicht 11 und extern mit den Heftnähten 15 mit Hilfe
einer nichtlöslichen und permanenten Klebung oder mit Hilfe von anderen an
sich bekannten Methoden (Hochfrequenzverbindung, direktes Aufspritzen, usw.) verbunden
sein.
Als eine Alternativ kann man das Umfangselement 20 durch
Spritzgießen in einer Form 22 erhalten (welche ein unteres Formteil
23 und ein oberes Formteil 24 umfaßt), in welche die Innensohle
21 als ein Einsatz eingelegt wird und an diskreten Punkten oder nur am
Umfang mit der Membrane 18 verbunden wird, welche ihrerseits mit der Schutzschicht
17 verbunden ist, welche an einem Umfangsbereich dünner ist, so dass
das Kunststoffmaterial, welches anschließend beim Spritzgießen eingebracht
wird, das Umfangsdichtungselement 20 bildet, so dass sich dieses mit der
Membrane 18 und der Innensohle 21 verbinden kann, um einen dichten
Abschluß gegenüber Wasser zu erzielen, wobei gegebenenfalls zusätzlich
auch noch geeignete Klebstoffe eingesetzt werden können.
Wie in 5 gezeigt ist, wird die Innensohle
21 mit den Rändern 30 zwischen den Formteilen 23
und 24 festgelegt, während an dem oberen Formteil 24 ein
Sitz 31 zum Spritzgießen des Umfangselements 20 und zum Einsatz
von Abgrateinrichtungen 14a vorgesehen ist, welche einen zentralen durchsichtigen
Bereich 32 zurücklassen.
In dem zentralen Abschnitt in dem Pronationsbereich ist es möglich,
in die Form 22 (in dem freien Bereich 32 zwischen den Abgrateinrichtungen
14a) eine atmungsaktive oder absorbierende Füllschicht 25
einzusetzen (hydrophiler Filz, gelbildendes Kautschukmaterial, DRYZ, offenzelliges
Kautschukmaterial oder perforierte Schichten, etc.).
Die Schicht 25 kann auch nach der Ausformung des Umfangselements
20 aufgebracht werden.
Der Oberschuh 22 ist mit dem Umfangselement 20 und
mit der Sohlenschicht 11 dicht schließend derart verbunden, dass die
als Verbindung dienenden Heftnähte 15 nicht Wasser an die Innensohle 21
weiter befördern können.
Die Öffnungen 16 sind daher mit der Innenseite des Schuhs
10 im Hinblick auf die Dampfdurchlässigkeit über die atmungsaktive
Schicht 17, die Membrane 18, die gegebenenfalls ebenfalls atmungsaktive
Schicht 25 und die atmungsaktive und/oder perforierte Innensohle
21 verbunden.
Das Umfangselement 20 kann längs des äußeren
Randes mit dem Oberschuh 12 verklebt sein, um die Wasserabsorption des
Oberschuhs 12 zu verlangsamen.
Wasser, welches den Fuß benetzen könnte, müsste über
die Ränder des Umfangselements 20 hoch steigen, wozu viel Zeit benötigt
wird, und auf jeden Fall bleibt die Innensohle 21 trocken.
Die Abdichtung der Membrane 18 mit Hilfe des Umfangselements
20 kann auch dadurch erfolgen, dass man diese Membrane mit einem Netz oder
einem Gitter (in den Figuren nicht gezeigt) an Stelle der Schutzschicht
17 verbindet, wodurch ein Eindringen des Umfangsdichtungskunststoffmaterials
sichergestellt wird.
Als eine Alternative kann der Umfangsbereich der Membrane
18 ungeschützt belassen werden, so dass der Kunststoff des Umfangselements
20 direkt dort haftet.
Der Schuh 10 wird dadurch fertig gestellt, dass die Ränder
einer oberen Zunge 27 mit den Rändern des Oberschuhs 12 umgeben
werden, und diese mit Hilfe einer Randnaht 28 verbunden werden.
In der Praxis hat sich gezeigt, dass die beabsichtigten Ziele nach
der Erfindung erreicht werden.
Es wird ein Schuh der "Autofahrermokassin"-Bauart bereitgestellt,
welcher zugleich atmungsaktiv durch den Teil ist, der unter der Sohle des Fußes
liegt, und der wasserundurchlässig wenigstens in diesem Bereich ist, wodurch
sich der Tragkomfort verbessern lässt.
Der Schuh hat im wesentlichen dieselbe Untergrundshaftungseigenschaften
unter allen Bedingungen bei den bekannten Schuhen der "Autofahrermokassin"-Bauart,
und bezüglich der Eigenschaften sind lediglich zusätzliche Öffnungen
16 vorgesehen.
Der Schuh kann mit Hilfe von üblichen technischen Anlagen hergestellt
werden, und er lässt sich auch mit geringen Kosten verbunden herstellen, und
lässt sich somit mit durchaus wettbewerbsverträglichen Preisen vertreiben.
Bei der Erfindung sind natürlich zahlreiche Modifikationen und
Abänderungen möglich, welche alle in den Schutzumfang fallen.
Alle Einzelheiten können ferner durch andere technische äquivalente
Mittel ersetzt werden.
In der Praxis können die eingesetzten Materialien entsprechend
den Erfordernissen gewählt werden, vorausgesetzt, dass sie mit dem bestimmungsgemäßen
Einsatzzweck verträglich sind. Gleiches gilt auch für die Abmessungseinzelheiten.
Die Offenbarung der italienischen Patentanmeldung No. PD2002A000153,
deren Priorität für die vorliegende Anmeldung in Anspruch genommen ist,
gehört durch die Bezugnahme zum Offenbarungsinhalt der vorliegenden Anmeldung.
Wenn technische Merkmale in den Ansprüchen angegeben sind und
sich an diese Bezugszeichen anschließen, so wurden diese Bezugszeichen nur
zum Zwecke des besseren Verständnisses der Ansprüche eingefügt, und
folglich haben diese Bezugszeichen keinerlei beschränkenden Charakter auf die
Auslegung des jeweiligen Elements, welches beispielsweise durch ein Bezugszeichen
ergänzt ist.