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Dokumentenidentifikation DE69934444T2 31.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001464429
Titel Entgratverfahren
Anmelder JP Steel Plantech Co., Yokohama, JP
Erfinder Yamashita, Koji, Tokyo 100-0005, JP;
Hayashi, Hiromasa, Tokyo 100-0005, JP;
Okawa, Susumu, Tokyo 100-0005, JP;
Okushima, Koji, Tsurumi-ku Yokohama 230-0044, JP
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69934444
Vertragsstaaten AT, DE, ES, FI, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.10.1999
EP-Aktenzeichen 040115842
EP-Offenlegungsdatum 06.10.2004
EP date of grant 13.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2007
IPC-Hauptklasse B23C 3/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B23D 37/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B23K 11/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B23K 11/36(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entgraten eines Werkstücks zum Entfernen von Graten wie beispielsweise Schweißgraten und dergleichen, die ausgebildet werden, wenn beispielsweise Barren und dergleichen beim kontinuierlichen Walzen von Flachstahl und dergleichen einem Stumpfschweißvorgang unterworfen werden.

STAND DER TECHNIK

In herkömmlichen Stahlwalzlinien werden Stahlelemente wie beispielsweise Barren, Walzblöcke und dergleichen einzeln nacheinander gewalzt und zu Produkten verarbeitet. In letzter Zeit schlagen jedoch die japanischen ungeprüften Patentveröffentlichungen Nr. 52-43754, 58-151971, 61-30287 und dergleichen ein Verfahren vor, um mehrere Stahlelemente wie beispielsweise Barren und dergleichen, die aus einem Heizofen herausgezogen wurden, einem Abbrennschweißvorgang zu unterwerfen und sie kontinuierlich zu walzen, um den Abfall im Ausstoß zu verhindern, der durch das Entfernen der Schnittbereiche am vorderen und hinteren Ende der Stahlelemente verursacht wird, und um die Produktivität zu erhöhen.

Wenn Stahlstücke miteinander durch ein solches Abbrennschweißen verschweißt werden, werden Schweißgrate an den Stahlstücken an den Schweißstellen gebildet durch den Lichtbogen und den Druck, die darauf aufgebracht werden. Da die Schweißgrate relativ groß sind, wirken sie als Fehlstellen bei dem anschließend ausgeführten Walzvorgang. Daher besteht eine Möglichkeit, dass ein Ausstoß durch diese Fehlstellen vermindert wird, und wenn die Stahlstücke Drähte und dergleichen sind, besteht eine Möglichkeit, dass sie in den Bereichen mit den Fehlstellen zerbrechen, während sie gewalzt werden. Demzufolge müssen die Schweißgrate perfekt entfernt werden, bevor die Stahlstücke gewalzt werden.

Die japanischen ungeprüften Patentveröffentlichungen Nr. 51-42040, 53-147649, 4-178273 und dergleichen offenbaren Vorrichtungen zum Entfernen von Graten für eine Abbrennschweißvorrichtung. In all diesen dort vorgeschlagenen Vorrichtungen ist jedoch eine Einheit zum Entfernen von Graten mit einer festen Schneide montiert, um Schweißgrate mit einer Schneidvorrichtung zu zerschneiden, die zwischen einem Hauptkörper einer Schweißeinrichtung und einem Wagen zum Bewegen des Stahlstücks fixiert ist, so dass die Schweißgrate direkt nach dem Ende des Schweißvorgangs abgeschnitten werden können, weil der Schneidwiderstand der Grate dann gering ist.

Außerdem offenbaren die japanischen ungeprüften Gebrauchsmuster-Veröffentlichungen Nr. 59-176711, 61-199312 und dergleichen Vorrichtungen zum Entfernen von Graten mit sich drehender Schneide zum Entfernen eines an einer Kante eines Stahlstückes ausgebildeten Grats durch Pressen einer drehbaren kreisförmigen Schneidkante gegen den Grat.

In all diesen Verfahren zum Entfernen von Graten mit der feststehenden und der sich drehenden Schneide wird jedoch, wenn ein über die Oberfläche eines Stahlstücks 1 hinüber ausgebildeter streifenförmiger Grat 3 entlang des Grates mit einer Schneidvorrichtung 5 abgeschnitten wird, wie dies in 1 dargestellt ist, ein hervorstehender Grat 4 an einer Kante des Stahlstückes 1 ausgebildet, obwohl der abgeschnittene Grat 3 als Span nach außerhalb des Stahlstücks 1 entfernt wird. Demzufolge wird ein Problem des Abfalls des Ausstoßes und dergleichen, wie auch oben beschrieben, durch den hervorstehenden Grat 4 in dem anschließend ausgeführten Walzvorgang verursacht.

Die JP-U-4133512 offenbart eine weitere Vorrichtung zum Entgraten.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Entgraten zu schaffen, mit welchem kein hervorstehender Grat an der Kante eines Stahlstücks ausgebildet wird, von welcher ein Grat entfernt wird.

Die oben genannte Aufgabe kann mit einem Entgratungsverfahren gelöst werden, das die in Anspruch 1 rezitierten Schritte aufweist.

Der an einer Kante eines Stahlstücks befindliche Grat wird geschnitten, indem die Schneidvorrichtung mit der kreisförmigen Schneidkante so angeordnet wird, dass die Flanke der Schneidvorrichtung im wesentlichen parallel zur Oberfläche des Stahlstücks liegt, auf dem der Grat vorhanden ist, und die folgende Formel in Bezug auf den Grat erfüllt wird: R/2 + W/2 < &Dgr; < R – W/2(1), wobei W die Breite des Grats zeigt, R den Radius der Schneidvorrichtung zeigt, A den kürzesten Abstand von der Mitte der Schneidvorrichtung zur Mittellinie der Breite des Grats zeigt; und der an der Kante des Stahlstücks liegende Grat geschnitten wird, indem die Schneidvorrichtung relativ entlang der Längsrichtung des Grats zur Außenseite des Stahlstücks bewegt wird.

Da eine rotierende Schneidvorrichtung mit kreisförmiger Schneidkante verwendet wird, kann ein Grat natürlich mit einem unterschiedlichen Teil der kreisförmigen Schneidkante ohne Bedarf einer Antriebskraft geschnitten werden, wodurch die Lebensdauer der Schneidvorrichtung erhöht werden kann.

Wenn eine Schneidvorrichtung mit kreisförmiger Schneidkante verwendet wird, kann weiterhin ein an einer Kante eine Stahlstücks liegender Grat geschnitten werden, indem die Schneidvorrichtung mit der kreisförmigen Schneidkante so angeordnet wird, dass die Flanke der Schneidvorrichtung im Wesentlichen parallel zu der Oberfläche des Stahlstücks liegt, auf welcher der Grat vorhanden ist, und die Mitte der Schneidvorrichtung befindet sich außerhalb der Kante des Stahlstücks, welche der Grat schneidet; und indem der an der Kante des Stahlstücks liegende Grat geschnitten wird, indem die Scheidvorrichtung senkrecht zur Längsrichtung des Grats relativ bewegt wird (Anspruch 3).

Da eine rotierende Schneidvorrichtung mit kreisförmiger Schneidkante als die oben beschrieben Schneidvorrichtung verwendet wird, kann die Lebensdauer der Schneidvorrichtung verlängert werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine schematische Ansicht eines herkömmlichen Verfahrens zum Entgraten.

2 ist eine schematische Ansicht eines Entgratungsverfahrens mit einer Schneidvorrichtung ist einer polygonalen Schneidkante (nicht Teil der vorliegenden Erfindung).

3 ist eine Ansicht, die die positionelle Beziehung zwischen einer Schneidvorrichtung und einer Oberfläche eines Stahlstücks zeigt.

4A4E sind schematische Ansichten (Seitenansichten) eines Entgratungsverfahrens unter Verwendung einer Schneidvorrichtung mit einer kreisförmigen Schneidkante als Beispiel der vorliegenden Erfindung.

5A5E sind Draufsichten der 4A bis 4E.

6A und 6B sind Ansichten, die die 4C bzw. 4E im Detail erläutern.

7A und 7B sind Ansichten, die die positionelle Beziehung zwischen der Schneidvorrichtung mit der kreisförmigen Schneidkante und einem Grat zeigen.

8 ist eine schematische Ansicht eines Entgratungsverfahrens mit einer Schneidvorrichtung mit einer polygonalen Schneidkante (nicht Teil der vorliegenden Erfindung).

9A bis 9E sind schematische Ansichten (Draufsichten) eines Entgratungsverfahrens, das eine Schneidvorrichtung mit einer kreisförmigen Schneidkante als weiteres Beispiel der vorliegenden Erfindung verwendet.

10 ist eine Ansicht, die zeigt, dass die beiden Schneidvorrichtungen in den 9A bis 9E entlang der Längsrichtung eines Grats angeordnet sind.

11A11G sind schematische Ansichten (Draufsichten) eines Entgratungsverfahrens, das eine Schneidvorrichtung mit einer kreisförmigen Schneidkante als noch ein weiteres Beispiel der vorliegenden Erfindung verwendet.

12 ist eine schematische Draufsicht einer Entgratungsvorrichtung.

13 ist eine schematische Ansicht einer Entgratungsvorrichtung.

BESTE ART UND WEISE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG

Wie oben beschrieben, wird ein hervorstehender Grat ausgebildet, wenn ein an einer Kante eines Stahlrohrs vorhandener Grat mittels der Schneidkante einer Schneidvorrichtung abgeschnitten wird, und zwar durch die Kraft, die darauf von der Schneidvorrichtung aufgebracht wird, um den Grat dazu zu bringen, nach außerhalb des Stahlstücks herausgedrückt zu werden. Das Auftreten des hervorstehenden Grates kann daher verhindert werden, wenn der Grat mittels der darauf aufgebrachten Kraft so abgeschnitten wird, dass die Kraft in Richtung des Inneren des Stahlstücks gerichtet ist statt der Kraft zum Herausdrücken des Grates nach außen von der Kante des Stahlstücks aus.

Entgratungsverfahren der vorliegenden Erfindung basieren auf diesem fundamentalen Prinzip. Daher bezieht sich die vorliegende Erfindung auf Verfahren zum Entfernen eines Grates, der sich an einer Kante eines Stahlstücks befindet. Während die Verfahren der vorliegenden Erfindung auf einen Grat anwendbar sind, der sich im Inneren eines Stahlstücks befindet, wird der Effekt der vorliegenden Erfindung nicht verdorben, selbst wenn der Grat mit einem anderen Verfahren abgeschnitten wird.

Ausführungsform 1

2 zeigt schematisch ein Entgratungsverfahren, das eine Schneidvorrichtung mit einer polygonalen Schneidkante verwendet (nicht Teil der vorliegenden Erfindung).

In dem Verfahren wird eine Schneidvorrichtung 41 mit einer polygonalen Schneidkante 42 so angeordnet, dass die Flanke der Schneidvorrichtung 41 (die untere Fläche der Schneidvorrichtung in der Zeichnung) im wesentlichen parallel mit der Oberfläche eines Stahlstücks 1 ist, an welchem sich ein Grat 2 befindet, und der Winkel &agr; zwischen der polygonalen Schneidkante 42, die den Grat 2 abschneidet, und der Kante des Stahlstücks 1, die den Grat 2 schneidet, zumindest 45° beträgt. Dann wird der Grat 2 an der Kante des Stahlstücks 1 abgeschnitten durch Bewegen der Schneidvorrichtung 41 in Richtung der Außenseite des Stahlstücks 1 entlang der Längsrichtung des Grates 2.

Da der Grat 2 mit dem Winkel &agr; zwischen der polygonalen Schneidkante 42, die den Grat 2 abschneidet, und der Kante des Stahlstücks 1, die der Grat 2 schneidet, abgeschnitten wird, welcher auf zumindest 45° festgelegt ist, kann eine Pressbelastung Fa, welche eine Komponente einer Schneidreaktionskraft ist, die auf die polygonale Schneidkante 42 aufgebracht wird, und in Richtung der Außenseite der Kante des Stahlstücks 1 gerichtet ist, kleiner gemacht werden als eine vertikale Reaktionskraft Fb, deren Richtung parallel zur Kante des Stahlstücks 1 verläuft. Demzufolge wird ein abgeschnittener Grat 3 zur Innenseite des Stahlstücks 1 statt zu seiner Außenseite gedrückt, und so entsteht kein hervorstehender Grat.

Wenn die Flanke der Schneidvorrichtung 41 im wesentlichen parallel mit der Oberfläche des Stahlstücks 1 gesetzt wird, an welchem sich der Grat 2 befindet, reicht es aus, den Winkel &bgr; (im folgenden bezeichnet als Flankenwinkel) zwischen der Flanke und der Schneidvorrichtung 41 und der Oberfläche des Stahlstücks 1 auf 1–5° festzulegen, wie in 3 dargestellt. Außerdem wird der Winkel &ggr; (im folgenden als Spanwinkel bezeichnet) zwischen der Schneidfläche der Schneidvorrichtung 41 und einer rechtwinkligen Linie vertikal zur Oberfläche des Stahlstücks 1 geeignet ausgewählt unter Berücksichtigung eines Schneidwiderstands und der Lebensdauer der Schneidvorrichtung abhängig von einem eingeschlossenen Winkel &thgr;.

Außerdem braucht die Gestalt der polygonalen Schneidkante 42 nicht perfekt polygonal zu sein, und der Effekt der vorliegenden Erfindung kann auch dann erzielt werden, wenn die Winkel abgerundet sind oder die Schneidkante etwas bogenförmig ist. Bei einer bogenförmigen Schneidkante reicht es aus, den Winkel zwischen der tangentialen Linie eines Kreises und der Kante des Stahlstücks, welche einen Grat schneidet, auf zumindest 45° festzulegen.

Ausführungsform 2

Die 4A4E und 5A5E zeigen als Beispiel der vorliegenden Erfindung schematisch ein Entgratungsverfahren, das eine Schneidvorrichtung mit einer kreisförmigen Schneidkante verwendet.

Dies ist ein Verfahren zum Abschneiden eines Grates 2 an einer Kante eines Stahlstücks durch Bewegen der Schneidvorrichtung 11 mit der kreisförmigen Schneidkante so, dass die Schneidvorrichtung 11 in Richtung der Außenseite des Stahlstücks 1 entlang der Längsrichtung des Grates 2 bewegt wird, während die Flanke der Schneidvorrichtung 11 im wesentlichen parallel mit der Oberfläche des Stahlstücks 1 gehalten wird, an welcher der Grat 2 existiert.

Dabei kann, wenn die folgende Formel (1) erfüllt ist, die in Richtung des Äußeren der Kante des Stahlstücks 2 gerichtete Pressbelastung Fa kleiner gemacht werden als die vertikale Reaktionskraft Fb, deren Richtung parallel mit der Kante des Stahlstücks 1 verläuft, weil der Grat 2 mit der kreisförmigen Schneidkante abgeschnitten wird, die sich in einer Position beabstandet von der Linie befindet, die durch den Mittelpunkt der Schneidvorrichtung 11 hindurchläuft und parallel mit dem Grat 2 verläuft, um zumindest R/2, wie in 6A dargestellt. R/2 + W/2 < &Dgr; < R – W/2(1)

Daher wird, wie in 6B dargestellt, wenn der Grat 2 gedrückt wird und abgeschnitten mit der Bewegungsgeschwindigkeit Va der Schneidvorrichtung 11, kein hervorstehender Grat ausgebildet, weil ein abgeschnittener Grat 3 auswärts gedrückt wird in Richtung Vb an der Oberfläche des Stahlstücks 1 statt nach innen in einen freien Raum hinein.

Die obige Formel (1) ist abgeleitet aus der positionellen Beziehung zwischen der Schneidvorrichtung 11 mit der kreisförmigen Schneidkante, gezeigt in den 7A und 7B, und dem Grat 2. Das heißt, der kürzeste Abstand &Dgr; von der Mitte der Schneidvorrichtung 11 bis zur Mittellinie der Breite des Grates 2 muss weniger sein als R – W/2, um den Grat 2 perfekt abzuschneiden (7A). Außerdem muss der kürzeste Abstand &Dgr; (R/2 + W/2) überschreiten, um den Grat 2 mit der Schneidkante abzuschneiden, die sich in einer Position beabstandet von der Linie, welche durch die Mitte der Schneidvorrichtung 11 hindurch verläuft und parallel mit dem Grat 2 ist, um zumindest R/2 befindet (7B), woraus die obige Formel (1) abgeleitet ist.

Ausführungsform 3

8 zeigt schematisch ein Entgratungsverfahren, das eine Schneidvorrichtung mit einer polygonalen Schneidkante verwendet (nicht Teil der vorliegenden Erfindung).

In diesem Verfahren wird eine Schneidvorrichtung 41 mit einer polygonalen Schneidkante 42 so angeordnet, dass die Flanke der Schneidvorrichtung 41 im wesentlichen parallel mit der Oberfläche eines Stahlstücks 1 ist, an welchem ein Grat 2 vorhanden ist, und der Winkel &dgr; zwischen der polygonalen Schneidkante 42, welche den Grat 2 abschneidet, und der Kante des Stahlstücks 1, welche der Grat 2 schneidet, 90° oder weniger beträgt. Dann wird der Grat 2 an der Kante des Stahlstücks 2 abgeschnitten durch Bewegen der Schneidvorrichtung 41 so, dass sie rechtwinklig zu der Längsrichtung des Grates 2 liegt.

Da der Grat 2 so abgeschnitten wird, dass der Winkel &dgr; zwischen der polygonalen Schneidkante 42, die den Grat 2 abschneidet, und der Kante des Stahlstücks 1, die den Grat 2 schneidet, 90° oder weniger beträgt, wird kein hervorstehender Grat ausgebildet, weil der Grat 2 an der Kante des Stahlstücks 1 in Richtung des Inneren des Stahlstücks 1 gedrückt wird.

Die positionelle Beziehung zwischen der Schneidkante und der Oberfläche des Stahlstücks und die Gestalt der polygonalen Schneidkante sind ähnlich wie in der Ausführungsform 1.

Ausführungsform 4

Die 9A9E zeigen als weiteres Beispiel der vorliegenden Erfindung schematisch ein Entgratungsverfahren mit einer Schneidvorrichtung mit einer kreisförmigen Schneidkante.

In diesem Verfahren werden zwei Schneidvorrichtungen 11a und 11b mit jeweils einer kreisförmigen Schneidkante so angeordnet, dass die Flanken der Schneidvorrichtungen 11a und 11b im wesentlichen parallel mit der Oberfläche eines Stahlstücks 1 sind, an welcher ein Grat 2 existiert, und die Mittelpunkte der Schneidvorrichtungen 11a und 11b separat außerhalb beider Kanten des Stahlstücks 1 vorgesehen sind, welche der Grat 2schneidet. Dann wird der Grat 2 an den beiden Kanten des Stahlstücks 1 durch Bewegen des Stahlstücks 1 so, dass es rechtwinklig zu der Längsrichtung des Grates 2 ist, abgeschnitten.

Da die beiden Schneidvorrichtungen 11a und 11b so vorgesehen sind, dass ihre Mittelpunkte separat außerhalb beider Kanten des Stahlstücks 1 liegen, welche der Grat 2 schneidet, wird der an beiden Kanten des Stahlstücks 1 vorhandene Grat 2 in Richtung des Inneren des Stahlstücks 1 gedrückt. So entsteht kein hervorstehender Grat.

Dabei kann, wenn die beiden Schneidvorrichtungen 11a und 11b so angeordnet werden, dass sie einen überlappten Bereich &sgr; in Längsrichtung des Grates 2 bilden, wie in 10 dargestellt, der Grat 2 perfekt entfernt werden nur mit den beiden Schneidvorrichtungen 11a und 11b.

Die 11A11G zeigen ein Verfahren zur Verwendung dreier Schneidvorrichtungen 11a, 11b und 11c, die jeweils eine kreisförmige Schneidkante haben. Ähnlich wie in dem Fall der 9A9E wird der an den beiden Kanten des Stahlstücks 1 vorhandene Grat 2 ohne das Auftreten eines hervorstehenden Grates mittels der beiden Schneidvorrichtungen 11a und 11c entfernt, die so angeordnet sind, dass ihre Mittelpunkte sich separat außerhalb beider Kanten des Stahlstücks 1 befinden, welche der Grat 2 schneidet. Dann wird der Grat 2 perfekt entfernt, weil der Bereich des Grates 2, der sich in der Nähe des Mittelpunktes des Stahlstücks 1 in Richtung seiner Breite befindet, mit der Schneidvorrichtung 11b entfernt wird, die sich zwischen den Schneidvorrichtungen 11a und 11c so befindet, dass sie sich mit diesen überlappt.

Die 12 zeigt schematisch eine Entgratungsvorrichtung. In dieser Vorrichtung sind die beiden Schneidvorrichtungen 11a und 11b, die jeweils eine kreisförmige Schneidkante haben, so angeordnet, dass die obige Formel (1) mit Bezug auf einen Grat 2 an den Oberflächen eines Stahlstücks 1 erfüllt ist, die zueinander hinweisen, und den Grat 2 des Stahlstücks 1 abschneiden, indem sie relativ entlang der Längsrichtung des Grates 2 bewegt werden.

Die Schneidvorrichtungen 11a und 11b sind so angeordnet, dass sie die obige Formel (1) mit Bezug auf den Grat 2 erfüllen, und zwar durch Einstellen der Bewegung des Stahlstücks 1. Wenn der Grat abgeschnitten wird, hält das Stahlstück 1 an, und die Schneidvorrichtungen 11a und 11b bewegen sich simultan von einem Ende des Stahlstücks 1 zum anderen Ende entlang der Längsrichtung des Grates 2, der sich an den zueinander hinweisenden Oberflächen des Stahlstücks 1 befindet. Daher werden nicht nur die Bereiche des Grates 2 an den Kanten des Stahlstücks 1 perfekt entfernt, sondern auch der gesamte Grat 2 wird perfekt insgesamt entfernt.

Wenn der Grat 2 an der Oberfläche des Stahlstücks 1, das bewegt wird, von einem Gratdetektor 50 erfasst wird, wird ein Graterfassungssignal an einen Antriebssteuermechanismus 60 ausgegeben. Dann wird ein sich linear bewegender Aktor betätigt, der aus einem Fluiddruckzylinder, einer elektrischen Kugelschraube oder dergleichen zusammengesetzt ist und seitlich an einer Basisplatte 22 angebracht ist, die so vorgesehen ist, dass sie rechtwinklig zu dem Stahlstück 1 liegt, durch Flansche 27a und b. So gleitet ein Y-förmiger Basisrahmen 25, der an dem distalen Ende des sich linear bewegenden Aktors 26 angebracht ist, in den Richtung des Stahlstücks 1 entlang Schneidführungsschienen 21a und b, die an der Basisplatte 22 vorgesehen sind. Mit diesem Vorgang nähern sich die Schneidvorrichtungen 11a und 11b, die zu den distalen Enden des Y-förmigen Basisrahmens 25 hin durch Schneidvorrichtungshalter 17a und b und Lagergehäuse 16a und b vorgesehen sind, dem Grat 2. Dabei wird das Stahlstück 1 in einer Position angehalten, wo die Schneidvorrichtungen 11a und 11b die obige Formel (1) mit Bezug auf den Grat 2 erfüllen. Anschließend werden die Schneidvorrichtungen 11a und 11b entlang der Längsrichtung des Grates 2 durch den sich linear bewegenden Aktor 26 bewegt, um so den Grat 2 abzuschneiden. Da die Schneidvorrichtungen 11a und 11b so vorgesehen sind, dass sie die obige Formel (1) mit Bezug auf den Grat 2 erfüllen, wird der an der Kante des Stahlstücks 1 befindliche Grat 2 ohne das Auftreten eines hervorstehenden Grates abgeschnitten.

Die beiden Schneidvorrichtungen 11a und 11b sind in Lagergehäusen 16a und b so fixiert, dass sie durch Lager gedreht werden können. Stopper 15a und b an den Lagergehäusen 16a und b verhindern das Entfernen der Lager aus den Lagergehäusen 16a und 16b. Außerdem sind die Lagergehäuse 16a und b an den Schneidvorrichtungshaltern 17a und b so fixiert, dass sie einen gewünschten Zwischenraumwinkel &bgr; haben. Spanentfernungsplatten 18a und b sind an den Schneidvorrichtungshaltern 17a und b so angebracht, dass sie fast in Kontakt mit den Außenumfangsflächen der Schneidvorrichtungen 11a und 11b sind. Da die Schneidvorrichtungen 11a und 11b durch die Lager gedreht werden können, können sie natürlich einen Schneidvorgang in einem anderen Bereich der kreisförmigen Schneidkante ausführen ohne die Notwendigkeit einer Antriebskraft, wodurch die Lebensdauer der Schneidvorrichtungen verlängert werden kann.

Wenn Schweißgrate bei dem kontinuierlichen Walzen und dergleichen von Barren entfernt werden, sind zwei Sätze der Vorrichtungen sukzessive angeordnet, und ein Mechanismus ist vorgesehen, um die jeweiligen Vorrichtungen synchron mit den Bewegungen der Barren zu bewegen. Mit dieser Anordnung können alle an den vier Oberflächen der Barren ausgebildeten Schweißgrate abgeschnitten werden, während die Barren bewegt werden.

13 zeigt schematisch eine Entgratungsvorrichtung.

In dieser Vorrichtung sind die beiden Schneidvorrichtungen 11a und 11b mit jeweils einer kreisförmigen Schneidkante so vorgesehen, dass ihre Mittelpunkte separat außerhalb beider Kanten eines Stahlstücks 1 vorgesehen sind, welche ein Grat 2 schneidet, und der Grat 2 des Stahlstücks 1 wird durch relatives Bewegen des Stahlstücks 1 so, dass die beiden Schneidvorrichtungen 11a und 11b zu der Längsrichtung des Grates 2 liegen, abgeschnitten.

Die beiden Schneidvorrichtungen 11a und 11b werden zuvor so eingestellt, dass sich ihre Mittelpunkte separat außerhalb beider Kanten des Stahlstücks 1 befinden, welche der Grat 2 schneidet, und die Positionen der Schneidvorrichtungen in Richtung der Breite des Stahlstücks 1 wird fixiert. Daher ist die Breite des Stahlstücks 1, von welchem der Grat 2 abgeschnitten wird, immer konstant. Wenn der Grat 2 abgeschnitten wird, werden die Schneidvorrichtungen 11a und 11b abgesenkt und an der Oberfläche des Stahlstücks 1 angehalten. Dann wird der Grat 2 des sich bewegenden Stahlstücks 1 von einer Richtung rechtwinklig zur Längsrichtung des Grates 2 abgeschnitten. Dann werden, da die beiden Schneidvorrichtungen 11a und 11b so angeordnet sind, dass sie einander teilweise entlang der Längsrichtung des Grates 2 überlappen, nicht nur die Bereiche des Grates 2 an den Kanten des Stahlstücks 1 abgeschnitten, sondern auch der gesamte Grat 2 wird insgesamt perfekt entfernt.

Wenn der Grat 2 an der Oberfläche des Stahlstücks 1, das auf Transportwalzen bewegt wird, von dem Graterfasser 50 erfasst wird, wird ein Graterfassungssignal an den Antriebssteuermechanismus 60 ausgegeben. Dann werden oberhalb des Stahlstücks 1 vorgesehene Hydraulikzylinder 70 betätigt, und die Schneidvorrichtungen 11a und 11b, die an den distalen Enden der Hydraulikzylinder 70 durch Schneidvorrichtungshalter 17a und b angebracht sind, werden abgesenkt und in den Positionen an der Oberfläche des Stahlstücks 1 angehalten, die geeignet sind für das Abschneiden des Grates 2. Da das Stahlstück 1 bewegt wird, wird der Grat 2 an dem Stahlstück 1 mit den Schneidvorrichtungen 11a und 11b aus einer Richtung rechtwinklig zur Längsrichtung des Grates 2 abgeschnitten. Da die Schneidvorrichtungen 11a und 11b so angeordnet sind, dass ihre Mittelpunkte separat außerhalb beider Kanten des Stahlstücks 1 befindlich sind, welche der Grat 2 schneidet, wird der Grat 2 an den Kanten des Stahlstücks 1 abgeschnitten, ohne das Auftreten eines hervorstehenden Grats.

Öl wird aus einem Öltank 73 mit einer Ölpumpe 72 herausgepumpt und den Hydraulikzylindern 70 durch Hydraulikleitungen 71 zugeleitet.

Wenn Schweißgrate beim kontinuierlichen Walzen und dergleichen von Barren entfernt werden, werden vier Sätze der Vorrichtungen nacheinander so angeordnet, dass die jeweiligen Schneidvorrichtungen zu den vier Oberflächen der Barren hinweisen. Mit dieser Anordnung können alle an den vier Oberflächen der Barren ausgebildeten Schweißgrate kontinuierlich abgeschnitten werden.


Anspruch[de]
Verfahren zum Entfernen von Graten, umfassend die folgenden Schritte: Anordnen einer Schneidvorrichtung (11) mit einer kreisförmigen Schneidkante, so dass die Flanke der Schneidvorrichtung (11) im Wesentlichen parallel zur Oberfläche eines Stahlstücks (1) liegt, auf welchem sich ein Grat (2) befindet, dadurch gekennzeichnet, dass die folgende Formel in Bezug auf den Grat (2) erfüllt ist: R/2 + W/2 < &Dgr; < R – W/2(1), wobei W die Breite des Grats (2) zeigt, R den Radius der Schneidvorrichtung (11) zeigt, und &Dgr; den kürzesten Abstand von der Mitte der Schneidvorrichtung zur Mittellinie der Breite des Grates zeigt; und Schneiden des Grates (2), der an einer Kante des Stahlstücks (1) platziert ist, mit Hilfe der Schneidvorrichtung (41), indem die Schneidvorrichtung (41) relativ entlang der Längsrichtung des Grats (2) zur Außenseite des Stahlstücks (1) hin bewegt wird. Verfahren nach Anspruch 1, wobei zwei Schneidvorrichtungen (11a, 11b) vorgesehen sind, wobei jede eine kreisförmige Schneidkante aufweist, und die dazu veranlasst werden, sich mittels eines Antriebskontrollmechanismus (60) einem Grat (2) als Reaktion auf ein Grat-Erfassungssignal anzunähern, das von einem Grat-Erfassungsgerät (50) ausgegeben wird, und die so angeordnet sind, dass die Formel (1) in Bezug auf den Grat (2) erfüllt ist, und dann entlang der Längsrichtung des Grats (2) bewegt werden, wobei die beiden Schneidvorrichtungen (11a, 11b) quer zum Stahlstück (1) angeordnet sind. Verfahren zum Entfernen von Graten, umfassend die Schritte des Anordnens einer Schneidvorrichtung (11) mit einer kreisförmigen Schneidkante, so dass die Flanke der Schneidvorrichtung (11) im Wesentlichen parallel zur Oberfläche eines Stahlstücks (1) liegt, auf welchem sich ein Grat (2) befindet, und die Mitte der Schneidvorrichtung (11) außerhalb der Kante des Stahlstücks (1) platziert ist, die der Grat (2) schneidet; gekennzeichnet durch das Schneiden des Grats (2), der sich an einer Kante des Stahlstücks (1) befindet, in dem die Schneidvorrichtung (11) senkrecht zur Längsrichtung des Grats (2) relativ bewegt wird. Verfahren nach Anspruch 3, wobei mindestens zwei Schneidvorrichtungen (11a–c) vorgesehen sind, von denen zwei eine kreisförmige Schneidkante aufweisen und jeweils so angeordnet sind, dass ihre Mitte außerhalb einer der beiden Kanten des Stahlstücks (1) platziert ist, die der Grat (2) schneidet, und wobei die mindestens zwei Schneidvorrichtungen (11a–c) veranlasst werden, sich mittels eines Antriebskontrollmechanismus (60) dem Grat (2) als Reaktion auf ein Grat-Erfassungssignal, das von einer Grat-Erfassungsvorrichtung (50) ausgesandt wird, anzunähern. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei eine drehbare Schneidvorrichtung (11) mit einer kreisförmigen Schneidkante verwendet wird.






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