Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Abfrage
einer Serverzentrale, zum Beispiel einen Telefonapparat, und bezieht sich genauer
auf einen öffentlichen Telefonapparat vom Typ Kartentelefon.
Bestimmte Geräte dieser Art weisen Mittel zum Wählen von
Telefonnummern für den Aufbau einer Telefonverbindung mit einer an ein Telefonnetz
angeschlossenen Serverzentrale, mit der das Gerät verbunden werden soll, und
Zugriffsmittel auf in der Serverzentrale untergebrachte Dienste auf, die Mittel
zum Navigieren in den Diensten und Mittel zur Anzeige der Informationen aufweisen,
die von den Diensten geliefert und als Antwort auf eine Einwirkung auf die Navigationsmittel
zum Gerät übertragen werden.
Dieser Typ Telefonapparat ermöglicht es einerseits, eine Telefonverbindung
mit einem angerufenen Teilnehmer zu erhalten, und andererseits Dienste abzufragen,
in denen Informationen gespeichert sind, die sich zum Beispiel auf Handelsunternehmen
wie Hotels, Restaurants, Finanzunternehmen usw. beziehen.
So ist es zum Beispiel möglich, die Telefonnummer dieser Unternehmen
und ihre Verfügbarkeiten zu erfahren und auf besonders einfache Weise eine
Reservierung durchzuführen, da diese Geräte in der Öffentlichkeit
angeordnet sein können.
Ziel der Erfindung ist es, ein Gerät zur Abfrage einer Serverzentrale
des oben erwähnten Typs zu liefern, das außerdem in der Lage ist, dem
Benutzer eine Auswahl der Informationen anzubieten, die in den Datenbanken enthalten
sind, in Abhängigkeit von der geographischen Zone, in der das Gerät sich
befindet.
Die Druckschrift FR-A-2 736 234, die den nächstliegenden Stand
der Technik darstellt, beschreibt ein Verfahren zur Abfrage einer Sprachserverzentrale,
das die Bestimmung einer Anzeige der geographischen Position des Benutzers durch
den Server nach Empfang der Anrufnummer der anrufenden Station sowie ausgehend von
dieser Anzeige die Auswahl und Übertragung an den Benutzer einer seiner Position
entsprechenden Informationsdatei enthält.
Die Erfindung hat also ein Abfragegerät gemäß Anspruch
1 zum Gegenstand.
Der Benutzer kann also über sehr vollständige Informationen
betreffend die geographische Zone verfügen, in der er sich befindet.
Das Gerät zur Abfrage einer Serverzentrale gemäß der
Erfindung kann außerdem eines oder mehrere der Merkmale enthalten, die in den
abhängigen Ansprüchen beschrieben sind.
Weitere Merkmale und Vorteile gehen aus der nachfolgenden Beschreibung
hervor, die nur als Beispiel dient und sich auf die beiliegenden Zeichnungen bezieht.
Es zeigen:
1 eine Vorderansicht eines Telefonapparats zur Abfrage
einer Serverzentrale gemäß der Erfindung;
2 ein Funktionsschaltbild, das schematisch die Architektur
eines Fernmeldenetzes zeigt, das den Telefonapparat der 1
verwendet;
3 ein Ablaufdiagramm, das die Hauptphasen des Betriebs
des Geräts der 1 zeigt.
In 1 ist ein Gerät zur Abfrage einer
Serverzentrale gemäß der Erfindung dargestellt, das mit dem allgemeinen
Bezugszeichen 10 bezeichnet ist und aus einem Kartentelefon besteht.
Selbstverständlich bezieht die Erfindung sich ebenfalls auf jede
andere Art von Vorrichtung, die in der Lage ist, eine Telefonverbindung mit dem
Server aufzubauen, wie zum Beispiel ein mit einem Modem ausgestatteter Mikrocomputer.
Das Kartentelefon 10 weist einen Telefonhörer
12 auf, der in bekannter Weise eine Hörmuschel 14 und ein
Mikrofon 16 trägt.
Wie dies für den Aufbau von Telefonverbindungen mit einem Teilnehmer
klassisch ist, ist der Telefonhörer 12 mit einer inneren Telefonschaltung
18 verbunden, die selbst mit einer Schnittstellenschaltung 20
verbunden ist, die mit einem verkabelten Telefonnetz 22 in Verbindung steht
(2).
Der Telefonapparat ist außerdem mit einer zentralen Steuereinheit
24 versehen, die für die in Betracht gezogene Verwendung geeignet
und in 1 gestrichelt dargestellt ist, an die eine Tastatur
26 zum Wählen von Telefonnummern, eine Anzeigevorrichtung
28, ein Lesegerät 30 für Chipkarten zur Zahlung von
Telefonverbindungen, eine zweite Tastatur 32 für den Zugriff auf telematische
Dienste, wie dies nachfolgend beschrieben werden wird, und die Telefonschaltung
18 angeschlossen sind.
Die zentrale Steuereinheit 24 ist außerdem mit der Schnittstellenschaltung
20 für ihre Verbindung mit dem verkabelten Telefonnetz 22
verbunden.
In 2 ist das soeben beschriebene Gerät
10 dazu bestimmt, einerseits mit einem dem verkabelten Telefonnetz
22 zugeordneten Kartentelefonienetz 34 für
seine Verbindung mit einer Gruppe von Teilnehmerstationen wie 36, und andererseits
mit einer an das Telefonnetz 22 angeschlossenen Serverzentrale
38 verbunden zu werden, in der eine Gruppe von Diensten untergebracht ist,
die es einem Benutzer erlauben, geordnete Informationen unterschiedlicher Beschaffenheit
zu erhalten, wie zum Beispiel Wetterinformationen, Informationen betreffend Handelsunternehmen
wie Hotels, Restaurants, ..., Informationen, die den Anruf eines Einzeltransportfahrzeugs,
wie zum Beispiel ein Taxi, oder eines Paratransit-Transportfahrzeugs wie zum Beispiel
ein Minibus erlauben, oder auch Sport-Informationen, ... .
Wie üblich ist das Gerät 10 an das Kartentelefonienetz
34 über eine Anschlusseinheit 40 angeschlossen.
In 2 ist ein einziges Gerät
10 gezeigt, aber das Fernsprechnetz kann natürlich mit einer beliebigen
Anzahl solcher Geräte ausgerüstet sein, die gruppenweise an mehrere Anschlusseinheiten
40 angeschlossen sind, zum Beispiel in Gruppen von 100 Geräten.
Diese Geräte ermöglichen einerseits den Erhalt einer Telefonverbindung
mit einer Teilnehmerstation 36 eines angerufenen Teilnehmers und andererseits
die Abfrage der im Server 38 untergebrachten Dienste, und dies in Abhängigkeit
vom geographischen Standort der Geräte 10.
Um eine Telefonverbindung mit einer Teilnehmerstation 36
zu erhalten, wird der erfindungsgemäße Telefonapparat 10 in klassischer
Weise verwendet, indem der Hörer 12 abgenommen wird, indem eine Zahlungs-Chipkarte
in das Lesegerät 30 eingeschoben wird, und indem dann die Telefonnummer
des Teilnehmers mit Hilfe der Nummerntastatur 26 gewählt wird.
Die Abfrage eines oder mehrerer Dienste oder Datenbanken des Servers
38 erfolgt durch Einführen einer Zahlungs-Chipkarte in das Lesegerät
30 und dann durch Auswahl des gewünschten Diensts unter den auf der
Anzeigevorrichtung 28 angezeigten Diensten, indem auf eine entsprechende
vorprogrammierte Taste wie 42 der zweiten Tastatur 32 sowie auf
Roll- und Auswahltasten dieser zweiten Tastatur 32 gedrückt wird.
Wie nachfolgend ausführlicher beschrieben werden wird, sendet
das Gerät 10, sobald die Telefonverbindung mit der Serverzentrale
38 aufgebaut ist, Informationen zu dieser letzteren, die für seinen
geographischen Standort repräsentativ sind, mit dem Ziel der Auswahl, ausgehend
vom ausgewählten Dienst, der seinem Standort entsprechenden Daten.
Es ist anzumerken, dass die Auswahl eines Diensts über die zweite
Tastatur 32 die automatische Wahl der Anrufnummer des Servers
38 durch das Gerät 10 bewirkt, der als Antwort beim Zustandekommen
des Aufbaus der Telefonverbindung die Anzeige der Daten des Diensts bewirkt.
Es ist ebenfalls anzumerken, dass die Telefonverbindung zwischen dem
Gerät 10 und den Telefonapparaten 36 und zwischen dem Gerät
10 und der Serverzentrale 38 unter der Überwachung durch
die zentrale Steuereinheit 24 gemäß zwei unterschiedlichen Telekommunkationsprotokollen
erfolgt, nämlich einem Protokoll, das einen Kanal B eines "Numeris"-Netzwerks
bzw. einen Kanal D dieses Numeris-Netzwerks für den Dialog mit der Serverzentrale
38 verwendet, wobei das den Kanal D verwendende Kommunikationsprotokoll
ein Kommunikationsprotokoll mit spezifischem Tarif ist, d. h. bei dem die Zahlung
der Ferngespräche in Form von Pauschalen erfolgt.
Die Beschreibung des Kommunikationsprotokolls zwischen dem Gerät
10 und der Serverzentrale 38 und zwischen dem Gerät
10 und einer oder mehreren Teilnehmerstationen 36wird nun unter
Bezugnahme auf 3 beschrieben.
Dieses Protokoll beginnt mit einem ersten Schritt 44, während
dem das Gerät 10 das Vorhandensein einer Chipkarte im Lesegerät
30 für die Bezahlung des Zugriffs auf den Dienst erfasst.
Während des folgenden Schritts 48 überwacht das
Gerät 10 den Zustand der Tasten 42 der zweiten Tastatur
32, um zu erfassen, ob der Benutzer eine der Tasten 42 gedrückt
hat, die einem der vorgeschlagenen Dienste entspricht.
Nach dem Drücken einer Taste 42 bewirkt die zentrale
Steuereinheit 32 im Schritt 49 das automatische Wählen der
Telefonnummer der Serverzentrale.
Nach diesem Schritt 49 verfügt der Benutzer über
alle im ausgewählten Dienst enthaltenen Informationen und kann in letzterem
navigieren, indem er mit Hilfe von Roll- und Auswahltasten der zweiten Tastatur
32 Untermenüs auswählt.
Jedoch, und erfindungsgemäß, um dem Benutzer sehr präzise
Informationen betreffend die geographische Zone, in der er sich befindet, zu liefern,
fordert im folgenden Schritt 50, d.h. wenn der Benutzer eine Taste
42 der Auswahl eines der Dienste gedrückt hat, die Serverzentrale
38 vom Gerät 10 die postalische Adresse des Orts, wo es sich
befindet, indem sie an dieses eine entsprechende Abfragemeldung sendet.
Es ist anzumerken, dass die Adresse jedes Geräts
10 in der Anschlusseinheit 40 gespeichert ist, mit der es verbunden
ist, um einen relativ einfachen Austausch der Geräte 10 zu ermöglichen.
Folglich bewirkt im Lauf des nächsten Schritts 52 die
zentrale Steuereinheit 24 das Senden eines Steuersignals an die Anschlusseinheit
40, damit diese Informationen sendet, die für den geographischen Standort
des Geräts repräsentativ sind.
Nach Empfang seiner Adresse sendet das Gerät 10 diese
Informationen an die Serverzentrale 38 unter der Überwachung durch
die zentrale Steuereinheit 24 (Schritt 54).
Im folgenden Schritt 56 führt die Serverzentrale
38 eine Auswahl der Daten jedes ausgewählten Diensts durch, um zum
Gerät 10 nur die Informationen zu senden, die der geographischen Zone
entsprechen, in der es sich befindet (Schritt 58).
Wenn die aus dem ausgewählten Dienst entnommenen und auf dem
Bildschirm 28 angezeigten Daten Telefonnummern von Teilnehmern enthalten,
überprüft das Gerät 10 im folgenden Schritt 60,
ob eine Telefonnummer ausgewählt wurde.
Wenn dies der Fall ist, führen die zentrale Steuereinheit
24 und die Telefonschaltung 18 das automatische Wählen dieser
Nummer aus, um eine Telefonverbindung mit dem Teilnehmer aufzubauen (Schritt
62).
Es ist außerdem anzumerken, dass, wenn im vorhergehenden Schritt
48 keine Auswahl von Diensten durchgeführt wurde, das Gerät
10 im folgenden Schritt 64 feststellt, ob der Benutzer manuell
eine Telefonnummer auf der ersten Tastatur 26 gewählt hat.
Wenn dies der Fall ist, wird im folgenden Schritt 66 eine
entsprechende Telefonverbindung aufgebaut, wie dies üblich ist.
Es ist klar, dass die soeben beschriebene Erfindung es erlaubt, einerseits
eine Telefonverbindung mit einer Teilnehmerstation eines angerufenen Teilnehmers
und andererseits eine Telefonverbindung mit einer Serverzentrale für die Abfrage
von Diensten zu erhalten, und dies in Abhängigkeit vom geographischen Standort,
an dem das Gerät 10 sich befindet.
Nachdem die Serverzentrale 38 so über den genauen geographischen
Standort des Geräts 10 verfügt, ist es möglich, zum Beispiel
Auskünfte betreffend den Standort der nächstliegenden Handelsunternehmen
zu erhalten, wie Hotels, Restaurants, in Echtzeit Informationen bezüglich der
Verfügbarkeit dieser Unternehmen zu erhalten, und auf besonders bequeme Weise
eine Reservierung durchführen zu können, da das Gerät den Erhalt
einer Telefonverbindung mit diesen Unternehmen ermöglicht.
Es ist ebenfalls möglich, durch die Wahl eines geeigneten Diensts,
Informationen betreffend die Liste der nächstliegenden Verkaufspunkte von Zahlungs-Chipkarten
zu erhalten, Einzeltransportfahrzeuge wie Taxis oder Paratransit-Transportfahrzeuge
vom Typ Minibus zu bestellen, Sport-Informationen betreffend die betrachtete geographische
Zone sowie Wetterinformationen zu erhalten.
Es ist schließlich anzumerken, dass es möglich ist, auf
der Tastatur 32 zusätzliche Auswahltasten vorzusehen, die die Auswahl
von anderen geographischen Zonen ermöglichen, um komplementäre Informationen
zu erhalten, die eine oder mehrere ausgewählte geographische Zonen betreffen.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebene Ausführungsform
beschränkt.
Es wurde nämlich in der obigen Beschreibung angenommen, dass
der Erhalt der Informationen betreffend den Standort des Kartentelefons gemäß
der Erfindung durch die Serverzentrale nach Betätigung einer der Dienstauswahltasten
erfolgt.
Es wäre in einer Variante ebenfalls möglich, die Aussendung
des Abfragesignals durch die Serverzentrale beim Aufbau der Telefonverbindung zwischen
dieser letzteren und dem Telefonapparat vorzusehen.