Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verwenden einer ersten Kommunikationsvorrichtung
zusammen mit wenigstens einer anderen Kommunikationsvorrichtung. Die Erfindung betrifft
ferner eine Audiovorrichtung zur Verwendung in Verbindung mit einer Kommunikationsvorrichtung,
die ausgebildet ist, in einem Kommunikationssystem mit wenigstens einer anderen
Kommunikationsvorrichtung verwendet zu werden.
Tragbare Wiedergabevorrichtungen zur Verwendung mit z.B. Audiokassetten
oder Compact-Disks (CDs) sind seit vielen Jahren bekannt und weit verbreitet, weil
sie es einem Benutzer ermöglichen, Musik oder irgendeine andere Audioinformation
an irgendeinem Platz und während eines Transportes zu hören.
Heutzutage sind außerdem unterschiedliche Verfahren zum signifikanten
Komprimieren digitalisierter Audiosignale bekannt, und diese Situation hat zu der
Tatsache geführt, dass tragbare Speichermedien, so wie Speicherkarten, von
sogar begrenzter Größe eine beträchtliche Menge an Audioinformation
speichern können. Deshalb sind auch tragbare Wiedergabevorrichtungen für
solche Speichermedien verfügbar gemacht worden. Als ein Beispiel können
tragbare Wiedergabevorrichtungen für Audiodateien im MP3-Format erwähnt
werden.
US 5 841 979 offenbart einen tragbaren Digital-Audiospeicherungs-und-Wiedergabeapparat
zum Empfang, Speicherung, D/A-Wandlung und Wiedergabe digitalisierter und komprimierter
Audiodateien. Die komprimierten Audiodateien können bei einer Transferrate
empfangen werden, die wenigstens zweimal die normale hörbare Wiedergaberate
ist. Ein ähnlicher Apparat ist aus US 5 914
941 bekannt, das erwähnt, das Programmmaterial entweder durch eine
Speicherpackung für digitale Daten, die entfernbar sein kann, oder durch einen
elektronischen Datentransfer vom Kabelfernsehen oder ähnlichen Quellen erhalten
werden kann.
Jedoch sind diese Vorrichtungen entworfen, um exklusiv zur Wiedergabe
von Audioinformation verwendet zu werden. Viele Benutzer haben ein Bedürfnis
nach anderen Funktionen, die diese Vorrichtungen nicht erfüllen können,
und somit müssen die Benutzer zusätzliche Vorrichtungen mit sich tragen,
damit ihre Wünsche erfüllt werden.
EP 762711 offenbart ein tragbares Mobiltelefon
mit einem Speicher zum Speichern von Sprachsignalen in einem komprimierten Format
für einen nachträglichen Abruf. Eine Telefonkonversation oder eine Nachricht
von einem Anrufer kann in dem Speicher gespeichert werden und dann zu einer späteren
Zeit an den Benutzer des Telefons wiedergegeben werden. Alternativ kann der Benutzer
eine Nachricht durch das Mikrofon zur Speicherung in dem Speicher diktieren. Die
gespeicherte Nachricht kann dann zu einer späteren Zeit an ein entferntes Telefon
(z.B. an den Ort eines Sekretariats) übertragen und dort zur Abschrift wiedergegeben
werden.
Es ist auch bekannt, z.B. aus WO 99/03294, einen gemeinsamen Kopfhörer
bzw. Kopfsprechhörer zwischen einer Audiovorrichtung und einer Kommunikationsvorrichtung
in der Form eines Funktelefons gemeinsam zu nutzen, so dass der Kopfsprechhörer
zur Telefonkonversation verwendet wird, wenn das Telefon aktiv ist, und zu der Audiovorrichtung
geschaltet wird, wenn das Telefon nicht aktiv ist. Die Audiovorrichtung und das
Telefon können außerdem ein gemeinsames Gehäuse als eine einzelne
Vorrichtung gemeinsam nutzen, was einfacher und leichter zu tragen ist, als zwei
individuelle Vorrichtungen separat. Die Audiovorrichtung ist entweder ein Empfänger
für öffentliche Audio-Broadcast-Programme, oder sie ist ein CD-Spieler
oder ein Kassettenabspielgerät.
Somit gibt diese bekannte Vorrichtung einem Benutzer die Möglichkeit
zum Verwenden derselben Vorrichtung zum Kommunizieren mit einem Konversationspartner
oder zum Hören von Audiosignalen, wie beispielsweise Musik. Jedoch wollen viele
Benutzer häufig fähig sein, Audiosignale z.B. während einer Telefonkonversation
zu hören, und dem Konversationspartner es zu ermöglichen, dieselben Audiosignale
gleichzeitig oder wenigstens nahezu gleichzeitig zu hören, oder sie wollen
nur das Hören mit der anderen Person teilen, ohne eine Konversation zu haben.
Heutzutage kann ein gemeinsam genutztes bzw. geteiltes Audiohören nur akustisch
getan werden, d.h., die Audiosignale werden durch einen Audiolautsprecher reproduziert
und das Geräusch wird zu dem Mikrofon des Telefons gekoppelt und somit an die
andere Person als ein Teil der Sprachkonversationssignale übertragen.
Somit ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Kommunizieren
des oben erwähnten Typs bereitzustellen, was es zwei bei unterschiedlichen
Orten anwesenden Personen ermöglicht, dieselben Audiosignale gleichzeitig oder
wenigstens nahezu gleichzeitig zu hören.
Gemäß der Erfindung ist dieses dadurch erreicht, dass das
Verfahren die Schritte umfasst zum Wiedergeben von Audiosignalen in der ersten Kommunikationsvorrichtung,
Übertragen derselben Audiosignale an die andere Kommunikationsvorrichtung,
und Wiedergeben der Audiosignale in der anderen Kommunikationsvorrichtung gleichzeitig
oder wenigstens nahezu gleichzeitig mit dem Wiedergeben der Audiosignale in der
ersten Kommunikationsvorrichtung.
Durch Übertragen der in der ersten Kommunikationsvorrichtung
wiedergegebenen Audiosignale an die andere Vorrichtung und Wiedergeben davon dort,
wird ein gemeinsam genutztes bzw. geteiltes Audiohören erreicht, und auf diese
Weise können die Kommunikationsvorrichtungen auch für das geteilte bzw.
gemeinsam genutzte Hören von z.B. Musik verwendet werden.
Obwohl das Verfahren mit irgendeinem Typ von Kommunikationsvorrichtungen
verwendet werden kann, werden zweckmäßige Ausführungsformen, die
in Anspruch 2 und 3 angegeben sind, erreicht, wenn die erste Kommunikationsvorrichtung
ein Mobiltelefon ist und die wenigstens eine andere Kommunikationsvorrichtung ein
Telefon ist.
Wenn, wie in Anspruch 4 angegeben, das Verfahren ferner die Schritte
umfasst zum Errichten einer Verbindung durch ein Netzwerk zwischen dem Mobiltelefon
und dem anderen Telefon, Errichten einer Telefonkonversation durch Übertragen
von Sprachsignalen durch einen Kanal in der Verbindung in dem Netzwerk, und Übertragen
der Audiosignale von dem Mobiltelefon an das andere Telefon durch die Verbindung
in dem Netzwerk, d.h. Verwenden einer Verbindung, die zur Übertragung von Sprachkonversationssignalen
errichtet ist, für die Übertragung der Audiosignale, wird eine Lösung
erhalten, in der die Übertragung und die Wiedergabe der Audiosignale in dem
anderen Telefon von der ersten Kommunikationsvorrichtung, d.h. dem Mobiltelefon,
gesteuert werden können.
Wenn, wie in Anspruch 5 angegeben, das Verfahren ferner die Schritte
umfasst zum Mischen der Sprachsignale und der Audiosignale, und Übertragen
der gemischten Sprach- und Audiosignale von dem Mobiltelefon an das andere Telefon
durch einen gemeinsamen Kanal in der Verbindung in dem Netzwerk, wird eine Lösung
erhalten, in der keine extra Übertragungskapazität für die Audiosignale
benötigt wird. Der gemeinsame Kanal kann ein normaler Telefonsprachkanal sein,
wie in Anspruch 6 angegeben, oder er kann ein Datenkanal sein, wie in Anspruch 7
angegeben.
Alternativ, wie in Anspruch 8 angegeben, kann das Verfahren die Schritte
umfassen zum Übertragen der Sprachsignale durch einen normalen Telefonkanal
in der Verbindung in dem Netzwerk, und Übertragen der Audiosignale von dem
Mobiltelefon an das andere Telefon durch einen Datenkanal parallel zu dem Sprachkanal
in der Verbindung in dem Netzwerk. Dieses ermöglicht es, dass die Audiosignale
anders als die Sprachkonversationssignale während einer Übertragung behandelt
werden, was somit die Übertragung der zwei Signaltypen optimiert.
In einer anderen Ausführungsform, die in Anspruch 9 angegeben
ist, umfasst das Verfahren ferner die Schritte zum Errichten einer Verbindung durch
ein Netzwerk zwischen dem Mobiltelefon und dem anderen Telefon, Errichten einer
Telefonkonversation durch Übertragen von Sprachsignalen durch einen Kanal in
der Verbindung in dem Netzwerk, Übertragen der Audiosignale von einem Dienst-Provider
über das Netzwerk an das Mobiltelefon, und Übertragen derselben Audiosignale
von dem Dienst-Provider über das Netzwerk an das andere Telefon. Auf diese
Weise brauchen keine extra Signale zwischen den zwei Telefonen übertragen zu
werden.
In einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung,
die in Anspruch 10 angegeben ist, werden die Audiosignale in der Form einer digitalisierten
und komprimierten Audiodatei übertragen. In diesen Fällen, wo ein Datenkanal
für die Übertragung der Audiosignale verwendet wird, reduziert diese Ausführungsform
die benötigte Übertragungskapazität signifikant. Wie in Anspruch
11 angegeben, ist die digitalisierte und komprimierte Audiodatei in dem MP3-Format
komprimiert, das ein weit verwendetes und effizientes Komprimierungsformat ist.
Wie erwähnt, betrifft die Erfindung ferner eine Audiovorrichtung
zur Verwendung in Verbindung mit einer Kommunikationsvorrichtung, die ausgebildet
ist, in einem Kommunikationssystem mit wenigstens einer anderen Kommunikationsvorrichtung
verwendet zu werden. Wenn, wie in Anspruch 12 angegeben, die Vorrichtung eine Einrichtung
zum Wiedergeben von Audiosignalen, und eine Einrichtung zum Einleiten einer Übertragung
derselben Audiosignale an die andere Kommunikationsvorrichtung umfasst, so dass
die Audiosignale in der anderen Kommunikationsvorrichtung wiedergegeben werden können,
wird eine die oben erwähnten Vorteile bereitstellende Vorrichtung erzielt.
Diese Vorrichtung kann zusammen mit der ersten Kommunikationsvorrichtung
in einer einzelnen Einheit angeordnet sein. Alternativ kann die Vorrichtung eine
mit der ersten Kommunikationsvorrichtung verbindbare Zusatzvorrichtung sein.
Wie in Anspruch 15 angegeben, kann die Kommunikationsvorrichtung ein
Mobiltelefon sein, und in einer bevorzugten Ausführungsform, die in Anspruch
16 angegeben ist, kann das Mobiltelefon zur Verwendung in einem öffentlichen
Netz, so wie GSM, GPRS, EDGE oder WCDMA, ausgebildet sein.
Alternativ, wie in Anspruch 17 angegeben, kann die Kommunikationsvorrichtung
ausgebildet sein zur Verwendung in einer drahtlosen Kurzreichweitenverbindung,
so wie Bluetooth oder einer Infrarotverbindung.
Obwohl die Einrichtung zum Wiedergeben von Audiosignalen eine separate
Vorrichtung sein kann, so wie ein Kassettenspieler oder Ähnliches, verbindbar
mit der Kommunikationsvorrichtung, wird eine bevorzugte Ausführungsform erhalten,
wenn, wie in Anspruch 18 angegeben, die Einrichtung zum Wiedergeben von Audiosignalen
eine in der Kommunikationsvorrichtung integrierte Audiovorrichtung ist.
Die Erfindung wird nun unten umfassender mit Verweis auf die Zeichnungen
beschrieben werden.
1 zeigt ein Beispiel, wie ein Mobiltelefon auch zur
Audiowiedergabe verwendet werden kann.
2 zeigt ein anderes Beispiel, wie ein Mobiltelefon
auch für eine Audiowiedergabe verwendet werden kann.
3 zeigt eine erste Ausführungsform eines geteilten
bzw. gemeinsam genutzten Audiohörens.
4 zeigt eine zweite Ausführungsform eines geteilten
bzw. gemeinsam genutzten Audiohörens.
5 zeigt ein Herunterladen von Audiodateien durch das
Netzwerk, mit dem das Telefon verbunden ist.
6 zeigt eine dritte Ausführungsform eines geteilten
bzw. gemeinsam genutzten Audiohörens.
1 zeigt ein Beispiel eines Systems 1 zum Bereitstellen
eines Mobiltelefons 2 mit einer Kombination eines tragbaren Freisprechapparats
und einer Hifi-Audiostereowiedergabe. In dem Beispiel ist das Telefon
2 ein GSM-Telefon, und durch seine eingebaute Antenne kommuniziert es mit
einer GSM-Basisstation 16, die mit einem GSM-Netzwerk 14 verbunden
ist. Es ist auch gezeigt, dass außerdem andere Basisstationen, so wie die Basisstation
17, und andere GSM-Telefone, so wie das Telefon 18, mit dem Netzwerk
14 verbunden sind. Somit kann das Telefon 2 wie irgendein anderes
normales GSM-Telefon zur Zweiwege-Kommunikation mit anderen Telefonen verwendet
werden.
In der Figur ist eine Zusatzvorrichtung in der Form einer Einsteckvorrichtung
8 mit dem Telefon 2 galvanisch bei dem unteren Ende des Telefons
verbunden. Eine Geräuschreproduziereinheit in der Form eines Kopf(sprech)hörers
10 ist mit der Zusatzvorrichtung 8 verbunden, aber sie könnte
genauso gut direkt mit dem Telefon 2 verbunden sein. Ferner hat die Vorrichtung
8 einen Schlitz zum Einsetzen eines tragbaren Speichermediums in der Form
einer Speicherkarte oder Multi-Media-Card 7, auf der digitalisierte und
komprimierte Audiodateien gespeichert sind, z.B. im MP3-Format. Die Zusatzvorrichtung
8 ist ausgebildet zum Dekomprimieren oder Decodieren der komprimierten
Audiodateien und zum Wiedergeben der resultierenden Audiosignale durch den Kopf(sprech)hörer
10.
Es sollte beachtet werden, dass die Funktionen der Zusatzvorrichtung
8 genauso gut in das Mobiltelefon 2 integriert sein können,
so dass nur eine einzelne Vorrichtung das Telefon als auch die oben und unten beschriebenen
Funktionen enthält.
Wenn Audioinhalte (z.B. Musik) in dem Kopf(sprech)hörer abgespielt
werden, und ein eingehender Anruf erscheint, wird die Audiowiedergabe angehalten
oder abgeschwächt werden, d.h., dass der Geräuschpegel reduziert wird,
während die Konversation abläuft. Die während der Konversation empfangenen
Sprachsignale werden nun in dem Kopf(sprech)hörer reproduziert, der vor dem
Anruf zur Wiedergabe der auf der Karte 7 gespeicherten Audiodateien verwendet
wurde. Wenn die Konversation beendet ist, wird die Audioausgabe fortgesetzt.
Die Zusatzvorrichtung 8 kann außerdem aus Steuer- und
Überwachungselektronik bestehen, aber sie hat keine Mensch-Maschine-Schnittstelle
(MMI, Man Machine Interface), weil dieser Teil vom Telefon (Anzeige und Tastatur)
übernommen wird, durch Verwenden von z.B. sogenannten dynamischen Menüs.
Das Telefon 2 und die Zusatzvorrichtung 8 haben eine aktive Kommunikation
auf einer seriellen Verbindung. Die Zusatzvorrichtung 8 kann die meisten
Hifi-Kopf(sprech)hörer auf dem Markt treiben, und sie ermöglicht ein Leiten
eines Mikrofonsignals sowohl für den Aufwärts-Sprachpfad als auch von
Abwärts-Sprache an den Kopf(sprech)hörer von dem GSM-Netzwerk.
Wie erwähnt, werden die MP3-Audiodateien an die Zusatzvorrichtung
8 über z.B. eine Multi-Media Card geliefert, die in einen Schlitz
in der Zusatzvorrichtung 8 eingesetzt ist. Eine heutige MMC kann 32 Mbytes
an Flash-Speicher haben, was ungefähr 30 Minuten Hifi-Musik oder einigen Stunden
von Sprachtönen einer hohen Qualität entspricht.
Die Figur zeigt außerdem wie man die komprimierten Audiodateien
in die Karte 7 bekommt. Ein zu einem Dienst-Provider komprimierter Audiodateien
gehörender dedizierter Server 13 ist mit dem Internet 12
verbunden, und der Audioinhalt wird von dem Internet über eine ziemlich schnelle,
verdrahtete Verbindung an den Personalcomputer 3 heruntergeladen. Von dem
Computer 3 wird er über einen Adapter 6
mit Verwenden eines normalen Ziehen-und-Ablegen-Manövers auf dem Schirm des
Personalcomputers zu der Karte 7 herübergereicht. Alternativ kann
der Inhalt automatisch von dem Netzwerk auf die Karte transferiert werden. Der Personalcomputer
ist mit dem Internet über ein normales Modem oder eine schnellere Ethernet-Leitung
verbunden.
Die komprimierten Audiodateien können auch in dem Personalcomputer
erzeugt werden, ohne von dem Internet heruntergeladen zu werden. Wie gezeigt, kann
eine Compact-Disk 4 in einen Schlitz in dem Computer eingesetzt werden,
und der MP3-Inhalt wird dann durch Umwandeln vom CD-Format in den Personalcomputer
3 mittels einer speziellen Software erhalten. Dieser Prozess ist als "Ripping"
bekannt.
Der Adapter 6 ist irgendein MMC-Adapter auf dem Markt, und
er kann mit dem Personalcomputer durch eine RS-232 Schnittstelle, einen Diskettenanschluss,
einen PC-Kartenanschluss, einen Parallelanschluss oder einen USB-Anschluss verbunden
sein.
In dem Beispiel sind das Telefon und das entsprechende Netzwerk vom
GSM-Typ, aber selbstverständlich kann genauso gut irgendein anderes Zellularsystem
(z.B. WCDMA) verwendet werden.
2 zeigt einen alternativen Weg, um die Audioinformation
zu dem Telefon 2 oder der Zusatzvorrichtung 8 zu bekommen. Ein
Empfänger 23 für eine drahtlose Kurzreichweitenverbindung, so
wie Bluetooth oder Infrarot, ist mit dem Telefon 2 zum Empfang digitalisierter
und komprimierter Audiodateien, z.B. im MP3-Format, verbunden.
Speichermedien, z.B. in der Form von Flash-Speicher in der Größe
von 32 Mbytes, auf denen die digitalisierten und komprimierten Audiodateien gespeichert
sind, werden entweder eingebaut oder entfernbar mit der Vorrichtung 8 verbunden
sein. Die Audiodateien werden an den Personalcomputer 3 auf dieselbe Weise
wie in 1 gezeigt heruntergeladen, aber von dem Computer
wird der Audioinhalt an einen drahtlosen Kurzreichweitensender 20 weitergereicht
mit Verwenden eines normalen Ziehen-und-Ablegen-Manövers auf dem Bildschirm
des Personalcomputers. Alternativ kann der Inhalt automatisch von dem Netzwerk an
den Sender transferiert werden. Der Personalcomputer ist mit dem Internet über
ein normales Modem oder eine schnellere Ethernet-Leitung verbunden.
Es sollte erwähnt werden, dass anstelle der drahtlosen Kurzreichweitenkommunikation
zwischen dem Sender 20 und dem Empfänger 23 eine Kommunikation
über einen Draht genauso gut verwendet werden könnte.
Als eine Alternative zum Speichern der digitalisierten und komprimierten
Audiodateien in einem eingebauten oder entfernbaren Speichermedium kann der Audioinhalt
auch "abwärts gestreamt" werden, was bedeutet, dass die Audiosignale kontinuierlich
empfangen, dekomprimiert und wiedergegeben werden. In diesem Fall wird kein Speicherungsspeicher
benötigt.
Die oben nicht beschriebenen Teile von 2
sind mit denen von 1 identisch.
1 und 2 haben veranschaulicht,
wie das Telefon 2 zur Wiedergabe von Audiosignal verwendet werden kann,
so dass der Benutzer z.B. Musik hören kann während Telefonanrufen oder
sogar in dem Hintergrund während eines Telefonanrufs. Jedoch wollen viele Benutzer
fähig sein, das Audiohören mit ihrem Konversationspartner während
eines Telefonanrufs zu teilen bzw. gemeinsam zu nutzen, oder nur das Abhören
mit der anderen Person zu teilen bzw. gemeinsam zu nutzen, ohne eine Konversation
zu haben.
3 zeigt ein Beispiel, wie dieses getan werden kann.
Ein Benutzer 25 hat eine Telefonkonversation mit einer anderen Person
26. Das Mobiltelefon 2 und die Zusatzvorrichtung 8 entsprechen
denen von 1 und 2, während
das durch die andere Person 26 verwendete Telefon 27 irgendein
Telefontyp sein kann, mobil oder nicht. Das die zwei Telefone 2 und
27 verbindende Netzwerk 28 könnte das GSM-Netzwerk
14 (einschließlich der Basisstationen 16 und 17)
von 1 und 2 darstellen,
aber es könnte auch eine Kombination einiger zusammen verbundener unterschiedlicher
Netzwerke sein, was der Fall sein würde, wenn das Telefon 27 von einem
Typ ist, der unterschiedlich von dem des Telefons 2 ist.
Die Audiowiedergabeeinheit 29 in der Zusatzvorrichtung
8 erzeugt die Audiosignale wie oben beschrieben. Die Zusatzvorrichtung
8 umfasst auch zwei Mischer 30 und 31. Der Mischer
30 stellt sicher, dass die von dem anderen Telefon 27 empfangenen
Sprachkonversationssignale mit den Audiosignalen von der Audiowiedergabeeinheit
29 gemischt werden, so dass der Benutzer 25 gleichzeitig beide
Signale hören kann. Der Mischer 31 kombiniert, andererseits, die Audiosignale
von der Wiedergabeeinheit 29 mit den von dem Benutzer 25 kommenden
Sprachkonversationssignalen, und das kombinierte Signal wird an das Mobiltelefon
2 gebracht, anstelle des Sprachkonversationssignals allein. In dem Mobiltelefon
2 wird das kombinierte Signal durch einen Sprach-Codec wie gewöhnlich
gegeben und als ein normales Sprachsignal über das Netzwerk 28 an
das andere Telefon 27 übertragen, in dem es für die andere Person
26 reproduziert wird. Diese Person ist somit fähig, sowohl die von
dem Benutzer 25 kommenden Sprachsignale als auch die von
der Audiowiedergabeeinheit 29 kommenden Audiosignale zu hören. Ein
Vorteil dieser Lösung ist, dass keine extra Übertragungskapazität
in dem Netzwerk benötigt wird, das ohne irgendwelche Modifikationen verwendet
wird. Tatsächlich ist der Mischer 31 die einzig zusätzlich benötigte
Komponente, um die Möglichkeit zum geteilten Audiohören bereitzustellen.
4 zeigt eine alternative Lösung. Anstelle eines
Mischens der Audiosignale und der Sprachkonversationssignale in dem Mischer
31, werden die Audiosignale von der Audiowiedergabeeinheit 29
auf einem separaten Datenkanal parallel zu dem normalen Sprachkanal den gesamten
Weg durch das Netzwerk an das andere Telefon 27 übertragen. In dem
Telefon 27 oder in einer damit verbundenen Zusatzvorrichtung
32 werden der Datenkanal und der Sprachkanal in einem Mischer
33 kombiniert, so dass die Person 26 beide Signale hören
kann. In diesem Fall werden die Audiosignale in digitalisierter Form übertragen,
und dieses eröffnet die Möglichkeit, auch die Audiodaten vor der Übertragung
zu komprimieren. Dieses reduziert die benötigte Übertragungskapazität
beträchtlich. Die Zusatzvorrichtung 32 oder das Telefon
27 müssen dann Einrichtungen zum Dekomprimieren oder Decodieren der
komprimierten Daten enthalten, bevor sie mit den Sprachsignalen in dem Mischer
33 gemischt werden können. Diese Einrichtungen können z.B. der
Audiowiedergabeeinheit 29 in der Zusatzvorrichtung 8 ähnlich
sein. Ein geeignetes Komprimierungsformat ist MP3. Es sollte beachtet werden, dass
in dieser Lösung der Sprachkanal alternativ entfernt und die Sprache als Daten
gesendet werden kann. Die Lösung kann auch sogar ohne eine stattfindende Sprachkonversation
verwendet werden, d.h., dass die zwei Personen nur dieselben Sprachsignale hören,
ohne zusammen zu sprechen.
Eine Alternative zu 1 und 2
ist in 5 gezeigt. Anstelle die Audiodateien durch einen
Personalcomputer zu erhalten, wird das drahtlose öffentliche Netzwerk (das
ist in dem gezeigten Beispiel das GSM-Netzwerk), das bereits durch das Mobiltelefon
2 für die standardmäßige Zweiwege-Kommunikation verwendet
wird, auch für den Transfer der Audiodateien an das Telefon verwendet. Somit
wird das Netzwerk sowohl zur digitalen Echtzeit-Sprachkonversation als auch zum
Herunterladen von Internet-Nichtechtzeit-Audiosignalen (Musik, Nachrichten, Wetter,
Büchern usw.) verwendet. Die durch das GSM-Netzwerk (oder einem anderen Typ
eines zellularen Netzwerks) heruntergeladenen Audiodateien können von einem
mit dem Internet 12 verbundenen, dedizierten Server 13 kommen,
wie oben beschrieben, oder sie können von einem direkt mit dem GSM-Netzwerk
verbundenen WAP-Server kommen. In dem letzteren Fall muss das Telefon WAP unterstützen.
In dieser Situation können die digitalisierten und komprimierten
Audiodateien wiederum entweder in einem Speicher zur nachfolgenden Dekomprimierung
und Wiedergabe gespeichert sein, oder sie können, wie oben beschrieben, "abwärts
gestreamt" werden.
Diese Lösung wird vorzugsweise mit Netzwerken verwendet, die
relativ hohe Datenübertragungsraten bereitstellen. Die Bandbreite der schnelleren
Verbindungen in dem öffentlichen Drahtlosnetzwerk wird es ermöglichen,
dass sogar Hifi-Musik in vernünftigen Zeiten heruntergeladen werden kann. Beispielsweise
erfordern MP3-Dateien 128 kbps. EDGE stellt 384 kbps bereit, was 50 Sekunden pro
Spur entspricht, wohingegen WCDMA 2 Mbps bereitstellt, was 120 Sekunden pro Spur
für eine CD entspricht. Eine Möglichkeit zum Online-Hören, d.h. Streamen,
wird auch möglich werden. Dieses wird echte mobile "on-demand"-Dienste bereitstellen.
Wenn die Audiosignale von einem Server an das Mobiltelefon durch das
Netzwerk, wie in 5 gezeigt, heruntergeladen werden,
ist eine unterschiedliche Ausführungsform zum geteilten bzw. gemeinsam genutzten
Audiohören möglich. Diese Ausführungsform ist in 6
gezeigt, und es wird ersichtlich sein, dass der Server 35 dieselben Audiosignale
an die zwei Telefone 2 und 27 herunterlädt. Das Herunterladen
wird durch den Benutzer 25 eingeleitet, und er weist den Server an, dieselben
Daten auch an das andere Telefon herunterzuladen. In diesem Fall sendet die Zusatzvorrichtung
8 nicht die Audiosignale zurück an das Telefon 2, sondern
über den Mischer 30 an den Benutzer 25. Obwohl nicht gezeigt,
wird die Zusatzvorrichtung 32 eine Audiowiedergabeeinrichtung haben, die
der Audiowiedergabeeinheit 29 ähnlich sein könnte. Die von dem
Server 35 übertragenen Audiosignale werden typischerweise komprimiert
sein, und wiederum ist ein geeignetes Komprimierungsformat MP3. Es sollte beachtet
werden, dass in dieser Lösung der Sprachkanal alternativ entfernt sein kann
und die Sprache auch als Daten gesendet werden kann. Die Lösung kann auch sogar
ohne eine stattfindende Sprachkonversation verwendet werden, d.h., dass die zwei
Personen nur dieselben Audiosignale hören, ohne miteinander zu sprechen.
Schließlich sollte beachtet werden, dass, während die Übertragung
der Audiodateien an das andere Telefon 27 in den oben erwähnten Beispielen
durch das öffentliche Netzwerk, mit dem die Telefone verbunden sind, stattfindet,
ein unterschiedlicher Übertragungspfad auch verwendet werden kann. Ein Beispiel
ist in 5 gezeigt, in der das GSM-Telefon
2 mit einem andere Telefon 21 über eine Bluetooth-Verbindung
kommuniziert. Dies bedeutet, dass die Audiodateien an das Telefon 2 durch
das Internet und das GSM-Netzwerk heruntergeladen und dann von
dem Telefon 2 an das Telefon 21 über die Bluetooth-Verbindung
erneut übertragen werden.
Obwohl bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
beschrieben und gezeigt worden sind, ist die Erfindung nicht darauf beschränkt,
sondern kann auch auf andere Arten innerhalb des Bereichs des in den folgenden Ansprüchen
definierten Gegenstands verkörpert sein.