TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung richtet sich allgemein auf Telekommunikation
und genauer auf eine über eine Telefonleitung mit Energie versorgte Energieversorgung
für Nebengerätschaft und ein Verfahren für deren Betreiben.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Das Hinzufügen von Nebengerätschaft zu Telefonsystemen hat
vor allem auf Grund der Nachfrage auf Kundenseite sowohl an Anforderungen als auch
an Komplexität zugenommen. Anfangs hat die Nebengerätschaft Optionen,
wie z.B. automatische Wählerschaltungen, die typischerweise Speicher für
häufig angerufene Telefonnummern aufgewiesen haben, aufgewiesen. Die Energieversorgungsanforderungen
für diese Typen von Schaltungen sind innerhalb des Leistungsvermögens
von sogar einfachen alten Telefonsystemen (POTS) normalerweise gut bereitzustellen.
Bestimmte Telefonie-Anwendungen, wie z.B. Anrufbeantworter und Lautsprecher,
können Wechselstromenergie erfordern, um genug Energie an die beteiligten integrierten
Schaltungen zu liefern. In vielen früheren Systemen waren die Telefonschaltungen
völlig von der Anrufbeantworterschaltung getrennt. Die beiden waren nur an
der Telefonleitung miteinander verbunden. Nachfolgende Produkte haben Batterieenergie
als Back-up für Zeiten, in denen die Wechselstromenergie ausgefallen ist, verwendet.
Herkömmliche Leitungsschnittstellenschaltungen haben wenig von der von jeder
beliebigen integrierten Schaltung zu verwendenden Energie geliefert.
Jedoch ist es in den USA wünschenswert und in vielen anderen
Ländern erforderlich, dass, wenn die Wechselstromenergie ausfällt, die
grundlegenden Sprachtelefonfunktionen (Sprechen und Hören), die Netzwerkadresse
und Alarm aufrechterhalten bleiben. Dies konnte technisch durch das Umschalten auf
einen anderen Satz von Schaltungen erreicht werden, die dazu in der Lage sind, diese
Funktionen unter Verwendung von Energie nur von der Telefonleitung bereitzustellen.
Dieser Lösungsansatz ist jedoch offensichtlich nicht sparsam. Auch lassen herkömmliche
Telefonleitungsschnittstellenschaltungen, die eine Impedanz von wenigstens 600 Ohm-Wechselstrom
erfordern, nicht viel Energie für die Verwendung in Nebenschaltungen zu.
In grundlegenden über eine Telefonleitung mit Energie versorgten
Schaltungen ist eine Konfiguration üblich, in der eine Diodenbrücke (Polaritätsüberwachungsschaltung),
um eine Spannungspolarität zu gewährleisten, einen (elektronischen oder
mechanischen) aufgelegt/abgehoben-Schalter, eine Abschlussimpedanz wie oben erwähnt
und eine Schaltung mit einer Gleichstrom-Spannungs-Strom-Kennlinie verwendet werden.
Diese spätere Schaltung besteht oft aus einem bipolaren Transistor mit einem
Emitter-Gegenkopplungswiderstand und einem Gleichstromvorspannungspfad für
die Basis des Transistors. Dieser Gleichstromvorspannungspfad weist oft den Wechselstromabschlusswiderstand
von 600 bis 1000 Ohm und einen großen Kondensator, um die Dämpfung von
Stimmenbandsignalen zu verhindern, auf. In dieser herkömmlichen Schaltung kann
man, ausgehend von der erforderlichen Spannungs-Strom-Systembeschränkung von
weniger als 6 Volt über der Telefonleitung mit einem Schleifenstrom von 20
mA, eine Gleichstromenergieverfügbarkeit über dem großen Kondensator
von etwa 2,5 mA bei 1,8 Volt berechnen.
Diese Werte sind nicht ausreichend, um Digitalsignalprozessor(DSP)-
oder Codierer-Decodierer(CODEC)-Gerätschaft zu betreiben. CODEC-Gerätschaft
wandelt Stimmensignale aus ihrer analogen Form in digitale Signale um, die für
modernere digitale Nebenstellenanlagen (PBX von englisch ,private branch exchange')
und digitale Übertragungssysteme akzeptabel sind. Sie wandelt dann diese digitalen
Signale wieder in analoge um, so dass das Stimmensignal von der Person verstanden
werden kann, die es hört. In einigen Telefonsystemen befindet sich der CODEC
in der Nebenstellenanlage und wird von vielen analogen Telefonnebenanschlüssen
gemeinsam genutzt. In anderen Telefonsystemen befindet sich der CODEC tatsächlich
im Telefon.
Das Aufrechterhalten des POTS-Leistungsvermögens umfasst mehrere
Anforderungen. Diese umfassen das Einstellen der spezifischen Gleichstrom-Spannungs-Strom-Kennlinie
für die Telefonleitung, wie oben erwähnt, während sie aktiv ist.
Der Wechselstromleitungsabschlusswiderstand von etwa 600 Ohm und ein Bandpassfrequenzbereich
von 300 bis 3300 Hertz sind typischerweise erforderlich. Das Adressieren eines Netzwerks
mit Dual-Ton-Multifrequenz(DTMF)- und Impulsleistungsfähigkeit sowie der Alarm,
das Detektieren eines "Klingel"-Signals und das ertönen Lassen eines "Alarmsignals"
muss geschaffen werden.
Sprechfähigkeit für POTS umfasst volles Duplex-Koppeln mit
einer Telefonleitung für das Senden und Empfangen von Stimmensignalen. Die
Verstärkung von Mikrophonsignalen für die Übertragung und Verstärkung
des Empfangssignals für den Handapparatlautsprecher ist notwendig. In den USA
ist die Sprechhybridfunktion durch Durchschnittslautstärkenvorlagen definiert,
die als TOLR (von englisch ,Transmit Objective Loudness Rating'; Sendeziellautstärkebezugswert),
ROLR (von englisch ,Receive Objective Loudness Rating'; Empfangsziellautstärkebezugswert)
und SOLR (von englisch ,Sidetone Objective Loudness Rating'; Nebengeräuschziellautstärkebezugswert)
bezeichnet werden, die Sende-, Empfangs- bzw. Nebengeräuschziellautstärkebezugswerte
sind. Senden und Empfangen hat auch normierte Frequenzvorlagen, wie zuvor erwähnt.
Nebengeräusche sind ein Teil der Konstruktion eines Telefonhandapparats, die
es ermöglichen, seine eigene Stimme zu hören, während man spricht.
Zu viele Nebengeräusche führen zu einem Echo und machen den Kanal zu wenig
fehlerfrei. Deshalb ist das Steuern der Größe des in dem Handapparatsprecher
hörbaren Mikrophonsignals entscheidend.
Die EP-Veröffentlichung Nummer 0 687 098 offenbart eine über
eine Telefonleitung mit Energie versorgte Energieversorgung, die durch das Beziehen
von Energie von der Telefonleitung, wenn die Vorrichtung abgehoben ist, Energie
an eine Vorrichtung liefert, die an eine Telefonleitung angeschlossen ist. Wenn
die Vorrichtung aufgelegt bleibt, wird Energie an die Schaltungsanordnung in der
Vorrichtung von einer in einem Kondensator gespeicherten Ladung aufrechterhalten.
Das US-Patent mit der Nummer 4 547 629 offenbart eine Energieverwaltungsschaltung
für die Verwendung mit einem Telefon oder einer anderen Vorrichtung, die einen
elektronischen Speicher aufweist. Die Energieverwaltungsschaltung weist eine kapazitive
Aufrechterhaltungsenergieversorgung auf, um den Speicher während erweiterter
Zeiträume, wenn die Vorrichtung von einer Leitungsenergiequelle getrennt ist,
wie z.B. in einem aufgelegten Zustand, in einem aktiven Zustand aufrechtzuerhalten.
Das US-Patent mit der Nummer 4 592 069 offenbart ein Modem oder eine
andere Datenbearbeitungsvorrichtung, die mit einer Übertragungsleitung verbunden
ist. Das Modem weist eine Induktanz-Simulations-Schaltung auf, die einen niedrigen
Gleichstrom-Widerstandswert liefert, um die Zirkulation eines Leitungshaltestroms
zu ermöglichen. Die Induktanz-Simulations-Schaltung schafft auch eine hohe
Wechselstrom-Nebenschlussimpedanz für die Audiodatentöne auf der Leitung.
Dementsprechend ist das, was in der Technik erforderlich ist, eine
sparsame Art für eine POTS-Architektur während des aktiven Sprechmodus,
um zusätzlichen Strom und zusätzliche Spannung für Nebenschaltungen
zu liefern.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Gemäß der Erfindung ist eine über eine Telefonleitung
mit Energie versorgte Energieversorgung nach Anspruch 1 vorgesehen. Gemäß
der Erfindung ist ferner ein Verfahren nach Anspruch 7 vorgesehen.
Um die oben erörterten Mängel des Standes der Technik anzugehen,
sieht die vorliegende Erfindung eine über eine Telefonleitung mit Energie versorgte
Energieversorgung, ein Verfahren für ihr Betreiben und über eine Telefonleitung
mit Energie versorgte Nebengerätschaft vor. In einer Ausführungsform weist
die Energieversorgung (1) einen Transformator mit einer primären Wicklung und
einer sekundären Wicklung und (2) eine mit der primären Wicklung gekoppelte
Energiespeichervorrichtung (die ein Kondensator sein kann, aber nicht sein muss)
auf, wobei die primäre Wicklung und die Energiespeichervorrichtung dafür
ausgebildet sind, mit einem Abschlusswiderstand für eine Telefonleitung gekoppelt
zu sein und ihn zu versorgen. Ein Knoten zwischen der primären Wicklung und
der Energiespeichervorrichtung liefert Gleichstromenergie.
Die vorliegende Erfindung führt deshalb das umfangreiche Konzept
ein, einen herkömmlichen Abschlusswiderstand durch eine Energieversorgung zu
ersetzen, um die Fähigkeit einer Telefonleitung zu erhöhen, Energie an
die Nebengerätschaft zu liefern. In anderen Ausführungsformen kann die
Energieversorgung einen Transformator aufweisen oder transformatorlos sein. "Nebengerätschaft"
ist für den Zweck der vorliegenden Erfindung als Gerätschaft definiert,
die elektrische Energie erfordert. "Nebengerätschaft" beinhaltet, aber ist
nicht beschränkt auf Signalverarbeitung oder eine andere elektronische Schaltungsanordnung,
die sich in einem Telefon befindet, und einen Anrufbeantworter, Anruferidentifikation
oder andere Gerätschaft, die ein Benutzer in der Nähe eines Telefons wollen
könnte. "Nebengerätschaft" kann von der Telefonleitung nur bei Bedarf
mit Energie versorgt werden oder kann ohne Berücksichtigung der Verfügbarkeit
von alternativer Energie versorgt werden.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die
Energieversorgung ferner eine mit der sekundären Wicklung gekoppelte Leitungstransformatorschnittstelle
auf. Die Leitungstransformatorschnittstelle, die für die vorliegende Erfindung
nicht notwendig ist, schafft eine Signalschnittstelle für Signale, die von
der sekundären Wicklung abgeleitet werden oder ihr zugeführt werden. Nebengerätschaft,
wie z.B. Signalprozessoren, können eine Leitungstransformatorschnittstelle
verwenden, um über die Telefonleitung zu kommunizieren.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die
Energieversorgung ferner eine mit der primären Wicklung reihengekoppelte Diode
auf. Die Diode kann andere Komponenten in der Energieversorgung davor schützen,
Entladungen von der Energiespeichervorrichtung zu empfangen.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die
Energieversorgung ferner einen mit der Telefonleitung koppelbaren
und auf der Basis eines aufgelegten bzw. abgehobenen Zustands arbeitenden Aktivierungsschalter
auf. Ein "aufgelegter bzw. abgehobener Zustand" ist buchstäblich der Zustand
des Kontakts des Telefons mit der Basisstation: "abgehoben" oder "aufgelegt". Die
Nebengerätschaft erfasst die Spannung einer alternativen Quelle für elektrische
Energie und aktiviert die Energieversorgung mit dem Aktivierungsschalter, wenn die
alternative Quelle für elektrische Energie unterbrochen wird.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die
Energieversorgung ferner eine mit der Telefonleitung koppelbare Leitungsspannungserfassungsschaltung
auf. Die Spannungsschaltung ermöglicht es, dass die Spannung der Telefonleitung
bestimmt wird. Die Leitungsspannungserfassungsschaltung wird von der Nebengerätschaft
verwendet, um andere Schaltungen vorzuspannen und zu steuern, die für einen
korrekten Telefonbetrieb notwendig sind.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die
Energieversorgung ferner ein mit der sekundären Wicklung gekoppeltes Filter
auf. Das Filter ist, während es für die vorliegende Erfindung nicht notwendig
ist, in einigen Anwendungen wünschenswert, um der sekundären Wicklung
zugeordnete Signale zu glätten.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die
Energieversorgung ferner eine mit der Telefonleitung koppelbare Energieausfallklingelschaltung
auf. Die Energieausfallklingelschaltung liefert, wenn vorhanden, Klingelsignale
im Fall einer Unterbrechung einer alternativen Quelle für elektrische Energie.
Die vorhergehende Beschreibung hat ziemlich umfassend bevorzugte und
alternative Merkmale der vorliegenden Erfindung umrissen, so dass der Fachmann die
folgende detaillierte Beschreibung der Erfindung besser verstehen kann. Zusätzliche
Merkmale der Erfindung, die den Gegenstand der Ansprüche der Erfindung bilden,
sind nachstehend beschrieben. Der Fachmann sollte erkennen, dass er die offenbarte
Konzeption und eine spezielle Ausführungsform leicht als Basis für das
Konstruieren oder das Modifizieren von anderen Strukturen für das Ausführen
der gleichen Zwecke der vorliegenden Erfindung verwenden kann. Der Fachmann sollte
auch erkennen, dass solche äquivalenten Konstruktionen nicht vom Umfang der
Erfindung in seiner wie in den Ansprüchen definierten umfassendsten Form abweichen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Für ein vollständigeres Verständnis der vorliegenden
Erfindung wird jetzt Bezug auf die folgenden Beschreibungen in Verbindung mit den
begleitenden Zeichnungen genommen:
1 erläutert ein schematisches Diagramm einer herkömmlichen
Telefonschaltung, die verwendet werden kann, um Energie an einige Typen von Nebengerätschaft
zu liefern; und
2 erläutert ein schematisches Diagramm einer Telefonschaltung,
die eine Ausführungsform einer verbesserten über eine Telefonleitung mit
Energie versorgten Energieversorgung für Nebengerätschaft zeigt; und
3 erläutert ein schematisches Diagramm einer Telefonschaltung,
die eine andere Ausführungsform einer verbesserten über eine Telefonleitung
mit Energie versorgten Energieversorgung für Nebengerätschaft zeigt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
Anfangs wird mit Bezug auf 1 ein schematisches
Diagramm einer herkömmlichen Telefonschaltung 100 erläutert,
die verwendet werden kann, um Energie an einige Typen von Nebengerätschaft
zu liefern. Die Telefonschaltung 100 besitzt eine Polaritätsüberwachungsschaltung
110, eine Gleichstrom-Spannungs-Strom-(DC V-I)-Schaltung 120,
einen Wechselstrom-Abschlusswiderstand 130 und einen Filterkondensator
140, der eine Gleichstromspannung (Vout) liefert, wie gezeigt.
Die Polaritätsüberwachungsschaltung 110 weist Dioden
111, 112, 113 und 114 auf, die in einer Diodenbrückenkonfiguration
angeordnet sind. a- und b-Gleichstromspannungseingänge- in die Polaritätsüberwachungsschaltung
110 können jede Polarität (z.B. a positiv und b negativ oder
a negativ und b positiv) annehmen und die Polarität der überwachten Ausgangsspannung
(GT, G) der Polaritätsüberwachungsschaltung 110 bleibt wie gezeigt
im Wesentlichen konstant. Ursprünglich hatte a eine positive Polarität
und b eine negative Polarität. Da Verdrahtungsinstallationen komplexer geworden
sind, ist das Aufrechterhalten dieser Konvention schwieriger geworden. Außerdem
kehren jetzt einige gegenwärtige Systeme die a- und b-Polarität zwischen
den Wähl- und Sprechbetriebsarten um. Das Aufrechterhalten einer korrekten
Polarität ist deshalb für elektronische Telefone entscheidend geworden.
Die DC V-I-Schaltung 120 weist einen Transistor
121, einen ersten und einen zweiten Widerstand 122,
123 und eine erste und eine zweite Diode 124, 125 auf.
Die DC V-I-Schaltung 120 liefert eine erforderliche Wellenform der Kennlinie
einer POTS-Spannung in Abhängigkeit von Strom. Die erste und die zweite Diode
124, 125 und der zweite Widerstand 123 bilden ein Gleichstromvorspannungsnetzwerk
für den Transistor 121, unter Verwendung des ersten Widerstands
122. Der Gleichstrom, der durch den Transistor 121 fließt,
ist grundsätzlich die an dessen Basis-Anschluss angelegte Spannung geteilt
durch den Widerstand des ersten Widerstands 122 (unter Vernachlässigung
des Basis-Emitter-Spannungsabfalls des Transistors).
Eine Ausgangsspannung (Vout) wird von dem Verbindungspunkt eines dritten
Widerstands 130 mit den Reihenschaltungselementen der ersten und zweiten
Diode 124, 125 und dem zweiten Widerstand 123 geliefert.
Ein Kondensator 140 bildet ein Filterelement für die Spannung Vout.
Typischerweise hat der Kondensator 140 einen Wert von mindestens 470 Mikrofarad.
Der dritte Widerstand 130 dient auch als der Wechselstrom-Abschlusswiderstand
für die Telefonleitung und hat typischerweise einen Wert von 600 bis 1000 Ohm.
Ein Abschlusswiderstand mit diesem Wert begrenzt die Gleichstrommenge, die an die
Nebengerätschaft geliefert werden kann, da viele Typen von Nebengerätschaft
erfordern, dass Vout nicht weniger als 3 Volt ist, um richtig zu funktionieren.
Jetzt wird mit Bezug auf 2 ein schematisches
Diagramm einer Telefonschaltung 200 erläutert, das eine Ausführungsform
einer verbesserten über eine Telefonleitung mit Energie versorgten Energieversorgung
für Nebengerätschaft zeigt. Die Telefonschaltung 200 ist mit
einer Telefonleitung (die umgebungsbedingt und deshalb nicht gezeigt ist) koppelbar
und weist eine Polaritätsüberwachungsschaltung 210, eine DC V-I-Schaltung
220, eine über eine Telefonleitung mit Energie versorgte Energieversorgung
230, einen Signalprozessor 250, einen Telefonhandapparat
260 und eine alternative Stromquelle 270 auf. Die Polaritätsüberwachungsschaltung
210 und die DC V-I-Schaltung 220 führen die gleichen Funktionen
wie die in 1 beschriebenen aus. Jedoch wird die Vorspannungseinstellung
und das Steuern der DC V-I-Schaltung 220 von der Nebengerätschaft
geliefert, wie untenstehend beschrieben ist.
Die über eine Telefonleitung mit Energie versorgte Energieversorgung
230 weist eine Wechselstrom-zu-Gleichstrom-Energieübertragungsvorrichtung
(gezeigt als ein Transformator 231 mit einer primären Wicklung
231a und einer sekundären Wicklung 231b) und eine mit der
primären Wicklung 231 gekoppelte Energiespeichervorrichtung
232 (in dieser Ausführungsform als ein Kondensator gezeigt, muss aber
nicht erforderlicherweise ein Kondensator sein) auf. Die primäre Wicklung
231a schafft einen Wechselstrom-Abschlusswiderstand für die Telefonleitung
über einen reflektierten Widerstand von der sekundären Wicklung
231b des Transformators. Dies ermöglicht, dass der Gleichstromwiderstand
der Transformatorwindung 231a so niedrig wie durchführbar gemacht
wird, wodurch eine erhöhte Fähigkeit geschaffen wird, Gleichstromenergieversorgungsstrom
an die Energiespeichervorrichtung 232 zu liefern, die mit einem Knoten
A zwischen der primären Wicklung 231a und der Energiespeichervorrichtung
232 gekoppelt ist, wodurch Gleichstrom an die Nebengerätschaft geliefert
wird. Die Energieversorgung 230 weist auch eine Diode 235 auf,
die mit der primären Wicklung 231a reihengekoppelt ist. Die Diode
235 kann andere Komponenten in der Energieversorgung 230 davor
schützen, Entladungen von der Energiespeichervorrichtung 232 zu empfangen.
Eine Diode 237 isoliert ferner die Energieversorgung 230 von der
anderen Energiequelle 270, die dem Nebengerätschaftssignalprozessor
250 normalerweise Gleichstromenergie liefert.
Die vorliegende Erfindung führt deshalb das umfangreiche Konzept
ein, einen herkömmlichen Abschlusswiderstand durch eine Energieversorgung zu
ersetzen, um die Fähigkeit einer Telefonleitung zu verbessern, Energie an Nebengerätschaft
zu liefern. Nebengerätschaft kann im Allgemeinen so viele zusätzliche
Funktionen wie erforderlich oder erwünscht ausführen, abhängig von
der Verfügbarkeit von geeigneter Technik und der für ihren korrekten Betrieb
erforderlichen Energie. In dieser Ausführungsform liefert der Signalprozessor
250 Analog- und Digitalsignalkonditionierung zwischen der Telefonleitung
und den Funktionen des Telefonhandapparats 260 Hören (über einen
Lautsprecher 261) und Sprechen (über ein Mikrophon 262).
Zum Hören kann der Signalprozessor 250 einen Verstärker mit programmierbarer
Verstärkung (PGA von englisch ,programable gain amplifier') 251 aufweisen,
der mit einem Lautsprechertreiberverstärker 252 gekoppelt ist, der
dann den Lautsprecher 261 treibt. Zum Sprechen kann das Mikrophon
262 einen Mikrophonverstärker 253 treiben, der mit einer
Leitungstreiberschaltung 254 gekoppelt ist, die wie gezeigt von dem Signalprozessor
250 bereitgestellt wird. Außerdem liefert der Signalprozessor
250 andere Funktionen in der erläuterten Ausführungsform, wie
noch erörtert wird.
In dieser Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die
Energieversorgung 230 ferner eine Leitungstransformatorschnittstelle
233 auf, die mit der sekundären Wicklung 231b gekoppelt ist.
Die Leitungstransformatorschnittstelle 233 schafft, obwohl sie für
die vorliegende Erfindung nicht notwendig ist, eine Signalschnittstelle für
Signale, die von der sekundären Wicklung 231b abgeleitet oder ihr
zugeführt werden. Die Nebengerätschaft, wie z.B. der Signalprozessor
250, kann eine Leitungstransformatorschnittstelle 233 verwenden,
um über die Telefonleitung zu kommunizieren. Die Energieversorgung
230 weist ferner ein Filter 234 auf, das mit der sekundären
Wicklung 231b gekoppelt ist. Das Filter ist, obwohl es für die vorliegende
Erfindung auch nicht notwendig ist, in einigen Anwendungen wünschenswert, um
der sekundären Wicklung zugeordnete Signale zu glätten.
In der erläuterten Ausführungsform weist die Telefonschaltung
200 einen Aktivierungsschalter 236 auf, der mit der Telefonleitung
koppelbar ist und auf der Basis eines aufgelegten bzw. abgehobenen Zustands arbeitet,
der von einem ersten Bezugsverstärker 256 des Signalprozessors
250 geschaffen wird. Wieder ist ein "aufgelegter bzw. abgehobene Zustand"
buchstäblich als der Zustand des Kontakts des Telefons mit der Basisstation
definiert: "abgehoben" oder "aufgelegt". Natürlich könnte das Signal für
den aufgelegten bzw. abgehobenen Zustand alternativ von einem mechanischen abgehoben/aufgelegt-Schalter
geschaffen werden. Bei der anfänglichen Aktivierung kann der Aktivierungsschalter
236 in seiner geschlossenen Position sein, um ein korrektes Einschalten
der Nebengerätschaft sicherzustellen, bis der Zustand der anderen Energiequelle
270 bestimmt ist. Der Aktivierungsschalter 236 würde sich
dann typischerweise öffnen, wenn bestimmt wird, dass die andere Energiequelle
270 betriebsbereit ist.
Die Energieversorgung 230 weist bei Bedarf auch eine Leitungsspannungserfassungsschaltung
240 auf, die mit der Telefonleitung koppelbar ist. Die Leitungsspannungserfassungsschaltung
240 weist einen ersten und einen zweiten Widerstand 241,
242 und einen Filterkondensator 243 auf. Die Spannungsschaltung
240 ermöglicht es, dass die Spannung der Telefonleitung durch das
Liefern eines Teils der Gesamttelefonleitungsspannung (die an dem Knoten B resident
ist) an einen zweiten Referenzverstärker 257 in dem Signalprozessor
250 bestimmt wird. Der zweite Referenzverstärker 257 wird
verwendet, um die Vorspannungseinstellung und die Steuerung für die DC V-I-Schaltung
220 durch das Vergleichen der Spannung an dem Knoten B mit einer Bezugsspannung
und das Einstellen der Vorspannung für die DC V-I-Schaltung 220 je
nach Bedarf zu schaffen.
In der erläuterten Ausführungsform weist die Energieversorgung
230 eine optionale Energieausfallklingelschaltung 245 auf, die
mit der Telefonleitung koppelbar ist. Die Energieausfallklingelschaltung
245 liefert Klingelsignale in dem Fall einer Unterbrechung einer alternativen
Quelle für elektrische Energie. Die Energieausfallklingelschaltung
245 weist einen piezoelektrischen Wandler (PZT von englisch ,piezoelectric
transducer') 246, eine Schaltvorrichtung 247 und eine Diode
248 auf. Eine Treiberschaltung 258 in dem Signalprozessor
250 liefert eine Eingabe in die Schaltvorrichtung 247, die bewirkt,
dass sie ein- und ausgeschaltet wird. Diese Aktion legt eine sich wiederholende
Spannung über den PZT 246 an, die ihn zum "Klingeln" veranlasst. Die
Diode 248 unterdrückt unerwünschte Übergangserscheinungen.
In dieser Ausführungsform kann die Diode 248 eine herkömmliche
Vorrichtung oder eine Licht-emittierende Diode (LED von englisch ,light emitting
diode') sein, die auch ein sichtbares sowie hörbares Klingeln über den
PZT-Wandler 246 liefert.
Jetzt ist mit Bezug auf 3 ein schematisches
Diagramm einer Telefonschaltung 300 erläutert, das eine andere Ausführungsform
einer verbesserten über eine Telefonleitung mit Energie versorgten Energieversorgung
für Nebengerätschaft zeigt. Die Telefonschaltung 300 ist mit
einer Telefonleitung (die umgebungsabhängig und deshalb nicht gezeigt ist)
koppelbar und weist eine Polaritätsüberwachungsschaltung 210,
eine DC V-I-Schaltung 220, eine über eine Telefonleitung mit Energie
versorgte Energieversorgung 330, eine Leitungsspannungserfassungsschaltung
240, eine Energieausfallklingelschaltung 245, einen Signalprozessor
250, einen Telefonhandapparat 260 und eine andere Energiequelle
270 auf.
Die Polaritätsüberwachungsschaltung 210, die DC
V-I-Schaltung 220, die Leitungsspannungserfassungsschaltung 240,
die Energieausfallklingelschaltung 245, der Signalprozessor 250,
der Telefonhandapparat 260 und die andere Energiequelle 270 führen
die gleichen Funktionen aus wie die in 1 bzw.
2 beschriebenen. Die Struktur und Arbeitsweise der
anderen Ausführungsform der über eine Telefonleitung mit Energie versorgten
Energieversorgung 330 werden jetzt beschrieben. Die über eine Telefonleitung
mit Energie versorgte Energieversorgung 330 weist einen Leistungsschalter
339, einen Steuerschalter 331, einen ersten, zweiten und dritten
Widerstand 332, 333, 334, einen Filterkondensator
335, ein hybrides Netzwerk 336 und eine Abschlussimpedanz
337 auf.
Anfangs ist der Filterkondensator 335 entladen und sind sowohl
der Leistungsschalter 339 als auch der Steuerschalter 331 AUS
(nicht leitend). Wenn ein mit dem Leistungsschalter 339 gekoppelter Aktivierungsschalter
236 geschlossen wird, veranlasst eine Gleichstromspannung von dem Punkt
GT den Leistungsschalter 339 dazu, durch die Durchlassvorspannung seines
Basis-Emitter-Übergangs über den dritten Widerstand 334 EIN zu
schalten. Diese Aktion führt dazu, dass die Spannung über dem Filterkondensator
335 zunimmt und liefert Energie an den Signalprozessor 250. Die
Spannung nimmt weiter zu, bis die Spannung über dem Filterkondensator
335 eine Spannung Vreg erreicht, die der erwünschte Wert der Ausgangsspannung
ist. An dieser Stelle schaltet der Steuerschalter 331 EIN und führt
dazu, dass der Leistungsschalter 339 AUS schaltet. Wenn die Ausgangsspannung
unter die Spannung Vreg abfällt, wird ein Spannungspunkt erreicht, der den
Steuerschalter 331 AUS schaltet und ermöglicht, dass der Leistungsschalter
339 wieder EIN geschaltet wird, wodurch ein Regulierungszyklus fertig gestellt
wird.
Der Wert des dritten Widerstands 334 kann so gewählt
werden, dass er groß genug ist, um die Wechselstromleitungsimpedanz nicht zu
beeinflussen, die dann von dem hybriden Netzwerk 336 und der Auswahl der
Abschlussimpedanz 337 bestimmt werden kann. Außerdem können die
Werte für den ersten und den zweiten Widerstand 332, 333
so gewählt werden, dass sie groß genug sind, um nur eine geringe Menge
des Ausgangsstroms der über eine Telefonleitung mit Energie versorgten Energieversorgung
330 von der Last umzuleiten.
Obwohl die vorliegende Erfindung im Detail beschrieben wurde, sollte
der Fachmann verstehen, dass hier verschiedene Änderungen, Ersetzungen und
Abänderungen gemacht werden können, ohne von dem Umfang der Erfindung
in seiner wie in den anhängenden Ansprüchen definierten umfassendsten
Form abzuweichen.