Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur exakten Positionierung eines
Anschlagpuffers für ein lageveränderbares Element, wie eine Tür,
eine Klappe, ein Sitz o. dgl. an einem Tragelement, insbes. einer Fahrzeugkarosserie.
Weiterhin betrifft die Erfindung einen Anschlagpuffer zur Verwendung nach dem Verfahren.
Einstellbare Anschlagpuffer, die bei bewegbaren Türen, Klappen,
Sitzen o. dgl. manu ell justiert werden müssen, um die Tür, die Klappe,
den Sitz o. dgl. beim Anschlagen zu dämpfen und in ihrer Solllage stabil zu
fixieren, sind hinlänglich bekannt.
In aller Regel erfolgt die Justierung solcher Anschlagpuffer manuell.
Durch das manuelle Justieren ist jedoch nur eine sehr zeitaufwendige bzw. ungenaue
Einstellung der Relativlage zwischen Anschlagpuffer und Tür, Klappe, Sitz o.
dgl. möglich.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und
einen Anschlagpuffer vorzuschlagen, der eine einfachere und schnellere Justierung
des Anschlagpuffers erlaubt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst mit einem
Verfahren zur exakten Positionierung eines Anschlagpuffers für ein lageveränderbares
Element, wie eine Tür, eine Klappe, ein Sitz o. dgl. an einem Tragelement,
insbes. einer Fahrzeugkarosserie, mit folgenden Schritten:
- – während sich das lageveränderbare Element in einer vom Anschlagpuffer
entfernten Stellung befindet, wird der Anschlagpuffer an dem Tragelement in einer
Vormontagelage fixiert;
- – anschließend wird das lageveränderbare Element auf den Anschlagpuffer
zu bewegt und in seine Endstellung überführt, wodurch der Anschlagpuffer
in seine Solllage verschoben wird;
- – danach wird der Anschlagpuffer in seiner Solllage endgültig fixiert.
Durch dieses Verfahren ergibt sich eine Vielzahl von Vorteilen. Unabhängig
von der Toleranz und der Einbaulage der angrenzenden Bauteile erfolgt eine individuelle
Positionierung des Anschlagpuffers bei der Montage auf seine exakte und optimale
Solllage. Dadurch ist auch eine optimale Wirksamkeit des Anschlagpuffers gegeben.
Weiterhin ist eine sehr genaue Positionierung zwischen Anschlagpuffer und dem lageveränderbaren
Element möglich. Der Zeitaufwand für den Positionierungs- und Fixiervorgang
wird minimiert und ist sehr kostengünstig. Je nach Ausführung kann auch
eine Dichtigkeit gegenüber Wasser und Wind erreicht werden.
Die Unteransprüche beinhalten vorteilhafte Weiterbildungen und
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung anhand der Zeichnungen. Es zeigen:
1 einen erfindungsgemäßen Anschlagpuffer in
seiner Solllage vor der endgültigen Fixierung,
2 den erfindungsgemäßen Anschlagpuffer nach
1 in seiner Solllage in der endgültigen Fixierung,
und
3 eine Draufsicht auf den in einem Tragelement angeordneten
Anschlagpuffer.
In den Figuren ist eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Anschlagpuffers 1 dargestellt. Dabei ist jeweils ein Zustand dargestellt,
bei dem sich der Anschlagpuffer 1 bereits in seiner Solllage befindet,
d. h. der Anschlagpuffer 1 ist durch ein nicht dargestelltes lageveränderbares
Element, wie eine Tür, eine Klappe, ein Sitz o. dgl. bereits aus einer Vormontagelage
in seine Solllage überführt worden.
Der Anschlagpuffer 1 ist in einem Tragelement 2,
z. B. einer Fahrzeugkaroserie, gehalten. Hierbei ist der Anschlagpuffer
1 zumindest teilweise entlang seines Außenumfanges mit Rillen ausgebildet,
die bei einem Einführen des Anschlagpuffers 1 in eine zugehörige
Öffnung des Tragelements 2 für einen besseren Sitz und zum Ausgleich
von Fertigungstoleranzen der Öffnung beitragen. Der Anschlagpuffer
1 weist ein Durchgangsloch 3 auf, in dem ein Spreizelement
4 steckt.
Das Spreizelement 4, das in den Anschlagpuffer
1 eingepresst ist, besteht aus einer Klemmschraube 5, einem an
die Klemmschraube 5 angeformten Konus 6 und einem auf das Gewinde
der Klemmschraube 5 aufgeschraubten Gegenkonus 7. Die Konusflächen
von Konus 6 und Gegenkonus 7 sind einander zugewandt. Sie stützen
sich an korrespondierenden Gegenflächen ab, die an dem Anschlagpuffer
1 ausgebildet sind.
Der Gegenkonus 7 ist darüber hinaus verdrehsicher in
einer Ausnehmung 12 des Anschlagpuffers 1 gehalten.
Durch eine entsprechende Geometrie von Konus 6 und Gegenkonus
7 ist weiterhin sichergestellt, dass der Eindringwiderstand des Gegenkonus
7 in den Anschlagpuffer 1 größer ist als der Eindringwiderstand
des Konus 6.
An der dem Gegenkonus 6 abgewandten Ende der Klemmschraube
5 ist eine Eingriffsöffnung 8
für ein nicht dargestelltes Werkzeug vorgesehen.
Durch eine entsprechende Ausformung des Anschlagpuffers
1 und der den Anschlagpuffer 1 in dem Tragelement 2 aufnehmenden
Öffnung kann sichergestellt werden, dass der Anschlagpuffer 1 verdrehsicher
in dem Tragelement 2 gehalten wird (vgl. 3).
Der Anschlagpuffer 1 besteht aus Kunststoff oder einem elastisch
verformbaren Material, wie z. B. Kautschuk, Ethylen-Propylen-Dien-Monomer (EPDM)
oder TPE.
Wie bereits weiter oben ausgeführt, zeigt 1
bereits die Solllage des Anschlagpuffers 1 in dem Tragelement
2, jedoch ist der Anschlagpuffer 1 noch nicht endgültig an
dem Tragelement 2 fixiert. Diese Stellung zeigt 2.
Um nun den Anschlagpuffer 1 aus der in 1
gezeigten Stellung in die in 1 gezeigte Stellung zu
überführen, wird wie folgt vorgegangen:
In die Eingriffsöffnung 8 der Klemmschraube 5 wird ein entsprechendes
Werkzeug eingesetzt, so dass die Klemmschraube 5 gedreht werden kann. Da
der Eindringwiderstand des Konus 6 in den Anschlagpuffer 1 geringer
ist als der des Gegenkonus 7 bewegt sich bei einer Drehung der Klemmschraube
5 der Konus 6 in Richtung Gegenkonus 7. Er gelangt dabei
außer Eingriff mit seinen korrespondierenden Gegenflächen und dringt in
den Anschlagpuffer 1 ein (vgl. 2), wodurch
er diesen auf der einen Seite des Tragelementes 2 zu einer Aufstauchung
9 aufweitet. Ist die individuelle Klemmposition erreicht, steigt der Eindringwiderstand
des Konus 6 über den des Gegenkonus 7 an, wodurch der Gegenkonus
7 in den Anschlagpuffer 1 hineingezogen wird. Dabei gleitet der
Gegenkonus 7 auf seinen korrespondierenden Gegenflächen des Anschlagpuffers
1 und weitet diesen dabei auf der anderen Seite des Tragelementes
2 zu einer Aufstauchung 10 auf. In der endgültig fixierten
Solllage erhebt sich somit zu beiden Seiten des Tragelementes 2 je eine
Aufstauchung 9 bzw. 10 (vgl. 2), welche
den Anschlagpuffer 1 sicher an dem Tragelement 2 fixiert und sowohl
ein Eindrücken in als auch ein Herausziehen aus dem Tragelement 2
verhindert. Erst durch ein Lösen der Klemmschraube 5 kann der Gegenkonus
7 wieder in seine Ausgangslage gebracht werden, wodurch sich infolge der
Elastizität des Anschlagpuffers 1 die Aufstauchungen 9 und
10 zurückbilden oder zumindest nur die Aufstauchung 10 sich
zurückbildet, so dass eine Demontage des Anschlagpuffers 1 möglich
wird.
Gegebenenfalls kann der Anschlagpuffer 1 ein Distanzelement
aufweisen, welches entfernbar ist. Hierdurch kann bei Entfernung des Distanzelementes
ein gewollter Unterstand unter das lageveränderbare Element sichergestellt
werden.
Die vorhergehende Beschreibung der vorliegenden Erfindung dient nur
zu illustrativen Zwecken und nicht zum Zwecke der Beschränkung der Erfindung.
Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Änderungen und Modifikationen möglich,
ohne den Umfang der Erfindung sowie ihrer Äquivalente zu verlassen.
- 1
- Anschlagpuffer
- 2
- Tragelement
- 3
- Durchgangsloch
- 4
- Spreizelement
- 5
- Klemmschraube
- 6
- Konus
- 7
- Gegenkonus
- 8
- Eingriffsöffnung
- 9
- Aufstauchung
- 10
- Aufstauchung
- 12
- Ausnehmung