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Dokumentenidentifikation DE102006019108A1 08.11.2007
Titel Verfahren zur exakten Positionierung eines Anschlagpuffers sowie Anschlagpuffer
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 80809 München, DE;
Schieffer GmbH & Co. KG, 59557 Lippstadt, DE
Erfinder Scheschark, Franz, 74196 Neuenstadt, DE;
Berger, Horst, 80807 München, DE
Vertreter Hoefer & Partner, Partnerschaftsgesellschaft, 81543 München
DE-Anmeldedatum 25.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006019108
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse E05F 5/06(2006.01)A, F, I, 20060425, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60J 5/00(2006.01)A, L, I, 20060425, B, H, DE   B62D 25/12(2006.01)A, L, I, 20060425, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur exakten Positionierung eines Anschlagpuffers für ein lageveränderbares Element, wie eine Tür, eine Klappe, ein Sitz o. dgl. an einem Tragelement, insbesondere einer Fahrzeugkarosserie, mit folgenden Schritten:
- Während sich das lageveränderbare Element in einer vom Anschlagpuffer (1) entfernten Stellung befindet, wird der Anschlagpuffer (1) an dem Tragelement (2) in einer Vormontagelage fixiert;
- anschließend wird das lageveränderbare Element auf den Anschlagpuffer (1) zu bewegt und in seine Endstellung überführt, wodurch der Anschlagpuffer (1) in seine Solllage verschoben wird;
- danach wird das lageveränderbare Element wieder von dem Anschlagpuffer (1) entfernt, wobei der Anschlagpuffer (1) stabil in seiner Solllage verharrt;
- in der vom Anschlagpuffer (1) entfernten Stellung des lageveränderbaren Elementes wird der Anschlagpuffer (1) in seiner Solllage endgültig fixiert.
Außerdem betrifft die Erfindung einen Anschlagpuffer zur Verwendung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur exakten Positionierung eines Anschlagpuffers für ein lageveränderbares Element, wie eine Tür, eine Klappe, ein Sitz o. dgl. an einem Tragelement, insbes. einer Fahrzeugkarosserie. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Anschlagpuffer zur Verwendung nach dem Verfahren.

Einstellbare Anschlagpuffer, die bei bewegbaren Türen, Klappen, Sitzen o. dgl. manu ell justiert werden müssen, um die Tür, die Klappe, den Sitz o. dgl. beim Anschlagen zu dämpfen und in ihrer Solllage stabil zu fixieren, sind hinlänglich bekannt.

In aller Regel erfolgt die Justierung solcher Anschlagpuffer manuell. Durch das manuelle Justieren ist jedoch nur eine sehr zeitaufwendige bzw. ungenaue Einstellung der Relativlage zwischen Anschlagpuffer und Tür, Klappe, Sitz o. dgl. möglich.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und einen Anschlagpuffer vorzuschlagen, der eine einfachere und schnellere Justierung des Anschlagpuffers erlaubt.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst mit einem Verfahren zur exakten Positionierung eines Anschlagpuffers für ein lageveränderbares Element, wie eine Tür, eine Klappe, ein Sitz o. dgl. an einem Tragelement, insbes. einer Fahrzeugkarosserie, mit folgenden Schritten:

  • – während sich das lageveränderbare Element in einer vom Anschlagpuffer entfernten Stellung befindet, wird der Anschlagpuffer an dem Tragelement in einer Vormontagelage fixiert;
  • – anschließend wird das lageveränderbare Element auf den Anschlagpuffer zu bewegt und in seine Endstellung überführt, wodurch der Anschlagpuffer in seine Solllage verschoben wird;
  • – danach wird der Anschlagpuffer in seiner Solllage endgültig fixiert.

Durch dieses Verfahren ergibt sich eine Vielzahl von Vorteilen. Unabhängig von der Toleranz und der Einbaulage der angrenzenden Bauteile erfolgt eine individuelle Positionierung des Anschlagpuffers bei der Montage auf seine exakte und optimale Solllage. Dadurch ist auch eine optimale Wirksamkeit des Anschlagpuffers gegeben. Weiterhin ist eine sehr genaue Positionierung zwischen Anschlagpuffer und dem lageveränderbaren Element möglich. Der Zeitaufwand für den Positionierungs- und Fixiervorgang wird minimiert und ist sehr kostengünstig. Je nach Ausführung kann auch eine Dichtigkeit gegenüber Wasser und Wind erreicht werden.

Die Unteransprüche beinhalten vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung anhand der Zeichnungen. Es zeigen:

1 einen erfindungsgemäßen Anschlagpuffer in seiner Solllage vor der endgültigen Fixierung,

2 den erfindungsgemäßen Anschlagpuffer nach 1 in seiner Solllage in der endgültigen Fixierung, und

3 eine Draufsicht auf den in einem Tragelement angeordneten Anschlagpuffer.

In den Figuren ist eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Anschlagpuffers 1 dargestellt. Dabei ist jeweils ein Zustand dargestellt, bei dem sich der Anschlagpuffer 1 bereits in seiner Solllage befindet, d. h. der Anschlagpuffer 1 ist durch ein nicht dargestelltes lageveränderbares Element, wie eine Tür, eine Klappe, ein Sitz o. dgl. bereits aus einer Vormontagelage in seine Solllage überführt worden.

Der Anschlagpuffer 1 ist in einem Tragelement 2, z. B. einer Fahrzeugkaroserie, gehalten. Hierbei ist der Anschlagpuffer 1 zumindest teilweise entlang seines Außenumfanges mit Rillen ausgebildet, die bei einem Einführen des Anschlagpuffers 1 in eine zugehörige Öffnung des Tragelements 2 für einen besseren Sitz und zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen der Öffnung beitragen. Der Anschlagpuffer 1 weist ein Durchgangsloch 3 auf, in dem ein Spreizelement 4 steckt.

Das Spreizelement 4, das in den Anschlagpuffer 1 eingepresst ist, besteht aus einer Klemmschraube 5, einem an die Klemmschraube 5 angeformten Konus 6 und einem auf das Gewinde der Klemmschraube 5 aufgeschraubten Gegenkonus 7. Die Konusflächen von Konus 6 und Gegenkonus 7 sind einander zugewandt. Sie stützen sich an korrespondierenden Gegenflächen ab, die an dem Anschlagpuffer 1 ausgebildet sind.

Der Gegenkonus 7 ist darüber hinaus verdrehsicher in einer Ausnehmung 12 des Anschlagpuffers 1 gehalten.

Durch eine entsprechende Geometrie von Konus 6 und Gegenkonus 7 ist weiterhin sichergestellt, dass der Eindringwiderstand des Gegenkonus 7 in den Anschlagpuffer 1 größer ist als der Eindringwiderstand des Konus 6.

An der dem Gegenkonus 6 abgewandten Ende der Klemmschraube 5 ist eine Eingriffsöffnung 8 für ein nicht dargestelltes Werkzeug vorgesehen.

Durch eine entsprechende Ausformung des Anschlagpuffers 1 und der den Anschlagpuffer 1 in dem Tragelement 2 aufnehmenden Öffnung kann sichergestellt werden, dass der Anschlagpuffer 1 verdrehsicher in dem Tragelement 2 gehalten wird (vgl. 3).

Der Anschlagpuffer 1 besteht aus Kunststoff oder einem elastisch verformbaren Material, wie z. B. Kautschuk, Ethylen-Propylen-Dien-Monomer (EPDM) oder TPE.

Wie bereits weiter oben ausgeführt, zeigt 1 bereits die Solllage des Anschlagpuffers 1 in dem Tragelement 2, jedoch ist der Anschlagpuffer 1 noch nicht endgültig an dem Tragelement 2 fixiert. Diese Stellung zeigt 2.

Um nun den Anschlagpuffer 1 aus der in 1 gezeigten Stellung in die in 1 gezeigte Stellung zu überführen, wird wie folgt vorgegangen:

In die Eingriffsöffnung 8 der Klemmschraube 5 wird ein entsprechendes Werkzeug eingesetzt, so dass die Klemmschraube 5 gedreht werden kann. Da der Eindringwiderstand des Konus 6 in den Anschlagpuffer 1 geringer ist als der des Gegenkonus 7 bewegt sich bei einer Drehung der Klemmschraube 5 der Konus 6 in Richtung Gegenkonus 7. Er gelangt dabei außer Eingriff mit seinen korrespondierenden Gegenflächen und dringt in den Anschlagpuffer 1 ein (vgl. 2), wodurch er diesen auf der einen Seite des Tragelementes 2 zu einer Aufstauchung 9 aufweitet. Ist die individuelle Klemmposition erreicht, steigt der Eindringwiderstand des Konus 6 über den des Gegenkonus 7 an, wodurch der Gegenkonus 7 in den Anschlagpuffer 1 hineingezogen wird. Dabei gleitet der Gegenkonus 7 auf seinen korrespondierenden Gegenflächen des Anschlagpuffers 1 und weitet diesen dabei auf der anderen Seite des Tragelementes 2 zu einer Aufstauchung 10 auf. In der endgültig fixierten Solllage erhebt sich somit zu beiden Seiten des Tragelementes 2 je eine Aufstauchung 9 bzw. 10 (vgl. 2), welche den Anschlagpuffer 1 sicher an dem Tragelement 2 fixiert und sowohl ein Eindrücken in als auch ein Herausziehen aus dem Tragelement 2 verhindert. Erst durch ein Lösen der Klemmschraube 5 kann der Gegenkonus 7 wieder in seine Ausgangslage gebracht werden, wodurch sich infolge der Elastizität des Anschlagpuffers 1 die Aufstauchungen 9 und 10 zurückbilden oder zumindest nur die Aufstauchung 10 sich zurückbildet, so dass eine Demontage des Anschlagpuffers 1 möglich wird.

Gegebenenfalls kann der Anschlagpuffer 1 ein Distanzelement aufweisen, welches entfernbar ist. Hierdurch kann bei Entfernung des Distanzelementes ein gewollter Unterstand unter das lageveränderbare Element sichergestellt werden.

Die vorhergehende Beschreibung der vorliegenden Erfindung dient nur zu illustrativen Zwecken und nicht zum Zwecke der Beschränkung der Erfindung. Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Änderungen und Modifikationen möglich, ohne den Umfang der Erfindung sowie ihrer Äquivalente zu verlassen.

1
Anschlagpuffer
2
Tragelement
3
Durchgangsloch
4
Spreizelement
5
Klemmschraube
6
Konus
7
Gegenkonus
8
Eingriffsöffnung
9
Aufstauchung
10
Aufstauchung
12
Ausnehmung


Anspruch[de]
Verfahren zur exakten Positionierung eines Anschlagpuffers für ein lageveränderbares Element, wie eine Tür, eine Klappe, ein Sitz o. dgl. an einem Tragelement, insbes. einer Fahrzeugkarosserie, mit folgenden Schritten:

– während sich das lageveränderbare Element in einer vom Anschlagpuffer (1) entfernten Stellung befindet, wird der Anschlagpuffer (1) an dem Tragelement (2) in einer Vormontagelage fixiert;

– anschließend wird das lageveränderbare Element auf den Anschlagpuffer (1) zu bewegt und in seine Endstellung überführt, wodurch der Anschlagpuffer (1) in seine Solllage verschoben wird;

– danach wird der Anschlagpuffer (1) in seiner Solllage endgültig fixiert.
Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Anschlagpuffer (1) in seiner Solllage form- und kraftschlüssig an dem Tragelement (2) gehalten wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Anschlagpuffer (1) zur Fixierung in seiner Solllage durch ein Spreizelement (4) aufgeweitet und dadurch an dem Tragelement (2) fixiert wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Anschlagpuffer (1) in seiner Solllage zu beiden Seiten des Tragelementes (2) aufgeweitet wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Anschlagpuffer (1) bereits bei der Vormontage verdrehsicher in dem Tragelement (2) gehalten wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Anschlagpuffer (1) aus einem elastischen Material, wie z. B. Ethylen-Propylen-Dien-Monomer (EPDM) hergestellt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Anschlagpuffer (1) nach der Bewegung des lageveränderbaren Elementes in dessen vom Anschlagpuffer (1) entfernte Stellung in der stabilen Solllage verharrt. Anschlagpuffer zur Verwendung nach einem der Verfahrensansprüche 1 bis 7, wobei der Anschlagpuffer (1) ein axiales Durchgangsloch (3) aufweist, in dem ein in dem Durchgangsloch (3) axial verschiebbares Spreizelement (4) angeordnet ist. Anschlagpuffer nach Anspruch 8, wobei das Spreizelement (4) aus einer Klemmschraube (5) besteht, an welche ein Konus (6) angeformt ist, der mit einem auf die Klemmschraube (5) aufgeschraubten Gegenkonus (7) zusammenwirkt. Anschlagpuffer nach einem der Ansprüche 8 bis 9, wobei sich bei einer Drehung der Klemmschraube (5) der Konus (6) und der Gegenkonus (7) aufeinander zu bewegen und dadurch ein Aufweiten des Anschlagpuffers (1) bewirken. Anschlagpuffer nach einem der Ansprüche 9 bis 10, wobei der Gegenkonus (7) verdrehsicher in dem Anschlagpuffer (1) gehalten ist. Anschlagpuffer nach den Ansprüchen 9 bis 11, wobei der Konus (6) und der Gegenkonus (7) jeweils mit korrespondierenden Gegenflächen zusammenwirken, die an dem Anschlagpuffer (1) angeordnet sind. Anschlagpuffer nach einem der Ansprüchen 9 bis 12, wobei die Klemmschraube (5) auf der dem Gegenkonus (7) abgewandten Seite eine Eingriffsöffnung (8) für ein Werkzeug besitzt. Anschlagpuffer nach einem der Ansprüche 9 bis 13, wobei die Klemmschraube (5) in den Anschlagpuffer (1) eingepresst ist. Anschlagpuffer nach einem der Ansprüche 8 bis 14, wobei der Anschlagpuffer (1) aus Kunststoff oder einem elastischem Material, wie z. B. Kautschuk, Ethylen-Propylen-Dien-Monomer (EPDM) oder TPE besteht. Anschlagpuffer nach einem der Ansprüche 8 bis 15, wobei der Anschlagpuffer (1) mit einem anbringbaren Distanzelement versehen ist, um einen gewollten Unterstand des Anschlagpuffers (1) beim lageveränderbaren Element zu erzeugen.






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