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Dokumentenidentifikation DE102006019226A1 08.11.2007
Titel Haarschneidemaschine
Anmelder Braun GmbH, 61476 Kronberg, DE
Erfinder Dorber, Ralf, 61440 Oberursel, DE;
Grieshaber, Frieder, 61267 Neu-Anspach, DE
DE-Anmeldedatum 26.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006019226
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse B26B 19/06(2006.01)A, F, I, 20060426, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B26B 19/14(2006.01)A, L, I, 20060426, B, H, DE   B26B 19/10(2006.01)A, L, I, 20060426, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird eine Haarschneidemaschine mit einem in einem Gehäuse vorgesehenen Antrieb sowie mit mindestens einem Schneidsystem vorgeschlagen, das am Gehäuse gelagert ist.
Um Kopf- sowie Bartfrisuren mit unterschiedlichen Haarlängen mit einem exakten und einfach erzielbaren Übergang von einer Haarlänge zur nächsten in einem Arbeitsgang realisieren zu können, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß mindestens zwei Schneidsysteme (1, 2, 3) vorgesehen sind, die einzeln in zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen (A, B) verstellbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Haarschneidemaschine der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.

Der gegenwärtige Trend bei Kopf-, Bart- und Bikinifrisuren geht in die Richtung von komplexeren Strukturen, wie dünne Streifen und Muster. Zur Rasur werden Bartschneider, Facial-Trimmer und Bikinitrimmer sowie Rasierer mit Kurzhaarschneidsystemen verwendet.

Eine Haarschneidemaschine der oben erwähnten Art ist z.B. aus der veröffentlichten japanischen Patentschrift Nr. H6 – 79623 B2 bekannt. Bei der vorbekannten Haarschneidemaschine ist mindestens eine verstellbare Abdeckung vorgesehen, die zwischen einer ersten Position, in der sie einen Teil des Schneidsystems abdeckt, und einer zweiten Position verstellbar ist, in der sie die gesamte Breite des Schneidsystems freigibt. Durch diese Maßnahme wird erreicht, daß insbesondere Bartbereiche unterschiedlicher Breite realisiert werden können.

Als nachteilig wird bei der vorbekannten Haarschneidemaschine empfunden, daß pro Arbeitsgang nur auf einer Höhe geschnitten werden kann. Außerdem sind dünne, frei- rasierte Streifen nur sehr schwer machbar.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Haarschneidemaschine der eingangs genannten Gattung vorzuschlagen, mit der unterschiedliche Haarlängen in einem Arbeitsgang realisiert werden können. Dabei soll der Übergang von einer Haarlänge zur nächsten exakt und sehr einfach erzielt werden.

Nach der Erfindung wird diese Aufgabe bei einer Haarschneidemaschine der eingangs genannten Art durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, daß die Schneidsysteme einzeln in zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen (A, B) verstellbar sind. Eine der genannten Richtungen liegt vorzugsweise parallel zur Ebene der zu bearbeitenden Hautfläche.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Schneidsysteme als jeweils einen Schneidkamm und eine Schneidklinge aufweisende Schneidköpfe ausgebildet.

In einer weiteren Ausgestaltung dieser Ausführungsform ist die Schneidklinge gegenüber dem stehenden Schneidkamm in eine oszillierende Bewegung versetzbar.

Eine andere Variante sieht vor, daß der Schneidkamm gegenüber der stehenden Schneidklinge in eine oszillierende Bewegung versetzbar ist.

Außerdem können die Schneidklinge sowie der Schneidkamm in oszillierende Bewegungen in entgegengesetzten Richtungen versetzbar sein.

Eine andere vorteilhafte Ausführung zeichnet sich dadurch aus, daß die Schneidsysteme als Radialrasierer mit rotierenden Schneidköpfen ausgebildet sind.

Eine Mindestlänge der zu schneidenden Haare wird bei weiteren Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes dadurch erreicht, daß die Schneidsysteme mit einem Trimmeraufsatz zusammenwirken.

Schließlich sieht eine andere Ausführung der Erfindung vor, daß drei, ggf. mehr Schneidsysteme vorgesehen sind.

In der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen sind zwei Beispiele der Erfindung dargestellt und zwar zeigen:

1 eine stark vereinfachte Darstellung einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Haarschneidemaschine; und

2 eine ebenfalls stark vereinfachte Darstellung einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Haarschneidemaschine.

Die in 1 dargestellte erste Ausführung weist drei oszillierende Schneidsysteme 1, 2 und 3 auf, die aus jeweils einem Schneidkamm 4 und einer Schneidklinge 5 bestehen und einen zweistufigen Trimmer bilden. Die Schneidsysteme 1 bis 3 sind an einem nicht gezeigten Gehäuse gelagert, in dem ein elektrischer Antrieb vorgesehen ist, der mit dem Bezugszeichen 6 versehen ist. Der elektrische Antrieb 4 versetzt die Schneidsysteme 1 bis 3 in oszillierende Bewegungen, wobei drei Antriebsarten denkbar sind. Die erste Antriebsart besteht darin, daß die Schneidklinge gegenüber dem – stehenden – Schneidkamm bewegt wird, während bei der zweiten Antriebsart der Schneidkamm gegenüber der – stehenden – Schneidklinge bewegt wird. Bei der dritten Antriebsart führen sowohl der Schneidkamm als auch die Schneidklinge Schwingungsbewegungen in entgegen gesetzten Richtungen aus.

Wie in 1 weiterhin zu erkennen ist, sind die Schneidsysteme 1 und 2 in einer Ebene in einem Abstand „a" voneinander angeordnet, der mittels nicht dargestellter Einstellmittel geändert werden kann. Die Verstellrichtung wird mit einem Pfeil „A" angedeutet und verläuft senkrecht zur Längsrichtung der zu schneidenden Haare. Durch den Abstand „a" zwischen den Schneidsystemen 1 und 2 wird die Breite eines Bart- oder Haarstreifens bestimmter Haarlänge bestimmt. Das dritte Schneidsystem 3 ist gegenüber den Schneidsystemen 1 und 2 um einen Abstand „b" in einer Richtung angeordnet, die mit einem Pfeil „B" gekennzeichnet ist und die der Längsrichtung der zu schneidenden Haare entspricht. Alle Schneidsysteme 1 bis 3 sind erfindungsgemäß sowohl in der Richtung „A" als auch in der Richtung "B" verstellbar, so daß variable Streifenbreiten sowie variable Haarlängen realisierbar sind. Eine Mindestlänge der zu schneidenden Haare kann in an sich bekannter Weise mit einem nicht gezeigten Kammaufsatz (Distanzkamm) erreicht werden.

Die in 2 gezeigte zweite Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes bildet einen dreistufigen Trimmer, der aus einer Kombination aus drei Radialrasierern 11, 12, 13 mit rotierenden Schneidköpfen besteht. Der Darstellung ist zu entnehmen, daß die lediglich schematisch angedeuteten Drehachsen 11a, 11b, 11c der Radialrasierer 11, 12, 13 beabstandet voneinander angeordnet sind, wobei die Abstände „c" und „d", wie bei der ersten Ausführung, einstellbar sind. Außerdem sind die Radialrasierer 11, 12, 13, die im gezeigten Beispiel in verschiedenen Ebenen liegen, wie durch die Pfeile „C", „D" und „E" angedeutet ist, höhenverstellbar gelagert. Dem Rotationsantrieb der Radialrasierer 11 bis 13 dienen miteinander im Eingriff stehende Zahnräder 14, 15, 16, die von einem nicht gezeigten elektrischen Antrieb in Drehbewegung versetzt werden.


Anspruch[de]
Haarschneidemaschine mit einem in einem Gehäuse vorgesehenen Antrieb sowie mit mindestens einem Schneidsystem, das am Gehäuse gelagert ist, dadurch gekenn zeichnet, daß mindestens zwei Schneidsysteme (1, 2, 3) vorgesehen sind, die einzeln in zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen (A, B) verstellbar sind. Haarschneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidsysteme einzeln in zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen (A, b) verstellbar sind. Haarschneidemaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine (B) der Richtungen (A, B) parallel zur Ebene der zu bearbeitenden Hautfläche ist. Haarschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidsysteme (1, 2, 3) als jeweils einen Schneidkamm (4) und eine Schneidklinge (5) aufweisende Schneidköpfe ausgebildet sind. Haarschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidsysteme als Radialrasierer (11, 12, 13) mit rotierenden Schneidköpfen ausgebildet sind. Haarschneidemaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidklinge gegenüber dem stehenden Schneidkamm in eine oszillierende Bewegung versetzbar ist. Haarschneidemaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidkamm gegenüber der stehenden Schneidklinge in eine oszillierende Bewegung versetzbar ist. Haarschneidemaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidklinge sowie der Schneidkamm in oszillierende Bewegungen in entgegen gesetzten Richtungen versetzbar sind. Haarschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidsysteme mit einem Trimmeraufsatz zusammenwirken. Haarschneidemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß drei, ggf. mehr Schneidsysteme vorgesehen sind.






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