Es wird ein Verfahren zur Ermittelung einer Restlebensdauer eines mit einer Backlight-Regeleinrichtung (1) versehenen Backligths vorgeschlagen, wobei die Backlight-Regeleinrichtung (1) eine von einem Backlight-Sensor (2) erfasste Leuchtdichte des Backlights (3) auf einen Sollwert (Sw) einregelt. Es sind Maßnahmen vorgesehen, mit welchen die Restlebensdauer eines Backlights einfach ermittelt werden kann.
Beschreibung[de]
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung der Restlebensdauer
eines mit einer Backlight-Regeleinrichtung versehenen Backlights, wobei die Backlight-Regeleinrichtung
eine von einem Backlight-Sensor erfasste Leuchtdichte des Backlights auf einen Sollwert
einregelt.
Aus der DE 199 05 690 B4
ist ein Verfahren zur Anzeige der Verbrauchszeit der Hintergrundbeleuchtung (Backlight)
für LCD-Monitore bekannt. Dort wird eine voreingestellte maximale Verbrauchszeit
einer Hintergrundbeleuchtung mit einer bis dahin angelaufenen Verbrauchszeit verglichen.
Die angelaufene Verbrauchszeit entspricht einer „mitgeloggten" Einschaltdauer
der Hintergrundbeleuchtung, welche auf einer LCD-Anzeige angezeigt wird, wobei ferner
eine Anweisungsmitteilung für einen Austausch der Hintergrundbeleuchtung angezeigt
wird, falls die angelaufene Verbrauchszeit die voreingestellte maximale Verbrauchszeit
überschreitet. Die voreingestellte maximale Verbrauchszeit basiert auf Erfahrungswerten
im Hinblick auf typische Verbrauchszeiten derartiger Hintergrundbeleuchtungen. Diese
Verbrauchszeit kann nicht für jede Hintergrundbeleuchtung garantiert werden,
was bedeutet, dass die Anweisungsmitteilung für einen Austausch der Hintergrundbeleuchtung
fehlerhaft sein kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
der eingangs genannten Art anzugeben, durch welches eine Restlebensdauer eines Backlights
einfach ermittelt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen
gelöst.
Die Erfindung geht von der Idee aus, zur Ermittlung der Restlebensdauer
die Änderung der Stellgröße der Backlight-Regeleinrichtung auszuwerten.
Aufgrund der Alterung des Backlights und der sich dadurch ergebenden Änderung
des Istwertes muss die aktuelle Stellgröße erhöht werden, um diesen
Istwert auf den vorgegebenen Sollwert einzuregeln. Während des Betriebs des
Backlights werden sowohl die Stellgrößen als auch die Betriebsstunden
des Backlights aufgezeichnet. Aus diesen aufgezeichneten bzw. „mitgeloggten"
Stellgrößen, aus den Betriebsstunden und aus einer maximal möglichen
Stellgröße der Backlight-Regeleinrichtung wird die Restlebensdauer des
Backlights berechnet.
In einer Ausgestaltung der Erfindung wird die Restlebensdauer auf
einer LCD-Anzeige angezeigt, wodurch ein Benutzer z. B. mittels einer „On
Screen Display Funktionalität" bei Bedarf über den Zustand des Backlights
informiert wird.
Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
veranschaulicht ist, werden im Folgenden die Erfindung, deren Ausgestaltungen sowie
Vorteile näher erläutert.
Es zeigen:
1 eine Anordnung mit einer Backlight-Regeleinrichtung
und
2 und 3 tabellarische Darstellungen
von aufgezeichneten Betriebsstunden und Stellgrößen.
Die in den 1 bis 3
dargestellten gleichen Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
In 1 ist mit 1 eine Backlight-Regeleinrichtung
bezeichnet, welche eine durch einen Backlight-Sensor 2 erfasste Leuchtdichte
eines Backlights 3 auf einen durch eine OSD (On Screen Display)-Einstelleinheit
4 vorgebbaren Sollwert Sw einregelt, um im Wesentlichen konstante Leuchtdichteverhältnisse
auf einer LCD-Anzeige 5 eines LCD-Displaymoduls zu erzielen. Dazu ist die
Backlight-Regeleinrichtung 1 mit an sich bekannten Mitteln versehen, welche
aus dem Sollwert Sw und einem der erfassten Leuchtdichte entsprechenden Istwert
Iw eine Stellgröße ermitteln und welche entsprechend der Stellgröße
über eine Regelstrecke das Backlight 3 ansteuern.
Zur Ermittlung einer Restlebensdauer
des Backlights 3 werden zu vorgebbaren Zeitpunkten ti, i =
0, 1, 2, ..., für vorgebbare Sollwerte
j = 1, 2, ..., sowohl erfasste Betriebsstunden
bzw. eine erfasste Betriebsdauer des Backlights 3 als auch Stellgrößen
aufgezeichnet und in einem Speicher der Backlight-Regeleinrichtung 1 oder
in einem Speicher einer Auswerteeinheit 6 hinterlegt. In diesem Speicher
ist ferner eine maximal mögliche Stellgröße Smax hinterlegt,
welche eine Eigenschaft des Backlights bzw. der Backlight-Regeleinrichtung ist.
Für den Fall, dass beispielsweise während eines Normalbetriebs zu einem
Zeitpunkt t2 eine Restlebensdauer
für eine aufgezeichnete Stellgröße
zu ermitteln ist, errechnet die Auswerteeinheit 6 aus
der Stellgröße Smax sowie den Stellgrößen
und den Betriebsstunden
und
die Restlebensdauer
des Backlights 3 zu
mit j = 1, 2, ..., wobei
Smax
die maximal mögliche Stellgröße,
die aufgrund einer Sollwertvorgabe
zum Zeitpunkt t2 sich einstellende Stellgröße,
eine aufgrund einer Sollwertvorgabe
zu einem Zeitpunkt t1 sich einstellende Stellgröße,
die erfassten Betriebsstunden bzw. die erfasste Betriebsdauer bis zum Zeitpunkt
t2,
die erfassten Betriebsstunden bzw. die erfasste Betriebsdauer bis zum Zeitpunkt
t1
ist bzw. sind.
Allgemein gilt für die Restlebensdauer
zu verschiedenen Zeitpunkten ti, i = 0, 1, 2, ..., und für verschiedene
Stellgrößen
j = 1, 2, 3, ..., welche sich aufgrund von vorgebbaren Sollwerten
einstellen,
Im Folgenden wird auf 2 und
3 verwiesen, in welchen jeweils für einen Sollwert
(2) und
(3) zu verschiedenen Zeitpunkten ti, i =
0, 1, 2, ..., eine Restlebensdauer
und
in einer tabellarischen Darstellung gezeigt ist.
Es wird angenommen, dass die maximal mögliche Stellgröße
Smax = 250 beträgt und dass sich aufgrund des vorgegebenen Sollwertes
die aktuellen Stellgrößen
und aufgrund des vorgegebenen Sollwertes
die aktuellen Stellgrößen
einstellen, damit ein Istwert Iw auf den jeweiligen Sollwert
und
eingeregelt wird.
Für den vorgegebenen Sollwert
(2) erhöht sich zu Zeitpunkten ti,
i = 0, 1, 2, ... 10, die aktuelle Stellgröße
von 193 bis 250, damit sich der Istwert Iw auf den Sollwert
einregelt. Gemäß der Formel (1) und für die erfassten und aufgezeichneten
Betriebsstunden
ermittelt die Auswerteeinheit 6 eine Restlebensdauer
des Backlights von 6.125, 5.125, ... und 0 Stunden.
Für den Fall, dass anstatt eines Sollwertes
der geringere Sollwert
(3) vorgegeben ist, erhöht sich dagegen zu Zeitpunkten
ti, i = 0, 1, 2, ... 10, die aktuelle Stellgröße
von lediglich 126 auf 190, um den Istwert Iw auf den Sollwert
einzuregeln. Für die erfassten und aufgezeichneten Betriebsstunden
ermittelt die Auswerteeinheit 6 in diesem Fall zu diesen Zeitpunkten ti
jeweils eine höhere Restlebensdauer
des Backlights 3 von 16.714, 15.714, ... und 10.000 Stunden.
Die jeweilige Restlebensdauer
des Backlights 3 ist auf der LCD-Anzeige 5 nach einer entsprechenden
OSD-Benutzereingabe anzeigbar. Die Auswerteeinheit 6 übermittelt dazu
die jeweilige Restlebensdauer
der OSD-Einstelleinheit 4 über eine Kommunikationsverbindung
7, wobei die Auswerteeinheit 6 aufgrund einer Benutzeranforderung
die jeweilige Restlebensdauer
über eine Leitung 8 der LCD-Anzeige 5 zuführt (1),
auf der die Restlebensdauer
angezeigt wird.
Anspruch[de]
Verfahren zur Ermittlung einer Restlebensdauer eines mit einer Backlight-Regeleinrichtung
(1) versehenen Backlights, wobei die Backlight-Regeleinrichtung (1)
eine von einem Backlight-Sensor (2) erfasste Leuchtdichte des Backlights
(3) auf einen Sollwert (Sw) einregelt, dadurch gekennzeichnet, dass
– zu Zeitpunkten ti, i = 0, 1, 2, ..., Betriebsstunden
des Backlights (3) erfasst werden
– zu diesen Zeitpunkten ti Stellgrößen
welche sich aufgrund vorgegebener Sollwerte
zu diesen Zeitpunkten einstellen, erfasst werden und
– eine aktuelle Restlebensdauer
aus einer maximalen Stellgröße Smax, den Stellgrößen
und den Betriebsstunden
des Backlights (3) gemäß der Beziehung
j = 1, 2, ..., ermittelt wird.Verfahren nach Anspruch 1, dass die Restlebensdauer
auf einer LCD-Anzeige (5) dargestellt wird.