Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Schaltungsanordnung
zum Betreiben eines Peltier-Moduls einer Wärmepumpe eines Hausgeräts,
insbesondere eines Wäschetrockners.
Aus einem Dokument, welches am 25.11.2005 von der Internetadresse
http://de.wikipedia.org/wiki/Peltier-Element herunterladbar war, ist ein Peltier-Element
in Aufbau und Funktion beschrieben. Die Halbelemente dieses Peltier-Elements sind
säulen- oder quaderförmig ausgebildet und bestehen aus dotierten Halbleitern
als Werkstoffe. Die Halbleiter sind insbesondere Wismut-Tellurid und es kommen ein
p-leitend dotierter und ein n-leitend dotierter Halbleiter zum Einsatz. Jeweils
ein Halbelement aus dem p-leitend dotierten Halbleiter und ein Halbelement aus dem
n-leitend dotierten Halbleiter sind jeweils an einer Seite über ein Leiterplättchen,
auch als Metallbrücke bezeichnet, miteinander verbunden, und an einer anderen
Seite, welcher der genannten einen Seite gegenüberliegt, über jeweils
ein weiteres Leiterplättchen mit einem weiteren Halbelement oder einem Anschlusskontakt
zum Anschluss des Peltier-Elements an ein elektrisches Netzwerk verbunden.
Weitere Hinweis zu Grundlagen, anwendungsbezogener Auswahl und Montage
von Peltier-Elementen ergeben sich aus Dokumenten, die am 25.11.2005 von den Internet-Adressen
http://www.quick-ohm.de/waerme/download/Erlaeuterung-zu-Peltierelementen.pdf und
http://www.quick-ohm.de/waerme/download/Einbau.pdf herunterladbar waren.
Aus der DE 1 410 206 A
ist eine Waschmaschine bekannt, in welcher Waschgut nicht nur gewaschen sondern
auch getrocknet werden kann. Für die dazu erforderlichen zusätzlichen
Einrichtungen zeigt die Schrift mehrere Alternativen. Insbesondere können eine
elektrische Heizvorrichtung zum Erwärmen eines zur Trocknung von Waschgut eingesetzten
Luftstroms und ein einfacher Wärmetauscher zum Abkühlen des erwärmten
Luftstroms nach dem Beaufschlagen des Waschguts vorgesehen sein, wobei der Heizer
und der Kühler aber auch zu einer Wärmepumpeneinrichtung gehören
können. Die Wärmepumpeneinrichtung kann auch derartig ausgestaltet sein,
dass sie mit Peltier-Elementen zur Nutzung des thermoelektrischen Effekts arbeitet.
Eine aus einem in der Datensammlung „Patent Abstracts of Japan"
zur JP 08 057 194 A gehörigen
englischen Kurzauszug hervorgehende Vorrichtung zum Trocknen von Waschgut, enthält
in ihrem ersten Kanalsystem neben einem Heizer und einem Kühler, welche beide
zu einer thermoelektrisch betreibbaren Wärmepumpeneinrichtung gehören,
einen dem Kühler vorgeschalteten zusätzlichen Wärmetauscher zur Abkühlung
des von dem Waschgut abgeführten Luftstroms und eine dem Heizer nachgeschaltete
zusätzliche Heizeinrichtung zum weiteren Erwärmen des Luftstroms vor dem
Beaufschlagen des Waschguts.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die Betriebsweise des Peltier-Moduls
im laufenden Betrieb des Hausgeräts zu verbessern.
Die Aufgabe wird durch eine Schaltungsanordnung oder ein Verfahren
mit den Merkmalen des jeweiligen unabhängigen Patentanspruchs gelöst.
Bevorzugte Ausgestaltungen sind Gegenstände der abhängigen Patentansprüche.
Eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung ist zum Betreiben
eines Peltier-Moduls einer Wärmepumpe eines Hausgeräts, welches insbesondere
zur Pflege von Wäschestücken ausgebildet ist, ausgebildet. Das Peltier-Modul
umfasst eine Mehrzahl von Peltier-Elementen, welche bevorzugt in Reihe geschaltet
sind. Die Schaltungsanordnung weist einen Schaltregler auf, welcher mit einer Steuereinheit
elektrisch verbunden ist, wobei die Steuereinheit zur Übertragung von Sollwerten
zumindest eines Betriebsparameters des Peltier-Moduls an den Schaltregler ausgebildet
ist, und der Betrieb des Peltier-Moduls abhängig von den vorgegebenen Sollwerten
mittels des Schaltreglers einstellbar, insbesondere regelbar ist. Die Schaltungsanordnung
ermöglicht eine sehr exakte Betriebsweise des Peltier-Moduls.
Die Betriebsparameter sind bevorzugt eine elektrische Spannung und
ein elektrischer Strom. Das Peltier-Modul ist vorzugsweise mit einer Netzspannung
versorgbar, wobei eine Schaltfrequenz des Schaltreglers oder eine Pulsweitenmodulation
des Ausgangssignals des Schaltreglers auf die Frequenz der Netzspannung synchronisiert
ist. Dadurch kann eine aktive Power-Faktor-Korrektur erreicht werden und eine Netzrückwirkung
verhindert werden.
Die Schaltungsanordnung umfasst bevorzugt eine Kommunikationsschnittstelle
zur Kommunikation zwischen dem Schaltregler und der Steuereinheit, welche auch als
eine extern angeordnete Steuereinheit ausgebildet sein kann.
Das Peltier-Modul ist vorzugsweise situationsabhängig mittels
Umschaltern von der Energieversorgung trennbar. Dadurch können verschiedene
Betriebsphasen des Peltier-Moduls generiert werden, in denen wiederum verschiedene
Betriebsparameter erfasst werden können. Insbesondere können aus diesen
Betriebsparametern Feuchtegrade der Wäschestücke ermittelt werden und
davon abhängig der weitere Trocknungsprozess eingestellt werden. Die Betriebsweise
kann dadurch energiereduziert erfolgen.
Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben eines
Peltier-Moduls einer Wärmepumpe eines Hausgeräts, welches insbesondere
zur Pflege von Wäschestücken ausgebildet ist, bei dem das Peltier-Modul
eine Mehrzahl von Peltier-Elementen umfasst, welche bevorzugt in Reihe geschaltet
werden, wird ein Schaltregler einer Schaltungsanordnung zum Betreiben des Peltier-Moduls
mit einer Steuereinheit elektrisch verbunden und werden Sollwerte zumindest eines
Betriebsparameters des Peltier-Moduls von der Steuereinheit an den Schaltregler
übertragen, wobei der Betrieb des Peltier-Moduls abhängig von den vorgegebenen
Sollwerten mittels des Schaltreglers eingestellt, insbesondere geregelt wird.
Vorzugsweise werden eine lastseitige Ausgangsspannung oder ein lastseitiger
Ausgangsstrom abhängig von den vorgegebenen Sollwerten eingestellt. Weiter
vorzugsweise werden eine Schaltfrequenz des Schaltreglers oder eine Pulsweitenmodulation
des Ausgangssignals des Schaltreglers auf die Frequenz der Netzspannung, welche
zur Versorgung des Peltier-Moduls bereitgestellt wird, synchronisiert. Die Sollwerte
und Istwerte der Betriebsparameter zwischen dem Schaltregler und der Steuereinheit
werden bevorzugt über eine Kommunikationsschnittstelle ausgetauscht.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
entsprechen vorteilhaften Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand
einer schematischen Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
1 eine Schaltungsanordnung gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel; und
2 eine Schaltungsanordnung gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel.
In der 1 ist schematisch ein Peltier-Modul
1 veranschaulicht, welches zur Verwendung in einer Peltier-Wärmepumpe
für einen Wäschetrockner dienen soll. Das Peltier-Modul 1 umfasst
in Reihe geschaltete Peltier-Elemente 2. Es sind vorliegend zwölf
Peltier-Elemente 2 gezeigt, wobei das Peltier-Modul 1 jedoch nicht
auf diese Zahl festgelegt ist. Die Anzahl der Peltier-Elemente 2 und deren
Betriebswerte sind gemeinsam so ausgelegt, dass die Reihenanordnung der Peltier-Elemente
2 mit einer Spannung betrieben werden kann, die sich bei Gleichrichtung
der Netzspannung ergibt. Es ist auch ein Peltier-Modul 1 mit mehr als einer
hier gezeigten Reihenanordnung möglich, wobei die einzelnen Reihenanordnungen
üblicherweise parallel zueinander angeordnet werden.
Zur Erzeugung der gleichgerichteten Netzspannung wird zunächst
die herkömmliche Netzspannung von 120 V oder 230 V Wechselspannung (120 VAC/230
VAC) bereitgestellt, wobei hier schematisch die Anschlüsse L und N gezeigt
sind. Die Wechselspannung wird von einem Netzgleichrichter 3 gleichgerichtet,
der einen herkömmlichen Aufbau aufweist. Zur Stabilisierung der gleichgerichteten
Netzspannung ist ein Kondensator 5a als Puffer parallel zu den gleichstromseitigen
Anschlüssen des Netzgleichrichters 3 geschaltet. Zur Begrenzung des
netzseitigen Kondensatorladestroms ist dem Kondensator 5a des Schaltungsteils
5 ein strombegrenzendes Element 4a, beispielsweise ein NTC-Widerstand,
in einem Schaltungsteil 4 vorgeschaltet. Das strombegrenzende Element
4a wird nach dem Ladevorgang über einen Schalter 4b, beispielsweise
ein Relais, überbrückt.
In dem Schaltungsteil 5 können eine Netzstrommessung
und eine Netzspannungsmessung erfolgen, wobei der Schaltungsteil 5 mit
einem Schaltregler 6 elektrisch verbunden ist, und die Messwerte an den
Schaltregler 6 zum Auswerten und weiteren Verarbeiten übertragbar
sind. Der Schaltregler 6 kann als Mikroprozessor ausgebildet sein.
Der Schaltregler 6 ist mit einer Kommunikationsschnittstelle
7, über welche Sollwerte verschiedener Parameter übertragbar
sind, elektrisch verbunden. Der Schaltregler 6 ist zur Kommunikation mit
einer externen Steuer- und/oder Kontrolleinheit (nicht dargestellt) über die
Schnittstelle 7 ausgebildet.
Darüber hinaus umfasst die Schaltungsanordnung einen Schaltungsteil
10, welcher zur Messung der elektrischen Leistungsaufnahme und insbesondere
des Stroms und der Spannung am Peltier-Modul 1 ausgebildet ist. Der Schaltungsteil
10 ist mit einem Strom- und Spannungsmesswandler 11 elektrisch
verbunden, welcher wiederum mit dem Schaltregler 6 elektrisch verbunden
ist. Des Weiteren umfasst der Schaltungsteil 10 einen Kondensator
9.
Ferner umfasst die Schaltungsanordnung zwei Umschalter 12,
welche als Relais ausgebildet sein können. Mit Hilfe der Umschalter
12 kann die gleichgerichtete Netzspannung von dem Peltier-Modul
1 getrennt und das Peltier-Modul 1 an eine Innenraumbeleuchtung
14 des Wäschetrockners geschaltet werden. Für die Innenraumbeleuchtung
14 sind hier schematisch vier Leuchtdioden und ein zusätzlicher, zu
den Leuchtdioden in Reihe geschalteter Widerstand veranschaulicht. Anstelle der
Innenraumbeleuchtung 14 können die Umschalter 12 auch eine
Umschaltung zu einem anderen Verbraucher, zum Beispiel einem weiteren Sensor, einer
weiteren Messeinrichtung, einer Steuerung, einem Anzeigeelement
oder dergleichen, allein oder in Kombination mit einem anderen Verbraucher, bewirken.
Bevorzugt und zweckmäßig ist eine derartige Messeinrichtung in die Hauptsteuerung
umfassend den Schaltregler 6 des Wäschetrockners integriert. Die Umschalter
12 werden durch den Schaltregler 6 geschaltet.
Am Peltier-Modul 1 ist ein PTC-Widerstand 13 als
Temperatursensor 13 angeordnet. Abhängig von den von diesem Temperatursensor
13 detektierten Messwerten kann ein wechselstromseitiger Schalter
15 betätigt werden, wodurch abhängig von der Schalterstellung
das gesamte Peltier-Modul 1 abgeschaltet werden kann.
Des Weiteren ist am Peltier-Modul 1 ein NTC-Widerstand
16 angeordnet, welcher ebenfalls zur Temperaturermittlung ausgebildet ist
und die detektierten Messwerte an den Schaltregler 6 überträgt.
Die Schaltungsanordnung umfasst des Weiteren eine Schaltungsteil
17 mit einer Treiberschaltung 17a und einem Transistor T1. Darüber
hinaus sind eine Drossel 18 sowie eine Diode 19 vorgesehen.
Soll nun in einem Wäschetrockner ein Trocknungsprozess durchgeführt
werden und sollen Wäschestücke, welche in einen Behälter des Wäschetrockners
eingebracht sind, getrocknet werden, so wird zunächst eine erste Betriebsphase
des Wäschetrockners eingestellt, wobei in dieser ersten Betriebsphase das Peltier-Modul
1 einer Wärmepumpe des Wäschetrockners mit Energie versorgt wird.
Dazu ist das Peltier-Modul 1 mit der gleichgerichteten Netzspannung verbunden,
wobei dazu die Umschalter 12 entsprechend geschaltet sind. Zum Ermitteln
charakteristischer Parameter und Größen für den Trocknungsprozess
der Wäschestücke wird nachfolgend zu vorgebbaren Phasen des Trocknungsprozesses
eine zweite Betriebsphase eingestellt, wozu das Peltier-Modul 1 von der
Energieversorgung getrennt wird, indem die Umschalter 12 entsprechend geschaltet
werden. In dieser zweiten Betriebsphase werden die Temperaturen einer Kaltseite
und einer Warmseite des Peltier-Moduls 1 bestimmt. Dazu wird die nach der
Trennung von der Energieversorgung vom Peltier-Modul 1 erzeugte Thermospannung
gemessen, aus welcher die Temperaturdifferenz zwischen der Kaltseite und der Warmseite
des Peltier-Moduls 1 in dem Schaltregler 6 ermittelt wird. Des
Weiteren wird über den NTC-Widerstand 16 eine örtliche Temperatur
des Peltier-Moduls 1 bestimmt, welche vorliegend die Temperatur der Warmseite
des Peltier-Moduls 1 darstellt.
Aus der bestimmten Temperaturdifferenz und der örtlichen Temperatur
an der Warmseite des Peltier-Moduls 1 kann dann die örtliche Temperatur
der Kaltseite des Peltier-Moduls 1 berechnet werden.
Nachdem diese Temperaturwerte ermittelt sind, wird das Peltier-Modul
1 wieder mit der Energieversorgung verbunden, indem die Umschalter
12 entsprechend geschaltet werden und dadurch wieder die erste Betriebsphase
des Wäschetrockners und des Peltier-Moduls 1 eingestellt wird. In
dieser wiedereingestellten ersten Betriebsphase wird dann die Leistungsaufnahme
des Peltier-Moduls 1 nach dem Verbinden von diesem mit der Energieversorgung
bis zum Einstellen eines Soll-Arbeitspunkts des Peltier-Moduls 1 gemessen.
Mit den Informationen über die gemessene Leistungsaufnahme und die gemessenen
und ermittelten Temperaturen an der Warmseite und der Kaltseite des Peltier-Moduls
1 kann in dem Schaltregler 6 eine während des bisher fortgeschrittenen
Trocknungsprozesses bereits aus den Wäschestücken auskondensierte Feuchte
bestimmt werden. In dem Schaltregler 6 sind dazu Kennlinien und/oder Berechnungsmodelle
abgelegt, welche eine Ermittlung dieser auskondensierten Feuchte ermöglichen.
Aus dieser auskondensierten Feuchte kann dann ebenfalls in dem Schaltregler
6 die in den Wäschestücken noch verbliebene Feuchte bestimmt
werden. Des Weiteren sind in diesem Schaltregler 6 Referenz-Feuchten in
Abhängigkeit von der momentanen Phase eines Trocknungsprozesses abgelegt. Die
ermittelte verbliebene Feuchte in den Wäschestücke wird dann mit der Referenz-Feuchte
verglichen, wobei die Referenz-Feuchte die in den Wäschestücken verbliebene
Feuchte charakterisiert, welche zu dem momentanen Zeitpunkt der erreichten Phase
des Trocknungsprozesses erreicht sein sollte. Abhängig von dem Vergleich wird
der weitere Trocknungsprozess gesteuert.
Über die Kommunikationsschnittstelle 7 ist der Schaltregler
6 mit einer externen Steuer- und Kontrolleinheit (nicht dargestellt) verbunden.
Diese Steuer- und Kontrolleinheit überträgt Sollwerte für einen Betriebsparameter,
beispielsweise die Leistung und/oder den Strom und/oder die Spannung des Peltier-Moduls
1 an den Schaltregler 6. Abhängig von diesen Sollwerten regelt
der Schaltregler 6 die lastseitige Ausgangsspannung und dadurch die Betriebsweise
des Peltier-Moduls 1. Die Kommunikationsschnittstelle 7 ist zur
bidirektionalen Kommunikation zwischen dem Schaltregler 6 und der externen
Einheit ausgebildet.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Schaltungsanordnung ist
in 2 gezeigt. Auch diese Schaltung ist dazu geeignet,
die oben erläuterten Parameter zu messen und auszuwerten und eine Steuerung
des Peltier-Moduls 1 davon abhängig im Hinblick auf einen optimierten
Trocknungsprozess durchzuführen. Auch hier ist eine nicht dargestellte externe
Steuer- und Kontrolleinheit vorgesehen, welche mit dem Schaltregler 6 zum
Austausch von Soll- und Istwerten von Betriebsparametern über
die Kommunikationsschnittstelle 7 kommuniziert.
Das Hausgerät kann auch als Geschirrspüler mit einer Wärmepumpe
und einer Schaltungsanordnung gemäß der Erfindung ausgebildet sein.