Die Erfindung betrifft eine hydraulische WC-Abspülautomatik für
WC-Wasserspülkästen, mit einem oder zwei Hydraulik-Zylindern, gesteuert
über ein Magnet-Wasserventil, angetrieben durch den Wasserdruck in der Hauswasserleitung.
Geeignet um Toiletten abzuspülen über einen Stromimpuls
der wahlweise über einen Betätigungstaster ausgelöst wird oder über
berührungsfreie Sensortechnik.
Derartige Erfindungen sind bekannt als Behinderten-Toiletten die diesen
Abspülmechanismus auslösen, gesteuert über Elektromotoren.
Diese Art von Technik ist sehr teuer und für den normalen Toilettenbau
nahezu nicht verwendbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde die Produktionskosten zu
senken, sodass die Technik im allgemeinen Toilettenbau einfließen kann.
Durch die Erfindung wird eine neuartige Abspülmechanik geschaffen.
Mit Hilfe der Hauswasserleitung (1) und dem dazugehörigen
Wasserdruck (16) erfolgt das mechanische Abspülen im WC-Wasserspülkasten
(20), ausgelöst und gesteuert über ein Magnet-Wasserventil (4).
Beim betätigen des Abspültasters (5) am Wasserspülkasten
(20) öffnet sich das Magnetventil (4) durch einen Stromimpuls
(5a). Das einströmende Wasser wird in eine T-Rohrverbindung (4a)
eingeleitet.
An den beiden Rohranschlüssen der T-Rohrverbindung (4a)
ist jeweils ein Druckzylinder (6) angebracht.
Im Zylinder (6) befindet sich ein Kolben (6a) ausgestatte
mit einer Ohrringdichtung (6b) und einer Schubstange (6d), in
Position gehalten durch eine Druckfeder (6c).
Der auftreffende Wasserdruck (16) in den Zylindern (6)
drückt den Kolben (6a) nach vorn.
Die Schubbewegung des Kolbens (6a) wird durch die Schubstange
(6d) weiter übertragen zum Übertragungsseil (8 oder
10) bzw. (7c) das mittels einer Verbindungsmutter (15)
am Zylinder (6) befestigt ist. Die entstehende Schubbewegung wird an die
Wasserglocke (18) übertragen, die hierdurch angehoben wird, der Wasserspülgang
wird ausgelöst.
Wasser strömt in die WC-Schüssel (14) über
das Wasserspülrohr (13).
Bei loslassen des Abspültasters (5) für die Spülbetätigung
schließt das Magnetventil (4) durch Ausbleiben des Stromimpulses an
(5a), der Vortrieb des Kolbens (6) wird durch ausbleibenden Wasserdruck
(16) gestoppt.
Im Anschluss drückt die Feder (6c) des Kolbens (6)
diesen in die Ursprungsposition zurück und presst so Wasser aus dem Druckzylinder
(6). Der Wasserdruck (16) wird abgebaut über das Überdruckrohr
(11) welches das angestaute Wasser nach unten in den Wasserspülkasten
freigibt.
In der Folge senkt sich die im Wasserspülkasten befindliche Wasserglocke
(18) und stoppt den Wasserspülprozess.
Die Erfindung soll nun anhand von vier beigefügten Zeichnungen
näher erläutert und beschrieben werden.
Es zeigen:
1 Zusammenbauzeichnung der WC-Abspülautomatik
2 Hydraulikzylinder in Ruhestellung
3 Hydrauliksystem beim Abspülen
4 Hydrauliksystem in der Rückholphase des Kolbens
1 zeigt einen Wasserspülkasten gemäß
der Erfindung, der an der Hauswasserleitung (1) angeschlossen ist.
Wasser wird über ein Eckventil mit Zweiwegeanschluss (2)
in den Spülkasten (20) eingeleitet. Es ist angeschlossen das Wassereinlassventil
(3), der Zweitanschluss des Eckventils (2) ist mit dem Wasser-Magnetventil
(4) verbunden.
Beim betätigen des Tasters (5) in Verbindung mit der
Zuleitung (17) wird über einen Stromimpuls (5a) das Magnetventil
(4) geöffnet. Wasser strömt in die T-Verbindung (16)
ein und wird zu den baugleichen Druckzylindern (6) geleitet. Hierbei drückt
der Wasserdruck den Kolben (6a) mit der Ohrringdichtung (6b) und
der Schubstange (6d) nach vorn. Hierbei wird die Feder (6c) gespannt.
Die Schubbewegung wird übertragen über die Schubstange (6d).
Aufgenommen und weitergeleitet durch das Schubseil (8 oder
10) bzw. (7c) zur Wasserspülglocke (18), wodurch
mit dem Vorschub die Dichtung (12) angehoben wird, womit der Spülprozess
eingeleitet ist. In Anschluss strömt Wasser in das Spülrohr (13)
und WC (14).
2 zeigt das Hydrauliksystem in der Ruhestellung.
Das Wasser-Magnetventil (4) ist geschlossen, der Wasserdruck
(16) der Hauswasserleitung (1) ist gesperrt. Kolben (6)
befindet sich in der Ausgangsposition. Das Schubseil ist mit einer Schraubverbindung
(15) mit dem Zylinder (6), welcher mit dem T-Rohrstück (4a)
verschraubt ist verbunden. Die Ziffern (19, 19a, 19b,
19c und 19d) beziehen sich auf die entsprechenden Gewindeverschraubungen
der Teile.
3 zeigt das Hydrauliksystem im Arbeiteinsatz.
Das Wasser-Magnetventil (4) ist geöffnet, der Wasserdruck
(16) treibt den Kolben (6a) mit der dazugehörigen Ohrringdichtung
(6b) und der Druckfeder (6c) nach von. Die Vorschubbewegung der
Schubstange (6d) wird auf das Schubseil (7c) weitergeleitet.
Im Schubzylinder (7) des Schubseiles (7c) befindet
sich der Verbindungskolben (7a) mit der Druckfeder (7b) weiche
mit der Vorschubbewegung gespannt wird. Über das Überdruckrohr (11)
wird der überflüssige Wasserdruck (11a) abgeleitet in den Wasserspülkasten
(20).
4 zeigt das Hydrauliksystem bei Abbruch des Spülvorganges.
Das Wasser-Magnetventil (4) ist geschlossen. Kolben (6a)
wird von der Druckfeder (6c) in die Ausgangsposition zurück gedrückt.
Der überflüssige Wasserdruck wird über das Überdruckrohr (11
und 11a) abgeleitet.
Das Schubseil (7c) wird mit der Druckfeder (7b)
in die Endposition gedrückt.
Patentanspruch 2/Fig. 5:
In einer weiteren Bauausführung nach Anspruch 2 ist der Schubzylinder
6 wie in Anspruch 1 mit dem Schubkolben 6a unmittelbar an der
Hebeglocke 21 angebracht, mit der Wasserzuleitung 4b und
4c, sodass das Anheben der Glocke unmittelbar durch die Schubstange
6d ausgelöst wird.