In der Hauptanmeldung DE 10 2006
007 946.9 wurde bereits ein Gepäckstück mit einer Waage mit zugeordneter
Gewichtsausgabe zur Ausgabe des Gewichts desselben vorgeschlagen.
Die dem Gepäckstück zugeordnete Waage ermöglicht es,
das Gewicht des Gepäckstücks schnell und auf einfache Weise zu bestimmen,
ohne weitere Hilfsmittel in Anspruch zu nehmen.
Ist das Gewicht des Gepäckstücks mit der Waage gemessen,
so geht der Wert des Gewichts nach der Messung verloren, wodurch dieser nicht für
eine weitere Verwendung zur Verfügung steht.
Es kann jedoch vorteilhaft sein, das Gewicht des Gepäckstücks
zu gewissen Zeitpunkten zu kennen, und für ein weitere Verarbeitung verfügbar
zu haben.
Als ein Beispiel dafür sei ein Geschäftsreisender genannt,
der eine Geschäftsreise tätigen will. Das Gepäckstück für
die Geschäftsreise weist bei Antritt derselben ein erstes Gewicht und bei Rückkehr
von derselben ein zweites Gewicht auf. Wenn der Geschäftsreisende mit denselben
Gegenständen in dem Gepäckstück die Geschäftsreise antritt,
mit denen er auch von der Geschäftsreise zurückreist, so hat das Gepäckstück
bei Antritt der Geschäftsreise dasselbe Gewicht wie bei Rückkehr von der
Geschäftsreise, so daß das erste Gewicht dem zweiten Gewicht entspricht.
Ist das Gepäckstück jedoch bei Rückkehr von der Geschäftsreise
leichter als bei Antritt der Geschäftsreise, so kann dies ein Hinweis darauf
sein, daß irgendein Gegenstand nicht in das Gepäckstück gepackt und
somit wahrscheinlich bisher vergessen worden ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Gepäckstück
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 dahingehend weiter zu entwickeln,
daß dieses anzeigt, ob in dem aktuell vorhandenen und gepackten Gepäckstück
Gegenstände gegenüber einem früheren Zeitpunkt fehlen.
Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Gepäckstück
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem Gepäckstück
ein Mikroprozessor zugeordnet ist, der mit einem Betätigungsmittel verbunden
und so eingerichtet ist, daß dieser bei einer ersten Betätigung des Betätigungsmittels
ein aktuell gemessenes erstes Gewicht des Gepäckstücks anzeigt und in
dem Mikroprozessor speichert und bei einer folgenden Betätigung des Betätigungsmittels
ein Differenzgewicht zwischen einem aktuell gemessenen zweiten Gewicht und dem gespeicherten
ersten Gewicht des Gepäckstücks in der Gewichtsausgabe anzeigt.
Bevorzugt ist der Mikroprozessor so eingerichtet, daß dieser
bei einer zweiten Betätigung des Betätigungsmittels das aktuelle zweite
Gewicht des Gepäckstücks in dem Mikroprozessor speichert, und bei einer
dritten Betätigung des Betätigungsmittels das Differenzgewicht zwischen
dem ersten und zweiten Gewicht des Gepäckstücks in der Gewichtsausgabe
anzeigt.
Vorteilhaft sieht das Betätigungsmittel einen ersten Taster für
die erste Betätigung und einen zweiten Taster für die zweite Betätigung
des Betätigungsmittels vor, wobei der Mikroprozessor so eingerichtet ist, daß
dieser die gleichzeitige Betätigung des ersten und zweiten Tasters als dritte
Betätigung des Betätigungsmittels erkennt.
Bevorzugt weist die Waage eine Lastaufnahme, die starr mit dem Gepäckstück
verbunden ist, und ein freies Gleitende, das relativ zu dem Gepäckstück
verschieblich ist, auf.
Die Waage kann durch eine Zugwaage gebildet sein.
Ist die Waage durch eine Zugwaage gebildet, so ist das freie Gleitende
der Zugwaage bevorzugt mittels einer lösbaren Halteeinrichtung an dem Gepäckstück
gehalten.
Ferner ist in diesem Fall das freie Gleitende der Zugwaage vorteilhaft
durch eine Handgriff des Gepäckstücks gebildet.
Die Waage kann ferner durch eine Druckwaage gebildet sein, so daß
das freie Gleitende durch mindestens einen Standfuß gebildet ist.
Bevorzugt ist der Waage eine Arretiereinrichtung derart zugeordnet,
daß das freie Gleitende der Waage in einem arretierten Zustand starr mit dem
Gepäckstück verbunden ist, so daß die Waage entlastet ist, und das
freie Gleitende der Waage in einem nicht arretierten Zustand verschieblich mit dem
Gepäckstück verbunden ist, um die Waage mit dem Gewicht des Gepäckstücks
zu belasten.
Vorteilhaft ist die Gewichtsausgabe durch eine elektrische Anzeige
und/oder eine Sprachausgabe zur Ausgabe des Gewichts gebildet.
Bevorzugt umfaßt die Waage eine Nullpunkteinstellung, um den
Nullpunkt der Waage zu justieren.
Das Gepäckstück kann durch eine Tasche, einen Beutel, einen
Koffer, eine Schultasche, einen Tornister, einen Sack, eine Aktenmappe, eine Aktentasche
oder einen Rucksack gebildet sein.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von fünf Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf eine Zeichnung erläutert. Es zeigen:
1 eine Frontansicht eines Gepäckstücks mit
zwei zugeordneten Waagen entsprechend der vorliegenden Erfindung in einem ersten
Ausführungsbeispiel, wobei die Waagen durch mechanische Waagen gebildet sind,
wie in o. g. Hauptanmeldung beschrieben;
2 eine vergrößerte Ansicht der Waage der
1, wie in o. g. Hauptanmeldung beschrieben;
3 eine Ansicht der Waage der 2,
bei der die Skala nicht dargestellt ist, um einen inneren Aufbau der Waage darzustellen,
wie in o. g. Hauptanmeldung beschrieben;
4 ein Gepäckstück mit zugeordneter Waage
entsprechend der vorliegenden Erfindung in einem zweiten Ausführungsbeispiel,
bei dem die Waage durch eine elektronische Waage gebildet ist, wie in o. g. Hauptanmeldung
beschrieben;
5 einen Schaltplan der elektronischen Waage der
4, wie in o. g. Hauptanmeldung beschrieben;
6 ein Gepäckstück mit zugeordneter Waage
in einem dritten Ausführungsbeispiel, wobei die Waage durch eine mechanische
Waage gebildet ist, wie in o. g. Hauptanmeldung beschrieben;
7 ein Gepäckstück mit zugeordneter Waage
entsprechend der vorliegenden Erfindung in einem vierten Ausführungsbeispiel,
wie in o. g. Hauptanmeldung beschrieben; und
8 ein Gepäckstück mit zugeordneter Waage
in einem fünften Ausführungsbeispiel, gemäß vorliegender Zusatzanmeldung.
Unter Bezugnahme auf die 1,
2 und 3 ist nachfolgend
ein erstes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung beschrieben.
Ein Gepäckstück 1 in 1
umfaßt zwei baugleiche mechanische Waagen 3, die jeweils mit einem
Ende an dem Gepäckstück 1 und mit dem anderen Ende an einem Handgriff
19 des Gepäckstücks 1 befestigt sind (Zugwaagen).
Wie in 1 dargestellt, sind die Waagen
3 an jedem ihrer Enden mittels einer Öse 21 mit dem Handgriff
19 bzw. mit dem Gepäckstück 1 verbunden, so daß
der Handgriff 19 relativ zu dem Gepäckstück 1 verschwenkbar
ist.
Jede Waage 3 weist eine Lastaufnahme 7 auf, die
starr mit dem Gepäckstück 1 verbunden ist. Über die Lastaufnahme(n)
7 liegt das Gewicht des Gepäckstücks 1 an der Waage
3 an.
Jede Waage 3 weist ferner ein freies Gleitende
9 auf, das beim Wiegen des Gepäckstücks 1 mit der Waage
3 entsprechend dem Gewicht des Gepäckstücks 1 relativ
zu der Lastaufnahme 7 verschoben wird.
Jede Waage 3 weist ferner eine Gewichtsausgabe
5 auf, vorliegend eine mechanische Skala, um das mit der Waage
3 gemessene Gewicht des Gepäckstücks 1 auszugeben.
2 zeigt die Gewichtsausgabe 5, das heißt
die mechanische Skala der Waage 3, in einer vergrößerten Ansicht.
Die Gewichtsausgabe 5 weist eine Kilogramm-Skala auf, wobei das mit der
Waage 3 gemessene Gewicht mit Hilfe einer Markierung 23 an dieser
abgelesen werden kann.
3 zeigt einen inneren Aufbau der Waage 3 der
2.
An der in 3 unteren Öse
21 (Lastaufnahme 7) ist eine Schraube 25 befestigt, die
in einen Messstab 27 mit Innengewinde geschraubt ist. Auf dem Messstab
27 ist die Markierung 23 zur Anzeige des mit der Waage
3 gemessenen Gewichts angeordnet.
Der Messstab 27 ist an dem in 3
oberen Ende mittels einer Spiralfeder 29 mit der in 3
oberen Öse 21 (freies Gleitende 9) verbunden.
Wird das Gepäckstück 1 an dem Handgriff
19 angehoben, so wirkt an den Lastaufnahmen 7 eine Kraft, die
Gewichtskraft des Gepäckstücks 1, nach unten (Orientierung gem.
1), wodurch die Spiralfedern 29 der beiden
Waagen 3 entsprechend der Höhe der angreifenden Gewichtskraft ausgelenkt
werden.
Entsprechend der Auslenkung der Spiralfedern 29 wandert die
jeweilige Markierung 23 der Waagen 3 relativ zu der Gewichtsausgabe
5 (der Skala) nach unten, so daß an jeder Waage 3 das von
ihr gemessene Gewicht ablesbar ist.
Da das Gewicht des Gepäckstücks 1 vorliegend mit
zwei Waagen 3 gemessen wird, müssen die jeweils von den Waagen
3 gemessenen Gewichte addiert werden, um das Gesamtgewicht des Gepäckstücks
1 zu erhalten.
Jede Waage 3 weist ferner eine Nullpunkteinstellung
17 auf, um den Nullpunkt der Waage 3 einzustellen. Die Nullpunkteinstellung
17 ist vorliegend dadurch gebildet, daß der Messstab 27 relativ zu
der Schraube 25 drehbar ist, wodurch die Markierung 23 auf dem
Messstab 27 relativ zu der Lastaufnahme 7 nach oben und unten
(Orientierung gemäß 3) verschiebbar ist.
Würde das Gepäckstück 1 mit der bisher beschriebenen
Anordnung von einer Person an dem Handgriff 19 getragen, so würden
die Spiralfedern 29 ständig mit dem Gewicht des Gepäckstücks
1 belastet und ihr elastisches Verhalten schnell verlieren, so daß
die zugehörige Waage 3 nicht mehr geeignet arbeiten würde. Aus
diesem Grund ist eine Arretiereinrichtung 15 vorgesehen, über die
das Gepäckstück 1 mit dem Handgriff 19 verbunden werden
kann, so daß das Gewicht des Gepäckstücks 1 über die
Arretiereinrichtung 15 an dem Handgriff 19 anliegt, wodurch die
Spiralfedern 29 der Waagen 3 entlastet sind. Dabei ist die Arretiereinrichtung
15 jedoch auch so einstellbar, daß diese keine Verbindung von dem
Gepäckstück 1 zu dem Handgriff 19 aufweist, so daß
das gesamte Gewicht des Gepäckstücks 1 über die Waagen
3 an dem Handgriff 19 anliegt.
Die Arretiereinrichtung 15 umfaßt vorliegend zwei Tragelemente
31, die jeweils mit einem Ende an dem Gepäckstück 1
verschwenkbar gehalten sind und die in dem anderen Ende eine Öffnung
33 aufweisen, so daß dieses Ende auf einen Stift 35 aufschnappbar
ist, der an dem Handgriff 19 gebildet ist.
Die Tragelemente 31 sind in 1
einmal in Eingriff mit dem Handgriff 19 gezeigt (gestrichelte Linie) und
einmal losgelöst von dem Handgriff 19 gezeigt (durchgezogene Linie).
Die gestrichelte Darstellung der Tragelemente 31 entspricht somit dem arretierten
Zustand der Arretiereinrichtung 15, und die durchgezogene Darstellung der
Tragelemente 31 entspricht dem nicht arretierten Zustand der Arretiereinrichtung
15.
Unter Bezug auf die 4 und 5
ist nachfolgend ein zweites Ausführungsbeispiel des Gepäckstücks
1 mit zugeordneter Waage 3 beschrieben.
Die Waage 3 des zweiten Ausführungsbeispiels ist eine
elektronische Waage und umfaßt eine Gewichtsausgabe 5 in Form einer
LCD-Anzeige sowie drei aus herkömmlichen elektronischen Waagen bekannte Piezoelemente
37, von denen jeweils eines in einem Standfuß 13 des Gepäckstücks
1 angeordnet ist.
Die Waage 3 weist ferner einen Mikroprozessor 39
auf, der mit den Piezoelementen 37 und der Gesichtsausgabe 5 verbunden
ist. Ferner weist die Waage 3 eine Batterie 41 zur Stromversorgung
des Mikroprozessors 39 und der Gewichtsausgabe 5 auf.
Ist das Gepäckstück 1 auf den drei Standfüßen
13 angeordnet, so daß das gesamte Gewicht des Gepäckstücks
1 auf den drei Standfüßen ruht (Druckwaage), so erhält der
Mikroprozessor 39 von jedem Piezoelement 37 einen Spannungswert,
der dem jeweiligen mit dem Piezoelement 37 gemessenen Gewicht entspricht.
Der Mikroprozessor 39 wandelt den Spannungswert, der von einem jeden Piezoelement
37 geliefert wird, in einen entsprechenden Gewichtswert um und addiert
die drei auf diese Weise erhaltenen Gewichtswerte (von jedem Piezoelement) zu einem
Gesamtgewicht des Gepäckstücks 1.
Das auf diese Weise erhaltene Gesamtgewicht des Gepäckstücks
1 wird von dem Mikroprozessor 39 an die Gewichtsausgabe
5 ausgegeben, die das Gesamtgewicht des Gepäckstücks
1 anzeigt.
Die elektronische Waage 3 kann von einem Schalter (nicht
dargestellt) ein- und ausgeschaltet werden.
In einer alternativen Ausführungsform wird die Waage
3 durch einen Taster, der in einem Standfuß 13 angeordnet
ist, für eine bestimmte Zeitdauer, beispielsweise 30 Sekunden, aktiviert. In
dieser Ausführungsform wird die Waage 3 somit immer dann für
die Zeitdauer aktiviert, wenn der Taster geschaltet wird, das heißt das Gepäckstück
1 auf den Standfüßen 13 abgestellt wird.
An Stelle einer Batterie 41 kann die Waage 3 eine
Solarzelle zur Stromversorgung der elektronischen Waage 3 aufweisen.
Die Waage 3 weist in diesem Ausführungsbeispiel keine
Arretiereinrichtung 15 auf, da die Piezoelemente 37 sehr verschleißarm
bzw. verschleißfrei sind.
Die Waage 3 kann zwischen zwei Anzeigemodi umschaltbar sein,
so daß die Waage 3 in einem ersten Anzeigemodus das Gesamtgewicht
des Gepäckstücks 1 anzeigt und in einem zweiten Anzeigemodus
das Gewicht der in dem Gepäckstück 1 angeordneten Gegenstände,
das heißt Gesamtgewicht des Gepäckstücks 1 minus Eigengewicht
des Gepäckstücks 1, anzeigt. Das Eigengewicht des Gepäckstücks
1 kann in einem Speicher des Mikroprozessors 39 gespeichert sein.
Unter Bezug auf 6 ist nachfolgend ein
drittes Ausführungsbeispiel des Gepäckstücks 1 mit Waage
3 beschrieben.
Das Gepäckstück 1 weist eine Waage 3 auf,
wie sie zuvor unter Bezug auf das erste Ausführungsbeispiel beschrieben ist,
das heißt mit einer Lastaufnahme 7 und einem freien Gleitende
9, das in einen Handgriff 19 übergeht.
Das Gepäckstück 1 kann an dem Handgriff
19 angehoben werden, um das Gewicht des Gepäckstücks
1 an der Gewichtsausgabe 5 abzulesen.
Wird die Waage 3 nicht benötigt, so kann der Handgriff
19 über eine Halteeinrichtung 11 an dem Gepäckstück
1 festgelegt sein, so daß der Handgriff 19 nicht freibeweglich
ist. Die Halteeinrichtung 19 kann durch einen Schnappverschluss, eine Lasche,
einen Klettverschluss oder dergleichen gebildet sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform dieses Ausführungsbeispiels
ist die Waage 3 in einem Innenraum des Gepäckstücks
1 angeordnet, beispielsweise in einer zusätzlich gebildeten Tasche
des Gepäckstücks 1. Die Waage 3 ist in diesem Fall von
außen nicht erkennbar, so daß diese nicht als störend empfunden werden
kann.
Bei den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen ist das Gepäckstück
1 geschlossen, wenn das Gewicht desselben mit der zugeordneten Waage
3 gemessen wird.
Es kann jedoch vorteilhaft sein, daß Gewicht des Gepäckstücks
1 mit der zugeordneten Waage 3 zu messen, wenn das Gepäckstück
1 geöffnet ist, beispielsweise in dem Fall, in dem das Gepäckstück
1 ein Koffer ist, der für eine Flugreise gepackt wird.
7 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines
Gepäckstücks 1 mit zugeordneter Waage 3 und eine Messung
des Gewichts des Gepäckstücks 1, während dieses geöffnet
ist. Das Gepäckstück 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel
ein Koffer, dessen Deckel 43 geöffnet ist, um beispielsweise Kleidung
in diesen zu legen.
Wie zuvor zu 4 beschrieben, umfaßt
das Gepäckstück 1 Piezoelemente 37, einen Mikroprozessor
39, eine Batterie 41 und eine Anzeige 5, um das Gewicht
des Gepäckstücks 1 zu messen und anzuzeigen.
Die Waage 3 kann durch ein Öffnen und Schließen
des Deckels 43 ein- und ausschaltbar sein.
Das in 7 gezeigte Gepäckstück
1 kann zusätzlich die drei Piezoelemente 37 aufweisen, die
in 4 dargestellt sind, wobei diese dann ebenfalls mit
dem Mikroprozessor 39 (der 7) verbunden sind.
Der Mikroprozessor 39 ist in dieser Variante so eingerichtet, daß
er entweder die Werte von den vier Piezoelementen 37 (7)
oder von den drei Piezoelementen 37 (4) verarbeitet
und zur Anzeige bringt, je nachdem, ob Werte von allen vier Piezoelementen
37 (7) oder allen drei Piezoelementen
37 (4) vorliegen.
Allgemein kann somit jedem Gepäckstück eine erste Waage
und eine zweite Waage zugeordnet sein, wobei die erste Waage das Gewicht des Gepäckstücks
misst, wenn dieses eine erste Stellung einnimmt, beispielsweise liegt (7),
und die zweite Waage das Gewicht des Gepäckstücks misst, wenn dieses eine
zweite Stellung einnimmt, beispielsweise steht (4).
Unter Bezug auf 8 wird nachfolgend ein
fünftes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung beschrieben, dessen
Aufbau im wesentlichen dem unter Bezug auf 4 beschriebenen
Ausführungsbeispiel entspricht, so daß diesbezüglich auf dessen Beschreibung
verwiesen wird.
Im Unterschied zu dem unter Bezug auf 4
beschriebenen Ausführungsbeispiel ist der Mikroprozessor 39 der
8 jedoch mit einem ersten Taster 45 („ANREISE")
und einem zweiten Taster 47 („ABREISE") verbunden, und der Mikroprozessor
39 ist mittels einer Software oder schaltungstechnisch zusätzlich
wie folgt eingerichtet:
Ist das Gepäckstück 1 für den Antritt einer Geschäftsreise
fertig gepackt, so kann das Gewicht des Gepäckstücks 1 gemessen
werden, wie oben unter Bezug auf 4 beschrieben.
Wird das Gewicht des Gepäckstücks 1 von der Waage
3 gemessen und von der Gewichtsausgabe 5 angezeigt, so wird bei
Betätigung des Tasters 45 „ANREISE" dieser Wert in dem Mikroprozessor
39 gespeichert, so daß in diesem das Gewicht des Gepäckstücks
1 bei Antritt der Geschäftsreise gespeichert ist.
Ändert sich das Gewicht des Gepäckstücks
1 durch die Entnahme oder das Hinzufügen von Reiseutensilien aus dem
bzw. in das Gepäckstück 1, so kann der Taster 45 „ANREISE"
bei einem erneuten Wiegen einfach erneut betätigt werden, um den aktuellen
Wert des Gewichts des Gepäckstücks 1 in dem Mikroprozessor
39 zu speichern.
Ist das Gepäckstück 1 am Ende der Geschäftsreise
fertig gepackt für die Rückreise von derselben, so kann das Gewicht des
Gepäckstücks 1 gemessen werden, wie oben unter Bezug auf
4 beschrieben.
Wird das Gewicht des Gepäckstücks 1 von der Waage
3 gemessen und von der Gewichtsausgabe 5 angezeigt, so wird bei
Betätigung des Tasters 47 „ABREISE" dieser Wert in dem Mikroprozessor
39 gespeichert, so daß in diesem das Gewicht des Gepäckstücks
1 bei Rückreise von der Geschäftsreise gespeichert ist.
Ändert sich das Gewicht des Gepäckstücks
1 durch die Entnahme oder das Hinzufügen von Reiseutensilien
aus dem bzw. in das Gepäckstück 1, so kann der Taster
47 „ABREISE" bei einem erneuten Wiegen einfach erneut betätigt
werden, um den aktuellen Wert des Gewichts des Gepäckstücks
1 in dem Mikroprozessor 39 zu speichern.
Werden der Taster 45 „ANREISE" und der Taster
47 „ABREISE" gemeinsam betätigt, so wird die Differenz der
in dem Mikroprozessor 39 gespeicherten Werte des Gewichts des Gepäckstücks
1 bei Antritt der Geschäftsreise und Rückreise von der Geschäftsreise
gebildet (Differenzgewicht = Gewicht bei Antritt der Geschäftsreise –
Gewicht bei Rückreise von der Geschäftsreise), und dieses Differenzgewicht
wird in der Gewichtsausgabe 5 angezeigt.
Das Differenzgewicht ist größer als Null, wenn das Gepäckstück
1 bei der Anreise schwerer als bei der Rückreise ist, und ist kleiner
als Null, wenn das Gepäckstück 1 bei der Rückreise schwerer
als bei der Anreise ist.
Diese Funktion ist für Geschäftsreisende und dergleichen
besonders interessant, da diese häufig die mit demselben Gepäck anreisen
und rückreisen, wodurch in diesem Fall ein Differenzgewicht, das kleiner als
Null ist, anzeigt, daß irgendetwas in dem Gepäckstück 1
fehlt, beispielsweise die Schuhe.
Diese Zusatzfunktion des Gepäckstücks 1 kann auf
vielfältige Weise implementiert sein: In einer Variante des fünften Ausführungsbeispiels
weist das Gepäckstück 1 zusätzlich einen dritten Taster
„Differenzgewicht" auf, bei dessen Betätigung in der Gewichtsausgabe
5 das Differenzgewicht erscheint. In einer anderen Ausführungsform
ist nur ein Taster vorgesehen, der, wenn er einmal betätigt wird, das Gewicht
bei Anreise in dem Mikroprozessor 39 speichert, der, wenn er zweimal betätigt
wird, das Gewicht bei Rückreise in dem Mikroprozessor 39 speichert,
und der, wenn er dreimal betätigt wird, das Differenzgewicht in der Gewichtsausgabe
5 anzeigt. In einer weiteren Ausführungsform ist wiederum nur ein
Taster vorgesehen, der bei Betätigung das Gewicht bei Anreise in dem Mikroprozessor
39 speichert und bei nochmaliger Betätigung das Differenzgewicht zu
dem aktuellen Gewicht des Gepäckstücks 1 in der Gewichtsausgabe
5 anzeigt, so daß das Gewicht bei Rückreise nicht in dem Mikroprozessor
39 gespeichert wird, sondern zu diesem nur direkt das Differenzgewicht
gebildet wird.
Dem Mikroprozessor 39 kann somit auf vielfältige Weise
ein Betätigungsmittel, beispielsweise ein Taster, zugeordnet sein, um das Gewicht
des Gepäckstücks 1 bei Anreise in dem Mikroprozessor
39 zu speichern und das Differenzgewicht zu dem Gewicht bei der Rückreise
in der Gewichtsausgabe 5 anzuzeigen.
Alternativ zu einer Stromversorgung mittels einer Batterie kann dem
Gepäckstück 1 ein Akkumulator oder eine Solarzelle zugeordnet
sein, um die elektronische Waage 3 mit Strom zu versorgen, wobei alternativ
ein Akkumulator mit einer Solarzelle verbunden sein kann, um diesen zu laden.
Die Waagen 3 der oben beschriebenen Ausführungsformen
weisen als Messelement mindestens eine Feder, beispielsweise die Spiralfedern
29 in den 1, 2
und 3, oder mindestens ein Piezoelement, beispielsweise
die Piezoelemente 37 in den 4 und
5, auf. Die Waage 3 kann als Messelement alternativ
jedes geeignete Messelement aufweisen, beispielsweise eine Hydraulikflüssigkeit
oder einen Bimetallstreifen.
- 1
- Gepäckstück
- 3
- Waage
- 5
- Gewichtsausgabe
- 7
- Lastaufnahme
- 9
- freies Gleitende
- 11
- Halteeinrichtung
- 13
- Standfuß
- 15
- Arretiereinrichtung
- 17
- Nullpunkteinstellung
- 19
- Handgriff
- 21
- Öse
- 23
- Markierung
- 25
- Schraube
- 27
- Meßstab
- 29
- Spiralfeder
- 31
- Tragelement
- 33
- Öffnung
- 35
- Stift
- 37
- Piezoelement
- 39
- Mikroprozessor
- 41
- Batterie
- 43
- Deckel
- 45
- erster Taster („ANREISE")
- 47
- zweiter Taster („ABREISE")