Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einleiten von Flüssigmist
in den Erdboden gemäß des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise durch die
GB 1 068 895 bekannt. Diese Vorrichtung
weist lediglich zwei in einem großen Abstand zueinander angeordnete Einscheibenschare
auf. Hierdurch ist nur eine geringe Flächenleistung möglich. Weiterhin
können die Einscheibenschare in ihrer Eindringtiefe in den Boden nicht genau
genug geführt werden.
Durch die EP 0 322 941 B1
ist eine weitere Vorrichtung zum Einleiten von Flüssigmist in den Erdboden
bekannt, wobei die die Furchen in den Boden ziehenden Schare als Doppelscheibenschare
ausgebildet sind und die Flüssigkeitsleitung hinter den Einscheibenscharen
ausmündet. Diese Doppelscheibenschare können ebenfalls nicht ausreichend
genau in ihrer Eindringtiefe in den Boden geführt werden. Darüber hinaus
wird der von den Säscharen jeweils in den Boden gezogene Schlitz oder Furche
nicht wieder verschlossen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Vorrichtung
hinsichtlich Gleichmäßigkeit der Einbringung des Flüssigmistes in
den Boden sowie hinsichtlich des Schließens der von den Scharen geöffneten
Furchen zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass hinter den Einscheibenscharen zumindest eine die Einscheibenschare in ihrer
Eindringtiefe in den Boden führende Bodenwalze angeordnet ist, dass die Bodenwalze
sich über die Breite mehrerer Einscheibenschare erstreckt. Infolge dieser Maßnahme
werden die Einscheibenschare über die Bodenwalze, die gegenüber den Einscheibenscharen
oder dem Rahmen, an dem die Einscheibenschare angeordnet sind verstellt werden kann,
exakt in ihrer Tiefe geführt. Somit wird also die gewünschte Eindringtiefe
der Schare in den Boden zur Einbringung des Flüssigkeitsmistes in der vorgesehenen
Weise eingehalten. Die Einscheibenschare, die in relativ engen Abständen zueinander
angeordnet sind, bringen den Flüssigmist in der gewünschten Weise und
in gleichmäßiger Verteilung in den Boden ein. Außerdem baut die erfindungsgemäße
Vorrichtung durch die entsprechende Zuordnung der Einscheibenschare und Walze zueinander
relativ kurz, so dass sie durch die üblichen Aushebe- und Kuppelvorrichtungen
von Flüssigmist-Tankwagen ausgehoben werden kann.
Damit die Einscheibenschare ausreichend tiefe sowie breite Furchen
zur Einbringung des Flüssigkeitsmistes in den Boden ziehen können, ist
vorgesehen, dass die Einscheibenschare jeweils mit einem Winkel zur Vertikalen und
einem Winkel zur Fahrtrichtung angestellt sind.
Damit sich der an den einzelnen Säscharen entstehende Seitenzug
über die gesamte Breite der Vorrichtung ausgleichen kann, ist vorgesehen, dass
zumindest annähernd die Hälfte der Einscheibenschare entgegengesetzt schräg
zu der zumindest annähernd anderen Hälfte der Einscheibenschar angestellt
sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung
und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen
1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Einleiten
von Flüssigmist in den Erdboden in perspektivischer Darstellung in der Ansicht
schräg von hinten,
2 die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Einleiten
von Flüssigmist in den Boden in der Ansicht von hinten,
3 die Vorrichtung zum Einleiten von Flüssigmist
in den Boden in Seitenansicht und
4 die Vorrichtung zum Einleiten von Flüssigmist
in den Erdboden in der Draufsicht.
Die Vorrichtung zum Einleiten von Flüssigmist weist einen Tragrahmen
1 auf, der aus dem Zentralrahmen 2 und den an diesem mittels Schwenkgelenken
3, deren Gelenkachsen in Fahrtrichtung verlaufen angelenkten Seitenrahmen
4. Der Zentralrahmen 2 weist auf einer Vorderseite Dreipunktkupplungselemente
5 zur Ankupplung an den Dreipunktkraftheber eines vorgeschalteten Flüssigmisttankwagens
auf. Die Seitenrahmen 4 sind mittels zwischen dem Seitenrahmen
4 und dem Zentralrahmen 2 angeordneten Hydraulikzylindern
6 um die Gelenkachsen in eine senkrechte Transportstellung aus der dargestellten
Arbeitsstellung einschwenkbar.
An den Seitenrahmen 4 sind auf dessen Vorderseite jeweils
ein Tragbalken 7 mit daran angeordneten Einscheibenscharen 8 angeordnet.
Die Einscheibenschare 8 sind an einzelnen Armen 9 drehbar gelagert.
Diese Arme 9 sind mittels einer Gummilagerung 10 am Tragbalken
7 befestigt, so dass sie aufgrund ihrer Gummilagerung 10 und den
daraus resultierenden Federeigenschaften im begrenzten Umfang um eine quer zur Fahrtrichtung
verlaufende Achse schwenken sowie beim Auftreffen auf größeren Hindernissen
auch seitlich ausweichen können. Die Einscheibenschare 8 sind jeweils
mit einem Winkel zur vertikalen und einem Winkel zur Fahrtrichtung angestellt. Die
Einscheibenschare 8 an dem einen Tragbalken 7 sind entgegengesetzt
schräg zu der an dem anderen Tragbalken 7 des anderen
Seitenrahmens 4 angestellt, so dass die Hälfte der Einscheibenschare
8 entgegengesetzt schräg zu der anderen Hälfte der Einscheibenschare
8 angestellt sind. Den Einscheibenscharen 8 ist eine Flüssigkeitsleitung
11 zugeordnet, die gleichzeitig als Halterung 12 der Flüssigkeitsleitung
11 am Schar 8 ausgebildet ist. In diese Flüssigkeitshalterung
12 am Schar 8 münden die von dem Verteiler des Flüssigmisttankwagens
abgehenden Flüssigkeitsleitungen 11, so dass von dem Flüssigmisttank
des Tankwagens über den Flüssigmistverteiler der Flüssigmist den
Einscheibenscharen 8 zugeleitet wird.
Im hinteren Bereich der Seitenrahmen 4 sind hinter den Einscheibenscharen
8 zwei Walzen 13 angeordnet, die Walzen 13 weisen die
gleiche Breite wie die Arbeitsbreiten der an jedem Tragbalken 7 einer Seite
angeordneten Einscheibenschare 8 zum Einbringen des Flüssigkeitsmistes
in den Boden auf. Jede Walze 13 ist mittels eines Einstellelementes
14 gegenüber dem Seitenrahmen 4 und den Einscheibenscharen
8 verstellbar, so dass die Eindringtiefe der Einscheibenschare
8 in den Boden einstellbar ist. Die Eindringtiefe der Einscheibenschare
8 wird durch die Walze 13 bestimmt. Die Bodenwalze 13
führt somit die Einscheibenschare 8 in ihrer Eindringtiefe in den
Boden. Die Bodenwalze 8 erstreckt sich über die Breite mehrerer Einscheibenschare
8. Die Einscheibenschare 8 sind in einer einzigen sich quer zur
Fahrtrichtung erstreckenden Querreihe angeordnet.