Die vorliegende Erfindung betrifft ein Haltesystem zum Aufhängen
von Kleidungsstücken oder anderen Gegenständen, insbesondere zum Zwecke
der Trocknung.
Es sind bereits vielfältige Haltesysteme bekannt. Das Dokument
EP 1 234 068 B1 zeigt z.B. ein Haltesystem
mit Wäscheklammern, und es sind Haltesysteme mit Wäscheleinen und Wäscheklammern
bzw. Wäscheständern mit Trockenstäben bekannt.
Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, ein neues Haltesystem bereitzustellen.
Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand des Anspruchs 1.
Die in das Haltesystem integrierten Halteclips haben den Vorteil, dass sie nicht
verloren gehen können, wie das bei Wäscheklammern häufig vorkommt.
Außerdem sind sie leicht zu bedienen, es ist vor allem auch eine einhändige
Bedienung möglich, wie sie z.B. bei behinderten Menschen oder Eltern mit dem
Kind auf einem Arm erforderlich ist.
Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den im Folgenden beschriebenen und in den Zeichnungen dargestellten,
in keiner Weise als Einschränkung der Erfindung zu verstehenden Ausführungsbeispielen,
sowie aus den Unteransprüchen. Es zeigt:
1 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Haltesystems als Teilausschnitt,
2 einen Querschnitt durch eine Schiene mit einem geöffneten
Halteclip,
3 einen Querschnitt durch die Schiene aus
2 mit einem geschlossenen Halteclip und einem aufgehängten
Kleidungsstück, und
4 einen Längsschnitt entlang einer Schiene mit
einem geöffneten Halteclip mit ungebogenen Armen (durchgezogene Linien) und
einem geschlossenen Halteclip mit gebogenen Armen (gestrichelte Linien).
1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Haltesystems
22 in einem Gestell 20, zum Beispiel als Wäscheständer
20. Der Wäscheständer 20 hat Schienen 2 und
geschlossenen und geöffneten Halteclips 1 zum Aufhängen von Kleidungsstücken
15 oder anderen Gegenständen.
Die Halteclips 1 ermöglichen ein Einklemmen der Kleidungsstücke
15 durch Einführen der Kleidungsstücke 15 in den Halteclip
1 und Hochdrücken des Halteclips 1 in Richtung der Schiene
2 und anschließend ein Freigeben der Kleidungsstücke
15 durch Zug des Halteclips 1 bzw. Kleidungsstücks
15 nach unten, wie dies bei 2 und
3 näher beschrieben ist.
Das Haltesystem 22 ermöglicht durch die integrierten
Halteclips 1 eine Bedienung (Aufhängen und Abhängen von Kleidungsstücken
oder anderen Gegenständen) mit einer Hand, da nicht das Halten des Wäschestücks
an die Wäscheleine oder die Wäschestäbe mit der einen und die Anbringung
der Wäscheklammern mit der anderen Hand notwendig ist.
Eine bevorzugte Ausführungsvariante sieht vor, dass die Halteclips
1 in einem festen Abstand von zum Beispiel 10 cm in den Schienen
2 gelagert sind, um eine gute Platzausnutzung beim Aufhängen von relativ
kleinen Kleidungsstücken oder anderen Gegenständen, wie zum Beispiel bei
Socken zu ermöglichen.
Eine weitere Ausführungsvariante sieht vor, dass die Halteclips
1 in den Schienen 2 horizontal frei verschiebbar sein können,
so dass die Halteclips 1 auf die Größe der zu trocknenden Kleidungsstücke
oder anderen Gegenstände 15 angepasst werden können.
Eine bevorzugte konstruktive Lösung sieht vor, dass die Schienen
2 in einem festen Abstand zu einander parallel horizontal in dem Gestell
20 gelagert sind. Der Abstand der Schienen 2 zueinander sollte
ausreichend bemessen sein, damit die Bedienungspersonen die Kleidungsstücke
oder anderen Gegenstände 15 mit den Händen auf- und abhängen
können.
Eine bevorzugte konstruktive Lösung der Anbringung der Schienen
2 in ein Gestell 20 sieht vor, dass die in der Gebrauchslage horizontal
gelagerten Schienen 2 parallel angeordnet und an ihren Enden mit Querstreben
24 so verbunden sind, dass diese Konstruktion als Rahmen dient und nur
noch Standbeine 26 oder Befestigungen an Wänden oder Decken für
das gebrauchsfähige Gestell 20 vorzusehen sind. Die Standbeine
26 oder Befestigungen an Wänden oder Decken sind bevorzugt mit den
Querstreben 24 durch Gelenke verbunden, wie es bei Gestellen aus dem Stand
der Technik bekannt ist, beispielsweise aus der EP
0 922 131 B1. So ist ein Zusammenklappen zur Überführung in eine
Transport- oder Lagerstellung des Gestells 20 möglich. Die Schienen
2, die Querstreben 24 wie auch die Standbeine 26 oder
Befestigungen an Wänden oder Decken können aus Kunststoff oder aus beschichteten
Metallen hergestellt sein.
Eine weitere bevorzugte konstruktive Lösung der Anbringung der
Schienen 2 sieht vor, die Schienen selbst beispielsweise im mittleren Bereich
durch ein Gelenk klappbar auszugestalten, so dass eine zusätzliche
flexiblere Transport- und Lagerstellung der Gestelle 20 ermöglicht
wird.
Eine weitere bevorzugte konstruktive Lösung der Anbringung der
Schienen 2 in ein Gestell 20 sieht vor, dass die Schienen
2 zum Zwecke der besseren Bedienung oder der Kapazitätserhöhung
an ihren Enden beweglich mit den Querstreben 24 verbunden sind. Dabei kann
ein zusätzliches Bedienelement an den Querstreben die Erreichung der optimalen
Positionen der Schienen zueinander und im Gestell das Auf- beziehungsweise Abhängen
von Kleidungsstücken oder anderen Gegenständen 15 erleichtern.
Eine weitere konstruktive Lösung der Anbringung der Schienen
2 in ein Gestell 20 sieht vor, dass die Schienen 2 zum
Zwecke der besseren Bedienung schwenkbar gelagert sind, so dass das Auf- beziehungsweise
Abhängen von Kleidungsstücken oder anderen Gegenständen
15 nicht nur von unten, sondern von seitlich oder oben ermöglicht
werden kann.
Das erfindungsgemäße Haltesystem kann in vielen aus dem
Stand der Technik bekannten Gestellen 20 eingebunden werden, die selbstständig
auf ein oder mehreren Standbeinen stehen und/oder an Wänden oder Decken befestigt
werden, wie Wäscheständer, Wäschespinnen oder Wäschehalter.
2 zeigt einen Halteclip 1 in einer Schiene
2 in einer geöffneten Stellung, und 3
zeigt den Halteclip 1 in der Schiene 2 in geschlossener Stellung
mit einem in dem Halteclip 1 gehaltenen Kleidungsstück 15.
Der Halteclip 1 ist in der Schiene 2 gelagert und
hat zwei Schenkel bzw. Schenkelteile 6. In der geöffneten Stellung
haben die Schenkel eine V-Form und ragen aus der Schiene 2 bzw. einer Schienenöffnung
11 heraus. Beim Einführen des Kleidungsstücks 15 in
den Halteclip 1 bzw. zwischen die Schenkel 6 wird der Halteclip
1 gleichzeitig durch manuellen Druck in Richtung der Schiene
2 weiter in die Schiene 2 hinein geschoben. Dabei schließen
sich die herausragenden Schenkel 6 des Halteclips 1 und halten
das Kleidungsstück 15 fest.
Der Druck der zum Festhalten der Kleidungsstücke oder anderer
Gegenstände 15 benötigt wird, wird durch die Größe
der Schenkel 6 des Halteclips 1 und der Schienenöffnung
11, durch die Lage zueinander, durch die Materialien und durch die Oberfläche
in den Berührungsbereichen zwischen der Schiene 2 und dem Halteclip
1 bestimmt. Es können Kunststoffe wie auch metallische Materialien
und Kombinationen daraus zum Einsatz kommen.
Bevorzugt sind die Halteflächen 8 an den Innenschenkeln
6 der Halteclips 1 wellen- oder zackenförmige oder haben
raue Oberflächen, um das Festhaften der Kleidungsstücke oder anderer Gegenstände
15 in der Zeit der Trocknung oder Lagerung zu unterstützen.
Bevorzugt weisen die Halteclips an den Schenkelinnenseiten
6 gegeneinander gerichtete Begrenzungen 7 auf, die zum Einen ein
Verdrehen der Halteclips 1 und zum Anderen ein eventuell zu starkes Einschieben
der Kleidungsstücke oder anderer Gegenstände 15 in die Halteclips
1 und damit in die Schienen 2 verhindern sollen.
Eine bevorzugte konstruktive Lösung der Halteclips
1 und Schienen 2 sieht vor, dass die Halteclips 1 im
Verbindungsbereich zwischen den Armen 5 und Schenkeln 6 ein- oder
beidseitig Führungsnuten 16 und die Schienen 2 an entsprechenden
Stellen Führungsfedern 18 aufweisen, die das senkrechte Ein- und Ausschieben
der Halteclips 1 in die Schienen 2 gewährleisten.
Eine bevorzugte konstruktive Lösung der Halteclips
1 sieht vor, dass die Halteclips 1 an den vorderen Außenflächen
3 und mittleren Außenflächen 9 für die manuelle
Bedienung geeignete rutschsichere und die Gleitflächen 10 zum leichten
Ein- und Ausschieben der Halteclip 1 gleitende Oberflächen aufweisen.
Nach der Trocknung oder vorübergehenden Lagerung können
die Kleidungsstücke oder anderen Gegenstände 15 in der Weise
entfernt werden, indem die Halteclips 1 teilweise aus den Schienen
2 herausgezogen werden, wobei sich die Schenkel 6 der Halteclips
1 öffnen und die Kleidungsstücke oder anderen Gegenstände
15 wieder freigeben.
Eine bevorzugte konstruktive Lösung der Halteclips
1 sieht vor, dass beim Einschieben in die Schienen 2 an den Halteclips
1 eine Vorspannung durch Spreizung an den innerhalb der Schienen liegenden
Schenkelteilen 6 erzeugt wird. Diese sorgt einerseits dafür, dass
die zu haltenden Kleidungsstücke oder anderen Gegenstände 15
gleichmäßig auf der gesamten Haltefläche 8 gehalten werden.
Andererseits, dass durch die Vorspannung beim Herausziehen der Halteclips
1 ein Vortrieb entsteht. Diese Lösung lässt sich vorzugsweise
durch dauerhaft elastische/biegbare Kunststoffe und/oder Metalle erzeugen.
Eine bevorzugte konstruktive Lösung der Befestigung der Halteclips
1 in den Schienen sieht vor, dass die Halteclips 1 in die zur
Montage geöffneten schmalen Stirnflächen der Schienen 2 eingebracht
werden und die Schienen 2 daraufhin mit einer Art Schnappmechanismus verschlossen
werden.
4 zeigt eine bevorzugte konstruktive Lösung,
bei der die Halteclips 1 zur Unterstützung des Vortriebs der Halteclips
1 beim Herausziehen über in den Schienen 2 gelagerte Arme
5 verfügen, die die eingeschobenen Halteclips 1 festhalten
und beim Herausziehen der Halteclips 1 einen zusätzlichen Vortrieb
bewirken. Die konstruktive Lösung der Arme 5 kann ebenfalls mittels
dauerhaft elastischer/biegbarer Kunststoffe und/oder Metalle verwirklicht werden,
und auch dadurch, dass die Halteclips 1 mit den Armen 5 in einem
Stück hergestellt werden.
Bevorzugt sind die Enden der Arme 5 mit Stoppern
14 und in den Schienen 2 gelagerten Anschlagrollen 12
ausgestattet, um ein Blockieren der geschlossenen Halteclips 1 in den Schienen
2 zu vermeiden. Des Weiteren können an den Armen 5 angebrachte
Stabilisatoren 13 das senkrechte Einschieben der Halteclip 1 unterstützen.
Dabei dient die obere Schieneninnenfläche 4 als zusätzliche Anschlagsfläche.
Naturgemäß sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung vielfache
Modifikationen möglich.
So wird in einer bevorzugten Ausführungsform des Haltesystems
eine Auslösevorrichtung vorgesehen, die es ermöglicht, mehrere oder alle
Halteclips 1 auf einmal zu öffnen.
- 1
- Halteclip
- 2
- Schiene
- 3
- vordere Außenflächen
- 4
- obere Schieneninnenflächen
- 5
- Arme
- 6
- Schenkelteile
- 7
- Begrenzungen
- 8
- Halteflächen
- 9
- mittleren Außenflächen
- 10
- Gleitflächen
- 11
- Schienenöffnungen
- 12
- Vorspanner
- 13
- Stabilisatoren
- 14
- Stopper
- 15
- Kleidungsstücke oder andere Gegenstände
- 16
- Führungsnuten
- 18
- Führungsfedern
- 20
- Gestell
- 22
- Haltesystem
- 24
- Querstreben
- 26
- Standbeine