Die Erfindung betrifft einen Teller zum Kühlen von Speisen oder
Getränken, der aus mindestens einem wasserfesten und mit Flüssigkeit befüllbaren
Hohlkörper (1) aus dem Material Ton besteht, und eine Ebene (2)
aufweist, die so ausgebildet ist, das auf ihr Speisen und Getränke abgestellt
werden können.
Gerade im Sommer ist es nicht so einfach, Speisen und Getränke
bei Veranstaltungen oder Partys im Freien kühl zu halten und zu servieren.
Meist stehen die Speisen und Getränke in der Sonne, werden erhitzt und sind
mithin nicht mehr genießbar. Bestehende mobile Kühlsysteme wie bspw. der
Sektkübel dienen lediglich der Aufbewahrung von Flaschen bieten aber keine
Kühlfläche.
Die Erfinderaufgabe bestand demnach darin, einen Teller zu entwickeln,
auf dem Speisen und Getränke über einen längeren Zeitraum gekühlt
aufbewahrt und serviert werden können.
Das der Erfindung zugrunde liegende Kühlverfahren basiert auf
der Verdunstung von Wasser. Durch die poröse Struktur des Tons diffundiert
immer etwas Wasser durch den Hohlkörper (1), wo es aufgrund der vergrößerten
Oberfläche schnell verdunstet und dadurch die Ebene (2) kühlt.
Da dieses sehr einfache Verfahren ohne Zufuhr von Energie und ohne
besonderen technischen Aufwand möglich ist, bietet es gegenüber bestehenden
Verfahren zur Kühlung von Getränken und Speisen, wie bspw. einem Kühlschrank,
einen großen Vorteil. Aufgrund des fehlenden Energieaufwands ist es sofort
und überall einsetzbar. Es kann zudem wiederverwendet werden, ohne die kühlende
Wirkung zu verlieren. Es ist ideal für Partys im Freien geeignet, da allein
ausreichend kaltes Wasser ist.
Die Speisen und Getränke auf dem Teller bleiben frisch und schmackhaft.
Ein Transportieren und Wiederaufladen von sogenannten Kälteakkus entfällt.
Zweckmäßig besitzt der Teller einen Hohlkörper (1)
aus Ton, der mit Flüssigkeit gefüllt werden kann. Dieser Hohlkörper
(1) ist mit einer Verschlussvorrichtung (3) zum Einfüllen
der Flüssigkeit versehen, die sich vorzugsweise an seiner Unterseite befindet.
Die Ausgestaltungsformen des Tellers sind vielfältig.
Der Teller kann so beschaffen sein, dass Hohlkörper (1)
und Ebene (2) unterschiedliche Materialien aufweisen.
Hohlkörper (1) und Ebene (2) können derart
miteinander verbunden sein, dass sie voneinander getrennt werden und auf dem Hohlkörper
Ebenen (2) unterschiedlicher Form und/oder Größe aufgebracht
werden können.
Der Teller kann in unterschiedlichen Formen und Größen hergestellt
werden. In einer Ausführungsform kann die Ebene (2) eine runde Abstellfläche
aufweisen, so dass sich der Teller zum Beispiel als Kuchenplatte verwenden lässt.
Ferner kann der Teller vorzugsweise einen hochgestellten Rand (4)
aufweisen, so dass Speisen und Getränke beim Transport nicht vom Teller rutschen
können.
Um zu gewährleisten, dass die auf dem Teller abgestellten Speisen
und Getränke nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, kann der
Teller vorzugsweise mit einer Vorrichtung (5) versehen sein, an der ein
Schirm (6) angebracht werden kann.
Die Zeichnungen veranschaulichen ein Ausführungsbespiel, und
zwar zeigt
1 eine Draufsicht und
2 einen Schnitt des Tellers.