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Dokumentenidentifikation DE102006020976A1 08.11.2007
Titel Bekleidung zur Körperenthaarung
Anmelder Karacaoglan, Ismail, 50823 Köln, DE
Erfinder Karacaoglan, Ismail, 50823 Köln, DE
Vertreter Limbeck, A., Dr., Rechtsanw., 53902 Bad Münstereifel
DE-Anmeldedatum 05.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006020976
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse A45D 26/00(2006.01)A, F, I, 20060505, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A41B 9/00(2006.01)A, L, I, 20060505, B, H, DE   A41B 11/00(2006.01)A, L, I, 20060505, B, H, DE   A41D 1/00(2006.01)A, L, I, 20060505, B, H, DE   A61M 35/00(2006.01)A, L, I, 20060505, B, H, DE   A61M 37/00(2006.01)A, L, I, 20060505, B, H, DE   A61K 8/64(2006.01)A, L, I, 20060505, B, H, DE   A61K 8/46(2006.01)A, L, I, 20060505, B, H, DE   A61Q 9/00(2006.01)A, L, I, 20060505, B, H, DE   
Zusammenfassung Bekleidung zur Enthaarung der Körperpartien von Menschen, bestehend aus einem oder mehreren Bekleidungsstücken, vorzugsweise zum direkten Tragen auf der Haut, dessen Stoffe mit einem Mittel zur Körperenthaarung versehen bzw. beschichtet sind und bewirken, dass die Haare und/oder Haarwurzeln unterhalb der Bekleidungsstücke während ihres Tragens von der Haut gelöst werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Bekleidung zur Enthaarung der Körperpartien von Menschen bestehend aus einem oder mehreren Bekleidungsstücken, vorzugsweise zum direkten Tragen auf der Haut, dessen Stoffe mit einem Mittel zur Körperenthaarung versehen bzw. beschichtet sind und bewirken, dass die Haare und/oder Haarwurzeln unterhalb der Bekleidungsstücke während ihres Tragens von der Haut gelöst werden.

Es gibt bereits zahlreiche Methoden zur Körperenthaarung:

Das Rasieren mit Schaum und Klinge oder Elektrorasierer gilt derzeit als einfachste, schnellste und preiswerteste Methode zur Haarentfernung und ist für jede Körperpartie geeignet. Rasieren kann jedoch zu juckenden Pusteln und eingewachsenen Härchen führen. Weiterhin bestehen die Nachteile beim Rasieren darin, dass Haarstoppeln schnell nachwachsen. Zudem kommt es oft zu Kratzspuren auf der Haut durch Verletzungen. Ferner ist eine Ganzkörperrasur mittels Rasieren mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden und die Rasur von Körperteilen, die nur schwer zugänglich sind, wie bspw. dem Rücken, können in der Regel nicht eigenhändig vorgenommen werden.

Elektroepilation wird von speziell ausgebildeten Kosmetikerinnen angeboten. Jedes Haar wird einzeln und in mehreren Sitzungen behandelt. Einige Ärzte bieten die Photo-Derm-Behandlung (Lichtblitze). Es kann großflächiger verfahren werden. Muss aber ebenfalls wiederholt werden. Neben dem besonders hohen Zeitaufwand, die diesem Verfahren anhaftet, ist es außerdem teuer und nicht ohne Nebenwirkungen.

Ferner werden auch unterschiedliche Mittel zur Enthaarung verwendet. Diese bestehen aus chemischen Stoffen, die das Haar im Schaft lösen. Es wächst weicher und langsamer nach als bei der Rasur. Je nach Haarwuchs hält die Behandlung bis zu zehn Tage vor. Bei der Anwendung werden die Mittel großflächig auf die Haut aufgetragen, zirka zehn Minuten wirken gelassen und schließlich abgespült. Kaltwachsstreifen und Warmwachs werden zunächst erhitzt und dann aufgetragen. Sie entfernen gründlich und nachhaltig die Körperbehaarung für etwa drei Wochen. An stark behaarten Zonen ist die Behandlung aber nicht schmerzfrei und zudem sehr zeitaufwendig. Kosmetikerinnen entfernen perfekter, dauerhafter mit Heißwachs. Bei allen Methoden muss die Haut mit After-Shave-Lotion und Creme nachbehandelt werden.

Die Erfinderaufgabe bestand darin, die bestehenden Nachteile auszuräumen und trotzdem zu gewährleisten, dass eine vollständige, schmerzfreie und ohne Nebenwirkungen belastete Körperenthaarung durchgeführt werden kann, die zudem mit nur einem geringen Zeitaufwand verbunden ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit Bekleidungsstücken gelöst, dessen Stoffe mit einem Mittel zur Körperenthaarung versehen bzw. beschichtet sind. Während des Tragens eines oder mehrerer dieser Bekleidungsstücke werden durch die eingesetzten Mittel entweder die Haare und/oder die Haarwurzeln von der Haut gelöst.

Vorzugsweise werden die gelösten Haare absolut schmerzfrei mit dem Ausziehen der Bekleidung entfernt.

Das einzusetzende Mittel beinhaltet vorzugsweise natürliche Inhaltstoffe, die es ermöglichen, die Haare oder Haarwurzeln während des Tragens der Bekleidungsstücke zu entfernen. Solche Mittel sind bereits im erfolgreichen Einsatz. Sie enthalten Zucker, Zitronensäure, Wasser und Sonnenblumenöl. Der Vorteil dieser Mittel liegt darin, dass sie vollständig ökologisch abbaubar, wasserlöslich, unparfümiert und ohne chemische Zusätze hergestellt worden sind.

Bei dem einzusetzenden Mittel kann es sich ferner auch um eine Enthaarungscreme handeln, welche Keratin als Wirkstoff enthält. Dieses Mittel bewirkt, dass die Haare unter der Hautoberfläche direkt an der Wurzel aufgelöst werden.

Als Mittelbestandteil kann ferner Thioglycolat eingesetzt werden. Dies bewirkt, dass die Haarbasis erweicht wird. Damit der Geruch des dabei entstehenden Schwefelwasserstoffs nicht zu aufdringlich wird, können vorzugsweise Parfümöle zugesetzt werden.

Um Hautreizungen und allergischen Reaktionen vorzubeugen, kommen die eingesetzten Mittel vorzugsweise in einer sehr geringen Dosis zur Anwendung, so dass die Haare nicht innerhalb einer kurzen Zeitspanne von ca. 10–15 Minuten entfernt werden, sondern über einen Zeitraum von mehreren Stunden.

Bei den Bekleidungsstücken der hier betrachteten Art handelt es sich im Wesentlichen um Unterwäsche bzw. Strumpfwaren, die in direktem Kontakt mit der Haut stehen.

Besonders hohe Anforderungen werden hinsichtlich des Tragekomforts gestellt, da die Bekleidungsstücke ständig in direktem Kontakt mit der Haut des Menschen stehen. Die zur Herstellung der Bekleidungsstücke verwendeten Materialien bestehen daher vorzugsweise aus angenehm anzufühlenden Materialien.


Anspruch[de]
Bekleidung zur Enthaarung der Körperpartien von Menschen, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem oder mehreren Bekleidungsstücken vorzugsweise zum direkten Tragen auf der Haut besteht, dessen Stoffe mit einem Mittel zur Körperenthaarung versehen bzw. beschichtet sind und bewirken, dass die Haare und/oder Haarwurzeln unterhalb der Bekleidungsstücke während ihres Tragens von der Haut gelöst werden. Bekleidung zur Enthaarung der Körperpartien von Menschen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gelösten Haare vorzugsweise mit dem Ausziehen der Bekleidung entfernt werden. Bekleidung zur Enthaarung der Körperpartien von Menschen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das einzusetzende Mittel vorzugsweise natürliche Inhaltstoffe beinhaltet, die es ermöglichen, die Haare oder Haarwurzeln während des Tragens der Bekleidungsstücke zu entfernen. Bekleidung zur Enthaarung der Körperpartien von Menschen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem einzusetzenden Mittel um eine Enthaarungscreme handeln, welche Keratin als Wirkstoff enthält. Bekleidung zur Enthaarung der Körperpartien von Menschen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittelbestandteil Thioglycolat eingesetzt wird. Bekleidung zur Enthaarung der Körperpartien von Menschen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem eingesetzten Mittel vorzugsweise Parfümöle zugesetzt werden. Bekleidung zur Enthaarung der Körperpartien von Menschen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eingesetzten Mittel vorzugsweise in einer sehr geringen Dosis zur Anwendung kommen. Bekleidung zur Enthaarung der Körperpartien von Menschen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Herstellung der Bekleidungsstücke verwendeten Materialien vorzugsweise aus angenehm anzufühlenden Materialien bestehen.






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