Bei vielen Gelegenheiten des täglichen Lebens ist die Mitnahme
von gedruckten Informationen üblich oder auch wichtig. Hierunter zählen
bspw. Produktbeschreibungen in Datenblattformat, umfassendes Prospektmaterial oder
Geschäftskarten/Visitenkarten, Fahrpläne für Verkehrsteilnehmer und
weitere digitale sowie multimediale Informationen.
Beim Besuch eines Hotels oder Restaurants kann der Besucher bei Gefallen
detaillierte Informationen mitnehmen um diese z.B. als Empfehlung an Freunde oder
Geschäftspartner problemlos und ohne Aufwand weitergeben. Auf Messen und Ausstellungen
werden vom Messeplan und Ausstellerverzeichnis bis hin zu unübersehbare Mengen
von Prospektmaterialien an die Besucher verteilt. Infostände von Verkehrsträgern
wie Bahn und Fluggesellschaften, verteilen Pläne für ihre Start und Bewegungsdaten.
Nur um einige Beispiele zu nennen.
Die Menge von gedrucktem Infomaterial steigert sich beim Empfänger
u. U. sowohl zu belastendem Volumen als auch Gewicht und lässt sich nur eingeschränkt
replizieren bzw. auszugsweise bearbeiten, aufbereiten oder archivieren.
Andererseits können moderne tragbare Kommunikationsgeräte
wie z.B. Mobilfunkgeräte Signale empfangen, die von Infrarot – oder
Funksendern für den Nahbereich abgegeben werden. Empfangene Daten können
dann, wie bei den Personalcomputern bekannt, bequem über Suchfunktionen gezielt
aufgerufen und bei Bedarf individuell vervielfältigt werden.
Es wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, ein elektronisches
Gerät zu verwenden, das einen oder mehrere Sender mit unterschiedlichen Übertragungsverfahren
enthält die im Nahbereich wirken, um die "papierene" Informationsübermittlung
durch ein "masseloses" Übertragungsverfahren zu ersetzen.
Dieses Gerät sendet erfindungsgemäß die relevanten
Daten an den Empfänger, der in seine Nähe kommt, automatisch oder auf
Anforderung. Es ist daher vorteilhaft, das Gerät nicht nur mit einem Sendeverfahren
wirken zu lassen – z.B. mit Infrarotsendern – sondern auch mit einem
gebräuchlichen Funksender, abgestimmt für den Nahbereich – wie
z.B. Bluetooth – , denn eine Vorhersage über den verwendeten Empfänger
der Nachricht ist nur möglich, wenn dieser sich bei aktiviertem Bluetooth-Empfang
dem Sender nähert oder in direkter IR-Ausrichtung zum Sendegerät befindet.
Damit die Sender nicht im Dauerbetrieb arbeiten müssen, ist erfindungsgemäß
vorgesehen, die Ein- und Ausschaltung des Senders/Empfängers mittels Näherungssensor
vorzunehmen bzw. über den Kennungsempfang eines sich nähernden Gerätes
zu aktivieren.
Das Gerät kann erfindungsgemäß den zu sendenden Informationsinhalt
sowohl über Kabel als auch über Funk von elektronischen Speichereinheiten
erhalten, oder aber die elektronischen Speicher fest oder wechselbar beinhalten.
Damit auf die neue Möglichkeit der Übertragung von Informationen
"ohne Volumen und Gewicht aufmerksam gemacht werden kann, ist erfindungsgemäß
auch vorgesehen, dass in einem größeren Umkreis, als für den Datenempfang
erforderlich, optische oder akustische Signale – von einem Näherungssensor
initiiert – eingeschaltet werden können.
Letztlich bietet ein Ablagefach im Gerät auch solchen Personen,
die keinen geeigneten Empfänger zur Hand haben, die wichtigsten zu übermittelnden
Informationen in Form von bedruckten Karten oder Blättern an.
Damit der Speicher des empfangenden Gerätes, wie z.B. ein Pocket-PC
oder ein PDA nicht überlastet wird, besteht erfindungsgemäß durch
Anwählen z.B. einer Internet-Adresse mit Hilfe der Eingabeeinheit an das Sendegerät
die Möglichkeit, die gewünschten Daten direkt an die Emailadresse des
Interessenten zu befördern. Die Eingabeenheit kann auch dazu genutzt werden,
eine Auswahl von Informationen über Codenummern zu gestatten, denen Informationen
zugeordnet sind, sowie über Codeeingabe einen autorisierten Empfang zu ermöglichen.
Ein abschirmender Käfig, in welchen das Empfangsgerät während
der Datenübertragung gehalten werden kann, schützt erfindungsgemäß
gegebenenfalls vor Störungen anderer Informationsteilnehmer.
Ein codegesteuertes Empfangsgerät, ausschließlich für
den Empfang und die Speicherung der vom Sendegerät gesendeten Daten konzipiert,
kann als Organisationsmittel bei Messen und Ausstellungen an interessierte Besucher
ausgeliehen werden.
Schutzmaßnahmen gegen Entwendung von Geräten und deren Informationsmitteln
sind notwendiges Zubehör, wie Fixierung am Standort und codierte Schnittstellen.
Zeichnungen
1+2 stellt eine Version
in säulenförmiger Ausführung (1) dar, die bei (2)
mit einer Reihe von Infrarot Sendedioden ausgestattet ist. (3) ist die
Funkeinheit für den Funksender, (4) die Schnittstelle für die
Übermittlung von Betriebsdaten und (5) eine bedruckte Karte, die in
dem Ablagefach (6) zur Mitnahme bereitsteht.
Der Anschluss des Kopfhörers erfolgt über den Stecker (8),
der auch das Kabel für den Kopfhörer aufweist, und die Buchse (8a)
von unten in die Elektronikbaugruppe. Wahlweise kann die Vielfachbuchse (11)
die Kontakte des Vielfachsteckers (5) übernehmen.
(8) und (9) sind Tasten und Schalter, die zur Einstellung
der Funktionen und Betriebsdaten dienen. (7) ist ein Näherungssensor
und mit (10) wird angedeutet, wie ein optisch wirksames Schild oder Display
bei Annäherung auf das Gerät aufmerksam machen kann.
Mit (11) ist ein eingebauter Beschleunigungssensor angedeutet,
und (12) demonstriert beispielhaft, wie in eine Öffnung der Außenwand
des Gehäuses ein standortsicherndes Teil eingreifen kann.
3 zeigt beispielhaft eine weitere Ausführungsversion
(1), bei der zusätzlich zu 1 eine Eingabeeinheit
(Tastatur) (13) und eine Abschirmkammer (14) eingearbeitet sind,
bei der auf ihrem Boden die Sendeantennen (2) und (3) parallel
zu den äußeren Sendeantennen (2a) und (3a) angeordnet
sind. Alle übrigen bezifferten Teile entsprechen denen der 1.
4 übermittelt eine Vorstellung von einem zusätzlichen
Empfangsgerät (15), das außer den Empfangsantennen für Infrarot
(18) und Funk (19), eine USB-/Firewireschnittstelle (16),
eine Tastatur (21) auch Funktionstasten (20) enthält. Ein
Speicherstick (17) deutet an, wie der Wechsel des Informationsinhaltes
auch mechatronisch gestaltet werden kann. Ein Beispiel für eine Minimallösung
zur Datenübermittlung im Zusammenwirken mit dem Sendegerät.