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Dokumentenidentifikation DE102006034082A1 08.11.2007
Titel Bremsvorrichtung für Inlineskates
Anmelder Wahnsiedler, Roland, 71067 Sindelfingen, DE
Erfinder Wahnsiedler, Roland, 71067 Sindelfingen, DE
Vertreter Mammel und Maser, Patentanwälte, 71065 Sindelfingen
DE-Anmeldedatum 20.07.2006
DE-Aktenzeichen 102006034082
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse A63C 17/14(2006.01)A, F, I, 20060720, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung für Inlineskatingschuhe mit einem an dem Schuh (11) angeordneten, mehrere Laufrollen (13) aufnehmenden Rahmen (12), welche zumindest eine Bremsplatte (22) aufweist, die mit einem Umlenkmechanismus (35) durch eine Zugbewegung eines Seilzuges (25) betätigbar ist, und die Bremsplatte (22) im Wesentlichen horizontal von oben auf zumindest zwei Laufrollen (13) zu bewegbar ist, so dass die Bremsplatte (22) an den zumindest zwei Laufrollen (13) angreift, wobei der Umlenkmechanismus (35) jeweils seitlich am Rahmen (12) einen Führungsabschnitt (34) aufweist, der einen Seilzugabschnitt (33) des Seilzuges (25) führt, so dass ein Seilzugabschnitt (31) zwischen einem linken und rechten Führungsabschnitt (34) quer zur Längserstreckung der Bremsplatte (22) geführt ist und an der Bremsplatte (22) angreift oder jeweils ein Seilzugabschnitt (31) an der Bremsplatte (22) angreift.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung für Inlineskates.

Bei Inlineskates sind Bremsen bekannt, welche sich hinter einer der letzten Laufrolle befinden und durch einen gummiförmigen Bremsklotz ausgebildet sind. Um eine Bremsung durchzuführen, ist erforderlich, dass eine Gewichtsverlagerung einerseits und eine Anstellung des Schuhes andererseits erforderlich ist, um eine Bremswirkung zu erzielen. Dadurch kann ein hohes Gefährdungspotential bestehen, da der Fahrer möglicherweise das Gleichgewicht verliert. Des Weiteren bedarf dies erheblicher Übung, um ein dosiertes Bremsen zu ermöglichen.

Aus der DE 197 26 135 A1 ist eine Modifizierung der oben beschriebenen Bremse dadurch gegeben, dass eine hydraulische Vorrichtung vorgesehen ist, welche auf den Bremsklotz einwirkt, damit dieser gegen den Fahrbahnbelag zur Bremsung gedrückt wird.

Aus der DE 197 30 641 A1 geht beispielsweise eine Handbremsvorrichtung für Inlineskates hervor, welche an einer letzten Laufrolle einer Reihe von Laufrollen an dem Rollschuh angreift. Dabei ist vorgesehen, dass herkömmliche Fahrradbremsen beziehungsweise Seilzugbremsen in der Größe angepasst sind, damit diese an einen Rollschuh angebracht werden und an der Rolle angreifen können. Diese Seilzugbremsen weisen jedoch den Nachteil auf, dass lediglich die letzte Rolle gebremst wird, was zur Folge haben kann, dass die Bremswirkung als solche äußerst gering ist, insbesondere dann, wenn der Umfang der Laufrollen gegenüber den weiteren Laufrollen sich verringert hat.

Aus der DE 42 09 771 A1 ist des Weiteren eine Rollschuhbremse bekannt geworden. Hierbei ist ein Hebelmechanismus mit einer Bremsplatte vorgesehen, welcher auf der Lauffläche einer Laufrolle angreift, wenn ein Seilzug betätigt wird. Über eine Rückstellfeder wird die Bremsplatte in eine Ausgangslage wieder zurückgeführt, nachdem die Bremsung durchgeführt ist. Dieses Bremssystem weist wiederum den Nachteil auf, dass nur eine Laufrolle gebremst ist.

Aus der DE 200 23 217 U1 geht eine Bremsvorrichtung für Inlineskatingschuhe hervor, welche eine Bremsvorrichtung umfasst, die mit einem Umlenkmechanismus betätigt wird. Durch eine Zugbewegung eines Seilzuges wird eine Bremsplatte betätigt, welche im Wesentlichen horizontal von oben auf zumindest zwei Laufrollen zubewegbar ist und zum Bremsen an den Laufrollen angreift. Der Umlenkmechanismus umfasst dabei einen Hebel, der aufgrund der Aufhängung eine Kraftübersetzung ermöglicht. Diese Anordnung hat sich bewährt, jedoch ist eine weitere Gewichtsreduzierung und Vereinfachung in der Bauweise gewünscht.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Bremsvorrichtung zu schaffen, welche eine gleichmäßige Bremsung von zumindest zwei Laufrollen eines Inlineskatingschuhs ermöglicht und in der Konstruktion einfach ausgestaltet ist und eine dosierte Betätigung ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Durch die Ausbildung eines Umlenkmechanismus mit zwei seitlichen Führungsabschnitten am Rahmen der Laufrollen, die die Zugbewegung des Seilzuges in eine Bremsbewegung umsetzen, wobei zumindest eine Bremsplatte an zumindest zwei Laufgummis der Laufrollen angreift, kann eine dosierte und wirkungsvolle Bremsung des Rollschuhs erfolgen. Durch den Angriff eines Seilzugabschnittes an der Bremsplatte, welche wiederum zumindest zwei Laufrollen angreift, kann die Bremswirkung unmittelbar eingeleitet und direkt dosiert werden. Des Weiteren ist von Vorteil, dass die Bremsplatte nicht an einem Lager der Laufrolle angreift. Der Einsatz von zusätzlich bewegten Teilen zur Bremsung ist nicht erforderlich. Dadurch ist eine Leichtbauweise gegeben. Durch die Betätigung des Seilzuges kann in Abhängigkeit der Geschwindigkeit die Bremswirkung durch den Benutzer gesteuert und durch diesen erfindungsgemäßen Umlenkmechanismus direkt umgesetzt werden. Durch die im Wesentlichen horizontal von oben auf zumindest zwei Laufrollen zubewegbare Bremsplatte kann darüber hinaus eine platzsparende Anordnung geschaffen werden. Diese Bremsvorrichtung kann quasi innerhalb der sonstigen Bauteile eines Inlineskatingschuhs integriert sein.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Führungsabschnitte am Rahmen als randoffene Umlenkung ausgebildet sind, an denen ein Seilzugabschnitt entlanggeführt ist. Eine solche randoffene Umlenkung weist eine Zwangsführung auf, welche zur Umlenkung der Kraftrichtung dient. Durch den an einer Außenseite der Bremsplatte angreifenden Zugseilabschnitt erfolgt eine Bewegung der Bremsplatte während dem Bremsvorgang nach unten auf die Rollen zu, so dass durch den vorzugsweise halbkreisförmig, topf- oder wannenförmig verlaufenden Führungsabschnitt eine Umlenkung eines Seilzugabschnittes erfolgt, so dass die Zugrichtung im Wesentlichen vertikal nach oben ausgerichtet ist.

Die randoffene Umlenkung weist den Vorteil auf, dass ein einfacher Austausch des Seilzuges und eine einfache Reinigung ermöglicht ist.

Nach einer alternaiven Ausgestaltung des Führungsabschnittes ist vorgesehen, dass Rollen als Führungsabschnitte am Rahmen angebracht sind, deren Drehachse gleich zu denen der Laufrollen ausgerichtet sind. Eine solche Rolle kann eine Vertiefung oder Hohlkehle als Führungsfläche zur sicheren Führung und Umlenkung des Seilzugabschnittes umfassen.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Führungsabschnitt einteilig am Rahmen angeordnet ist. Dadurch kann der Führungsabschnitt bei der Herstellung des Rahmens mitintegriert werden. Eine kompakte Bauweise ist dadurch ermöglicht.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der einteilig am Rahmen ausgebildete Führungsabschnitt als Einkerbung oder Ausfräsung oder als Bohrung ausgebildet ist. Dadurch kann eine maximale Gewichtsreduzierung für die Herstellung einer Bremsvorrichtung erzielt werden.

Alternativ ist vorgesehen, dass der Führungsabschnitt an dem Rahmen einrastbar, aufklipsbar oder durch eine Schraub- oder Klemmverbindung befestigbar ist. Eine solche Anordnung weist den Vorteil auf, dass eine Bremsvorrichtung nachrüstbar ist. Im Schadensfall kann auch ein einfacher Austausch gegeben sein. Die Führungsabschnitte können durch Rasthaken, Klipse oder durch unter Spannung am Rahmen anliegende Klemmelemente ausgebildet sein. Alternativ können auch geschraubte Führungsabschnitte vorgesehen sein.

Der vom Rahmen aus in Richtung Schuh verlaufende Seilzugabschnitt verläuft nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung zumindest abschnittsweise in der Schale des Schuhs. Dadurch ist in diesem Bereich eine geschützte Führung gegeben, so dass Verhakungen verhindert werden. Darüber hinaus wird das Design des Inlineskaterschuhs nicht beeinträchtigt. Alternativ können auch an einer Außenseite der Schale oder des Schuhs Führungsabschnitte anbringbar sein, um die Führung einzelner Seilzugabschnitte sicherzustellen.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der in Richtung Schuh nach oben geführte Seilzugabschnitt an einem schwenkbaren Schaftteil des Schuhs befestigt ist, wobei durch eine Kippbewegung des Schaftes oder des Schaftteil des Schuhs der Seilzug betätigbar ist und eine Bremsung erfolgt. Bevorzugt ist an einem der beiden Enden der Seilzüge eine Einstellvorrichtung angeordnet, so dass die Seilzugspannung einstellbar ist und eine Nachjustierung bei teils abgenutzten Laufrollen zur optimalen Einstellung des Bremsweges ermöglicht ist. Dieser Schaftteil kann auch eine Bauteilkomponente eines Nachrüstsatzes für eine Bremsvorrichtung darstellen, welcher einen Befestigungsmechanismus, zumindest einen Seilzug und zumindest zwei Führungsabschnitte umfasst, die am Rahmen anbringbar sind.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass mehrere Seilzugabschnitte an Führungsabschnitten des Rahmens geführt werden, so dass beispielsweise ein Seilzugabschnitt die Bremsplatte in einem Bereich zwischen der ersten und zweiten Laufrolle, zwischen der zweiten und dritten, und/oder zwischen der dritten und vierten Laufrolle usw. übergreift. Dadurch wird eine gleichmäßige Bremsung aller Laufrollen sichergestellt. Sofern nur ein Seilzugabschnitt die Bremsplatte übergreift, verläuft dieser symmetrisch zur Anzahl der am Rahmen vorgesehenen Laufrollen, wobei bei einer ungeraden Anzahl an Laufrollen der Seilzug auch mittig zur mittleren Laufrolle an der Bremsplatte angreifen kann.

Erfindungsgemäß ist ein Bausatz für eine vorbeschriebene Bremsvorrichtung vorgesehen, welche zumindest einen Seilzug und zumindest zwei Führungsabschnitte umfasst, die an einem Rahmen eines Inlineskateschuhs anbringbar sind. Diese Komponenten sind zumindest erforderlich, um eine Bremsvorrichtung auszubilden und nachzurüsten. Dabei ist vorgesehen, dass die Führungsabschnitte an jeglichen Rahmen anbringbar sind, wobei bevorzugt Schraub-, Klemm-, Klips- oder Rastverbindungen eingesetzt werden.

Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass der Bausatz für jeden Schuh ein Schaftteil und die hierfür erforderlichen Befestigungselemente umfasst, so dass ein solches Schaftteil zur Betätigung der Bremse an einem Schuh oder an einer Schale eines Schuhs nachrüstbar ist. Das Schaftteil ist bevorzugt derart ausgebildet, dass dieses an einer Wade des Beines angreift, so dass durch eine Neigungsverstellung des Unterschenkels eine Bremsung ausgelöst und die Bremsvorrichtung betätigt wird. Ein solcher Nachrüstsatz weist den Vorteil auf, dass dieser aus einer geringen Anzahl an Bauteilen besteht und einfach und schnell an einen Inlineskateschuh angebracht werden kann.

Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben werden im folgenden anhand dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt werden. Es zeigen:

1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Bremsvorrichtung,

2 eine schematische Schnittdarstellung entlang der Linie I-I in 1.

In 1 und 2 ist ein Inlineskatingschuh 10 dargestellt, der einen vorzugsweise als Kunststoffschale ausgebildeten Schuh 11 und einen Rahmen 12 mit beispielsweise vier Laufrollen 13 aufweist. Die Laufrollen 13 sind um Drehachsen 14 drehbar gelagert, wobei unmittelbar an der Drehachse 14 ein Rollenlager 16 vorgesehen ist, welches von einer aus Kunststoff ausgebildeten Lauffläche umgeben ist. Zur gleichmäßigen Bremsung des Inlineskatingschuhs 10 ist eine Bremsvorrichtung 21 vorgesehen, welche eine Bremsplatte 22 oder mehrere Widerlager 24 sowie ein Seilzug 25 umfasst. Die Bremsplatte 22 ist beispielsweise über Stifte 26, Splinte oder dergleichen zum Rahmen 12 oder Schuh 11 auf- und abbewegbar befestigt. Die Widerlager 24 können Federelemente beispielsweise aus Gummi umfassen und führen die Bremsplatte nach einem Bremsvorgang in die Ausgangslage zurück. Die Bremsplatte 22 ist beispielsweise im Querschnitt U-förmig ausgebildet und umgreift die Laufrollen 13 zumindest teilweise. Des Weiteren sind vorteilhafterweise kreissegmentförmige Vertiefungen 27 vorgesehen, wodurch die Angriffsfläche beziehungsweise die wirkende Bremsfläche zu den Laufrollen 13 vergrößert sein kann.

An einer den Laufrollen 13 abgewandten Seite der Bremsplatte 22 greift beispielsweise zwischen der zweiten und dritten Laufrolle 13 ein erster Seilzugabschnitt 31 an. Dieser Seilzugabschnitt 31 wird seitlich links und rechts von der Bremsplatte 22 dem Rahmen 12 zugeführt. Die sich parallel zum Rahmen 12 erstreckende zweite bzw. weitere Seilzugabschnitte 33 sind jeweils von einem Führungsabschnitt 34 aufgenommen, welche Teil des Umlenkmechanismus sind. Durch diesen Führungsabschnitt 34 wird der Seilzugabschnitt 33 in eine entgegengesetzte oder nahezu entgegengesetzte Zugrichtung zur Betätigungsrichtung der Bremsplatte 22 während eines Bremsvorgangs umgelenkt, so dass ein weiterer Seilzugabschnitt 36 zu einem beweglich am Schuh 11 angeordneten Schaftteil 38 geführt wird. Jeweils an einer Außenseite des Schuhs 11 entlang oder zumindest abschnittsweise in einer Schale des Schuhs 11 wird der Seilzugabschnitt 36 zum Schaftteil 38 geführt. Eines der beiden am Schaftteil 38 angreifenden Enden des Seilzugabschnittes 36 umfassen eine Einstellvorrichtung zur Einstellung der Seilzuglänge. Alternativ zu dieser Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass ein feststehender Schaft des Schuhs 11 ausgebildet ist, wobei ein Ende des Seilzugabschnittes 36 fest am Schaft angeordnet ist und das andere Ende von einer Halterung 28 aufgenommen wird. An diesem freien Ende des Seilzugabschnittes 36 nahe der Halterung 38 ist eine Art Öse oder eine Kupplung vorgesehen, um einen weiteren Seilzug mit einem Handgriff anzubringen, der durch den Benutzer betätigt wird.

Der Führungsabschnitt 34 ist gemäß einer ersten Ausführungsform als geschlossenes Tunnel ausgebildet, das im Querschnitt bspw. halbkreisförmig ausgebildet ist und auf den Rahmen 12 aufgesetzt ist. Dies kann bspw. durch Kleben, Löten, Schweißen oder dergleichen ermöglicht sein. Ebenso kann beispielsweise eine Steck- oder Rastverbindung vorgesehen sein. Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Führungsabschnitt 24 zumindest abschnittsweise randoffen ausgebildet ist und eine Art Hohlkehle zur Führung des Seilzugabschnittes 33 umfasst. Des Weiteren kann eine Einfräsung oder Einkerbung als auch eine Bohrung im Rahmen 12 vorgesehen sein, um den Seilzugabschnitt 33 zu führen. Bei allen Führungsabschnitten wird ein Umlenkradius gewählt, dass eine Knickbelastung des Seilzuges 25 bzw. des Seilzugabschnittes 33 ausbleibt und eine leichte Kraftumsetzung gegeben ist.

Zur Durchführung einer Bremsung wird der Seilzugabschnitt 36 bspw. bei Betätigung eines bewegbaren Schaftteiles 38 in Pfeilrichtung 32 nach oben bzw. nach hinten bewegt, wodurch die Bremsplatte 22 horizontal auf die Laufrollen 13 zubewegt wird. Dadurch erfolgt eine gleichmäßige Bremsung. Alternativ kann das Schaftteil 38 auch am Schienbein vorgesehen sein, so dass über eine Vorwärtsbewegung des Schienbeines die Bremswirkung eingeleitet wird. Alternativ kann ein feststehendes Schaftteil vorgesehen sein, so dass über ein Seilzug mit einem Handgriff manuell die Bremsung eingeleitet wird.

Alternaiv zur in 1 und 2 dargestellten Ausführungsform, wonach ein Seilzugabschnitt 31 im mittleren Bereich an einer Außenseite der Bremsplatte 22 angreift kann vorgesehen sein, dass weitere Seilzugabschnitte 31 vorgesehen sind, die gleichzeitig an der Bremsplatte 22 angreifen und mit einem Seilzugabschnitt 36 verbunden sind, so dass an jedem Zwischenraum zwischen zwei Rollen eine Zugkraft auf die Bremsplatte 12 senkrecht nach unten auf die Laufrollen 13 erzielt wird. Die einzelnen Seilzugabschnitte 31 und 33 können auch jeweils über getrennte Seilzugabschnitte 36 im Schaftteil 38 oder einer Halterung, die nicht näher dargestellt ist, zugeführt werden.

Der Seilzug 25 ist aus einem Stück vorgesehen, so dass bei einer ungleichen Zugbelastung dennoch eine sichere Krafteinleitung auf die Bremsplatte ohne Verkippen ermöglicht ist. Hierzu liegt der Seilzugabschnitt 31 zwar auf der Bremsplatte 12 auf bzw. ist in Querrichtung zur Bremsplatte lose geführt vorgesehen. Analoges gilt für den feststehenden Schaft, wobei ein Ende beweglich gehalten ist, um eine Zugkraft und somit eine Bremswirkung auszuüben.

Des Weiteren ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass die Bremsplatte 22 quer zu dessen Längserstreckung eine Vertiefung 39 aufweise, in der der Seilzugabschnitt 31 längsverschieblich geführt ist. Dadurch kann die Position des Seilzugabschnittes 31 sichergestellt und aufrechterhalten werden. Gleichzeitig kann eine gleichmäßige Belastung aller Laufrollen 13 sichergestellt werden. Eine solche Vertiefung 39 kann in Form einer Einkerbung oder durch einen Biegeprozess eingebracht werden. Alternativ kann vorgesehen sein, dass anstelle dem Übergreifen der Bremsplatte 22 durch den Seilzugabschnitt 31 eine Durchquerung von seitlichen Abschnitten der Bremsplatte 22 ermöglicht ist. Die Bremsplatte weist im Querschnitt gesehen gemäß 2 eine Art U- oder V-förmige Form auf. An den seitlichen Abschnitten kann jeweils eine Bohrung vorgesehen sein, durch welche der Seilzugabschnitt 31 hindurchgeführt wird. Zwischen den seitlichen Wandabschnitten der Bremsplatte 22 kann auch eine Hülse vorgesehen sein, um den Seilzugabschnitt 31 zu führen. Alternativ kann der Seilzugabschnitt 31 an den seitlichen Abschnitten der Bremsplatte 22 befestigt oder eingehängt sein, wobei in diesem Fall zwei getrennte Enden der Seilzugsabschnitte 31 ausgebildet sind, die an der Bremsplatte 2 angreifen.

Alle vorgenannten Merkmale sind jeweils für sich erfindungswesentlich und können beliebig miteinander kombinierbar sein.


Anspruch[de]
Bremsvorrichtung für Inlineskatingschuhe mit einem an dem Schuh (11) angeordneten, mehrere Laufrollen (13) aufnehmenden Rahmen (12), welche zumindest eine Bremsplatte (22) aufweist, die mit einem Umlenkmechanismus (35) durch eine Zugbewegung eines Seilzuges (25) betätigbar ist und die Bremsplatte (22) im Wesentlichen horizontal von oben auf zumindest zwei Laufrollen (13) zubewegbar ist, so dass die Bremsplatte (22) an den zumindest zwei Laufrollen (13) angreift, dadurch gekennzeichnet, dass der Umlenkmechanismus (35) jeweils seitlich am Rahmen (12) einen Führungsabschnitt (34) aufweist, der einen Seilzugabschnitt (33) des Seilzuges (25) führt, so dass ein Seilzugabschnitt (31) zwischen einem linken und rechten Führungsabschnitt (34) quer zur Längserstreckung der Bremsplatte (22) geführt ist und an der Bremsplatte (22) angreift oder jeweils ein Seilzugabschnitt (31) an der Bremsplatte (22) angreift. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsabschnitt (34) als randoffene Umlenkung ausgebildet ist, an dem der Seilzugabschnitt (33) geführt ist. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsabschnitt (34) als Rolle ausgebildet sind, deren Drehachse parallel zu denen der Laufrollen (13) verläuft. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsabschnitte (34) einteilig am Rahmen (12) angeordnet sind. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsabschnitte (34) an dem Rahmen (12) einrastbar, aufklipsbar oder durch eine Schraub- oder Klemmverbindung lösbar vorgesehen sind. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsabschnitt (34) als Einkerbung oder Einfräsung oder als Bohrung an oder im Rahmen (12) ausgebildet ist. Bremsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Seilzugabschnitt (36) zumindest abschnittsweise in einer Schale des Schuhs (11) geführt ist. Bremsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass eines von beiden Enden des Seilzuges (25) an einem schwenkbaren Schaftteil (38) befestigt ist und ein weiteres Ende des Seilzuges (25) mit einer Einstellvorrichtung zur Einstellung der Seilzuglänge in Verbindung steht, wobei die Einstellvorrichtung ebenfalls am Schaftteil (38) positioniert ist. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Seilzugabschnitt (31) an einer den Laufrollen (13) abgewandten Seite der Bremsplatte (22) anliegt. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsplatte (22) quer zur Längserstreckung eine Vertiefung (39) aufweist, welche den Seilzugabschnitt (31) aufnimmt. Bausatz für eine Bremsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser Bausatz einen Seilzug (25) und zumindest zwei Führungsabschnitte (34) umfasst, die an einem Rahmen (12) eines Inlineskateschuhs anbringbar sind. Bausatz nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich ein Schaftteil (38) und Befestigungselemente zum beweglichen Anbringen an einem Schuh vorgesehen sind.






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