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Dokumentenidentifikation DE102006055634A1 08.11.2007
Titel Baugruppe einer Fensterschiene und einer Halterung
Anmelder ArvinMeritor Technology, LLC, Troy, Mich., US
Erfinder Jain, Anil, Farmington Hills, Mich., US
Vertreter Prinz und Partner GbR, 80335 München
DE-Anmeldedatum 24.11.2006
DE-Aktenzeichen 102006055634
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse E05F 11/38(2006.01)A, F, I, 20070807, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60J 5/00(2006.01)A, L, I, 20070807, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Schienenhalterung ist mittels eines Niets an einer Fensterschiene angebracht. Der Niet hat eine unrunde Form, wie eine ovale Form, die mit einer Öffnung in der Schienenhalterung zusammenwirkt, um zu verhindern, daß sich die Schienenhalterung während des Vernietens relativ zur Fensterschiene dreht.

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Ausgestaltung eines unrunden Niets, der zur Befestigung einer Halterung an einer Fensterschiene verwendet wird.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Fensterhebermechanismen werden in Fahrzeugtüren eingebaut, um eine Bewegung des Fensters zwischen einer offenen und einer geschlossenen Stellung zu steuern. Fensterhebermechanismen weisen verschiedene Bauteile auf, einschließlich Schienen, die die Bewegung des Fensters führen. Herkömmlicherweise werden runde Niete benützt, um Halterungen an den Schienen anzubringen. Runde Öffnungen in der Halterung und der Schiene sind zueinander ausgerichtet, und der Niet wird durch die Löcher eingesteckt und dort vernietet.

Ein Nachteil dieser aktuellen Ausgestaltung ist, daß eine separate Fixierung erforderlich ist, um die Halterung in einer geeigneten Ausrichtung relativ zur Schiene zu halten. Wenn keine Fixierung verwendet wird, kann sich die Halterung auf dem runden Niet relativ zur Schiene drehen. Wenn eine solche Drehung auftritt, ist die Halterung falsch ausgerichtet, was zu verschiedenen Montageproblemen führt. Die Verwendung einer separaten Fixierung, um die Halterung zu halten, vergrößert die Kosten und die Montagezeit.

Folglich besteht der Bedarf nach einer Montageschnittstelle, die keine separate Fixierung erforderlich macht, aber die Halterung zuverlässig in einer gewünschten Einbaulage hält.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Eine Schienenhalterung ist mit einem Niet an einer Fensterschiene angebracht. Der Niet ist so geformt, daß eine Drehung der Schienenhalterung relativ zur Fensterschiene verhindert wird, ohne daß eine separate Fixierung erforderlich ist, die die Schienenhalterung ortsfest hält. Vorzugsweise hat der Niet eine unrunde Querschnittsform, wie z.B. eine ovale Form.

Der Niet ist in einer Öffnung aufgenommen, die in der Schienenhalterung gebildet ist. Die Öffnung hat eine Form, die der des Niets entspricht, d.h. die Öffnung ist unrund. Der Niet wirkt mit der Öffnung zusammen, um zu verhindern, daß sich die Schienenhalterung während des Vernietens relativ zur Fensterschiene dreht.

In einer beispielhaften Ausführungsform weist der Niet einen ersten und einen zweiten gerundeten Endabschnitt auf. Zwei gerade oder ebene Ränder verbinden den ersten und den zweiten gerundeten Endabschnitt miteinander. Die Öffnung in der Schienenhalterung weist erste und zweite gerundete Ränder auf, die mit dem ersten gerundeten Endabschnitt bzw. mit dem zweiten gerundeten Endabschnitt des Niets zusammenwirken. Die Öffnung weist auch zwei gerade Ränder auf, die mit den geraden/ebenen Rändern des Niets zusammenwirken. Diese Ausgestaltung des Niets verhindert, daß sich die Schienenhalterung relativ zur Fensterschiene dreht.

Die vorliegende Erfindung stellt ein verbessertes Verfahren und eine Baugruppe zum Sichern einer Schienenhalterung an eine Fensterschiene bereit, die eine separate Fixierung unnötig macht, um die Halterung ortsfest relativ zur Fensterschiene zu halten. Dies verringert die Kosten und die Montagezeit. Diese und andere Merkmale der vorliegenden Erfindung sind am besten aus der folgenden Beschreibung und den Zeichnungen verständlich, auf die im folgenden kurz eingegangen wird.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine perspektivische Ansicht einer Baugruppe einer Fensterschiene und einer Halterung, die die vorliegende Erfindung enthält.

2 ist eine perspektivische Ansicht eines Niets, wie er in der Baugruppe von 1 verwendet wird.

3 ist eine perspektivische Ansicht einer Halterung, wie sie in der Baugruppe von 1 verwendet wird.

4 ist eine Querschnittsansicht des Niets, der in einer Öffnung in der Halterung aufgenommen ist.

5 ist eine Querschnittsansicht eines Niets in einer weiteren Ausführungsform.

6 ist eine Querschnittsansicht eines Niets in einer weiteren Ausführungsform.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Eine Befestigungsschnittstelle zwischen einer Schiene 10 und einer Halterung 12 ist allgemein mit 14 in 1 gezeigt. Die Schiene 10 umfaßt ein Führungsbauteil zum Führen einer Bewegung eines Fensters 16 zwischen einer offenen und einer geschlossenen Stellung in einer Fahrzeugtür, wie es bekannt ist. Die Schiene kann auf jegliche Art ausgebildet sein. Die Halterung 12 ist an einem Türstrukturbauteil 18 befestigt.

Die Befestigungsschnittstelle 14 umfaßt einen Niet 20, der die Halterung 12 an der Schiene 10 sichern soll. Der Niet 20 ist so geformt, daß die Halterung 12 während des Vernietens fest relativ zur Schiene 10 gehalten werden kann, ohne daß jegliche zusätzliche Werkzeugfixierungen notwendig sind.

Wie in 2 gezeigt ist, ist der Niet 20 durch einen unrunden Querschnitt bestimmt, der mit einer Öffnung 22 in der Halterung 12 (3) zusammenwirkt. Vorzugsweise entspricht die Form der Öffnung 22 der Form des Niets 20.

In den Beispielen, die in den 2 und 3 gezeigt sind, hat sowohl der Niet 20 als auch die Öffnung 22 eine ovale Form. In dem gezeigten Beispiel ist die ovale Form des Niets durch einen ersten gerundeten Endabschnitt 30, einen zweiten gerundeten Endabschnitt 32, der dem ersten gerundeten Endabschnitt 30 entgegengesetzt ist, und zwei geraden oder ebenen Randabschnitten 34, die den ersten gerundeten Endabschnitt 30 und den zweiten gerundeten Endabschnitt 32 miteinander verbinden, definiert.

Die ovale Form der Öffnung 22 ist von einem ersten gerundeten Randabschnitt 40, einem zweiten gerundeten Randabschnitt 42, der dem ersten gerundeten Randabschnitt 40 entgegengesetzt ist, und zwei geraden Rändern 44, die den ersten gerundeten Randabschnitt 40 und den zweiten gerundeten Randabschnitt 42 miteinander verbinden, definiert. Der erste gerundete Endabschnitt 30 und der zweite gerundete Endabschnitt 32 des Niets 20 sind in dem ersten gerundeten Randabschnitt 40 bzw. in dem zweiten gerundeten Randabschnitt 42 der Öffnung 22 aufgenommen.

Wie in 4 gezeigt ist, wirken die zwei ebenen Randabschnitte 34 des Niets 20 mit den zwei geraden Rändern 44 der Öffnung zusammen, um die Drehung der Halterung 12 einzuschränken. Sobald folglich der Niet 20 in die Öffnung 22 in der Halterung 12 eingesteckt ist, ist die Halterung 12 daran gehindert, sich relativ zur Schiene 10 zu drehen, und das Vernieten kann durchgeführt werden, ohne daß irgendwelche zusätzlichen Werkzeugvorrichtungen notwendig sind. Ferner ist die Halterung 12 symmetrisch, so daß sich bei einer Drehung der Halterung 12 um 180° die Anbringungsschnittstelle nicht ändert.

Die 5 und 6 zeigen weitere Ausführungen von Niete und Halterungen. 5 zeigt einen Niet 50 in Sternform, der eine Halterung 52 an der Schiene 10 sichert. Die Halterung 52 hat eine Öffnung 54, die sternförmig ist und der Form des Niets 50 entspricht. Um den Niet 60 und die Halterung 62 relativ zueinander geeignet auszurichten, ist eine Indexierung vorgesehen. In dem Beispiel, das in 5 gezeigt ist, umfaßt die Indexierung eine Spitze der Sternform, die größer als die anderen Spitzen ist.

In 6 ist ein Niet 60 mit einer mit Verzahnungen versehenen Ausgestaltung, die eine Halterung 62 an der Schiene 10 sichert. Die Halterung 62 hat eine Öffnung 64, dessen Form der Form des Niets 60 entspricht. Eine Indexierung ist auch in dieser Ausgestaltung vorgesehen, wobei eine Verzahnung größer als die anderen ist. Andere unrunde Formen zusätzlich zu den in den 4 bis 6 gezeigten könnten auch verwendet werden.

Obwohl eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung offenbart wurde, würde ein Fachmann erkennen, daß gewisse Modifikationen im Umfang der Erfindung liegen würden. Aus diesem Grund sollten die folgenden Ansprüche studiert werden, um den wahren Umfang und Inhalt der Erfindung zu bestimmen.


Anspruch[de]
Schienen- und Halterungsbaugruppe zum Halten eines Fensters in einer Fahrzeugtür mit:

einem Schienenteil;

einem Halterungsteil; und

einem unrunden Niet, der das Halterungsteil am Schienenteil festlegt und eine Drehung des Halterungsteils relativ zum Schienenteil während des Vernietens verhindert.
Schienen- und Halterungsbaugruppe gemäß Anspruch 1, bei der der unrunde Niet einen ovalen Niet umfaßt. Schienen- und Halterungsbaugruppe gemäß Anspruch 2, bei der der ovale Niet gerundete Endabschnitte aufweist, die anhand von zwei geraden Randabschnitten miteinander verbunden sind. Schienen- und Halterungsbaugruppe gemäß Anspruch 1, bei der das Halterungsteil eine unrunde Öffnung aufweist, deren unrunde Form der des unrunden Niets entspricht. Schienen- und Halterungsbaugruppe gemäß Anspruch 4, bei der der unrunde Niet einen ovalen Niet umfaßt und die Öffnung eine ovale Öffnung umfaßt. Schienen- und Halterungsbaugruppe gemäß Anspruch 1, bei der das Halterungsteil zur Anbringung an eine Fahrzeugtürstruktur angepaßt ist. Fensterhebermechanismus mit;

wenigstens einer Schiene, die ein Fenster zwischen einer offenen Stellung und einer geschlossenen Stellung führen kann;

einer Halterung, die eine Öffnung aufweist; und

einem unrunden Niet, der die Halterung an der wenigstens einen Schiene befestigt, wobei der unrunde Niet mit der Öffnung zusammenwirkt, um eine Drehung der Halterung relativ zu der wenigstens einen Schiene während des Vernietens verhindert.
Fensterhebermechanismus gemäß Anspruch 7, bei dem der unrunde Niet einen ovalen Niet umfaßt. Fensterhebermechanismus gemäß Anspruch 7, bei dem der unrunde Niet einen ersten gerundeten Endabschnitt, einen zweiten gerundeten Endabschnitt, der dem ersten gerundeten Endabschnitt entgegengesetzt ist und zwei ebene Abschnitte hat, die den ersten und den zweiten gerundeten Endabschnitt miteinander verbinden. Fensterhebermechanismus gemäß Anspruch 9, bei dem die Öffnung eine unrunde Öffnung umfaßt, die den unrunden Niet aufnimmt, wobei die unrunde Öffnung erste und zweite gerundete Ränder, die mit dem ersten gerundeten Endabschnitt bzw. mit dem zweiten gerundeten Endabschnitt zusammenwirken, und zwei gerade Ränder hat, die mit den zwei ebenen Abschnitten zusammenwirken, um zu verhindern, daß sich die Halterung relativ zu der wenigstens einen Schiene dreht. Verfahren zum Montieren eines Halterungsteils an eine Schiene, die ein Fenster in einer Fahrzeugtür führt, umfassend die Schritte:

Anbringen einer Schienenhalterung an eine Schiene mit einem Niet, ohne daß eine Fixierung notwendig ist, die die Schienenhalterung relativ zur Schiene ortsfest hält.
Verfahren gemäß Anspruch 11 umfassend den Schritt: Bilden des Niets mit einem unrunden Querschnitt. Verfahren gemäß Anspruch 12, bei dem der unrunde Querschnitt einen ovalen Querschnitt umfaßt. Verfahren gemäß Anspruch 12 umfassend den Schritt: Verhindern einer Drehung der Schienenhalterung relativ zur Schiene während des Vernietens wegen der Wechselwirkung des unrunden Querschnitts mit einer entsprechenden Öffnung in der Schienenhalterung. Verfahren gemäß Anspruch 11 umfassend den Schritt: Anbringen der Schienenhalterung an eine Fahrzeugtürstruktur. Verfahren gemäß Anspruch 11 umfassend den Schritt: Halten eines Fahrzeugfensters zur Bewegung relativ zur Schiene.






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