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Dokumentenidentifikation DE202006012394U1 08.11.2007
Titel Variable Küchen-Kochplattformen
Anmelder Fissl, Dietmar, 70173 Stuttgart, DE
DE-Aktenzeichen 202006012394
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.11.2007
Registration date 04.10.2007
Application date from patent application 06.08.2006
IPC-Hauptklasse A47B 77/08(2006.01)A, F, I, 20060806, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47B 77/02(2006.01)A, L, I, 20060806, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Küchen üblicher Bauart sind stets fest verankert und bieten auch im Falle der teilweisen Mobilität keine angemessenen Möglichkeiten in Bezug auf einen variablen Arbeitsplatz im wissenschaftlichen Sinne. Ein weiteres bestimmendes Merkmal aktueller und historisch entwickelter Küchen oder Kocharbeitsplätze ist die häufige räumliche Zuordnung in der Küche unter hohem Raumbedarf oder niederem Raumbedarf und gleichzeitigem Qualitätsverlust in Sachen Arbeitsfläche.

Hinzu kommen weitere historische Einschränkungen wie Töpfe oder Pfannen, welche bei Nichtbenutzung Stauraum benötigen.

Abhilfe läßt sich hierbei nicht durch eine bloße ausziehbare Zusatzfläche erreichen, um eine Küche in der Funktion Kochen in Bezug auf einen variabel zu gestaltenden Arbeitsplatz mit adaptivem Flächen und Raumbedarf je nach der Notwendigkeit zu erreichen, und um eine kompakte Gesamterscheinung im kleinsten Bauraum zu bewirken ohne einen Qualitätsverlust zu erleiden, muß eine andere Konzeption gewählt werden welche die wissenschaftlichen Erfordernisse und Bauraumproblematiken in sich vereint.

Dieses Problem wird mit den Merkmalen aus Schutzanspruch 1 und 2 gelöst.

Die erreichten Vorteile der Erfindung liegen im wesentlichen in einer hohen Variabilität des jeweils den Erfordernissen anpaßbaren Arbeitsraumes und der strukturellen Volumeneinsparung an Bauraum, was eine sehr kleine Grundform ermöglicht, ohne zu großen aktuellen Küchen einen Qualitätsnachteil in Kauf nehmen zu müssen.

Um diesen strukturellen Raumvorteil zu erlangen und damit die Konzeption zu ermöglichen wird wie in Anspruch 2 angeführt auf die Notwendigkeit von Töpfen und Pfannen und ähnlichem verzichtet. Diese üblichen Behältnisse zum Kochen werden in die Heizquelle implementiert, deren sonst üblicher Stauraum entfällt somit ebenfalls.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand IV erläutert.

Eine mögliche Grundform der kompakten Ausführung ist in I dargestellt, die dazugehörige mobile Einheit ist in II noch einmal dargestellt. Das Mobilteil nach II bestehend aus Arbeitsplatte A, um eine vertikale Achse zusätzlich drehbar, hier die Achse des Waschbeckens, ebenfalls bestehend aus dem Waschbecken und dem Fahrgestell und dem Leitungskanal, welcher am Boden in vorgefertigte Anschlüsse docken kann.

Solche Anschlüsse sind natürlich baulich vorzusehen, es bedarf jedoch lediglich dreier solcher, natürlich können es auch mehrere sein. Zusammengestellt ergeben Fixteil und Mobilteil eine Einheit, welche ein geringstes Package besitzt. Bei der Übereinanderführung der beiden Arbeitsplatten in diesem Grundzustand ist anzumerken, daß die mobile Arbeitsplatte mit ihrem hier integriertem Heizmodul exakt um ihren Eigenquerschnitt höher ist als die Arbeitsplatte am Fixmodul, dies ist hier unvermeidlich, jedoch durch eine geringe Höhe der Platte selbst zu kompensieren.

Die Variabilität des Arbeitsplatzes Küche – Kochen – Zubereiten wird in III dargestellt, folgende Möglichkeiten ergeben sich strukturell:

Die kompakte Variante im Vereinten Zustand befindet sich an der Wand oder im Raum bei geringst möglichem Raumbedarf – sie erfüllt die Möglichkeiten einer kleinen Küche und bietet dementsprechende Arbeitsfläche und eine Heizquelle mit eingeschränktem Kochvolumen und dem obligaten Waschbecken.

Die kompakte Variante wird so verändert, daß die obere Arbeitsplatte A um ihre Drehachse bewegt wird und somit die untere Arbeitsfläche, welche am Fixmodul befestigt ist, freigibt. Es entsteht räumlich eine Art Dreieck mit zwei Schenkeln als Arbeitsflächen, die Gesamtarbeitsfläche wird um die Untere am Fixteil erweitert.

Das Mobilteil wird aus seiner Verankerung an der kompakten Bauform in eine zweite Verankerung parallel dazu gebracht und dort via der Anschlüsse erneut am Boden fixiert, es entsteht dadurch kein weitere Arbeitsflächenvorteil bis auf die zusätzliche Ablagefläche am Fixteil, welche durch das Waschbecken blockiert war, aber es entsteht eine neue Anordnung und somit eine Variante für Bewegungsabläufe und Prozesse.

Je nach Anforderung kann selbst aus dieser Position heraus die Platte A noch gedreht werden um beispielsweise im Falle von mehreren Köchen bestmöglichen, Zugang zu gewährleisten.

Dadurch, daß das Mobilteil voll ausgestattet ist, was das Kochen selbst und dessen Prozesse betrifft, kann dieses in eine weitere Position autark von dem Fixteil für Barbecues oder ähnliches an einen mit einer Anschluß – Verankerung versehenen Platz aufgestellt werden, dies ermöglicht einen weiteren zusätzlichen Aspekt der Erfindung und ist in III unten dargestellt.

Um nun eine tatsächliche Umsetzungsmöglichkeit dieses Raumes und Arbeitsplatzkonzeptes an einem variablen Küchenarbeitsplatz umsetzen zu können, müssen Stauräume reduziert und gegebenenfalls gestrichen werden. Hier wird dies beispielsweise durch die Substitution der Töpfe und Pfannen erreicht, diese sind variabel als jeweilige Verformungen in den Heizquellen implementiert.

IV und V zeigen ein Funktionsschema einer solchen Heizquelle, deren Grundzustand M kann sowohl in ebenfalls feststehend N oder O überführt werden.

Dies geschieht nach V durch Layer, in diesem Fall würde der Layer P den Formzustand O und der Layer Q den Formzustand N erzeugen. Diese Formänderung kann durch eine elektrische Erregung einer dafür präparierten metallischen Ebene oder einer geeigneten Kunststoff – basierenden Folie oder gar durch mechanisch wirkende Elemente reversibel erreicht werden.

Je nach Anforderung wird somit die geeignete Form gewählt und dann deren Inhalt wiederum über Heizfolienelemente in den Wandungen, welche sozusagen auch als Layer, getrennt von den Formlayern und über diesen angebracht sind, fungieren. Diese können segmentiert angesteuert werden und heizen somit immer ohne Energieverlust von Unten und den Seiten. Zudem könnte eine Sensorik die jeweiligen Füllstände ermitteln.

Als oberste Trennebene kommt eine Lebensmittelneutrale und zudem Hitzebeständige Folie zum Einsatz, welche auch mechanische Belastungen ertragen kann.

Resultat der Kombination von zwei solcher Heizquellen nach V kann unten auch ein Ofen R sein, dabei bläht sich die obere der beiden Folien durch die expandierte Luft im Inneren so auf, daß tatsächlich eine Situation wie in einem Ofen räumlich betrachtet entsteht. Auch hier kann durch den Umstand, daß von allen Seiten geheizt werden kann, von einem qualitativ hochwertigen Kochen oder Garprozess bei geringstem Bauraum ausgegangen werden. Diese Variante kann jedoch auch lediglich als Deckel benutzt werden, auch eine Absaugung der Dämpfe über eine solche Matte ist wie in V in R dargestellt möglich.


Anspruch[de]
Küchenmodul, dadurch gekennzeichnet, daß es sich durch eine Teilung in bewegliche und unbewegliche Arbeitsplattformen inklusive der darauf jeweils angebrachten Heizquellen zum Kochen, räumlich und was die zur Verfügung stehende Arbeitsfläche betrifft variabel gestalten läßt, um im kompakten Zustand einer Anrichte oder einem vergleichbaren Möbel zu entsprechen und die notwendige Variabilität eines modernen Arbeitplatzes zu erreichen. Heizquelle für das Küchenmodul nach 1., dadurch gekennzeichnet, das diese so verformbar ist, daß es keiner Töpfe oder Pfannen, also gängiger Kochbehältnisse mehr bedarf, um deren Stauraum im Küchenmodul einzusparen.






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