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Dokumentenidentifikation DE202007009661U1 08.11.2007
Titel Laserbasierter visueller Feedback Trainer
Anmelder Müller, Wolfgang, 71229 Leonberg, DE
DE-Aktenzeichen 202007009661
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.11.2007
Registration date 04.10.2007
Application date from patent application 11.07.2007
IPC-Hauptklasse A61H 99/00(2006.01)A, F, I, 20070711, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61H 3/00(2006.01)A, L, I, 20070711, B, H, DE   A61N 5/067(2006.01)A, L, I, 20070711, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen (zervikale Dystonie/Torticollis, Schlaganfall mit Neglect oder Kleinhirnfunktionsstörung, Kleinhirnerkrankungen unterschiedlicher Ursache, peripher oder zentral vestibuläre Störungen) kommt es zu einer gestörten Kopf-Augen-Interaktion mit entsprechenden Schwierigkeiten der Betroffenen im Alltag.

Da diese Erkrankungen häufig chronisch verlaufen und keine Heilung möglich ist, kommen unterstützende/trainierende therapeutische Verfahren (z.B. Physiotherapie, Laufband, Gehhilfen, Biofeedback etc.) zum Einsatz. Ein ideales Übungsgerät sollte der Patient selbst regelmäßig im häuslichen Umfeld anwenden können – zur täglichen Therapie oder auch als Unterstützung im Alltag.

Ein auf visueller Rückmeldung [Feedback] basierendes Therapiegerät ermöglicht bei diesen Erkrankungen eine Verbesserung der gestörten Kopf- bzw. Rumpfkontrolle. Dazu wird ein von einem Klasse-2 Laser emittierter Lichtpunkt bzw. vertikaler Laserstrich parallel zum Sehstrahl projiziert (z.B. an eine gegenüberliegende Wand oder auf den Boden). Die Klasse-2 Laserdiode muss dabei genau zwischen den Augen direkt vor der Nasenwurzel lokalisiert sein und bei gutem Tragekomfort auch einen stabilen Sitz bei stärkeren Kopfbewegungen garantieren.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Lampe mit Klasse-2 Laserdiode so zu konstruieren, dass sie genau zwischen den Augen direkt vor der Nasenwurzel positioniert ist, dass sie auch bei stärkeren Kopfbewegungen nicht verrutschen oder herunterfallen kann, dass ihre Position zwischen den Augen das Sehen nicht beeinträchtigt und dass keine störenden Kabelverbindungen zu einem externen Batteriefach existieren. Handelsübliche Stirnlampen beinhalten keine Laserdiode und/oder die Lampe selbst ist zu hoch (auf Stirnhöhe oder darüber) und nicht zwischen den Augen positioniert und der Lampendurchmesser zu groß. Brillenbasierte Systeme sind einerseits für Nicht-Brillenträger ungeeignet, außerdem verrutschen sie leicht bei stärkeren Kopfbewegungen; eine integrierte Batteriehalterung z.B. am Brillenbügel würde die Instabilität verstärken und ein alternativ verwendetes externes Batteriefach ein störendes Kabel erfordern.

Diese Probleme werden mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst:

Eine Klasse-2 Laserdiode wird mit Hilfe eines elastischen Kopfbandes zwischen den Augen direkt vor der Nasenwurzel (Nasion) positioniert (+) und ein Laserstrahl parallel zum Sehstrahl projiziert (). Die Laserdiode ist in einer Halterung fixiert, die mittels Multipositionsdrehkopf in der Vertikalen verstellbar ist, sodass die Strahlungsrichtung in der Vertikalen je nach Anforderung eingestellt werden kann (+). Zwei Sorten von Laserlampen werden verwendet: 1) ein Punktlaser und 2) ein Strichlaser mit vertikaler Ausrichtung. Der Strichlaser mit vertikaler Ausrichtung ermöglicht bei Projektion z.B. auf eine gegenüberliegende Wand die visuelle Rückmeldung der Kopfposition im Raum. Punkt- und Strichlaser können abwechselnd bedarfsabhängig eingesetzt werden.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass der Lampenkopf mit der darin enthaltenen Klasse-2 Laserdiode auch bei starken Kopf- oder Rumpfbewegungen stabil und ohne Einschränkung des Blickfeldes vor der Nasenwurzel sitzt und gleichzeitig durch das am elastischen Kopfband befindliche Batteriefach kein störendes Kabel zu einer externen Batteriehalterung notwendig ist. Die Laserdioden erhalten Strom über eine handelsübliche Batterie, die in einem Gehäuse ebenfalls an dem elastischen Kopfband befestigt sind. Das Gesamtgewicht ist gering (ca. 100g) und der Sitz am Kopf durch das Band stabil, sodass ein hoher Tragekomfort besteht.


Anspruch[de]
Mittels elastischem Band ( Punkt 1) am Kopf befestigte Lampe mit handelsüblicher Batterie, die in einem Batteriegehäuse ( Punkt 2) ebenfalls am Kopfband befestigt ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Laserdiode der Klasse 2 (Farbe rot oder grün) als Lichtquelle fungiert und damit auch bei Tageslicht einen gut sichtbaren Lichtpunkt emittiert. Lampe nach Anspruch 1

dadurch gekennzeichnet,

dass bedarfsabhängig zwei verschiedene Laserdioden zum Einsatz kommen

– ein Punktlaser, der einen gut sichtbaren Lichtpunkt emittiert

und

– ein Strichlaser, der eine gut sichtbare vertikale Linie emittiert.
Lampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Punkt- bzw. Strichlaserdiode in einer Halterung (Durchmesser 1,5–2cm) aus Kunststoff sitzt ( Punkt 3), die mit einem Multipositionsdrehkopf in der Vertikalen verstellbar ist ( Punkt 4; ) Lampe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffhalterung mit der darin befindlichen Laserdiode vor der Nasenwurzel zwischen den Augen positioniert ist (), sodass der emittierte Laserstrahl parallel zur Sehachse verläuft.






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