Die Erfindung betrifft ein Glättwerkzeug zum Aufbringen von Putz
auf eine Wand, insbesondere im Übergangsbereich zwischen der Öffnung einer
Wand und einem Fensterrahmen.
Aus der DE 20 2006 015
025 U1 ist bereits eine Kelle mit Kellenblatt bekannt. An dem Kellenblatt
ist ein Griff angebracht, welcher eine Griffbefestigung und ein Griffelement aufweist.
Die Griffbefestigung ist mit dem Kellenblatt verschweißt. Sowohl das Kellenblatt
als auch die Griffbefestigung bestehen aus rostfreiem Stahl. Die Griffbefestigung
weist im Bereich der Verschweißung mit dem Kellenblatt einen niobhaltigen oder
titanhaltigen Chromstahl auf.
Aus der DE 196 39 509 B4
ist eine Isolierputzkelle mit Abstandshalter bekannt. Diese Isolierputzkelle ist
für das Aufbringen eines Armierungsmörtels mit darin integriertem Armierungsgewebe
vorgesehen. Sie weist ein eine ebene Platte darstellendes Kellenblatt und einen
Handgriff auf. Dieser ist über einen Steg mit der Oberseite des Kellenblattes
verbunden. Eine Längsseite der Isolierputzkelle ist mit als Abstandshalter
wirkenden, vorstehenden Zähnen versehen, die in einem das Aufbringen und Verteilen
von Mörtel nicht behindernden Abstand angeordnet und mit zur Unterseite vorstehendem
Bogenschenkel ausgebildet sind. Die Abstandshalter weisen jeweils einen halbkreisförmigen
Bogenmantel auf. Zwei Bogenmäntel sind an den Enden der Längsseite der
Isolierputzkelle angeordnet. Ein Bogenmantel ist in der Mitte der Längsseite
der Isolierputzkelle angeordnet. Alle Bogenmäntel weisen den gleichen Radius
auf. Des Weiteren wird in der DE 196 39
504 B4 eine Isolierputzkelle beschrieben, deren eine Längsseite mit
als Abstandshalter wirkenden Zähnen ausgerüstet ist.
Durch diese Zähne ergeben sich gleichmäßige Ausnehmungen
entlang der Längsseite der Isolierputzkelle.
Des Weiteren ist es bereits bekannt, in eine Wandöffnung eines
Rohbaus mit einem Fensterrahmen versehene Fenster einzusetzen. Danach wird das Fenster
eingeputzt, d. h. es wird Putz auf das Mauerwerk der Wandöffnung aufgebracht.
Dabei wird das Fenster zu Vermeidung einer Verschmutzung desselben abgeklebt. Zur
Vereinfachung des Einputzvorganges ist es bereits bekannt, im Bereich des Übergangs
zwischen dem Außenrand des Fensterrahmens und dem Mauerwerk eine beispielsweise
U-förmige Abschlussleiste mittels eines Klebebandes anzukleben. Dennoch bleibt
es schwierig, mittels eines herkömmlichen Glättwerkzeugs, beispielsweise
einer Kelle, eine exakte Verputzfläche herzustellen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Glättwerkzeug zur
Verfügung zu stellen, mittels dessen die Herstellung einer exakten Verputzfläche
vereinfacht ist.
Diese Aufgabe wird durch ein Glättwerkzeug mit den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, dass aufgrund
der im Anspruch 1 angegebenen Ausnehmung an der Ecke zwischen der ersten Längsseite
und der ersten Schmalseite des Glättwerkzeugs beim Abziehen des aufgebrachten
Putzes der Bereich der Abschlussleiste ausgespart wird und in Verlängerung
zur Abschlussleiste eine Putzoberfläche entsteht, die sich exakt an der gewünschten
Stelle befindet. Das Aussehen und die Positionierung der Putzoberfläche ist
folglich nicht mehr alleine vom Können des Verputzers abhängig. Vielmehr
kann mittels des beanspruchten Glättwerkzeugs ein Aufbringen, Abziehen und
Glätten des Putzes vorgenommen werden und darüber hinaus auch die Putzkante
an einer gewünschten Position, nämlich in Verlängerung zu einer Kante
der Abschlussleiste, hergestellt werden. Dies wird im Wesentlichen dadurch erreicht,
dass das Blatt des Glättwerkzeugs an der Ecke zwischen einer Längsseite
und einer Schmalseite eine Ausnehmung aufweist, die an die Abmessungen der Abschlussleiste
angepasst ist.
Weitere vorteilhafte Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus
deren beispielhafter Erläuterung anhand der Figuren.
Es zeigt
1 eine Skizze einer Draufsicht auf ein Glättwerkzeug
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel für die Erfindung,
2 eine Skizze einer Seitenansicht des Glättwerkzeugs
gemäß 1 in Richtung des in der 1
gezeigten Pfeiles x,
3 eine Skizze zur Veranschaulichung der Abmessungen
der Ausnehmung im Vergleich zu den Abmessungen der Abschlussleiste,
4 eine Skizze einer Draufsicht auf ein Glättwerkzeug
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel für die Erfindung und
5 eine Skizze einer Draufsicht auf ein Glättwerkzeug
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel für die Erfindung.
Die 1 zeigt eine Skizze einer Draufsicht
auf ein Glättwerkzeug gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
für die Erfindung. Bei diesem beispielhaft gezeigten Glättwerkzeug handelt
es sich um eine Kelle 1. Diese weist einen Handgriff 2 und ein
mit dem Handgriff 2 über einen Verbindungskörper 8 fest
verbundenes Blatt 3 auf. Dieses hat eine erste Längsseite
4, eine zweite Längsseite 5, eine erste Schmalseite
6 und eine zweite Schmalseite 7. An der Ecke zwischen der ersten
Längsseite 4 und der ersten Schmalseite 6 ist eine rechteckige
Ausnehmung 9 vorgesehen. Des Weiteren ist an der Ecke zwischen der ersten
Längsseite 4 und der zweiten Schmalseite 7 ebenfalls eine
rechteckige Ausnehmung 9 vorgesehen.
Die 2 zeigt eine Skizze einer Seitenansicht
des Glättwerkzeugs gemäß 1 in Richtung
des in der 1 gezeigten Pfeiles x. In dieser Seitenansicht
sind der Handgriff 2, der Verbindungskörper 8 und die erste
Längsseite 4 des Blattes 3 mit den Aussparungen
9 gezeigt.
Die Abmessungen der Ausnehmungen 9 im Vergleich zu den Abmessungen
der Abschlussleiste sind in der 3 veranschaulicht. Aus
dieser Figur ist ersichtlich, dass die Abmessungen der Aussparung 9 des
Blattes 3 den Abmessungen der Abschlussleiste 12 entsprechen.
Diese Abschlussleiste 12 ist im Übergangsbereich zwischen dem Mauerwerk
10 und dem Fensterrahmen 11 vorgesehen und mittels eines Klebebandes
13 am Fensterrahmen 11 befestigt. Durch ein Bewegen bzw. Ziehen
der Kelle in einer Richtung senkrecht zur Papierebene kann der aufgebrachte Putz
in gewünschter Weise abgezogen werden, um eine Putzkante zu erzeugen, die in
Verlängerung zu einer Kante der Abschlussleiste verläuft.
Anhand der 1 und 2
wurde als Glättwerkzeug eine Kelle beschrieben, deren Blatt an einer Ecke zwischen
einer Längsseite und einer Schmalseite eine Ausnehmung und an einer Ecke zwischen
der Längsseite und der anderen Schmalseite eine weitere Ausnehmung aufweist.
Alternativ dazu kann es sich bei dem Glättwerkzeug auch um ein anderes Werkzeug
handeln, beispielsweise eine Glättscheibe, usw.
Ein Vorteil der in der 1 dargestellten
Kelle besteht darin, dass die Längsseite 4, in welche die beiden Ausnehmungen
9 eingebracht sind, zum Aufbringen von Putz bzw. zur Erzeugung einer Putzfläche
im Übergangsbereich zwischen einer Mauer und einem Fenster verwendet werden
kann, während die andere Längsseite 5, welche keine Ausnehmungen
aufweist, in herkömmlicher Weise zur Erzeugung einer Putzfläche verwendet
werden kann.
Die 4 zeigt eine Skizze einer Draufsicht
auf ein Glättwerkzeug gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
für die Erfindung. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist: an der Ecke zwischen
der ersten Längsseite 4 und der ersten Schmalseite 6 des
Blattes 3 eine rechteckige Ausnehmung 9 vorgesehen. Des Weiteren
ist an der Ecke zwischen der ersten Schmalseite 6 und der zweiten Längsseite
5 des Blattes 3 eine weitere rechteckige Aussparung
9 vorgesehen. Im Bereich der zweiten Schmalseite 7 sind keine
Ausnehmungen vorgesehen.
Die 5 zeigt eine Skizze einer Draufsicht
auf ein Glättwerkzeug gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
für die Erfindung. Bei diesem Ausführungsbeispiel weist das Blatt
3 an allen vier Ecken zwischen den Längsseiten und den Schmalseiten
jeweils eine Ausnehmung 9 auf.
Des Weiteren kann eine Glättwerkzeug gemäß der Erfindung
auch nur eine einzige Ausnehmung aufweisen, die an einer Ecke zwischen einer Längsseite
und einer Schmalseite des Blattes des Glättwerkzeuges vorgesehen ist.
- 1
- Glättwerkzeug, Kelle
- 2
- Handgriff
- 3
- Blatt
- 4
- Erste Längsseite des Blattes
- 5
- Zweite Längsseite des Blattes
- 6
- Erste Schmalseite des Blattes
- 7
- Zweite Schmalseite des Blattes
- 8
- Verbindungskörper
- 9
- Ausnehmung
- 10
- Mauer
- 11
- Fensterrahmen
- 12
- Abschlussleiste
- 13
- Klebeband
- x
- Blickrichtung