Einsatzgebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft eine verbesserte Vorrichtung zur
Übertragung von Bewegung zwischen dem Läufer eines Synchronmotors mit
Permanentmagneten und einer Arbeitspartie.
Es ist bekannt, dass die Konstruktion eines elektrischen Motors mit
einem permanentmagnetischen Läufer einen Ständer, Ständerbleche,
Ständerwicklungen und einen Läufer beinhaltet, der zwischen wenigstens
zwei Ständerpolen platziert ist.
Eine Welle erstreckt sich der Länge nach durch den Läufer
und ist drehbeweglich an einer Lagerstruktur befestigt.
Es ist zudem bekannt, dass die Anlaufphase eines Synchronmotors umso
schwieriger ist, je größer die Trägheit der Arbeitspartie ist.
Es ist eine Tatsache, dass die Anlaufphase ein vorübergehender
Modus ist, bei dem sich die Drehrichtung, die Geschwindigkeit und der Strom zwangsweise
ändern, bevor ein synchronisierter Modus erreicht wird.
Während dieses Übergangsmodus wird dem Läufer durch
den Ständer eine Schwingungsbewegung erteilt, die ein wechselndes magnetisches
Feld erzeugt.
Diese Schwingungsbewegung veranlasst den Läufer, durch Herbeiführen
eines Drehmoments am permanentmagnetischen Läufer, sich in eine Position zu
bewegen, wo das magnetische Feld des Läufers mit dem Ständerfeld ausgerichtet
ist.
Wenn der Läufer einen ausreichenden Betrag an kinetischer Energie
aufnimmt, um sich nur eine Kleinigkeit aus seiner ausgerichteten Position zu bewegen,
erhält er unter diesem „Schwingungs"-Zustand eine zusätzliche Beschleunigung,
die ihn dazu veranlasst, sich noch ein bisschen weiter zu drehen. Diese Effekte
summieren sich, bis der synchronisierte Modus erreicht wird.
Stand der Technik
Tatsächlich wird vielfach von mechanischen Kupplungen zum Verbinden
des Läufers mit der Arbeitspartie Gebrauch gemacht; in der Anlaufphase ermöglichen
es diese Kupplungen dem Läufer, sich frei um einen bestimmten Winkel zu schwenken.
Das ist der Fall bei den so genannten Klauenkupplungen, wobei ein
erster, eingreifender Zinken, der in Bezug auf die Drehachse exzentrisch ist, starr
an den Läufer gekoppelt ist und ein zweiter, angegriffener Zinken, der auch
in Bezug auf die Drehachse exzentrisch ist, starr an die Arbeitspartie gekoppelt
ist.
Auf diese Weise wird der Läufer während der vorübergehenden
Anlaufphase von der Trägheit der Arbeitspartie gelöst und das macht es
leichter, die Synchronisation zu erreichen.
Mit anderen Worten wird eine freie Winkelbewegung (typischerweise
von 180 Grad) der Leerlaufdrehung erlaubt, an deren Ende die Last mit einem Stoß
erfasst wird, der den Läufer und die Arbeitspartie in Eingriff bringt, so dass
sie sich zusammen drehen. Beim tatsächlichen Betrieb wird auf diese Weise eine
positive Bewegungsübertragung aufgebaut.
Auf diese Weise ermöglicht es der Leerlaufdrehungsausgleichvorgang
dem Motor den synchronisierten Betriebsmodus zu erreichen und einen ausreichenden
Drehmomentbetrag zu entwickeln, um die Trägheit der Arbeitspartie beim Anlaufen
zu überwinden.
Eine Vorrichtung zur Übertragung von Bewegung zwischen dem Läufer
eines Synchronmotors mit Permanentmagneten und einer Arbeitspartie wird in WO-A
9948189 im Namen dieses Anmelders offenbart. Diese Vorrichtung umfasst wenigstens
zwei Bewegung übertragende Kupplungen, die gegenseitig in einer kinematischen
Serie zusammenwirken.
Eine erste Kupplung der Vorrichtung umfasst wenigstens ein antreibendes
Element, das in Bezug auf die Drehachse exzentrisch ist und das starr an den Läufer
gekoppelt ist, und wenigstens ein angetriebenes Element, das ebenfalls in Bezug
auf die Drehachse exzentrisch ist und das sich in Bezug auf den Läufer frei
drehen kann.
Eine zweite Kupplung dieser Vorrichtung umfasst wenigstens ein antreibendes
Element, das in Bezug auf die Drehachse exzentrisch ist und ein angetriebenes Element,
das ebenfalls in Bezug auf die Drehachse exzentrisch ist und das starr an die Arbeitspartie
gekoppelt ist.
Der Winkel, der durch die Elemente einer jeden Kupplung abgedeckt
wird, beträgt im Ganzen weniger als einen Vollwinkel, aber das antreibende
Element der zweiten Kupplung entspricht dem angetriebenen Element der ersten Kupplung,
so dass der Winkel der Freiheit zwischen dem Läufer und der Arbeitspartie vergrößert
wird.
Mit anderen Worten, das antreibende Element der ersten Kupplung und
das angetriebene Element der zweiten Kupplung werden an diskreten axialen Positionen
ungehindert voneinander platziert und die mittlere Komponente,
die als angetriebenes Element der ersten Kupplung und als das antreibende Element
der zweiten Kupplung arbeitet, greift mit ihrer axialen Kontur in den Bewegungspfad
der beiden Elemente ein.
Die mittlere Komponente, die zwischen das antreibende und das angetriebene
Element der ersten und der zweiten Kupplung platziert wurde, ist ein einzelnes elastisches
Element, das aus Gummi gefertigt ist.
Ein Problem, dem durch diese Art von Antriebskupplungen begegnet wird
ist, dass die sehr großen Beschleunigungsbeträge (in der Größenordnung
von 16000 rad/sec2) des Läufers einen Stoß zwischen dem antreibenden
und dem angetriebenen Element verursachen, der sich durch das mittlere Element fortpflanzt.
Die sich ergebene Stoßwelle wird innerhalb des mittleren elastischen
Elements eingefangen, was dazu führt, dass letzteres vorzeitig versagt.
Es ist eine vorrangige Aufgabe dieser Erfindung, eine verbesserte
Vorrichtung zur Übertragung von Bewegung zwischen dem Läufer eines Synchronmotors
mit Permanentmagneten und einer Arbeitspartie bereitzustellen, das die baulichen
und funktionalen Merkmale aufweist, die die oben erwähnten Nachteile des Stands
der Technik beseitigt.
Eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, den akustischen Umsetzungsgrad
(Merkmal des geräuschlosen Laufs) der Vorrichtung von der Motoranlaufphase
bis zum Dauerbetrieb für die gesamte Lebensdauer des Motors zu verbessern.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Bewegung übertragende
Vorrichtung von einfacher Konstruktion und kompakter Größe bereitzustellen.
Noch eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Bewegung
übertragende Vorrichtung mit vergleichsweise geringen Kosten bereitzustellen.
Nicht zuletzt ist es eine Aufgabe der Erfindung, die Ermüdungsbeständigkeit
der Komponenten und ihre Anwendung zu verstärken.
Zusammenfassung der Erfindung
Diese und andere Aufgaben werden durch eine Vorrichtung zur Übertragung
von Bewegung zwischen dem Läufer eines Synchronmotors mit Permanentmagneten
und einer Arbeitspartie von dem Typ gelöst, der vorhin erwähnt wurde und
der durch den beschreibenden Teil des beigefügten Anspruchs 1 definiert wird.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sollten klarer aus einer
detaillierten Beschreibung eines Ausführungsbeispiels davon, das als nicht
einschränkendes Beispiel gegeben wird, unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung verstanden werden, wobei:
Kurze Beschreibung der Erfindung
1 eine Explosionsansicht eines Läufers eines elektrischen
Motors mit Permanentmagneten ist, in der die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung
eingebaut ist;
2 eine perspektivische Ansicht einer mittleren Komponente
der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung ist;
3 eine diametrale Querschnittansicht (genommen entlang
der Linie III-III in 4) der in 1
gezeigten Vorrichtung ist; und
4 eine Querschnittansicht ist, genommen entlang der
Linie IV-IV in 3.
Detaillierte Beschreibung
Unter Bezugnahme auf die Zeichnungsansichten wird bei 10
der Läufer eines elektrischen Synchronmotors mit Permanentmagneten im Allgemeinen
gezeigt. Der Motor, der nicht gezeigt wird, ist einer vom herkömmlichen Typ.
Der Synchronmotor ist geeignet zur Drehung einer Arbeitspartie; beispielsweise
könnte der Motor in einer Kreiselpumpe eingebaut sein, die als Arbeitspartie
ein Pumpenrad 17 aufweist. Die folgende Beschreibung wird lediglich zum
Zweck unter Bezugnahme auf dieses spezielle Anwendungsgebiet gegeben, die gesamte
Erklärung zu vereinfachen.
Der Läufer 10 enthält einen Permanentmagneten
11, der eine zylindrische und ringförmige Form aufweist und als eine
Hülse auf einer inneren Nabe 13 des Kunststoffelements 12
befestigt ist, das einen axialen Durchgang 15 aufweist.
Das Kunststoffelement 12 weist sich gegenüberliegende
geflanschte Enden 14 auf und ist einstückig mit einer Welle
16 gestaltet, die durch den axialen Durchgang 15 hindurchläuft.
Die Welle 16 ist an das Flügelrad 17 über
eine Vorrichtung 1 zur Übertragung von Bewegung gekoppelt, das erfindungsgemäß
verwirklicht wurde.
Die Vorrichtung 1 umfasst wenigstens eine erste
2 und eine zweite Kupplung 3, die gegenseitig in
einer kinematischen Serie zusammenwirken.
Die erste Kupplung 2 umfasst ein antreibendes Element
23, das einen Abschnitt 22 umfasst, der in Bezug auf die Drehachse
des Läufers 10 exzentrisch ist und mit einem Ende der Welle
16 verbunden ist. Solch ein antreibendes Element 23 beinhaltet
einen Zinken 22.
Die erste Kupplung 2 umfasst zudem ein angetriebenes Element
5, das wiederum in Bezug auf die Drehachse exzentrisch ist.
Das angetriebene Element 5 umfasst wenigstens ein Paar elastischer
Elemente 25 und 26, die in Winkelabfolge zueinander platziert
sind, so dass sie eine festgelegte Winkelbreite von ungefähr der Hälfte
einer vollen Umdrehung besetzen.
Die zweite Kupplung 3 umfasst ein antreibendes Element, das
in Bezug auf die Drehachse des Läufers 10 exzentrisch ist und das
drehbeweglich in einem hohlen Körper 18 untergebracht ist, der im
Folgenden beschrieben wird.
Vorteilhafterweise korrespondiert das angetriebene Element der zweiten
Kupplung 3 mit dem angetriebenen Element 5 der ersten Kupplung
2 und ist mit diesem koinzident.
Die zweite Kupplung 3 umfasst zudem ein angetriebenes Element
24, das starrr mit der Arbeitspartie ist, d.h. dem Pumpenrad
17.
Dieses Element 24 besteht im Wesentlichen aus einem Zinken,
der in Bezug auf die Drehachse des Läufers 10 exzentrisch ist. Darüber
hinaus befinden sich die Zinken 23, 24 in axialen Positionen,
die eigenständig sind und sich nicht gegenseitig stören.
Die erste und die zweite Kupplung sind in einem hohlen Körper
18 untergebracht, der im Pumpenrad 17 zum Ende der Welle
16 hin vorgesehen ist.
Solch ein hohler Körper 18 ist durch einen Deckel
19 verschlossen, der ein zentrales Loch 8 aufweist, das von dem
Ende der Welle 16 durchquert wird und das mit einer Ringdichtung
20 versehen ist, die in einer Einpassung nahe dem zentralen Loch
8 angeordnet ist.
Das angetriebene Element 24 der zweiten Kupplung
3, das im Wesentlichen aus einem Zinken besteht, der einstückig mit
dem Pumpenrad geformt worden ist, steht innerhalb des hohlen Körpers
18 ab.
Das Element 5, das sowohl als angetriebenes Element der ersten
Kupplung 2 als auch als antreibendes Element der zweiten Kupplung
3 wirkt, ist innerhalb des hohlen Körpers 18 zwischen den
aneinander stoßenden Zinken 22, 24 drehbeweglich befestigt.
In der Praxis befinden sich die Zinken 22 und 24
auf eigenständigen und nicht störenden Ebenen quer zur Läuferachse
und sie sind kinematisch nur über das Element 5 verbunden, das sich
mit beiden in Wechselwirkung befindet. Das Winkelprofil der Zinken 22 und
24 würde offensichtlich klein genug sein für die elastischen
Elemente 25 und 26, um Bewegungsfreiheit zu genießen.
Jedes elastische Element 25 oder 26 des Elements
5 ist ein Ringsegment, das vorzugsweise (obwohl nicht notwendigerweise)
ein viertel einer vollen Umdrehung überspannt. Die Elemente 25,
26 weisen abgerundete Kanten auf, wie es in 2
gezeigt ist.
Die Elemente 25, 26 können auch Winkelbreiten
aufweisen, die sich voneinander unterscheiden.
Vorteilhafterweise können die Elemente 25 und
26 mittels eines Diaphragmas oder einer Brücke 27, die sich
in einer mittleren Position befindet, einstückig gefertigt sein. Das führt
den Vorteil herbei, dass das Element 5, das die Elemente 25,
26 umfasst, einzeln durch beispielsweise Maschinen oder Geräte vom
„Bestückungs"-Typ gehandhabt werden können, die für einen
automatischen Zusammenbau geeignet sind.
Die Elemente 25 und 26 können aus dem gleichen
Material (beispielsweise Gummi) oder aus unterschiedlichen Materialien gefertigt
sein.
Die zwei Elemente 25 und 26 repräsentieren
ein elastisches System, das in der Lage ist, fortlaufend den Stoß zwischen
dem Zinken 22 und 24 zu dämpfen, von denen der zweite, der
starr mit dem Pumpenrad 17 ist, ursprünglich ruhig ist.
Vorteilhafterweise verteilen die Elemente 25 und
26 die Stoßenergie über ein größeres Materialvolumen
als bisher, wobei sie gleichzeitig durch die Lücke, die dazwischen vorgesehen
ist, die reflektierte Stoßwelle abschwächen.
Es ist eine Tatsache, dass die wahlweise Anwesenheit des Diaphragmas
oder der Brücke 27 keinen Effekt aufweist; es ist nur sehr wahrscheinlich,
dass das Diaphragma bei längerem Lauf bricht, aber das beeinträchtigt
in keiner Weise den ordnungsgemäßen Betrieb der Bewegung übertragenden
Vorrichtung 1.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung löst wirksam das technische
Problem und erzielt verschiedene Vorteile, von denen der erste darin liegt, dass
der Synchronmotor, der mit der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung
ausgestattet ist, ein Geräusch wiedergibt, das definitiv geringer ist in Bezug
auf die Lösungen, die derzeitig durch den Stand der Technik geboten werden.
Darüber hinaus ist eine bemerkenswerte Zunahme der Betriebsdauer
solch eines Motors bemerkt worden, im Wesentlichen infolge der längeren Lebensdauer
und des verminderten Verschleiß der auf diese Weise ersonnenen Vorrichtung
zur Übertragung von Bewegung.
Schließlich lohnt es sich, darauf hinzuweisen, dass die erfindungsgemäße
Vorrichtung einen einfachen und zuverlässigen Aufbau und stark verminderte
Kosten aufweist. Sie ist auch für eine Produktion in einem sehr großen
Maßstab geeignet, auf diese Weise werden die Gesamtherstellungskosten und -zeiten
über automatisierte Montagebänder vermindert.