Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schlafsack für Kinder
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Ein „Schlafsack für
Kinder" ist definiert als thermisches, isoliertes, sackartiges Textilobjekt, das
zum Zudecken von Neugeborenen und Babys verwendet wird.
Hintergrund
Es ist eine große Anzahl an Vorschlägen für derartige
Säcke für Kinder bekannt, die Zungen und Schichten aufweisen, die zusammengefaltet
werden können, um Kindern verschiedener Größe zu passen. Es ist allgemein
eine Herausforderung, Schlafsäcke für Kinder auf solche Weise zu entwerfen,
dass sie für einen längeren Zeitraum genutzt werden können, d.h.
über einen Wachstumszeitraum, während dessen sich das Kind von einer Länge
von z.B. 50 cm bis zu einer Länge von 100 cm oder mehr entwickelt. Es ist ein
allgemeiner Wunsch, das eine solche Ausrüstung von dem Kind solange wie möglich
sein Leben hindurch benutzt werden kann, z.B. so, dass der Sack als Schlafsack selbst
nach dem Babystadium verwendet werden kann.
Eine erste Lösung für dieses Problem ist in der norwegischen
Eintragung des Geschmacksmusters Nr. 65570 offenbart, bei dem die Anpassung des
Sacks auf verschiedene Größen durch Zungen und Schnüre erreicht wird.
Die norwegische Eintragung des Geschmacksmusters Nr. 56862 offenbart
einen Doppelzweck-Schlafsack für Kinder und eine Wärmejacke. Dieses Muster
ist für die Herstellung eines Schlafsacks für Kinder von flexibler Größe
nicht geeignet.
Keiner dieser Vorschläge stellt einen Schlafsack für Kinder
zur Verfügung, der eine Flexibilität in der Größe aufweist.
Dokument US-A-4989282 offenbart einen verlängerbaren Schlafsack.
Aufgabe
Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen Schlafsack
für Kinder zur Verfügung zu stellen, der eine größere Flexibilität
hinsichtlich der Größe aufweist als bekannte Schlafsäcke für
Kinder. Es ist eine spezielle Aufgabe der Erfindung, einen Schlafsack für Kinder
zu entwerfen, der in der Länge auf solche Weise verlängert werden kann,
dass er als Schlafsack für größere Kinder verwendet werden kann,
was ihm auch erlaubt, von einem Kind höheren Alters verwendet zu werden, als
es die bekannten Schlafsäcke für Kinder zulassen.
Die Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung kann von einem Schlafsack für Kinder
erfüllt werden, wie er durch Anspruch 1 beschrieben ist. Weitere vorteilhafte
Merkmale werden von den Ansprüchen 2–3 beschrieben. Die Erfindung wird
genauer durch das folgende Beispiel beschrieben.
Beispiel
Die Erfindung wird durch die Zeichnungen veranschaulicht, in denen
1 eine perspektivische Ansicht eines Hauptteils ist,
2 und 3 perspektivische
Ansichten eines ersten Zusatzteils von vorn bzw. von hinten sind,
4 und 5 entsprechende Ansichten
eines zweiten Zusatzteils sind,
6 und 7 perspektivische
Ansichten eines Schlafsacks für Kinder gemäß der Erfindung in einer
kurzen Variante und
8 und 9
6 und 7 entsprechende Ansichten
einer langen Variante des Schlafsacks für Kinder sind.
1 zeigt ein Hauptteil 11 eines Schlafsacks
für Kinder gemäß der Erfindung. Es umfasst ein Unterteil
12, das eine Oberseite aufweist, die rund geschnitten ist, und einen Kragen
13, der als Kappe ausgebildet ist, um das obere Teil. In dem Kragen
13 ist ein Durchgang vorgesehen, der zwei Spannungsschnüre
14 und 15 aufweist, die sich oben treffen, und die in einer dreieckigen
inneren Tasche 16 angeordnet werden können, wodurch sie für das
Kind unzugänglich gemacht werden. Die Tasche 16 weist einen Klettverschluss
17 auf, der auf einem Gegenstück 18 außerhalb des Kragens
13 befestigt werden kann. Der Kragen 13 kann durch Verwendung
der Spannungsschnüre 14 und 15 in eine Kappe zusammengezogen
werden, die einen größeren Bereich des Unterteils 12 bedeckt,
als in der Figur gezeigt ist.
Außerhalb des Kragens 13 ist eine rechteckige Tasche
19 vorgesehen, die vorsteht und deren Aufgabe ist, den Schlafsack für
Kinder in einem Wagen, auf einem Tisch oder Sitzschlitten, indem sie an dem Trageteil
befestigt wird.
Am Ende des Kragens 14 ist eine Schlaufe 20 befestigt,
die einen Querstift 21 aufweist, der in eine entsprechende Schlaufe auf
den Zusatzteilen eingehakt werden kann, wie unten beschrieben wird.
Entlang des freien Randes des Unterteils 12 wird ein Teil
24 eines Reißverschlusses befestigt. Das Unterteil 12 weist
durchgehende Schlitze 25 zum Durchziehen von Befestigungsbändern oder
-schnüren auf.
2 und 3 zeigen ein erstes
Zusatzteil 26, das dem Hauptteil entspricht und das ein Unterteil
27 und einen Kragen 28 aufweist, der mit zunehmender Breit nach
außen von beiden Enden eines Querrandes 29 zusammenläuft. Der
Kragen weist einen Reißverschluss 30 auf, der dem Reißverschluss
24 entspricht und kann an diesem befestigt werden. An den Enden des Reißverschlusses
30 befinden sich Schlaufen 31 und 32, an denen die Querstifte
21 befestigt werden.
4 und 5 zeigen ein zweites
Zusatzteil 33, das ein Unterteil 34 und ein Endteil
35 aufweist, das einen Sack bildet. Der freie Rand 36 des Endteils
35 läuft in eine Keilform auf jedes Ende von Endrand 37 des
Unterteils 34 hin zusammen. Hier werden Schlaufen 38 und
39 in einer Position, die Schlaufen 31 und 32 am ersten
Zusatzteil entsprechen, befestigt. Entlang des freien Rands von Endteil
35 ist ein Reißverschluss 40 befestigt, der der Position
von Reißverschluss 30 auf dem ersten Zusatzteil 26 entspricht.
Das freie Ende von Unterteil 34 bildet eine Zunge 41, die einen
geraden Rand aufweist.
6 und 7 zeigen, wie das
Hauptteil 11 mit dem ersten Zusatzteil 26 zusammengefügt
werden kann, wobei ein geschlossener Schlafsack für Kinder gebildet wird, der
eine kurze Länge aufweist.
8 und 9 zeigen, wie das
Hauptteil 11 mit dem zweiten Zusatzteil 33 zusammengefügt
werden kann, wobei ein Schlafsack für Kinder mit einer größeren Länge
gebildet wird. In beiden Fällen werden die Reißverschlüsse
24 und 30 bzw. 40 als abnehmbare Befestigungsmittel verwendet.