Diese Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einstellen des
Vorbelastungsgrades der Federn in Bürostuhlmechanismen. Eine Vorrichtung zum
Einstellen der Vorbelastung einer Feder in einem automatischen Sitz ist von
US 5.116.016 bekannt.
Es sind Vorrichtungen zum Einstellen des Vorbelastungsgrades der Federn
in Bürostuhlmechanismen bekannt, die aus einem Knopf bestehen, der auf einen
Schaft einwirkt, der in dem Inneren der Feder angeordnet ist.
Ein Nachteil dieses Systems besteht in der Tatsache, dass es im Fall
der vertikalen Position der Feder unter dem den Sitzabschnitt tragenden Kastenaufbau
gewisse Schwierigkeiten gibt, den Mechanismus zu betätigen.
Um diesen Nachteil zu beseitigen, wurden Lösungen vorgestellt,
bei denen sich der Mechanismus in einer seitlichen horizontalen Position befindet,
so dass mechanische Mittel verwendet werden können, um den Kompressionsgrad
der Feder einzustellen.
Diese Lösung weist jedoch den Nachteil auf, dass sie lediglich
bei Stühlen mit Neukonstruktion verwendet werden kann, und dass sie nicht bei
Mechanismen angewendet werden kann, die bereits handelsüblich sind.
Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, diesen Nachteil zu beseitigen,
indem ein Einstellsystem geschaffen wird, das die Federn in Bürostuhlmechanismen
vorbelasten kann und das bei handelsüblichen Kastenaufbauten angebracht werden
kann.
Diese und weitere Aufgaben, die aus der folgenden Beschreibung hervorgehen,
werden gemäß der Erfindung durch eine Vorrichtung zum Einstellen des Vorbelastungsgrades
von Federn in Bürostuhlmechanismen erzielt, wie es in Anspruch 1 beschrieben
ist.
Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung ausführlich beschrieben,
in der:
1 eine perspektivische Explosionsansicht der Einstellvorrichtung
der Erfindung ist, die bei einem Kastenaufbau angewendet wird,
2 deren zusammengebaute Konfiguration im Längsschnitt
zeigt, und
3 eine Variante davon zeigt.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, wird die Einstellvorrichtung der
Erfindung bei einem Schwenkträger angewendet, der insgesamt mit 2
bezeichnet ist und einen festen Kastenaufbau 4 umfasst, der weiter unten
mit einer kegelstumpfförmigen Buchse zum Einsetzen des oberen Endes des Schafts
einer herkömmlichen (in der Zeichnung nicht gezeigten) Gasfeder versehen ist,
deren Aufgabe darin besteht, den Schwenkträger auf einer Auflagebasis zu unterstützen
und gleichzeitig die Höhe des Sitzabschnitts einzustellen.
Die Flansche 12 einer Platte 14, die einen (in der
Zeichnung nicht gezeigten) Sitzabschnitt unterstützt, sind um einen rohrförmigen
Schaft 10 an den Längswänden 8 des Kastenaufbaus angelenkt,
wobei die Flansche 12 außerdem um einen weiteren quer verlaufenden
Schaft 16 an einer ausgedehnten Platte 18 angelenkt sind, um die
(in der Zeichnung nicht gezeigte) Rückenlehne zu unterstützen, die wiederum
durch ihre Flansche 20 an den Längswänden 8 des Kastenaufbaus
um einen quer verlaufenden Stift 22 angelenkt ist.
Die Oberfläche der Platte 18 umfasst einen Sitz, der
mit einem Loch 24 versehen ist, in das eine Zugstange 26 eingreift,
die in die Einstellvorrichtung eingesetzt ist, die insgesamt mit 28 bezeichnet
wird.
Die Vorrichtung umfasst eine aus zwei Körpern bestehende Buchse,
die in ihrem Inneren eine Spiralfeder 30 aufnimmt, die zu der Zugstange
konzentrisch ist und mit ihrem freien Ende auf einem Stecker 32 aufliegt,
in dem der Kopf einer Gegenmutter ruht, die mit dem Gewindeende der Zugstange in
Eingriff gelangt.
Genauer umfasst die Einstellvorrichtung eine erste Buchse
36, deren Basis in einen Sitz 38 eingesetzt ist, der in der Basis
des Kastenaufbaus vorgesehen ist, und deren freie Kante 40 ihrer seitlichen
Oberfläche sich bei 44 schraubenlinienförmig erstreckt.
Im Inneren der ersten Buchse ist eine zweite Buchse 42 eingesetzt,
deren äußere seitliche Oberfläche einen schraubenlinienförmigen
Steg umfasst, der mit der freien Kante der ersten Buchse zusammenwirkt.
Zudem umfasst die äußere seitliche Oberfläche der ersten
Buchse 36 einen Halterungsabschnitt 46, mit dem eine Schnecke
48 in Eingriff gelangt, die mit einem (in der Zeichnung nicht gezeigten)
Betätigungsknopf versehen ist, der an den parallelen Armen 50 einer
U-Stütze 52 befestigt ist, die mit der Basis des Kastenaufbaus starr
verbunden ist.
Die parallelen Arme 50 sind mit zwei Ansätzen
54 versehen, die zwischen den Zinken von zwei an der äußeren
seitlichen Oberfläche der zweiten Buchse 42 vorgesehenen Gabeln
56 in Eingriff gelangen.
Die Vorrichtung der Erfindung arbeitet auf die folgende Weise:
Ohne äußere Belastungen, beispielsweise wenn der Benutzer nicht auf dem
Stuhl sitzt, hält die Feder 30 den Kastenaufbau und folglich die Unterstützungsplatte
14 und die daran angelenkte Platte 18 in einer fast vorgeschobenen
Stuhlposition.
Die Konfiguration ist ausschließlich durch die Gegenwirkung auf
Grund der Feder 30 stabil. Wenn der Benutzer auf dem Stuhl sitzt, wirkt
das Gewicht des Benutzers als ein Hebel gegen die Rückenlehne, um die Kompression
zu ändern, der die Feder ausgesetzt ist.
In dieser Konfiguration können die Rückenlehne und der Sitzabschnitt
durch die Wirkung des Axialdrucks des Benutzers, der auf dem Sitz sitzt, frei rückwärts,
und durch Verringern dieses Axialdrucks in ausreichendem Ausmaß vorwärts
geneigt werden, um zu ermöglichen, dass die Feder ihre elastische Gegenwirkung
ausübt.
Wenn sich das Gewicht des Benutzers ändert, ändert sich
auch die Intensität der Kraft, die erforderlich ist, um die Feder zu überwinden,
und deswegen ist die Vorrichtung in der Lage, die Gegenwirkung dieser Feder einzustellen,
indem ihre Vorbelastung eingestellt wird.
In diesem Zusammenhang wird durch Einwirken auf den Betätigungsknopf
der Schnecke 48 die erste Buchse 36 dazu veranlasst, sich axial
zu drehen, so dass mittels der Drehung ihrer schraubenlinienförmigen Wände
eine Wegziehen oder eine Annäherung der zweiten Buchse 42 bewirkt
wird, die sich, da ihre Gabeln 56 mit den Ansätzen 54 an
der Unterstützung in Eingriff sind, lediglich mit einer translatorischen Bewegung
bewegen kann. Folglich wird die Feder als ein Ergebnis der Bewegung der zweiten
Buchse in die eine Richtung oder in die andere Richtung, auf deren Basis ein Ende
der Feder aufliegt, zusammengedrückt oder gedehnt.
Aus dem Vorhergehenden geht hervor, dass die Vorrichtung der Erfindung
zahlreiche Vorteile bietet, und insbesondere gilt:
- – sie kann bei bereits vorhandenen Kastenaufbauten angewendet werden,
während sie gleichzeitig ermöglicht, dass der Vorbelastungsgrad auf einfache
und komfortable Weise eingestellt wird,
- – sie ist konstruktionstechnisch einfach, da lediglich zwei Kunststoffteile
verwendet werden, die kostengünstig, selbstausrichtend und selbstgeführt
sind,
- – sie bietet Zuverlässigkeit und Sicherheit im Betrieb,
- – sie ermöglicht, dass der Vorbelastungsgrad mit verringerter Einstellkraft
geändert werden kann,
- – sie ermöglicht, dass einfache Gießformen verwendet werden,
bei denen das Vorhandensein von Gewinden nicht erforderlich ist.
In der in 3 gezeigten Ausführungsform
umfassen die schraubenlinienförmigen Oberflächen des ersten Elements und
des zweiten Elements Abschnitte mit einem gestuften Profil 58.
Bei einer in der Zeichnung nicht gezeigten weiteren Variante umfassen
die schraubenlinienförmigen Oberflächen des ersten Elements mehrere Löcher,
mit denen an dem zweiten Element vorgesehene entsprechende Fortsätze in Eingriff
gelangen.
Diese Ausführungsformen weisen den Vorteil auf, dass die Konfiguration
der Vorbelastungseinstellung ohne Verwendung von nicht umkehrbaren Betätigungsmitteln
wie etwa Schnecken stabil gehalten werden kann.