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Dokumentenidentifikation DE60216746T2 08.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001385067
Titel Uhr zum Planen von Ereignissen
Anmelder ETA SA Manufacture Horlogère Suisse, Grenchen, CH
Erfinder Gonzalez, Julien, 1630 Bulle, CH
Vertreter Sparing · Röhl · Henseler, 40237 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 60216746
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 25.07.2002
EP-Aktenzeichen 020780557
EP-Offenlegungsdatum 28.01.2004
EP date of grant 13.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse G04G 11/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektronisches Zeitmessgerät des Armbanduhrtyps, das ermöglicht, Informationen bezüglich einer eine Vielzahl von geplanten Ereignissen umfassenden Veranstaltung, wie zum Beispiel der Olympischen Spiele, der Fussballweltmeisterschaft, oder auch der Feiertage in der Welt, zu liefern.

Im Stand der Technik ist aus dem Dokument DE 199 11 008 eine auf 1 dargestellte Armbanduhr bekannt, die ein kreisförmiges Uhrgehäuse 101, einen kreisförmigen Glasreif 102 und ein Uhrglas, welches durch den Glasreif befestigt ist, umfasst. Unter dem Uhrglas befindet sich ein Zifferblatt 104, das durch einen kegelstumpfförmigen Höhenring 105 festgehalten wird, auf dem die Stunden von "1" bis "12" eingetragen sind. In der Mitte des Zifferblatts 104 ist eine Öffnung vorgesehen, durch welche die vier Wellen, die Zeiger tragen, verlaufen, wobei nur die äussere Welle 106 auf der Figur sichtbar ist. Die Wellen sind mit dem unter dem Zifferblatt 104 angeordneten Uhrwerk (nicht dargestellt) verbunden. Jede der vier Wellen trägt einen der vier Zeiger, nämlich den Stundenzeiger 107, den Minutenzeiger 108, den Sekundenzeiger 109 bzw. den im Gegenuhrzeigersinn drehenden zusätzlichen Zeiger 110.

Der Glasreif 102 ist in 12 Abschnitte aufgeteilt, in denen jeweils eine Anzeige eines der Monate zu erkennen ist. Die Anzeige des Monats Januar ist zwischen 11 und 12 Uhr angeordnet, die Anzeige des Monats Februar ist zwischen 10 und 11 Uhr angeordnet, und dies bis zur Anzeige des Monats Dezember, die zwischen 12 und 1 Uhr angeordnet ist.

Der zusätzliche Zeiger 110 wird durch das Uhrwerk der Uhr derart angetrieben, dass er in Bezug auf das Zifferblatt 104 eine Umdrehung in einem Jahr ausführt, wobei er durch 52 Positionen geht, was etwa einer Verlagerung von einem Schritt pro Woche entspricht.

Auf dem Zifferblatt 104 sind die 17 Monatstage, die den 17 Grand Prix der Formel 1-Saison des Jahres 1999 entsprechen, sowie die Länder, in denen die Grand Prix stattfinden, dargestellt. Die verschiedenen Anzeigen bezüglich der Länder sind strahlenförmig am Rand des Zifferblatts 104 gegenüber Monatstagen eingetragen; wobei die Anzeigen bezüglich der Monatstage in Feldern, die ebenfalls am Rand des Zifferblatts vorgesehen sind, eingetragen sind.

Während der Woche, in der ein Grand Prix stattfindet, zeigt somit der zusätzliche Zeiger 110 das Land und den Monatstag an, und der Benutzer kann somit überprüfen, ob das Tagesdatum mit dem angezeigten Monatstag übereinstimmt, und er kann also wissen, ob der Grand Prix am fraglichen Tag stattfindet, und da die Grand Prix der Formel 1 immer am Sonntag stattfinden, kann der Benutzer ebenfalls den Wochentag überprüfen. Für diese Art von Informationen ist die Anzeige des zusätzlichen Zeigers 110, die bis auf eine Woche genau ist, also gerade ausreichend.

Da vom Monat November bis zum Monat Februar kein Grand Prix stattfindet, ist vorgesehen, diesen freigelassenen Sektor des Zifferblatts 104 für die Inschrift „Formula One 1999" zu verwenden.

Das Gehäuse 101 der Uhr umfasst eine bei 3 Uhr angeordnete Krone 111, um insbesondere die Zeit einzustellen, und einen bei 2 Uhr angeordneten Druckknopf 112, um den zusätzlichen Zeiger 110 auf das richtige Datum einzustellen.

Eine solche Uhr weist jedoch mehrere Nachteile auf. Es ist nämlich wichtig festzuhalten, dass der zusätzliche Zeiger an erster Stelle eine zeitliche Angabe liefert, die mit Inschriften, die zum Beispiel den Ort des Ereignisses betreffen, übereinstimmt. Deshalb hängt die Position des zusätzlichen Zeigers einzig vom Datum, und genauer von der laufenden Woche, ab. Somit kann der zusätzliche Zeiger nur eine einzige Inschrift, zum Beispiel ein Land, bestimmt anzeigen. Er ermöglicht also weder das Anzeigen von mehreren gleichzeitig stattfindenden Ereignissen noch das Anzeigen von mehreren Anzeigen von gleicher Art, die sich auf ein laufendes Ereignis beziehen.

Die Idee, die darin bestünde, mehrere zusätzliche Zeiger zu verwenden, weist keinen Vorteil auf, weil zwischen der Position des zusätzlichen Zeigers und der laufenden Woche nämlich eine direkte Übereinstimmung besteht. Um mittels zweier zusätzlicher Zeiger zwei Ereignisse anzeigen zu können, müssten diese letzteren unterschiedliche zeitliche Angaben liefern, was das Ablesen sozusagen verunmöglichen würde.

Ferner ist ebenfalls festzuhalten, dass der zusätzliche Zeiger nur bis auf eine Woche genau das Eintreffen eines Ereignisses anzeigt. Der Benutzer ist in der Folge gezwungen, den durch den zusätzlichen Zeiger angezeigten Monatstag mit dem Tagesdatum zu vergleichen, um das tatsächliche Eintreffen des angezeigten Ereignisses zu überprüfen. Wenn dann der Benutzer die Zeit des Beginns des angezeigten Ereignisses kennen will, um beispielsweise eine Fernsehdirektübertragung verfolgen zu können, muss er dort, wo er sich befindet, die Anfangszeit des Ereignisses kennen. Dies erfordert, die Anfangszeit des Ereignisses im Land, wo es stattfindet, und die Zeitverschiebung zwischen dem Ort, wo das Ereignis stattfindet, und dem Ort, wo sich der Benutzer befindet, zu kennen. Es ist also nicht sehr einfach, diese Uhr verwenden zu können, um eine genaue Information betreffs des Eintreffens eines Ereignisses zu erhalten.

Schliesslich ist eine solche Uhr nur für eine Formel 1-Saison verwendbar. Von einem Jahr zum anderen variieren nämlich die Monatstage für jeden Grand Prix, und die Reihenfolge des Kalenders kann einige Veränderungen erfahren, wenn zum Beispiel gewisse Grand Prix hinzugefügt oder gestrichen werden.

Die Erfindung hat also insbesondere zum Ziel, ein Zeitmessgerät zu liefern, das eine Vielzahl von gleichzeitig stattfindenden Ereignissen genau anzeigen kann.

Das elektronische Zeitmessgerät gemäss der Erfindung ist nämlich insofern bemerkenswert, als es ermöglicht, die obenerwähnten Nachteile zu beheben.

Dazu betrifft die vorliegende Erfindung ein elektronisches Zeitmessgerät nach Anspruch 1.

Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung ist das elektronische Zeitmessgerät dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitbasis eine zweite Zeitinformation, die unabhängig von den Zeitzonen ist, liefert, und dass die Vielzahl von Ereignissen in Abhängigkeit von dieser zweiten Zeitinformation geplant ist.

Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das elektronische Zeitmessgerät dadurch gekennzeichnet, dass es ferner Empfangsmittel zum Empfang von externen Signalen umfasst, um die die Planung der Vielzahl von Ereignissen betreffenden Daten ausgehend von einer spezifischen Site eines ausgedehnten Informationsnetzes einzugeben.

Die Erfindung wird weiter unten im Detail für Ausführungsformen beschrieben, die einzig als Beispiele gegeben sind, wobei diese Ausführungsformen durch die beigefügten Zeichnungen illustriert sind, in denen:

1, die bereits beschrieben worden ist, eine „Formel 1"-Uhr gemäss dem Stand der Technik darstellt;

2 ein Prinzipschema eines Zeitmessgeräts gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung darstellt;

die 3A und 3B ein Zeitmessgerät gemäss einer ersten und einer zweiten Variante gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung darstellen;

4 ein Zeitmessgerät gemäss einer zweiten Ausführungsform der Erfindung darstellt;

5 ein Zeitmessgerät gemäss einer dritten Ausführungsform der Erfindung darstellt; und

6 ein Zeitmessgerät gemäss einer vierten Ausführungsform der Erfindung darstellt.

2 stellt ein Prinzipschema eines elektronischen Zeitmessgeräts gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dar. Das Zeitmessgerät umfasst insbesondere eine Zeitbasis 1, die insbesondere einen Quarzoszillator 2 und eine einem Zeitsignalgenerator zugeordnete Frequenzteilerkette umfasst, die eine Einheit 3 bilden, die ermöglicht eine erste IH1 und eine zweite IH2 Zeitinformation zu liefern.

Die erste Zeitinformation IH1 entspricht der Ortszeit für den Benutzer des Zeitmessgeräts. Die zweite Zeitinformation IH2 entspricht einer universellen Zeitinformation, wie zum Beispiel der GMT-Zeit („Greenwich Meridian Time"), oder auch einer Zeit vom „Internet-Time"-Typ. Diesbezüglich macht die im Namen von Swatch AG eingereichte Anmeldung EP 0 984 342 A1, die mit „Elektronisches Zeitmessgerät mit einer auf einem Dezimalsystem basierenden Zeitangabe" betitelt ist, Mittel zum Erzeugen dieser auf einem Dezimalsystem basierenden universellen Zeitinformation, auch „Internet-Time" genannt, bekannt, die auf den 4 bis 6 dieser Anmeldung dargestellt sind.

Die erste Zeitinformation IH1 wird Anzeigemitteln geliefert, die aus einer Flüssigkristallanzeige 4 (LCD) und/oder einer analogen Anzeige 5 mittels Zeiger, die die Stunden, die Minuten und eventuell die Sekunden anzeigen, bestehen können.

Das Zeitmessgerät umfasst ebenfalls einen Steuerschaltkreis 6, der insbesondere einen Speicher 7, der eine Vielzahl von geplanten Ereignissen betreffende Daten enthalten kann, und Vergleichsmittel 8 umfasst, die am Eingang die zweite Zeitinformation IH2 empfangen, welche mit den im Speicher gespeicherten Daten verglichen wird. Die die Vielzahl von geplanten Ereignissen betreffenden Daten, die im Speicher 7 gespeichert sind, umfassen für jedes Ereignis die Zeit des Eintreffens dieses Ereignisses in einem universellen Zeitsystem, GMT oder Internet-Time, sowie die dieses Ereignis betreffenden Angaben.

Die gespeicherten Daten können im Speicher 7 vorprogrammiert sein, aber vorzugsweise werden sie mittels eines akustischen Empfängers 9 oder eines herkömmlichen Radiofrequenz- oder Infrarotempfängers von einer Site eines ausgedehnten Informationsnetzes heruntergeladen.

Eine ausführliche Beschreibung der Funktionsart eines akustischen Empfängers ist insbesondere in der im Namen des gegenwärtigen Anmelders eingereichten Anmeldung WO 01/09689 gegeben, die insbesondere das elektrische Schema einer Schaltung zum Umsetzen eines akustischen Signals umfasst, die auf 3 dieser Anmeldung dargestellt ist.

Die Verwendung eines solchen akustischen Empfängers für das Herunterladen der Daten von einer Site in einem ausgedehnten Informationsnetz ist in der im Namen von Swatch AG eingereichten Anmeldung EP Nr. 01201271.2, die mit „Verfahren und System, die den Zugriff auf verfügbare Informationen und/oder Daten eines ausgedehnten Informatiknetzes ermöglichen" betitelt ist, ausführlich beschrieben. Diese Anmeldung umfasst insbesondere das System für den Zugriff auf diese Informationen und/oder Daten, das auf 1 dieser Anmeldung dargestellt ist, sowie das zugeordnete Zugriffsverfahren.

Typischerweise sind die Daten bezüglich einer Vielzahl von geplanten Ereignissen in Form einer Datei, die in den Speicher 7 heruntergeladen werden kann, zusammengeschlossen, wobei diese Datei auf der oder den Partner-Sites, die mit der Vielzahl von Ereignissen in Verbindung stehen, verfügbar ist.

Die Vergleichsmittel 8 ermöglichen, die zweite Zeitinformation IH2 mit der im Speicher gespeicherten Zeit des Eintreffens jedes Ereignisses zu vergleichen, und, im Fall einer Übereinstimmung, Anzeigemittel 10 zu aktivieren, die gemäss den Anzeigen/Symbolen 11 (D1...D6) angeordnet sind, welche auf dem Zifferblatt des Zeitmessgeräts vorgesehen sind. Es kann ebenfalls vorgesehen werden, einen Benutzer, im Fall einer Übereinstimmung, auf das Eintreffen eines oder mehrerer Ereignisse aufmerksam zu machen, indem durch die Vergleichsmittel 8 Alarmmittel aktiviert werden, die zum Beispiel von einem piezoelektrischen Kristall 12 gebildet sind.

Die 3A und 3B stellen eine erste und eine zweite Variante gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung dar, in der die Vielzahl von geplanten Ereignissen die verschiedenen Wettkämpfe betrifft, die bei einer Olympiade ausgetragen werden und disziplinweise zusammengeschlossen sind. Die Daten betreffs dieser Vielzahl von Ereignissen sind entweder vorprogrammiert, oder sie werden in den Speicher des Zeitmessgeräts heruntergeladen.

Gemäss einer ersten Variante, die auf 3A dargestellt ist, umfasst das Zeitmessgerät 21 zeitliche Anzeigemittel, die analoge Anzeigemittel 22 und/oder digitale Anzeigemittel 23, die zum Beispiel vom LCD („Liquid Crystal Display") -Typ sind, umfassen. Ferner umfasst das Zifferblatt 24 des Zeitmessgeräts insbesondere nicht-zeitliche Symbole 25 von gleicher Art, die die Vielzahl von Ereignissen betreffen, wobei diese Symbole 25 vorzugsweise am Rand des Zifferblatts 24 angeordnet sind. In dieser ersten Ausführungsform stellen diese Symbole die verschiedenen sportlichen Disziplinen der Olympischen Spiele dar.

Das Zifferblatt 24 umfasst ebenfalls Anzeigemittel 26, die vorzugsweise ortsfest sind und ringförmig gegenüber den die Disziplinen darstellenden Symbolen 25 angeordnet sind. Diese Anzeigemittel können zum Beispiel Lumineszenzdioden, oder LED-Dioden, sein, die in Form von weissen oder schwarzen Pastillen dargestellt sind. Eine weisse Pastille zeigt an, dass die entsprechende Lumineszenzdiode ausgeschaltet oder deaktiviert ist, dagegen zeigt eine schwarze Pastille an, dass die entsprechende Lumineszenzdiode angeschaltet oder aktiviert ist.

Das Zifferblatt 24 kann ferner numerische Anzeigemittel 27 umfassen, die Informationen, wie zum Beispiel das Datum und die Zeit, die vor dem Beginn oder dem Ende der Vielzahl von miteinander verbundenen Ereignissen, die im Rahmen einer grösseren Veranstaltung, wie zum Beispiel der Olympischen Spiele, geplant sind, verbleibt, liefern können. In einer besonderen Ausführungsform ist das Zeitmessgerät mit einer RF-Antenne und mit Mitteln zum Verarbeiten der durch diese Antenne empfangenen Signale ausgerüstet, wobei die zusätzlichen numerischen Anzeigemittel 27 dann benutzt werden, um die durch Radiofrequenzübertragung erhaltenen Informationen, wie zum Beispiel den oder die Standorte, wo das oder die Ereignisse stattfinden, oder den gegenwärtigen Stand des oder der laufenden Ereignisse, anzuzeigen.

In der auf 3A dargestellten ersten Variante ist erkennbar, dass, in Abhängigkeit vom Inhalt des Speichers und von der durch den internen Schaltkreis berechneten universellen Zeit, die den Symbolen 25 der laufenden Disziplinen entsprechenden Anzeigemittel 26 aktiviert sind – schwarze Pastillen -, und dies welches auch immer die Ortszeit der geographischen Position des Benutzers ist. Die im Speicher gespeicherten Daten betreffs der Vielzahl von geplanten Ereignissen enthalten nämlich insbesondere als Information das Eintreffen jedes Ereignisses in Abhängigkeit von der universellen Zeit, zum Beispiel Internet-Time, und das Zeitmessgerät umfasst eine Zeitbasis, die ermöglicht, eine universelle Zeitinformation zu liefern, die vom gleichen Typ wie diejenige ist, die verwendet wird, um das Eintreffen der Ereignisse zu definieren. Somit hängt der Vergleich zwischen den beiden Informationen nicht von der Ortszeit der geographischen Position des Benutzers ab.

Gemäss einer auf 3B dargestellten zweiten Variante der ersten Ausführungsform umfasst das Zeitmessgerät 21 digitale Zeitanzeigemittel 23. Das Zifferblatt 24 weist im Gegensatz zu den Symbolen der ersten Variante der 3A nicht-zeitliche Anzeigen 25 von gleicher Art auf, die sich auf die Vielzahl von Ereignissen beziehen. Diese Anzeigen 25 sind vorzugsweise am Rand des Zifferblatts 24 angeordnet. Diese Anzeigen stellen in diesem Beispiel die verschiedenen Disziplinen der Olympischen Spiele dar. Ansonsten erkennt man wieder die gleichen Elemente, nämlich insbesondere die Anzeigemittel 26, die vorzugsweise ortsfest sind und gemäss einem Kreis gegenüber den die Disziplinen darstellenden Anzeigen 25 angeordnet sind.

4 stellt eine zweite Ausführungsform gemäss der Erfindung dar, in der die Vielzahl von geplanten Ereignissen die verschiedenen Länder betrifft, die an einem internationalen Wettkampf, wie zum Beispiel der Weltmeisterschaft, teilnehmen. Da alle Spiele eines solchen Wettkampfs längst im voraus bekannt sind, ist vorgesehen, die Informationen, die alle Spiele betreffen, nämlich den universellen Zeitplan jedes Spiels, den Namen der Mannschaften, die gegeneinander spielen und eventuell weitere Informationen, wie zum Beispiel den Ort der Begegnung, entweder vorzuprogrammieren oder von einer Site eines ausgedehnten Informationsnetzes herunterzuladen. Betreffs den Spielen, die nach der Ausscheidung von gewissen Mannschaften stattfinden, ist ebenfalls vorgesehen, das Resultat der vorhergehenden Spiele herunterladen oder eingeben zu können, um die Spiele, die noch auszutragen sind, zu kennen.

Das Zeitmessgerät 31 umfasst zeitliche Anzeigemittel 23, die zum Beispiel vom LCD („Liquid Crystal Display") -Typ sind. Das Zifferblatt 24 des Zeitmessgeräts umfasst insbesondere nicht-zeitliche Anzeigen 25 von gleicher Art, die sich auf die Vielzahl von Ereignissen beziehen. In dieser zweiten Ausführungsform stellen diese Anzeigen 25 die verschiedenen Länder dar, die an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Es ist festzuhalten, dass in Betracht gezogen werden kann, die Anzeigen 25 durch Symbole, wie zum Beispiel die Fahnen der verschiedenen Länder, zu ersetzen.

Das Zifferblatt 24 umfasst ebenfalls Anzeigemittel 26, die vorzugsweise ortsfest sind und gemäss einem Kreis gegenüber den die Länder darstellenden Anzeigen 25 angeordnet sind. Diese Anzeigemittel können zum Beispiel Lumineszenzdioden, oder LED-Dioden, sein, die auf der Zeichnung in Form von weissen oder schwarzen Pfeilen dargestellt sind. Ein weisser Pfeil zeigt an, dass die entsprechende Lumineszenzdiode ausgeschaltet oder deaktiviert ist, ein schwarzer Pfeil zeigt an, dass die entsprechende Lumineszenzdiode angeschaltet oder aktiviert ist, und die weissen und schwarzen Pfeile, die von Punktierungen umgeben sind, zeigen an, dass die entsprechenden Lumineszenzdioden blinken, um den Namen der verschiedenen Mannschaften, die gleichzeitig spielen, wechselweise anzuzeigen, nämlich insbesondere, falls zwei Spiele zur gleichen Zeit stattfinden.

Das Zifferblatt 24 umfasst ferner Mittel, um die nicht-zeitlichen Anzeigen 25, die unnütz geworden sind, wie zum Beispiel die Länder, deren Nationalmannschaften aus dem Wettkampf ausgeschieden sind, zu verdecken. Diese Mittel zum Verdecken dieser Anzeigen 25 umfassen vorzugsweise eine reflektierende Flüssigkristallzelle, die zwischen dem Zifferblatt 24 und dem Uhrglas (nicht dargestellt) des Zeitmessgeräts 21 angeordnet ist. Diese Zelle umfasst Segmente 28, die auf geeignete Weise adressiert sind. Je nachdem, ob die Nationalmannschaft der auf den Anzeigen 25 angezeigten Länder ausgeschieden ist oder nicht, werden die refektierenden Segmente 28 derart gesteuert, dass sie entweder das Licht durchlassen, wobei das Land dann sichtbar bleibt, oder das Licht nicht durchlassen, wobei das Land dann verdeckt ist.

Das Zifferblatt 24 kann ferner digitale Anzeigemittel 27 umfassen, die ermöglichen, Informationen, wie den Stand des Vorankommens des Wettkampfes und den Ort der laufenden Begegnung, zu liefern.

Ferner umfasst das Zeitmessgerät Steuerorgane 30, die ermöglichen, Informationen, wie die Resultate der bereits ausgetragenen Spiele, einzugeben, damit insbesondere die im Speicher des Zeitmessgeräts gespeicherten Daten betreffs der Vielzahl von Ereignissen aktualisiert werden können. Es ist ebenfalls möglich, diese Informationen direkt von einer spezifischen Site eines ausgedehnten Informationsnetzes herunterzuladen.

5 stellt eine dritte Ausführungsform gemäss der Erfindung dar, in der die Vielzahl von geplanten Ereignissen die verschiedenen Feiertage über ein Jahr für eine gewisse Zahl von wählbaren Ländern betrifft. Die Daten betreffs dieser Vielzahl von Ereignissen sind entweder vorprogrammiert, oder sie werden in den Speicher des Zeitmessgeräts heruntergeladen.

Das Zeitmessgerät 21 umfasst zeitliche Anzeigemittel, die analoge Anzeigemittel 22 und/oder digitale Anzeigemittel 23, die zum Beispiel vom LCD („Liquid Crystal Display") -Typ sind, umfassen. Am Rand des Zifferblatts 24 des Zeitmessgeräts ist ferner eine reflektierende Flüssigkristallzelle angeordnet. Diese Zelle umfasst Segmente 28, die auf geeignete Weise adressiert sind und die in Abhängigkeit von den im Speicher gespeicherten Daten nicht-zeitliche Anzeigen 25 und/oder Symbole (nicht dargestellt) von gleicher Art, die sich auf die Vielzahl von Ereignissen beziehen, anzeigen können. In dieser dritten Ausführungsform stellen diese Anzeigen 25 den Doppelbuchstabencode der Staaten dar, die das Europäische Patentabkommen unterzeichnet haben. Die Segmente 28 ermöglichen dann, wenn sie das Licht durchlassen, die Doppelbuchstabencodes anzuzeigen, und dann, wenn sie das Licht nicht durchlassen, diese Codes zu verdecken.

Es ist festzuhalten, dass es als Variante auch möglich ist, einen reflektierenden Flüssigkristallschirm, der über dem Zifferblatt und insbesondere über dem Rand des Zifferblatts angeordnet ist, zu verwenden, und die Zonen, die das Licht durchlassen sollen, um somit die in diesen Zonen anzuzeigenden Anzeigen sichtbar zu lassen, und die Zonen, die das Licht nicht durchlassen sollen, um somit die diesen Zonen entsprechenden Anzeigen zu verdecken, zu definieren.

Gemäss einer vierten vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung, die auf 6 dargestellt ist, ist vorgesehen, dass die nicht-zeitlichen Anzeigen und/oder Symbole 25 von gleicher Art, die sich auf eine Vielzahl von geplanten Ereignissen beziehen, nicht auf dem Zifferblatt 24 des Zeitmessgeräts 21, sondern auf dem Glasreif 31 angeordnet sind. Vorzugsweise wird ein abnehmbarer Glasreif verwendet, der ermöglicht, die Anzeigen und/oder Symbole 25 bei der Neuprogrammierung oder beim Herunterladen einer neuen Vielzahl von geplanten Ereignissen zu ändern. Es ist nämlich besser und viel wirtschaftlicher, diese Anzeigen oder Symbole 25 durch ein einfaches Auswechseln des Glasreifs 31 verändern zu können, anstatt eine andere Uhr verwenden, das Zifferblatt auswechseln oder über ein Zeitmessgerät verfügen zu müssen, das mit programmierbaren Anzeigen oder Symbolen ausgerüstet ist, die mit einer Flüssigkristallzelle angezeigt werden können. Um den neuen abnehmbaren Glasreif bei einem Auswechseln richtig zu positionieren, ist festzuhalten, dass vorgesehen ist, zum Beispiel das Gehäuse des Zeitmessgeräts mit einer Unverwechselbarkeitseinrichtung, beispielsweise mit einer dreieckigen Markierung 32, der eine ähnliche Markierung 33 auf dem neuen Glasreif entspricht, auszurüsten. Es ist auch festzuhalten, dass die digitalen Anzeigemittel 23 insbesondere dazu dienen können, die Wettkämpfe der den laufenden Ereignissen entsprechenden Disziplinen zu präzisieren.

Schliesslich ist es wichtig festzuhalten, dass die Anzeige des oder der laufenden Ereignisse unter der Vielzahl von betroffenen Ereignissen, welches auch immer die Ausführungsform ist, entweder fortlaufend sein kann, oder, im Bestreben, Energie zu sparen, einzig nach der Aktivierung eines Steuerorgans vom Druckknopftyp, Kronentyp, Tastglastyp, u.s.w. ausgeführt werden kann.

Ferner kann vorgesehen werden, zusätzliche Funktionalitäten, wie zum Beispiel die Startzählung vor einem Ereignis, die Abfrage der Planung der Ereignisse, u.s.w., einzubeziehen.

Es ist ebenfalls wichtig festzuhalten, dass alle Kombinationen der obenerwähnten Merkmale, und insbesondere der zeitlichen und nicht-zeitlichen Anzeigemittel, möglich sind, ohne über den durch die beigefügten Ansprüche definierten Rahmen der Erfindung hinauszugehen.


Anspruch[de]
Elektronisches Zeitmessgerät umfassend eine Zeitbasis (1) zum Liefern einer ersten Zeitinformation (IH1), erste Anzeigemittel (4, 23 oder 5, 22) der ersten Zeitinformation und eine Vielzahl von nicht-zeitlichen Anzeigen/Symbolen (11, 25) von gleicher Art, die sich auf eine Vielzahl von geplanten Ereignissen beziehen, die im Rahmen einer größeren Veranstaltung miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass es umfaßt:

– zweite Anzeigemittel (10, 26, 28), die gleichzeitig mehrere nicht-zeitliche Anzeigen bezeichnen können, die sich auf ein oder mehrere laufende Ereignisse unter der Vielzahl von geplanten Ereignissen beziehen,

– einen Steuerschaltkreis (6) umfassend Speichermittel (7), in denen Daten bezüglich der Planung der Vielzahl von Ereignissen gespeichert sind, und Vergleichsmittel (8) zum Vergleichen der gespeicherten Daten mit einer zeitlichen Information, wobei der Steuerschaltkreis die zweiten Anzeigemittel im Ansprechen auf ein von den Vergleichsmitteln kommendes Steuersignal aktiviert.
Elektronisches Zeitmessgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Anzeigemittel durch eine Vielzahl von feststehenden Anzeigern (26, 28) gebildet werden, die jeweils einer bzw. einem der nicht-zeitlichen Anzeigen/Symbolen (25) entsprechen. Elektronisches Zeitmessgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht-zeitlichen Anzeigen/Symbole (25) am Rand des Zifferblatts (24) angeordnet sind und dass die feststehenden Anzeiger ringförmig gegenüber den Anzeigen/Symbolen angeordnete Leuchtdioden (26) sind. Elektronisches Zeitmessgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht-zeitlichen Anzeigen/Symbole (25) am Rand des Zifferblatts angeordnet sind und dass die feststehenden Anzeiger durch eine reflektierende Flüssigkristallzelle umfassend eine Vielzahl von Segmenten (28) gebildet werden, die ringförmig über den Anzeigen/Symbolen angeordnet sind. Elektronisches Zeitmessgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht-zeitlichen Anzeigen/Symbole (25) auf einem abnehmbaren Glasreif (31) angeordnet sind und dass die feststehenden Anzeiger ringförmig gegenüber den Anzeigen/Symbolen angeordnete Leuchtdioden (26) sind. Elektronisches Zeitmessgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht-zeitlichen Anzeigen/Symbole (25) am Rand des Zifferblatts (24) angeordnet sind und dass die zweiten Anzeigemittel durch einen über dem Zifferblatt angeordneten reflektierenden Flüssigkristallschirm gebildet sind, der geeignet ist, jede Information zu verdecken oder nicht zu verdecken. Elektronisches Zeitmessgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitbasis (1) eine zweite universelle Zeitinformation (IH2) liefert, und dass die Vielzahl von Ereignissen in Abhängigkeit von dieser zweiten zeitlichen Information geplant wird. Elektronisches Zeitmessgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass es weiterhin Alarmmittel (12) umfaßt, um einen Benutzer auf den Beginn eines oder mehrerer Ereignisse unter der Vielzahl von geplanten Ereignissen aufmerksam zu machen. Elektronisches Zeitmessgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es weiterhin Empfangsmittel (9) zum Empfang von externen Signalen zum Eingeben der Daten bezüglich der Planung der Vielzahl von Ereignissen umfaßt. Elektronisches Zeitmessgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfangsmittel (9) Mittel zum Empfang modulierter akustischer Signale sind und dass die die Planung der Vielzahl von Ereignissen betreffenden Daten ausgehend von einer spezifischen Site eines ausgedehnten Informationsnetzes eingegeben werden. Elektronisches Zeitmessgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es weiterhin Steuerorgane (30) zum Aktivieren der zweiten Anzeigemittel (26, 28) entsprechend einem oder mehreren laufenden Ereignissen unter der Vielzahl von geplanten Ereignissen umfaßt. Elektronisches Zeitmessgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass es einen fortlaufenden Funktionsmodus umfaßt, während dessen die zweiten Anzeigemittel (26, 28), die einem oder mehreren der laufenden Ereignisse unter der Vielzahl von geplanten Ereignissen entsprechen, am Beginn bzw. Ende jedes Ereignisses automatisch aktiviert bzw. deaktiviert werden. Elektronisches Zeitmessgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es weiterhin Startzählungssmittel zum Anzeigen der verbleibenden Zeit vor einem Ereignis umfaßt.






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