Die Erfindung betrifft eine Tragstruktur, die eine Blockiervorrichtung
zum Befestigen eines flexiblen Lamellenelements an einem Rahmen umfasst, die insbesondere
dafür geeignet ist, dass sie bei der Herstellung von Strukturen verwendet wird,
die dafür geeignet sind, den Körper einer Person zu halten, wie etwa Stühle,
Liegestühle, Sonnenbänke und dergleichen.
Im Stand der Technik sind bei Sonnenbänken, Liegestühlen
oder Stühlen die Oberflächen, auf denen der Körper einer Person liegt,
manchmal aus flexiblen Lamellenelementen wie Kunststoffgeweben, gebohrten Folien
des Kerma-Stroh-Typs oder dergleichen hergestellt.
Diese flexiblen Lamellenelemente werden durch geeignete Blockiervorrichtungen
am Rahmen der Tragstruktur befestigt.
Manche Blockiervorrichtungen des Stands der Technik sind aus Schrauben
hergestellt, die am Außenumfang des Rahmens befestigt werden, um das flexible
Lamellenelement an diesem Rahmen zu befestigen.
Andere Blockiervorrichtungen des Stands der Technik sehen die Verwendung
von Kunststoffschnüren vor, die zuerst durch Ösen an den Kanten des flexiblen
Lamellenelements laufen und danach in Vorsprünge gelenkt werden, die längs
des Außenumfangs des Rahmens vorhanden sind.
US 6.378.944 B1 offenbart eine Sitzabdeckung
und/oder eine Rückenlehnenabdeckung für einen Stuhl, bei der ein rahmengespanntes
maschenartiges Gewebe von einer großen Anzahl von Stiften durchdrungen wird,
die zu einem Last tragenden Rahmen gehören, der den Sitz oder die Rückenlehne
umgibt, wobei auch eine Abdeckung vorgesehen ist, um in diesen Last tragenden Rahmen
eingesetzt zu werden.
Ein erster Nachteil der Blockiervorrichtungen des Stands der Technik,
die auf dem Markt verfügbar sind, besteht darin, dass das Zusammenbauen des
flexiblen Lamellenelements mit dem Rahmen besonders schwierig ist.
Ein zweiter Nachteil, der mit dem Ersten zusammenhängt, besteht
darin, dass sich das zuvor erwähnte Problem erheblich sowohl auf die Produktionszeiten
als auch auf die Kosten auswirkt.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass das Zusammenbauen durch
einen geübten Fachmann durchgeführt werden muss, der diesen Vorgang fehlerfrei
ausführt.
Die Blockiervorrichtungen mit Kunststoffschnüren weisen zudem
den Nachteil auf, dass die Bindung der Schnüre, die die Verbindung zwischen
dem flexiblen Lamellenelement und dem Rahmen ausführt, nicht sehr hygienisch
ist, da die Schnüre gegenüber der Ablagerung von Schmutz anfällig
sind.
Ferner ist es möglich, dass die Schnüre, da sie frei zugänglich
sind, manipuliert werden oder zerreißen können, wodurch folglich die Sicherheit
der Leute gefährdet wird, die diese Handarbeit verwenden.
Der letzte, jedoch nicht unwichtigste Nachteil besteht darin, dass
das Vorhandensein derartiger Schnüre der Sonnenbank ein etwas fragwürdiges
Aussehen verleiht.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die zuvor erwähnten
Nachteile zu beseitigen.
Genauer ist es eine erste Aufgabe der Erfindung, eine Tragstruktur
herzustellen, die es ermöglicht, die zum Zusammenbau der Tragstruktur erforderliche
Zeit im Vergleich zu jener zu verringern, die bei der Technik des Stands der Technik
erforderlich ist, wobei die Zuverlässigkeit und die Abdichtung einer Blockiervorrichtung
des Stands der Technik gleichen.
Es ist eine weitere Aufgabe, eine Tragstruktur herzustellen, bei der
es für deren manuellen Zusammenbau nicht erforderlich ist, dass die Bedienungsperson
irgendeine besondere Eignung hat.
Es ist eine weitere Aufgabe, eine Tragstruktur herzustellen, die auch
automatisch an dem Rahmen befestigt werden kann.
Es ist eine nochmals weitere Aufgabe, eine Tragstruktur herzustellen,
die das Aussehen der Tragstruktur insgesamt verbessert.
Es ist eine weitere Aufgabe, eine Tragstruktur herzustellen, die für
die größte Befestigungssicherheit zwischen dem Rahmen und dem flexiblen
Lamellenelement sorgt.
Es ist eine nochmals weitere Aufgabe, eine Tragstruktur herzustellen,
bei der mögliche Spalten, in denen sich Verunreinigungen aller Arten ablagern
können, nicht mehr auftreten können.
Es ist eine letzte, jedoch nicht unwichtigste Aufgabe, dass die Vorrichtung
der Erfindung von dem Rahmen einfach abgenommen werden kann, um die Überprüfung,
ein Ersetzen oder eine Reinigung einiger Komponenten der Tragstruktur zu ermöglichen.
Die genannten Aufgaben werden durch eine Tragstruktur
gemäß Anspruch 1 gelöst.
Das Befestigen des flexiblen Lamellenelements an dem Rahmen erweist
sich vorteilhaft als besonders einfach und als dafür geeignet, dass es auch
mit der Unterstützung von automatischen Maschinen ausgeführt werden kann.
Gleichfalls ermöglicht es die Erfindung, eine sichere Verankerung
der flexiblen Folie am Rahmen zu haben, wodurch die Sicherheit des Benutzers verbessert
wird, der sich auf die Struktur legt.
Die Tragstruktur der Erfindung ermöglicht vorteilhaft das Erzielen
einer Kontinuität zwischen dem flexiblen Lamellenelement und dem Rahmen, wodurch
die Spalten erheblich verringert werden, in denen sich Verunreinigungen ablagern
können, und dadurch wird die gesamte Struktur mit einer besonders attraktiven
Linie versehen.
Genauso nützlich ist es, dass die Tragstruktur, die eine Blockiervorrichtung
umfasst, auf eine Weise hergestellt ist, dass der Teil, der Sonnenstrahlen ausgesetzt
ist, aus Polyamid hergestellt ist, bei dem unter diesen Randbedingungen bekanntlich
keine Verschlechterung auftritt, während der Teil, der dem Sonnenlicht nicht
ausgesetzt ist, aus Polyvinylchlorid (PVC) hergestellt ist.
Dies ermöglicht das Befestigen des flexiblen Lamellenelements
an der Tragstruktur durch Schweißen.
Die genannten Aufgaben und Vorteile werden beispielhaft, jedoch nicht
einschränkend durch die Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung besser erläutert, in der:
1 eine isometrische Ansicht der Tragstruktur der Erfindung
ist;
2 ein Längsschnitt der Tragstruktur von
1 ist;
3 eine isometrische Explosionsansicht der Tragstruktur
von 1 ist;
4 eine Draufsicht eines Details von 3
ist;
5 eine isometrische Ansicht einer Ausführungsform
der Tragstruktur von 1 ist.
Die Tragstruktur der Erfindung wird in den folgenden 1
und 2, in denen sie jeweils in einer isometrischen
Ansicht und in einem Längsschnitt gezeigt ist, allgemein mit 1 bezeichnet.
Wie es in 1 gezeigt ist, befestigt die
Blockiervorrichtung ein aus Kunstfasern hergestelltes flexibles Lamellenelement
2 an einem Rahmen 3, um eine Tragstruktur 4 zu erzielen,
von der lediglich ein Detail veranschaulicht ist, die zum Aufnehmen des Körpers
einer Person geeignet ist.
Der Rahmen 3 wird vorzugsweise aus einem Kunststoff durch
einen Spritzgießvorgang hergestellt.
Das flexible Lamellenelement kann statt dessen bei anderen Ausführungsformen
aus einem Stoff bestehen, der auch aus Naturfasern oder aus Mischfasern hergestellt
ist, oder er kann die Form eines Netzes oder dergleichen annehmen, das aus einem
Kunststoff hergestellt ist.
Gemäß der Erfindung umfasst die Tragstruktur eine Blockiervorrichtung
1, die eine Rille 5 umfasst, die entlang des allgemein mit
11 bezeichneten Außenumfangs des Rahmens 3 herausgearbeitet
ist, und einen geformten Einsatz 6, der in die Rille 5 gedrückt
wird, um die Außenkante 7 des flexiblen Lamellenelements
2 zwischen der Rille 5 und dem geformten Einsatz 6 einzuklemmen.
Ferner wird eine Vielzahl von Öffnungen, die allgemein mit
8 bezeichnet werden, in der Rille 5 gewonnen, um den Durchgang
ebenso vieler entsprechender Ansatzstücke 9 zu ermöglichen, die
an dem geformten Einsatz 6 vorhanden sind, der mit allgemein mit
10 bezeichneten Kupplungsmitteln ausgestattet ist, die den geformten Einsatz
6 in den Rahmen 3 einschnappen lassen.
Es wird angemerkt, dass in 3 die Rille
5 ein im Wesentlichen U-förmiges Profil 5' hat, das in Längsrichtung
X am Rahmen 3 entlang verläuft.
Wie es in 4 besser zu sehen ist, werden
die Öffnungen 8 aus dem Boden 21 der in Längsrichtung
X verlaufenden Rille 5 gewonnen.
Gemäß der bevorzugten Ausführungsform der hier beschriebenen
Erfindung umfasst in 2 der geformte Einsatz
6 einen ersten im Wesentlichen länglichen Lamellenkörper
12, der aus einem Kunststoff, in diesem Fall aus Polyamid hergestellt ist
und mit Ansatzstücken 9 und an der gegenüberliegenden Seite mit
einem geformten Kopf 13 versehen ist.
Der geformte Einsatz 6 umfasst ferner einen zweiten, ebenfalls
im Wesentlichen länglichen Lamellenkörper 14, der aus Polyvinylchlorid
(PVC) hergestellt ist, wobei die Außenkante 7 des flexiblen Lamellenelements
2 in diesem Fall durch Schweißen daran befestigt wird.
Wenn der erste Lamellenkörper 12 und der zweite Lamellenkörper
14 in die Rille 5 gedrückt werden, klemmen
sie auf diese Weise die Außenkante 7 des flexiblen Lamellenelements
2 am Rahmen 3 fest, wobei sie nebeneinander liegen und sich gegenseitig
berühren.
In 3 definiert ferner der geformte Kopf
13, der so beschaffen ist, dass er die Rille 5 bedeckt, wenn die
Blockiervorrichtung 1 der Erfindung in Betrieb ist, eine erste Schulter
15 am ersten Lamellenkörper 12, die den zweiten Lamellenkörper
14 und die zweite Schulter 16 gegenüber der ersten Schulter
15 aufnimmt, wodurch der Rahmen 3 in die Rille 5 passt.
Wie es ebenfalls in 3 gezeigt ist, hat
insbesondere die erste Schulter 15 eine entgegen gesetzte Oberfläche
17, die schräg nach oben verläuft und zum ersten Lamellenkörper
12 konvergiert, der auf eine stabile, jedoch abnehmbare Weise zu der oberen
Kante 19 des zweiten Lamellenkörpers 14 passt, um so die
versehentliche Trennung des letzteren zu verhindern, wenn er an dem ersten Lamellenkörper
12 befestigt wird.
Statt dessen hat die zweite Schulter 16 eine entgegen gesetzte
Oberfläche 18, die schräg nach oben verläuft, jedoch vom
ersten Lamellenkörper 12, der zu dem Rahmen 3 passt, divergiert.
In 1 und 2
wird schließlich hervorgehoben, dass die Kupplungsmittel 10, die den
geformten Einsatz 6 weiter in der Rille 5 befestigen, aus den
Enden 20 der Ansatzstücke 9 bestehen, die zu einer Hakenform
gebogen sind, um so den Rahmen 3 teilweise zu umschließen.
Nachdem die Außenkante 7 des flexiblen Lamellenelements
2 durch Schweißen an den aus PVC hergestellten zweiten Lamellenkörper
14 des geformten Einsatzes 6 befestigt wurde, legt die ausführende
Bedienungsperson den zweiten Lamellenkörper 14 und den ersten Lamellenkörper
12 nebeneinander, wobei er diese im Wesentlichen parallel anordnet, um
so die Außenkante 19 des ersten Körpers mit der gegenüberliegenden
Fläche 18 des zweiten Körpers zu koppeln.
Nachdem dieser Vorgang vollendet wurde, wird der so erhaltene geformte
Einsatz 6 in die an dem Rahmen 3 befindliche Rille 5
gedrückt.
Die Ansatzstücke 9 des ersten Lamellenkörpers
12 verlaufen durch die entsprechenden Öffnungen 8, die bei
dem Boden 21 der Rille 5 vorhanden sind.
Das Befestigen der Blockiervorrichtung 1 an dem Rahmen
3 endet damit, dass die Enden 20 der Ansatzstücke
9 an diesem Rahmen 3 einschnappen und dass der geformte Kopf
13 des ersten Lamellenkörpers 12 als ein Deckel für
die Rille 5 positioniert wird.
In dieser Situation schützt der aus Polyamid geformte Kopf
13 den zweiten PVC-Lamellenkörper 14 vor einer Aussetzung
an Sonnenstrahlen, die ihn andernfalls genau wegen des Materials, aus dem er hergestellt
ist, beschädigen und folglich seine Funktion erheblich gefährden würden.
Falls eine Überprüfung oder Reinigungsvorgänge des
flexiblen Lamellenelements 2 und der Bestandteile der Blockiervorrichtung
1 ausgeführt werden soll, oder falls das flexible Lamellenelement
2 ausgetauscht werden soll, ist es ausreichend, die Kupplungsmittel
10 zu betätigen, indem die Enden 20 des Ansatzstücks
9 des ersten Lamellenkörpers 12 von dem Rahmen
3 gelöst werden und indem der geformte Einsatz 6 aus der
Rille 5 entfernt wird.
Der Benutzer kann hierauf gemäß seinen eigenen Anforderungen
und Vorlieben den Typ und die Farbe des flexiblen Lamellenelements ändern oder
dieses austauschen, wenn es besonders beschädigt ist.
Schließlich wird in 5 eine Ausführungsform
der Blockiervorrichtung 1 der Erfindung gezeigt.
Die erhaltene Tragstruktur 4 ist in diesem Fall eine Sonnenbank,
auf der eine Person liegen oder sich daran anlehnen kann.
Gemäß einer weiteren funktionalen Ausführungsform kann
das flexible Lamellenelement an dem zweiten Lamellenkörper des geformten Einsatzes
durch Kleben befestigt werden.
Aus dem Vorhergehenden ist offensichtlich, dass die Tragstruktur der
Erfindung alle zuvor erwähnten Aufgaben und Vorteile löst bzw. erzielt.
In Betrieb können an der Tragstruktur der Erfindung Änderungen
vorgenommen werden.
Beispielsweise können folglich die Rillen nicht längs der
gesamten Außenkante des Rahmens der Tragstruktur, sondern statt dessen lediglich
längs zweier paralleler und gegenüberliegender Strecken des Rahmens gewonnen
werden.
Selbstverständlich sind alle zuvor erwähnten oder nicht
erwähnten Änderungen durch das vorliegende Patent dennoch geschützt,
falls sie im Umfang der folgenden Ansprüche liegen.