Die vorliegende Erfindung betrifft Antennen und insbesondere Mehrbandantennen
zur Verwendung in der Automobilindustrie.
Antennen werden seit vielen Jahren an Automobilen verwendet. Ursprünglich
wurden Antennen an Automobilen installiert, um den Empfang von Signalen für
das Autoradio zu gestatten. Eine Peitschenantenne für Radioempfang, die von
einem der Fahrzeugkotflügel hervorragte, war Standard an den meisten Automobilen.
Später wurden Antennen entwickelt, die entweder an der Innenseite der Windschutzscheibe
des Automobils eingebettet oder daran angebracht waren. Diese In-Glas- oder Auf-Glas-Antennen
verliefen um den Umfang der Windschutzscheibe und waren weniger sichtbar als die
Peitschenantennen und weniger anfällig für Beschädigung durch externe
Elemente wie Wetter oder Vandalismus.
Heute werden komplizierte Bord-Kommunikationssysteme in der Automobilindustrie
verwendet. Fahrzeughersteller bieten Systeme mit Merkmalen wie eingebauten Telefonkommunikations-
und globalen Positionierungssatelliten-(GPS)-Systemen an. Mit der Einführung
dieser komplexen Systeme erfolgte eine korrespondierende Steigerung bei der Komplexität
der erforderlichen Antennen. Diese Systeme erfordern Antennen, die Signale in mehreren
Frequenzbändern sowohl empfangen als auch übertragen können. Das
persönliche Kommunikationsdienst-(PCS)-Band und das erweiterte Mobiltelefondienst-(AMPS)-Band
sind die häufigsten Frequenzbänder, die bei zellularer Telefonkommunikation
verwendet werden, wobei das PCS-Band primär für digitale Übertragungen
und das AMPS-Band primär für analoge Übertragungen verwendet werden.
Globale Positionierungssatellitensysteme operieren in einem dritten bestimmten Frequenzband,
das als das GPS-Band bekannt ist.
Mehrere Arten von Antennen wurden in Verbindung mit diesen Arten von
Kommunikationssystemen verwendet. Einpol-, Dipol- und Schlitzantennen sind Beispiele
für gut bekannte Arten von verwendeten Antennen. Das vorherrschende Empfangsverfahren
für diese Systeme ist vertikale Polarisation. Einpol- und Dipolantennen bieten
Polarisation in derselben Richtung wie die Ausrichtung der Antenne, während
Schlitzantennen Polarisation senkrecht zur Ausrichtung der Antenne bieten. Beispielsweise
müsste eine standardmäßige Einpol- oder Dipolantenne vertikal ausgerichtet
sein, um die gewünschte vertikale Polarisation zu erreichen. Eine Schlitzantenne
müsste horizontal ausgerichtet sein, um die gewünschte vertikale Polarisation
zu bieten. Vertikal ausgerichtete Peitschenantennen wurden auf dem Dach, den Kotflügeln
und der Heckscheibe von Fahrzeugen für Mobiltelefonempfang seit mehreren Jahren
verwendet.
Während der primäre Polarisationsmodus von PCS- und AMPS-Signalen
naturgemäß vertikal ist, bieten viele Anbieter auch Diversity-Polarisation
an. Diversity-Polarisation bedeutet, dass das Signal zwischen vertikaler, horizontaler
und einer Form von schräger Polarisation (schräge Polarisation ist in
einem Winkel zwischen den beiden) umgeschaltet werden kann, um die beste Versorgung
in Gebieten mit schwieriger Versorgung zu bieten. Diversity-Polarisation gestattet
es dem System, die Änderung der Polarisation zu berücksichtigen, die daraus
resultiert, dass das Signal von Gebäuden und der Landschaft reflektiert wird.
Externe vertikale Peitschenantennen haben mehrere Nachteile. Erstens
sind sie ästhetisch nicht wünschenswert. Außerdem sind sie sehr anfällig
gegenüber Beschädigung durch externe Kräfte wie Wetter, Vandalismus
und automatische Fahrzeugwaschanlagen. Unter Fahrzeugdesignern besteht ein Wunsch,
die externen Peitschenantennen zu entfernen und sie durch Auf-Glas-Antennen in einer
Weise ähnlich der, die vorher für Radioempfang verwendet wurde, zu ersetzen.
Auf-Glas-Antennen für die heute verwendeten komplexen Kommunikationssysteme
brachten neue Probleme hervor. Erstens musste, um die gewünschte vertikale
Polarisation zu erreichen, die Antenne vertikal auf der Windschutzscheibe ausgerichtet
sein. Vertikale Ausrichtung dieser Antennenart auf der vorderen Windschutzscheibe
ist ein Problem, weil sie ein Hindernis in der Sicht des Fahrzeugfahrers darstellt.
Außerdem strahlen Dipolantennen ungerichtet in der Ebene senkrecht zur Antennenachse
aus, einschließlich nach hinten in den Fahrgastraum. Damit sind die Fahrzeuginsassen
der von der Antenne ausgestrahlten Signalenergie ausgesetzt. In letzter Zeit herrschte
eine weit verbreitete Besorgnis über die möglicherweise negativen Auswirkungen
derartiger Strahlung auf Menschen. Hinzufügen einer Art von Reflektorabschirmung,
um zu verhindern, dass HF-Signale nach hinten in den Fahrgastraum ausgestrahlt werden,
ist aufgrund der Größe der Abschirmung und der Behinderung der Fahrersicht,
die durch Hinzufügen einer derartigen Abschirmung resultieren würde, nicht
praktikabel. Schließlich bieten vertikal ausgerichtete Dipolantennen keinen
Empfang für Signale mit Diversity-Polarisation.
Flachantennen mit Reflektoren wurden aufgrund ihrer geringen Größe
und Richtungseigenschaften verwendet; aber während es wünschenswert ist,
den Verlauf von Ausstrahlung in den Fahrgastraum zu vermeiden, wird außerhalb
des Fahrzeugs eine ungerichtete Ausstrahlung für eine optimale Antennenleistung
bevorzugt. Beispielsweise haben Flachantennen von Natur aus eine
enge Strahlenbreite und bieten deshalb nicht die gewünschte Leistung für
Fahrzeuganwendungen.
US-A-3312976 beschreibt eine tragbare Mikrowellenantenne zur Übertragung
von zwei einseitig gerichteten breiten Strahlen von Hochfrequenzenergie entlang
einer gemeinsamen Achse. Jeder Strahl wird erzeugt durch Hochfrequenzenergie, die
in einen halbzylindrischen Hohlraumresonator eingeführt wird, und durch einen
Halbwellenschlitz ausgestrahlt, der entlang eines Durchmessers des assoziierten
Hohlraums angeordnet ist.
DE-A-19740254 beschreibt eine Mehrband-Radioantennenanordnung zur
Verwendung in Zweiweg-Funkkommunikation unter Verwendung von UHF- und SHF-Frequenzen.
Die Antennenanordnung ist zur Montage an der Außenseite eines Motorfahrzeugs
angrenzend an einer oberen Kante der Fahrzeug-Windschutzscheibe nahe seinem Dach
ausgelegt und kombiniert eine Emitterantenne und eine Flachantenne. DE-A-10034547
offenbart eine Schlitzantenne mit einem Reflektor, der eine maximale Distanz zu
der Antenne von einem Sechstel von einer Wellenlänge der verwendeten Signalfrequenz
hat.
Es ist wünschenswert, eine Antenne zu haben, die überlegene
Leistung ohne die Einschränkungen von existierenden Antennen bietet. Es ist
wünschenswert, eine Antenneneinheit zu haben, die aus ästhetischen Gründen
und zur Gewährleistung, dass keine Sichtbehinderung des Fahrzeugfahrers besteht,
kompakt in der Größe ist. Es ist wünschenswert, dass die Antenne
eine vollständige Abdeckung sowohl vor dem Fahrzeug als auch vertikal nach
oben und hinter dem Fahrzeug hat, um hohe Pegel bei Signalübertragung und -empfang
zu gewährleisten. Schließlich ist es wünschenswert, dass der Betrag
der Strahlung von der Antenne in dem Fahrgastraum des Fahrzeugs minimiert ist, damit
die Fahrzeuginsassen nicht der Signalenergie ausgesetzt werden.
Dementsprechend besteht die vorliegende Erfindung in einer Mehrbandantenne
zur Verwendung in Verbindung mit einem Kommunikationssystem, wie in Anspruch 1 hiervon
dargelegt. Sie kann eine kompakte Mehrbandantenne für Bord-Fahrzeugkommunikationssysteme
bereitstellen, die an der vorderen Windschutzscheibe des Fahrzeugs montiert werden
kann. Die physikalischen Abmessungen der Antenne können klein sein, beispielsweise
ungefähr 20 cm (8 Zoll) lang mal 5 cm (2 Zoll) breit mal 2,54 cm (1 Zoll) tief.
Die Antenneneinheit kann an der Oberseite der vorderen Windschutzscheibe eines Automobils
angrenzend an der Dachverkleidung und damit außerhalb der normalen Sicht des
Fahrers montiert werden.
Die Antenne der Erfindung ist imstande, in mehreren Frequenzbändern
zu operieren, d. h. AMPS, PCS und GPS, so dass die Antenne für die komplexen
Kommunikationssysteme verwendet werden kann, die in heutigen Fahrzeugen eingesetzt
werden und Mehrband-Zellularkommunikation oder Kommunikation mit dem globalen Positionierungssatellitennetz
erfordern. Die Antenne ist überwiegend vertikal polarisiert, eine signifikante
horizontale Komponente ist jedoch auch vorhanden, um bei Diversity-Polarisation
zu helfen. Sie kann eine Flachantenne zur Verwendung mit dem GPS-Band enthalten.
Die Antenne kann einen Reflektorhohlraum nutzen, um die Rückseite
der Antenneneinheit zu bilden. Der Hohlraum wird gebildet, indem der Reflektor an
die Rückseite des Strahlungselements der Antenne gekoppelt wird. Der Reflektor
dient zwei Zwecken. Erstens fokussiert der Reflektor die ausgestrahlten Signale
in die Vorwärtsrichtung, wodurch die von der Antenne erreichte Verstärkung
verbessert wird. Außerdem reflektiert der Reflektor die in den Fahrgastraum
gerichteten Signale, wodurch die Signale nach außerhalb des Fahrzeugs umgeleitet
werden. Dies verhindert, dass die Fahrzeuginsassen den ausgestrahlten Signalen ausgesetzt
werden.
Die Hohlraumtiefe ist im Vergleich zum bekannten Stand der Technik
elektrisch extrem kurz. In einer bevorzugten Ausführungsform beträgt die
Hohlraumtiefe nur 2,54 cm (ein Zoll). Die Rückwand des Reflektors ist 2,54
cm (ein Zoll) entfernt von den Schlitzantennen, die auf dem Strahlungselement vorhanden
sind, angeordnet.
Damit die vorliegende Erfindung einfacher verstanden wird, wird jetzt
Bezug genommen auf die beigefügten Zeichnungen, von denen:
1 eine Vorderansicht einer Antenneneinheit nach der
vorliegenden Erfindung zeigt, die die Elemente und ihre jeweiligen Positionen auf
der Vorderfläche der Leiterplatte der Antenneneinheit darstellt.
2 eine Schnittansicht einer Antenneneinheit gemäß
der vorliegenden Erfindung in ihrem montierten Zustand zeigt.
3 eine Zeichnung zeigt, die die Position einer Antenneneinheit
gemäß der vorliegenden Erfindung nach der Installation in einem Fahrzeug
darstellt.
4 eine technische Zeichnung einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung zeigt, die alle ausführbaren Abmessungen zur Konstruktion der
besten Ausführung der Erfindung offenbart.
Die vorliegende Erfindung ist eine kleine, verdeckte
Auf-Glas-Antenne zur Verwendung in der Automobilindustrie. Die Antenne gemäß
der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung operiert in mehreren Frequenzbändern.
In der bevorzugten Ausführungsform umfasst sie zwei Schlitzantennen und eine
GPS-Flachantenne, die auf einer Leiterplatten-Vorderfläche ausgebildet sind.
Die Vorderfläche ist an einen Reflektor gekoppelt, um eine rechteckige Antenneneinheit
mit einem elektrisch kurzen Hohlraum, der innerhalb der Wände der Antenneneinheit
enthalten ist, zu bilden.
In der bevorzugten Ausführungsform umfasst das Strahlungselement
der Antenne 101 ein leitendes Leiterplattenmaterial wie FR4-Material. Die
Schlitze 103, 105 sind in das Leiterplattenmaterial geätzt.
Andere Materialien können verwendet werden, um das Antennen-Strahlungselement
zu bilden, in dem Schlitze gebildet werden. Alternative Ausführungsformen können
verschiedene leitende Metalle verwenden, wobei Schlitze in das Material gestanzt
werden. Ein Leiterplattenmaterial wie FR4 wird jedoch aus zwei Gründen bevorzugt.
Erstens ist das FR4-Basismaterial ein sehr preisgünstiges Material und ist
einfach zu verarbeiten, wodurch FR4 eine kostengünstige Wahl wird. Zweites
gestattet Leiterplattenmaterial, zusätzliche elektrische Komponenten wie Übertragungsleitungen
oder zusätzliche Schaltkreise direkt auf dem Leiterplattenmaterial zu bilden.
Dies ermöglicht es, zusätzliche Antennen wie eine GPS-Flachantenne
109 der Einheit auf einfache Weise hinzuzufügen.
Die bevorzugte Ausführungsform verwendet zwei Schlitzantennen,
die in dem Leiterplattenmaterial unter Verwendung eines Ätzprozesses, um die
Metallisierung von der Vorderfläche des Platte in den gewünschten Bereichen
zu entfernen, gebildet sind. Eine erste Schlitzantenne 103 ist vorgesehen
für Übertragung und Empfang in dem PCS-Band. Eine zweite Schlitzantenne
105 ist vorgesehen für Übertragung und Empfang in dem AMPS-Band.
Form und Konstruktion von Schlitzantennen sind im Fachgebiet gut bekannt, daher
ist hier keine ausführliche Diskussion der Form des Schlitzes enthalten.
Die Schlitzantennen 103 und 105 sind so ausgerichtet,
dass sie in einer horizontalen Position sein werden, wenn die Antenne in dem Fahrzeug
montiert ist. Als ein Ergebnis einer derartigen Ausrichtung wird die gewünschte
vertikale Polarisation erhalten. Außerdem ist eine horizontale Komponente vorhanden,
die Diversity-Abdeckung bereitstellt. Diese Komponente wird als ein Ergebnis der
Interaktion mit dem Reflektor und der Nähe zu der Metalldachoberfläche
erhalten.
Die Schlitzantennen werden über eine Übertragungsleitung
107 gespeist. Diese einzelne Übertragungsleitung kann in zwei Wege
geteilt werden, um beide Antennen zu speisen, oder eine einzelne Übertragungsleitung
kann eine Schlitzantenne ansteuern, wobei die zweite Schlitzantenne parasitär
an die erste Schlitzantenne gekoppelt ist. In der bevorzugten Ausführungsform
ist eine einzelne Übertragungsleitung 107 gebildet, um die PCS-Band-Schlitzantenne
103 zu speisen. Die AMPS-Band-Schlitzantenne 105 ist parasitär
an die PCS-Band-Schlitzantenne 103 gekoppelt, indem die AMPS-Band-Schlitzantenne
105 in enger Nähe zu der PCS-Band-Schlitzantenne 103 angeordnet
ist. Durch Verwendung von parasitärer Kopplung können beide Schlitzantennen
von einer einzelnen Übertragungsleitung angesteuert werden. Dieses Verfahren
wird bevorzugt, weil es gestattet, die Antennen näher zusammen auf der Leiterplatte
anzuordnen, als es möglich wäre, wenn zwei Übertragungsleitungen
oder eine einzelne Leitung mit zwei Zweigen verwendet würde. Dies gestattet
wiederum die Minimierung der Gesamtbreite der Antenneneinheit. In der bevorzugten
Ausführungsform beträgt die Gesamtbreitenabmessung der Antenneneinheit
(definiert als die Abmessung des Rands der Antenneneinheit, der an der Oberseite
der Windschutzscheibe beginnt und auf der Windschutzscheibe abwärts zum Armaturenbrett
verläuft, wenn die Einheit auf der Fahrzeug-Windschutzscheibe montiert ist)
weniger als 5,7 cm (2,25 Zoll). In einer alternativen Ausführungsform, in der
eine Übertragungsleitung mit zwei Zweigen zum Speisen der Schlitzantennen verwendet
wird, müssen die Schlitze weiter voneinander entfernt angeordnet werden, und
die Breite der Einheit steigt auf etwa 7,6 cm (3 Zoll).
Die Übertragungsleitung 107 ist direkt auf dem Leiterplattenmaterial
gedruckt. Alternative Ausführungsformen können einen Draht oder ein Kabel
verwenden, um diese Funktion zu erreichen, in der vorerwähnten bevorzugten
Ausführungsform sind jedoch keine zusätzlichen diskreten Teile erforderlich.
Die Übertragungsleitung 107 ist direkt auf der Leiterplatte gebildet,
indem ein leitender Weg gedruckt wird, der von einem Anschlusskontakt
113 zu der PCS-Schlitzantenne 103 führt. Diese Konfiguration
gestattet es, die PCS-Schlitzantenne 103 und die AMPS-Schlitzantenne
105 mit dem System, mit dem sie verwendet werden sollen, zu verbinden,
indem einfach das Kabel von dem System in einen Anschlusskontakt 113, der
in der Antenneneinheit enthalten ist, gesteckt wird.
Zusätzlich zu den zwei Schlitzantennen enthält die bevorzugte
Ausführungsform eine dritte Antenne zur Verwendung mit dem GPS-Band. Eine GPS-Flachantenne
109 befindet sich auf dem Leiterplattenmaterial. Diese Art von Flachantenne
ist im Fachgebiet gut bekannt, daher ist hierin keine ausführliche Diskussion
der Flachantenne enthalten. Die GPS-Flachantenne 109 gestattet der Antenneneinheit
gemäß der vorliegenden Erfindung, in einem dritten Frequenzband
zu operieren. Dies erlaubt es, die Antenneneinheit für Systeme zu verwenden,
die die häufigsten digitalen und analogen Zellularbänder nutzen, und sie
außerdem zur Kommunikation mit dem Netz von globalen Positionierungssatelliten
zu verwenden.
In der bevorzugten Ausführungsform sind die GPS-Flachantenne
109 und die Schlitzantennen 103, 105 zur gleichzeitigen
Operation imstande. Dies bedeutet, dass die GPS-Flachantenne 109 zur gleichen
Zeit wie die Schlitzantennen 103, 105 ohne irgendwelche gegenseitigen
Störungen operieren kann.
Die GPS-Flachantenne 109 erfordert zusätzliche Schaltkreise
für die Operation. Ein Verstärkerkreis ist als Teil der Komponente der
GPS-Flachantenne 109 enthalten. Wie vorher diskutiert, besteht ein Vorteil
in der Verwendung von Leiterplattenmaterial wie FR4 als Basis zum Bilden der Schlitzantennen
103, 105 darin, dass zusätzliche Schaltkreise wie der GPS-Verstärker
direkt auf der Leiterplatte gebildet werden können. Zusätzlich nutzt die
GPS-Flachantenne 109 einen zweiten Anschluss 111, um den Anschluss
des GPS-Systems des Fahrzeugs zu gestatten.
Die Antennenvorderfläche, die die Leiterplatte umfasst, ist an
einen Reflektor 203 montiert, um die vollständige Antenneneinheit
200 zu bilden, wie in 2 dargestellt. Der Reflektor
203 kann unter Verwendung verschiedener Arten von Materialien gebildet
werden, die Ausstrahlung reflektieren. In der bevorzugten Ausführungsform wird
metallisierter Kunststoff zur Bildung des Reflektors 203 verwendet. Der
Reflektor 203 ist in der Form eines U-Kanals gebildet. Er ist derart geformt,
dass, wenn er an der Leiterplatte angebracht ist, die Form der Einheit in einer
Schnittansicht im Allgemeinen rechteckig ist. Der U-Kanal-Reflektor bildet kombiniert
mit der Leiterplatte einen Kasten mit offenem Ende, wobei die Leiterplatte die Vorderfläche
oder nach vorn gerichtete Oberfläche des Kastens umfasst und der Reflektor
die oberen, unteren und hinteren Wände des Kastens umfasst. Ein im Allgemeinen
rechtwinkliger Hohlraum 205 wird im Inneren der Antenneneinheit gebildet.
Durch Verwendung eines rechtwinklig geformten Reflektors wird das Volumen des Hohlraums
205 für eine gegebene Hohlraumtiefe im Vergleich zur Verwendung eines
gebogenen Reflektors zur Vervollständigung der Antenneneinheit maximiert. Außerdem
wird durch Verwendung eines rechtwinklig geformten Reflektors die senkrechte Distanz
von jedem Punkt der Schlitzantennen zur Rückwand des Reflektors für eine
gegebene Hohlraumtiefe maximiert. Jeder Punkt auf der hinteren Oberfläche des
Reflektors ist von der Leiterplatte gleich weit entfernt.
In der bevorzugten Ausführungsform beträgt die Tiefe des
reflektierenden Hohlraums 205 2,54 cm (ein Zoll). Damit befindet sich die
Rückwand des Reflektors 203 in einer Distanz von ungefähr 2,54
cm (1 Zoll) innerhalb des Bereichs von 1,90 bis 3,17 cm (0,75 bis 1,25 Zoll) von
den Schlitzantennen. Diese enge Nähe der Rückwand 204 des Reflektors
203 relativ zu den ersten und zweiten Schlitzantennen 103,
105 erzeugt einen elektrisch kurzen Hohlraum. Eine Wellenlänge für
ein PCS-Signal beträgt ungefähr 15 cm (6'') in der Länge, während
eine Wellenlänge für ein AMPS-Signal ungefähr 33 cm (13'') in der
Länge beträgt. Durch Erzeugen eines Hohlraums, der nur ungefähr 2,54
cm (ein Zoll) in der Tiefe beträgt, befindet sich die Basis des Reflektors
innerhalb 1/6 einer PCS-Signal-Wellenlänge von der PCS-Schlitzantenne und 1/13
einer AMPS-Signal-Wellenlänge von der AMPS-Antenne. Der in der bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erzeugte Hohlraum ist elektrisch
beträchtlich kürzer als jeder, der nach dem Stand der Technik vorkommt.
Der Reflektor 203 erfüllt zwei kritische Funktionen.
Erstens trägt der Reflektor zu den von der Antenne erreichten Verstärkungsmustern
bei. Der Reflektor reflektiert die Ausstrahlung, die ursprünglich direkt in
das Fahrzeug gerichtet war, derart, dass sie jetzt nach außen abgestrahlt wird.
Durch Formung oder Fokussierung des ausgestrahlten Signals in eine Richtung wird
die von der Antenne erzielte Verstärkung erhöht. Durch Verwendung der
Schlitzantennen 103, 105 in Verbindung mit dem Reflektor
203 erreicht die Antenneneinheit eine Verstärkung von –3 dB
über die AMPS- und PCS-Bänder, während sie +3 dBic im Zenit im GPS-Band
erreicht.
Außerdem verhindert der Reflektor 203, dass die ausgestrahlten
Signale in den Fahrgastraum ausgestrahlt werden. Während etwas des ausgestrahlten
Signals in den Fahrgastraum lecken kann, werden ungefähr 90% des Signals, das
nach hinten ausgestrahlt wird, nach vorne und außerhalb des Fahrzeugs reflektiert.
Dadurch wird die Menge des ausgestrahlten Signals, dem die Insassen des Fahrzeugs
ausgesetzt werden, stark reduziert und praktisch eliminiert. Dieses Phänomen
ist heute wichtig, da die FCC begonnen hat, Vorrichtungen gemäß ihrer
spezifischen Absorptionsrate (SAR) zu überwachen und einzustufen. Eine günstige
SAR-Einstufung ist angesichts der potenziellen Gesundheitsbedenken, die in den letzten
Jahren hinsichtlich der Gefährdung durch ausgestrahlte Energie aufgekommen
sind, wünschenswert.
In der bevorzugten Ausführungsform ist die Antenneneinheit
200 zu ästhetischen Zwecken in einem Kunststoffmaterial eingeschlossen
und an die obere Mitte der Windschutzscheibe 207 des Fahrzeugs montiert,
wie in 3 dargestellt. Die Einheit ist im Inneren des
Fahrgastraums mit der Seite der Antenne, die das Strahlungselement 101
enthält, nach vorne gegen das Glas der Windschutzscheibe platziert
an der Windschutzscheibe 207 montiert. Die dielektrische Konstante des
Glases der Windschutzscheibe bewirkt, dass die Windschutzscheibe 207 eine
Ladewirkung auf die Antenne hat. Aufgrund der Ladewirkung, die von dem Glas der
Windschutzscheibe erzielt wird, kann die Antenneneinheit geringfügig kleiner
sein, als es erforderlich wäre, wenn die Antenneneinheit im freien Raum operieren
müsste.
Die Antenneneinheit ist nach der Installation außerdem leitend
an das Dachblech 211 des Fahrzeugs gekoppelt. Es ist gut bekannt, dass
diese Kopplung die GPS-Flachantenne mir einem größeren Empfangsbereich
versieht. Bei der Installation der Antenne kann ein leitender Träger wie ein
Metallstreifen oder ein leitendes Band von dem Dachblech 211 zu der Oberfläche
verlaufen, an der die Antennen montiert wird, um einen Kontakt zwischen der Antenne
und dem Dachblech 211 bereitzustellen. In der bevorzugten Ausführungsform
hat die Antenneneinheit eine leitende Dichtung 115, die es gestattet, den
leitenden Träger zu berühren. Ein bevorzugtes Verfahren der Installation
ist vollständig in unserer verwandten Anmeldung EP-A-1343221 beschrieben.
Nach der Installation wird die bevorzugte Ausführungsform der
Antenneneinheit unter Verwendung der Anschlüsse, die sich an der Antennenvorderfläche
101 befinden, mit den Fahrzeugkommunikationssystemen verbunden. Ein erster
Anschluss 113 gestattet die Verbindung mit der Übertragungsleistung
107, die die Schlitzantennen ansteuert, und ein zweiter Anschluss
111 gestattet die Verbindung mit der GPS-Flachantenne 109. Die
Verwendung dieser Anschlüsse gestattet eine schnelle, einfache Verbindung der
Antenneneinheit. Die Verbindungskabel 209 werden unter der Dachverkleidung
des Fahrzeugs geführt, um sie zu verbergen. Wenn das Fahrzeug gebaut wird,
kann die Antenne an der Windschutzscheibe installiert werden, bevor die Windschutzscheibe
in das Fahrzeug eingebaut wird. Nach dem Einbau der Windschutzscheibe in das Fahrzeug
können die Verbindungskabel 209 einfach in die Antenne eingesteckt
werden.
Eine alternative Ausführungsform besteht darin, den ersten Anschluss
111 und den zweiten Anschluss 113 zu eliminieren. Die Verbindung
zwischen der Antenneneinheit und den Verbindungskabeln erfolgt unter Verwendung
einer Anschlusslitzen-Konfiguration. Dies ist grundsätzlich eine direkte Lötverbindung
zwischen einem Koaxialkabel und der Leiterplatte. Dies würde die Montagezeit
zum Einbauen der Einheit beträchtlich verlängern, würde jedoch gestatten,
die Gesamtlängenabmessung der Einheit (definiert als die Abmessung der Antenneneinheit,
die sich entlang der Windschutzscheibe von links nach rechts oder rechts nach links
parallel zum Boden erstreckt, wenn die Antenne an der Fahrzeug-Windschutzscheibe
montiert ist) um die Länge der Anschlussverbinder zu reduzieren. Für gewisse
Anwendungen, die extrem platzkritisch sind, kann dies wünschenswert sein.
Eine Antenneneinheit gemäß der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung stellt eine Antenne für verschiedene Fahrzeugkommunikationssysteme,
die die PCS-, AMPS- oder GPS-Bänder nutzen, bereit. Die Antenneneinheit gemäß
der vorliegenden Erfindung bietet eine hohe Verstärkung (–3 dB über
die AMPS- und PCS-Bänder, +3 dBic im Zenit in dem GPS-Band), wodurch sie eine
effiziente Antenne zur Verwendung für heutige Kommunikationssysteme ist.
Außerdem ist die Antenneneinheit gemäß der vorliegenden
Erfindung kompakt und verborgen und vorgesehen zur Montage an die vordere Windschutzscheibe
des Fahrzeugs oder alternativ an jede andere Glas- oder nicht metallisierte Oberfläche
des Fahrzeugs. Die geringe Größe der Einheit verhindert, dass sie die
Sicht des Fahrzeugfahrers behindert, und die Innenmontage der Einheit trägt
zur Ästhetik des Fahrzeugs bei, während die Antenne dadurch gleichzeitig
vor Schäden aufgrund äußerer Elemente wie Wetter oder Vandalismus
geschützt wird.
Die Antenneneinheit gemäß der vorliegenden Erfindung eliminiert
fast alles des Signals, das von Antennen nach dem Stand der Technik in den Fahrgastraum
ausgestrahlt wurde. Folglich sind die Fahrzeuginsassen nicht der Signalausstrahlung
ausgesetzt, wodurch das Risiko einer potenziellen Gesundheitsgefährdung durch
Aussetzen einer drahtlosen Kommunikationsstrahlung reduziert wird.