Hintergrund
Gegenstand der Erfindung ist eine elektrisch angetriebene Verdunkelungsvorrichtung,
wie sie vielfach in Form von Rollläden, Markisen und Jalousien eingesetzt wird.
Solche Verdunkelungsvorrichtungen haben als Antriebsmotoren meist elektrische Wechselstrommaschinen,
die ein Drehmoment von etwa 3 Nm bis etwa 20 Nm liefern. Diesen Maschinen ist im
Stand der Technik ein Schnecken- oder Kegelradgetriebe, zum Beispiel mit einem Untersetzungsverhältnis
von etwa 3 : 1 bis etwa 8 : 1 und einem Wirkungsgrad von etwa 0,4 (Schneckengetriebe)
bis etwa 0,75 (Kegelradgetriebe) nachgeschaltet. Da derartige Getriebe selbsthemmend
sind, ist keine gesonderte Bremse für den Antrieb dieser bekannten Verdunkelungsvorrichtungen
erforderlich. Bewährte Antriebe für Verdunkelungsvorrichtungen zeigt zum
Beispiel der Gesamtkatalog der Gerhard Geiger GmbH & Co, 74321 Bietigheim-Bissingen,
Deutschland (www.geiger-antriebstechnik.com).
Falls jedoch andere Untersetzungsgetriebe in den Verdunkelungsvorrichtungen
eingesetzt werden sollen, oder falls ein Antriebsmotor ohne Getriebe verwendet werden
soll, ist es erforderlich, für den Antrieb eine Bremseinrichtung vorzusehen,
mit der neben den Endstellungen der Verdunkelungsvorrichtung auch Zwischenstellungen
sicher, schnell und positionsgenau eingenommen und gehalten werden können.
Zugrunde liegendes Problem
Das Ziel ist eine elektrisch angetriebene Verdunkelungsvorrichtung,
die kompakt baut und die gewünschte Stoppstellungen verzögerungsarm und
reproduzierbar einnimmt und hält.
Erfindungsgemäße Lösung
Als Lösung wird eine elektrisch angetriebene Verdunkelungsvorrichtung
vorgeschlagen, die einen Antrieb mit einer elektrischen Maschine und mit einer Bremse
hat. Die Bremse hat ein Bremsglied und ein Reibglied. Im Betrieb des Antriebes führen
das Bremsglied und das Reibglied zueinander eine rotatorische Relativbewegung aus.
Durch eine Permanentmagnetanordnung sind das Bremsglied und das Reibglied zueinander
in Reibeingriff zu bringen. Eine Magnetspulenanordnung ruft bei Bestromung ein das
Magnetfeld der Permanentmagnetanordnung so weit kompensierendes elektrisches Magnetfeld
hervor, dass der Antrieb im Wesentlichen ungebremst ist. Bei fehlender oder verringerter
Bestromung der Magnetspulenanordnung ist ein Reibeingriff zwischen dem Bremsglied
und dem Reibglied ermöglicht – und wird durch die Permanentmagnetanordnung
auch bewirkt.
Die erfindungsgemäße Anordnung macht sich zunutze, dass
eine durch die Permanentmagnetanordnung hervorgerufene Brems- und Haltewirkung keinerlei
zusätzliche, also externe, Energiezufuhr erfordert. Vielmehr ist bei der Erfindung
der – durch die Permanentmagnetanordnung – im Stillstand gehaltene
Antrieb der sichere „Bremsbetrieb". Bei Bestromung der Magnetspulenanordnung
kann gleichzeitig auch die elektrische Maschine mit elektrischem Strom beschickt
werden, wodurch der die Bremse des Antriebes unwirksam geschaltet wird und die Verdunkelungsvorrichtung
durch den Antriebsmotor betätigt wird – das ist der Normalbetrieb.
Sobald der elektrische Strom des Antriebes abgeschaltet wird oder
ausfällt, also weder die elektrische Maschine noch die Magnetspulenanordnung
der Bremse mit elektrischem Strom beschickt werden, ist die elektrische Maschine
des Antriebes stillgesetzt und dieser ist durch die Permanentmagnetanordnung der
Bremse in seiner momentanen Stellung gehalten. In diesem Fall ist bei der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung keine weitere Energiezufuhr erforderlich um die Bremse zu betätigen
oder aktiviert zu halten, wie dies zum Beispiel bei einer nach dem Schlingfederprinzip
arbeitenden Brems- und Halteanordnung erforderlich ist.
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der elektrische Maschine
In einer Ausgestaltung der Verdunkelungsvorrichtung ist die elektrische
Maschine als Außenläufermaschine ausgestaltet. In diesem Fall ist der
Läufer der elektrischen Maschine vorzugsweise an der Innenwand eines Wickelrohres
für eine Markise oder einen Rollladen der Verdunkelungsvorrichtung drehfest
angeordnet. Gleichermaßen ist an der Innenwand des Wickelrohres auch das Bremsglied
verdrehsicher angeordnet, während vorzugsweise das Reibglied an einer im Innern
des Wickelrohres befindlichen, sich nicht drehenden Stange gelagert ist.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der vorstehend beschriebenen Verdunkelungsvorrichtung
ist die elektrische Maschine getriebelos und vorzugsweise permanenterregt. Das Weglassen
eines Getriebes hat neben Kostenersparnisgründen auch den Vorteil geringerer
Geräuschentwicklung im Betrieb der Verdunkelungsvorrichtung. Anstelle einer
bevorzugten, permanenterregten elektrischen Maschine, also zum Beispiel einer Transversalflussmaschine,
die als besondere Vorteile eine hohe Leistungsdichte, eine einfache Drehzahlregelung
und einen hohen Wirkungsgrad bietet, können auch bei geringeren Anforderungen
an das Drehmoment auch Asynchronmotoren oder Einphasen-Kondensator-Motoren verwendet
werden.
Bei der erfindungsgemäßen Verdunkelungsvorrichtung sind
das Bremsglied und das Reibglied der Bremse als Anker bzw. als Joch einer dauermagnetisch
(eingeschalteten) oder elektromagnetisch (ausgeschalteten) Reibungsbremse ausgestaltet.
Dabei überwindet der magnetische Fluss einen Arbeitsluftspalt zwischen dem
Bremsglied und dem Reibglied. Im Bremsbetrieb wirkt die von der Permanentmagnetanordnung
hervorgerufene Magnetkraft im Sinne einer Verringerung des Arbeitsluftspaltes und
bewirkt einen reibenden Bremseingriff zwischen dem Bremsglied und dem Reibglied.
Im Normalbetrieb kompensiert die Magnetspulenanordnung die Wirkung der Permanentmagnetanordnung
zumindest teilweise, so dass Bremsglied und Reibglied nicht mehr gegeneinander gepresst
werden und außer Eingriff kommen können.
Das Reibglied der Bremse kann an einem oder durch einen im Wesentlichen
hohlzylindrischen, magnetflussleitenden Jochkörper gebildet sein, der eine
Ausnehmung, in der die Magnetspulenanordnung aufgenommen ist, und einen Durchlass
für die Tragstange aufweist.
Weiterhin kann der Jochkörper eine magnetflussleitende Bodenplatte
aufweisen. Diese Bodenplatte kann ein magnetflussleitendes Zentralrohr tragen, das
die Tragstange aufnimmt. Dieses Zentralrohr kann zumindest teilweise von der Magnetspulenanordnung
umgeben sein.
Die Permanentmagnetanordnung kann an oder in dem Jochkörper angeordnet
sein. Dazu kann der Jochkörper in zwei oder mehr Teile geteilt sein, die zwischen
sich die Permanentmagnetanordnung aufnehmen.
Die Permanentmagnetanordnung ist in einer bevorzugten Ausgestaltung
eine dünne, dauermagnetische Kreisringscheibe, die zwischen die (beiden) Teile
des Jochkörpers eingefügt ist. Bevorzugt sind die beiden Teile Ringabschnitte
des im Wesentlichen hohlzylindrischen Jochkörpers, welche die dauermagnetische
Kreisringscheibe der Permanentmagnetanordnung zwischen ihren einander zugewandten
Stirnflächen aufnehmen.
Die beiden zwischen sich die Permanentmagnetanordnung aufnehmenden
Teile des Jochkörpers haben vorzugsweise zu der Permanentmagnetanordnung jeweils
eine Anlagefläche, die größer ist als die magnetflussleitende Reibfläche
am Arbeitsluftspalt zwischen dem Reibglied und dem Bremsglied der Bremse. Durch
diese Maßnahme wird der von der scheibenförmigen Permanentmagnetanordnung
ausgehende magnetische Fluss auf das dem Arbeitsluftspalt zugewandte Ende des Jochkörpers
hin „konzentriert". So vergrößert sich die von der Permanentmagnetanordnung
hervorgerufene Kraft im Verhältnis der Fläche der Kreisringscheibe der
Permanentmagnetanordnung zu der Fläche des Arbeitsluftspaltes (FLS
= FPM·APM/ALS; FLS:= Kraft am Luftspalt,
FPM := Kraft der Permanentmagnetanordnung, APM := Fläche
der Permanentmagnetanordnung, ALS := Fläche des Luftspaltes). Diese
Kraft am Luftspalt ist die zwischen dem Reibglied und dem Bremsglied der Bremse
wirkende Anzugskraft.
Vorzugsweise erweitert sich das eine Teil des im Wesentlichen hohlzylindrischen
Jochkörpers vorzugsweise etwa konisch von dessen Bodenplatte hin zu der an
der Kreisringscheibe der Permanentmagnetanordnung anliegenden Stirnfläche.
Das andere Teil des im Wesentlichen hohlzylindrischen Jochkörpers verjüngt
sich vorzugsweise etwa konisch von seiner an der Kreisringscheibe der Permanentmagnetanordnung
anliegenden Stirnfläche zu dem Arbeitsluftspalt hin.
Die genaue Formgebung der beiden Teile des Jochkörpers zwischen
der Bodenplatte und der Permanentmagnetanordnung bzw. der Permanentmagnetanordnung
und dem Luftspalt hängt im Wesentlichen von der gewünschten Anzugskraft
zwischen Reibglied und Bremsglied bezogen auf die Fläche der Permanentmagnetanordnung,
sowie den magnetischen Eigenschaften des Materials der beiden Teile des Jochkörpers
ab. Unter Erweiterung/Verjüngung wird die Vergrößerung/Verringerung
der Querschnittsfläche des jeweiligen Teiles des Jochkörpers verstanden.
Der Jochkörper kann an seinem dem Arbeitsluftspalt zugewandten
Ende, welches das Reibglied der Bremse bildet, mit einer gehärteten Schicht
versehen sein, während das Bremsglied der Bremse wie auch der Jochkörper
aus weicherem Reineisen ist.
Der Jochkörper oder dessen Teile können aus Blechen oder
Blechabschnitten aufgebaut sein, oder aus zu der entsprechenden Gestalt gepressten
und/oder gesinterten Eisenpartikeln geformt sein. Gleichermaßen können
auch Mischformen aus diesen beiden Varianten verwendet werden, bei denen Übergangsbereiche
von radial orientierten Blechabschnitten zu axial orientierten Blechabschnitten
aus gepressten und gesinterten Eisenpartikeln geformt sind.
Die Magnetspulenanordnung weist wenigstens eine hohlzylindrische Wicklung
auf, vorzugsweise aus im Querschnitt im Wesentlichen rechteckigem (Kupfer-)Bandmaterial.
In einer weiteren Ausgestaltung kann der im Wesentlichen hohlzylindrische
Jochkörper an seinen beiden Stirnseiten jeweils ein Reibglied aufweisen, dem,
durch einen jeweiligen Arbeitsluftspalt getrennt, jeweils ein Bremsglied
gegenübersteht. Diese Maßnahme verdoppelt die Bremsfläche ohne eine
nennenswerte axiale Verlängerung der Bremse, da der Jochkörper in diesem
Fall eine Bodenplatte gestaltet sein kann.
In einer weiteren Ausgestaltung kann der im Wesentlichen hohlzylindrische
Jochkörper an seinem äußeren Umfang eine zylindrische Reibfläche
aufweisen. Diese vorzugsweise annähernd ringzylindrische Reibfläche ist,
getrennt durch einen zylindrischen Arbeitsluftspalt einem zylindrischen Bremsglied
zugewendet. Der Jochkörper ist dazu eingerichtet, sich durch die Wirkung der
Permanentmagnetanordnung aufzuweiten um mit dem Bremsglied in einen Reibeingriff
zu gelangen, der durch die Wirkung der Magnetspulenanordnung abgeschwächt oder
beendet wird.
Die Aufweitbarkeit des im Wesentlichen hohlzylindrischen Jochkörpers
kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass sich zwei oder mehr Zylindersektoren
des Jochkörpers sich aneinander – zum Beispiel mittels eines Scharniers
– abstützen und radial nach außen bewegen können. Auch bei
dieser Anordnung ist es möglich, die oben beschriebene Bündelung oder
Konzentration des Magnetflusses am Arbeitsluftspalt vorzusehen.
Weitere Merkmale, Eigenschaften, Vorteile und mögliche Abwandlungen
werden für einen Fachmann anhand der nachstehenden Beschreibung verdeutlicht,
in der auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen ist, wobei übereinstimmende
Bezugszeichen in den Fig. übereinstimmende oder vergleichbar wirkende Komponenten
bezeichnen.
In 1 ist eine seitliche schematische
Ansicht eines Längsschnittes durch eine Ausführungsform der Bremse einer
erfindungsgemäßen Verdunkelungseinrichtung veranschaulicht.
In 2 ist eine seitliche schematische
Ansicht eines Längsschnittes durch eine weitere Ausführungsform der Bremse
einer erfindungsgemäßen Verdunkelungseinrichtung veranschaulicht.
Detaillierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
Die Erfindung wird nachstehend beispielhaft unter Bezugnahme auf eine
schematische Ansicht eines Längsschnittes durch eine Ausführungsform der
Bremse einer erfindungsgemäßen Verdunkelungseinrichtung veranschaulicht.
Die erfindungsgemäße elektrisch angetriebene Verdunkelungsvorrichtung
(also ein Rollladen, eine Jalousie, oder eine Markise) hat einen Antrieb mit einer
im vorliegenden Zusammenhang nicht näher interessierenden, vorzugsweise getriebelosen
und permanenterregten Transversalfluss-Außenläufer-Maschine
10 und mit einer Bremse 20. Die Bremse 20 hat ein Bremsglied
22 und ein Reibglied 24. Das Bremsglied 22 ist eine kreisrunde,
weichmagnetische, zum Beispiel aus Reineisen gebildete Scheibe, die verdrehsicher
und längsverschieblich auf einer mehrkantigen Tragstange 26 der Verdunkelungsvorrichtung
sitzt.
Dazu erstreckt sich die Tragstange 26 der Verdunkelungsvorrichtung
koaxial zur Mittellängsachse M eines Wickelrohres 28 in dessen Innern
für eine nicht weiter veranschaulichte Markise oder einen Rollladen der Verdunkelungsvorrichtung.
Die Tragstange 26 ist an ihren beiden Enden ortsfest in einer nicht weiter
veranschaulichten Halterung der Verdunkelungsvorrichtung montiert.
Das Reibglied 24 der Bremse 20 ist an der Innenwand
des Wickelrohres 28 der Verdunkelungsvorrichtung drehfest aufgenommen.
Der Ständer der Maschine 10 ist an der Tragstange 26 drehfest
angeordnet, und der Läufer der Maschine 10 ist an der Innenwand des
Wickelrohres 28 drehfest aufgenommen.
Wenn der Antrieb der Verdunkelungsvorrichtung sich dreht, versetzt
die Maschine 10 das Wickelrohr 28 gegenüber der Tragstange
26 in Rotation. Dann führen das Bremsglied 22 und das Reibglied
24 relativ zueinander eine Rotationsbewegung aus. Die Bremse
20 hat eine Permanentmagnetanordnung 30, durch die das Bremsglied
22 und das Reibglied 24 zueinander in Reibeingriff zu bringen
sind.
Das Reibglied 24 ist ein Abschnitt eines weichmagnetischen,
zum Beispiel aus Reineisen gebildeten Jochkörpers 32, der eine im
Wesentlichen hohlzylindrische Gestalt hat und an seinem von dem Bremsglied
22 abgewandten Ende eine Bodenplatte 34 aufweist. Der Jochkörper
hat eine Ausnehmung 36, in der eine Magnetspulenanordnung 38 aufgenommen
ist und einen zentralen Durchlass 40 für die Tragstange
26. Dazu trägt die Bodenplatte 34 ein Magnetfluss leitendes
Zentralrohr 42, in dem die Tragstange 26 verdrehbar aufgenommen
ist. An seinem Außenumfang ist das Zentralrohr 42 zumindest teilweise
von der Magnetspulenanordnung 38 umgeben. Das Bremsglied 22 hat
einen das Zentralrohr 42 des Jochkörpers 32 an dessen ihm
zugewandten Ende (in 1 links) umgebenden Ringbund
22a. Dabei kann der Innendurchmesser des Ringbundes 22a im Verhältnis
zu Außendurchmesser des Zentralrohres 42 so bemessen und gestaltet
sein, dass sich das Bremsglied 22 reibungsarm und axial geführt relativ
zum Zentralrohr 42 im Richtung der Mittellängsachse M bewegen kann.
Außerdem kann der Innendurchmesser des Ringbundes 22a im Verhältnis
zu Außendurchmesser des Zentralrohres 42 so bemessen
und gestaltet sein dass ein möglichst ungehinderter Magnetfluss zwischen dem
Bremsglied 22 und dem Zentralrohr 42 gegeben ist.
Der im Wesentlichen hohlzylindrische Jochkörper 32 ist
in zwei Teile 32a, 32b geteilt, die zwischen sich die Permanentmagnetanordnung
30 aufnehmen. Die Permanentmagnetanordnung 30 eine ist dünne
(zum Beispiel etwa 0,5 mm–3 mm dicke), dauermagnetische Kreisringscheibe
aus AlNiCo, Bariumferrit, Strontiumferrit, SmCo, NdFeB oder dergl. Diese Magnetmaterialien
können auch als Pulver in Kunststoffbindenfolien (Polyamid, Polyphensulfid,
Epoxydharz, oder dergl.) eingebettet sein.
Die beiden zwischen sich die Permanentmagnetanordnung 30
aufnehmenden Teile 32a, 32b des Jochkörpers 32 haben
zu der Permanentmagnetanordnung 30 hin jeweils eine Anlagefläche
32a'
32b', die größer ist als die magnetflussleitende Reibfläche
am Arbeitsluftspalt 44 zwischen dem Reibglied 22 und dem Bremsglied
24 der Bremse.
Das eine Teil 32b des Jochkörpers 32 (in der
1 rechts) ist etwa konisch von der Bodenplatte
34 hin zu der an der Permanentmagnetanordnung 30 anliegenden Stirnfläche
32b' erweitert. Das andere Teil 32a des Jochkörpers verjüngt
sich etwa konisch von seiner an der Permanentmagnetanordnung 30 anliegenden
Stirnfläche 32a' zu dem Arbeitsluftspalt 44 hin. Das andere
Teil 32a des Jochkörpers 32 (in der 1
links) trägt an seinem dem Arbeitsluftspalt 44 zugewandten Ende, welches
das Reibglied der Bremse 20 bildet, eine gehärtete Schicht
46, während das Bremsglied 22 der Bremse 20 wie
auch der übrige Jochkörper 32 aus weicherem Reineisen ist. Durch
die Verjüngung des Jochkörpers 32 von der Fläche der Permanentmagnetanordnung
APM auf die Fläche des Arbeitsluftspaltes FLS vergrößert
sich die von der Permanentmagnetanordnung hervorgerufene Kraft im Verhältnis
der Fläche der Kreisringscheibe APM der Permanentmagnetanordnung
30 zu der Fläche FLS des Arbeitsluftspaltes 44.
Die Magnetspulenanordnung 38 der Bremse 20 erzeugt
bei entsprechend bemessener Bestromung ein das Magnetfeld der Permanentmagnetanordnung
30 so weit kompensierendes elektrisches Magnetfeld in dem Jochkörper
32, dass die von der Permanentmagnetanordnung 30 hervorgerufene
Anzugskraft an der Reibfläche zwischen dem Bremsglied 22 und dem Reibglied
24 soweit aufgehoben ist, dass der Antrieb der Verdunkelungsvorrichtung
im Wesentlichen ungebremst ist. Bei fehlender oder verringerter Bestromung der Magnetspulenanordnung
36 ist ein durch die Permanentmagnetanordnung 30 bewirkter Reibeingriff
zwischen dem Bremsglied 22 und dem Reibglied 24 möglich.
In diesem Fall ist der Antrieb der Verdunkelungsvorrichtung durch die Wirkung der
Permanentmagnetanordnung 30 gebremst und stillgesetzt.
Damit sind das Bremsglied 22 und das Reibglied
24 als Anker bzw. als Joch einer dauermagnetisch oder elektromagnetisch
betätigten Reibungsbremse ausgestaltet, bei welcher der magnetische Fluss einen
Arbeitsluftspalt 44 zwischen dem Bremsglied 22 und dem Reibglied
24 überwindet. In einem Bremsbetrieb wirkt die Magnetkraft der Permanentmagnetanordnung
30 im Sinne einer Verringerung des Arbeitsluftspaltes 44. In einem
Normalbetrieb erzeugt die (bestromte) Magnetspulenanordnung 38 ein dem
durch Permanentmagnetanordnung 30 hervorgerufenes Magnetfeld entgegengesetzt
gerichtetes Magnetfeld, das die Wirkung des Magnetfeldes der Permanentmagnetanordnung
30 zumindest teilweise kompensiert. Dann kann das Bremsglied
22 von dem Reibglied 24 freikommen und die Bremswirkung der Bremse
20 lässt nach oder ist völlig aufgehoben. Um den Arbeitsluftspalt
44 möglichst schnell und sicher durch die Wirkung des Magnetfeldes
der Permanentmagnetanordnung 30 zu schließen und das Bremsglied
22 mit dem Reibglied 24 in Reibeingriff zu bringen, wenn die Wirkung
des Magnetfeldes der Magnetspulenanordnung 38 nachlässt oder vollständig
nicht mehr vorhanden ist, trägt die Tragstange 26 eine Schraubenfeder
50, die auf der vom Arbeitsluftspalt 44 abgewandten Seite des
Bremsgliedes 22 angeordnet ist und dieses gegen das Reibglied
24 drängt.
In 2 ist eine weitere Ausgestaltung gezeigt,
bei der hohlzylindrische Jochkörper 32 an seinen beiden Stirnseiten
jeweils ein Reibglied 24, 24' aufweist. In axialer Verlängerung
steht jedem Reibglied 24, 24' durch einen jeweiligen Arbeitsluftspalt
44, 44' getrennt, jeweils ein Bremsglied gegenüber. Im Übrigen
stimmt der Aufbau mit der in 1 gezeigten Anordnung
überein, so dass sich weitere Erläuterungen an dieser Stelle erübrigen.
In 2 ist in strichlierter Linie die magnetische Flussführung
veranschaulicht.
Die gezeigten und beschriebenen Verhältnisse der einzelnen Teile
und Abschnitte hiervon zueinander und deren Abmessungen und Proportionen sind nicht
einschränkend zu verstehen. Vielmehr können einzelne Abmessungen und Proportionen
auch von den gezeigten abweichen.
Anstatt die Magnetkraft in Längsrichtung der Mittellängsachse
wirken zu lassen, wie dies vorstehend erläutert ist, kann diese auch in radialer
Richtung zur Mittellängsachse wirken. Dies hat eine zylindrische Reibfläche
und einen zylindrischen Arbeitsluftspalt zur Folge, wobei sich dann auch der Jochkörper,
zum Beispiel mittels eines Scharniers aufweiten kann, wenn der Permanentmagnet einen
Reibeingriff mit dem – dann ebenfalls kreisringförmigen – Bremsglied
hervorruft.
Bei einer weiterer Variation der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
kann an Stelle einer Außenläufermaschine eine Innenläufermaschine
vorzusehen. In diesem Fall ist der Läufer an der rotierbar gelagerten Tragstange
drehfest angeordnet, während der Ständer mit dem Außenrohr oder einer
anderen ortsfesten Komponente drehfest verbunden ist. Analog dazu kann bei dieser
Anordnung das Reibglied starr mit dem Außenrohr oder der anderen ortsfesten
Komponente verbunden während das Bremsglied mit der rotierbar gelagerten Tragstange
drehfest verbunden ist.
Des Weiteren wurde der vorstehende Antrieb bestehend aus elektrischer
Maschine und Bremse im Zusammenhang mit einer elektrisch angetriebenen Verdunkelungsvorrichtung
beschrieben. Es versteht sich für einen Fachmann jedoch, dass auch eine Vielzahl
von anderen Anwendungen für die vorstehend erläuterte Anordnung möglich
von dem vorliegenden Erfindungsgedanken umfasst sind, der in dem Antrieb verkörpert
ist.