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Dokumentenidentifikation DE102006021469A1 15.11.2007
Titel Sämaschinensystem
Anmelder Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, 49205 Hasbergen, DE
Erfinder Dreyer, Heinz, Dipl.-Ing. Dr. Dr. h.c., 49205 Hasbergen, DE
DE-Anmeldedatum 09.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006021469
Offenlegungstag 15.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse A01C 7/20(2006.01)A, F, I, 20060509, B, H, DE
Zusammenfassung Sämaschinensystem, bestehend aus zumindest einem Vorratsbehälter, Dosierorgan und Verteilerkopf aufweisenden Grundmodul sowie zumindest zwei gegeneinander austauschbarer Scharmodule mit Säscharen unterschiedlicher Scharsysteme. Um eine für verschiedene Einsatzfälle Kosten, Lager und/oder fertigungsmäßig einfach aus verschiedenen Modulen zusammenstellbare Sämaschine für verschiedene Saateinsatzfälle, wie Flügelscharsaat, Mulchsaat, Direkt- oder Bandsaat, zu schaffen, ist vorgesehen, dass das eine Scharmodul einen Tragrahmen aufweist, an dem die Säschare in Höhenrichtung unbeweglich befestigt sind, das andere Scharmodul einen Tragrahmen aufweist, an dem die Säschare, denen jeweils zumindest eine Tiefenführungsrolle zur Tiefenführung der Säschare in den Boden zugeordnet ist, jeweils mit einer Halterung höhenbeweglich gegenüber dem Tragrahmen und zueinander angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Sämaschinensystem.

Ein derartiges Sämaschinensystem ist beispielsweise durch die DE 29 22 185 bekannt. Dieses Sämaschinensystem weist ein Grundmodul auf, welches zumindest einen Vorratsbehälter, Dosierorgan und Verteilerkopf besitzt. An diesem Grundmodul können zumindest zwei gegeneinander austauschbare Scharmodule mit Säscharen unterschiedlicher Scharsysteme angeordnet werden. Diese Scharsysteme sind dann jeweils auf die einzelnen Einsatzbedingungen, wie beispielsweise gepflügter oder nicht zur Einsaat vorbereiteter Böden abgestimmt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine für verschiedene Einsatzfälle kosten-, lager- und/oder fertigungsmäßig einfach aus verschiedenen Modulen zusammenstellbare Sämaschine für verschiedene Saateinsatzfälle, wie Flügelscharsaat, Mulchsaat, Direk- oder Bandsaat zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Infolge dieser Maßahmen ist das eine Scharmodul mit einfach ausgebildeten Säscharen ausgestattet, die in Höhenrichtung unbeweglich am Tragrahmen befestigt sind. Diese im normalen Einsatz unbeweglich am Tragrahmen angeordneten Säschare können jedoch auf verschiedene Arbeitstiefen oder in ihrem Eingriffswinkel einstellbar, sowie beispielsweise mit einer sog. Steinsicherung abgesichert am Tragrahmen angeordnet sein. Hierbei kann die Steinsicherung auch als gefederter Zinken ausgeführt sein.

Das andere Scharmodul weist höhenbeweglich gegenüber dem Tragrahmen angeordnete Säschare auf, die mittels einer Tiefenführungsrolle zur Tiefenführung der Säschare in den Boden ausgestattet sind. Hierdurch ist es möglich die Säschare genau in der gewünschten Tiefe in den Boden zu führen, so dass das Saatgut in der gewünschten Ablagetiefe im Boden abgelegt wird, um so optimal Keim- und Auflaufbedingungen für das Saatgut zu gewährleisten. Dies ist insbesondere zum Ausbringen von Ölsaaten, wie Soja und Raps von großer Bedeutung.

Eine besonders gute Höhenbeweglichkeit und Tiefenführung der Säschare in Verbindung mit der Tiefenführung lässt sich dadurch erreichen, dass die höhenbewegliche Halterung als parallelogrammartige Halterung ausgebildet ist.

Insbesondere, wenn gleichzeitig mit dem Einbringen von Saatgut in den Boden eine mechanische Unkrautbekämpfung durchgeführt werden soll, ist vorgesehen, dass die in Höhenrichtung unbeweglich am Tragrahmen angeordneten Säschare einen Scharstiel mit an dessen unterem Ende angeordneten und seitlich von diesen abstehenden und den Boden durchschneidenden Scharflügeln aufweisen.

Zur Durchführung der Direktsaat ist vorgesehen, dass die in Höhenrichtung beweglich angeordneten Säschare als Meißelschare oder Zinkenschare ausgebildet sind.

Um die einzelnen Scharmodule in einfacher Weise gegeneinander austauschen und mit dem Grundmodul koppeln zu können, ist vorgesehen, dass die einzelnen Module mit einem Schnellkuppelsystem miteinander kuppelbar bzw. an einem Hauptrahmen ankuppelbar sind.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen

1 eine gezogene Sämaschine mit dem Meißelscharmodul in Seitenansicht und in Prinzipdarstellung und

2 die gezogene Sämaschine in Seitenansicht mit dem Flügelscharmodul in Seitenansicht und in Prinzipdarstellung.

Die Sämaschine gemäß 1 besteht aus dem Grundmodul 1 und dem Scharmodul 2 welches mit den als Meißelsäscharen 3 ausgebildeten Säscharen bestückt ist. Das Grundmodul 1 weist den Vorratsbehälter 4, das Dosierorgan 5 und den Verteilerkopf 6 auf.

Das Dosierorgan 5 ist an dem unteren Ende des trichterförmigen Auslaufes des Vorratsbehälters 4 angeordnet. Der Vorratsbehälter 4 und der Verteilerkopf 6 sind an dem Grundrahmen 7 des Grundmoduls 1 befestigt.

An dem Scharrahmen 8 des Scharmoduls 2 sind die Meißelsäschare 3 jeweils mit einer Parallelogrammhalterung 9 befestigt. An jedem Säschar 3 ist eine Tiefenführungsrolle 10 befestigt, die das Säschar 3 in der Eingriffstiefe in dem Boden führt.

An den Grundrahmen 7 des Grundmoduls 1 ist das die Laufräder 11 aufweisende Fahrwerk hinter den Säscharen 3 und vor dem Saatstriegel 12 angeordnet. Der Saatstriegel 12 ist mittels einer Dreipunkthalterung 13 am Rahmen 7 des Grundmoduls 1 befestigt.

Die einzelnen Säschare 3 sind aufgrund ihrer jeweiligen parallelogrammartigen Halterung 9 gegenüber dem Tragrahmen 8 und zueinander höhenbeweglich angeordnet.

Das Scharmodul 2 ist mittels eines Schnellkuppelsystems 14, welches nicht näher dargestellt ist, an dem Rahmen 7 des Grundmoduls 1 anzukuppeln.

Aufgrund der genauen Tiefenführung der Säschare 3 in den Boden über die Tiefenführungsrollen 10 kann das Saatgut in der gewünschten Ablagetiefe im Boden abgelegt werden, so dass es optimale Keim- und Auflaufbedingungen für das Saatgut gewährleistet. Dieses insbesondere zum Ausbringen von Ölsaaten, wie Soja und Raps von großer Bedeutung.

Das Scharmodul gemäß 1 lässt sich gegen das Scharmodul 15, welches gemäß 2 an dem Grundmodul 1 angeordnet ist, über das Schnellkuppelsystem 14 einfach austauschen. Das Scharmodul gemäß 2 weist einen Tragrahmen 16 auf, an dem die Säschare 17 in Höhenrichtung unbeweglich befestigt sind. Mittels der Federsicherung 18 sind die als Zinkenschare ausgebildeten Säschare 17 gesichert. Die Zinkenschare 17 können die im unteren Bereich der Schare angeordnete seitlich abstehende und dem Boden unterscheidenden Scharflügel 19 aufweisen.

Die Säschare 17 können in nicht dargestellter Weise zur Einstellung ihres Eingriffswinkels im Boden verstellbar an dem Rahmen 16 des Scharmoduls 15 angeordnet sein.


Anspruch[de]
Sämaschinensystem, bestehend aus zumindest einem Vorratsbehälter, Dosierorgan und Verteilerkopf aufweisenden Grundmodul sowie zumindest zwei gegeneinander austauschbarer Scharmodule mit Säscharen unterschiedlicher Scharsysteme, dadurch gekennzeichnet, dass

– das eine Scharmodul (15) einen Tragrahmen (16) aufweist, an dem die Säschare (17) in Höhenrichtung unbeweglich befestigt sind,

– das andere Scharmodul (2) einen Tragrahmen (8) aufweist, an dem die Säschare (3), denen jeweils zumindest eine Tiefenführungsrolle (10) zur Tiefenführung der Säschare (3) in den Boden zugeordnet ist, jeweils mit einer Halterung (9) höhenbeweglich gegenüber dem Tragrahmen (8) und zueinander angeordnet sind.
Sämaschinensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die höhenbewegliche Halterung als parallelogrammartige Halterung (9) ausgebildet ist. Sämaschinensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Höhenrichtung unbeweglich am Tragrahmen (16) angeordneten Säschare (17) einen Scharstiel mit an dessen unterem Ende angeordneten und seitlich von diesen abstehenden und den Boden durchschneidenden Scharflügeln (19) aufweisen. Sämaschinensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in Höhenrichtung beweglich angeordneten Säschare (3) als Meißelschare oder Zinkenschare ausgebildet sind. Sämaschinensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Module (2, 15) mit einem Schnellkuppelsystem (14) miteinander kuppelbar bzw. an einem Hauptrahmen (7) ankuppelbar sind.






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