| Dokumentenidentifikation |
DE102006021473A1 15.11.2007 |
| Titel |
Sämaschine |
| Anmelder |
Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, 49205 Hasbergen, DE |
| Erfinder |
Dreyer, Heinz, Dr.Dr.h.c. Dipl.-Ing. Univ, 49205 Hasbergen, DE; Dreyer, Justus, Dr., 49078 Osnabrück, DE; Scheufler, Bernd, Dr., 49205 Hasbergen, DE; Tiessen, Reimer Uwe, Dipl.-Ing., 26135 Oldenburg, DE |
| DE-Anmeldedatum |
09.05.2006 |
| DE-Aktenzeichen |
102006021473 |
| Offenlegungstag |
15.11.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
15.11.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
A01C 7/08(2006.01)A, F, I, 20060509, B, H, DE
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| IPC-Nebenklasse |
A01C 7/16(2006.01)A, L, I, 20060509, B, H, DE
A01C 15/00(2006.01)A, L, I, 20060509, B, H, DE
G01F 11/16(2006.01)A, L, I, 20060509, B, H, DE
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| Zusammenfassung |
Sämaschine zum dosierten Ausbringen auch von ölhaltigen Saatgütern, wie Soja, Raps, welche sich in einem Vorratsbehälter befinden, mit zumindest einem dem Vorratsbehälter zugeordneten zentralen Dosierorgan, welches das Saatgut in einstellbaren Mengen in eine pneumatisch beaufschlagte und zu einem Verteilerkopf führende Zuleitung eingespeist, wobei der Verteilerkopf das Saatgut auf mehrere zu Säscharen führenden Saatleitungen aufteilt, wobei das zentrale Dosierorgan ein in einem Gehäuse angeordnetes und Dosierzellen aufweisendes Zellenrad aufweist. Um das Dosierorgan in der Sämaschine derart weiterzubilden, dass druckempfindliche ölhaltige Saatgüter ohne der Gefahr Beschädigung ausgebracht werden können, ist vorgesehen, über eine Einstell- und Antriebsvorrichtung mit einstellbaren Drehzahlen antreibbar ist, wobei das Zellenrad und/oder -walze die die einzelnen Zellen voneinander teilenden und sich zumindest annähernd in axialer oder schräger Richtung erstreckende Zellenstege aufweist, wobei die Zellenstege in sich elastisch ausgebildet sind.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine Sämaschine zum dosierten Ausbringen
auch von ölhaltigen Saatgütern, wie Soja, Raps.
Durch die EP 0 772 964 A1
ist eine Sämaschine zum dosierten Ausbringen von Saatgütern bekannt. Diese
Sämaschine weist einen Vorratsbehälter auf, dem ein Dosierorgan zugeordnet
ist, welches das Saatgut in einstellbaren Mengen in eine pneumatisch beaufschlagte
und zu einem Verteilerkopf führende Zuleitung einspeist, wobei der Verteilerkopf
das Saatgut auf mehrere zu Säscharen führenden Saatleitungen aufteilt.
Das zentrale Dosierorgan weist ein in einem Gehäuse angeordnetes und Dosierzellen
aufweisendes Zellenrad auf, welches über eine Einstell- und Antriebsvorrichtung
mit einstellbaren Drehzahlen antreibbar ist. Das Zellenrad weist die Zellen von
einander teilenden und sich zumindest annähernd in axialer oder schräger
Richtung erstreckende Zellenstege auf. Der Boden des Gehäuses im unteren Bereich
endet mit einem elastischen Bereich an oder in der Nähe des Außenumfanges
des Zellenrades. In diesem Bereich übergibt das Zellenrad die sich in den Zellen
des Zellenrad befindlichen Saatgüter in die pneumatisch beaufschlagte zu dem
Verteilerkopf führende Zuleitung.
Problematisch ist das Ausbringen von ölhaltigen Saatgütern,
wie Soja und Raps mit der bekannten Sämaschine, weil die Druck empfindlichen
Saatgüter beschädigt werden können, wenn sie zwischen den unnachgiebigen
Zellenstegen und dem elastischen Endbereich des Bodens des Gehäuses eingeklemmt
werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dass Dosierorgan in der
Sämaschine derart weiterzubilden, dass druckempfindliche ölhaltige Saatgüter
ohne der Gefahr der Beschädigung ausgebracht werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruches 1 gelöst. Aufgrund der in sich elastisch ausgebildeten Zellenstege
werden die druckempfindlichen ölhaltigen Saatgütern, wie Soja und Raps
nicht beschädigt. Somit ist es möglich, die an sich mit Einzelkornsägeräten
ausgebrachten ölhaltigen Saatgütern in kostengünstiger Weise auch
mit einer Sämaschine üblicher Bauart, wie sie zum Ausbringen von Getreide,
wie Weizen, Gerste etc. verwendet werden, auszubringen.
Insbesondere wenn die in sich elastischen Zellenstege in einem Gehäuse
eingesetzt werden, wobei der Boden des Gehäuses im unteren Bereich mit einem
elastischen Bereich an oder in der Nähe des Außenumfanges des Zellenradendes
endet wird eine besonders schonende Dosierung der druckempfindlichen ölhaltigen
Saatgüter wie Soja und Raps gewährleistet.
Um die ölhaltigen Saatgüter, wie Soja und Raps, in genau
definierter Ablagetiefe im Boden ablegen zu können und die geforderte genaue
Ablagetiefe auch einhalten zu können, ist vorgesehen, dass die Säschare
mit einzelnen die Säschare in Höhenrichtung führenden Halterungen
am Rahmen angeordnet sind, dass jedem Säschar zumindest eine das Säschar
gegenüber dem Boden in seine Eindringtiefe führende Führungsrolle
zugeordnet ist.
Damit die Führungsrollen die Säfurchen, die die Säschare
in den Boden reissen vorteilhaft schließen zu können, ist vorgesehen,
dass die Führungsrolle(n) schräg zur Fahrtrichtung angestellt ist bzw.
sind.
Ein vorteilhaftes Verfahren zum Ausbringen von ölhaltigen Saatgütern
ist dem Anspruch 5 zu entnehmen. Eine gute Führung des Säschares wird
erfahrungsgemäß durch das Merkmal des Anspruches 6 erreicht.
Um die jeweiligen auszubringenden Saatgüter in optimaler Weise
dosieren zu können, ist vorgesehen, dass für die verschiedenen Saatgüter
auch verschiedene elastische Zellenräder, die vorzugsweise leicht gegeneinander
austauschbar angeordnet sind, einsetzbar sind. Hierbei können die Zellenräder
beispielsweise axial herausziehbar oder einschiebbar in dem Gehäuse auch einer
Antriebswelle angeordnet sein. Um mit der Sämaschine auf andere druckempfindliche
Güter, wie Dünger ausbringen zu können, ohne dass der Dünger
von den Zellenrädern zerdrückt wird, ist vorgesehen, dass spezielle Zellenräder
für druckempfindliche Düngersorten, wie beispielsweise geprillter Harnstoff
einsetzbar sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung
und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen
1 die Sämaschine in Seitenansicht und in Prinzipdarstellung,
2 das Dosiergerät in perspektivischer Darstellung,
3 das Dosiergerät im Schnitt III-III,
4 das Dosiergerät in der Vorderansicht und
5 das Dosiergerät im Schnitt V-V.
Die gezogene Sämaschine weist den Rahmen 1, die Zugdeichsel
2 die an dem Rahmen angeordneten Säschare 3 mit den Tiefenführungsrollen
4, den Saatstriegel 5 und das die Laufräder
6 aufweisende Fahrwerk 7 auf. Die Sämaschine kann für
die Direktsaat, Mulchsaat und konventionelle Saat eingesetzt werden. Die Säschare
3 sind als Meißelsäschare und über Halterung 8
am Rahmen 1 in aufrechter Ebene bewegbar angeordnet. Hinter den Säscharen
3 sind die die Säfurchen schließenden und das Säschar
3 in der Tiefe führenden Tiefenführungsrollen 4 angeordnet.
Das die Laufräder 6 aufweisende Fahrwerk 7 ist hinter den
Säscharen 3 und vor dem Saatstriegel 5 angeordnet. An dem
Rahmen 1 ist zwischen den Laufrädern 6 eine hydraulisch betätigbare
und als Dreipunktkraftheber ausgebildete Hebevorrichtung 9 angeordnet.
Diese Hebevorrichtung 9 weist zwei Unterlenker 10 und einen Oberlenker
11 auf. Mittels der Hebevorrichtung 9 ist der Saatstriegel
5 durch den Unterlenkern 10 zugeordnete Hydraulikzylinder
11 in die Arbeitsstellung absenkbar und eine Transportstellung aushebbar.
An dem Rahmen 1 ist der Vorratsbehälter 12
angeordnet, an dessen unteren trichterförmigen Auslauf das Dosiergerät
13 angeordnet ist. Das Dosiergerät 13 dosiert das Material
in eine an ein nicht dargestelltes Gebläse angeschlossene Leitung
14, die zu einem Verteilerkopf 15 führt. Von dem Verteilerkopf
15 aus wird das Material auf die einzelnen Abgangsleitungen 16
die zu den Säscharen 3 führen, aufgeteilt.
Das Dosiergerät 13 ist unter dem trichterförmigen
Auslauf des Vorratsbehälters 12 einer landwirtschaftlichen Verteilvorrichtung,
wie beispielsweise der pneumatischen Sämaschine gemäß 1,
zum dosierten Ausbringen von körnigem Material, wie Saatgut unterschiedlicher
Größe und Art, chemischen Granulaten, angeordnet. Das Dosiergerät
13 weist das Gehäuse 17 mit den beiden seitlich des Gehäuses
17 angeordneten Lagereinheiten 18 und 19 auf. Auf der
einen Seite ist die Lagereinheit 19 abnehmbar befestigt. Diese abnehmbare
Lagereinheit 19 ist an der Seitenwandung 20 des Gehäuses
14 angeordnet. Die Seitenwandung 19 seitliche Öffnung auf,
durch welches das Zellenrad 21 in das Gehäuse 17 eingebracht
und herausgenommen werden kann. Die Antriebswelle 22 des Dosiergerätes
13 ist axial unverschieblich in der Lagereinheit 3, die der seitlichen
Öffnung abgewandt ist, gelagert. Von dieser Seite aus wird die Antriebswelle
22 über eine nicht dargestellte Kraftquelle und Antriebseinrichtung
angetrieben. Das Zellenrad 21 weist die Zellenstege 23. Die Welle
22 ist axial unverschiebbar auf der einen Seite des Gehäuses
17 mittels der Lagereinheit 18 in dem Gehäuse 17
gelagert. Auf diese Antriebswelle 19 ist das Zellenrad 21 in auswechselbarer
Weise aufschiebbar.
Die Antriebseinrichtung weist eine nicht dargestellte Einstellvorrichtung
auf, so dass das Zellenrad 21 mit einstellbaren Drehzahlen entsprechend
der gewünschten Ausbringmenge antreibbar ist. Das Zellenrad 21 weist
die die einzelnen Zellen 24 voneinander teilenden und sich in axialer und
schräger Richtung erstreckenden Zellenstege 23 auf. Die Zellenstege
23 sind in sich elastisch ausgebildet. Dies wird in vorteilhafter Weise
durch die Herstellung 21 des Zellenrades 23 mit den Zellenstegen
aus einem elastischen Material erreicht. An dem Ende 25 des Bodens
26 des Gehäuses 17 ist im unteren Bereich eine elastische
Dichtlippe 27 angeordnet, die am Außenumfang bzw. in der Nähe
des Außenumfanges des Zellenrades 21 endet, wie 3
zeigt.
Aufgrund der elastischen Ausbildung der Zellenstege 23, insbesondere
in Verbindung mit der elastischen Dichtlippe 27, die am Ende
25 des Bodens 26 des Gehäuses 17 angeordnet ist,
können mit einem ein derartiges Zellenrad 21 aufweisenden Dosierorgan
13 Ölsaaten, wie beispielsweise Raps und Soja ausgebracht werden.
In nicht dargestellter Weise können weitere Zellenräder,
gegen die das Zellenrad 21 gemäß den 2
bis 5 ausgetauscht werden, vorhanden sein. Hierbei
können die Zellenstege der Zellenräder anders ausgebildet sein, so dass
die Zellen ein kleineres Aufnahmevermögen aufweisen. Dieses ein kleineres Zellenaufnahmevermögen
aufweisende Zellenrad wird man beim Ausbringen kleiner Mengen einsetzen.
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| Anspruch[de] |
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Sämaschine zum dosierten Ausbringen auch von ölhaltigen Saatgütern,
wie Soja, Raps, welche sich in einem Vorratsbehälter befinden, mit zumindest
einem dem Vorratsbehälter zugeordneten zentralen Dosierorgan (13),
welches das Saatgut in einstellbaren Mengen in eine pneumatisch beaufschlagte und
zu einem Verteilerkopf (15) führende Zuleitung (14) eingespeist,
wobei der Verteilerkopf (15) das Saatgut auf mehrere zu Säscharen
(3) führenden Saatleitungen (16) aufteilt, wobei das zentrale
Dosierorgan (13) ein in einem Gehäuse (17) angeordnetes und
Dosierzellen (24) aufweisendes Zellenrad (21) aufweist, welches
über eine Einstell- und Antriebsvorrichtung mit einstellbaren Drehzahlen antreibbar
ist, wobei das Zellenrad (21) und/oder -walze die die einzelnen Zellen
(24) von einander teilenden und sich zumindest annähernd in axialer
oder schräger Richtung erstreckende Zellenstege (23) aufweist, wobei
die Zellenstege (23) in sich elastisch ausgebildet sind.
Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden
(26) des Gehäuses (17) im unteren Bereich mit einem elastischen
Bereich (27) an oder in der Nähe des Außenumfanges des Zellenrades
(21) endet.
Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Säschare
(3) mit einzelnen die Säschare (3) in Höhenrichtung
führenden Halterungen (8) am Rahmen (1) angeordnet sind,
dass jedem Säschar (3) zumindest eine das Säschar gegenüber
dem Boden in seine Eindringtiefe führende Führungsrolle (4) zugeordnet
ist.
Sämaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrolle(n)
schräg zur Fahrtrichtung angestellt ist bzw. sind.
Verfahren zum Ausbringen auch von ölhaltigen Saatgutarten, wie
Soja, Raps, mit einer Sämaschine welche einen Vorratsbehälter, mit zumindest
einem dem Vorratsbehälter zugeordneten zentralen Dosierorgan (13),
welches das Saatgut in eine einem dem Saatgut auf mehrere jeweils zu einem Säschar
(3) führenden Saatleitung (16) aufteilende Verteilerkopf
(15) führenden und pneumatisch beaufschlagten Zuleitung in einstellbaren
Mengen einspeist, aufweist wobei das zentrale Dosierorgan (13) ein in einem
Gehäuse (17) angeordnetes und Dosierzellen (24) aufweisendes
Zellenrad (21) über eine Einstell- und Antriebsvorrichtung mit einstellbaren
Drehzahlen antreibbar ist, wobei das Zellenrad (21) und/oder Walze die
die einzelnen Zellen (24) von einander teilenden und sich zumindest annähernd
in axialer oder schräger Richtung erstreckende Zellenstege (23) aufweist,
wobei die Zellenstege (23) in sich elastisch ausgebildet sind.
Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Säschare
(3) mit einzelnen die Säschare (3) in Höhenrichtung
führende Halterung im Rahmen angeordnet sind, dass jedem Säschar eine
das Säschar zumindest eine gegenüber dem Boden in seine Eindringtiefe
führende Führungsrolle (4) zugeordnet ist.
Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass für die verschiedenen Saatgüter auch verschiedene
elastische Zellenräder (21), die vorzugsweise leicht gegeneinander
austauschbar angeordnet sind, einsetzbar sind.
Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass spezielle Zellenräder für druckempfindliche
Düngersorten, wie beispielsweise geprillter Harnstoff einsetzbar sind.
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