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Dokumentenidentifikation DE102006021682A1 15.11.2007
Titel Hydraulikaggregat
Anmelder Jungheinrich AG, 22047 Hamburg, DE
Erfinder Hellmann, Günter, Dipl.-Ing., 24641 Sievershütten, DE
Vertreter Hauck Patent- und Rechtsanwälte, 20354 Hamburg
DE-Anmeldedatum 10.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006021682
Offenlegungstag 15.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse F04B 23/02(2006.01)A, F, I, 20060510, B, H, DE
Zusammenfassung Hydraulikaggregat, mit einem Tankgehäuse zur Aufnahme eines Hydraulikmediums, in dem eine Hydraulikpumpe angeordnet ist und an das ein Ventilblock angrenzt, an dem mindestens ein steuerbares Ventil in einer Zuleitung zu einem hydraulischen Verbraucher angeordnet ist, und einem Elektromotor, der auf der dem Tankgehäuse gegenüberliegende Seite des Ventilblocks ein Statorgehäuse aufweist und dessen Welle durch den Ventilblock hindurch mit der Hydraulikpumpe gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß Ventilblock und Statorgehäuse einteilig geformt sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Hydraulikaggregat nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Hydraulikaggregate bestehen üblicherweise aus einem Antriebsmotor, einer Pumpe, einem Hydrauliktank und einem Ventilblock. Der Antriebsmotor ist üblicherweise ein Elektromotor. Bei räumlich beengten Verhältnissen ist das Hydraulikaggregat kompakt auszuführen. Es ist daher bereits bekannt geworden, die Hydraulikpumpe in das Hydraulikmedium innerhalb eines Tankgehäuses einzutauchen und das Tankgehäuse mit dem Ventilblock zu verbinden. Auf der gegenüberliegenden Seite wird das Statorgehäuse des Motors an den Ventilblock angeflanscht. Die Welle des Elektromotors erstreckt sich durch den Ventilblock hindurch zur Pumpe, um diese anzutreiben. Der Ventilblock enthält Bohrungen zur Aufnahme von Ventilen, um eine Hydraulikschaltung zur Versorgung mindestens eines hydraulischen Verbrauchers zu verwirklichen. Derartige Kompakt-Hydraulikaggregate werden insbesondere in Flurförderzeugen verwendet, die wenig Bauraum zur Verfügung stellen. Die Hydraulikpumpe versorgt z.B. einen Hubzylinder, eine hydraulische Lenkung oder sonstige Verbraucher.

Bei der Herstellung und der Montage derartiger Hydraulikaggregate müssen die einzelnen Komponenten, wie Motor, Ventilblock, Ventile, Pumpe, Tank und Filter, zusammenmontiert bzw. -geschraubt werden. Der Fertigungsaufwand ist daher entsprechend hoch.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Hydraulikaggregat zu schaffen, bei dem die Fertigungskosten signifikant gesenkt werden können.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Bei dem erfindungsgemäßen Hydraulikaggregat sind Ventilblock und Statorgehäuse einteilig geformt, z.B. aus Stahlguß.

Bei dem erfindungsgemäßen Hydraulikaggregat braucht das Statorgehäuse keinen Flansch, um mit dem Ventilblock verschraubt zu werden. Darüber hinaus wird die Bearbeitung eines solchen Flansches und des Ventilblocks zwecks inniger Verbindung der beiden Teile gespart. Es ist daher möglich, das Hydraulikaggregat mit einem deutlich geringen Fertigungs- und Montageaufwand zu erstellen.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist der Ventilblock auf der dem Tankgehäuse zugekehrten Seite einen axialen Ringbund auf, der annähernd passend in das Innere des Tankgehäuses eingreift, während das dem Ventilblock zugekehrte Ende des Tankgehäuses in einer Ausnehmung an der Außenseite des Ringbunds eingreift, wobei die Außenseiten von Stator- und Tankgehäuse annähernd fluchten.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Die einzige Figur zeigt andeutungsweise ein Hydraulikaggregat nach der Erfindung.

In der Figur ist ein Statorgehäuse 10 für einen nicht weiter dargestellten elektrischen Motor gezeigt. Das Statorgehäuse 10 ist am oberen Ende durch einen Deckel 12 geschlossen, an dem Anschlüsse 14, 16 für die Stromversorgung vorgesehen sind. Wie erkennbar, ist das Statorgehäuse 10 einteilig mit einem Ventilblock 18 geformt. In der Figur ist bei 20 ein Ventilgehäuse dargestellt, das über eine Öffnung in den Ventilblock 18 eingreift. Das Ventil 20 ist steuerbar und weist eine Anschlußmöglichkeit für eine Zuleitung zu einem Verbraucher auf.

An der dem Statorgehäuse 10 gegenüberliegenden Seite des Ventilblocks 18 ist an diesem ein Ringbund 22 angeformt. Sein Außendurchmesser ist etwas geringer als der Außendurchmesser des Ventilblocks 18, so daß eine Ausnehmung geschaffen ist. In dieser Ausnehmung greift ein verdickter Rand 24 eines Tankgehäuses 26 ein. Das Tankgehäuse 26 ist z.B. aus Kunststoffmaterial geformt. Eine Verbindung der beiden Teile erfolgt mit Hilfe eines Spannbandes, das um das verdickte Ende 24 herum gelegt und gespannt wird. Dies ist in der Zeichnung nicht dargestellt.

Im Tankgehäuse 26 ist eine Pumpe angeordnet, was nicht weiter dargestellt ist. Die Pumpe saugt Hydraulikmedium aus dem Tankgehäuse 26 aus dem unteren Bereich an und fördert das Medium zum Ventil 20. Die nicht gezeigte Welle des nicht gezeigten Elektromotors erstreckt sich durch den Ventilblock 18 hindurch zur nicht gezeigten Pumpe, um diese anzutreiben. Die Rückleitung des Hydraulikmediums zum Tank 26 erfolgt über einen Filter. In der Figur ist ein schräger Anschlußstutzen 28 gezeigt, über den eine Filterpatrone einführbar ist und mit Hilfe einer Schraubkappe 30 festgelegt werden kann. Die Filterpatrone dient zur Filterung von Verunreinigungen im Hydraulikmedium beim Rückfluß vom Verbraucher zum Tank 26.


Anspruch[de]
Hydraulikaggregat, mit einem Tankgehäuse zur Aufnahme eines Hydraulikmediums, in dem eine Hydraulikpumpe angeordnet ist und an das ein Ventilblock angrenzt, an dem mindestens ein steuerbares Ventil in einer Zuleitung zu einem hydraulischen Verbraucher angeordnet ist, und einem Elektromotor, der auf der dem Tankgehäuse gegenüberliegende Seite des Ventilblocks ein Statorgehäuse aufweist und dessen Welle durch den Ventilblock hindurch mit der Hydraulikpumpe gekoppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß Ventilblock (18) und Statorgehäuse (10) einteilig geformt sind. Hydraulikaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilblock auf der dem Tankgehäuse (26) zugekehrten Seite einen axialen Ringbund (22) aufweist, der annähernd passend in das Innere des Tankgehäuses (26) eingreift, während das dem Ventilblock (18) zugekehrte Ende des Tankgehäuses (26) in einer Ausnehmung an der Außenseite des Ringbundes (22) eingreift, wodurch die Außenseiten von Statorgehäuse und Tankgehäuse annähernd fluchten. Hydraulikaggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Ventilblock (18) und Statorgehäuse (10) aus Metallguß geformt sind.






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