Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zerstäuber gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1, ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 12 sowie eine Verwendung des Zerstäubers.
Bekannt ist ein unter dem Handelsnamen "Respimat" angebotener Zerstäuber
in Form eines Inhalators, wie im Grundprinzip in der WO 91/14468 A1 und in konkreter
Ausgestaltung in der WO 97/12687 A1 (6a, 6b) sowie
in 1 und 2 der anliegenden
Zeichnung dargestellt. Der Zerstäuber weist als Reservoir für ein zu zerstäubendes
Fluid einen einsetzbaren Behälter, einen Druckerzeuger mit einer Antriebsfeder
sowie eine Düse, über die das Fluid ausgegeben und zerstäubt wird,
auf.
Nach dem erstmaligen Einsetzen des Behälters oder längerem
Nichtgebrauch kann Luft im Druckerzeuger bzw. Düsensystem dazu führen,
daß bei der nächsten Ausgabe und Zerstäubung von Fluid die Dosiergenauigkeit
nachteilig beeinflußt wird. Dies ist bei der darauf folgenden Ausgabe und Zerstäubung
nicht mehr der Fall, da eventuell vorhandene Luft durch Fluid verdrängt wurde.
Vor dem erstmaligem Gebrauch des Zerstäubers und nach längerem Nichtgebrauch
des Zerstäubers wird daher empfohlen, vor der eigentlichen Benutzung des Zerstäubers
zunächst mindestens einmal eine Fluidausgabe ohne Inhalation durchzuführen.
Diese Vorabbetätigung wird auch als "Primen" bezeichnet. Das Primen führt
zu einem erhöhten Fluidverbrauch und erfordert besondere Aufmerksamkeit des
Benutzers.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zerstäuber
und ein Verfahren sowie eine Vewendung eines derartigen Zerstäubers anzugeben,
so daß auf einfache Weise und bei einfacher Handhabung eine besonders genaue
Dosierung ermöglicht wird, insbesondere ein Primen entfallen kann.
Die obige Aufgabe wird durch einen Zerstäuber gemäß
Anspruch 1 oder ein Verfahren gemäß Anspruch 12 oder eine Verwendung gemäß
Anspruch 20 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Eine grundlegende Idee der vorliegenden Erfindung liegt darin, daß
jeweils eine die Düse und ggf. sonstige Fördereinrichtungen des jeweiligen
Zerstäubers spülende – im Vergleich zu jeder Dosis jedoch sehr
geringe – Vormenge an Fluid vorzugsweise zwangsweise vor jeder bestimmungsgemäßen
Ausgabe einer Dosis oder bei jedem Spannen des Zerstäubers ausgegeben wird.
Durch den Begriff "bestimmungsgemäß" wird klargestellt, daß gegebenenfalls
bei dem erstmaligen Primen, dem sogenannten Trockenprimen, des Zerstäubers
keine Ausgabe einer Dosis beabsichtigt ist bzw. erfolgt und dabei ebenfalls keine
Vormenge ausgegeben wird, insbesondere wenn anfänglich nur Luft aus dem Fördersystem
des Zerstäubers verdrängt wird. Die Ausgabe bzw. Erzeugung des Vorsprays
führt zu mehreren Vorteilen.
Das Spülen mit der Vormenge kann die Dosiergenauigkeit des Zerstäubers
weiter verbessern.
Die in dem Druckerzeuger oder dergleichen enthaltene Luft und sonstige
Gase werden durch die Vormenge verdrängt oder zumindest wesentlich reduziert.
Dies verbessert die Dosiergenauigkeit bei der nachfolgenden Ausgabe.
Durch die Vormenge kann beispielsweise ein definiertes Schließen
oder sonstiges Einnehmen einer bestimmten Position eines Ventils insbesondere des
Druckerzeugers erreicht werden, so daß definiertere Zustände bei der eigentlichen
Benutzung des Zerstäubers und Dosierung des insbesondere für die Inhalation
vorgesehenen Fluids erreichbar sind.
Weiter kann an der Düse ein definierter Fluidabriß durch
die Vormenge erreicht werden, der im wesentlichen demjenigen bei der unmittelbar
nachfolgenden Ausgabe von Fluid entspricht, wodurch wiederum die Dosiergenauigkeit
weiter verbessert wird.
Das Spülen der Düse durch die Vormenge kann Verlegungen,
Ablagerungen, Verschmutzungen oder mikrobielle Verunreinigungen austragen bzw. auflösen.
Auch können Konzentrationszunahmen – beispielsweise aufgrund
von Verdunstung während der Nichtbenutzung – vermindert oder vermieden
werden.
Bei der vorliegenden Erfindung bezieht sich der Begriff "Spülen
der Düse" vorzugsweise nicht nur auf die Düse oder das Düsensystem
des Zerstäubers, sondern bezieht sich alternativ oder zusätzlich auch
auf den Druckerzeuger oder sonstige Teile des Zerstäubers zur Förderung,
Ausgabe und Zerstäubung von Fluid, wie ein eventuell vorhandener Filter, eine
Druckkammer, ein Ventil, eine Ansaugleitung, eine Druckleitung oder dergleichen.
Falls oligodynamische Silberverbindungen oder andere Ionen freisetzende
Verbindungen im Zerstäuber eingesetzt werden, können die Silberionen bzw.
sonstigen Ionen durch die Vormenge ausgetragen werden, so daß weniger Ionen
bei der eigentlichen Benutzung ausgegeben und inhaliert werden.
Das vorschlagsgemäße Spülen durch die Vormenge
erfolgt insbesondere selbsttätig, also ohne separate Betätigung oder Auslösung
durch den Benutzer, insbesondere bei jedem Spannen des Zerstäubers bzw. einer
im Zerstäuber enthaltenen Feder oder dergleichen. Dementsprechend ergibt sich
eine sehr einfache Bedienung. Besonders bevorzugt kann das genannte Primen ganz
entfallen oder zumindest verringert werden.
Es wurde festgestellt, daß eine überraschend geringe Vormenge
genügt, insbesondere um die vorgenannten Vorteile zu erreichen. Auch wenn die
Düse bei jeder Betätigung bzw. Benutzung des Zerstäubers durch die
Vormenge gespült wird, ist der Fluidverbrauch insgesamt voraussichtlich geringer,
da das Primen – auch wenn es nicht vor jeder Benutzung des Zerstäubers
erfolgt – jeweils zum Austrag einer vollen Dosis an Fluid führt.
Die Vormenge an Fluid wird insbesondere je nach Druck über die
Düse als Sprühnebel und/oder als Tropfen ausgegeben. Nachfolgend wird
das Spülen der Düse durch die Vormenge und deren Ausgabe durch die Düse
– unabhängig davon, ob als Sprühnebel oder Tropfen – auch
als "Vorspray" bezeichnet.
Weitere Vorteile, Merkmale, Eigenschaften und Aspekte der vorliegenden
Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung einer
bevorzugten Ausführungsform anhand der Zeichnung. Es zeigt:
1 einen schematischen Schnitt eines bekannten Zerstäubers
im ungespannten Zustand;
2 einen schematischen, um 90° gegenüber
1 gedrehten Schnitt des bekannten Zerstäubers
im gespannten Zustand;
3 einen schematischen Schnitt des vorschlagsgemäßen
Zerstäubers.
In den Figuren werden für gleiche oder ähnliche Teile dieselben
Bezugszeichen verwendet, wobei entsprechende oder vergleichbare Eigenschaften und
Vorteile erreicht werden, auch wenn eine wiederholte Beschreibung weggelassen ist.
1 und 2 zeigen einen bekannten
Zerstäuber 1 zur Zerstäubung eines Fluids 2, insbesondere
eines hochwirksamen Arzneimittels oder dgl., in einer schematischen Darstellung
im ungespannten Zustand (1) und gespannten Zustand
(2). Der Zerstäuber 1 ist insbesondere
als tragbarer Inhalator ausgebildet und arbeitet vorzugsweise ohne Treibgas.
Bei Zerstäubung des Fluids 2, vorzugsweise einer Flüssigkeit,
insbesondere eines Arzneimittels, wird ein Aerosol gebildet, das von einem nicht
dargestellten Benutzer eingeatmet bzw. inhaliert werden kann. Üblicherweise
erfolgt das Inhalieren wenigstens einmal täglich, insbesondere mehrmals täglich,
vorzugsweise in vorbestimmten Zeitabständen, in Abhängigkeit von der Erkrankung
des Patienten.
Der bekannte Zerstäuber 1 weist einen vorzugsweise einsetzbaren
und vorzugsweise wechselbaren Behälter 3 mit dem Fluid 2
auf. Der Behälter 3 bildet also ein Reservoir für das zu zerstäubende
Fluid 2, das insbesondere in einem von einem kollabierbaren Beutel gebildeten
Fluidraum 4 im Behälter 3 aufgenommen ist.
Vorzugsweise enthält der Behälter 3 eine ausreichende
Menge an Fluid 2 bzw. Wirkstoff, um beispielsweise bis zu 200 Dosiereinheiten
bzw-. Dosen zur Verfügung stellen zu können, also beispielsweise bis zu
200 Zerstäubungen oder Anwendungen zu ermöglichen. Ein typischer Behälter
3, wie in der WO 96/06011 A2 offenbart, nimmt ein Volumen von ca. 2 bis
10 ml auf.
Der Zerstäuber 1 weist ferner einen Druckerzeuger
5 zur Förderung und Zerstäubung des Fluids 2, insbesondere
jeweils in einer vorbestimmten oder einstellbaren Dosiermenge, auf. Das Fluid
2 ist also in einzelnen Dosen, insbesondere von jeweils etwa 5 bis 30 &mgr;l,
ausgebbar und zerstäubbar.
Der Druckerzeuger 5 weist eine Halterung 6 für
den Behälter 3, eine zugeordnete, nur teilweise dargestellte Antriebsfeder
7, ein zur Entsperrung vorzugsweise manuell betätigbares Sperrelement
8, ein bewegbares Förderelement, insbesondere ein Förderrohr
9, ein Rückschlagventil 10, eine Druckkammer 11
und eine Düse 12 im Bereich eines Mundstücks 13 auf.
Der Behälter 3 wird über die Halterung 6, insbesondere
rastend, so in dem Zerstäuber 1 fixiert, daß das Förderrohr
9 in den Behälter 3 eintaucht. Die Halterung 6 kann
dabei derart ausgebildet sein, daß der Behälter 3 gelöst
und ausgetauscht werden kann.
Zum axialen Spannen der Antriebsfeder 7 wird die Halterung
6 mit dem Behälter 3 und dem Förderrohr 9 bei
den Darstellungen nach unten bewegt und Fluid 2 aus dem Behälter
3 über das Rückschlagventil 10 in die Druckkammer
11 des Druckerzeugers 5 gesaugt.
Beim anschließenden Entspannen nach Betätigung des Sperrelements
8 zur Freigabe der Halterung 6 wird das Fluid 2 in der
Druckkammer 11 unter Druck gesetzt, indem das Förderrohr
9 mit seinem nun geschlossenen Rückschlagventil 10 durch
Entspannen der Antriebsfeder 7 wieder nach oben bewegt wird (Hauptbewegung),
also als Druckstempel arbeitet. Dieser Druck treibt das Fluid 2 durch die Düse
12 aus, wobei es in ein Aerosol 14 zerstäubt wird, wie in
1 angedeutet.
Ein nicht dargestellter Benutzer bzw. Patient kann das Aerosol
14 inhalieren, wobei Zuluft über mindestens eine Zuluftöffnung
15 in das Mundstück 13 saugbar ist.
Der Zerstäuber 1 weist ein Gehäuseoberteil
16 und ein demgegenüber drehbares Innenteil 17 (2)
mit einem oberen Teil 17a und einem unteren Teil 17b (1)
auf, wobei an dem Innenteil 17 ein insbesondere manuell betätigbares
Gehäuseteil 18 vorzugsweise mittels eines Halteelementes
19 lösbar befestigt, insbesondere aufgesteckt, ist. Zum Einsetzen
und/oder Auswechseln des Behälters 3 ist das Gehäuseteil
18 vom Zerstäuber 1 lösbar.
Das Gehäuseteil 18 kann relativ zum Gehäuseoberteil
16 gedreht werden, wobei es den Innenteil 17 mitnimmt. Der obere
Teil 17a dreht durch entsprechenden Eingriff die Halterung 6,
so daß diese über ein in 2 nur angedeutetes
Getriebe 20 gegen die Kraft der Antriebsfeder 7 axial verschoben
und die Antriebsfeder 7 gespannt wird.
Beim Spannen wird der Behälter 3 axial nach unten bewegt.
Schließlich nimmt der Behälter 3 eine in 2
angedeutete Endlage. In dieser Endlage ist die Antriebsfeder 7 gespannt.
Das Sperrelement 8 kann dann die Halterung 6 und damit das Förderrohr
9 und den Behälter 3 gegen eine Bewegung in der Darstellung
nach oben, also ein Entspannen der Antriebsfeder 7 sperren. In der Darstellung
gemäß 2 befinden sich die Halterung
6 mit dem Förderrohr 9 und dem Behälter 3 und
die Antriebsfeder 7 in dem gespannten Zustand bzw. in der Spannposition,
das Sperrelement 8 befindet sich jedoch nicht in seiner die Halterung
6 blockierenden, quer bzw. radial verschobenen Sperrlage.
Nach dem Freigeben der Halterung 6 durch das Sperrelement
8 – also ausgehend von der in 2 gezeigten
Spannposition und bei der in 2 gezeigten Lage des Sperrelements
8 – erfolgt der Zerstäubungsvorgang. Hierbei wird die Halterung
6 zusammen mit dem Förderrohr 9 und dem Behälter
3 wieder in die in 1 gezeigte Ausgangsposition
durch die Kraft der Antriebsfeder 7 zurückbewegt. Diese Bewegung wird
nachfolgend auch kurz als Hauptbewegung H bezeichnet. Bei der Hauptbewegung ist
das Ventil 10 geschlossen und setzt das Förderrohr 9 in der
Druckkammer 11 befindliches Fluid 2 unter Druck, so daß dieses
über die Düse 12 ausgegeben und zerstäubt wird.
Der Behälter 3 führt also vorzugsweise eine Hubbewegung
während des Spannvorgangs bzw. zur Fluidentnahme und während des Zerstäubungsvorgangs
aus.
Das Getriebe 20 zum Spannen des Zerstäubers
1 bzw. der Antriebsfeder 7 und zum axialen Bewegen der Halterung
6 in Spannrichtung weist beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise Abgleitflächen
21 und 22 am Gehäuseoberteil 18und/oder an der Halterung
6 auf, die insbesondere schraubenlinig verlaufen und beim Drehen der Halterung
6 zum Gehäuseoberteil 16 zu der gewünschten Axialbewegung
der Halterung 6 führen.
Wenn die Halterung 6 die in 2
dargestellte Spannposition erreicht, treten die Gleitflächen 21,
22 außer Eingriff und gibt das Getriebe 20 die Halterung
6 für die entgegengesetzte Bewegung in axialer Richtung, insbesondere
die Hauptbewegung, frei. Gleichzeitig wird das Sperrelement 8 quer, insbesondere
radial, zur Axialbewegung bzw. -richtung derart in seine Sperrlage (in
3 gezeigt) verlagert, daß die Halterung
6 und damit auch das Förderrohr 9 und der Behälter
3 in der Spannposition blockiert bzw. gesperrt werden. Insbesondere ist
das Sperrelement 8 ringförmig ausgebildet und in seiner Sperrlage
aus der normalerweise konzentrischen Anordnung zur Halterung 6 radial verschoben,
so daß die Halterung 6 stirnseitig an einem Abschnitt des Sperrelements
8 anliegt und dadurch blockiert ist.
Zum Auslösen des Zerstäubungsvorgangs wird das insbesondere
mit einer Taste 23 oder einem sonstigen Betätigungselement versehene
Sperrelement 8 betätigt und dadurch wieder radial in seine konzentrische
Lage, die in 2 dargestellt ist, zurückbewegt,
wodurch die Blockierung der Halterung 6 aufgehoben wird und diese die Hauptbewegung
in Richtung des Pfeils H ausführen kann. Dabei wird dann in der Druckkammer
11 befindliches Fluid 2 über die Düse 12 ausgegeben
und zerstäubt.
Nachfolgend werden der Aufbau und die Funktionsweise eines vorschlagsgemäßen
Zerstäubers 1 anhand der schematischen, nicht maßstabsgerechten
Schnittdarstellung gemäß 3 erläutert,
die im wesentlichen der Darstellung gemäß 2
entspricht. Die bisherigen Ausführungen, insbesondere zu 1
und 2, gelten entsprechend bzw. ergänzend.
Der vorschlagsgemäße Zerstäuber 1 ist derart
ausgebildet, daß vor jeder Ausgabe und Zerstäubung einer Dosis an Fluid
2 eine bestimmte Vormenge an Fluid 2 ausgegeben wird. Diese Vormenge
spült die Düse 12 bzw. sonstige Fördereinrichtungen, -komponenten
oder dergleichen des Zerstäubers 1, insbesondere das Förderrohr
9, das Ventil 10, die Druckkammer 11, einen zur Düse
12 führenden Kanal, einen optionalen Filter vor der Düse
12, die Düse 12 oder dergleichen. Das Spülen mit der
Vormenge erfolgt insbesondere zwangsweise bei jeder Betätigung des Zerstäubers
1, insbesondere bei jedem Spannen des Zerstäubers 1, und
führt zu dem Vorspray und den bereits genannten Vorteilen.
Die Vormenge ist vorzugsweise sehr gering, bedarf aber einer gewissen
Mindestmenge zur Erzielung der gewünschten Vorteile. Sie beträgt vorzugsweise
mindestens 0,5 &mgr;l, insbesondere 0,5 bis 3 &mgr;l, besonders bevorzugt etwa
1 bis 2 &mgr;l. Dies ist im Vergleich zu der üblichen Dosis (insbesondere
etwa 15 bis 20 &mgr;l), die bei jedem Zerstäubungsvorgang an Fluid
2 ausgegeben wird, sehr gering. Vorzugsweise beträgt die Vormenge
mindestens 1 %, insbesondere mindestens 2 %, ganz bevorzugt etwa 3 bis 10 %, der
Menge einer Dosis des Fluids 2, die während eines normalen Zerstäubungsvorgangs
ausgegeben wird.
Besonders bevorzugt beträgt die Vormenge mindestens das 5-fache
des Volumens der Düse 12 bzw. eines die Düse 12 bildenden
Düsenblocks. Dies garantiert bereits ein effektives Spülen der Düse
12.
Nachfolgend wird erläutert, wie die Vormenge und das Spülen
mit der Vormenge an Fluid 2 bevorzugt realisiert werden.
Beim Spannen des Zerstäubers 1 bzw. der Antriebsfeder
7 in Spannrichtung S werden die Halterung 6 und damit das Förderelement
9 in eine in 3 dargestellte Überspannposition
bewegt. In dieser Überspannposition gibt das Getriebe 20 die Halterung
6 frei, so daß dann durch die Federkraft eine entgegengesetzte Bewegung
– wie beim normalen Zerstäubungsvorgang – einsetzen kann. Die
vorliegende Erfindung sieht vor, daß nun eine erste Bewegung – nachfolgend
Vorbewegung genannt – in dieser Richtung H erfolgt, jedoch zunächst
nur bis zum Erreichen der (normalen) Spannposition, d.h. beim Darstellungsbeispiel
bis zur Anlage der Halterung 6 am sich in der Sperrlage befindenden Sperrelement
8. 3 zeigt das Sperrelement 8 in
der Sperrlage mit ausgerückter Taste 23. 2
zeigt das Sperrelement 8 in der Nicht-Sperrlage, also in der die Halterung
6 nicht blockierenden Lage mit eingerückter Taste 23 bzw.
in konzentrischer Lage.
Die Halterung 6 und damit auch das Förderelement bzw.
Förderrohr 9 führen selbsttätig aus der in 3
dargestellten Überspannposition die Vorbewegung in die Spannposition, also
bis zur Blockierung durch das Sperrelement 8 aus.
Diese Vorbewegung, die vorzugsweise in die gleiche Richtung wie die
bereits angesprochene Hauptbewegung H während des normalen Zerstäubungsvorgangs
verläuft, führt zur Erzeugung und Ausgabe der gewünschten Vormenge
an Fluid 2.
Die Vorbewegung ist im Vergleich zur Hauptbewegung sehr kurz. Insbesondere
beträgt ihr Hub d – also die Strecke von der Überspannposition
in die Spannposition – nur etwa 0,2 bis 1 mm, insbesondere etwa 0,4 bis 0,8
mm.
Bedarfsweise ist der Hub d zur Anpassung an die Düse
12, den Druckerzeuger 5 oder dergleichen und/oder zur Anpassung
an das jeweilige Fluid 2 einstellbar bzw. festlegbar. Durch Variation des Hubs d
ist entsprechend das Vormengenvolumen variierbar.
Je nach Vormengenvolumen und Druckanstieg – insbesondere Rücklaufgeschwindigkeit
des Förderelements bzw. Förderrohrs 9 von der Überspannposition
in die Spannposition – und je nach Fluid 2 erfolgt eine Ausgabe
der Vormenge als Tropfen und/oder als Sprühnebel bzw. Sprühstrahl. Der
Benutzer kann den Tropfen und eventuell auch sonstige bei der normalen Benutzung
des Zerstäubers 1 an der Düse 12 verbleibende Restmengen
von Fluid 2 bedarfsweise abwischen oder abschütteln. Alternativ oder
zusätzlich kann auch ein Abstreifen oder Aufnehmen des Tropfens bzw. der Restmengen
durch eine nicht dargestellte Abdeckkappe zum Verschließen des Mundstücks
13, insbesondere durch ein Abstreif- oder Aufnahmemittel, wie ein Vlies
oder dergleichen, in der Abdeckkappe aufgenommen werden.
Die Abdeckkappe kann zumindest bereichsweise transparent ausgebildet
sein, so daß der Benutzer die Ausgabe der Vormenge verfolgen kann. Alternativ
ist es auch möglich, daß der Benutzer die Ausgabe der Vormenge nicht verfolgt
und insbesondere auch nicht bemerkt. Die Ausgabe der Vormenge kann nämlich
quasi unmerklich und derart schnell erfolgen, daß dies die normale Handhabung
und Benutzung des Zerstäubers 1 für die Ausgabe und Zerstäubung
von Fluid 2 nicht beeinträchtigt.
Gemäß einer nicht dargestellten Weiterbildung kann eine
zusätzliche Sperre oder Verzögerung vorgesehen sein, so daß eine
Betätigung oder Auslösung des gespannten Zerstäubers 1 –
also des Sperrelements 8 bzw. der Taste 23beim Darstellungsbeispiel
– erst dann möglich ist, wenn die Vormenge an Fluid 2 ausgegeben
worden ist bzw. die Halterung 6 und das Förderrohr 9 die
Spannposition erreicht haben, also die Halterung 6 am Sperrelement
8 anliegt. So kann verhindert werden, daß die Vormenge zusammen mit
der eigentlichen Dosis an Fluid 2 ausgegeben und zerstäubt wird, also
die normale Dosis in unerwünschter Weise um die Vormenge erhöht wird.
Nachdem die Vormenge ausgegeben wurde, kann der Benutzer den Zerstäuber
1 ganz normal betätigen, insbesondere durch Drücken der Taste
23, um das Sperrelement 8 aus der Sperrlage in die die Halterung
6 nicht blockierende, beim Darstellungsbeispiel konzentrische Lage zu verlagern.
Damit wird die Halterung 6 freigegeben und es erfolgt die normale
Ausgabe und Zerstäubung. Aufgrund der Federkraft der Antriebsfeder
7 führt das Förderrohr 9 die Hauptbewegung H aus, wobei
in der Druckkammer 11 befindliches Fluid 2 über die Düse
12 ausgegeben und zerstäubt wird.
Überraschenderweise wurde festgestellt, daß sich die gezielt
eingestellte Vormenge zur Spülung der Düse 12 bzw. des gesamten
Düsen- oder Ausgabesystems nutzen läßt, um insbesondere Verlegungen,
Ablagerungen, Verschmutzungen oder mikrobielle Verunreinigungen unmittelbar vor
einer Verwendung des Zerstäubers 1, also unmittelbar insbesondere
vor einer Inhalation, austragen bzw. auflösen zu können. Das vorschlagsgemäße
Spülen mit der Vormenge verringer auch das Risiko einer Düsenverstopfung
durch Ablagerungen, Verschmutzungen, Auskristallisationen oder dergleichen.
Weiter können unerwünschte Konzentrationszunahmen, insbesondere
im Düsenbereich, vermieden oder zumindest minimiert werden. Derartige Aufkonzentrationen
– beispielsweise eine unerwünschte Zunahme eines Wirkstoffs oder sonstigen
Stoffs – treten nämlich insbesondere bei lösemittelhaltigen Fluiden
2, besonders stark bei ethanolischen oder ethanolhaltigen Fluiden
2, auf. Die Verhinderung oder Verminderung von Aufkonzentrationen im Düsenbereich
trägt auch zu einer höheren Dosiergenauigkeit bei.
Die Dosiergenauigkeit kann des weiteren auch dadurch verbessert werden,
daß die Vormenge Teile des Druckerzeugers 5 bzw. Düsensystems
bereits vor der eigentlichen Benutzung benetzt.
Ein besonderer Vorteil des vorschlagsgemäßen Spülens
mit der Vormenge liegt darin, daß dies bei jeder Betätigung, insbesondere
jedem Spannen, des Zerstäubers 1 – insbesondere also zwangsweise
– erfolgt und nicht vom Benutzer beeinflußt werden kann oder muß.
Das vorschlagsgemäße Spülen kann auch dazu verwendet
werden, den mikrobiologischen Zustand des Inhalators weiter zu verbessern. Insbesondere
werden eventuell entstehende Keime ausgetragen. Falls oligodynamische Silberverbindungen
im Zerstäuber 1 eingesetzt werden, können durch das Spülen
mit der Vormenge entstehende Silberionen ausgebracht werden, so daß weniger
Silberionen ausgegeben und inhaliert werden.
Das vorschlagsgemäße Spülen mit der Vormenge bewirkt
ferner, daß das Ventil 10 in eine definierte Schließstellung
gebracht wird, so daß bei der nachfolgenden eigentlichen Betätigung des
Zerstäubers 1 das Fluid 2 sofort unter Druck gesetzt und
austragen wird. Die Schließzeit des Ventils 10 wird nämlich verringert
und stabilisiert. Hierdurch wird die Variabilität des abgegebenen Volumens
verringert, kann also eine weitere Verbesserung der Dosiergenauigkeit erreicht werden.
Die vorgenannten Effekte und Vorteile lassen sich mit einer überraschend
geringen bzw. kleinen Vormenge erreichen, insbesondere mit den oben genannten Volumina
bzw. Verhältnissen.
Es ist anzumerken, daß das vorschlagsgemäße Spülen
vor der eigentlichen Fluidausgabe generell auch bei sonstigen Zerstäubern eingesetzt
werden kann. Insbesondere sind auch verschiedene konstruktive Lösungen und
Varianten zum vorschlagsgemäßen Spülen bzw. zur Erzeugung der Vormenge
einsetzbar. Weiter sind auch verschiedene andere konstruktive Lösungen zur
Sperrung und Entsperrung in der Spannposition möglich. Generell kann anstelle
der Antriebsfeder 7 auch ein sonstiges Feder- oder Antriebsmittel eingesetzt
werden. Selbst bei manuellem Antrieb des Förderelements in Haupt- bzw. Ausgaberichtung
kann die Erzeugung und Ausgabe der Vormenge zum Spülen realisiert werden.
Im Gegensatz zu Standgeräten oder dergleichen ist der vorschlagsgemäße
Zerstäuber 1 vorzugsweise transportabel ausgebildet, insbesondere
handelt es sich um ein mobiles Handgerät.
Die vorschlagsgemäße Lösung kann aber nicht nur bei
den hier im einzelnen beschriebenen Zerstäubern 1 sondern auch bei
sonstigen Zerstäubern oder Inhalatoren, beispielsweise Pulverinhalatoren oder
sogenannten "metered dose inhalers", eingesetzt werden.
Besonders bevorzugt ist der Zerstäuber 1 als Inhalator,
insbesondere zur medizinischen Aerosol-Therapie, ausgebildet. Alternativ kann der
Zerstäuber 1 jedoch auch für sonstige Zwecke ausgebildet sein,
vorzugsweise der Zerstäubung einer kosmetischen Flüssigkeit dienen und
insbesondere als Parfümzerstäuber ausgebildet sein. Der Behälter
3 enthält entsprechend beispielsweise eine Arzneimittelformulierung
oder eine kosmetische Flüssigkeit, wie Parfüm oder dgl.
Vorzugsweise handelt es sich bei dem Fluid 2 um eine Flüssigkeit,
wie bereits erwähnt, insbesondere um eine wäßrige oder ethanolische
Arzneimittelformulierung. Es kann sich jedoch auch um eine sonstige Arzneimittelformulierung,
eine Suspension oder dgl. oder auch um Partikel oder Pulver handeln.
Nachfolgend werden bevorzugte Bestandteile und/oder Formulierungen
des vorzugsweise medizinischen Fluids 2 aufgeführt. Wie bereits erwähnt,
kann es sich um wäßrige oder nicht wäßrige Lösungen, Mischungen,
ethanolhaltige oder lösungsmittelfreie Formulierungen handeln. Besonders bevorzugt sind
im Fluid 2 enthalten:
Als pharmazeutisch wirksame Substanzen, Substanzformulierungen oder Substanzmischungen
werden alle inhalierbaren Verbindungen eingesetzt, wie z.B. auch inhalierbare Makromoleküle,
wie in EP 1 003 478 offenbart. Vorzugsweise
werden Substanzen, Substanzformulierungen oder Substanzmischungen zur Behandlung
von Atemwegserkrankungen eingesetzt, die im inhalativen Bereich Verwendung finden.
Besonders bevorzugt sind in diesem Zusammenhang Arzneimittel, die
ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Anticholinergika, Betamimetika,
Steroiden, Phosphodiesterase IV-inhibitoren, LTD4-Antagonisten und EGFR-Kinase-Hemmer,
Antiallergika, Derivate von Mutterkornalkaloiden, Triptane, CGRP-Antagonisten, Phosphodiesterase-V-Inhibitoren,
sowie Kombinationen aus solchen Wirkstoffen, z.B. Betamimetika plus Anticholinergika
oder Betamimetica plus Antiallergika. Im Fall von Kombinationen weist wenigstens
einer der Wirkstoffe vorzugsweise chemisch gebundenes Wasser auf. Bevorzugt werden
Anticholinergika-haltige Wirkstoffe eingesetzt, als Monopräparate oder in Form
von Kombinationspräparaten.
Im einzelnen seien als Beispiele für die wirksamen Bestandteile
oder deren Salze genannt:
Zur Anwendung gelangende Anticholinergika sind bevorzugt ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus Tiotropiumbromid, Oxitropiumbromid, Flutropiumbromid, Ipratropiumbromid,
Glycopyrroniumsalze, Trospiumchlorid, Tolterodin, 2,2-Diphenylpropionsäuretropenolester-methobromid,
2,2-Diphenylpropionsäurescopinester-methobromid, 2-Fluor-2,2-Diphenylessigsäurescopinester-methobromid,
2-Fluor-2,2-Diphenylessigsäuretropenolester-methobromid, 3,3',4,4'-Tetrafluorbenzilsäuretropenolester-Methobromid,
3,3',4,4'-Tetrafluorbenzilsäurescopinester-Methobromid, 4,4'-Difluorbenzilsäuretropenolester-Methobromid,
4,4'-Difluorbenzilsäurescopinester-Methobromid, 3,3'-Difluorbenzilsäuretropenolester-Methobromid,
3,3'-Difluorbenzilsäurescopinester-Methobromid, 9-Hydroxy-fluoren-9-carbonsäuretropenolester-Methobromid,
9-Fluor-fluoren-9-carbonsäuretropenolester-Methobromid, 9-Hydroxy-fluoren-9-carbonsäurescopinester-Methobromid,
9-Fluor-fluoren-9-carbonsäurescopinester Methobromid, 9-Methyl-fluoren-9-carbonsäuretropenolester
Methobromid, 9-Methyl-fluoren-9-carbonsäurescopinester Methobromid, Benzilsäurecyclopropyltropinester-Methobromid,
2,2-Diphenylpropionsäurecyclopropyltropinester-Methobromid, 9-Hydroxy-xanthen-9-carbonsäurecyclopropyltropinester-Methobromid,
9-Methyl-fluoren-9-carbonsäurecyclopropyltropinester-Methobromid, 9-Methyl-xanthen-9-carbonsäurecyclopropyltropinester-Methobromid,
9-Hydroxy-fluoren-9-carbonsäurecyclopropyltropinester-Methobromid, 4,4'-Difluorbenzilsäuremethylestercyclopropyltropinester-Methobromid,
9-Hydroxy-xanthen-9-carbonsäuretropenolester-Methobromid, 9-Hydroxy-xanthen-9-carbonsäurescopinester
Methobromid, 9-Methyl-xanthen-9-carbonsäuretropenolester-Methobromid, 9-Methyl-xanthen-9-carbonsäurescopinester-Methobromid,
9-Ethyl-xanthen-9-carbonsäuretropenolester Methobromid, 9-Difluormethylxanthen-9-carbonsäuretropenolester-Methobromid
und 9-Hydroxymethylxanthen-9-carbonsäurescopinester-Methobromid, gegebenenfalls
in Form ihrer Racemate, Enantiomere oder Diastereomere und gegebenenfalls in Form
ihrer Solvate und/oder Hydrate.
Zur Anwendung gelangende Betamimetika sind bevorzugt ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Albuterol, Bambuterol, Bitolterol, Broxaterol, Carbuterol,
Clenbuterol, Fenoterol, Formoterol, Hexoprenaline, Ibuterol, Indacaterol, Isoetharine,
Isoprenaline, Levosalbutamol, Mabuterol, Meluadrine, Metaproterenol, Orciprenaline,
Pirbuterol, Procaterol, Reproterol, Rimiterol, Ritodrine, Salmeterol, Salmefamol,
Soterenot, Sulphonterol, Tiaramide, Terbutaline, Tolubuterol, CHF-1035, HOKU-81,
KUL-1248, 3-(4-{6-[2-Hydroxy-2-(4-hydroxy-3-hydroxymethyl-phenyl)-ethylamino]-hexyloxy}-butyl)-benzolsulfonamid,
5-[2-(5,6-Diethyl-indan-2-ylamino)-1-hydroxy-ethyl]-8-hydroxy-1H-quinolin-2-on,
4-hydroxy-7-[2-{[2-{[3-(2-phenylethoxy)propyl]sulphonyl}ethyl]-amino}ethyl]-2(3H)-benzothiazolon,
1-(2-Fluoro-4-hydroxyphenyl)-2-[4-(1-benzimidazolyl)-2-methyl-2-butylamino]ethanol,
1-[3-(4-methoxybenzyl-amino)-4-hydroxyphenyl]-2-[4-(1-benzimidazolyl)-2-methyl-2-butylamino]ethanol,
1-[2H-5-hydroxy-3-oxo-4H-1,4-benzoxazin-8-yl]-2-[3-(4-N,N-dimethylaminophenyl)-2-methyl-2-propylamino]ethanol,
1-[2H-5-hydroxy-3-oxo-4H-1,4-benzoxazin-8-yl]-2-[3-(4-methoxyphenyl)-2-methy1-2-propylamino]ethanol,1-[2H-5-hydroxy-3-oxo-4H-1,4-benzoxazin-8-yl]-2-[3-(4-n-butyloxyphenyl)-2-methyl-2-propylamino]ethanol,
1-[2H-5-hydroxy-3-oxo-4H-1,4-benzoxazin-8-yl]-2-{4-[3-(4-methoxyphenyl)-1,2,4-triazol-3-yl]-2-methyl-2-butylamino}ethanol,
5-hydroxy-8-(1-hydroxy-2-isopropylaminobutyl)-2H-1,4-benzoxazin-3-(4H)-on, 1-(4-amino-3-chloro-5-trifluormethylphenyl)-2-tert.-butylamino)ethanol
und 1-(4-ethoxycarbonylamino-3-cyano-5-fluorophenyl)-2-(tert.-butylamino)ethanol,
gegebenenfalls in Form ihrer Racemate, Enantiomere oder Diastereomere und gegebenenfalls
in Form ihrer pharmakologisch verträglichen Säureadditionssalze, Solvate
und/oder Hydrate.
Zur Anwendung gelangende Steroide sind bevorzugt ausgewählt aus
der Gruppe bestehend aus Prednisolon, Prednison, Butixocortpropionat, RPR-106541,
Flunisolid, Beclomethason, Triamcinolon, Budesonid, Fluticason, Mometason, Ciclesonid,
Rofleponid, ST-126, Dexamethason, 6&agr;,9&agr;-Difluoro-17&agr;-[(2-furanylcarbonyl)oxy]-11&bgr;-hydroxy-16&agr;-methyl-3-oxo-androsta-1,4-dien-17&bgr;-carbothionsäure
(S)-fluoromethylester, 6&agr;,9&agr;-Difluoro-11ß-hydroxy-16&agr;-methyl-3-oxo-17&agr;-propionyloxy-androsta-1,4-dien-17&bgr;-carbothionsäure
(S)-(2-oxo-tetrahydro-furan-3S-yl)ester und Etiprednol-dichloroacetat (BNP-166),
gegebenenfalls in Form ihrer Racemate, Enantiomere oder Diastereomere und gegebenenfalls
in Form ihrer Salze und Derivate, ihrer Solvate und/oder Hydrate.
Zur Anwendung gelangende PDE IV-Inhibitoren sind bevorzugt ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Enprofyllin, Theophyllin, Roflumilast, Ariflo (Cilomilast),
CP-325,366, BY343, D-4396 (Sch-351591), AWD-12-281 (GW-842470), N-(3,5-Dichloro-1-oxo-pyridin-4-yl)-4-difluoromethoxy-3-cyclopropylmethoxybenzamid,
NCS-613, Pumafentine, (–)p-[(4&agr;R*,10bS*)-9-Ethoxy-1,2,3,4,4a,10b-hexahydro-8-methoxy-2-methylbenzo[s][1,6]naphthyridin-6-yl]-N,N-diisopropylbenzamid,
(R)-(+)-1-(4-Bromobenzyl)-4-[(3-cyclopentyloxy)-4-methoxyphenyl]-2-pyrrolidon, 3-(Cyclopentyloxy-4-methoxyphenyl)-1-(4-N'-[N-2-cyano-S-methyl-isothioureido]benzyl)-2-pyrrolidon,
cis[4-Cyano-4-(3-cyclopentyloxy-4-methoxyphenyl)cyclohexan-1-carbonsäure],
2-carbomethoxy-4-cyano-4-(3-cyclopropylmethoxy-4-difluoromethoxyphenyl)cyclohexan-1-on,
cis[4-Cyano-4-(3-cyclopropylmethoxy-4-difluoromethoxyphenyl)cyclohexan-1-ol], (R)-(+)-Ethyl[4-(3-cyclopentyloxy-4-methoxyphenyl)pyrrolidin-2-yliden]acetat,
(S)-(–)-Ethyl[4-(3-cyclopentyloxy-4-methoxyphenyl)pyrrolidin-2-yliden]acetat,
CDP840, Bay-198004, D-4418, PD-168787, T-440, 7-2585, Arofyllin, Atizoram, V-11294A,
C1-1018, CDC-801, CDC-3052, D-22888, YM-58997, Z-15370, 9-Cyclopentyl-5,6-dihydro-7-ethyl-3-(2-thienyl)-9H-pyrazolo[3,4-c]-1,2,4-triazolo[4,3-a]pyridin
und 9-Cyclopentyl-5,6-dihydro-7-ethyl-3-(tert-butyl)-9H-pyrazolo[3,4-c]-1,2,4-triazolo[4,3-a]pyridin,
gegebenenfalls in Form ihrer Racemate, Enantiomere oder Diastereomere und gegebenenfalls
in Form ihrer pharmakologisch verträglichen Säureadditionssalze, Solvate
und/oder Hydrate.
Zur Anwendung gelangende LTD4-Antagonisten sind bevorzugt ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Montelukast, 1-(((R)-(3-(2-(6,7-Difluoro-2-quinolinyl)ethenyl)phenyl)-3-(2-(2-hydroxy-2-propyl)phenyl)thio)methylcyclopropan-essigsäure,
1-(((1(R)-3(3-(2-(2,3-Dichlorothieno[3,2-b]pyridin-S-yl)(E)-ethenyl)phenyl)-3-(2-(1-hydroxy-1-methyl-ethyl)phenyl)pro-pyl)thio)methyl)cyclopropanessigsäure,
Pranlukast, Zafirlukast, [2-[[2-(4-tert-Butyl-2-thiazolyl)-5-benzofuranyl]oxymethyl]phenyl]essigsäure,
MCC-847 (ZD-3523), MN-001, MEN-91507 (LM-1507), VUF-5078, VUF-K-8707 und L-733321,
gegebenenfalls in Form ihrer Racemate, Enantiomere oder Diastereomere, gegebenenfalls
in Form ihrer pharmakologisch verträglichen Säureadditionssalze sowie
gegebenenfalls in Form ihrer Salze und Derivate, ihrer Solvate und/oder Hydrate.
Zur Anwendung gelangende EGFR-Kinase-Hemmer sind bevorzugt ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Cetuximab, Trastuzumab, ABX-EGF, Mab ICR-62, 4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-{[4-(morpholin-4-yl)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-cyclopropylmethoxy-chinazolin,
4-[(R)-(1-Phenyl-ethyl)amino]-6-{[4-(morpholin-4-yl)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-cyclopentyloxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{[4-((R)-6-methyl-2-oxo-morpholin-4-yl)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-[(S)-(tetrahydrofuran-3-yl)oxy]-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[2-((S)-6-methyl-2-oxo-morpholin-4-yl)-ethoxy]-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-({4-[N-(2-methoxy-ethyl)-N-methyl-amino]-1-oxo-2-buten-1-yl)amino)-7-cyclopropylmethoxy-chinazolin,
4-[(R)-(1-Phenylethyl)amino]-6-({4-[N-(tetrahydropyran-4-yl)-N-methyl-amino]-1-oxo-2-buten-1-yl}amino)-7-cyclopropylmethoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-({4-[N-(2-methoxy-ethyl)-N-methyl-amino]-1-oxo-2-buten-1-yl}amino)-7-cyclopentyloxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-{[4-(N,N-dimethylamino)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-[(R)-(tetrahydrofuran-2-yl)methoxy]-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6,7-bis-(2-methoxy-ethoxy)-chinazolin, 4-[(R)-(1-Phenyl-ethyl)amino]-6-(4-hydroxy-phenyl)-7H-pyrrolo[2,3-d]pyrimidin,
3-Cyano-4-[(3-chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-{[4-(N,N-dimethylamino)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-ethoxy-chinolin,
4-[(R)-(1-Phenyl-ethyl)amino]-6-{[4-((R)-6-methyl-2-oxo-morpholin-4-yl)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-{[4-(morpholin-4-yl)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-7-[(tetrahydrofuran-2-yl)methoxy]-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6-{[4-(5,5-dimethyl-2-oxo-morpholin-4-yl)-1-oxo-2-buten-1-yl]amino}-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{2-[4-(2-oxo-morpholin-4-yl)-piperidin-1-yl]-ethoxy}-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(trans-4-amino-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(trans-4-methansulfonylamino-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(tetrahydropyran-3-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{1-[(morpholin-4-yl)carbonyl]-piperidin-4-yloxy}-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(piperidin-3-yloxy)-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[1-(2-acetylamino-ethyl)-piperidin-4-yloxy]-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(tetrahydropyran-4-yloxy)-7-ethoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{trans-4-[(morpholin-4-yl)carbonylamino]-cyclohexan-1-yloxy}-7-methoxychinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{1-[(piperidin-1-yl)carbonyl]-piperidin-4-yloxy}-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-(cis-4-{N-[(morpholin-4-yl)carbonyl]-N-methyl-amino}-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-(trans-4-ethansulfonylamino-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(1-methansulfonylpiperidin-4-yloxy)-7-(2-methoxy-ethoxy)-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluorphenyl)amino]-6-[1-(2-methoxy-acetyl)-piperidin-4-yloxy]-7-(2-methoxyethoxy)-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6-(tetrahydropyran-4-yloxy]-7-methoxy-chinazolin, 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(cis-4-{N-[(piperidin-1-yl)carbonyl]-N-methyl-amino}-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{cis-4-[(morpholin-4-yl)carbonylamino]-cyclohexan-1-yloxy}-7-methoxychinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{1-[2-(2-oxopyrrolidin-1-yl)ethyl]-piperidin-4-yloxy}-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Ethinylphenyl)amino]-6-(1-acetyl-piperidin-4-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6-(1-methyl-piperidin-4-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6-(1-methansulfonyl-piperidin-4-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(1-methyl-piperidin-4-yloxy)-7(2-methoxy-ethoxy)-chinazolin,
4-[(3-Ethinyl-phenyl)amino]-6-{1-[(morpholin-4-yl)carbonyl]-piperidin-4-yloxy}-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{1-[(N-methyl-N-Z-methoxyethylamino)carbonyl]-piperidin-4-yloxy}-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(1-ethyl-piperidin-4-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[cis-4-(N-methansulfonyl-N-methylamino)-cyclohexan-1-yloxy]-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[cis-4-(N-acetyl-N-methyl-amino)-cyclohexan-1-yloxy]-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(trans-4-methylaminocyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[trans-4-(N-methansulfonyl-N-methyl-amino)-cyclohexan-1-yloxy]-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(trans-4-dimethylamino-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(trans-4-{N-[(morpholin-4-yl)carbonyl]-N-methylamino}-cyclohexan-1-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-[2-(2,2-dimethyl-6-oxo-morpholin-4-yl)-ethoxy]-7-[(S)-(tetrahydrofuran-2-yl)methoxy]-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(1-methansulfonyl-piperidin-4-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-(1-cyano-piperidin-4-yloxy)-7-methoxy-chinazolin,
und 4-[(3-Chlor-4-fluor-phenyl)amino]-6-{1-[(2-methoxyethyl)carbonyl]-piperidin-4-yloxy}-7-methoxy-chinazolin,
gegebenenfalls in Form ihrer Racemate, Enantiomere oder Diastereomere, gegebenenfalls
in Form ihrer pharmakologisch verträglichen Säureadditionssalze, ihrer
Solvate und/oder Hydrate.
Unter Säureadditionssalzen mit pharmakologisch verträglichen
Säuren zu deren Bildung die Verbindungen gegebenenfalls in der Lage sind, werden
beispielsweise Salze ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Hydrochlorid,
Hydrobromid, Hydroiodid, Hydrosulfat, Hydrophosphat, Hydromethansulfonat, Hydronitrat,
Hydromaleat, Hydroacetat, Hydrobenzoat, Hydronitrat, Hydrofumarat, Hydrotartrat,
Hydrooxalat, Hydrosuccinat, Hydrobenzoat und Hydro-p-toluolsulfonat, bevorzugt Hydrochlorid,
Hydrobromid, Hydrosulfat, Hydrophosphat, Hydrofumarat und Hydromethansulfonat verstanden.
Als Antiallergika: Dinatriumcromoglicat, Nedocromil.
Als Derivate der Mutterkornalkaloide: Dihydroergotamin, Ergotamin.
Für die Inhalation kommen Arzneimittel, Arzneimittelformulierungen
und -mischungen mit den o.g. Wirkstoffen in Betracht, sowie deren Salze, Ester sowie
die Kombination dieser Wirkstoffe, Salze und Ester.
- 1
- Zerstäuber
- 2
- Fluid
- 3
- Behälter
- 4
- Fluidraum
- 5
- Druckerzeuger
- 6
- Halterung
- 7
- Antriebsfeder
- 8
- Sperrelement
- 9
- Förderrohr
- 10
- Rückschlagventil
- 11
- Druckkammer
- 12
- Düse
- 13
- Mundstück
- 14
- Aerosol
- 15
- Zuluftöffnung
- 16
- Gehäuseoberteil
- 17
- Innenteil
- 17a
- oberes Teil des Innenteils
- 17b
- unteres Teil des Innenteils
- 18
- Gehäuseteil (Unterteil)
- 19
- Halteelement
- 20
- Getriebe
- 21
- Gleitfläche
- 22
- Gleitfläche
- 23
- Taste
- H
- Hauptbewegung
- S
- Spannbewegung
- d
- Hub