Verfahren zum Nachtbetrieb einer im Lang- oder Mittelwellenbereich sendenden Antennenanlage, umfassend mindestens zwei Antennen, wobei ein auszusendendes Signal digital auf die Trägerwelle aufmoduliert wird und wobei das Signal den Antennen über einen Speisestrom zugeführt wird und wobei eine Bodenwelle mit der ersten Antenne und quasi zeitgleich eine Raumwelle mit der zweiten Antenne erzeugt wird.
Beschreibung[de]
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer im Langwellenbereich
oder im Mittelwellenbereich sendenden Antennenanlage, die zwei oder mehr Antennen
umfasst, wobei ein auszusendendes Signal digital, insbesondere nach dem DRM Standard,
auf die Trägerwelle aufmoduliert wird. Dabei wird das Signal den Antennen über
einen Speisestrom zugeführt. Die Erfindung betrifft zudem ein Antennensystem
aufweisend mindestens zwei Antennen, das zur Umsetzung des Verfahrens geeignet ist.
Derartige Antennensysteme sind ebenso lange bekannt, wie ein für
diese Systeme typisches Phänomen: So sind in den genannten Frequenzbereichen
der Lang- und Mittelwelle die Versorgungsgebiete am Tag und in der Nacht unterschiedlich
groß. Die Ursache dafür liegt in den sich verändernden Ausbreitungsbedingungen
für die Raumwelle, die am Tag von der in etwa 80 km Höhe vorhandenen D-Schicht
der Ionosphäre absorbiert wird. Diese D-Schicht löst sich nach Sonnenuntergang
jedoch auf und die Raumwelle wird an der F- bzw. E-Schicht wieder auf den Erdboden
reflektiert. Am Tag trägt die Raumwelle somit kaum zur Feldstärke auf
dem Erdboden bei, während bei Nacht die Reichweite leistungsstarker Sender
durch die sich ständig an Ionosphäre und Erdboden reflektierende Raumwelle
verhältnismäßig groß und bedeutend weiter als die Reichweite
am Tage sein kann.
Diese erhöhte Reichweite ist jedoch nur bedingt von Vorteil:
So macht sich die erhöhte Reichweite nämlich bei einer großen Senderdichte,
wie sie im LW- MW-Bereich existiert, in erster Linie in einer erhöhten gegenseitigen
Störung der Gleichkanalsender bemerkbar. Durch diese störenden Einflüsse
kann die nutzbare Feldstärke um mehr als 10 dB ansteigen. In der Praxis ist
die Raumwelle somit für die Erhöhung der Reichweiten wegen dieser Störeinflüsse
nicht nutzbar. Meist ist die nutzbare Reichweite der Sender in der Nacht sogar erheblich
geringer als am Tage.
Zudem ist ein weiterer Effekt bekannt: Wegen der unterschiedlichen
Laufzeiten von Bodenwelle und Raumwelle kommt es in Bereichen, in denen die Feldstärken
der Bodenwelle und der Raumwelle etwa gleich groß sind, wegen der Interferenz
zu lokalen Auslöschungen, die als Nahfeldschwund bezeichnet werden. Um den
Nahfeldschwund bei leistungsstarken Sendern zu vermeiden, werden Antennen verwendet,
welche die Raumwelle verhältnismäßig flach abstrahlen. Damit erreicht
die Raumwelle die Erdoberfläche nach der Reflektion an der Ionosphäre
erst in großer Entfernung vom Sender und außerhalb des Versorgungsbereiches
der Bodenwelle, so dass Interferenzerscheinungen vermieden werden. Für diese
Betriebsart können vertikal gestockte Vertikalantennen genutzt werden, wie
sie als „Marconi-Franklin-Antennen" beispielsweise auch in dem
GB 242 342 von 1924 beschrieben werden.
Es sind auch Antennenanlagen bekannt, die einerseits eine steil nach
oben strahlende horizontal polarisierte Antenne („HP-Antenne") und andererseits
eine Vertikalantenne umfassen. Diese Anlagen nutzen am Tag die Vertikalantenne zur
Erzeugung einer Bodenwelle. In der Nacht wird diese Bodenwelle durch die sich von
anderen Sendern ausbreitenden Raumwellen stark gestört, so dass eine Überdeckung
der Randbereiche nicht mehr gewährleistet werden kann. Deswegen wird bei Nacht
die Vertikalantenne ausgeschaltet und die HP-Antenne genutzt, die lediglich eine
unbedeutende Bodenwelle erzeugt. Die HP-Antenne strahlt die Raumwelle steil nach
oben ab und ermöglicht mit der reflektierten Raumwelle die Versorgung des sendernahen
Gebietes bei Nacht. Durch das Abschalten der Vertikalantenne wird der Nahfeldschwund
vermieden.
Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung liegen nunmehr darin, ein
Verfahren zum Betrieb einer Antennenanlage vorzuschlagen, das sich einfach umsetzen
lässt und mit dem eine möglichst gute Flächenabdeckung eines Sendegebietes
sowohl bei Tag als auch bei Nacht möglich ist. Zudem ist es Aufgabe der Erfindung,
eine Antennenanlage zur Umsetzung des Verfahrens zu schaffen.
Die Aufgaben werden durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruch
1 und eine Antennenanlage mit den Merkmalen des Anspruch 10 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen der Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen
genannt.
Der Kerngedanke der Erfindung liegt darin, zumindest während
der Nacht zeitgleich sowohl eine Bodenwelle als auch eine Raumwelle zu erzeugen,
wobei „zeitgleich" insofern „quasi zeitgleich" ist, als zwischen der
Bodenwelle und der Raumwelle lediglich eine Phasenverschiebung besteht. Erfindungsgemäß
wird die Abstrahlrichtung der Raumwelle so eingestellt, dass die reflektierte Raumwelle
zumindest das zu versorgende Sendegebiet abdeckt. Dabei geht die Erfindung davon
aus, dass die digital auf die Trägerwelle modulierten Signale innerhalb des
Sendegebietes konstruktiv interferieren, solange die Laufzeitunterschiede des von
der Bodenwelle empfangenen Signals und des von der Raumwelle empfangenen Signals
innerhalb des Guard-Intervalls bleiben. Der Empfänger kann
also in dem Gebiet die Summe der beiden Signalstärken nutzen.
Zusammengefasst liegt die Erfindung letztendlich darin, bei digitalen
Mittel- oder Langwellensendern nachts, wenn der Empfang der Bodenwelle durch andere
Sender gestört wird, die konstruktive Interferenz von Raumwelle und Bodenwelle
zu nutzen. Während zur Erzeugung der Bodenwelle vorteilhafterweise eine vertikal
polarisierende Antenne genutzt wird, kann die Raumwelle entweder mit einer Horizontalantenne
oder einer Vertikalantenne erzeugt werden.
Die erfindungsgemäße Nutzung von Raumwelle und Bodenwelle
in Sendernähe führt zusammen mit der durch DRM erreichbaren Übertragungsqualität
zu einer Steigerung der Attraktivität des Mittel- und Langwellenbereiches für
Hörer und damit auch für Programmanbieter.
Wenn zur Erzeugung der Raumwelle eine Vertikalantenne vorgesehen ist,
liegt ein weiterer wesentlicher Gesichtspunkt darin, die Hauptstrahlrichtung der
Raumwelle über eine Phasenverschiebung gegenüber der Bodenwelle einzustellen,
wobei je nach Größe des zu erreichenden Sendegebietes ein Abstrahlwinkel
von über 30° („Erhebungswinkel") gegenüber der Horizontalen
erzeugt wird. Dabei erfolgt die Einstellung der Phasenverschiebung und damit des
Abstrahlwinkels über die Steuerung der Speiseströme für die erste
Antenne und die zweite Antenne.
Im Falle der vertikal angeordneten Antennen, die insbesondere als
gestockte Antennen ausgebildet sind, kann die Phasenverschiebung auf unterschiedliche
Weise erzeugt werden. So ist es zwar möglich, beide Antennen mit demselben
Speisestrom zu speisen und die Phasenverschiebung über die Länge der zwischen
den hintereinander geschalteten Antennen verlaufenden Speiseleitung zu beeinflussen.
Die Speisung des oberen Strahlers über den unteren Strahler entspricht der
einer „Franklin-Markoni" Antenne.
Es ist jedoch wegen der einfacheren Handhabung respektive Steuerung
von Vorteil, wenn beide Antennen von jeweils einer separaten Speiseleitung mit einem
Speisestrom versorgt werden. Der Unterschied der Speiseströme kann dazu genutzt
werden, das Verhältnis der maximalen Feldstärken von Bodenwelle zu Raumwelle
durch unterschiedliche Amplituden der Speiseströme einzustellen, wobei es in
manchen Fällen vorteilhaft ist, die Amplituden der Speiseströme so einzustellen,
dass die Bodenwelle und die Raumwelle zumindest nahezu dieselbe Feldstärke
im Maximum haben. Durch entsprechende Dimensionierung der Stärke der Speiseströme
und der Phasenwinkel kann eine optimale Versorgung am Rande des an sich von der
Bodenwelle abgedeckten Versorgungsgebietes erreicht werden.
Eine konstruktiv einfache Lösung liegt darin, die Phasenverschiebung
durch die unterschiedliche Länge der zur Zuführung der jeweiligen Speiseströme
benutzten Speiseleitungen fest einzustellen. Dabei kann der Längenunterschied,
der zu einer gewünschten Phasenverschiebung und damit zu einem Abstrahlwinkel
und zu einer Flächenabdeckung führt einfach berechnet werden. Es ist aber
besonders vorteilhaft, die Phasenverschiebung durch phasenschiebende Bauteile, wie
durch L-C-Glieder, variabel einzustellen. Durch diese Variabilität lässt
sich die nutzbare Feldstärke je nach Bedarf einstellen und aktuell modifizieren.
Zudem können diese Bauteile auch zur Einstellung der Amplitude der Speiseströme
verwendet werden.
Sicherlich ist es vorteilhaft, die Parameter so zu wählen, dass
der Abstrahlwinkel der Raumwelle und damit die Flächendeckung der Reflexion
in Korrelation mit der Reichweite der Bodenwelle steht. Dabei sollte die an der
Ionosphäre reflektierte Raumwelle einen Großteil der Reichweite der Bodenwelle
abdecken und zudem der Laufzeitunterschied der Signale innerhalb des Guard-Intervalls
bleiben. Bei all den Vorausberechnungen ist es auch vorteilhaft, die Bauhöhe
und/oder die Anordnung der Antennen mit zu berücksichtigen.
Bei der technischen Realisierung der Antennenanlage kann auf die bekannten
Konstruktionen gestockter Vertikalantennen zurückgegriffen werden. So lässt
sich die Antenne mit als Reusen ausgeführten Strahlern realisieren, die an
einem Mast befestigt sind, der lediglich als Träger dient. Ebenso ist eine
selbststrahlende Konstruktion denkbar, bei der die einzelnen Mastabschnitte durch
isolierende Konstruktionselemente von einander getrennt sind.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der 1
bis 3 näher erklärt. Es zeigen:
1 zwei mögliche Antennensysteme umfassend vertikal
angeordnete Antennen und
2 ein Vertikaldiagramm der Feldverteilung eines erfindungsgemäß
betriebenen Antennensystems und
3 geometrische Verhältnisse einer DRM Antenne
als Grundlage für die Berechnung der Parameter.
In 1 sind zwei Antennensysteme a) und
b) („gestockte Vertikalantennen") mit je zwei vertikal angeordneten Antennen,
einer &lgr;/4-Antenne 1 und einer darüber angeordneten &lgr;/2-Antenne
2, abgebildet. Zumindest eine der Antennen erzeugt eine Bodenwelle. Die
dargestellten Antennensysteme werden für die Übertragung von digitalem
Rundfunk eingesetzt, wobei entsprechende (nicht dargestellte) Mittel zur Erzeugung
digitaler Modulationssignale vorhanden sind.
Das gestockte Antennensystem nach 1 wird
über eine einzige Speiseleitung 3 versorgt, über die das Signal
eingespeist wird. Zwischen den Antennen 1 und 2 wird eine Phasenverschiebung
des Signals vermittels einer Verbindungsleitung 4 erzeugt, welche die beiden
übereinander angeordneten Antennen verbindet und wegen ihrer Länge eine
Phasenverschiebung durch einen Laufzeitunterschied der Signale in den Leitungen
eine Raumwelle mit einem Abstrahlwinkel von >= 30° hervorruft.
Das Antennensystem nach 2 wird über
zwei Speiseleitungen 5 und 6 versorgt, die zwischen phasenschiebenden
Bauteilen 7 und 8, insbesondere L-C-Gliedern, und den jeweiligen
Antennen 1 und 2 angeordnet sind. Mit den Bauteilen
7 und 8 wird eine Phasenverschiebung eingestellt, die neben der
Bodenwelle eine Raumwelle mit maximaler Feldstärke in einem Abstrahlwinkel
von >= 30° gegenüber der Horizontalen erzeugt.
2 zeigt ein Vertikaldiagramm der Feldverteilung eines
solchermaßen betriebenen Antennensystems. Deutlich zu erkennen ist die Intensitätsverteilung
9 der flachen Bodenwelle, während die Intensität 10
der Raumwelle im Winkel von etwa 35° nach oben strahlt. Die Feldstärken
sind dabei etwa gleichverteilt.
3 bildet die Grundlage für die nachfolgenden Berechnungen,
mit denen ein solches Vertikaldiagramm einer vertikal ausgerichteten, gestockten
Antenne in Abhängigkeit der Antennenhöhe h, des Stromes I und der Phasenverschiebung
&Dgr;&phgr; vorausberechnet werden kann. Dabei geht es nicht um die Berechnung
der absoluten Feldstärke oder das Verhalten der Antenne im Nahfeld, so dass
sich einige Vereinfachungen vornehmen lassen. So wird vorausgesetzt, dass die Antenne
bezüglich der horizontalen Ebene ein Rundstrahler ist. Da nicht die absolute
Feldstärke gesucht wird, können alle linearen Glieder ignoriert werden.
Das Ergebnis der Berechnung wird auf den größten Wert normiert. Wegen
der Symmetrie muss die Antenne an der Erdoberfläche 11 gespiegelt
werden. Die Erdoberfläche kann dabei als Äquipotenzialfläche angesehen
werden. Zudem wird ein sinusförmiges Diagramm der einzelnen Strahler in der
vertikalen Ebene unterstellt.
Die Berechnungen gehen, wie üblich, von einem Kugelkoordinatensystem
aus, wobei ϑ = 0 die horizontale Ebene ist. Die elektrische Feldstärke
im Fernfeld berechnet sich aus:
wobei Z0 der Freiraumwiderstand (120&pgr;&OHgr;), e-j&bgr;0r
die Wellenausbreitung in r-Richtung, I0 der Speisestrom, Ieff
die effektive Länge des Strahlers und r die Entfernung vom Strahler ist.
Da es nur um die Abhängigkeit der Feldstärke von Erhebungswinkel
u und dem Strom I geht lässt sich die Formel (1) vereinfachen zu:
Bei der nachfolgenden Zusammenfassung der einzelnen Komponenten des
Antennensystems wird berücksichtigt, dass die effektive Länge der beiden
Antennen unterschiedlich ist. Da beide Strahler einen unterschiedlichen Widerstand
haben, wird dennoch die gleiche Leistung abgestrahlt.
Zusätzlich wird die Feldstärke der gespiegelten Strahler
berücksichtigt
Die einzelnen Komponenten werden unter Berücksichtigung der aus
&Dgr;r resultierenden Phasenverschiebung &ggr; überlagert.
Diese Beziehung gilt unter der Voraussetzung, dass &phgr;1
= &phgr;2 ist.
Da auch die Phasenverschiebung zwischen beiden Strahlern zur Diagrammbeeinflussung
genutzt werden soll, muss die Phasendifferenz
&Dgr;&phgr; = &phgr;2 – &phgr;1(8)
bei der Berechnung berücksichtigt werden.
Weiterhin ist es zweckmäßig die Ströme auf I1 zu normieren
und die Größe
einzuführen. Damit ergibt sich die Beziehung:
E = 2·cos(ϑ) + &Dgr;I·cos(ϑ)·cos(&ggr; + &Dgr;&phgr;)
+ &Dgr;I·cos(ϑ)·cos(–&ggr; + &Dgr;&phgr;)(10)
aus der das Vertikaldiagramm in Abhängigkeit von &Dgr;I, &Dgr;&phgr; und
h berechnet werden kann.
Anspruch[de]
Verfahren zum Nachtbetrieb einer im Lang- oder Mittelwellenbereich sendenden
Antennenanlage umfassend mindestens zwei Antennen (1, 2), wobei
ein auszusendendes Signal digital auf die Trägerwelle aufmoduliert wird, und
wobei das Signal den Antennen (1, 2) über einen Speisestrom
zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bodenwelle (9)
mit der ersten Antenne (1) und quasi zeitgleich eine Raumwelle (10)
mit der zweiten Antenne (2) erzeugt wird.Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Antennen
(1, 2) vertikal angeordnet werden, wobei zwischen dem Speisestrom
für die erste Antenne und dem Speisestrom für die zweite Antenne eine
Phasenverschiebung eingestellt wird, die eine Raumwelle mit einer Hauptstrahlrichtung
in einem Abstrahlwinkel von >= 30° gegenüber der Horizontalen erzeugt.Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden
Antennen (1, 2) von jeweils einer separaten Speiseleitung (5,
6) mit einem Speisestrom versorgt werden.Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis
der maximalen Feldstärken von Bodenwelle zu Raumwelle durch unterschiedliche
Amplituden der Speiseströme eingestellt wird.Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplituden
der Speiseströme so eingestellt werden, dass Bodenwelle und Raumwelle zumindest
nahezu dieselbe Feldstärke im Maximum haben.Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Phasenverschiebung
durch die unterschiedliche Länge der zur Zuführung der Speiseströme
benutzten Speiseleitungen fest eingestellt wird.Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Phasenverschiebung
durch phasenschiebende Bauteile (7, 8), insbesondere durch L-C-Glieder,
variabel eingestellt wird.Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass bei der Berechnung der geeigneten Phasenverschiebung die Bauhöhe und die
Anordnung der Antennen (1, 2) berücksichtigt wird.Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstrahlwinkel der Raumwelle in Korrelation mit der Reichweite der Bodenwelle
eingestellt wird, wobei die an der Ionosphäre reflektierte Raumwelle einen
Großteil der Reichweite der Bodenwelle abdeckt, wobei der Laufzeitunterschied
der Signale innerhalb des Guard-Intervalls bleibt.Antennensystem aufweisend mindestens zwei Antennen (1,
2), wobei zumindest eine Antenne (1) zur Erzeugung einer Bodenwelle
und eine Antenne (2) zur Erzeugung einer Raumwelle geeignet ist und wobei
Mittel zur Erzeugung digitaler Modulationssignale vorhanden sind, gekennzeichnet
durch von einander unabhängige Speiseleitungen (5, 6) zur
Versorgung der beiden Antennen (1, 2), wobei Mittel zur Phasenverschiebung
(7, 8) der den Antennen (1, 2) durch die Speiseleitungen
(5, 6) zugeführten Speiseströme vorhanden sind, wobei
mit den Mitteln (7, 8) eine Phasenverschiebung einstellbar ist,
die neben der Bodenwelle eine Raumwelle mit maximaler Feldstärke in einem Abstrahlwinkel
von >= 30° gegenüber der Horizontalen erzeugt.Antennensystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Antennen
(1, 2) als gestockte Vertikalantennen ausgebildet sind.Antennensystem nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zur Phasenverschiebung (7, 8) unterschiedlich lange
Speiseleitungen sind.Antennensystem nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die Mittel zur Phasenverschiebung phasenschiebende Bauteile, insbesondere durch
L-C-Glieder, sind.Verwendung des Antennensystems nach einem der Ansprüche 10 bis
13 als DRM-Antenne.