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Dokumentenidentifikation DE102006022710A1 15.11.2007
Titel Serviceplattform zur Wartung von Maschinen
Anmelder Heidelberger Druckmaschinen AG, 69115 Heidelberg, DE
Erfinder Haaf, Franz, 74889 Sinsheim, DE;
Oelsner, Tom, 60439 Frankfurt, DE
DE-Anmeldedatum 12.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006022710
Offenlegungstag 15.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse G06F 19/00(2006.01)A, F, I, 20060512, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G06Q 50/00(2006.01)A, L, I, 20060512, B, H, DE   G07C 3/00(2006.01)A, L, I, 20060512, B, H, DE   G06F 21/22(2006.01)A, L, I, 20060512, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Durchführung von Wartungs- oder Servicevorgängen bei Maschinen (3), welche über wenigstens einen Rechner (9) verfügen, wobei der Rechner (9) der Maschine (3) über ein öffentlich zugängliches Netzwerk (4) mit einem Verwaltungsrechner (5) kommuniziert. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass Daten für Wartungs- oder Servicebedarf vom Rechner (9) der Maschine (3) über das öffentlich zugängliche Kommunikationsnetz (4) an den Verwaltungsrechner (5) gesendet werden, dass der Verwaltungsrechner (5) den Status der Maschine (3) über den Rechner (9) im Hinblick auf zulässige Berechtigen überprüft und dass in Abhängigkeit der durch den Verwaltungsrechner (5) erkannten Berechtigung der Maschine (3) die entsprechenden Service- oder Wartungsvorgänge vorgenommen werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass Service- oder Wartungsbedarf vom Rechner (9) über das öffentlich zugängliche Kommunikationsnetz (4) an den Verwaltungsrechner (5) gemeldet wird und dass der Verwaltungsrechner (5) anhand wenigstens einer empfangenen Fehlermeldung eine Checkliste zur Abarbeitung der notwendigen Service- und Wartungsmaßnahmen erstellt und an den Rechner (9) der Maschine (3) versendet.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System zur Durchführung von Wartungs- oder Servicevorgängen bei Maschinen, welche über wenigstens einen Rechner verfügen, wobei der Rechner der Maschinen über ein öffentlich zugängliches Netzwerk mit einem Verwaltungsrechner kommuniziert.

Maschinen bedürfen zur Erhaltung ihrer vollen Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit einer laufenden Wartung und Überwachung. Bei Werkzeugmaschinen, Produktionsmaschinen und auch Druckmaschinen werden dazu meist Wartungsverträge abgeschlossen, so dass beim Ausfall oder bei Störungen an den Maschinen sofort ein entsprechender Servicetechniker des Herstellers oder eines Servicedienstleisters zur Verfügung steht. Dies ist wichtig, da diese teuren Maschinen meist rund um die Uhr betrieben werden, um ihre hohen Investitionskosten zu amortisieren. Auch ohne Vorliegen eines solchen Wartungsvertrages benötigt der Maschinenbetreiber bei schwerwiegenden Störungen oder Reparaturen die Unterstützung durch Techniker des Herstellers oder eines externen Servicedienstleisters. Der Einsatz von Servicepersonal vor Ort ist jedoch sowohl für den Servicedienstleister oder Hersteller als auch für den Kunden mit hohen Kosten verbunden. Es wurden daher bereits in der Vergangenheit einige Versuche unternommen, Service- und Wartungsdienstleistungen soweit möglich über Fernwartung durchzuführen. Aus der DE 101 54 349 A1 ist ein Verfahren zur Übertragung von Daten einer Druckmaschine und eine Diagnosevorrichtung für eine Druckmaschine bekannt. Es geht dabei darum, die laufenden Betriebsdaten einer Druckmaschine mit in einem Rechner der Druckmaschine abgespeicherten Schwellwerten zu vergleichen und bei Überschreiten, Unterschreiten oder Erreichen der abgespeicherten Schwellwerte die davon betroffenen Daten automatisch zu einer örtlich entfernten Recheneinheit z. B. beim Hersteller der Druckmaschine zu übertragen. Der Rechner der Druckmaschine kann dabei auch den Ausfall einzelner Bauteile detektieren und die Daten für das ausgefallene Bauteil an den Rechner beim Hersteller oder Servicedienstleister übertragen. Ist die Maschinenlogik zur Vorhersage von Ausfällen in der Lage, so kann die Mitteilung auch schon vor einem konkreten Ausfall erfolgen. Die Nutzung dieses Wartungssystems ermöglicht vor allen Dingen eine automatische Benachrichtigung des Herstellers oder Servicedienstleisters unabhängig vom Einfluss des Maschinenbetreibers. Dazu ist es erforderlich, dass die Serviceverantwortung durch die Regelung im Vertrag vollständig beim Servicedienstleister oder Maschinenbetreiber liegt. In der Praxis ist das jedoch meist nicht der Fall, da der Maschinenbediener oder Servicepersonal beim Maschinenbetreiber meist arbeitsteilig eine aufgetretene Störung mit dem Maschinenhersteller beheben. Für die Abwicklung von Zugriffen des Dienstleisters oder Herstellers auf den Rechner der Druckmaschine sind jedoch keine Abläufe vorgegeben. Außer der Anforderung von Servicepersonal und Anforderung von Ersatzteilen gibt die DE 101 54 349 A1 keinen Hinweis darauf, wie der Betreiber der Maschine bei Servicemaßnahmen weiterhin unterstützt werden kann. Für die Abwicklung von Zugriffen des Dienstleisters oder Herstellers auf den Rechner der Druckmaschine sind jedoch keine Abläufe vorgegeben. Außer der Anforderung von Servicepersonal und Anforderung von Ersatzteilen gibt die DE 101 54 349 A1 keinen Hinweis darauf, wie der Betreiber der Maschine bei Servicemaßnahmen weiterhin unterstützt werden kann.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und System zur Durchführung von Wartungs- und Servicevorgängen bei Maschinen zu schaffen, welche über einen Rechner aus der Ferne gewartet werden können, und welche eine vollautomatische Unterstützung und Kontrolle von Wartungs- oder Servicevorgängen auf dem Rechner der Maschine durch den Hersteller oder Servicedienstleister ermöglichen.

Die vorliegende Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Patentansprüche 1 und 6 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen und den Zeichnungen zu entnehmen. Mittels der vorliegenden Erfindung ist eine vollautomatische Bearbeitung von Service- und Wartungsanfragen einer Maschine durch einen örtlich entfernten Fernwartungsrechner möglich. Bei der Maschine kann es sich z. B. um eine Druckmaschine in einem Druckereibetrieb handeln, welche über ein öffentlich zugängliches Kommunikationsnetzwerk wie das Internet mit einem Verwaltungsrechner beim Hersteller oder einem von diesem beauftragten Servicedienstleister verbunden ist. Verwaltungsrechner und Maschinenrechner sind gegenüber dem Internet durch Sicherheitsmaßnahmen wie Firewalls geschützt. Zudem wird die Datenübertragung zwischen Maschinenrechner und Verwaltungsrechner verschlüsselt, um sie dem Zugriff Unbefugter zu entziehen. Meldet nun der Maschinenrechner der Druckmaschine aufgrund protokollierter Fehler oder Störungsmeldungen einen entsprechenden Wartungs- und Servicebedarf, so werden die entsprechenden Daten über das Internet an den Verwaltungsrechner übertragen. Dieser Verwaltungsrechner empfängt sämtliche Serviceanfragen von allen Maschinen, welche der Hersteller oder Servicedienstleister betreut. Damit nicht Unbefugte den Service in Anspruch nehmen können, wird nach der Übertragung der Fehlerdaten an den Verwaltungsrechner der Berechtigungsstatus der zugehörigen Maschine beim Kunden überprüft. In die übertragenen Daten ist dazu ein Code eingearbeitet, welcher eine Identifizierung der anfragenden Maschine eindeutig erlaubt. Mittels dieses Codes kann dann ein Vergleich mit auf dem Verwaltungsrechner oder einem angeschlossenen Rechner hinterlegten Berechtigungsdaten durchgeführt werden. Wenn für die anfragende Maschine eine entsprechende Berechtigung vorliegt, so wird die Wartungs- und Serviceanfrage vom Verwaltungsrechner akzeptiert und bearbeitet. Je nach erkannter Berechtigung, werden nur die der Berechtigung entsprechenden Service- oder Wartungsvorgänge eingeleitet. Neben der automatischen am Rechner der Maschine ausgelösten Service- oder Wartungsanfrage kann diese auch durch das Bedienpersonal selbst am als Touchscreen ausgeführten Bildschirm oder mittels einer Tastatur oder einer anderen Eingabevorrichtung am Rechner der Maschine manuell vorgenommen werden. Nach der Auslösung der Serviceanfrage wird dann ebenfalls die bereits geschilderte-Berechtigungsüberprüfung durchgeführt. Damit ist eine automatische Abwicklung von Wartungs- und Serviceanfragen möglich. Die eindeutige Identifizierung der Maschine bietet außerdem den großen Vorteil, dass neben dem Maschinentyp auch alle anderen Merkmale der Maschine dem Hersteller oder Servicedienstleister bekannt sind, so dass die entsprechenden Fehlerermittlungs- und Inspektionsprogramme automatisch vom Verwaltungsrechner ausgewählt werden können.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass durch den Verwaltungsrechner auf dem Rechner der Maschine in Abhängigkeit der erkannten Berechtigung auf einer Anzeigevorrichtung Bedienelemente frei geschaltet oder gesperrt werden. Insbesondere bei Ausführungsformen mit Touchscreen wird so die Bedienoberfläche auf dem Bildschirm den jeweiligen Funktionen angepasst, welche aufgrund der vom Verwaltungsrechner ermittelten Berechtigung für die jeweilige Maschine frei geschaltet werden können. Funktionen, für die keine Berechtigung vorliegt, werden entweder gesperrt oder auf dem Bildschirm gar nicht erst angezeigt. So ist es dem Bedienpersonal der Maschine nicht möglich, unberechtigte Funktionen an der Maschine auszulösen. Dies erhöht zum einen die Betriebssicherheit und führt zum anderen dazu, dass nur diejenigen Wartungs- und Servicedienstleistungen auch in Anspruch genommen werden können, für die der Betreiber der Maschine eine entsprechende Berechtigungslizenz erworben hat. Die Berechtigungslizenz kann z. B. vom Umfang des Wartungsvertrags abhängen, welchen der Kunde mit dem Hersteller oder Servicedienstleister geschlossen hat.

Es ist des Weiteren vorgesehen, dass bei Übertragung einer Fehlermeldung an den Verwaltungsrechner ein Wartungs- oder Servicevorgang ausgelöst wird und dass der Verwaltungsrechner diesem Wartungs- und Servicevorgang eine eindeutige Identifizierung zuweist, welche auf der Anzeigeeinrichtung des Rechners der Maschine angezeigt wird. Sobald dem Verwaltungsrechner eine Service- oder Wartungsanfrage übermittelt wurde, wird die entsprechende Maschine beim Kunden identifiziert. Im Anschluss daran wird auf dem Bildschirm des zugehörigen Maschinenrechners eine Auftragsbestätigung angezeigt, welche vorteilhafter Weise eine Auftragsnummer enthält. Dies signalisiert dem Betreiber der Maschine, dass seine Wartungs- und Serviceanfrage vom Hersteller empfangen und als Auftrag bearbeitet wird. Zudem kann so jeder Service- und Wartungsanfrage des Kunden eine entsprechende Auftragsnummer zugewiesen werden, so dass bei mehreren parallel laufenden Anfragen der Kunde stets den Überblick hat, welche Wartungs- und Servicevorgänge zu welcher Anfrage gehören. Durch die zugewiesene Auftragsnummer ist es für den Betreiber der Maschine zudem einfacher, gegebenenfalls Rückfragen an den Hersteller oder Servicedienstleister zu senden, falls er weitere Unterstützung braucht.

In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung, welche auch mit den vorigen Ausgestaltungen der Erfindung kombinierbar ist, ist vorgesehen, dass Service- oder Wartungsbedarf vom Rechner über das öffentlich zugängliche Kommunikationsnetz an den Verwaltungsrechner gemeldet wird und dass der Verwaltungsrechner anhand wenigstens einer empfangenen Fehlermeldung eine Checkliste zur Abarbeitung der notwendigen Service- und Wartungsmaßnahmen erstellt und an den Rechner der Maschine versendet. Auch in diesem Fall wird mittels des Rechners der Maschine eine Service- oder Wartungsanfrage über das Internet an den Verwaltungsrechner des Herstellers oder Servicedienstleisters geschickt. Die empfangene Fehlermeldung enthält zum einen eindeutige Identifikationsdaten der betroffenen Maschine und ermöglicht so die Ermittlung von Maschinentyp und Baureihe sowie anderer maschinenspezifischer Daten durch den Verwaltungsrechner. Der Verwaltungsrechner hält zudem in einer zentralen Datenbank eine Fehlertabelle vor, welche für alle zu wartenden Maschinen jeweils hinterlegt ist. In Abhängigkeit der erkannten Maschine und der empfangenen Fehlermeldung kann der Verwaltungsrechner dann eine Checkliste zusammenstellen, welche die notwendigen Service- und Wartungsmaßnahmen zur Behebung des Fehlers umfasst. Die so erstellte Checkliste wird dann vom Verwaltungsrechner über das Internet an den Maschinenrechner zurückgeschickt. Mittels Abarbeitung der erstellten Checkliste auf dem Maschinenrechner können dann die gemeldeten Fehler und Störungen behoben werden. Die empfangene Checkliste kann auch auf dem Rechner der Maschine für weitere Wartungs- und Servicevorgänge abgespeichert werden. So kann auch eine Diagnose und Fehlerbearbeitung stattfinden, ohne dass eine aktualisierte Checkliste erstellt und vom Verwaltungsrechner versendet wurde.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Checkliste Maßnahmen zur Selbsthilfe beinhaltet und dass diese Selbsthilfemaßnahmen auf einer Anzeigevorrichtung des Rechners der Maschine angezeigt werden. In diesem Fall wird die Durchführung der vom Wartungsrechner zusammengestellten Maßnahmen dem Bedienpersonal überlassen. Die übermittelte Checkliste wird am Bildschirm des Maschinenrechners dargestellt und kann so das Bedienpersonal durch die entsprechenden Maßnahmen zur Fehler- und Störungsbehebung leiten. Die erfolgreiche Abarbeitung der Checkliste wird jeweils lokal durch den Rechner dokumentiert und als Information wiederum dem Verwaltungsrechner zur Verfügung gestellt. Das Verfahren der zentralen Bereitstellung von störfallbezogenen Checklisten bietet den Vorteil, dass diese zentral stets aktuell gehalten werden können und dass sich die Information über die Abarbeitung von Checklisten zu deren automatischer Verbesserung einsetzen lässt.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die an den Rechner der Maschine gesendete Checkliste von diesem selbsttätig abgearbeitet wird. In diesem Fall stellt die Checkliste einen Datensatz dar, welcher vom Maschinenrechner als Programm zur erweiterten Störungsdiagnose oder zur Störungsbehebung verarbeitet werden kann. In diesem Fall muss das Bedienpersonal bei der Behebung der Störungs- oder Fehlermeldung nicht eingreifen, da die Abarbeitung der übermittelten Checkliste automatisch durch den Maschinenrechner geschieht. Die Abarbeitung der Checkliste kann jedoch zusätzlich oder alternativ auch vom Verwaltungsrechner aus gesteuert werden. In diesem Fall werden die einzelnen Wartungsschritte der Checkliste zwar ebenfalls auf dem Maschinenrechner ausgeführt, die Auslösung der einzelnen Schritte auf der Checkliste wird vom Verwaltungsrechner gesteuert. Sollte der Verwaltungsrechner während des Abarbeitens der Checkliste eine bessere und aktuellere Checkliste berechnet haben, so kann der Verwaltungsrechner die Abarbeitung der bisherigen Checkliste abbrechen und die verbesserte Checkliste an den Maschinenrechner senden und dort verwenden.

Es ist des Weiteren vorgesehen, dass die Ausführung der Checkliste auf dem Verwaltungsrechner oder dem Rechner der Maschine protokolliert wird. Die Abarbeitung der einzelnen Schritte der Checkliste kann unter Umständen zu weiteren Fehlern oder zumindest zur Veränderung von Einstellungen an der Maschine führen. Um bei später auftretenden Problemen gegebenenfalls die korrekte Abarbeitung der übermittelten Checkliste beweisen zu können, kann diese entweder auf dem Rechner der Maschine oder auf dem Verwaltungsrechner aber auch auf beiden Rechnern entsprechend protokolliert werden. Auf diese Art und Weise ist sowohl für den Kunden als auch für den Hersteller eine spätere Überprüfung von durchgeführten Wartungsmaßnahmen problemlos möglich. Dies ist insbesondere im Hinblick auf etwaige Garantieansprüche und Haftungsfälle sinnvoll.

Vorteilhafterweise ist außerdem vorgesehen, dass die auf dem Rechner abgespeicherte Fehlertabelle durch Datenübertragung von dem Verwaltungsrechner aus aktualisiert wird. Grundsätzlich wird der Maschinenrechner mit einer vorinstallierten Fehlertabelle ausgeliefert. Mittels dieser Tabelle kann der Maschinenrechner z. B. entscheiden, ob ein festgestellter Fehler überhaupt an den Verwaltungsrechner gemeldet werden muss, oder ob es ausreicht, die Störung nur lokal z. B. auf dem Bildschirm der Maschine anzuzeigen. Aufgrund von Erkenntnissen bei ähnlichen aufgetretenen Fehlern und Problemen kann es jedoch sinnvoll sein, diese Fehlertabelle im Laufe der Zeit zu überarbeiten. Dies geschieht vorzugsweise über den Verwaltungsrechner beim Hersteller oder Servicedienstleister, wo sämtliche in der Vergangenheit angefragten Wartungs- und Serviceanfragen abgespeichert und statistisch ausgewertet werden. Aufgrund dieser Auswertungen können die Fehlertabellen für die jeweiligen Maschinentypen entsprechend optimiert werden und dann über ein Kommunikationssystem wie das Internet an den Maschinenrechner zurück übertragen werden, wo sie die bisherige abgespeicherte Fehlertabelle ersetzen. Es ist somit möglich, bei künftigen Wartungsvor-gängen von Problemlösungen in der Vergangenheit bei gleichen oder ähnlichen Maschinen zu profitieren.

Neben der automatischen Auslösung von Service- und Wartungsanfragen beim Verwaltungsrechner können diese Anfragen auch manuell vom Bedienpersonal über eine Tastatur oder den Touchscreen des Maschinenrechners erfolgen. Aber auch bei einer automatischen Anfrage können auf dem Rechner der Maschine Quittierungselemente vorhanden sein, von deren Betätigung durch das Bedienpersonal die Durchführung der mittels der Checkliste übermittelten Wartungs- und Servicevorgänge abhängt. Auf diese Art und Weise behält das Bedienpersonal weiterhin die Kontrolle darüber, ob ihm vorgeschlagene Wartungs- und Servicemaßnahmen tatsächlich automatisch durchgeführt werden sollen, oder ob diese lieber verworfen werden. Damit wird eine Bevormundung von Kunden vermieden, und es ist trotzdem möglich, dem Kunden den Komfort einer vollautomatischen Service- oder Wartungsmaßnahme über das Internet zu ermöglichen. Der Rechner der Maschine kann aber auch so konfiguriert sein, dass keine Quittierung erforderlich ist und dass die Wartungs- und Servicevorgänge mittels der Checkliste automatisch vor sich gehen.

Die Möglichkeit der Auswahl kann jedoch wie bereits geschildert von dem abgeschlossenen Wartungsvertrag abhängig sein. Im Regelfall wird der Verwaltungsrechner nur diejenigen Auswahlmöglichkeiten anbieten, welche von der Vertragslizenz abgedeckt sind. Auf diese An und Weise kann der Kunde auch selbständig über den Kostenumfang der Wartungsmaßnahmen entscheiden, indem er nur einen Vertrag über diejenigen Maßnahmen abschließt, die er bezahlen möchte. Der große Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass die Wartungs- und Servicemaßnahmen vollautomatisch zwischen der Maschine und dem über das Internet verbundenen Verwaltungsrechner abgewickelt werden können. Es ist keine telefonische Kontaktaufnahme erforderlich und auch die Zwischenschaltung weiterer Rechner zwischen der Maschine beim Kunden und dem Verwaltungsrechner beim Hersteller ist nicht nötig.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Figuren näher beschrieben und erläutert. Es zeigen:

1 ein erfindungsgemäßes Wartungs- und Servicesystem bestehend aus Maschinenrechner und Verwaltungsrechner sowie einem an den Verwaltungsrechner angeschlossenen Vertragsverwaltungssystem,

2 ein erfindungsgemäßes Service- und Wartungssystem bestehend aus Maschinenrechner und Verwaltungsrechner sowie ein an den Verwaltungsrechner angeschlossenes Analysesystem,

3 die Übertragung von Checklisten und Hilfsangeboten und

4 die Übertragung von einer Auftragsbestätigung an den Maschinenrechner.

In 1 ist im linken Bereich schematisch der Bereich einer Druckerei 1 abgebildet, in welcher eine oder mehrere Maschinen 3 zur Verarbeitung von Bedruckstoffen vorhanden sind. Die Druckerei 1 in 1 verfügt beispielhaft über eine Druckmaschine 3 sowie einen Steuerstand 2, welcher mit der Druckmaschine 3 kommuniziert. Der Steuerstand 2 beinhaltet einen Maschinenrechner 9 sowie eine Anzeigevorrichtung 10 zur Darstellung der Abläufe und Bedienvorgänge. Mittels des Steuerstands 2 kann das Bedienpersonal die Druckmaschine 3 überwachen und bedienen. Der Maschinenrechner 9 in 1 des Steuerstands 2 kann ein entsprechend programmierter herkömmlicher PC sein, welcher mit den Steuerungseinrichtungen der Druckmaschine 3 kommuniziert. Der Maschinenrechner 9 im Steuerstand 2 ist über eine Firewall mit dem Internet 4 verbunden und kann darüber Verbindung mit einem zentralen Verwaltungsrechner 5 beim Hersteller 12 der Maschine Kontakt aufnehmen. Der zentrale Verwaltungsrechner 5 ist ebenfalls durch eine Firewall gesichert ans Internet 4 angeschlossen und ist entweder beim Hersteller 12 der Druckmaschine 3 angesiedelt oder bei einem entsprechenden Service- und Wartungsdienstleister. Der Verwaltungsrechner 5 befindet sich somit örtlich getrennt von dem Maschinenrechner 9 in der Druckerei 1.

Die Ausführungsform in 1 ermöglicht Auswahlmöglichkeiten von Wartungs- und Servicevorgängen in Abhängigkeit der von der Druckerei 1 erworbenen Vertragslizenzen. An den Verwaltungsrechner 5 beim Hersteller oder Servicedienstleister ist in 1 ein Vertragsverwaltungssystem 7 angeschlossen, welches es dem Verwaltungssystem 5 ermöglicht, den Vertragsstatus der Druckerei 1 online zu überprüfen. Bei Inbetriebnahme der Maschine 3, spätestens jedoch wenn eine Fehler- oder Störungsmeldung an den Verwaltungsrechner 5 gemeldet werden soll, werden die Daten zur Identifizierung der Druckmaschine 3 an das Vertragsverwaltungssystem 7 weitergeleitet, welches diese wiederum mit den hinterlegten Lizenzverträgen vergleicht. Wenn die Druckerei 1 nur eine bestimmte Wartungslizenz erworben hat, so stellt das Vertragsverwaltungssystem 7 dies durch Vergleich mit den hinterlegten Vertragsdaten fest und meldet dies dem Verwaltungssystem 5. In diesem Fall wird das Verwaltungssystem 5 nur die dem jeweiligen Vertragsstatus entsprechende Abhilfe an den Maschinenrechner 9 der Druckmaschine 3 senden, so dass auch nur die dem jeweiligen Vertragsstatus entsprechenden Funktionen und Wartungs- bzw. Servicevorgänge an der Druckmaschine 3 frei geschaltet werden. Wenn der Vertragsstatus z. B. nur die Selbsthilfe unter Angabe einer entsprechenden Fehlerbeschreibung vorsieht, so kann das Bedienpersonal der Druckmaschine 3 keine Checklisten oder ein automatisches Checkprogramm abrufen. Falls das Problem mit der Selbsthilfe nicht zu lösen ist, so kann dem Bedienpersonal aber die Möglichkeit gegeben werden, über das System am Maschinenrechner 9 der Druckmaschine 3 und eine entsprechende Taste automatisch Servicepersonal des Herstellers oder des Servicedienstleisters anzufordern. Von den im Vertragsverwaltungssystem 7 hinterlegten Daten kann auch die übermittelte Fehlertabelle abhängig sein, welche in Abhängigkeit der Vertragsdaten entsprechende Eskalationsstufen enthält. Bei nicht vorhandenen Vertragslizenzen werden die entsprechenden Eskalationsstufen dann nicht mit übertragen, so dass diese auf dem Maschinenrechner 9 der Druckmaschine 3 auch nicht ausgeführt werden können. Auch bei dieser Ausführungsform wird die Fehlertabelle im Speicher des Maschinenrechners 9 der Druckmaschine 3 abgespeichert. Das Verfahren der Ausführungsform in 1 kann den Verfahren in den 2 bis 4 einmalig oder mehrmalig vorausgehen.

An den Verwaltungsrechner 5 in 2 ist außerdem ein Analyserechner 6 angebunden, wobei der Analyserechner 6 auch in den Verwaltungsrechner 5 integriert sein kann. Der Maschinenrechner 9 der Druckmaschine 3 überwacht ständig alle Betriebsvorgänge und speichert etwaige Störungen und Fehler entsprechend einer im Maschinenrechner 9 hinterlegten Vorschrift ab. Diese Vorschrift enthält eine Fehler- oder Eskalationstabelle, anhand derer der Maschinenrechner 9 entscheiden kann, in welche Kategorie eine Fehler- oder Störungsmeldung einzuordnen ist. Diese Fehlertabelle vergleicht der Maschinenrechner 9 ständig mit Fehler- oder Störungsmeldungen der Druckmaschine 3. Falls ein Fehler oder eine Störungsmeldung als entsprechend schwerwiegend eingestuft ist, wird diese Fehlermeldung und etwaige zugehörige weitere Daten über das Internet 4 an den Verwaltungsrechner 5 übertragen. Mit diesen Fehlerdaten werden gleichzeitig Maschinendaten der Druckmaschine 3 sowie eine eindeutige Identifizierung der Maschine 3 übertragen, so dass der Verwaltungsrechner 5 sofort weiß, welche Maschine 3 bei welchem Kunden in welcher Druckerei 1 die entsprechende Fehlermeldung abgesetzt hat. Falls die festgestellte Fehlermeldung oder Störung nicht so schwerwiegend ist, kann auf die Datenübertragung an den Verwaltungsrechner 5 verzichtet werden. In diesem Fall wird die Fehlermeldung lediglich auf der Anzeigevorrichtung 10 des Steuerstands 2 angezeigt, so dass das Bedienpersonal gegebenenfalls selbst reagieren kann. Wenn aufgrund der hinterlegten Fehlertabelle jedoch entschieden wurde, den Fehler an den Verwaltungsrechner 5 zu übertragen, so wird dieser in dem angeschlossenen Analysesystem 6 entsprechend einklassifiziert, und es werden Abhilfemaßnahmen berechnet. Zur Berechnung der Abhilfemaßnahmen und zur Einklassifizierung der empfangenen Störungs- und Fehlermeldung kann das Analysesystem 6 auf ähnliche Vorkommnisse in der Vergangenheit zugreifen. Auf diese Art und Weise werden die Einklassifizierung und die Berechnung der Abhilfemaßnahmen kontinuierlich verbessert. Nach der Berechnung der Abhilfemaßnahmen wird eine entsprechende Checkliste vom Verwaltungsrechner 5 über das Internet 4 an den Maschinenrechner der Druckmaschine 3 gesendet. Diese Checkliste wird dann auf der Anzeigevorrichtung 10 des Maschinenrechners 9 in der Druckerei 1 angezeigt, wobei diese Checkliste vom Bedienpersonal der Druckmaschine 3 entsprechend abgearbeitet werden kann. Die Abarbeitung einzelner Schritte der angezeigten Checkliste ist dabei vom Bedienpersonal über die Tastatur des Maschinenrechners 9 oder einen als Touchscreen ausgeführten Bildschirm der Anzeigeeinrichtung 10 zu quittieren. Wenn die Checkliste korrekt abgearbeitet wurde, sollte der Fehler dann entsprechend behoben sein.

Die Zusendung einer Checkliste stellt jedoch nur eine von mehreren Möglichkeiten zur Durchführung von Service- und Wartungsvorgängen dar. Zunächst kann dem Bedienpersonal auch einfach nur der zu behebende Fehler angezeigt werden, welches daraufhin zur Selbsthilfe greift, wenn das entsprechende Wissen beim Bedienpersonal vorhanden ist. Sollte die Inanspruchnahme der Selbsthilfe vom Bedienpersonal quittiert werden, so werden zunächst keine weiteren Maßnahmen durch den Verwaltungsrechner 5 eingeleitet. Die dritte Alternative befindet sich genau am entgegen gesetzten Ende der Automatisierungsskala, hier wird die übertragene Checkliste auf dem Maschinenrechner 9 automatisch abgearbeitet und entsprechende Fehler vom Maschinenrechner 9 der Druckmaschine 3 alleine behoben oder im Zusammenspiel mit weiterer Unterstützung des Verwaltungsrechners 5 korrigiert. In diesem Fall erfährt das Bedienpersonal lediglich über die Anzeigevorrichtung 10 des Steuerstands 2, dass eine Wartungs- und Servicemaßnahme vorgenommen wird, Eingriffe des Bedienpersonals sind jedoch nicht erforderlich. Auf Wunsch kann das Bedienpersonal zwischen den drei genannten Abhilfevorgängen über entsprechende Bedieneingaben am Steuerstand 2 wählen.

3 zeigt näher den Ablauf, wenn das Bedienpersonal die automatische Abarbeitung einer Checkliste ausgewählt hat. In diesem Fall betätigt das Bedienpersonal am Steuerstand 2 eine entsprechende Taste, welche den automatischen Checkvorgang auslöst. Durch diesen automatischen Vorgang wird vom Verwaltungsrechner 5 ein entsprechendes mittels des Analysesystems 6 aktualisiertes in Abhängigkeit der an den Verwaltungsrechner 5 gesendeten Fehlermeldung erstelltes Checkprogramm angefordert und über das Internet 4 zum Maschinenrechner 9 übertragen. Dieses Checkprogramm ist so ausgestaltet, dass es die gemeldeten Fehler näher analysieren kann und möglichst auch beheben kann. Das Checkprogramm wird dazu auf dem Maschinenrechner 9 der Druckmaschine 3 abgearbeitet. Der Ablauf des Checkprogramms auf dem Maschinenrechner 9 liefert entsprechende Resultate, welche wiederum über das Internet 4 an den Verwaltungsrechner 5 gesendet werden und auf welche dann auch das Analysesystem 6 Zugriff erhält, um künftige ähnliche Wartungs- und Servicevorgänge verbessern zu können. Falls mit der Abarbeitung des Checkprogramms die gemeldeten Fehler und Störungen behoben werden konnten, wird dies dem Bedienpersonal am Steuerstand 2 entsprechend angezeigt. Sollten weitere Maßnahmen notwendig sein, so wird auch dies auf dem Steuerstand 2 entsprechend angezeigt und es wird automatisch entsprechendes Servicepersonal über den Verwaltungsrechner 5 angefordert, um die verbleibenden Probleme zu beheben, falls dies erforderlich sein sollte. Die Ausführungsform gemäß der 2 und 3 kann als Alternative zu der Ausführungsform in 1 vorgesehen sein, sie kann aber auch mit dem System in 1 kombiniert werden.

Die Ausführungsform gemäß 4 beschreibt die erforderliche Beauftragung des Herstellers oder Servicedienstleisters für Wartungs- und Servicearbeiten. In diesem Fall verfügt der Verwaltungsrechner 5 beim Maschinenhersteller 12 oder beim Servicedienstleister über die Möglichkeit, auf Daten eines Vertragsverwaltungssystems 7 zurückzugreifen. Wenn eine Fehlermeldung in der Maschine 3 auftritt, so wird diese wie gehabt entsprechend klassifiziert und wenn die Notwendigkeit des Eingriffs durch den Verwaltungsrechner 5 besteht, über das Internet 4 an diesen übertragen. Parallel dazu kann am Steuerstand 2 der Druckmaschine 3 vom Bedienpersonal auch über eine Eingabetaste eine entsprechende Servicedienstleistung manuell angefordert werden. Die so angeforderte Servicedienstleistung wird ebenfalls als Wunsch über das Internet 4 an den Verwaltungsrechner 5 übertragen. Durch die kodiert übertragene Fehlermeldung im Verwaltungsrechner 5 ist die Identität der zu wartenden Druckmaschine 3 bekannt. Fehlermeldung und Identität werden dann im Vertragsverwaltungssystem 7, wo die Kundendaten gespeichert sind, zu einer Auftragsbestätigung 8 zusammengeführt. Diese wiederum wird über den Verwaltungsrechner 5 und das Internet 4 zurück zum Maschinenrechner 9 der Druckmaschine 3 übertragen und dort auf dem Bildschirm 10 angezeigt. Diese Auftragsbestätigung 8 enthält eine eindeutig zu vergebende Auftragsnummer, so dass das Bedienpersonal der Druckmaschine 3 bei Rückfragen oder bei weiteren auftretenden Problemen grundsätzlich den Bezug auf den laufenden Serviceauftrag herstellen kann. Wenn die durchzuführende Service- und Wartungsmaßnahme erfolgreich abgeschlossen wurde, kann dem Bedienpersonal auf einer Anzeigeeinrichtung des Steuerstands 2 unter der Auftragsnummer 8 der erfolgreiche Abschluss der Servicemaßnahme mitgeteilt werden. Auf diese Art und Weise wird das Bedienpersonal ständig auf dem Laufenden gehalten, was laufende Serviceanfragen und Wartungen an der Maschine 3 betrifft. Falls Service- und Wartungsanfragen durch das Verwaltungssystem 5 nicht gelöst werden können, so kann zusätzlich über das Vertragsverwaltungssystem 7 ein entsprechender Servicetechniker eingeschaltet werden, immer unter der Voraussetzung, dass die Einschaltung eines Servicetechnikers in der entsprechenden Vertragslizenz des Druckereibesitzers 1 beinhaltet ist. Nur wenn der Abgleich der gesendeten Fehlerdaten einschließlich der Identifikation mit den auf den Vertragsverwaltungssystem 7 hinterlegten Daten eine solche Berechtigung ergibt, wird ein entsprechender Servicetechniker eingeschaltet. Andernfalls steht diese Funktion der nachfragenden Druckerei 1 nicht zur Verfügung.

1
Druckerei
2
Steuerstand
3
Druckmaschine
4
Internet
5
Verwaltungsrechner
6
Analyserechner
7
Vertragsrechner
8
Auftragsnummer
9
Maschinenrechner
10
Bildschirm
11
Servicetechniker
12
Hersteller


Anspruch[de]
Verfahren zur Durchführung von Wartungs- oder Servicevorgängen bei Maschinen (3), welche über wenigstens einen Rechner (9) verfügen, wobei der Rechner (9) der Maschine (3) über ein öffentlich zugängliches Netzwerk (4) mit einem Verwaltungsrechner (5) kommuniziert, dadurch gekennzeichnet, dass Daten für Wartungs- oder Servicebedarf vom Rechner (9) der Maschine (3) über das öffentlich zugängliche Kommunikationsnetz (4) an den Verwaltungsrechner (5) gesendet werden, dass der Verwaltungsrechner (5) den Status der Maschine (3) über den Rechner (9) im Hinblick auf zulässige Berechtigungen überprüft und dass in Abhängigkeit der durch den Verwaltungsrechner (5) erkannten Berechtigung der Maschine (3) die entsprechenden Service- oder Wartungsvorgänge vorgenommen werden. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Rechner (9) der Maschine (3) zu dem Verwaltungsrechner (5) Daten zur eindeutigen Identifizierung der Maschine (3) übertragen werden. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Verwaltungsrechner (5) auf dem Rechner (9) der Maschine (3) in Abhängigkeit der erkannten Berechtigung auf einer Anzeigevorrichtung (10) Bedienelemente frei geschaltet oder gesperrt werden. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ubertragung einer Fehlermeldung an den Verwaltungsrechner (5) ein Wartungs- oder Servicevorgang ausgelöst wird und dass der Verwaltungsrechner (5) diesem Wartungs- oder Servicevorgang eine eindeutige Identifizierung zuweist, welche auf der Anzeigeeinrichtung (10) des Rechners (9) der Maschine (3) angezeigt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Anzeigevorrichtung (10) des Rechners (9) der Maschine (3) die Annahme oder Ablehnung eines Service- oder Wartungsvorgangs durch den Verwaltungsrechner (5) angezeigt wird. Verfahren zur Durchführung von Wartungs- oder Servicevorgängen bei Maschinen (3), welche über wenigstens einen Rechner (9) verfügen, wobei der Rechner (9) der Maschine (3) über ein öffentlich zugängliches Netzwerk (4) mit einem Verwaltungsrechner (5) kommuniziert, dadurch gekennzeichnet, dass Service- oder Wartungsbedarf vom Rechner (9) über das öffentlich zugängliche Kommunikationsnetz (4) an den Verwaltungsrechner (5) gemeldet wird und dass der Verwaltungsrechner (5) anhand wenigstens einer empfangenen Fehlermeldung eine Checkliste zur Abarbeitung der notwendigen Service- und Wartungsmaßnahmen erstellt und an den Rechner (9) der Maschine (3) versendet. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Checkliste Maßnahmen zur Selbsthilfe beinhaltet und dass diese Selbsthilfemaßnahmen auf einer Anzeigevorrichtung (10) des Rechners (9) der Maschine (3) angezeigt werden. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Rechner (9) der Maschine (3) gesendete Checkliste von diesem selbsttätig abgearbeitet wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausführung der Checkliste auf dem Rechner (9) der Maschine (3) durch den Verwaltungsrechner (5) gesteuert wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausführung der Checkliste auf dem Verwaltungsrechner (5) oder dem Rechner (9) protokolliert wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Rechner (9) der Maschine (3) eine Fehlertabelle abgespeichert ist. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem Rechner (9) der Maschine (3) abgespeicherte Fehlertabelle durch Datenübertragung von dem Verwaltungsrechner (5) aus aktualisiert wird. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Verwaltungsrechner (5) Fehlermeldungen, Service- oder Wartungsanfragen von an das System angeschlossenen Maschinen (3) abspeichert, dass die abgespeicherten Meldungen ausgewertet werden und dass in Abhängigkeit der Auswertungsergebnisse die auf dem Rechner (9) der Maschinen (3) hinterlegte Fehlertabelle durch den Verwaltungsrechner (5) verändert wird. Verfahren einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass für jeden Maschinentyp vom Verwaltungsrechner (5) die aktuelle Fehlertabelle bereitgehalten wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Checkliste auf dem Rechner (9) der Maschine (3) abgespeichert ist und für weitere Wartungs- und Servicevorgänge vom Rechner (9) verwendet wird.. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Rechner der Maschine anhand der Fehlertabelle über die Meldung einer Störung an den Verwaltungsrechner oder/und die Anzeigeeinrichtung des Rechners der Maschine entscheidet. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erfordernis eines Service- oder Wartungsvorgangs mittels eines Bedienelements des Rechners (9) die Möglichkeit zur Anforderung eines Service- oder Wartungsvorgangs beim Verwaltungsrechner (5) gegeben wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchführung von Wartungs- oder Servicevorgängen auf dem Rechner (9) der Maschine (3) von einer Quittierungseingabe durch Bedienpersonal abhängig ist. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Anforderung eines Service- oder Wartungsvorgangs beim Verwaltungsrechner (5) vollautomatisch aus der Fehlertabelle abgeleitet wird, wenn der Rechner (9) entsprechend konfiguriert ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschine (3) eine Druckmaschine ist.






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