Die vorliegende Erfindung betrifft eine Motorsteuervorrichtung, die
für ein elektrisches Servolenksystem für ein Kraftfahrzeug oder ähnliches
verwendet wird, und spezifischer eine Motorsteuervorrichtung, die einen Motorstrom
auf eine Rückkoppelweise steuert, um zu veranlassen, dass ein Motorstrom-Erfassungswert
(ein erfasster Strom) mit einem Motorstrom-Befehlswert (Sollstrom) übereinstimmt.
Insbesondere betrifft die Erfindung eine neue verbesserte oder fortentwickelte Technologie
zum Durchführen einer Anormalitätsbestimmung auf eine effektive Weise.
Es ist eine Motorsteuervorrichtung bekannt gewesen, die bestimmt,
dass ein Motor in einem anormalen Zustand ist, wenn eine Stromabweichung zwischen
einem Motorstrom-Erfassungswert, wie er gemessen ist, und einem Motorstrom-Befehlswert,
wie er gespeichert ist, eine vorbestimmte Bestimmungsschwelle übersteigt, und
den Motorstrom-Befehlswert auf "0" einstellt, um dadurch die Ausgabe des Motors
zu unterbrechen (siehe beispielsweise ein erstes Patentdokument: die japanische
geprüfte Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. H06-29031).
Bei der im oben angegebenen ersten Patentdokument beschriebenen bekannten
Motorsteuervorrichtung wird dann, wenn der Motor vom Permanentmagnetfeldtyp zum
Antreiben läuft, eine elektromotorische Gegenkraft in einer Richtung zum Reduzieren
des Motorstroms erzeugt, so dass die Rückkopplung des Motorstroms zum Unterschießen
neigt. Als Ergebnis können ein normaler Betriebszustand und ein anormaler Zustand
(ein Kurzschlussfehler von Ankerwicklungen, ein Erdungsfehler einer Verdrahtung
zwischen der Steuervorrichtung und dem Motor, etc.) auf einfache Weise identifiziert
werden.
Bei der bekannten Motorsteuervorrichtung kann eine Anormalitätsbestimmung
durchgeführt werden, wenn der Motor für einen Antrieb läuft, wird
aber eine elektromotorische Gegenkraft in einer Richtung zum Erhöhen des Motorstroms
beispielsweise dann erzeugt, wenn der Motor einen Regenerationsbetrieb durchführt
oder wenn der Motor angetrieben wird, um sich unter dem Einfluss von externen Drehmomentstörungen,
die trotz einer gegebenen Anweisung zum Laufen für einen Antrieb auf den Motor
ausgeübt werden, in einer Richtung entgegengesetzt zu der Richtung seines Ausgangsmoments
zur Regeneration zu drehen. Als Ergebnis neigt der Motorstrom selbst dann, wenn
er auf eine Rückkoppelweise gesteuert wird, zum Überschießen, um
somit Anlass zu einem Problem zu geben, dass es eine Möglichkeit zum Durchführen
einer Fehlbestimmung gibt, dass der Motorstrom anormal ist.
Demgemäß soll die vorliegende Erfindung das Problem lösen,
wie es oben angegeben ist, und hat als ihre Aufgabe, eine Motorstromvorrichtung
zu erhalten, die einen geeigneten Schutz von Schaltungselementen erreichen kann,
während eine unrichtige Anormalitätsbestimmung zu der Zeit verhindert
wird, zu welcher der Motor bei einem Regenerationsbetrieb ist, etc.
Eine Motorsteuervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
enthält einen Motorantriebsteil, der einen Motorstrom zum Motor zuführt;
einen Motorstrom-Erfassungsteil, der den Motorstrom erfasst; und eine Steuerung,
zu der ein Motorstrom-Erfassungswert vom Motorstrom-Erfassungsabschnitt eingegeben
wird und die ein Antriebssignal zum Motorantriebsteil ausgibt. Die Steuerung enthält
folgendes: einen Befehlswert-Berechnungsabschnitt, der einen Motorstrom-Befehlswert
entsprechend einem Sollwert des Motorstroms berechnet; und einen Anormalitätsbestimmungsabschnitt,
der ein Anormalitätsbestimmungssignal erzeugt, wenn eine Differenz zwischen
dem Motorstrom-Erfassungswert und dem Motorstrom-Befehlswert einen Wert anzeigt,
der größer als eine vorbestimmte Bestimmungsschwelle oder gleich dieser
ist. Der Motorstrom wird auf eine Rückkoppelweise gesteuert, so dass veranlasst
wird, dass der Motorstrom-Erfassungswert mit dem Motorstrom-Befehlswert übereinstimmt.
Die Steuerung enthält weiterhin einen Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitt,
der bestimmt, ob der Motor in einem Regenerationsbetriebszustand ist. Wenn bestimmt
wird, dass der Motor bei einem Regenerationsbetrieb ist, stellt die Steuerung die
Bestimmungsschwelle auf einen Wert ein, der größer als derjenige während
eines Laufbetriebs für ein Antreiben des Motors ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist es möglich, Schaltungselemente
auf eine geeignete Weise zu schützen, während eine unrichtige Anormalitätsbestimmung
zu der Zeit verhindert wird, zu welcher Motor bei einem Regenerationsbetrieb ist,
etc.
Die obigen und andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden Fachleuten auf dem Gebiet aus der folgenden detaillierten Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung, genommen in Zusammenhang
mit den beigefügten Zeichnungen, schneller klar werden.
Es folgt eine kurze Beschreibung der Zeichnungen:
1 ist ein Schaltungsblockdiagramm, das eine Motorsteuervorrichtung
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
zeigt.
2 ist ein Ablaufdiagramm, das den Betrieb
der Motorsteuervorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung darstellt.
3 ist eine Draufsicht, die Berechnungskennlinie eines
Sollstroms gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung zeigt.
4 ist eine erklärende Ansicht, die in einem Ersatzschaltbild
ein einfaches Modell eines Motors, der gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung gesteuert wird, zeigt.
5 ist eine erklärende Ansicht, die eine Beziehung
zwischen einem Laufen für ein Antreiben und einem Laufen für eine Regeneration
des Motors, der gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung gesteuert wird, zeigt.
6 ist eine erklärende Ansicht, die eine Beziehung
zwischen dem Laufen für ein Antreiben und dem Laufen für eine Regeneration
des Motors, der gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung gesteuert wird, und jeweilige Bestimmungsschwellen zeigt.
Nun werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
detailliert beschrieben werden, während auf die beigefügten Zeichnungen
Bezug genommen wird.
Ausführungsbeispiel 1.
1 ist ein Schaltungsblockdiagramm, das eine Motorsteuervorrichtung
für ein Kraftfahrzeug gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zeigt, wobei die Konfiguration der Vorrichtung dargestellt
ist, wenn sie auf ein elektrisches Kraftfahrzeug-Servolenksystem angewendet ist.
In 1 sind ein Lenkmomentsensor
2, eine Batterie 3, ein Gleichstrommotor (hierin nachfolgend einfach
"Motor" genannt) 4 und ein Netzwerk innerhalb des Kraftfahrzeugs
8 mit der Motorsteuervorrichtung verbunden, die allgemein mit einem Bezugszeichen
1 bezeichnet ist.
Der Motor 4 ist, wie es erforderlich ist, mit einem Rotationssensor
9 versehen, und ein Erfassungssignal des Rotationssensors 9 (entsprechend
der Drehzahl &ohgr; des Motors 4) wird über das Netzwerk innerhalb
des Kraftfahrzeugs 8 zur Motorsteuervorrichtung 1 eingegeben.
Der Lenkmomentsensor 2 erfasst eine durch den Fahrer eines
Kraftfahrzeugs (nicht gezeigt) zur Verfügung gestellte Lenkkraft und gibt ein
Erfassungssignal in der Form eines Lenkmoments Ts zur Motorsteuervorrichtung
1 ein.
Die Batterie 3 fungiert als am Fahrzeug montierte Energieversorgung
und führt elektrische Energie zur Motorsteuervorrichtung 1 zu.
Der Motor 4 ist mit einem Lenksystem (nicht gezeigt) verbunden,
das durch den Fahrer betätigt wird, so dass es angetrieben wird, um ein Hilfsmoment
gemäß einem Motorstrom-Befehlswert von der Motorsteuervorrichtung
1 zu erzeugen, um dadurch das Verhalten des Fahrzeugs zu steuern.
Das Netzwerk innerhalb des Kraftfahrzeugs 8 dient zum Erfassen
von Betriebszustandsinformation des Fahrzeugs (eines Pulssignals von Fahrzeuggeschwindigkeitsinformation,
etc.) von verschiedenen Arten von Sensoren (nicht gezeigt) und zum Eingeben von
ihr zur Motorsteuervorrichtung 1.
Die Motorsteuervorrichtung 1 ist mit einer Mikrosteuerung
5, einem Motorantriebsteil 6 und einem Motorstrom-Erfassungsteil
7 versehen. Die Mikrosteuerung 5 kann die Funktion des Motorstrom-Erfassungsteils
7 enthalten.
Die Mikrosteuerung 5 ist mit einer CPU 50, A/D-Wandlern
54, 57, einem CAN 55 und Pulsmodulationsschaltungen
56a, 56b (die hierin nachfolgend "PWM-Schaltungen" genannt werden)
versehen.
Die CPU 50 enthält einen Sollstrom-Berechnungsabschnitt
51 (einen Befehlswert-Berechnungsabschnitt), einen Antriebssteuerabschnitt
52, einen Anormalitätsbestimmungsabschnitt 53, einen Subtraktionsabschnitt
58 und einen Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitt 59 und
führt Software aus, um diese Abschnitte 51 bis 53,
58 und 59 zu erreichen.
In der Mikrosteuerung 5 führt der A/D-Wandler
54 eine A/D-Umwandlung verschiedener analoger Sensorsignale, wie beispielsweise
des Lenkmoments Ts, etc., durch und gibt sie zur CPU 50 ein. Das CAN
55 gibt verschiedene digitale Sensorsignale, die durch das Netzwerk innerhalb
des Kraftfahrzeugs 8 hereingenommen sind, zur CPU 50 ein. Die
PWM-Schaltungen 56a, 56b erzeugen Antriebssignale (PWM-Signale,
die jeweils einen Antriebs-Tastgrad aufweisen) zu dem Motorantriebsteil
6 basierend auf den Ausgangssignalen der CPU 50. Der A/D-Wandler
57 führt eine A/D-Umwandlung eines erfassten Stroms IMS (eines Motorstrom-Erfassungswerts)
vom Motorstrom-Erfassungsteil 7 durch und gibt ihn zur CPU 50
ein.
In der CPU 50 berechnet der Sollstrom-Berechnungsabschnitt
51 einen Sollstrom IMT (einen Motorstrom-Befehlswert) zum Antreiben und
Steuern des Motors 4 basierend auf dem Lenkmoment Ts durch den A/D-Wandler
54 und den verschiedenen digitalen Sensorsignalen durch das CAN
55. Der Subtraktionsabschnitt 58 berechnet eine
Stromabweichung &Dgr;I (= IMT – IMS) zwischen dem Sollstrom IMS vom Sollstrom-Berechnungsabschnitt
51 und dem erfassten Strom IMS durch den A/D-Wandler 57. Wenn
die Stromabweichung &Dgr;I zwischen dem Sollstrom IMT und dem erfassten Strom
IMS einen Wert anzeigt, der größer als eine vorbestimmte Bestimmungsschwelle
oder gleich dieser ist (die später beschrieben wird) bestimmt (erfasst) der
Anormalitätsbestimmungsabschnitt 53, dass der Motor 4 oder
der Motorantriebsteil 6 in einem anormalen Zustand ist, und erzeugt ein
Anormalitätsbestimmungssignal.
Der Antriebssteuerteil 52 erzeugt Antriebssignale zum Motorantriebsteil
6 basierend auf der Stromabweichung &Dgr;I, um dadurch den Motor
4 anzutreiben und zu steuern. Ebenso stoppt der Antriebssteuerteil
52 ein Ausgeben der Antriebssignale zum Motorantriebsteil 6 in
Reaktion auf das Anormalitätsbestimmungssignal vom Anormalitätsbestimmungsabschnitt
53.
Der Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitt 59 bestimmt
den Regenerationsbetriebszustand des Motors 4 basierend auf verschiedenen
Arten von Sensorsignalen (Parametern, die den Betriebszustand des Motors
4 oder des Fahrzeugs darstellen), und dann, wenn bestimmt wird, dass der
Motor 4 in einem Regenerationsbetriebszustand ist, ändert er die Bestimmungsbedingung
oder das Kriterium (die Bestimmungsschwelle) des Anormalitätsbestimmungsabschnitts
53 von der Bestimmungsbedingung oder dem Kriterium für das Laufen
für ein Antreiben des Motors 4 auf eine solche Weise, dass die Bestimmungsschwelle
derart eingestellt wird, dass sie größer als ein Wert zur Zeit eines Laufens
für ein Antreiben des Motors 4 ist. In diesem Fall bestimmt der Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitt
59 dann, wenn die Polarität des erfassten Stroms IMS (des Motorstrom-Erfassungswerts)
unterschiedlich von der Polarität des Sollstroms IMT (des Motorstrom-Befehlswerts)
ist, dass der Motor 4 beim Regenerationsbetrieb ist.
Der Motorantriebsteil 6 besteht aus Gattertreiberschaltungen
61a bis 61d, Leistungs-MOSFETs 62a bis 62d und
einem Widerstand 63. Die Leistungs-MOSFETs 62a bis 62d
bilden zusammen eine H-Brückenschaltung und eine Diode ist antiparallel zu
jedem Leistungs-MOSFET geschaltet, so dass die Leistungs-MOSFETs 62a bis
62d jeweils durch die einzelnen Gattertreiberschaltungen 61a bis
61d angetrieben werden. Der Widerstand 63 hat einen sehr kleinen
Widerstandswert und ist in einem Stromzuführpfad zum Motor 4 eingefügt,
während seine gegenüberliegenden Enden mit dem Motorstrom-Erfassungsteil
7 verbunden sind. Der Motorstrom-Erfassungsteil 7 erfasst den
Antrieb des Motorstroms 4 (den Motorstrom, der vom Motorantriebsteil
6 zum Motor 4 zugeführt wird), basierend auf einer Spannung
über den gegenüberliegenden Enden des Widerstands 63 und gibt
ihn als den erfassten Strom IMS zur Mikrosteuerung 5 ein.
Beim obigen Aufbau steuert die Mikrosteuerung 5 den Motorstrom,
der zum Motor 4 zugeführt wird, auf eine Rückkoppelweise, um
zu veranlassen, dass der erfasste Strom IMS (der Motorstrom-Erfassungswert) mit
dem Sollstrom IMT (dem Motorstrom-Befehlswert) übereinstimmt.
Hier ist zu beachten, dass die CPU 50 in der Mikrosteuerung
5 verschiedene Erfassungsabschnitte enthält, die mit den verschiedenen
Arten von Sensoren zusammenarbeiten, die einen Fahrzeuggeschwindigkeitssensor (nicht
gezeigt), den Lenkmomentsensor 2 und den Betriebssensor 9 enthalten,
und die erfassten Werte der verschiedenen Erfassungsabschnitte werden auf die Bestimmungsbedingung
oder das Kriterium des Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitts 59 bezogen,
wie es später beschrieben werden wird.
Beispielsweise arbeitet der Drehmomenterfassungsabschnitt in der CPU
50 mit dem Lenkmomentsensor 2 zum Erfassen des Lenkmoments Ts,
das auf das Lenksystem ausgeübt wird, zusammen. Zusätzlich berechnet der
Sollstrom-Berechnungsabschnitt 51 nur den Sollstrom IMT für das Laufen
für ein Antreiben des Motors 4 und dann, wenn der erfasste Strom IMS
in der Richtung eines Laufens für ein Antreiben während des Laufbetriebs
für ein Antreiben einen Wert anzeigt, der um eine erste Bestimmungsschwelle
TH1 oder mehr größer als der Sollstrom IMT ist, oder dann, wenn der erfasste
Strom IMS in der Richtung einer Regeneration während des Regenerationsbetriebs
einen Wert anzeigt, der um eine zweite Bestimmungsschwelle TH2 (> TH1) oder mehr
größer als der Sollstrom IMT ist, erzeugt der Anormalitätsbestimmungsabschnitt
53 ein Anormalitätsbestimmungssignal.
Ebenso enthält die CPU 50 in der Mikrosteuerung
5 weiterhin einen Rotationserfassungsabschnitt, der mit dem Rotationssensor
9 zusammenarbeitet, um die Drehzahl &ohgr; [rad/sek] des Motors
4 zu erfassen, und einen Spannungserfassungsabschnitt, der die Energieversorgungsspannung
der Energieversorgung (Batterie 3) erfasst, die elektrische Energie zum
Motor 4 zuführt, wobei die CPU 50 die erste und die zweite
Bestimmungsschwelle TH1, TH2 gemäß der Drehzahl &ohgr; und der Energieversorgungsspannung
(Batteriespannung) des Motors 4 variabel einstellt.
Weiterhin enthält die CPU 50 in der Mikrosteuerung
5 einen Anormalitätsbestimmungs-Stoppabschnitt (nicht gezeigt), der
dazu dient, die Anormalitätsbestimmungsverarbeitung des Anormalitätsbestimmungsabschnitts
53 zu verhindern, wenn die Drehzahl &ohgr; des Motors
4 einen vorbestimmten Wert oder mehr anzeigt.
Nun wird auf einen spezifischen Betrieb der Motorsteuervorrichtung,
wie sie in 1 dargestellt ist, gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung Bezug genommen werden, während
auf ein Ablaufdiagramm in 2 und erklärende Ansichten
in den 3 bis 6 Bezug genommen
wird.
2 zeigt eine Verarbeitungsroutine der Mikrosteuerung
5, wobei Schritte S1 bis S4 die Verarbeitung zum Steuern des Ausgangsmoments
des Motors 4 darstellen und Schritte S5 bis S9 die Anormalitätsbestimmungsverarbeitung
für den Motor 4 darstellen.
Zusätzlich ist ein Schritt S10 in 2
eine Wartemanagementverarbeitung, die in einen Rücksprungpfad zum Schritt S1
nach der Ausführung der Anormalitätsbestimmungsverarbeitung eingefügt
ist. Gemäß dem Schritt S10 wird ein Rücksprung zum Schritt S1 durchgeführt,
nachdem eine vorbestimmte Zeit ab der Ausführung der Schritte S1 bis S9 abgewartet
ist, so dass die Verarbeitungsroutine der 2 in einer
vorbestimmten Periode oder einem Intervall wiederholt ausgeführt wird.
3 stellt Abbildungsdaten für eine Berechnung dar,
die im Sollstrom-Berechnungsabschnitt 51 gespeichert sind, wobei die Kennlinie
des Sollstroms IMT (der Koordinatenachse) in der rechten und der linken Richtung
gezeigt ist, über den in Bezug auf das Lenkmoment Ts in der rechten und der
linken Richtung eindeutig entschieden ist.
4 zeigt ein einfaches Modell des Motors 4
in einem Ersatzschaltbild. In 4 ist das Ersatzschaltbild
des Motors 4 durch eine eingeprägte Spannung Va [V] zum Motor
4, eine Ankerinduktanz La [H] des Motors 4, seinen Ankerwiderstand
Ra [&OHgr;], seinen Ankerstrom Ia [A] und seine elektromotorische Gegenkraft ve
[V) dargestellt ist.
5 zeigt den Bereich eines Laufens für ein Antreiben
und eines Regenerationsbetriebs des Motors 4 in Verbindung mit dem Ausgangsmoment
To in der rechten und der linken Richtung (der Abszissenachse) und der Drehzahl
&ohgr; in der rechten und der linken Richtung (der Ordinatenachse). In
5 entsprechen ein erster Quadrant und ein dritter Quadrant
dem Regenerationsbetrieb und entsprechen ein zweiter Quadrant und ein vierter Quadrant
dem Laufen für ein Antreiben.
In 2 liest der Drehmomenterfassungsabschnitt
in der CPU 50 zuallererst ein Erfassungssignal (Lenkmoment Ts) vom Lenkmomentsensor
2 über den A/D-Wandler 54 ein und stellt der Sollstrom-Berechnungsabschnitt
51 den Sollstrom IMT beispielsweise durch ein Durchführen einer Abbildungsberechnung
(d.h. einer Berechnung unter Verwendung einer Abbildung) gemäß der Kennlinie
der 3 ein (Schritt S1). Zusätzlich liest die CPU
50 den erfassten Strom IMS vom Motorstrom-Erfassungsteil 7 über
den A/D-Wandler 54 ein (Schritt S2).
Darauf folgend berechnet der Subtraktionsabschnitt 58 die
Stromabweichung &Dgr;I zwischen dem Sollstrom IMT und dem erfassten Strom IMS
(Schritt S3) und führt der Antriebssteuerabschnitt 52 eine Berechnungsverarbeitung
unter Verwendung eines Rückkoppelalgorithmus, wie beispielsweise einer PI-Regelung,
etc., auf der Basis der Stromabweichung &Dgr;I aus und entscheidet über eine
eingeprägte Spannung Va zum Motor 4 (Schritt S4). Hierin nachfolgend
wird der Motor 4 zum Arbeiten durch die PWM-Schaltungen 56a,
56b und den Motorantriebsteil 6 auf der Basis der eingeprägten
Spannung Va, die so durch die CPU 50 berechnet ist, angetrieben.
Dann arbeitet die CPU 50 mit dem Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitt
59 und dem Anormalitätsbestimmungsabschnitt 53 zusammen,
um auf der Basis des Sollstroms IMT und des erfassten Stroms IMS eine Anormalitätsbestimmungsverarbeitung
für die Motorsteuervorrichtung 1 oder den Motor 4 auszuführen
(Schritte S5 bis S9).
Hier wird detaillierter Bezug auf das Verhalten jedes Stücks
erfasster Information zur Zeit eines Laufens für ein Antreiben und eines Regenerationsbetriebs
in Bezug auf eine Verarbeitung in den Schritten S5 bis S9 unter Verwendung der
4 und der 5 genommen.
Beim einfachen Modell der 4 wird die
elektromotorische Gegenkraft ve proportional zur Drehzahl &ohgr; des Motors
4 und in einer Richtung zum Erniedrigen der Drehzahl &ohgr; erzeugt. Ebenso
wird das Ausgangsmoment To des Motors 4 proportional zum Ankerstrom Ia
und in derselben Richtung wie dieser erzeugt.
Hier wird die eingeprägte Spannung Va [V] zum Motor
4 durch Verwenden der Ankerinduktanz La [H], des Ankerwiderstands Ra [&OHgr;],
des Ankerstroms Ia [A], der elektromotorischen Gegenkraft ve [V] und der Drehzahl
&ohgr; [rad/sek] dargestellt, wie es durch den folgenden Ausdruck (1) gezeigt ist.
⎡⎤: Va = la·Ra + La·dla/dt – ve = la·Ra + La·dla/dt
– Ke·&ohgr;(1)
wobei Ke eine Konstante der elektromotorischen Gegenkraft des Motors [Vs/rad] ist.
Da das Laufen für ein Antreiben und der Regenerationsbetrieb
des Motors 4 definiert sind, wie es in 5
gezeigt ist, wird aus dem obigen Ausdruck (1) und der 5
herausgefunden, dass die elektromotorische Gegenkraft ve des Motors 4 während
eines Laufens für sein Antreiben in einer Richtung zum Erniedrigen des Ankerstroms
Ia erzeugt wird, d.h. in einer Richtung entgegengesetzt zu derjenigen der eingeprägten
Spannung Va.
Andererseits wird herausgefunden, dass die elektromotorische Gegenkraft
ve des Motors 4 während seines Regenerationsbetriebs in einer Richtung
zum Erhöhen des Ankerstroms Ia erzeugt wird, d.h. in derselben Richtung wie
derjenigen der eingeprägten Spannung Va.
Aus dem Obigen wird herausgefunden, dass selbst dann, wenn der Ankerstrom
Ia auf eine Rückkoppelweise gesteuert wird, wie beim ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, der Ankerstrom Ia während des Regenerationsbetriebs
aufgrund des Einflusses der elektromotorischen Gegenkraft ve im Vergleich mit derjenigen
während des Laufens für ein Antreiben eine Überschusstendenz hat.
Zusätzlich wird weiterhin herausgefunden, dass die oben angegebene
Rückkopplung arbeitet, um den Ankerstrom Ia während des Regenerationsbetriebs
zu stabilisieren, wodurch dann, wenn die Motordrehzahl &ohgr; einen vorbestimmten
Wert (d.h. die elektromotorische Gegenkraft ve die Energieversorgungsspannung übersteigt)
oder darüber anzeigt, selbst wenn die eingeprägte Spannung Va zum Motor
4 in einer Richtung entgegengesetzt zu der elektromotorischen Gegenkraft
oder -spannung ve eingeprägt wird, die eingeprägte Spannung Va die Energieversorgungsspannung
erreicht und somit gesättigt wird, so dass die elektromotorische Gegenkraft
ve die eingeprägte Spannung Va übersteigt, um dadurch zu veranlassen,
dass der Ankerstrom Ia in Richtung zur Energieversorgungsseite zurückfließt.
Darüber hinaus erzeugt der Sollstrom-Berechnungsabschnitt
51 nur den Sollstrom IMT in der Form eines Drehmomentbefehls, wie es in
3 gezeigt ist, erzeugt aber nicht einen Sollstrom für
den Regenerationsbetrieb.
Jedoch könnte aufgrund von externen Drehmomentstörungen
von der Last des Motors 4 (z.B. werden die Vorderräder des Fahrzeugs
aufgrund einer Reaktionskraft von der Straßenoberfläche zu einer neutralen
Lenkposition zurückgebracht, etc.) veranlasst werden, dass die Drehrichtung
des Motors 4 in einer Richtung ist, die entgegengesetzt zu derjenigen des
Ausgangsmoments To des Motors 4 ist. In diesem Fall wird das Ausgangssignal
des Antriebssteuerabschnitts 52 (die eingeprägte Spannung Va zum Motor
4) begrenzt und durch die Spannung der Batterie 3 gesättigt
wie es zuvor angegeben ist, und werden der Sollstrom IMT und der erfasste Strom
IMS bezüglich der Polarität entgegengesetzt zueinander.
Demgemäß stellen angesichts des oben angegebenen Betriebs
zur Zeit eines Regenerationsbetriebs dann, wenn in den Schritten S5 bis S8 bestimmt
wird, dass der Motor 4 im Zustand eines Regenerationsbetriebs ist, der
Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitt 59 und der Anormalitätsbestimmungsabschnitt
53 in der CPU 50 den Wert der Bestimmungsschwelle auf einen Wert
(eine zweite Bestimmungsschwelle TH2) ein, der größer als derjenige zur
Zeit eines Laufens für ein Antreiben des Motors 4 (die erste Bestimmungsschwelle
TH1) ist.
Hier werden die Anormalitätsbestimmungsbedingung für den
Regenerationsbetrieb und diejenige für den Laufbetrieb für ein Antrieben
voneinander umgeschaltet und gleichzeitig wird auch die Anormalitätsbestimmungsschwelle
zwischen der ersten Bestimmungsschwelle TH1 und der zweiten Bestimmungsschwelle
TH2 umgeschaltet. Spezifisch ändert die Mikrosteuerung 5 dann, wenn
bestimmt wird, dass der Motor 4 beim Regenerationsbetrieb ist, die Bestimmungsbedingung
des Anormalitätsbestimmungsabschnitts 53 von einer ersten Bestimmungsbedingung,
die eine Bestimmungsbedingung zur Zeit des Laufens für ein Antreiben des Motors
4 ist, zu einer zweiten Bestimmungsbedingung, die eine Bestimmungsbedingung
zur Zeit des Regenerationsbetriebs des Motors 4 ist. Zusätzlich erzeugt
der Anormalitätsbestimmungsabschnitt 53, wie es später beschrieben
werden wird, zur Zeit des Laufbetriebs für ein Antreiben des Motors
4 ein Anormalitätsbestimmungssignal, wenn die Stromabweichung die
erste Bestimmungsschwelle TH1 oder darüber anzeigt, wohingegen zur Zeit des
Regenerationsbetriebs des Motors 4 der Anormalitätsbestimmungsabschnitt
53 ein Anormalitätsbestimmungssignal erzeugt, wenn der Motorstrom-Erfassungswert
die zweite Bestimmungsschwelle TH2 (> TH1) oder darüber anzeigt.
Zuallererst vergleicht der Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitt
59 die Polaritäten des Sollstroms IMT und des erfassten Stroms IMS
miteinander und bestimmt, ob die Polaritäten von beiden Strömen dieselben
sind (Schritt S5). Wenn bestimmt wird, dass die Polaritäten dieselben sind
(d.h. JA), wird angenommen, dass der Motor 4 im Laufbetrieb für ein
Antreiben ist, und der Steuerablauf geht weiter zu einer Anormalitätsbestimmungsverarbeitung
(Schritt S6).
Im Schritt S6 vergleicht der Anormalitätsbestimmungsabschnitt
53 den erfassten Strom IMS und den Sollstrom IMT miteinander und bestimmt,
ob der Absolutwert der Stromabweichung &Dgr;I (= |IMS – IMT|) größer
als die erste Bestimmungsschwelle TH1 oder gleich dieser ist.
In diesem Fall haben der erfasste Strom IMS und der Sollstrom IMT
dieselbe Polarität, so dass das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer
Anormalität dadurch bestimmt werden kann, ob der folgende Ausdruck (2) erfüllt
ist.
|IMS| – |IMT| ≧ TH1(2)
Wenn im Schritt S6|IMS| – |IMT| < TH1 bestimmt wird (d.h.
NEIN), ist der Motor 4 im normalen Zustand und geht somit der Steuerablauf
zum Schritt S10 weiter, wo die Verarbeitungsroutine der 2
angeregt wird, nachdem eine vorbestimmte Zeit verstrichen ist, und ein Rücksprung
zum Schritt S1 ausgeführt wird.
Wenn im Schritt S6 andererseits |IMS| – |IMT| ≧ TH1
bestimmt wird (d.h. JA), fließt der erfasste Strom IMS trotz des Laufbetriebs
für ein Antreiben um die erste Bestimmungsschwelle TH1 oder darüber über
den Sollstrom IMT hinaus, so dass angenommen wird, dass der Motor im Zustand eines
Auftretens einer Anormalität ist (dem Zustand einer Verdrahtungsanormalität,
wie beispielsweise eines Erdungsfehlers, etc.), und ein temporäres Anormalitätsbestimmungssignal
erzeugt wird.
Darauf folgend wird zu dem Zeitpunkt, zu welchem eine vorbestimmte
Zeit T1 [Sekunden] verstrichen ist, während der Auftrittszustand einer Anormalität
des Motors 4 beibehalten (fortgeführt) ist, angenommen, dass der Motor
4 im Zustand einer schließlichen Anormalitätsbestimmung ist,
und wird eine Fehlerverarbeitung ausgeführt (Schritt S7).
Zu dieser Zeit wird dann, wenn das temporäre Anormalitätsbestimmungssignal
für die vorbestimmte Zeit T1 [Sekunden] oder länger andauert, die Ausgabe
der Antriebssignale vom Antriebssteuerabschnitt 52 unterbrochen. Hier ist
zu beachten, dass kein schließliches Anormalitätsbestimmungssignal erzeugt
wird, bis die vorbestimmte Zeit T1 verstrichen ist, und somit der Steuerablauf zum
Schritt S10 weitergeht und dann ein Rücksprung zum Schritt S1 ausgeführt
wird, so dass die oben angegebene Verarbeitung in einer vorbestimmten Periode oder
einem vorbestimmten Intervall wiederholt ausgeführt wird.
Somit kann angenommen werden, dass das schließliche Anormalitätsbestimmungssignal,
das erzeugt wird, nachdem die vorbestimmte Zeit T1 im Schritt S7 verstrichen ist
(nachdem das Anormalitätsbestimmungssignal für die vorbestimmte Zeit T1
angedauert hat), nicht dasjenige ist, das temporär den obigen Ausdruck (2)
unter dem Einfluss von Rauschen oder ähnlichem erfüllt hat, sondern einen
Zustand eines Auftretens einer Anormalität auf zuverlässige Weise anzeigt.
Im Schritt S7 erzeugt der Anormalitätsbestimmungsabschnitt
53 das schließliche Anormalitätsbestimmungssignal, um dadurch
beispielsweise eine Antriebsausgabe vom Antriebssteuerabschnitt 52 zum
Motorantriebsteil 6 zu unterbrechen, wie es oben angegeben ist, wodurch
die Leistungs-MOSFETs 62a bis 62d, etc. im Motorantriebsteil
6 vor einem exzessiv großen Erdungsfehlerstrom geschützt werden
können. Hierin nachfolgend geht der Steuerablauf weiter zum Schritt S10 und
dann wird ein Rücksprung zum Schritt S1 durchgeführt, nachdem die vorbestimmte
Zeit verstrichen ist.
Wenn andererseits im Schritt S5 bestimmt wird, dass der Sollstrom
IMT und der erfasste Strom IMS bezüglich einer Polarität unterschiedlich
voneinander sind (d.h. NEIN), nimmt der Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitt
59 an, dass der Motor 4 beim Regenerationsbetrieb ist und bestimmt
das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein eines Fehlers durch Umschalten der Bestimmungsbedingung
des Anormalitätsbestimmungsabschnitts 53 von der Anormalitätsbestimmungsbedingung
für den Laufbetrieb für ein Antreiben (Schritt S6) zur Anormalitätsbestimmungsbedingung
für den Regenerationsbetrieb (Schritt S8).
In diesem Fall neigt deshalb, weil der Motor 4 im Zustand
eines Regenerationsbetriebs ist, der Ankerstrom Ia zum Überschießen, wie
es zuvor angegeben ist, oder es gibt eine Möglichkeit, dass das Ausgangssignal
des Antriebssteuerabschnitts 52 (die eingeprägte Spannung Va zum Motor
4) gesättigt wird, um die Rückkopplung des Ankerstroms Ia zu
stören bzw. zu unterbrechen, so dass die Stromabweichung (= |IMS| –
|IMT|) zwischen dem Sollstrom IMT und dem erfassten Strom IMS die erste Bestimmungsschwelle
TH1 selbst dann übersteigen kann, wenn keine Anormalität, wie beispielsweise
ein Erdungsfehler, etc., auftritt.
Demgemäß führt der Anormalitätsbestimmungsabschnitt
53 die Anormalitätsbestimmungsverarbeitung (Schritt S6) nicht unter
Verwendung des obigen Ausdrucks (2) aus, sondern führt statt dessen im Schritt
S8 eine Anormalitätsbestimmungsverarbeitung diesbezüglich aus, ob der
Absolutwert (= |IMS|) des erfassten Stroms während des Regenerationsbetriebs
größer als die zweite Bestimmungsschwelle TH2 (> TH1) ist.
Zu dieser Zeit bestimmt der Anormalitätsbestimmungsabschnitt
53 das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer Anormalität in
Abhängigkeit davon, ob der folgende Ausdruck (3) erfüllt ist.
|IMS| > TH2(3)
Wenn im Schritt S8 bestimmt wird, dass der obige Ausdruck (3) erfüllt
ist (d.h. JA), wird angenommen, dass der Motor 4 selbst
angesichts seines Regenerationsbetriebs anormal ist, so dass ein temporäres
Anormalitätsbestimmungssignal erzeugt wird und der Steuerablauf zu einer schließlichen
Fehlerverarbeitung (Schritt S9) während des Regenerationsbetriebs weitergeht.
Spezifisch gibt im Schritt S9 bei einem Zeitpunkt, bei welchem das
temporäre Anormalitätsbestimmungssignal für eine vorbestimmte Zeit
T2 [Sekunden] oder länger andauert, der Anormalitätsbestimmungsabschnitt
53 ein schließliches Anormalitätsbestimmungssignal aus, um dadurch
die Antriebsausgabe vom Antriebssteuerabschnitt 52 zum Motorantriebsteil
6 zu unterbrechen. Zu dieser Zeit wird das schließliche Anormalitätsbestimmungssignal
nicht erzeugt, bis die vorbestimmte Zeit T2 verstrichen ist, und der Steuerablauf
geht weiter zum Schritt S10.
Hierin nachfolgend geht der Steuerablauf weiter zum Schritt S10 und
dann wird ein Rücksprung zum Schritt S1 durchgeführt, nachdem die vorbestimmte
Zeit verstrichen ist.
Somit ist es im Schritt S9 durch Ausgeben des schließlichen Anormalitätsbestimmungssignals
zu dem Zeitpunkt, zu welchem der temporäre Anormalitätsbestimmungszustand
für die vorbestimmte Zeit T2 angedauert hat, möglich, eine temporäre
unrichtige Bestimmung resultierend aus einem Rauschen, etc. zu verhindern, so dass
die Ausgabe des Motorantriebsteils 6 nur dann unterbrochen wird, wenn auf
eine zuverlässige Weise bestimmt wird, dass der Motor 4 anormal ist,
um es dadurch möglich zu machen, den MOSFET 62, etc. vor dem Erdungsfehlerstrom
zu schützen.
Zusätzlich ist, wie es oben angegeben ist, die Warteverarbeitung
im Schritt S10 in einem Rücksprungpfad zum Schritt S1 eingefügt, so dass
ein Management auf solche Weise durchgeführt werden kann, dass die oben angegebene
Verarbeitung (Schritte S1 bis S9) in der vorbestimmten Periode oder dem vorbestimmten
Intervall ausgeführt wird.
6 ist eine erklärende Ansicht, die einzelne eingestellte
Werte und erfasste Werte bei der oben angegebenen Verarbeitung (Schritte S5 bis
S9) zeigt, wobei die wechselseitige Beziehung des Sollstroms IMT, des erfassten
Stroms IMS und der ersten und der zweiten Bestimmungsschwelle TH1, TH2 gezeigt ist.
Wie es aus 6 deutlich werden wird, wird
herausgefunden, dass durch Einstellen der ersten und der zweiten Bestimmungsschwelle
TH1, TH2 auf eine Beziehung von "TH1 < TH2" eine Bestimmung durchgeführt
wird, dass der Motor anormal (in einem Fehlerzustand) ist, wenn eine Differenz zwischen
dem Sollstrom IMT und dem erfassten Strom IMS während des Regenerationsbetriebs
im Vergleich mit derjenigen während des Laufbetriebs für ein Antreiben
groß ist.
Wie es oben angegeben ist, wird gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung dann, wenn der Sollstrom IMT und der erfasste Strom IMS
bezüglich der Polarität unterschiedlich voneinander sind, bestimmt, dass
der Motor 4 in dem Regenerationsbetriebszustand ist, und wird auf eine
Bestimmung des Regenerationsbetriebszustands des Motors 4 hin die Bestimmungsbedingung
des Anormalitätsbestimmungsabschnitts 53 geändert. In diesem
Fall wird die Bestimmungsschwelle auf die zweite Bestimmungsschwelle TH2 eingestellt,
die größer als die erste Bestimmungsschwelle TH1 ist, so dass eine geeignete
Anormalitätsbestimmung gemäß dem Laufbetrieb für ein Antreiben
und dem Regenerationsbetrieb des Motors 4 durchgeführt werden kann.
Zusätzlich berechnet der Sollstrom-Berechnungsabschnitt
51 nur den Sollstrom IMT für das Laufen für ein Antreiben des
Motors 4 und erzeugt der Anormalitätsbestimmungsabschnitt
53 ein Anormalitätsbestimmungssignal zum Unterbrechen der Ausgabe
des Antriebssteuerabschnitts 52, wenn der erfasste Strom IMS (der Motorstrom-Erfassungswert)
in der Richtung eines Laufens für ein Antreiben einen Wert anzeigt, der um
die erste Bestimmungsschwelle TH1 oder größer als der Sollstrom IMT ist,
oder wenn der erfasste Strom IMS in der Richtung einer Regeneration einen Wert anzeigt,
der um die zweite Bestimmungsschwelle TH2 (> TH1) oder mehr größer
als der Sollstrom IMT ist. Als Ergebnis ist es möglich, eine zuverlässige
Anormalitätsbestimmung zu erreichen.
Hier ist zu beachten, dass sich der erfasste Strom IMS, der in der
Gegenrichtung zum Sollstrom IMT während des Regenerationsbetriebs fließt,
gemäß der Spannung der Batterie 3 und der Drehzahl &ohgr; des
Motors 4 ändert, so dass die Anormalitätsbestimmungsschwelle
TH2 gemäß der Spannung der Batterie 3 und der Drehzahl &ohgr;
des Motors 4 variiert werden kann.
Beispielsweise kann dann, wenn die Energieversorgungsspannung hoch
ist, eine äußere zuverlässige Anormalitätsbestimmung durch Ändern
jeder der Bestimmungsschwellen TH1, TH2 zu einer erhöhten Seite erreicht werden.
Zusätzlich wird dann, wenn die Drehzahl &ohgr; des Motors
4 während des Regenerationsbetriebs auf einen vorbestimmten Wert oder
darüber ansteigt, um dadurch zu veranlassen, dass ein großer Regenerationsstrom
fließt, die zweite Bestimmungsschwelle TH2 für eine Anormalitätsbestimmung
zu einer erhöhten Seite gemäß dem Ansteigen der
Drehzahl &ohgr; geändert, wodurch eine äußerst zuverlässige
Anormalitätsbestimmung erreicht werden kann, während eine unrichtige Bestimmung
selbst zur Zeit des Erhöhens einer Drehung des Motors 4 während
seines Regenerationsbetriebs verhindert wird.
Wenn andererseits die Anormalitätsbestimmungsschwelle TH2 nicht
gemäß der Drehzahl &ohgr; des Motors 4 geändert wird, kann
die Anormalitätsbestimmungsverarbeitung verhindert werden, wie es folgt.
Das bedeutet, dass dann, wenn die Drehzahl &ohgr; des Motors
4 während des Regenerationsbetriebs des Motors 4 den vorbestimmten
Wert oder höher anzeigt, um die Rückkopplungsausgabe des Antriebssteuerabschnitts
52 zu sättigen (die eingeprägte Spannung Va zum Motor
4), arbeitet die Stromrückkopplung nicht, wodurch es schwierig gemacht
wird, eine genaue Anormalitätsbestimmung durchzuführen. Demgemäß
kann die Ausführung einer Anormalitätsbestimmungsverarbeitung (Schritte
S1 bis S9) durch den Anormalitätsbestimmungsabschnitt 53 verhindert
bzw. abgehalten werden. Als Ergebnis kann eine äußerst zuverlässige
Anormalitätsbestimmung durch Verhindern einer unrichtigen Bestimmung während
des Ansteigens der Drehung des Motors 4 erreicht werden.
Ausführungsbeispiel 2.
Beim oben angegebenen ersten Ausführungsbeispiel werden das Laufen
für ein Antreiben und der Regenerationsbetrieb des Motors 4 durch
einen Polaritätsvergleich zwischen dem Sollstrom IMT und dem erfassten Strom
IMS bestimmt (siehe Schritt S5 in 2), aber in einem
Fall, in welchem die CPU 50 mit einem Rotationserfassungsabschnitt zum
Erfassen der Drehzahl &ohgr; des Motors 4 versehen ist, können das
Laufen für ein Antreiben und der Regenerationsbetrieb des Motors
4basierend auf den Polaritäten des erfassten Stroms IMS und der Drehzahl
&ohgr; des Motors 4 durch Verwenden einer Definition, wie sie in
5 dargestellt ist, bestimmt werden.
In diesem Fall hat die CPU 50 in der Mikrosteuerung
5 einen Motordrehrichtungs-Erfassungsabschnitt, der mit dem Rotationssensor
9 zusammenarbeitet, um die Drehrichtung des Motors 4 zu erfassen,
und bestimmt der Regenerations-Bestimmungsabschnitt 5, dass der Motor
4 beim Regenerationsbetrieb ist, wenn die Drehrichtung des Motors
4 unterschiedlich von der Richtung des erfassten Stroms IMS (des Motorstrom-Erfassungswerts)
ist.
Der Motordrehrichtungs-Erfassungsabschnitt in der CPU 50
kann die Drehrichtung des Motors 4 basierend auf der elektromotorischen
Gegenkraft ve erfassen, die durch den Motor 4 erzeugt wird (siehe
4).
Somit ist es durch Bestimmen des Regenerationsbetriebs mit der Verwendung
der Definition (5) basierend auf dem erfassten Strom
IMS und der Drehzahl &ohgr; des Motors 4 möglich, die Änderung
des Betriebszustands des Motors 4 zu einer frühen Zeit zu bestimmen,
bevor der erfasste Strom IMS überschießt, so dass beispielsweise eine
Anormalitätsbestimmungszeit im Schritt S7 in 2
auf kürzer eingestellt werden kann.
Zusätzlich kann der Regenerationsbetrieb durch Verwenden des
Sollstroms IMT anstelle des erfassten Stroms IMS und durch ein Durchführen
eines Vergleichs zwischen der Polarität des Sollstroms IMT und der Polarität
der Drehzahl &ohgr; bestimmt werden.
Dies ist deshalb so, weil eine Folgezeit, bis der erfasste Strom IMS
stabilisiert ist, um dem Sollstrom IMT zu folgen, nachdem die Richtung des Sollstroms
IMT geändert worden ist, bis zu einem zufrieden stellenden Ausmaß im Vergleich
mit einer Zeit kurz ist, bis zu welcher die Drehrichtung des Motors 4 tatsächlich
geändert wird, und kann somit ignoriert werden.
Anders ausgedrückt ist selbst in einem Zustand, in welchem die
Richtung des Sollstroms IMT zu dem Regenerationsbetrieb geändert worden ist
und die Rückkopplung des Antriebssteuerabschnitts 52 dazu neigt, überzuschießen,
eine relativ lange Zeit erforderlich, bis die Drehrichtung des Motors
4 tatsächlich geändert worden ist, und zwar aufgrund des Einflusses
des Trägheitsmoments des Ankers des Motors 4, so dass im Vergleich
damit die Stabilisierungsperiode für die Rückkopplung des erfassten Stroms
IMS ausreichend kurz ist und ignoriert werden kann.
Somit ist es in einem Fall, in welchem der Regenerationsbetrieb durch
ein Durchführen eines Vergleichs zwischen der Polarität des Sollstroms
IMT und der Polarität der Drehzahl &ohgr; miteinander bestimmt wird, möglich,
den Einfluss des im erfassten Strom IMS enthaltenen Rauschens zu reduzieren.
Ausführungsbeispiel 3.
In einem Fall, in welchem die Motorsteuervorrichtung auf das Lenksystem
angewendet wird, wie beim oben angegebenen ersten Ausführungsbeispiel, ist
die Beziehung zwischen dem Sollstrom IMT und dem Lenkmoment Ts allgemein durch eine
monoton anwachsende Funktion dargestellt, wie es in 3
gezeigt ist, so dass dann, wenn das durch den Lenkmomentsensor 2 erfasste
Lenkmoment Ts und der erfasste Strom IMS des Stromerfassungsabschnitts
7 entgegengesetzte Polaritäten in Bezug zueinander anzeigen, der Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitt
59 bestimmen kann, dass der Motor 4 beim Regenerationsbetrieb
ist.
Als Ergebnis werden Betriebseffekte gleich dem oben Angegebenen erreicht.
In diesem Fall ist der Motor 4 mit dem Lenksystem des Fahrzeugs
verbunden und ist die CPU 50 mit einem Drehmomenterfassungsabschnitt versehen,
der das auf das Lenksystem eingeprägte Lenkmoment Ts erfasst, und mit einem
Motordrehrichtungs-Erfassungsabschnitt, der die Drehrichtung des Motors
4 erfasst.
Zusätzlich berechnet der Sollstrom-Berechnungsabschnitt
51 den Sollstrom IMT gemäß dem Lenkmoment Ts und bestimmt der
Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitt 59, dass der Motor
4 beim Regenerationsbetrieb ist, wenn die Richtung des Lenkmoments Ts unterschiedlich
von der Drehrichtung des Motors 4 ist.
Weiterhin können in einem Fall, in welchem ein Dreherfassungsabschnitt
vorgesehen ist, der die Drehzahl &ohgr; des Motors 4 erfasst, wie beim
oben angegebenen zweiten Ausführungsbeispiel, das Laufen für ein Antreiben
und der Regenerationsbetrieb basierend auf der Polarität des Lenkmoments Ts
vom Lenkmomentsensor 2 und der Polarität der Drehzahl &ohgr; des
Motors 4 bestimmt werden.
Ausführungsbeispiel 4.
Zusätzlich wird dann, wenn der Sollstrom-Berechnungsabschnitt
51 nur den Sollstrom IMT (Drehmomentbefehl) während des Laufbetriebs
für ein Antreiben erzeugt, wie beim oben angegebenen ersten Ausführungsbeispiel,
der Regenerationsbetrieb dann erreicht, wenn die eingeprägte Spannung Va in
der Form eines Betätigungsausmaßes für eine Rückkopplung auf
die Energieversorgungsspannung erhöht wird (d.h. gesättigt wird), so dass
dann, wenn angenommen wird, dass die eingeprägte Spannung Va im Wesentlichen
derselbe Wert wie die Energieversorgungsspannung wird und gesättigt wird, eine
Bestimmung durchgeführt werden kann, dass der Motor 4 beim Regenerationsbetrieb
ist.
In diesem Fall berechnet der Sollstrom-Berechnungsabschnitt
51 nur den Sollstrom IMT für das Laufen für ein Antreiben des
Motors 4, und dann, wenn das Ausmaß einer Betätigung für
die Rückkopplung des erfassten Stroms IMS (Motorstroms) gesättigt worden
ist, bestimmt der Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitt 59, dass der
Motor 4 beim Regenerationsbetrieb ist.
Zusätzlich ist die CPU 50 in der Mikrosteuerung
5 weiterhin mit einem Energieversorgungsstrom-Erfassungsabschnitt (nicht
gezeigt) zum Erfassen eines Stroms versehen, der in die Energieversorgung (die Batterie
3) fließt, die elektrische Energie zum Motorantriebsteil
6 zuführt, und dann, wenn der Zustand eines Stroms, der vom Motorantriebsteil
6 in die Energieversorgung fließt, erfasst wird, kann der Regenerationsbetriebs-Bestimmungsabschnitt
59 bestimmen, dass der Motor 4 beim Regenerationsbetrieb ist.
Als Ergebnis kann während des Regenerationsbetriebs des Motors 4 ein
geeigneter Schutz zur Verfügung gestellt werden, während eine unrichtige
Bestimmung verhindert wird, wie es oben angegeben ist.
Obwohl eine Vielfalt von Arten von wohlbekannten Abschnitten als der
Energieversorgungsstrom-Erfassungsabschnitt in Betracht gezogen sind, kann beispielsweise
ein zusätzlicher Widerstand (nicht gezeigt) verwendet werden, der zwischen
der Batterie 3 und dem Motorantriebsteil 6 eingefügt ist,
wenn es einen Spielraum bezüglich des Volumens der Motorsteuervorrichtung
1 gibt. In diesem Fall kann dann, wenn der Zustand eines Rückflusses
von Strom vom Motor zur Batterie 3 durch die Aktion des zusätzlichen
Widerstands erfasst wird, eine Bestimmung durchgeführt werden, dass der Motor
4 beim Regenerationsbetrieb ist.
Darüber hinaus kann in einem Fall, in welchem die eingeprägte
Spannung Va auf einen vorbestimmten Grenzwert oder darunter begrenzt ist, um den
Motorantriebsteil 6 oder ähnliches zu schützen, bevor die eingeprägte
Spannung va die Energieversorgungsspannung erreicht, der Regenerationsbetrieb des
Motors 4 durch Vergleichen der eingeprägten Spannung va mit einem
vorbestimmten Grenzwert bestimmt werden.
Weiterhin wird bei den oben angegebenen ersten bis vierten Ausführungsbeispielen
eine Verarbeitung zum Bestimmen, ob eine vorbestimmte Zeit verstrichen ist (Schritt
S7 in 2) zur Verfügung gestellt, um eine unrichtige
Bestimmung basierend auf einem temporären Anormalitätsbestimmungssignal
zu verhindern, aber dann, wenn der Einfluss von Rauschen, etc., ignoriert werden
kann, kann die Bestimmung einer Anormalität auf einmal ohne Warten auf das
Verstreichen der vorbestimmten Zeit durchgeführt werden.
Während die Erfindung in Bezug auf bevorzugte Ausführungsbeispiele
beschrieben worden ist, werden Fachleute auf dem Gebiet erkennen, dass die Erfindung
mit Modifikationen innerhalb des Sinngehalts und Schutzumfangs der beigefügten
Ansprüche ausgeführt werden kann.