Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schutzschaltung für den
Schutz von in Serie oder parallel geschalteten Umrichtern in einem elektrischen
Netz für dessen Stabilisierung gegenüber einem Systemfehler und/oder einem
Kurzschlußfehler.
Für ein besseres Verständnis der Erfindung werden deren
technischer Hintergrund kurz zusammengefaßt. Die 14
zeigt ein schematisches Schaltbild einer Anordnung eines gebräuchlichen Umrichters,
der in Serie mit einem elektrischen Netz geschaltet ist, der beispielsweise in "Transactions
in The National Convention of Industrial Applications Section of The Institute of
Electric Engineers of Japan", (1993), Nr. 103, S. 444, offenbart ist. Unter Bezug
auf die Figur ist ein SVC vom Selbsterregertyp (selfexcitation type SVC, hiernach
als Umrichter bezeichnet) mit der Sekundärwicklung eines Reihentransformators
verbunden, der eine Primärwicklung aufweist, die mit einer Phasenstarkstromleitung
eines elektrischen Netzes 1 verbunden ist. Der Umrichter 3 ist
in Form einer Dreiphasenbrückenschaltung realisiert, die aus GTO-Schaltelementen
wie Thyristoren (im folgenden als GTO-Schaltelemente bezeichnet) gebildet sind,
an die jeweils Dioden D antiparallel angeschlossen sind, wobei eine Gleichspannungskapazität
6 zum Bereitstellen einer Gleichspannung zwischen den Gleichspannungseingangsleitungen
angeschlossen ist und Wechselspannungsausgangsleitungen mit der Sekundärwicklung
des Reihentransformators 2 verbunden sind.
Üblicherweise ist der Umrichter 3 parallel an das elektrische
Netz 1 zum Erzeugen einer Blindleistung und zum Verbrauchen einer derartigen
Blindleistung im Hinblick auf die Sicherung der Stabilisierung des elektrischen
Netzes verbunden. Zudem ist durch die Serienverbindung des Umrichters
3 mit dem elektrischen Netz eine Veränderung der Impedanz des elektrischen
Netzes 1 möglich. Demnach dient der Umrichter als sehr wirksame Vorrichtung
für die Stabilisierung des elektrischen Netzes.
Insbesondere dient der Umrichter zum fortlaufenden Erzeugen einer
Wechselspannung, die orthogonal zu einem Systemstrom durch das elektrische Netz
fließt. Demnach läßt sich die wirksam werdende Impedanz des elektrischen
Netzes verändern, indem die Amplitude der Wechselspannung verändert wird,
was funktionsmäßig gleichbedeutend zu einer fortlaufenden Steuerung einer
Kapazität ist, die in Serie mit dem elektrischen Netz 1 verbunden
ist, und was demnach zur Gewährleistung eines sehr hohen Wirkungsgrades bei
der Realisierung der Stabilisierung des elektrischen Netzes führt. Da ansonsten
der Umrichter 3 immer die Wechselspannung orthogonal zu dem Systemstrom
erzeugt, entfällt die Anforderung, eine geeignete Stromversorgungsquelle auf
der Gleichspannung des Umrichters 3 vorzusehen.
Bei dem bisher bekannten üblichen Umrichter mit der obigen Struktur
sind die in Serie mit dem elektrischen Netzwerk verbundenen Umrichter für die
Stabilisierung des elektrischen Netzes sehr wirksam. Jedoch kann aufgrund der Serienverbindung
der Umrichter mit dem elektrischen Netz eine unerwünschte Überspannung
in dem Netz bei Auftreten eines Fehlers in dem elektrischen Netz oder bei Auftreten
eines Fehlers in dem Stromrichtergerät oder bei Abschalten der Stromrichter
und demnach bei einer Unterbrechung des Systemstroms auftreten. Demnach treten große
Schwierigkeiten bei dem Schutz und der Steuerung des bisher bekannten Stromrichtergeräts
auf.
Die DE 33 08 411 C2
beschreibt eine Spannungsversorgung für einen Elektroabscheider; bei der bei
einem Abscheiderkurzschluß ein primärseitiger Thyristorsteller sperrbar
ist. Darüber hinaus ist parallel zur Primärwirkung des Hochspannungstransformators
ein mit Thyristoren aufgebauter Schnellschalter vorgesehen, der gleichzeitig zum
Abschalten des stromführenden Thyristors im Thyristorsteller auslösbar
ist, um die Spannungsversorgungsschaltung zu schützen.
Die DE 35 17 556 A1
beschreibt einen statischen Wechselrichter, bei dem eine Sicherung ausgelöst
werden kann; falls ein Laststrom einen bestimmten Wert übersteigt. Dazu ist
eine Anzapfstelle in der Sekundärwicklung eines Transformators sowie eine Steuerschaltung
vorgesehen, mit Hilfe derer im Falle eines überhöhten Laststromes der
Strom durch die Sicherung weiter erhöht werden kann, um diese auszulösen.
Die US 5 309 346 A
zeigt eine Schutzschaltung für einen Umrichter für ein elektrisches Netzsystem.
Wenn ein Überstrom im Netzsystem auftritt und dessen Amplitude einen Referenzwert
überschreitet wird ein Signal generiert und ein Kondensator durch die Umrichtersteuerung
in einem Normalmodus entladen. Sobald der Kondensator entladen ist, werden alle
GTO-Thyristoren des Umrichters angeschaltet, um dadurch den Umrichter zu schützen.
Erst wenn der fehlerhafte Zustand beendet ist, geht der Umrichter wieder in den
Normalmodus über.
Im Lichte des Stands der Technik, wie er oben beschrieben ist, besteht
die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Schaffung einer Schutzschaltung für
einen Umrichter, die in der Lage ist, die in Serie mit dem elektrischen Netz verbundenen
Umrichter bei Auftreten eines Fehlers in dem elektrischen Netz mit verbesserter
Reaktionsgeschwindigkeit zu schützen.
Diese Aufgabe der Erfindung wird durch den Gegenstand
der Ansprüche 1, 3 und 5 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Ein Stromrichterschutzgerät für ein elektrisches Netz enthält:
jeweils in Serie mit Phasenstarkstromleitungen eines elektrischen Netzsystems verbundene
Transformatoren, jeweils mit Sekundärwicklungen der Transformatoren verbundene
Umrichter, eine erste Stromdetektorvorrichtung zum Erfassen von Systemströmen,
die über die Phasenstarkstromleitung fließen, eine zweite Stromdetektorvorrichtung
zum Erfassen der Umrichterströme, die zu den Umrichtern jeweils ausgehend von
den Sekundärwicklungen fließen, eine Fehlerentscheidungsvorrichtung zum
Ausgeben eines Fehlersignals bei Feststellen des Auftretens eines Systemfehlers
auf der Grundlage des Systemstroms, eine Ausgangsspannungsbefehlsvorrichtung zum
Abgeben eines Ausgangsspannungs-Nullsetzbefehls bei Empfang des Fehlersignals, und
eine Steuersignal-Ausgabevorrichtung zum Zuführen eines Steuersignals zu den
Umrichtern um die Ausgänge der Umrichter auf Null zu setzen, in Abhängigkeit
von dem Ausgangsspannungs-Nullsetzbefehl, wenn in dem der Umrichterstrom, wie er
während des Auftretens des Systemfehlers erfaßt wird, unter einen zulässigen
Schaltstrom der Umrichter absinkt.
Mit der oben beschriebenen Struktur der Umrichterschutzschaltung wird
die Ausgangsspannung des Umrichters zum Ausgeben einer Wechselspannung orthogonal
zu dem Systemstrom so gesteuert, daß sie im wesentlichen Null wird, wenn das
Auftreten eines Fehlers in dem elektrischen Netz auf Grundlage des Systemstroms,
der durch die Starkstromleitung fließt, erfaßt wird, indem der Umrichterstrom
der Umrichter zu üblicherweise in dem Umrichter enthaltenen Schwungraddioden
derart umgeschaltet wird, daß der Umrichterstrom durch die Schwungraddioden
fließt, während er die Schaltelemente des Umrichters umgeht. Demnach kann
der Umrichter vor einer Zerstörung oder einer Beschädigung aufgrund eines
großen Stroms, der bei Auftreten des Systemfehlers erzeugt wird, geschützt
werden. Ferner kann der Strom die Schaltelemente zum Bilden des Umrichters umgehen,
ohne daß eine Anforderung für das zusätzliche Vorsehen eines Geräts
besteht, das speziell zu diesem Zweck entworfen ist. Weiterhin kann der Betrieb
des Umrichters unmittelbar nach Entfernung des Systemfehlers erneut gestartet werden.
Demnach kann eine Umrichterschutzschaltung geschaffen werden, die sich mit hoher
Zuverlässigkeit bei geringen Kosten realisieren läßt.
Die Umrichterschutzschaltung kann ferner enthalten: einen parallel
mit jeder Sekundärwicklung der Transformatoren verbundenen Schalter, und eine
Verzögerungsschaltung zum Abgeben eines Signals zum Schließen des Schalters
mit einer Zeitverzögerung bei Empfang des Fehlersignals von der Fehlerentscheidungsvorrichtung
fortlaufend über eine festgelegte Zeitspanne hinweg.
Bei der oben beschriebenen Umrichterschutzschaltung wird die Ausgangsspannung
des Umrichters so gesteuert, daß sie zu Null gesetzt wird, wenn der Systemfehler
fortlaufend über eine Zeitdauer vorliegt, die eine zulässige Stromleitzeit
der Schaltelemente zum Bilden des Umrichters übersteigt, während der parallel
zu der Sekundärwicklung des Transformators angeschlossene Leistungsschalter
geschlossen wird, damit hierdurch der Umrichterstrom durch den Leistungsschalter
unter Umgehung des Umrichters fließt. Aufgrund einer derartigen Anordnung kann
der Umrichter gegen einen großen Fehlerstrom selbst dann geschützt werden,
wenn der Systemfehler fortlaufend über eine verlängerte Zeitdauer hinweg
vorliegt. Demnach läßt sich die Zuverlässigkeit der Umrichterschutzschaltung
weiter erhöhen.
Die Umrichterschutzschaltung kann ferner enthalten: jeweils in Serie
mit Phasenstarkstromleitungen eines elektrischen Netzsystems verbundene in Reihe
geschaltete Transformatoren, jeweils mit Sekundärwicklungen der Transformatoren
verbundene Umrichter parallel mit den Sekundärwicklungen verbundene Halbleiterschaltelemente,
eine erste Stromdetektorvorrichtung zum Erfassen von Systemströmen, die über
die Phasenstarkstromleitung fließen, und eine Systemfehler-Detektorvorrichtung
zum Ausgeben eines Anschaltsignals an die Halbleiterschaltelemente und zum gleichzeitigen
Ausgeben eines Abschaltsignals an die Umrichter nach dem Feststellen des Auftretens
eines Systemfehlers auf der Grundlage des erfaßten Systemstroms.
Bei dieser Anordnung des oben beschriebenen Umrichtergeräts ist
das Halbleiterschaltelement parallel zu der Sekundärwicklung des Transformators
angeschlossen und wird angeschaltet, wenn der Systemfehler erfaßt wird, und
zur selben Zeit werden die Schaltelemente zum Bilden des Umrichters abgeschaltet,
damit ein großer Fehlerstrom durch die Halbleiterschalterelemente unter Umgehung
der Umrichterschaltelemente fließen kann. Demnach läßt sich der Schutz
des Umrichters mit einer einfachen und billigen Struktur gewährleisten.
Die oben beschriebene Umrichterschutzschaltung mit den Halbleiterschaltelementen
kann ferner enthalten: einen parallel mit jeder Sekundärwicklung der Transformatoren
verbundenen Schalter, und eine Verzögerungsschaltung zum Abgeben eines Signals
zum Schließen des Schalters mit einer Zeitverzögerung bei Empfang des
Fehlersignals von der Systemfehler-Entscheidungsvorrichtung fortlaufend über
eine festgelegte Zeitspanne hinweg.
Mit der oben beschriebenen Anordnung des Umrichters wird das parallel
mit der Sekundärwicklung des Transformators verbundene Schaltelement bei Erfassung
des Systemfehlers angeschaltet, und zur gleichen Zeit werden die Schaltelemente
zum Bilden des Umrichters abgeschaltet, damit ein großer Fehlerstrom durch
das Halbleiterschaltelement unter Umgehung der Umrichterschaltelemente fließen
kann. Anschließend wird dann, wenn der Systemfehler über eine Zeitdauer
hinweg fließt, die eine zusätzliche Zeitdauer für die Halbleiterschaltelemente
übersteigt, der parallel zu der Sekundärwicklung des Transformators angeschlossene
Leistungsschalter geschlossen, wodurch der Fehlerstrom über den Leistungsschalter
unter Umgehung des Halbleiterschaltelements fließen kann. Mit Hilfe einer derartigen
Anordnung kann das Halbleiterschaltelement mit einer geringen Stromkapazität
und einer niedrigen thermischen Kapazität benützt werden, was vorteilhaft
dahingehend ist, daß sich die Umrichterschutzschaltung mit geringen Abmessungen
realisieren läßt.
Die Umrichterschutzschaltung kann ferner einen Chopper enthalten,
der im Zusammenhang mit der Sekundärwicklung jedes der Transformatoren vorgesehen
ist, damit das Anlegen einer Überspannung an den Umrichter vermieden wird.
Mit der oben beschriebenen Anordnung der Umrichterschutzschaltung
kann die Überspannung, die auftreten kann, wenn die Sekundärseite des
Transformators geöffnet wird und zwar aufgrund eines Fehlers des Umrichters
mit Hilfe des Choppers gehandhabt werden, der parallel zu der Sekundärwicklung
des Transformators angeschlossen ist. Demnach kann der Umrichter gegen das Anlegen
einer Überspannung geschützt werden. Anders ausgedrückt, läßt
sich ein Schutz des Umrichters mit höherer Zuverlässigkeit erreichen.
Eine weitere Umrichterschutzschaltung kann enthalten: Transformatoren
mit jeweils in Serie zu Phasenstarkstromleitungen verbundenen Starkstromleitungen,
wobei bei jedem Transformator eine Sekundärwicklung in mehrere Wicklungsabschnitte
unterteilt ist, Gruppen von Umrichtern, die jeweils für die Phasenstarkstromleitungen
des elektrischen Netzsystems vorgesehen und jeweils mit den Sekundärwicklungsabschnitten
der Transformatoren verbunden sind, wobei Gleichspannungseingangsleitungen der Umrichter
jeweils mit den Sekundärabschnitten einer selben Stufe der Transformatoren
für die Phasenstarkstromleitungen und untereinander verbunden sind und jeweils
über Schutzsicherungen zu Gleichspannungskapazitäten geführt sind,
eine Kurzschlußdetektorvorrichtung, die jeweils im Zusammenhang mit den Umrichtern
vorgesehen ist, zum Erfassen. des Auftretens eines Kurzschlußfehlers in dem
Umrichter, eine Kurzschluß-Entscheidungsvorrichtung zum Bestimmen desjenigen
sekundären Wicklungsabschnitts, mit dem der Umrichter mit einem Kurzschlußfehler
verbunden ist, auf der Grundlage eines von der Kurzschluß-Detektorvorrichtung
ausgegebenen Kurzschlußdetektorsignals, und eine Zwangszündschaltung,
die bei Festlegen des Auftretens eines Kurzschlußfehlers in einen der Umrichter
anspricht, um diejenige Schmelzsicherung aufzubrechen, die jeweils gemeinsam mit
den Gleichspannungs-Eingangsleitungen der Umrichter für die Phasenstarkstromleitungen
und jeweils mit den Sekundärwicklungsabschnitten verbunden ist, und zwar mit
einer selben Stufe des Sekundärwicklungsabschnitts, mit der auch der Umrichter
mit dem Kurzschlußfehler verbunden ist.
Mit Hilfe der oben beschriebenen Struktur der Umrichterschutzschaltung
läßt sich ein redundantes System realisieren, da jede Sekundärwicklung
des Transformators einzeln in Serie zu der Starkstromleitung des elektrischen Netzes
eingefügt ist und in mehrere Abschnitte unterteilt ist, mit einer entsprechenden
Zahl von Umrichtern für jede der Starkstromleitungen, wodurch bei Auftreten
eines Fehlers bei einem der Umrichter, der für eine Starkstromleitung vorgesehen
ist, alle Schaltelemente derjenigen Umrichter, die für die anderen Starkstromleitungen
vorgesehen sind und mit denselben Sekundärwicklungsabschnitten wie der eine
Umrichter verbunden sind, angeschaltet werden, um hierdurch die Schutzsicherung
zu schmelzen und alle mit denselben Sekundärwicklungsabschnitten verbundenen
Umrichter abzukoppeln. Der Systembetrieb kann fortlaufend mit Hilfe anderer Umrichter
fortgesetzt werden, die mit dem (den) anderen Sekundärwicklungsabschnitt (Sekundärwicklungsabschnitten)
verbunden ist (sind). Demnach läßt sich ein Merkmal hinsichtlich Ausfallsicherheit
der Umrichterschutzschaltung mit geringen Kosten bei niedrigen Abmessungen realisieren.
In der oben beschriebenen Umrichterschutzschaltung können ferner
vorgesehen sein:
jeweils parallel mit den Sekundärwicklungen der Transformatoren verbundene
Schalter und Verzögerungsschaltungen, die jeweils zum Verzögern des Schließsignals
vorgesehen sind, das dem zugeordneten Schalter mit einer festgelegten Verzögerung
nach dem Bestimmen des Kurzschlußfehlers durch die Kurzschluß-Entscheidungsvorrichtung
zugeführt wird.
Aufgrund der oben beschriebenen redundanten Ausbildung des Stromrichterschutzgeräts
mit mehreren Umrichtern für jede der Starkstromleitungen werden bei einem Auftreten
eines Fehlers in einem der Umrichter für eine vorgegebene Starkstromleitung
all die Schaltelemente derjenigen Umrichter angeschaltet, die für die anderen
Starkstromleitungen vorgesehen und mit denselben Sekundärwicklungsabschnitten
wie der eine Umrichter verbunden sind, um hierdurch die Schutzsicherung zu schmelzen
und all die Umrichter abzukoppeln, die mit denselben Sekundärwicklungsabschnitten
verbunden sind. Anschließend werden die Leistungsschalter, die parallel mit
denselben Sekundärwicklungsabschnitten verbunden sind, zum Auslösen von
Kurzschlußströmen unter Umgehung der relevanten Umrichter durch einen
Stromfluß über die Leistungsschalter geschlossen. Demnach können
selbst dann, wenn der Kurzschlußfehler über eine verlängerte Zeitdauer
hinweg fortlaufend vorliegt, die fehlerfreien Umrichter (d.h., die Umrichter, bei
denen kein Fehler vorliegt) vor einer Beschädigung oder einer Zerstörung,
geschützt werden.
Die oben beschriebene Umrichterschutzschaltung kann weiter enthalten:
jeweils in Serie mit Phasenstarkstromleitungen eines eletrischen Netzsystems verbundene
Transformatoren, jeweils mit Sekundärwicklungen der Transformatoren verbundene
Umrichter, eine erste Stromdetektorvorrichtung zum Erfassen von Systemströmen,
die über die Phasenstarkstromleitung fließen, eine zweite Stromdetektorvorrichtung
zum Erfassen der Umrichterströme,
die zu den Umrichtern jeweils ausgehend von den Sekundärwicklungen der Transformatoren
fließen, eine Fehlerentscheidungsvorrichtung zum Ausgeben eines Fehlersignals
bei Feststellen des Auftretens eines Systemfehlers in dem elektrischen Netzsystem
auf der Grundlage des Systemstroms, eine Ausgangsspannungsbefehlsvorrichtung zum
Abgeben eines Ausgangsspannungs-Nullsetzbefehls bei Empfang des Fehlersignals, und
eine Steuersignal-Ausgabevorrichtung zum Zuführen eines Steuersignals zu den
Umrichtern um die Ausgänge der Umrichter zu Null zu setzen, in Abhängigkeit
von dem Ausgangsspannungs-Nullsetzbefehl in einem Zeitpunkt, in dem der Umrichterstrom,
wie er während des Auftretens des Systemfehlers erfaßt wird, unter einen
zulässigen Schaltstrom der Umrichter absinkt, eine Steuersignal-Ausgabevorrichtung
zum Steuern eines Steuersignals, das den Umrichtern zugeführt wird, um die
Ausgänge der Umrichter in Abhängigkeit von dem Ausgangsspannungs-Nullsetzbefehl
zu einem Zeitpunkt zu Null zu setzen, wenn der Umrichterstrom, wie er während
des Auftretens des Systemfehlers erfaßt wird, unter einen zulässigen Schaltstrom
der Umrichter absinkt, und eine Verzögerungsschaltung jeweils zum Ausgeben
eines Schließsignals an die parallel an die Sekundärwicklungen der Transformatoren
angeschlossenen Schalter mit einer Verzögerung einer festgelegten Zeitdauer
nach dem Feststellen eines Kurzschlußfehlers in den Umrichtern, wie er von
der Entscheidungsvorrichtung festgestellt wird, oder mit einer Verzögerung
einer festgelegten Zeitdauer nach dem Feststellen des Auftretens eines Systemfehlers
durch die Fehlerentscheidungsvorrichtung.
Mit der oben beschriebenen Anordnung der Umrichterschutzschaltung
mit redundanter Struktur können die Umrichter nicht nur gegenüber einem
Systemfehler, sondern auch gegenüber einem Kurzschlußfehler geschützt
werden. Demnach läßt sich die Zuverlässigkeit der Umrichterschutzschaltung
erheblich verbessern.
Ferner kann ein Unterbrecherschalter enthalten sein, von denen jeder
in Serie zu einer Gleichspannungseingangsleitung und einer Wechselspannungsausgangsleitung
jedes einzelnen der Umrichter geschaltet ist.
Mit dieser oben beschriebenen Struktur der Umrichterschutzschaltung
werden die Unterbrecherschalter, die jeweils mit einer Gleichspannungseingangsseite
und einer Wechselspannungsausgangsseite verbunden sind, in dem Zustand geöffnet,
bei dem ein Kurzschlußstrom durch die Leistungsschalter geshuntet wird. Demnach
kann der unter dem Fehler leidende Umrichter entfernt werden, ohne daß der
Betrieb des elektrischen Netzes unterbrochen werden muß. In anderen Worten
wird die Umrichterschutzschaltung im Hinblick auf seine Eignung für eine Pflege
verbessert.
Die Umrichterschutzschaltung kann weiter so entworfen sein, daß
die parallel mit dem elektrischen Netz verbundenen Umrichter anstelle der seriell
angeschlossenen Umrichter gegen einen Systemfehler und/oder einen Kurzschlußfehler
geschützt sind.
Bei der oben beschriebenen Umrichterschutzschaltung lassen sich die
parallel mit dem elektrischen Netz verbundenen Umrichter gegen den Systemfehler
und/oder den Kurzschlußfehler schützen.
Die obige Aufgabe, die Merkmale und zugeordneten Vorteile der vorliegenden
Erfindung können besser nach dem Wesen der nachfolgenden Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen hiervon, die lediglich beispielhaft erläutert werden,
zusammen mit der beiliegenden Zeichnung verstanden werden.
Im Verlauf der nachfolgenden Beschreibung erfolgt ein Bezug auf die
Zeichnung; hierbei zeigen:
1 ein schematisches Schaltbild zum Darstellen einer
allgemeinen Schaltungsanordnung einer Umrichterschutzschaltung gemäß einer
ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
2 ein Zeitdiagramm zum Darstellen einer Beziehung zwischen
Zündsignalen und einem Systemstrom in einer Umrichterschutzschaltung gemäß
der ersten Ausführungsform der Erfindung zum Darstellen des
Betriebs des Umrichters in einem Zustand, in dem das elektrische Netz normal betrieben
wird;
3 ein Zeitdiagramm zum Darstellen einer Beziehung zwischen
Zündsignalen und einem Systemstrom bei Auftreten eines Systemfehlers in einer
Umrichterschutzschaltung gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung;
4 ein schematisches Schaltbild zum Darstellen einer
Struktur einer Umrichterschutzschaltung gemäß einer zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
5 ein Zeitdiagramm zum Darstellen des Betriebs der
Umrichterschutzschaltung gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung;
6 ein Schaltdiagramm zum Darstellen einer Anordnung
einer Umrichterschutzschaltung gemäß einer dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
7 ein Schaltdiagramm zum Darstellen einer Struktur
einer Umrichterschutzschaltung gemäß einer vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
8 ein Schaltbild zum Darstellen einer Struktur einer
Umrichterschutzschaltung gemäß einer fünften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
9 ein Schaltbild zum Darstellen einer Struktur einer
Umrichterschutzschaltung gemäß einer sechsten Ausführungsform der
Erfindung;
10 ein Schaltdiagramm zum Darstellen einer Struktur
einer Umrichterschutzschaltung gemäß einer siebten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
11 ein Schaltbild zum Darstellen einer Struktur einer
Umrichterschutzschaltung gemäß einer achten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
12 ein schematisches Schaltbild zum Darstellen einer
Umrichterschutzschaltung für Umrichter, die parallel mit einem elektrischen
Netz verbunden sind;
13 ein Schaltbild zum Darstellen einer Struktur einer
Umrichterschutzschaltung gemäß einer zehnten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung; und
14 ein schematisches Schaltbild zum Darstellen einer
Anordnung eines bekannten Umrichters, der in Serie mit einem elektrischen Netz verbunden
ist.
Nun wird die vorliegende Erfindung detailliert beschrieben, und zwar
im Zusammenhang mit den momentan als bevorzugt oder typisch angesehenen Ausführungsformen
unter Bezug auf die Zeichnung. In der folgenden Beschreibung kennzeichnen gleiche
Bezugsbuchstaben gleiche oder entsprechende Teile bei den einzelnen Ansichten.
Ausführungsform 1
Eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nun
unter Bezug auf die Zeichnung beschrieben. Die 1 zeigt
ein schematisches Schaltbild zum allgemeinen Darstellen einer Schaltungsanordnung
einer Umrichterschutzschaltung gemäß der ersten Ausführungsform der
Erfindung. Unter Bezug auf die Figur enthält die Umrichterschutzschaltung Transformatoren
2a bis 2c mit Primärwicklungen, die jeweils mit Phasenstarkstromleitungen
1a bis 1c des elektrischen Netzes 1 verbunden sind, wobei
Umrichter 3A bis 3C mit den Sekundärwicklungen der Transformatoren
2a bis 2c derart verbunden sind, daß jeweils die Sekundärströme
(Umrichterströme) I der Transformatoren 2a bis 2c zu den
Umrichtern 3A bis 3C fließen. Die Eingabeleitungen der positiven
Polarität oder Pluspolarität (anschließend als Plus-Eingabeleitungen
bezeichnet) der Umrichter 3A bis 3C sind gemeinsam verbunden und
werden über eine Schutzsicherung 5 mit einem Anschluß einer Gleichspannungskapazität
6 verbunden, während die Eingabeleitungen der negativen Polarität
oder Minuspolarität (im folgenden als Minus-Eingabeleitungen bezeichnet) gemeinsam
verbunden und zu dem anderen Ende der Gleichspannungskapazität 6 geleitet
sind.
Eine Struktur der Schutzschaltung für den Umrichter
3C wird beispielhaft für diejenigen der Umrichter 3A bis
3C beschrieben, und es ist zu erkennen, daß sich die nachfolgende
Beschreibung auch auf die Schutzschaltungen für die letzteren bezieht. Die
nun betrachtete Schutzschaltung besteht aus einem Stromdetektor 7c, der
als zweite Stromdetektorvorrichtung zum Detektieren des Umrichterstroms I des in
Reihe geschalteten Transformators 2c dient, eine Strombewertungsschaltung
8 zum Ausgeben eines Impulssignals, wenn der Momentanwert des Umrichterstroms
I unterhalb eines zulässigen oder erlaubten Werts liegt, einen Stromdetektor
11, der als erste Stromdetektorvorrichtung zum Detektieren eines Systemstroms
I0 dient, eine Systemfehlerdetektorvorrichtung, die als Fehlerentscheidungsvorrichtung
dient, mit der entschieden wird, ob ein Systemfehler vorliegt, auf der Grundlage
des von dem Stromdetektor 11 erfaßten Systemstroms I0, um hierdurch
ein Entscheidungssignal S auszugeben, wenn das Vorliegen eines Systemfehlers festgestellt
wird, eine Ausgangsspannungsbefehlsvorrichtung z.B. in Form eines
Schalters 12a, der auf die Eingabe des Entscheidungssignals S reagiert,
um in eine Kontaktposition geschaltet zu werden, zum Validieren eines Ausgangsspannungs-Nullsetzbefehls
E0 für den Umrichter 3C, während er ansonsten so positioniert
ist, daß er einen Normalausgangsspannungs-Befehl EV von einer Befehlsschaltung
für eine normale Ausgangsspannung 14 enthält (die als Ausgangsspannungs-Befehlsvorrichtung
dient), eine Impulsgeneratorschaltung 15, die auf den durch den Schalter
12a zugeführten Ausgangsspannungs-Nullsetzbefehl E0 anspricht, damit
ein erstes Signal mit dreieckförmigem Signalverlauf zum Erzeugen eines Einfachgatterimpulses
(Einfachimpulses) innerhalb eines Zyklus benützt wird, während es auf
die Eingabe des Normalausgangsspannungs-Befehls EV über den Schalter
12a anspricht, um hierdurch ein zweites Signal mit dreieckförmigem
Verlauf zum Erzeugen mehrerer Gatterimpulse (Mehrfachimpulse) innerhalb eines Zyklus
anspricht, zum Erzeugen eines (pulsbreitenmodulierten) PWM-Gatterimpulses PG, durch
Vergleichen des ausgewählten zweiten Signals mit dreieckförmigem Verlauf
mit einer Kontrollspannung, die einen Ausgangsspannungsbefehl anzeigt, und eine
UND-Schaltung 9, die auf die Eingabe des Impulssignals P der Stromentscheidungsschaltung
8 anspricht, damit hierdurch der Gatterimpuls PG, der von der Impulsgeneratorschaltung
5 ausgegeben wird, jeweils als Zündsingnal 3c1S bis
3c4S zum Anschalten der GTO-Schaltelemente 3c1 bis 3c4
(beispielsweise GTO-Thyristoren) wirkt. An dieser Stelle ist zu erwähnen, daß
die Stromdetektorschaltung 8, die UND-Schaltung 9 und die Impulsgeneratorschaltung
15 so zusammenwirken, daß sie eine Steuersignal-Ausgabevorrichtung
bilden.
Im folgenden wird der Betrieb der Umrichterschutzschaltung gemäß
der momentanen Ausführungsform der Erfindung beschrieben. Wie vorab erläutert,
sind die in Reihen geschalteten Transformatoren 2a, 2b und
2c jeweils in Serie zu den Phasenstarkstromleitungen 1a,
1b und 1c des elektrischen Netzes 1 geschaltet. Demnach
wird ein Umrichterstrom I, dessen Wert durch das Wicklungsverhältnis bestimmt
ist, in der Sekundärseite jedes Transformators 2a, 2b und
2c induziert. Demnach wird der Transformator (beispielhaft durch ein Bezugszeichen
2 gekennzeichnet) in einer Art betrieben, die derjenigen eines Stromwandlers
entspricht. Bei dem oben beschriebenen Umrichtersystem ist die Erzeugung und die
Steuerung der zu dem Systemstrom I0 orthogonalen Wechselspannung mit Hilfe der Umrichter
3A, 3B und 3C der Wirkung nach jeweils äquivalent
zur Einfügung eines variablen Impedanzelements in die Starkstromleitung des
elektrischen Netzes zum Zweck der Gewährleistung einer Stabilisierung des elektrischen
Netzes.
Nun erfolgt unter Bezug auf die 2, die
ein Zeitdiagramm zeigt, eine Ausrichtung der Beschreibung zu dem Betrieb des Umrichters
3C, der für die anderen Umrichter 3A und 3B in dem
Fall repräsentativ ist, unter der Annahme, daß sich das elektrische Netz
im Normalzustand befindet. Solange ein Auftreten eines Fehlers des elektrischen
Netzes 1 nicht durch die Systemfehlerdetektorvorrichtung 12 aufgrund
des durch den Stromdetektor 11 erfaßten Umrichterstroms I erfaßt
wird, ist der Schalter 12a in die Kontaktposition umgelegt, die der Befehlsschaltung
für die normale Ausgangsspannung 14 verbunden ist, in Abhängigkeit
von dem Entscheidungssignal S, wodurch eine Steuerspannung auf der Grundlage des
Normalausgangsspannungs-Befehls EV über den Schalter 12a bei der Impulsgeneratorschaltung
15 eingegeben wird.
Die Impulsgeneratorschaltung 15 vergleicht die Steuerspannung
mit der vorausgewählten Spannung mit dreieckförmigem Signalverlauf, wodurch
jeweils Zündsignale 3c1S, 3c2S, 3c3S und
3c4S ausgegeben werden, die jeweils einen Impuls enthalten, und zwar jeweils
an die GTO-Schaltelemente 3c1, 3c2, 3c3 und
3c4 mit dem in 2 dargestellten Zeitablauf.
Von den vier Zündsignalen 3c1S bis 3c4S sind die Zündsignale
(Gattersignale) 3c1S und 3c2S einerseits und die Zündsignale
(Gattersignale) 3c3S bis 3c4S jeweils wechselseitig um 180°
verschoben, und zwar im Hinblick auf die Phase der Einpegel-Periode (Tastperiode),
und sie weisen eine wechselseitig ausschließende Beziehung zueinander auf.
Die Zündsignale 3c1S bis 3c4S weisen dieselbe Impulsbreite
auf.
Insbesondere sind die Breiten der Zündimpulse sowie deren Ausgabezeitvorgaben
so festgelegt, daß vermieden wird, daß GTO-Schaltelemente 3c1
und 3c2 desselben Arms der Umrichterbrückenschaltung gleichzeitig
angeschaltet werden, damit das Auftreten eines Kurzschlußfehlers in der Wechselspannungsleitung
vermieden wird. Ferner werden zum Erzeugen der Ausgangsspannung V in Übereinstimmung
mit dem Normalausgangsspannungs-Befehl EV die Phasen der Zündimpulse
3c2S und 3c4S voneinander verschoben. Hierdurch wird erreicht,
daß die Phasen der Zündsignale (Gattersignale) 3c2S und
3c4S einerseits und der Zündsignale (Gattersignale) 3c2S
und 3c3S andererseits miteinander über eine festgelegte Zeitdauer
während der Ausgabeperiode des Zündsignals überlappen.
Die GTO-Schaltelemente 3c1 bis 3c4 werden jeweils
in Abhängigkeit der Zünd- oder Gattersignale 3c1S bis
3c4S angeschaltet, wodurch jeweils Gleichspannungen positiver und negativer
Polarität erzeugt werden. Demnach wird eine Umrichterausgangsspannung V erzeugt,
die dem Normalausgangsspannungs-Befehl EV entspricht. Die Steuerung der Umrichterausgangsspannung
V kann dadurch erreicht werden, daß diejenigen Abschnitte der Ausgabeperioden
erhöht oder verringert werden, während der die Zündsignale
3c1S und 3c4Seinerseits und die Zündsignale 3c2S
und 3c3S andererseits miteinander überlappen.
Die Zündsignale 3c1S bis 3c4S werden jeweils
an die GTO-Schaltelemente 3c1 bis 3c4 mit dem in 2
dargestellten Zeitablauf ausgegeben, wodurch die GTO-Schaltelemente 3c1
bis 3c4 wiederholt an- und abgeschaltet werden. Jedesmal dann, wenn das
GTO-Schaltelement abgeschaltet wird, wird der hierdurch fließende Umrichterstrom
I mit dem zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Momentanwert unterbrochen. In dem Fall,
in dem das Zündsignal aus einem einzigen Gatterimpuls besteht, wird der Umrichterstrom
I mit dem in 2 gezeigten Stromwert unterbrochen. Wenn
jedoch das Zündsignal durch Mehrfachgatterimpulse aufgebaut wird, werden die
GTO-Schaltelemente 3c1 bis 3c4 wiederholt an- und abgeschaltet,
und zwar in den Zeitpunkten, die jeweils den Gatterimpulsen entsprechen.
Fließt bei auftreten eines Systemfehlers der Systemstrom I0 mit
einer Amplitude, die einem Vielfachen derjenigen des Nennstroms entspricht, so fließt
ein entsprechend großer Umrichterstrom I zu jedem der Umrichter 3A,
3B und 3C (im folgenden werden die Umrichter auch gemeinsam durch
das Bezugszeichen 3 gekennzeichnet), wobei der Strom durch das Wicklungsverhältnis
der Transformatoren 2a, 2b und 2c festgelegt ist (auch
gemeinsam durch das Bezugszeichen 2 gekennzeichnet). In dem Fall, in dem
bei den GTO-Schaltelementen 3c1 bis 3c4 der Anschalt/Abschaltbetrieb
mit den jeweils Mehrfachimpulse enthaltenden Zündsignalen zum Unterbrechen
oder Zerhacken des Systemstroms I0 unabhängig von der Amplitude von deren Momentanwerte
durchgeführt wird, kann eine Situation auftreten, daß die Umrichter
3 den Betrieb stoppen oder den Systemstrom I0 nicht unterbrechen können,
wenn der Systemstrom I0 den -zulässigen Strom (d.h., den Grenzstrom oder die
Stromkapazität) der GTO-Schaltelemente übersteigt und den Schutzpegel
der Umrichter 3 erreicht, wodurch die Transformatoren 2 in den
lastfreien Zustand versetzt werden, was zu einer Überspannung an den Sekundärwicklungen
der jeweiligen Transformatoren führt.
Im folgenden wird der Betrieb zum Schützen der Umrichter beschrieben,
der bei Auftreten eines Systemfehlers durchgeführt wird, unter Bezug auf ein
in 3 gezeigtes Zeitdiagramm. Die Systemfehlerdetektorvorrichtung
12 führt eine Entscheidung durch, ob ein Systemfehler vorgelegen hat
oder nicht, auf der Grundlage des Werts des durch den Stromdetektor 11
erfaßten Systemstroms I0. Wird das Auftreten eines Systemfehlers festgestellt,
so wird der Schalter 12a durch das Entscheidungssignal S in die Kontaktposition
umgeschaltet, bei der die Steuerspannung entsprechend dem Ausgangsspannungs-Nullsetzbefehl
E0 bei der Impulsgeneratorschaltung 5 eingegeben wird. In Übereinstimmung
mit dem Ausgangsspannungs-Nullsetzbefehl E0 wird in der Impulsgeneratorschaltung
15 von der zweiten Spannung mit dreieckförmigem Verlauf zum Erzeugen
des Mehrfachimpulssignals zu der ersten Spannung mit dreieckförmigem Verlauf
zum Erzeugen des Einfachimpuls-Zündsignals gewechselt.
Demnach erzeugt die Impulsgeneratorschaltung 15 ein PWM-Einfachimpulssignal
durch Vergleich der Steuerspannung mit der ersten Spannung mit dreieckförmigem
Verlauf. In dem Zeitpunkt, in dem der Momentanwert des Umrichterstroms I sich dem
Nullwert nähert und in den zulässigen Strombereich fällt, wie in
3 gezeigt ist, gibt die Stromentscheidungsschaltung
8 ein Impulssignal P mit H-Pegel an die UND-Schaltung 9 ab.
Demnach gibt dann, wenn der Umrichterstrom I innerhalb des zulässigen
Strombereichs liegt, die UND-Schaltung 9 den von der Impulsgeneratorschaltung
15 zugegührten Einfachimpuls an den Umrichter 3C als Zündsignale
3c1S bis 3c4S ab. In 3 sind jeweils
die Zündsignale 3c1S bis 3c4S für die GTO-Schaltelemente
3c1 bis 3c4 gezeigt, zusammen mit dem Umrichterstrom I, und zwar
bei Auftreten eines Systemfehlers. Wie sich anhand der Figur erkennen läßt,
werden die GTO-Schaltelemenente 3c1 und 3c4 gleichzeitig an-/abgeschaltet,
während die GTO-Schaltelemente 3c2 und 3c3 gleichzeitig zueinander
an-/abgeschaltet werden. Demnach tritt kein Überlapp während der Anschaltzeitdauer
(d.h., der Zeitdauer, während der die GTO-Schaltelemente leitend sind) zwischen
den GTO-Schaltelementen 3c1 und 3c4 einerseits und zwischen den
GTO-Schaltelementen 3c2 und 3c3 andererseits auf. Somit nimmt
die Umrichterausgangsspannung V einen Wert von Null an. Im Ergebnis wird der Umrichter
3C lediglich im Schwungradmodus gültig/validiert, wodurch der Umrichterstrom
I durch die Schwungraddioden fließt, die jeweils antiparallel mit den GTO-Schaltelementen
3c1 bis 3c4 verbunden sind.
Obgleich der Umrichterstrom I einen großen Wert entsprechend
dem Systemstrom I0 im Zustand eines fehlerhaften Systems annehmen kann, wird jedes
der GTO-Schaltelemente 3c1 bis 3c4 in einem Zeitpunkt an-/abgeschaltet,
indem der Umrichterstrom ungefähr zu Null wird. Demnach kann die Unterbrechung
des Überstroms vermieden werden. Zudem bestehen aufgrund der Tatsache, daß
GTO-Schaltelemente mit einer solchen Spezifikation eingesetzt werden, die über
eine kurze Zeitdauer (d.h., vier bis acht Perioden) dem Fehlerstrom standhalten,
praktisch keine Probleme. Die oben beschriebene Situation ist äquivalent dem
Auftreten eines Kurzschlusses in den Sekundärwicklungen der Transformatoren,
und zwar aus Sicht des elektrischen Netzes. Demnach lassen sich die Umrichter schützen,
ohne daß es erforderlich ist, zusätzlich Hochgeschwindigkeits-Shunt-Schaltungen
jeweils im Zusammenhang mit den Sekundärwicklungen der Transformatoren
3 vorzusehen.
Aus den obigen Ausführungen ist ersichtlich, daß durch die
Ausbildung des Schutzgeräts gemäß der ersten Ausführungsform
der Erfindung die Umrichter gegen ein Außerbetriebsetzen und/oder eine Beschädigung
aufgrund eines großen Stroms bei Auftreten des Systemfehlers geschützt
werden können. Zudem läßt sich der Fehlerstrom (d.h., der bei Auftreten
eines Fehlers in dem elektrischen Netz fließende Strom) mit Hilfe von Schwungraddioden
shunten oder überbrücken, wodurch nicht nur das Vorsehen von Shunt-Schaltungen
für die Sekundärwicklungen der Transformatoren 2 überflüssig
wird, sondern sich auch der Betrieb unmittelbar nach Beheben des Fehlers wieder
aufnehmen läßt. Somit kann ein Schutzgerät realisiert werden, das
eine hohe Zuverlässigkeit aufweist und billig verwirklicht werden kann.
Ausführungsform 2
Im Fall der Umrichterschutzschaltung gemäß der ersten Ausführungsform
der Erfindung wird davon ausgegangen, daß jedes der GTO-Schaltelemente
3c1 bis 3c4 die Fähigkeit aufweist, den Fehlerstrom über
eine Zeitdauer im Bereich von vier bis acht Taktperioden zu widerstehen. Demnach
kann dann, wenn der Fehler nicht innerhalb dieser Zeitdauer entfernt oder behoben
wird, die Fähigkeit der GTO-Schaltelemente 3c1 bis 3c4 dem
Strom (d.h., dem zulässigen fließenden Strom) zu widerstehen, überschritten
werden.
Unter diesen Umständen wird gemäß der Erfindung, wie
sie in Form einer zweiten Ausführungsform realisiert ist, vorgeschlagen, daß
zusätzlich zu den Funktionen des Schutzgeräts der ersten Ausführungsform
eine Funktion vorgesehen ist, mit der die in den GTO-Schaltelementen 3c1
bis 3c4 fließenden Ströme auf den Bereich des zulässigen
fließenden Stroms beschränkbar sind.
Die 4 zeigt ein schematisches Schaltbild
zum Darstellen einer Struktur einer Umrichterschutzschaltung gemäß der
zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In der Figur kennzeichnen
Bezugssymbole, die mit den in 1 gezeigten übereinstimmen,
gleiche oder äquivalente Komponenten, die in 1
gezeigt sind. Wie in 4 gezeigt ist, wird zwischen den
Wechselstromausgangsleitungen jedes Umrichters 3 ein Schalter/Leistungsschalter
(circuit breaker) 4 angeschlossen. Ferner ist zusätzlich eine Verzögerungsschaltung
16 vorgesehen, die für die Eingabe eines Schaltersteuersignals SC
dient, und zwar dann, wenn das Steuersignal S verschwindet, was das Vorliegen des
Systemfehlers anzeigt.
Im folgenden wird der Betrieb der Umrichterschutzschaltung gemäß
der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung dadurch erläutert, daß
beispielhaft der Umrichter 3C herausgegriffen wird, der für die anderen
Umrichter repräsentativ ist, und zwar anhand des in 5
gezeigten Zeitdiagramms. Während des normalen Systembetriebs wird jedes der
GTO-Schaltelemente 3c1 bis 3c4 des Umrichters 3 wiederholt
an-/abgeschaltet, in Abhängigkeit von dem Mehrfachimpuls-Zündsignal, um
die Umrichterausgangsspannung V in Übereinstimmung mit dem Normalausgangsspannungs-Befehl
EV zu erzeugen. In dem Fall, in dem die Systemfehlerdetektorvorrichtung
12 das Vorliegen eines Systemfehlers feststellt, ersetzt das Einfachimpuls-Zündsignal
das Mehrfachimpuls-Zündsignal und wird an die GTO-Schaltelemente
3c1 bis 3c4 in Übereinstimmung mit dem Ausgangsspannungs-Nullsetzbefehl
E0 in den in 5 dargestellten Zeitpunkten ausgegeben,
wodurch die Umrichterausgangsspannung zu Null gesetzt wird.
In diesem Zeitpunkt wird auch das Systemfehler-Anzeige-Entscheidungssignal
S, das durch die Systemfehlerdetektorvorrichtung 12 erzeugt wird, bei der
Verzögerungsschaltung 16 eingegeben. Wird dieses Systemfehler-Anzeige-Entscheidungssignal
S bei der Verzögerungsschaltung 16 fortlaufend über eine festgelegte
Zeitdauer (vier bis acht Taktzyklen) eingegeben, so gibt die Verzögerungsschaltung
16 das Schaltersteuersignal SC an den Schalter 4 ab, um den Schalter
4 hierdurch zu schließen. Hierdurch fließt der Umrichterstrom
I über den Schalter 4 unter Umgehung des Umrichters 3E, was
dazu führt, daß der durch den Umrichter 3C fließende Strom
I zu Null wird. Demnach läßt sich der durch das GTO-Schaltelement fließende
Strom bei dessen Abschaltung auf den zulässigen Strombereich beschränken.
Da der Umrichterstrom I Null wird, läßt sich jedes der GTO-Schaltelemente
3cl bis 3c4 in den nichtleitenden Zustand abschalten, in dem die
Gatterimpulse dieser Schaltelemente oder GTO-Thyristoren rückgestellt werden.
Anschließend werden nach der Behebung des Systemfehlers die GTO-Schaltelemente
3c1 bis 3c4 des Umrichters 3C wiederholt an-/abgeschaltet,
während das Schaltersteuersignal SC von der Verzögerungsschaltung
16 durch Steuerung mit dem Ausgangsspannungs-Nullsetzbefehl I0 entsprechend
rückgesetzt wird. Anschließend wird der Schalter 4 nicht mehr
in den Betrieb mit einbezogen, damit der Umrichterstrom 4 durch die Umrichter
fließen kann, woraufhin der Betrieb gemäß dem Normalausgangsspannungs-Befehl
EV wieder aufgenommen wird.
Wie sich aus dem Obigen erkennen läßt, wird die Funktion
zum Unterstützen des Umrichter-Schutzbetriebs im Fall eines Systemfehlers,
der über eine verlängerte Zeitdauer fortbesteht, zusätzlich in die
Umrichterschutzschaltung gemäß der vorliegenden Ausführungsform
der Erfindung mit einbezogen. Die Schutzbetrieb-Unterstützungsfunktion läßt
sich billig realisieren, da kein Gerät eingebaut werden muß, über
das ein großer Strom fließen kann, um das Auftreten eines Fehlers oder
eines anormalen Ereignis in dem elektrischen Netz anzuhaben.
Ausführungsform 3
Im Fall der Umrichterschutzschaltung gemäß der ersten und
zweiten Ausführungsform der Erfindung kann der Strom über jedes der GTO-Schaltelemente
3c1 bis 3c4 fließen, indem der Betrieb zum Einstellen der
Ausgangsspannung des Umrichters auf Null durchgeführt wird. Jedoch können
die Sekundärwicklung der Transformatoren geshunted werden, während die
GTO-Schaltelemente bei Auftreten eines Systemfehlers abgeschaltet werden, was im
wesentlichen zu demselben Effekt führt, wie er für die Umrichterschutzschaltungen
gemäß den nachfolgenden Ausführungsformen beschrieben wird.
Die 6 zeigt ein Schaltungsbild zum Darstellen
einer Anordnung einer Umrichterschutzschaltung gemäß einer dritten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In dieser Figur kennzeichnen Bezugszeichen, die mit
den in der 1 benützten übereinstimmen, gleiche
oder äquivalente Komponenten, wie sie in 1 gezeigt
sind. Wie in 6gezeigt ist, ist ein Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter
10 vorgesehen, der durch ein Paar von Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschaltelementen
verwirklicht ist, beispielsweise Thyristoren, die antiparallel miteinander verbunden
sind, und eine Systemfehlerdetektorvorrichtung 17, die als Fehlerentscheidungsvorrichtung
für die Ausgabe eines Zündoder Gattersignals SG an den Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter
10 dient, um hierdurch den Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter
10 anzuschalten, während sie bei Bestimmung des Auftretens eines Fehlers
in dem elektrischen Netz 1 ein Abschaltsignal zum Abschalten jedes der
GTO-Schaltelemente 3c1 bis 3c4 des Umrichters 3C erzeugt.
Nun wird der Betrieb des Umricherschutzgeräts gemäß
der momentanen Ausführungsform dadurch erläutert, daß der Umrichter
3C als Beispiel für die anderen Umrichter herangezogen wird. Die Systemfehlerdetektorvorrichtung
17 trifft eine Entscheidung auf der Grundlage des Systemstroms I0, der
von dem Stromdetektor 11 erfaßt wird, und zwar dahingehend, ob ein
Systemfehler auftritt. Wird das Auftreten eines Systemfehlers bestimmt, so führt
die Systemfehlerdetektorvorrichtung 17 das Zünd- oder Gattersignal
SG dem Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter 10 zu, um hierdurch diesen
zu schließen, während sie gleichzeitig das Abschaltsignal jedem der GTO-Schaltelemente
3c1 bis 3c4 des Umrichters 3C zuführt, um hierdurch
die GTO-Schaltelemente 3c1 bis 3c4 zu öffnen.
Als Ergebnis der oben beschriebenen Vorgehensweise wird der Systemfehlerstrom
unter Umgehung des Umrichters 3C zu dem Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter
10 umgeschaltet. Demnach wird der Umrichterstrom des Umrichters
3C zu Null. Zudem kann der durch die GTO-Schaltelemente fließende
Strom bei Abschalten derselben auf einen zulässigen Strombereich beschränkt
werden. Hierdurch können dann, wenn eine Zeitdauer, in der ein großer
Systemstrom E0 fließt, aus irgendeinem Grund verlängert wird, die GTO-Schaltelemente
3c1 bis 3c4 ohne Fehler abgeschaltet werden, da der Umrichterstrom
I Null ist. Nach Wiederherstellen des Normalzustands des elektrischen Netzes steuert
die Systemfehlerdetektorvorrichtung 17 das An-/Abschalten jedes GTO-Schaltelements
3c1 bis 3c4 gemäß dem in 3
gezeigten Zeitablauf, um hierdurch die Ausgangspannung auf Null zu steuern, während
der Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter 10 geöffnet wird. Der
Betrieb der Umrichter wird anschließend wieder aufgenommen. Die Anordnung zum
Bewirken des Umleitens des Systemfehlerstroms um den Umrichter, wie sie oben beschrieben
ist, läßt sich bildlich mit einer kompakten und einfachen Struktur realisieren.
Ausführungsform 4
Im Fall der Umrichterschutzschaltung gemäß der oben beschriebenen
dritten Ausführungsform der Erfindung ist der Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter
10 an der Sekundärseite des Transformators 2 vorgesehen,
damit der Systemfehlerstrom an der Sekundärwicklung des Transformators
2 vorbeigeleitet wird. Wenn jedoch aus irgendeinem Grund der Fehlerzustand
des elektrischen Netzes länger andauert, kann eine solche Situation auftreten,
daß der Fehlerstrom nicht mehr von dem Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter
10 aufgenommen werden kann, bedingt durch dessen Stromkapazität. Zum
Handhaben einer derartigen Situation kann eine Anordnung vorgesehen werden, bei
der der durch den Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter 10 fließende
Strom zu einem Schalter mit einer großen Stromkapazität umgeschaltet wird,
wenn der Fehlerstrom über eine verlängerte Zeitdauer hinweg fließt.
Eine vierte Ausführungsform der Erfindung ist auf diese Anordnung gerichtet.
Die 7 zeigt ein Schaltbild zum Darstellen
einer Struktur einer Umrichterschutzschaltung gemäß der vierten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In dieser Figur kennzeichnen Bezugsbuchstaben, die mit
den in 6 benützten übereinstimmen, die gleichen
oder äquivalenten Komponenten, wie sie in 6 gezeigt
sind. Wie in 7 gezeigt ist, ist ein Schalter
4 parallel mit dem Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter 10
verbunden. Eine Verzögerungsschaltung 16 ist für die Ausgabe
eines Schaltersteuersignals SC an den Schalter 4 vorgesehen,
und zwar in Übereinstimmung mit dem Ausgangssignal der Systemfehlerdetektorvorrichtung
17, wenn der Systemfehlerstrom über eine längere Zeitdauer hinweg
fließt, die eine festgelegte Zeitdauer übersteigt, während sie nach
dem Beheben des Fehlers des elektrischen Netzes das Schaltersteuersignal SC rücksetzt.
Nun wird die Beschreibung auf den Betrieb der Umrichterschutzschaltung
gemäß der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung gerichtet, indem
der Umrichter 3C repräsentativ herausgegriffen wird. Die Systemfehlerdetektorvorrichtung
17 führt mit hoher Geschwindigkeit aufgrund des von dem Stromdetektor
11 erfaßten Systemstroms I0 eine Entscheidung durch, ob ein Fehlerfall
in dem elektrischen Netz vorliegt. Wird entschieden, daß ein Systemfehler vorliegt,
so gibt die Systemfehlerdetektorvorrichtung 17 das Gattersignal SG an den
Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter 10 ab, um diesen zu schließen,
und gleichzeitig gibt sie ein Abschaltsignal an jedes der GTO-Schaltelemente
3c1 bis 3c4 des Umrichters 3Cab, um hierdurch diese Schaltelemente
in den abgeschalteten Zustand (nicht leitender Zustand) umzuschalten.
Wenn der Systemfehler über eine Zeitdauer hinweg vorliegt, die
länger als eine festgelegte Dauer ist, gibt die Verzögerungsschaltung
16 das Schaltersteuersignal SC aus, um hierdurch den Schalter
4 zu schließen. Demnach wird der Umrichterstrom durch den Schalter
4 geshuntet. Nach Behebung des Fehlers führt die Systemfehlerdetektorvorrichtung
17 eine Anschalt/Abschaltsteuerung für jedes der GTO-Schaltelemente
3c1 bis 3c4 zum Steuern der Ausgangsspannung auf Null durch, während
ein Rücksetzen des von der Verzögerungsschaltung 16 ausgegebenen
Schaltersteuersignals SC erfolgt, um hierdurch den Schalter zu öffnen, wonach
der normale Betrieb wieder aufgenommen wird.
Mit der oben beschriebenen Schaltungsanordnung läßt sich
der Systemfehlerstrom mit einer einfachen Struktur shunten, ohne daß der Einsatz
eines Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalters mit einer großen Stromkapazität
erforderlich ist, die einen Kühlmechanismus mit großer Kapazität
erforderlich macht.
Ausführungsform 5
Im Fall der Umrichterschutzschaltung gemäß der oben beschriebenen
vierten Ausführungsform sind die Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter
10 und die Schalter 4 jeweils parallel zu den Sekundärwicklungen
der Transformatoren 2 verbunden, wobei bei Auftreten eines Fehlers in dem
elektrischen Netz der Umrichterstrom 4 zu dem Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalter
10 umgeschaltet wird, bevor der Umrichterstrom 4 übermäßig
zunimmt, und anschließend wird ein Fließen des Umrichterstroms I über
den Schalter 4 unter Umgehung des Hochgeschwindigkeits-Halbleiterschalters
10 bewirkt, wobei die GTO-Schaltelemente abgeschaltet sind.
Sind jedoch die GTO-Schaltelemente nicht nur bei Auftreten eines Systemfehlers
sondern auch aufgrund eines Fehlers in dem Umrichter 3 selbst abgeschaltet,
kann eine derartige Situation auftreten, daß die Sekundärseite der Transformatoren
2 geöffnet sind, was das Auftreten einer Überspannung ermöglicht.
Zudem sind bei Auftreten eines Fehlers in dem Schalter 4 die Sekundärseiten
der Transformatoren geöffnet, was eine Überspannung parallel zu der Sekundärwicklung
nach sich zieht.
Die 8 zeigt ein Schaltbild zum Darstellen
einer Struktur einer Umrichterschutzschaltung gemäß der fünften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die für die Handhabung des oben erläuterten
Problems entworfen ist. In 8 kennzeichnen gleiche Bezugsbuchstaben
die Komponenten, die mit den in den vorangegangenen Ausführungsformen übereinstimmen
oder zu diesen äquivalent sind. Wie in 8 gezeigt
ist, wird eine Ableitvorrichtung (arrester) 13 vorgesehen, die zusammen
mit dem Schalter 4 parallel an die Sekundärwicklung des Transformators
2 angeschlossen ist. Nun erfolgt unter der Annahme, daß von der Systemfehlerdetektorvorrichtung
18 auf Grundlage des Ausgangssignals des Meßwandlers 11 das
Vorliegen eines Systemfehlers festgestellt wird, von der Entscheidungsschaltung
18 die Ausgabe des Schaltersteuersignals SC, und der Schalter
4 wird in Übereinstimmung mit diesem geschlossen, damit der Umrichterstrom
I durch den Schalter 4 fließen kann, während die GTO-Schaltelemente
3c1 bis 3c4 abgeschaltet sind.
In dem Zeitpunkt, in dem die Sekundärschaltung des Transformators
2 aufgrund eines Fehlers des Umrichters 3 geöffnet wird oder
wenn sich der Schalter 4 aus irgendeinem Grund nicht schließen läßt,
nachdem der Umrichter 3 abgeschaltet ist, wird eine Überspannung erzeugt.
Jedoch kann aufgrund der Tatsache daß wie oben erwähnt eine Ableitvorrichtung
13 vorgesehen ist, die Überspannung auf einem festgelegten Pegel geklemmt
werden, wodurch der Umrichter 3 vor dem Anlegen der Überspannung geschützt
ist.
Aus dem Obigen ist zu erkennen, daß durch Vorsehen der Ableitvorrichtung
13, die parallel zu der Sekundärwicklung des Transformators
2 angeschlossen ist, zusammen mit dem Schalter 4 der letztere
während einer begrenzten Zeitdauer betrieben werden kann, die für den
Betrieb der Ableitvorrichtung 13 bei Auftreten des Systemfehlers erforderlich
ist. In anderen Worten läßt sich aufgrund der Kombination der Ableitvorrichtung
13 und des Schalters 4 in dem Schutzgerät für den Umrichter
3, wie oben beschrieben, das Anlegen einer Überspannung
am Umrichter 3 wirksam vermeiden.
Ausführungsform 6
Bei den vorangegangenen Ausführungsformen 1 bis 5 war die Beschreibung
auf Überbrückungsschaltungen für die Handhabung von Systemfehlern
gerichtet. Jedoch kann an den Einsatz von Maßnahmen gedacht werden, mit denen
sich das Ausüben eines ungünstigen Einflusses auf das elektrische Netz
aufgrund eines Fehlers eines Umrichters vermeiden läßt. Etwas konkreter
sei angenommen, daß die GTO-Schaltelemente, die in den oberen und unteren Armen
der Brückenschaltung des Umrichters angeschlossen sind, im leitenden Zustand
in den nichtbetriebsfähigen Zustand übergehen, was Anlaß für
einen Kurzschlußfehler in den entsprechenden Gleichspannungseingangsleitungen
gibt. In diesem Fall wird auf das elektrische Netz ein ungünstiger Einfluß
ausgeübt. Im Hinblick auf die Handhabung dieses Problems wird bei der Erfindung
gemäß der sechsten Ausführungsform vorgeschlagen, ein redundantes
Schutzsystem vorzusehen, indem mehrere Umrichter für jede der Starkstromleitungen
vorgesehen sind, wobei jeder Umrichter mit einem Fehler von dem System abgetrennt
wird und der Betrieb dadurch fortgesetzt wird, daß ein anderer normaler Umrichter
in Betrieb gesetzt wird.
Die 9 zeigt ein Schaltbild zum Darstellen
einer Struktur der Umrichterschutzschaltung gemäß der sechsten Ausführungsform
der Erfindung. Wie in der Figur gezeigt ist, wird die Sekundärwicklung jedes
Transformators 2a bis 2c jeweils in Serie zu den Starkstromleitungen
1a bis 1c geschaltet, und wird in n Stufen oder n Wicklungsabschnitte
unterteilt, wobei ein zusätzlicher Umrichter mit jedem der n Wicklungsabschnitte
verbunden ist. In anderen Worten ausgedrückt, sind n Umrichter mit jeder der
Phasenstarkstromleitungen 1a bis 1c verbunden.
Die Plus-Eingangsleitungen der Umrichter, die jeweils mit den Sekundärwicklungsabschnitten
(beispielsweise 2a1, 2b1, 2c1) einer gleichen Stufe der
Transformatoren 2a bis 2c verbunden sind, werden gemeinsam verbunden
und anschließend an einen Anschlußpunkt einer Gleichspannungskapazität
6 über die Schutzsicherung 5a angeschlossen, während
die entsprechenden Minus-Eingangsleitungen miteinander verbunden und anschließend
an den anderen Anschlußpunkt der Gleichspannungskapazität 6 angeschlossen
werden. Ferner werden in jedem der Umrichter Stromdetektorspulen C um die Anschlußleitungen
jeweils für ein Paar oberer und unterer GTO-Schaltelemente (beispielsweise
3c1 und 3c2; 3c3 und 3c4) gewickelt.
Fließt ein Kurzschlußstrom durch die Stromdetektorspule
C, so tritt parallel zu der Stromdetektorspule C eine Spannung auf. Wird diese Spannung
von einem Kurzschlußdetektor 19 erfaßt, so wird ein Fehlerdetektorsignal
SS bei einer Kurzschluß-Entscheidungsschaltung 20 in der Form eines
Signals eingegeben, mit dem sich derjenige Sekundärwicklungsabschnitt identifizieren
läßt, mit dem der fehlerhafte Umrichter 3 verbunden ist. Hierauf
sendet die Kurzschluß-Entscheidungsschaltung 20 das Kurzschluß-Detektorsignal
SS an eine Zwangszündschaltung 21, die dann auf das Signal SS reagiert,
um die Zündsignale an die GTO-Schaltelemente aller Umrichter weiterzuleiten,
die mit den Sekundärwicklungsabschnitten derselben Stufe verbunden sind, der
auch der fehlerhafte Umrichter angeschlossen ist.
Am Rande sei angemerkt, daß die parallel zu den Gleichspannungseingangsleitungen
des Umrichters angeschlossene Gleichspannungskapazität 6 üblicherweise
eine große Kapazität aufweist, was bedeutet, daß die Impedanz der
Gleichspannungsschaltung niedrig ist. Demnach wird dann, wenn ein Kurzschlußfehler
in den kaskadenartig verbundenen GTO-Schaltelementen, die den Umrichter bilden,
auftritt, ein großer Strom über die Serienschaltung fließen, wodurch
es unmöglich ist, die GTO-Schaltelemente zu schützen.
Nun richtet sich die Beschreibung auf die Umrichterschutzschaltung
gemäß der momentanen Ausführungsform der Erfindung. Unter der Annahme,
daß ein Kurzschlußfehler kaskadenartig gleichzeitig in den GTO-Schaltelementen
3cl und 3c2 des Umrichters 3C-1 auftritt, der mit dem
Sekundärwicklungsabschnitt 2c1 der ersten Stufe des Transformators
2c verbunden ist, die in Serie zu der Phasenstarkstromleitung
1c angeschlossen ist, wird ein entsprechender Kurzschlußstrom durch
die Stromdetektorspule C fließen, wodurch eine Spannung in dieser Spule C induziert
wird. Diese Spannung wird von dem Kurzschlußdetektor 19 erfaßt,
wodurch das Kurzschluß-Detektorsignal SS der Kurzschluß-Entscheidungsschaltung
20 in der Form eines Identifikationssignals zugeführt wird, das denjenigen
Sekundärwicklungsabschnitt 2c1 der ersten Stufe des Transformators
2c identifiziert, mit der der Umrichter 3C-1 verbunden ist, in
dem ein Kurzschlußfehler auftritt.
Die Kurzschluß-Entscheidungsschaltung 20 entscheidet
anschließend auf der Grundlage des Kurzschluß-Detektorsignals SS, um hierdurch
die Stufe des Sekundärwicklungsabschnitts 2c1 zu identifizieren, mit
der der Umrichter 3C-1 verbunden ist, in dem der Kaskadenkurzschlußfehler
auftritt. Wird entschieden, daß der Kurzschlußfehler in dem Umrichter
3C-1 auftritt, der mit der ersten Stufe des Sekundärwicklungsabschnitts
2c1 verbunden ist, so wird die Zwangszündschaltung 21 aktiviert,
um hierdurch die Zündsignale allen GTO-Schaltelementen der mit den
Sekundärwicklungsabschnitten (2a1, 2b1, 2c1) verbundenen
Umrichter (3A-1, 3B-1, 3C-1) der ersten Stufe der Transformatoren
(2a, 2b und 2c) zuzuführen, die jeweils in Serie
zu den drei Phasenstarkstromleitungen geschaltet sind.
Hierdurch werden dann, wenn der Gleichspannungs-Kurzschlußfehler
in einem Brückenarm in dem Zustand auftritt, in dem die zu diesem Arm gehörenden
GTO-Schaltelemente beide leitend sind, alle GTO-Schaltelemente der Umrichter, die
mit den Sekundärwicklungsabschnitten derselben Stufe verbunden sind, gezündet,
wodurch der durch die Schutzsicherung 5afließende Strom in Übereinstimmung
mit einer Funktion, die durch I2t gegeben ist (wobei I den Strom und t eine verstrichene
Zeit darstellt) zunimmt, um hierdurch die Schutzsicherung 5a mit dem Kurzschlußstrom
zu unterbrechen, bevor dieser die zulässige Stromkapazität der GTO-Schaltelemente
übersteigt. Beim Schmelzen der Schutzsicherung 5a werden jeweils die
Umrichter, die mit den Sekundärwicklungsabschnitten der ersten Stufe der Transformatoren
verbunden sind, die in den drei Phasenstarkstromleitungen eingefügt sind,.
von der Gleichspannungskapazität 6 abgetrennt. Durch das erzwungene
Anschalten aller GTO-Schaltelemente gehen die Sekundärwicklungen der Transformatoren
2 in den Kurzschlußzustand über. Jedoch werden die Sekundärwicklungsströme,
die über die Sekundärwicklungen fließen, auf einen Wert begrenzt,
der durch das Übersetzungsverhältnis festgelegt ist. Hierdurch wird das
Auftreten eines Überstroms vermieden.
Auf diese Weise läßt sich wie oben beschrieben durch Aufteilen
der Sekundärwicklung jedes der Transformatoren in n Abschnitte und eine Anpassung
der Kombination der Schmelzsicherung 5a und der Zwangszündschaltung
21 bei jedem der Umrichter (3A, 3B, 3C) ein
Schutz der GTO-Elemente der Umrichter gewährleisten. Ferner werden dann, wenn
ein Kurzschlußfehler auftritt, diejenigen Umrichter, die mit den Sekundärwicklungsabschnitten
derselben Stufe verbunden sind, wie der Umrichter, in dem der Kurzschlußfehler
auftritt, von der Gleichspannungskapazität abgetrennt, und der Systembetrieb
wird fortlaufend mit denjenigen Umrichtern aufrecht erhalten, die mit den Sekundärwicklungsabschnitten
der anderen Stufen (n-1) verbunden sind. Demnach läßt sich die Umrichterschutzschaltung
mit einer redundanten Struktur zum Gewährleisten einer hohen Zuverlässigkeit
mit kompaktem Aufbau bei niedrigen Kosten realisieren.
Die vorhergehende Beschreibung erfolgte im Zusammenhang mit den Umrichtern,
die mit den Sekundärwicklungsabschnitten der ersten Stufe (2a1,
2b1, 2c1) verbunden sind. Jedoch versteht es sich von selbst,
daß sich der Schutz für diejenigen Umrichter gewährleisten läßt;
die mit irgendeiner Stufe des Sekundärwicklungsabschnitts mit demselben redundanten
Schaltungsaufbau verbunden sind.
Ausführungsform 7
Im Fall der Umrichterschutzschaltung gemäß der sechsten
Ausführungsform der Erfindung werden dann, wenn der Kaskaden-Kurzschlußfehler
in einem Umrichter auftritt, der mit einer vorgegebenen Stufe des Sekundärwicklungsabschnitts
des Transformators 2 verbunden ist, alle GTO-Schaltelemente der Umrichter,
die mit den Sekundärwicklungsabschnitten derselben Stufe, wie derjenigen des
vorgegebenen, verbunden sind, gezündet, um hierdurch die Schutzsicherung
5a zu schmelzen, damit all diejenigen Umrichter 3 aus der Gleichspannungsschaltung
abgekoppelt werden, die mit den oben erwähnten Sekundärwicklungsabschnitten
verbunden sind, und zwar im Hinblick auf die Gewährleistung des Schutzes für
die GTO-Schaltelemente.
In diesem Zusammenhang ist jedoch zu erwähnen, daß selbst
dann, wenn der Umrichter mit dem Kaskaden-Kurzschlußfehler von der Gleichspannungsschaltung
abgetrennt wird, ein übermäßig großer Kurzschlußstrom zu
dem Umrichter mit dem Kurzschlußfehler, ausgehend von der zugeordneten Sekundärwicklung
des Transformators, fließen kann, wodurch normale GTO-Schaltelemente möglicherweise
beschädigt werden.
Demnach ist es wünschenswert, das Fließen des Kurzschlußstroms
zu dem Umrichter zu vermeiden. Zudem sollte vorzugsweise der über das elektrische
Netz fließende Strom unterbrochen werden, damit der Umrichter mit dem Kurzschlußfehler
von dem elektrischen Netzsystem entfernt werden kann.
Die 10 zeigt ein Schaltbild zum Darstellen
einer Struktur einer Umrichterschutzschaltung gemäß einer siebten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, die zum Vereinfachen der Wartung der Umrichter entworfen
ist. In der 10 kennzeichnen Bezugsbuchstaben, die mit
den in 9 benutzten übereinstimmen, gleiche oder
äquivalente Komponenten. Wie in 10 gezeigt ist,
wird ein Trennschalter 23 in die Gleichspannungsleitung jedes Umrichters
eingefügt. Ferner wird ein Trennschalter 24 zwischen der Wechselspannungsausgangsleitung
des Umrichters 3 und der Sekundärwicklung eingefügt, während
ein Schalter 4 parallel mit der Sekundärwicklung verbunden wird. Zusätzlich
ist eine Verzögerungsschaltung 22 vorgesehen, damit das Schaltersteuersignal
SC dem Schalter 4 von der Kurzschluß-Entscheidungsschaltung
20 nach dem Verstreichen einer festgelegten Zeitdauer nach der Eingabe
des Kurzschluß-Detektorsignals bei der Kurzschluß-Entscheidungsschaltung
20 zugeführt wird. Die Trennschalter 23 und 24,
der Schalter 4 und die Verzögerungsschaltung 22 sind bei
jedem der mit dem jeweiligen Sekundärwicklungsabschnitten
verbundenen Umrichter vorgesehen.
Nun folgt eine Beschreibung des Betriebs der Umrichterschutzschaltung
gemäß der momentanen Ausführungsform der Erfindung mit dem Umrichter
3C-1 als repräsentatives Beispiel. Es sei beispielhaft angenommen,
daß ein Kaskaden-Kurzschlußfehler in dem Umrichter auftritt, der mit der
ersten Stufe des Sekundärwicklungsabschnitts 2c1 des in die Phasenstarkstromleitung
1c eingefügten Transformators 2c verbunden ist. Dann werden
die mit der ersten Stufe des Sekundärwicklungsabschnitts aller Transformatoren
(2a, 2b, 2c) verbundenen Umrichter 3 in den
leitenden Zustand versetzt, und zwar durch Zusammenwirken der Kurzschluß-Entscheidungsschaltung
20 und der Zwangszündschaltung 21, wie zuvor beschrieben,
wodurch die zugeordnete Schutzsicherung 5a zum Abtrennen all der Umrichter
3 geschmolzen wird, die jeweils mit der ersten Stufe der Sekundärwicklungsabschnitte
(2a1, 2b1, 2c1) verbunden sind.
In dem Fall, in dem der Umrichter 3C-1 mit dem Kaskaden-Kurzschlußfehler
in dem mit der Sekundärwicklung verbundenen Zustand verbleibt, kann ein großer
Kurzschlußstrom zu diesem Umrichter fließen, wodurch die normalen GTO-Schaltelemente
von diesem beschädigt werden. Demnach leitet die Verzögerungsschaltung
22 dann, wenn das Kurzschluß-Detektorsignal SS fortlaufend von der
Kurzschluß-Entscheidungsschaltung 20 über eine Zeitdauer, die
eine festgelegte Zeitspanne übersteigt, eingegeben wird, das Schaltersteuersignal
SC an den Schalter 4, der mit der Wechselspannungsausgangsseite desjenige
Umrichters verbunden ist, in dem der Kaskaden-Kurzschlußfehler auftritt, um
hierdurch die zugeordnete Sekundärwicklung (2c1) kurzzuschließen.
Im Ergebnis kann der Kurzschlußstrom zu dem Schalter 4 unter Umgehung
des Umrichters mit dem Kurzschlußfehler umgeschaltet werden.
Ferner ist es möglich, den Umrichter zu reparieren, während
gleichzeitig das elektrische Netzsystem weiterbetrieben wird, indem jeweils die
Trennschalter 23 und 24 bei der Gleichspannungseingangsseite und
der Wechselspannungsausgangsseite des Umrichters mit dem Kurzschlußfehler geöffnet
werden, um hierdurch den fehlerhaften Umrichter von dem elektrischen Netzsystem
abzutrennen.
Ausführungsform 8
Wie zuvor beschrieben, werden im Fall der Umrichterschutzschaltung
gemäß der siebten Ausführungsform der Erfindung dann, wenn der Kaskaden-Kurzschlußfehler
in einem bestimmten der Umrichter auftritt, die mit einem Sekundärwicklungsabschnitt
eines Transformators verbunden sind, die GTO-Schaltelemente aller Umrichter angeschaltet,
die mit den Sekundärwicklungsabschnitten derselben Stufe verbunden sind, an
der auch der fehlerhafte Umrichter angeschlossen ist, um hierdurch die Schutzsicherung
5 zum Abtrennen sämtlicher oben erwähnter Umrichter von den Gleichspannungsschaltungen
zu schmelzen, damit die GTO-Schaltelemente geschützt werden. Ferner wird das
Fließen des Kurzschlußstroms in den fehlerhaften Umrichter durch Schließen
des Schalters vermieden.
Die Umrichterschutzschaltung mit einem derartigen Aufbau wird vorzugsweise
mit einem Gerät für den Schutz der Umrichter gegen einen Systemfehler
ausgestattet, wie es vorangehend im Zusammenhang mit der ersten Ausführungsform
der Erfindung beschrieben wurde. Die 11 zeigt ein Schaltungsdiagramm
zum Darstellen einer Struktur einer Umrichterschutzschaltung, das eine Kurzschlußfehler-Schutzschaltung
und eine Systemfehler-Schutzschaltung enthält, gemäß der achten Ausführungsform
der Erfindung. In 11 kennzeichnen Bezugszeichen, die
auch in 1 und 10 benützt
sind, die gleichen oder äquivalente Komponenten. Wie in 11
gezeigt ist, ist eine Befehlsschaltung zum Schließen des Schalters
25 vorgesehen, die auf ein Entscheidungssignal S anspricht, das von der
Systemfehlerdetektorvorrichtung 12 zugeführt wird, oder auf das Kurzschluß-Detektorsignal
SS, das von der Kurzschluß-Entscheidungsschaltung 20 zugeführt
wird, um ein Schaltersteuersignal SC an den Schalter 4 mit einer Verzögerung
gemäß einer festgelegten Zeitspanne abzugeben.
Bei Erfassung des Systemfehlers durch die Systemfehlerdetektorvorrichtung
12 werden die Zündsignale 3c1S bis 3c4S an die GTO-Schaltelement
3c1 bis 3c4 abgegeben, und zwar in Abhängigkeit von dem Ausgangsspannungs-Nullsetzbefehl
I0 gemäß dem in 3 dargestellten Zeitablauf,
wodurch die Umrichterausgangsspannung zu Null festgelegt wird. In diesem Fall leitet
die Systemfehlerdetektorvorrichtung 12 das Fehlersignal S auch der Befehlsschaltung
zum Schließen des Schalters 25 zu. Liegt das Fehlersignal S fortlaufend
über eine festgelegte Zeitspanne (beispielsweise in einem Bereich von vier
bis acht Taktzyklen) hinweg vor, so wird das Schaltersteuersignal SC an den Schalter
4 ausgegeben, um den Schalter 4 zu schließen. Hierdurch wird
der Umrichterstrom I zu dem Schalter 4 umgeschaltet, wodurch der durch
den Umrichter 3 fließende Strom Null wird. Durch diese Vorgehensweise
können die durch die GTO-Schaltelemente fließenden Ströme bei deren
Abschaltung auf die zulässige Stromkapazität des Schaltelements begrenzt
werden.
Tritt andererseits ein Kaskaden-Kurzschlußfehler in einem Umrichter
3 auf, der mit dem Sekundärwicklungsabschnitt 2c1 der ersten
Stufe eines Transformators 2 verbunden ist, der in der Phasenstarkstromleitung
1c eingefügt ist, so werden die Umrichter 3, die mit der
ersten Stufe der Sekundärwicklungsabschnitte aller Transformatoren verbunden
sind, durch das Zusammenwirken der Kurzschluß-Entscheidungsschaltung
20 und der Zwangszündschaltung 21angeschaltet, damit die
Schutzsicherung 5a geschmolzen wird, wodurch alle Umrichter 3,
die mit der ersten Stufe der Sekundärwicklungsabschnitte der Transformatoren
2 verbunden sind, von der Gleichspannungsschaltung abgetrennt werden.
Zudem wird dann, wenn das Kurzschlußentscheidungssignal SS fortlaufend
an der Befehlsschaltung zum Schließen des Schalters 25 ausgehend von
der Kurzschluß-Entscheidungsschaltung 20 über eine festgelegte
Zeitdauer hinweg angelegt ist, das Schaltersteuersignal SC dem Schalter
4 zugeführt, der mit der Wechselspannungsausgangsschaltung des Umrichters
3 mit dem Kaskaden-Kurzschlußfehler verbunden ist, um hierdurch den
Schalter 4 zum Shunten des Sekundärwicklungsabschnitts zu schließen.
Hierdurch läßt sich der Kurzschlußstrom zu dem Schalter
4 unter Umgehung des Umrichters umschalten.
Aus dem Obigen ist ersichtlich, daß sich durch Kombination der
Struktur der Umrichterschutzschaltung gemäß der ersten Ausführungsform
mit derjenigen der siebten Ausführungsform der Umrichter sowohl gegen die Sekundärwicklung
als auch gegen den Kurzschlußfehler bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des
Betriebs des Systems schützen läßt.
Ausführungsform 9
Die bisher beschriebenen Ausführungsformen 1 bis 8 der vorliegenden
Erfindung dienen dem Schutz von Umrichtern, die in Serie zu dem elektrischen Netz
angeschlossen sind. Jedoch kann die Umrichterschutzschaltung gemäß der
vorliegenden Erfindung auch zum Schutz von Umrichtern angewendet werden, die parallel
an dem elektrischen Netzsystem angeschlossen sind.
Die 12 zeigt ein schematisches Schaltbild
zum Darstellen einer Umrichterschutzschaltung für die Umrichter, die parallel
an dem elektrischen Netzsystem angeschlossen sind. Die Umrichterschutzschaltung
gemäß der momentanen Ausführungsform der Erfindung unterscheidet
sich von der sechsten Ausführungsform dahingehend, daß die Sekundärwicklung
in n Abschnitte unterteilt ist. Tritt ein Kaskaden-Kurzschlußfehler in einem
der Umrichter 3 auf, die parallel mit dem elektrischen Netzsystem verbunden
sind, so wird dieses Fehlerereignis durch den Kurzschlußdetektor
19 erfaßt. Die Kurzschluß-Entscheidungsschaltung 20
reagiert auf das von dem Kurzschlußdetektor zugeführte Kurzschlußdetektorsignal
SS, damit die Stufe oder der Abschnitt der Sekundärwicklung bestimmt oder identifiziert
wird, mit der der Umrichter mit dem Kaskaden-Kurzschlußfehler verbunden ist.
Auf der Grundlage des Ergebnisses dieser Entscheidung erzeugt die Zwangszündschaltung
21 die Zündsignale 3c1S bis 3c4S für all diejenigen
Umrichter, die mit den Sekundärwicklungsabschnitten derselben Stufe verbunden
sind, mit der auch der Umrichter mit dem Kurzschlußfehler verbunden ist. Durch
diese Anordnung lassen sich dieselben Wirkungen erzielen, wie sie zuvor im Zusammenhang
mit der sechsten Ausführungsform beschrieben wurden.
Ausführungsform 10
Die 13 zeigt ein schematisches Schaltbild
zum Darstellen einer Umrichterschutzschaltung für Umrichter, die parallel mit
dem elektrischen Netzsystem verbunden sind. Die Umrichterschutzschaltung gemäß
der momentanen Ausführungsform der Erfindung unterscheidet sich von der siebten
Ausführungsform dahingehend, daß die Sekundärwicklung in n Abschnitte
unterteilt ist. Während des Betriebs werden dann, wenn man beispielsweise annimmt,
daß ein Kaskaden-Kurzschlußfehler in dem Umrichter 3 auftritt,
der mit einem Sekundärwicklungsabschnitt der ersten Stufe eines Transformators
verbunden ist, die GTO-Schaltelemente all derjenigen Umrichter angeschaltet, die
mit den erststufigen Wicklungsabschnitten aller Transformatoren verbunden sind,
wodurch die Schutzsicherung 5a aufgebrochen wird, was dazu führt,
daß alle Umrichter 3, die mit den Sekundärwicklungsabschnitten
der ersten Stufe verbunden sind, von den jeweiligen Gleichspannungsschaltungen abgetrennt
werden.
In dem Fall, in dem der Umrichter 3 mit dem Kaskaden-Kurzschlußfehler
in dem mit der Sekundärwicklung verbundenen Zustand verbleibt, wird der Kurzschlußstrom
ausgehend von der Sekundärwicklung zu dem Umrichter 3 fließen,
wodurch die normalen GTO-Schaltelemente des Umrichters 3 beschädigt
werden können. Demnach gibt die Verzögerungsschaltung 22 dann,
wenn das Kurzschlußdetektorsignal SS länger als eine vorgegebene Zeitspanne
erfaßt wird, das Schaltersteuersignal an den mit der Wechselspannungsseite
des Umrichters 3 mit dem Kurzschlußfehler verbundenen Schalter
4 ab, wodurch die Sekundärwicklung von dem Schalter 4 geshuntet
wird. Hierdurch fließt der Kurzschlußstrom unter Umgehung des fehlerhaften
Umrichters 3 über den Schalter 4.
Zudem ist es möglich, durch Öffnen der jeweiligen Trennschalter
23 und 24, die in der Gleichspannungseingangsseite und der Wechselspannungseingangs/Ausgangsseite
des Umrichters mit Kurzschlußfehler eingefügt sind, diesen in einem Zustand
zu reparieren, bei dem das elektrische Netzsystem aktiv weiterbetrieben wird.
Im Fall der Umrichterschutzschaltung gemäß der neunten und
zehnten Ausfhrungsform der Erfindung wird die Systemspannung parallel zu (n-1) Windungsabschnitten
angelegt. Demnach kann dadurch, daß die Transformatoren und die Umrichter vorab
unter Berücksichtigung der Tatsache entworfen werden, daß eine Spannung
als das (n/n-1)-fache der Systemspannung am Umrichter und Transformator anliegt,
zum Verwirklichen der redundanten Umrichterschutzschaltung, eine Umrichterschutzschaltung
hoher Zuverlässigkeit bei geringen Kosten realisiert werden.
Beispielsweise kann, obgleich davon ausgegangen wurde, daß die
Umrichterschutzschaltung gemäß der Erfindung bei einem dreiphasigen elektrischen
Netzsystem angewendet wird, der Inverter ebenfalls bei einer anderen Art von Stromversorgungssystem
oder -quelle eingesetzt werden. Zudem kann, obgleich für die Gleichspannungsschaltung
davon ausgegangen wird, daß sie aus einer Gleichspannungskapazität besteht,
diese durch ein BTB vom Selbsterregertyp (selfexcitation type BTB) ersetzt werden,
wobei sich im wesentlichen dieselben vorteilhaften Effekte ergeben.