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Dokumentenidentifikation DE202006008959U1 15.11.2007
Titel Spritzpistole
Anmelder winkler-hawo GmbH, 64646 Heppenheim, DE
Vertreter Kroher, Strobel Rechts- und Patentanwälte, 80336 München
DE-Aktenzeichen 202006008959
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.11.2007
Registration date 11.10.2007
Application date from patent application 07.06.2006
IPC-Hauptklasse B05B 9/01(2006.01)A, F, I, 20060607, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B05B 15/08(2006.01)A, L, I, 20060607, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Spritzpistole, insbesondere zum nebelarmen Spritzen von Farbe, enthaltend einen Pistolengriff mit einem gelenkig daran angebrachten Abzugshebel, einem Schlauchanschlussstutzen, der etwa gleichachsig mit dem Pistolengriff ist, und einem Rohranschlussstutzen in einem vor dem Abzugshebel liegenden Abschnitt des Pistolengriffs, und ein an dem Rohranschlussstutzen angebrachtes Rohr, an dessen freies Ende eine Spritzdüse angebracht ist. Eine Spritzpistole dieser Art wird von der Anmelderin unter der Bezeichnung NAS auf dem Markt angeboten.

Farbspritzpistolen, aber auch Pressluftpistolen, haben die ganz übliche Pistolengestalt, von der ihr Name herrührt. Die Achse der Pistolenmündung, in der eine Spritzdüse angeordnet ist, schließt nämlich einen Winkel mit der Achse des Pistolengriffs ein, der im Bereich zwischen 90° und etwa 120° oder mehr liegt. Für die Vergrößerung der Reichweite des die Spritzpistole verwendenden Benutzers hat die Anmelderin eine Spritzpistole der eingangs genannten Art entwickelt und auf den Markt gebracht, bei der auf die Mündung einer Spritzpistole üblicher Art ein Rohr aufgesetzt ist, an dessen freien Ende sich die eigentliche Spritzdüse befindet. Mit Hilfe dieser Konstruktion wird zugleich der Abstand zwischen der Düse und der Hand des Benutzers vergrößert, die somit weniger stark dem Farbnebel beim Arbeiten ausgesetzt ist. Das gilt insbesondere beim nebelarmen Spritzen, bei dem mit einem vergleichsweise schmalen Sprühstrahl gearbeitet wird.

In dem Bestreben, die bekannte Konstruktion in ergonomischer Hinsicht zu verbessern, ist die vorliegende Erfindung gemacht worden, gemäß der bei einer Spritzpistole der vorgenannten Art der Rohranschlussstutzen sich gleichachsig oder etwa gleichachsig oder im Wesentlichen parallel zur Achse des Pistolengriffs erstreckt. In Kombination mit einem im Bereich seines freien Endes vorzugsweise gekröpften Rohr ist mit Hilfe einer solchen Spritzpistole ein größerer Flächenbereich in ergonomisch günstiger Handhaltung erreichbar, als mit einer Spritzpistole nach dem Stand der Technik. Insbesondere ist die erreichbare Höhe einer zu spritzenden Wand größer, als bei Verwendung einer Spritzpistole nach dem Stand der Technik. Auch das Spritzen von Raumdecken ist bei Einsatz der erfindungsgemäßen Spritzpistole erleichtert, da die Erfindung eine weniger anstrengende Handhaltung beim Spritzen der Decke ermöglicht.

Ein am hinteren Ende des Pistolengriffs befestigter Farbzuführschlauch erstreckt sich bei der erfindungsgemäßen Spritzpistole etwa in der gleichen Richtung wie das am vorderen Ende der Spritzpistole angebrachte Rohr. Wenn man die mit dem Schlauch versehene Spritzpistole bei Spritzpausen z.B. über eine Gerüststange hängt, dann hängen Schlauch und Rohr im Wesentlichen vertikal, im Gegensatz zur bekannten Spritzpistole, bei der das Rohr gegenüber der Richtung des Schlauches absteht und daher gegebenenfalls störend herumhängt. Durch die ausgewogene Gewichtsverteilung der mit dem Schlauch versehenen erfindungsgemäßen Spritzpistole ist zugleich gewährleistet, dass die Pistole von der Gerüststange nicht herunterfallen kann.

Für die universelle Verwendbarkeit der erfindungsgemäßen Spritzpistole ist es vorteilhaft, wenn die Spritzdüse sowohl um ihre Achse als auch um eine zu ihr senkrechte Achse drehbar ist. Zum Schutz des Abzugshebels ist es günstig, wenn er von einem am Pistolengriff befestigten Schutzbügel umgeben ist. Die beiden letztgenannten Merkmale sind an sich bereits bekannt, jedoch auch bei der erfindungsgemäßen Spritzpistole vorteilhaft einsetzbar.

Ein gekröpftes Rohr sollte vorzugsweise einen Kröpfungswinkel haben, der im Bereich von etwa 45° liegt.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel näher erläutert.

Die Zeichnung zeigt in perspektivischer Darstellung eine erfindungsgemäße Spritzpistole. Sie umfasst einen Pistolengriff 1 mit einem Gehäuse 2, das im hinteren Abschnitt als Griffkörper 3 ausgebildet ist. Am Gehäuse 2 ist ein Abzugshebel 4 schwenkbar gelagert, der von einem am Pistolengriff 1 befestigten Schutzbügel 5 umgeben ist. Am hinteren Ende des Griffkörpers 3 ist ein Anschlussstutzen 6 etwa koaxial mit dem Griffkörper 3 ausgebildet, an den ein Farbzuführschlauch (nicht dargestellt) angeschlossen werden kann.

Am vorderen Ende des Gehäuses 2 ist ein Rohranschlussstutzen 7 ausgebildet, dessen Achse im Wesentlichen parallel zur Achse des Griffkörpers 3 verläuft, aber auch in der Achse des Griffkörpers liegen kann.

Auf den Rohranschlussstutzen 7 ist mittels einer Überwurfmutter 8 ein Rohr 9 aufgeschraubt, das in seinem freien Endbereich unter einem Winkel von im Beispiel etwa 45° gekröpft ist. Am freien Ende des Rohres 9 ist eine insgesamt mit 10 bezeichnete Düsenbaugruppe angebracht.

Die Düsenbaugruppe 10 besteht aus einem am Rohr 9 befestigten Sockel 11, einem Halter 12 und einem Düsenkörper 13. Der Düsenkörper 13 ist an dem Halter 12 um die Düsenachse vorzugsweise voll drehbar angebracht, jedoch in jeder Drehstellung fixierbar. Der Halter 12 ist am Sockel 11 um eine zur Düsenachse senkrecht verlaufende Achse vorzugsweise um 180° drehbar angebracht und in jeder Drehstellung fixierbar. Auf diese Weise ist es möglich, den Düsenkörper 13 in jede für den Gebrauch der Spritzpistole bevorzugte Stellung einzustellen und darin zu fixieren.

Es versteht sich, dass anstelle des hier dargestellten gekröpften Rohres 9 auch ein gerades Rohr auf den Pistolengriff 1 aufgeschraubt werden kann, und dass der Kröpfungswinkel auch anders als der hier dargestellte Winkel von 45° sein kann. Auch lässt sich eine andere Düsenanordnung am Rohr 9 befestigen. Ein wesentliches Merkmal ist, dass sich das Rohr 9 im Wesentlichen gleichachsig oder parallel zur Achse des Griffkörpers 3 erstreckt, weil hierdurch die erstrebten ergonomischen Vorteile der oben beschriebenen Art erreicht werden.


Anspruch[de]
Spritzpistole, insbesondere zum nebelarmen Spritzen von Farbe, enthaltend einen Pistolengriff (1) mit einem gelenkig daran angebrachten Abzugshebel (4), einem Schlauchanschlussstutzen (6), der etwa gleichachsig mit dem Pistolengriff (1) ist, und einem Rohranschlussstutzen (7) in einem vor dem Abzugshebel (4) liegenden Abschnitt des Pistolengriffs (1), und ein an dem Rohranschlussstutzen (7) angebrachtes Rohr (9), an dessen freiem Ende eine Spntzdüsenanordnung (10) angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Rohranschlussstutzen (7) sich gleichachsig oder etwa gleichachsig mit oder parallel zur Achse des Pistolengriffs (3) erstreckt. Spritzpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (9) im Bereich seines freien Endes gekröpft ist. Spritzpistole nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kröpfungswinkel etwa 45° beträgt. Spritzpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüse an einem Düsenkörper (13) ausgebildet ist, der an einem Halter (12) um die Achse der Spritzdüse drehbar gelagert ist. Spritzpistole nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spritzdüse an einem Halter (12) angebracht ist, der an dem freien Ende des Rohrs (9) um eine zur Achse der Spritzdüse senkrecht verlaufende Achse drehbar angebracht ist. Spritzpistole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abzugshebel (4) von einem am Pistolengriff (1) befestigten Schutzbügel (5) umgeben ist.






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