Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches
1 und wird zum Schnellspannen eines Werkzeughalters in einer Aufnahme eines Werkzeugrevolvers
einer Maschine verwendet, die z.B. eine Dreh- oder Fräsmaschine, ein Fräs-
oder Drehzentrum oder ein Bearbeitungszentrum -Drehen, Fräsen, Bohren-, ist.
Bekannt sind eine Vielzahl von Vorrichtungen zum Spannen von Werkzeughaltern.
Insbesondere dienen radial wirkende Druckelemente oder Sperrstifte zum Arretieren
eines Spannschaftes des Werkzeughalters in der betreffenden Aufnahmeausnehmung des
Werkzeugrevolvers der Maschine.
Es sind auch Vorrichtungen zum Schnellspannen bekannt. Ein Nachteil
dieser bekannten Lösungen ist deren hoher Fertigungsaufwand. Zudem sind die
Forderungen der Anwender derartiger Vorrichtungen betreffend sehr genauer Aufnahme
der Werkzeughalter, also ein Einspannen mit möglichst geringsten Toleranzen,
permanent.
Daher besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Vorrichtung zu
finden, die ein schnelles, sicheres und genaues Einspannen des Werkzeughalters in
der Aufnahme gewährleistet und deren Fertigungsaufwand gering ist; zudem soll
auch eine schnelle Entnahme des Werkzeughalters aus der Aufnahme möglich sein.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Vorrichtung zum Spannen
eines Werkzeughalters mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst; die abhängigen
Ansprüche 2 bis 11 offenbaren Weiterbildungen und Ausführungsbeispiele
der neuen Vorrichtung.
Der Kerngedanke der Erfindung umfasst eine spezielle Gestaltung des
in einer Aufnahme des Werkzeugrevolvers einsteckbaren Schaftes des Werkzeughalters
nebst Gestaltung der korrespondierenden Teile in der Aufnahme.
Die neue Vorrichtung zum Spannen eines Werkzeughalters in einer Aufnahme
eines Revolvers einer spanabhebenden Werkzeugmaschine bzw. Bearbeitungszentrums,
nutzt das aus der DE 20 2005 020 586
U1 des gleichen Anmelders bekannte Spannprinzip und entwickelt selbiges
weiter.
Der Werkzeughalter besitzt, entlang seiner Zentrumsachse gesehen,
einen ein Werkzeug aufnehmenden Aufnahmebereich und einen Schaft. Zwischen dem Aufnahmebereich
und dem Schaft ist ein gemeinsamer Bund vorgesehen. Der Bund weist schaftseitig
eine Präzisions-Planfläche auf, zur Anlage an einer Ausrichtfläche
des Revolvers.
Der Schaft ist in die Aufnahme des Werkzeugrevolvers einsteckbar und
in selbiger lösbar arretierbar. Hierzu weist der Schaft in seiner Umfangsfläche
eine axial und zum Bund hin gerichtete Ausnehmung auf, die in Bundnähe in eine
quergerichtete Hinterschneidung mündet, wobei diese Hinterschneidung eine zur
Planfläche des Bundes hin zeigende Spannfläche besitzt, und der im Revolver
angeordneten Aufnahme ein quer zur Einsteckrichtung liegender, bevorzugt radial
ausgerichteter Spannbolzen derart zugeordnet ist, dass bei eingestecktem Schaft
und dem Arbeitsschritt "Spannen" der Spannbolzen an der Spannfläche angreift
und die Planfläche präzise an der Ausrichtfläche des Revolvers herangezogen
und zugleich arretiert wird. In spezieller Gestaltung sind nun am Schaft mehrere
Ausnehmungen mitsamt zugehöriger Hinterschneidung angeordnet und der Aufnahme
im Revolver entsprechend mehrere Spannbolzen zugeordnet. Nach dem Einführen
des Schaftes des Werkzeughalters in die in dem Werkzeugrevolver vorgesehene Aufnahme
wird durch Betätigung des Spannbolzens die Planfläche präzise an
der Ausrichtfläche des Werkzeugrevolvers herangezogen und zugleich arretiert.
Nach einer Ausführung sind die Spannbolzen in Form von Spannzapfen
an einem Spannring angeordnet. Der Spannring ist im Stirnflächenbereich der
Aufnahme in selbiger aufgenommen. Zudem ist an der Aufnahme eine Stelleinheit zur
Bewegung des Spannringes vorgesehen.
Eine spezielle Ausführung ist, dass jeder Spannzapfen an seiner
der Spannfläche des Werkzeughalters zugewandten Stirnfläche eine Führungsfläche,
eine Gleitfläche und eine Spannfläche aufweist.
Zudem ist eine bevorzugte Ausführung, dass die Stelleinheit wenigstens
aus einer Stellschraube und einer Zahnstange besteht, wobei die Zahnstange mit einem
gezahnten Abschnitt an der Außenfläche des Spannringes in Wirkverbindung
steht. Weiterhin ist vorzugsweise vorgesehen, dass der Stelleinheit eine Sicherung
zugeordnet ist, welche die Längsbewegung der Zahnstange begrenzt und ein Verdrehen
der Zahnstange verhindert.
Nach einer weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass die Aufnahme
für den Werkzeughalter integraler Bestandteil des Werkzeugrevolvers ist.
Eine andere Ausführung sieht vor, dass die Aufnahme für
den Werkzeughalter in einem Adapter angeordnet ist, welcher in einer Bohrung des
Werkzeugrevolvers aufnehmbar und lösbar arretierbar ist.
Eine spezielle Ausführung sieht zudem vor, dass im Bereich der
Hinterschneidung an der Planfläche ein Nocken vorgesehen ist, an den der im
Revolver gelagerte Spannbolzen anschlägt, wenn er zum Lösen
der Arretierung betätigt wird, sodass die Planfläche von der Ausrichtfläche
des Revolvers weggedrückt wird. Der Schaft des Werkzeughalters wird also in
axialer Richtung vom Werkzeugrevolver wegbewegt.
Nach einer weiteren Ausführung ist am Umfang des Schaftes wenigstens
eine axial gerichtete Nute eingearbeitet, als Bestandteil einer Führungseinheit,
deren anderes, vorzugsweise führendes Teil vorzugsweise in der den Schaft aufnehmenden
Aufnahme angeordnet ist.
Bevorzugt ist zudem eine Ausführung, bei der die Spannfläche
am Schaft des Werkzeughalters an einem Spannteil vorgesehen ist, welches in und
auf der Ausnehmung angeordnet ist, wobei das Spannteil vorzugsweise auswechselbar
auf der Ausnehmung befestigt ist, sodass bei starker Beanspruchung nur dieses Teil
und nicht der gesamte Werkzeughalter ausgetauscht werden muss; die Werkzeugkosten
können also um ein Weiteres minimiert werden.
Die Aufnahme für den Werkzeughalter kann, bei Anordnung im Werkzeugrevolver
und auch bei Anordnung im Adapter, feststehend ausgeführt oder drehbar gelagert
sein, je nachdem, ob das im Werkzeughalter aufzunehmende Werkzeug sich um seine
Längsachse drehen soll oder nicht.
Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, dass mit der
neuen Vorrichtung ein schnelles, sicheres und genaues Spannen des Werkzeughalters
in der Aufnahme des Revolvers erfolgen kann. Zudem noch in der Verringerung des
Herstellungsaufwandes für diese Vorrichtung selbst, inbegriffen die Verringerung
der Anzahl der Bauteile. Die neue Vorrichtung ermöglicht weiterhin, dass das
aus der DE 20 2005 020 586 U1
des gleichen Anmelders bekannte Spannprinzip auch für das Spannen von Werkzeughaltern
mit einem Schaftdurchmesser größer 40 mm sicher und genau anwendbar ist.
Die Erfindung wird folgend anhand von Ausführungsbeispielen näher
und in weiteren Details erläutert. Die Zeichnungen zeigen dabei in schematischer
Darstellung mehrere Arten von Werkzeughaltern und Aufnahmen, an denen das neue Spannsystem,
die Vorrichtung, verwendet ist. Dabei zeigen:
1 eine Spannzange in Perspektive;
1a die Spannzange nach 1,
mit Sicht auf die Arretierungsstelle an deren Schaft;
2 einen Fräsdorn in Perspektive;
2a den Fräsdorn nach 2,
mit Sicht auf die Arretierungsstelle an deren Schaft;
3 eine Gewindebohrzange in Perspektive;
3a die Gewindebohrzange nach 3,
mit Sicht auf die Arretierungsstelle an deren Schaft;
4 eine Zylinderaufnahme (Werkzeughalter) in Seitenansicht;
5, 5a, u. 5b
einen in einen Werkzeugrevolver aufnehmbaren Adapter, in welchen die Aufnahme für
den Werkzeughalter angeordnet ist
6a, 6b u. 6c
einen der Aufnahme zugeordneten Spannbolzen zur Arretierung des Schaftes des Werkzeughalters;
7a, 7b u. 7c
eine spezielle Ausführung der Spannbolzen;
8 einen Längsschnitt durch einen Adapter gemäß
5, der für die Aufnahme der speziellen Spannbolzen
vorgesehen ist;
9a, 9b u. 9c
verschiedene Ansichten eines Adapters und
10a u. 10b Detailansichten
zu den spannenden Elementen des in den
9a bis 9c gezeigten Adapters.
In der 1 ist zunächst einmal ein
für die Aufnahme in der neuen Vorrichtung vorgesehener Werkzeughalter in Ausbildung
einer Spannzange in Perspektive gezeigt. Dieser Werkzeughalter 1 hat entlang
seiner Zentrumsachse 26 einen ein Werkzeug aufnehmenden Aufnahmebereich
9 und einen Schaft 3, der in eine Aufnahme 14 eines besagten
Werkzeugrevolvers 15, siehe hierzu in 4, einsteckbar
ist. Der Aufnahmebereich 9 ist vom Schaft 3 durch einen gemeinsamen
Bund 2 getrennt, der schaftseitig eine Präzisions-Planfläche
2a, siehe auch in 1a, zur Anlage an einer
Ausrichtfläche des Werkzeugrevolvers aufweist.
Der Schaft 3 hat in seiner Umfangsfläche eine von der
maschinenseitigen Stirnfläche ausgehende axial und zum Bund 2 hin
gerichtete Ausnehmung 5. Diese Ausnehmung 5 mündet in Bundnähe
in eine quergerichtete Hinterschneidung 6 ein, wobei diese Hinterschneidung
6 an deren revolverseitige Fläche eine zur Planfläche
2a des Bund 2 hin zeigende Spannfläche 7 besitzt.
An diese Spannfläche 7 greift ein quer zur Einsteckrichtung in der
Aufnahme 14 des Werkzeugrevolvers 15 angeordneter und im Wesentlichen
radial gerichteter Spannbolzen 20 an. Bei Betätigung
des Spannbolzens 20, also dem Spannen, wird die Planfläche
2a präzise an der Ausrichtfläche des Werkzeugrevolvers, genauer
gesagt an die Stirnfläche der Aufnahme 14, herangezogen und zugleich
arretiert. Dies erfolgt derart, dass durch Drillung des Spannbolzens 20
um seine Längsachse die Außenfläche mit der Spannnase 24
des Spannbolzens an der Spannfläche 7 angreift und den Schaft
3 des Werkzeughalters in axialer Richtung in die Aufnahme 14 hineinzieht,
bis die Planfläche 2a an der Ausrichtfläche anliegt.
Bei diesem in den 1 und 1a
gezeigten Ausführungsbeispiel ist in spezieller Ausführung im Bereich
der Hinterschneidung 6, an der Planfläche 2a ein Nocken
8 vorgesehen ist, an den der im Werkzeugrevolver gelagerte Spannbolzen
20 bei dessen Betätigung zum Lösen anschlägt und somit die
Planfläche 2a der Spannzange 1 von der Ausrichtfläche
18 des Werkzeugrevolvers löst, also den Schaft 3 und somit
den Werkzeughalter 1 in axialer Richtung vom Werkzeugrevolver weg bewegt.
Die die Spannbolzen 20 enthaltende Aufnahme 14 sowie
der Spannbolzen 20 selbst sind in den 5 bis
6c gezeigt.
Bei dem in den 5, 5a
und 5b gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Aufnahme
14 nicht direkt im Werkzeugrevolver 15 angeordnet, sondern in
einem Adapter 16, welcher in dem Werkzeugrevolver gehaltert wird. Am Gehäuse
16a des Adapters 16 ist ein Gehäusezapfen 16b angeordnet,
welcher in besagtem Werkzeugrevolver 15, der hier im Detail nicht weiter
dargestellt und in 4 durch eine Strich-Punkt-Linie
angedeutet ist, aufgenommen und arretiert wird.
In dem Gehäuse 16a ist die Aufnahme 14 vorgesehen,
mit einem Frontteil 17, dessen Stirnfläche 18 die Ausrichtfläche
für die Planfläche 2a des Bundes 2 des Werkzeughalters
1 ist. Das Frontteil 17 setzt sich im Inneren des Gehäuses
16a als Innenteil 16c fort und endet maschinenseitig in Ausbildung
eines Mitnahmezapfens 16d, siehe hierzu auch in die 8.
In dem Frontteil 17 der Aufnahme 14 sind radial
gerichtet zwei Spannbolzen 20 sowie, vorzugsweise jeweils um 90° zum
Spannbolzen 20 versetzt, zwei Führungsstifte 19 angeordnet.
Diese Führungsstifte bilden zusammen mit den am Schaft 3 des Werkzeuges
1 vorgesehenen Nuten 4 die besagte Führungseinheit, die ein
Verdrehen des Werkzeughalters um die Zentrumsachse 26 verhindert und zudem
für eine wiederholbare genaue Positionierung des Werkzeughalters
1 genutzt wird.
Eine Ansicht auf die Stirnfläche dieses Adapters 16
zeigt die 5a. Dort ist die vorzugsweise um 90°
versetzte Anordnung der Führungsstifte 19 zu den Spannbolzen
20 zu sehen. Von den Spannbolzen 20 ragt jeweils dessen Spannnase
24 in den aufnehmenden Bereich der Aufnahme 14 hinein.
Die 5b zeigt einen Teilschnitt entlang
der Zentrumsachse 26 durch das Frontteil 17 und durch einen der
Spannbolzen 20 hindurch. In dieser Ansicht ist weiterhin einer der Führungsstifte
19 zu sehen sowie der vordere Abschnitt des aufnehmenden Bereiches der
Aufnahme 14, die Spannnase 24 des Spannbolzens 20 sowie
die Stirnfläche 18 des Frontteiles 17. Die Spannnase
24 ist hier in einer Position zwischen den Stellungen "Öffnen" und
"Gespannt".
Der Spannbolzen 20 selbst ist in den 6a,
6b und 6c in Details gezeigt.
Eine Perspektive in der 6a. Eine Seitenansicht des
aufrecht stehenden Spannbolzens 20 in der 6b,
der hier als Spannschraube ausgebildet ist. Diese Spannschraube 20 ist
unterteilt in einen ersten Abschnitt 21, der mit einem Außengewinde
23 versehen ist und in einen zweiten Abschnitt 22, an welchem
die Spannnase 24 ausgebildet ist. Die Spannnase 24 sitzt außermittig
zur Längsachse des Spannbolzens 20 und hat vorzugsweise die Form eines
Zylindersegmentes, im Querschnitt ein Kreissegment, bevorzugt kleiner als die Halbfläche,
wobei in vorteilhafter Ausführung dessen Kreisbogen keinen konstanten Radius
hat.
Gegenüber der Darstellung in 6a
ist der Spannbolzen, die Spannschraube 20 in dieser Ansicht etwa um 120°
um seine Längsachse gedreht gezeigt.
In der 6c ist die Spannschraube
20 in Schnittdarstellung gezeigt sowie gegenüber der Darstellung in
6a um 45° um die Längsachse gedreht. Die
Innenfläche der Spannnase 24 ist in voller Breite zu sehen sowie der
Schlüsseleingriff 25, hier ausgebildet zur Aufnahme eines Inbus-Schlüssels.
Eine weitere spezielle Ausgestaltung der Erfindung ist noch in den
1a, 2a und 3a
gezeigt. So ist in bevorzugter Ausführung die Spannfläche 7 an
einem auswechselbar im und auf der Ausnehmung 5angeordneten Spannteil
10 vorgesehen angeordnet. Die Vorteile des auswechselbaren Spannteiles
10 sind weiter vorn in der Beschreibung bereits genannt worden.
In den 2, 2a,
3, 3a und 4
sind weitere Ausführungsvarianten des Werkzeughalters 1 gezeigt, bei
denen der Aufnahmebereich, 9a, 9b und 9c eine andere
Form besitzt als bei der in der 1 und 1a
gezeigten Ausführung. Gezeigt wird ein Fräsdorn 11, eine Gewindebohrzange
12 und eine sogenannte Zylinderaufnahme 13. Bei der Darstellung
in 4, der Zylinderaufnahme 13,
ist dieser spezielle Werkzeughalter gegenüber den Darstellungen in den
1a, 2a und 3a um 90° um deren
Zentrumsachse 26 gedreht gezeigt, sodass hier eine Draufsicht auf die Nute
4 erfolgt. In dieser 4 ist mit strichpunktierter
Linie der Werkzeugrevolver 15 einer Werkzeugmaschine angedeutet, in welchem
mehrere Aufnahmen 14 für Werkzeughalter 1 vorgesehen sind.
In dieser Figur ist ebenfalls strichpunktiert die Lage des bzw. der Spannbolzen
bezüglich der Aufnahme 14 angedeutet.
In den 7a bis 10b
ist eine Ausführungsvariante der neuen Vorrichtung gezeigt, bei der die Spannbolzen
zum Arretieren des Schaftes 3 in der Aufnahme 14 in einer weiteren
speziellen Ausführung verwendet werden. So ist in den 7a
bis 7c gezeigt, dass die Spannbolzen speziell als Spannzapfen
40 ausgebildet und an der Innenfläche 31 eines Spannringes
30 angeordnet sind. Dieser Spannring 30 hat die besagte Innenfläche
31, eine Außenfläche 32, sowie zwei Stirnflächen
33 und 34. In einem Abschnitt der Außenfläche
32 ist ein gezahnter Abschnitt 35 vorgesehen. Jeder der Spannzapfen
40 ist an seiner Stirnfläche, die mit der Spannfläche
7 des Schaftes 3 des Werkzeughalters 1, 11,
12 und 13 zusammenwirkt um ein Weiteres speziell ausgebildet.
So weist diese Stirnfläche eine Führungsfläche 41 auf, gefolgt
von einer Gleitfläche 42 und einer anschließenden Spannfläche
43. Diese Ausgestaltung gewährleistet, dass bei der drehenden Bewegung
zum Spannen die Spannzapfen sicher in die Hinterschneidung 6 und somit
hinter die Spannfläche 7 des Schaftes geführt werden kann, falls
die Planfläche 2a des Bundes 2 des Werkzeughalters nach dem
Einstecken des Schaftes 3 in die Aufnahme 14 nicht unmittelbar
dicht an die Ausrichtfläche herangeführt ist.
An der der Spannfläche 43 des Spannzapfens
40 gegenüberliegenden Stirnfläche ist zumindest eine schräg
gestellte Anschlagfläche 44 vorgesehen, der eine Einbuchtung
45 folgt. Diese beiden Flächen stehen bei der Drehbewegung "Lösen"
des Spannringes mit dem jeweiligen an der Planfläche 2a vorgesehenen
Nocken 8 in Wirkverbindung derart, dass bei der Bewegung "Lösen" die
Planfläche 2a von der Ausrichtfläche 18 weggedrückt
wird.
In der 8 ist ein Längsschnitt durch
einen Adapter 16 gezeigt, der in seinem Grundaufbau dem Adapter gemäß
5 gleicht. Jedoch ist das Frontteil 17 hier
zur Aufnahme eines Spannringes 30 ausgebildet. Von der Stirnfläche
18 des Frontteiles 17 aus sind körpereinwärts nacheinander
folgend eine vordere Bohrung 17a, eine im Durchmesser etwas kleinere mittlere
Bohrung 17b und eine im Durchmesser wiederum etwas kleinere hintere Bohrung
17c angeordnet. Das Frontteil 17 setzt sich in Maschinenrichtung
als Innenteil 16c fort und endet in einem Mitnahmezapfen 16d.
In dieser Schnittdarstellung sind weiterhin nicht mit Bezugsziffern versehene Lager-
und Führungselemente bekannter Art angeordnet, in denen das Innenteil
16c und teils das Frontteil 17 drehbar und in axialer Richtung
gesichert angeordnet sind.
In der mittleren Bohrung 17b wird der Spannring
30 drehbeweglich aufgenommen. In der vorderen Bohrung 17a werden
nach dem Einsetzen des Spannringes 30 Sicherungselemente angeordnet, die
eine axiale Bewegung des Spannringes 30 nur in den vorgegebenen Toleranzen
zulässt. In der Figur ist oberhalb der mittleren Bohrung 17b noch
ein Durchgang 17d gezeigt. In diesem Durchgang 17d wird die Stelleinheit
zur Bewegung/Drehung des Spannringes 30 aufgenommen. Details zu der Stelleinheit
50 werden folgend noch anhand der 9a bis
9c beschrieben.
Die hintere Bohrung 17c dient ebenfalls zur Aufnahme des
Schaftes 3.
In den 9a, 9b
und 9c ist das innere Teil eines Adapters
16, das einstückig mit dem Innenteil 16c verbundene Frontteil
17 gezeigt.
9a zeigt eine Seitenansicht besagten Teiles, in welches
ein Werkzeughalter 1 mit seinem Schaft 3 eingeführt ist.
Das Innenteil 16c als auch der endseitige Mitnahmezapfen 16d sind
gegenüber dem in der 8 gezeigten Ausführungsbeispiel
mit einer anderen Kontur versehen. Diese Kontur ist bedingt durch Vorgaben in der
Konstruktion eines Werkzeugrevolvers. Die neue Vorrichtung ist, wie diese Darstellung
zeigt, vielfach variabel einsetzbar. Die 9b zeigt einen
Schnitt BB. Gegenüber der Darstellung in 8 und
5 ist das gezeigte Teil um 180° geschwenkt dargestellt.
Der Werkzeughalter 1 ist mit seinem Schaft 3 in dem Frontteil
17 des Adapters aufgenommen. Die Stellschraube 51 und die Zahnstange
52 der Stelleinheit befinden sich in der Position "Gespannt". Es ist gezeigt,
dass die Zahnstange 52 am Spannring 30 angreift und diesen in
seiner Position hält. Die Planfläche 2a des Bundes
2 liegt an der Stirnfläche 18 des Frontteiles 17
an.
Der Spannring 30 ist in der mittleren Bohrung 17b
gehalten und geführt. Auf eine Darstellung der in der vorderen Bohrung
17a angeordneten Sicherungselemente für den Spannring 30
wurde hier der besseren Übersichtlichkeit halber verzichtet. Es sind aus dem
Stand der Technik an sich bekannte Sicherungselemente. Weiterhin ist in dieser Ansicht
die Lage der Ausnehmung 5 deutlich erkennbar.
Die 9c zeigt einen Querschnitt CC von
der in der 9a gezeigten Ansicht. In dieser Ansicht
ist insbesondere die Anordnung der Stelleinheit 50 zu sehen. Wie schon
erwähnt, besteht diese Stelleinheit 50 aus einer Stellschraube, die
an einer Zahnstange 52 angreift, wobei die Zahnstange
52 in dem Durchgang 17d geführt ist und mit ihrem Zahnteil
mit dem gezahnten Abschnitt 35 des Spannringes 30 in Einriff steht.
Eine Sicherung 53 verhindert einerseits ein Verdrehen der Zahnstange
52 in dem vorzugsweise zylindrischen Durchgang 17d und begrenzt
in Bewegungsrichtung die Bewegung der Zahnstange 52 und somit die Drehbewegung
des Spannringes 30. Auch hier ist deutlich die Lage an der Innenfläche
31 des Spannringes 30 angeordneten Spannzapfen 40. Die
Spannzapfen 40 sind mit dem Spannring 30 einstückig ausgeführt.
Die Spannzapfen 40 befinden sich in der Position "Gespannt", liegen also
vor den Spannflächen 7 des Schaftes 3, wodurch auch ein freier
Blick in die Ausnehmungen 5 gegeben ist.
In der 10a ist zur weiteren Verdeutlichung
des neuen Spannprinzipes und der neuen Ausführung der Spannteile der Spannring
30 ohne die ihn haltenden weiteren Bauteile gezeigt. In den Schaft
3 sind mehrere Ausnehmungen 5 eingearbeitet. Die Zahl entspricht
der in dem Spannring 30 vorgesehenen Anzahl von Spannzapfen 40.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind drei Ausnehmungen 5 und demzufolge
auch drei Spannzapfen 40 vorgesehen. Bei dieser Ausführung ist keine
Führung durch Führungsstifte 19 in Verbindung mit Nuten
4 vorgesehen. Die Führungsfunktion wird von den drei Spannzapfen
40 und den drei Ausnehmungen 5 mit übernommen. An der maschinenseitigen
Stirnseite des Schaftes 3 ist eine Mitnahme 27 angeordnet; die
aus der Stirnfläche hervorsteht (s. 10a). Diese
Mitnahme 27 sitzt bei eingestecktem Werkzeughalter 1 formschlüssig
in einer Ausnehmung 17e, die an die hintere Bohrung 17c anschließt.
Hierdurch können sehr große Drehmomente übertragen werden.
Nach Anlage der Planfläche 2a an der betreffenden Stirnfläche
des Spannringes 30 wird der Spannring 30 mittels seines Zahnsegmentes
35 und der – hier nicht gezeigten – Stelleinheit
50 nach rechts gedreht, sodass die Führungsfläche 41
gefolgt von der Gleitfläche 42 und dann die Spannfläche
43 hinter der Spannfläche 7 des Schaftes 3 liegen,
das heißt, die Spannfläche 43 an der Spannfläche
7 vollflächig anliegt, siehe hierzu auch in die 10b.
Alle in der vorstehenden Beschreibung erwähnten sowie auch nur
allein aus der Zeichnung entnehmbaren Merkmale sind weitere Bestandteile der Erfindung,
auch wenn sie nicht besonders hervorgehoben und insbesondere nicht in den Ansprüchen
erwähnt sind.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel
beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel.
- 1
- Werkzeughalter (Spannzange)
- 2
- Bund
- 2a
- Planfläche
- 3
- Schaft
- 4
- Nute (Führungseinheit)
- 5
- Ausnehmung
- 6
- Hinterschneidung
- 7
- Spannfläche
- 8
- Nocken
- 9, 9a, 9b, 9c
- Aufnahmebereich (fürs Werkzeug)
- 10
- Spannteil
- 11
- Fräsdorn
- 12
- Gewindebohrzange
- 13
- Zylinderaufnahme
- 14
- Aufnahme für Pos. 3 von Pos. 1, 11, 12 und 13
- 15
- Werkzeugrevolver einer Maschine
- 16
- Adapter
- 16a
- Gehäuse
- 16b
- Gehäusezapfen
- 16c
- Innenteil
- 16d
- Mitnahmezapfen
- 17
- Frontteil
- 17a
- vordere Bohrung
- 17b
- mittlere Bohrung
- 17c
- hintere Bohrung
- 17d
- Durchgang
- 17e
- Ausnehmung
- 18
- Stirnfläche v. Pos. 17
- 19
- Führungsstifte
- 20
- Spannbolzen
- 21
- erster Abschnitt
- 22
- zweiter Abschnitt
- 23
- Außengewinde
- 24
- Spannnase
- 25
- Schlüsseleingriff
- 26
- Zentrumsachse
- 27
- Mitnahme
- 30
- Spannring
- 31
- Innenfläche
- 32
- Außenfläche
- 33, 34
- Stirnflächen
- 35
- gezahnter Abschnitt
- 40
- Spannzapfen
- 41
- Führungsfläche
- 42
- Gleitfläche
- 43
- Spannfläche
- 44
- Anschlagfläche
- 45
- Einbuchtung
- 50
- Stelleinheit
- 51
- Stellschraube
- 52
- Zahnstange
- 53
- Sicherung