Die Erfindung betrifft ein Sektionaltorblatt aus mehreren gelenkig
verbundenen Torblattsegmenten, wobei mindestens eines der Torblattsegmente eine
Fensteröffnung mit einem Rahmen und eine in dem Rahmen befestigte, transparente
Scheibe aufweist.
Die bei den bekannten Sektionaltorblättern üblichen Paneele
mit eingeschnittener Verglasung sind in der Herstellung aufwändig und in der
Anbringung von transparenten Scheiben kompliziert. Sie halten die Scheiben mittels
Kanten und Klemmvorrichtungen in den Rahmensegmenten. Bei einer Anwendung von Sektionaltoren
als Industrietore wird durch das Anbringen von großen Fensterscheiben die Steifigkeit
der Tore und somit insbesondere der Widerstand gegen Winddruck vermindert.
Bei aus der Druckschrift DE
102 52 110 A1 bekannten Feuerschutztürflügeln oder ähnlichen
Spezialtürflügeln wird, um die äußere Erscheinungsform zu verändern,
eine Glasscheibe flächendeckend aufgeklebt. Die aufgeklebte Glasscheibe kann
eingefärbt oder getönt sein, wobei das Glas vorzugsweise einen abgedunkelten
Rand hat, um die darunter liegende Klebung zu verdecken. Die Glasscheibe wird üblicherweise
mit einem heißschmelzenden Kleber großflächig auf dem Türrahmen
aufgeklebt.
Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Sektionaltorblatt anzugeben, das eine einfache Anbringung von transparenten Scheiben
ermöglicht und insbesondere durch die Verbindung der Scheibe mit dem Rahmen
eine hohe Steifigkeit des Torblattes gewährleistet.
Gegenstand der Erfindung und Lösung der Aufgabe ist ein Sektionaltorblatt
mit den eingangs beschriebenen Merkmalen, bei dem die Scheibe auf einer umlaufenden
Anlagefläche des Rahmens aufgeklebt und die Klebefläche durch einen nicht
durchsichtigen Rand der Scheibe verdeckt ist.
Der nicht durchsichtige Rand ist üblicherweise bereits vor dem
Einsetzen der Scheibe an diese angebracht. Ein nachträgliches Anbringen des
Randes an einer bereits eingesetzten Scheibe ist grundsätzlich jedoch auch
möglich. Als besonders einfaches Druckverfahren zum Anbringen des nicht durchsichtigen
Randes bietet sich hier das Siebdruckverfahren an. Auch ist die Anbringung einer
Folie auf der Scheibe möglich, um die Klebefläche zu verdecken. Eine solche
Folie kann ggf. wieder abgelöst werden, so dass Beschädigungen schnell
ausgebessert werden können und die optische Erscheinungsform des nicht durchsichtigen
Randes variabel gestaltet werden kann. Schließlich ist eine Farbaufbringung
durch Sprühen oder ähnliche Methoden möglich. Der nicht durchsichtige
Rand kann sich entweder auf der der Klebefläche abgewandten oder der Klebefläche
zugewandten Seite der Scheibe befinden.
Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung sieht vor, einen dauerelastischen
Klebstoff für die Klebefläche einzusetzen und einen Spalt zwischen der
Kante der Scheibe und dem Rahmen der Fensteröffnung vorzusehen. Durch diese
Ausgestaltung werden thermische Spannungen oder Ausdehnungen der Fensterscheibe
ausgeglichen, die durch Temperaturwechselbeanspruchung des Sektionaltorblattes verursacht
werden.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung besteht der Rahmen
der Fensteröffnung aus einem metallischen Werkstoff oder aus Kunststoff.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung umfasst bei wenigstens
einem der Torblattsegmente eine Rahmenkonstruktion, die Austaschungen für eine
oder mehrere transparente Scheiben vorsieht, die über die gesamte Breite des
Sektionaltorblattes reichen.
In einer weiteren konstruktiven Ausgestaltung der Erfindung ist die
aufgeklebte Scheibe aus Verbundglas. Der nicht durchsichtige Rand der Verbundscheibe
kann sich zwischen den einzelnen Scheiben des Verbundglases befinden, wobei er innen
liegend auf einer der beiden Scheiben angebracht sein kann, so dass er gegen Abrieb,
Verschleiß oder schädliche Umwelteinflüsse geschützt ist.
Die Klebefläche einer weiteren bevorzugten Ausführung der
Erfindung ist mindestens 10 mm, vorzugsweise aber 15 bis 50 mm breit, um so durch
die festsitzende Verbindung zwischen Scheibe und Rahmen den Widerstand des Torblattes
gegen Winddruck und die Gesamtfestigkeit bzw. Steifigkeit der Konstruktion zu verbessern.
Dies kann insbesondere zu einer Funktionsverbesserung bei großformatigen Industrietoren
führen.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch:
1 den Rahmen eines Torblattsegmentes,
2 einen Schnitt durch den Rahmen und die Anlagefläche,
3 einen vergrößerten Ausschnitt von
2 mit Details der Klebefläche und einem Spalt zwischen
der Kante der Scheibe und dem Rahmen.
Das in den 1 bis 3
dargestellte Torblattsegment eines Sektionaltorblattes besteht
aus einem als Hohlprofil ausgebildeten Rahmen 1, der aus vier miteinander
verbundenen Rahmenteilen zusammengesetzt ist. Aus 2,
die einen horizontalen Schnitt durch den Rahmen 1 zeigt, wird ersichtlich,
dass der Querschnitt des Hohlprofils an der Rahmeninnenseite eine Anlagefläche
2 für die transparente Scheibe 3 ausbildet.
3 entnimmt man, dass die transparente Scheibe
3 an der kompletten Anlagefläche 2 durch eine Klebefläche
4 befestigt ist. Die Klebefläche 4 hat eine Breite von wenigstens
10 mm, vorzugsweise aber 15 bis 50 mm. Auch zeigt 3
einen nicht durchsichtigen Rand 5 der Scheibe 3, der die Klebefläche
4 vollständig abdeckt und daher wenigstens ebenso breit ist wie diese.
Des Weiteren wird aus 3 ersichtlich, dass
sich zwischen der Kante der Scheibe 3 und dem Rahmen 1 ein Spalt
6 befindet, der eine Ausdehnung der Scheibe 3 ermöglicht,
um Spannungen auszugleichen, die durch Temperaturwechselbeanspruchungen des Sektionaltorblattes
entstehen.