Die Erfindung hat den Titel „Freiluftmöbel zum Sitzen
und Liegen mit wandelbarer Hülle als Wetter- und Sichtschutz".
Die Erfindung ist im weitesten Sinne als Strand-, Garten- und Terassenmöbel
zu bezeichnen, je nachdem wie es ausgestattet ist und eingesetzt wird.
Ein Trägerteil ist mit einem verstellbaren Dachteil verbunden.
Beide Teile zusammen erzeugen einstellbaren Schutz vor Witterungseinflüssen
und Sichtschutz rundum für die darin befindlichen Personen auf den Liegesitzen.
Das Dachteil kann im Bereich von geöffnet bis völlig geschlossen verstellt
bzw. verändert werden.
Bekannteste Vertreter dieser Produktgruppe sind:
- 1.) die so genannten "Hollywood-Schaukeln", die es in verschiedenen Ausführungen
einer Grundkonstruktion gibt.
- 2.) die noch bekannteren Vertreter, die „Strandkörbe", ebenfalls
in verschiedenen Ausführungen einer Grundkonstruktion.
Komfort, Gebrauchswert, technischer Stand der Konstruktion und das
Design der beiden bekanntesten Vertreter der Freiluftmöbel sind mangelhaft
und wirken veraltet.
Die gravierendsten Mängel der Konstruktion „Hollywood-Schaukel"
sind:
- – unzureichender Schutz vor Witterungseinflüssen
- – Regulierung des Sonneneinfalls auf den Sitzplatz ist nicht möglich
(Beschattung oder Besonnung in Abhängigkeit vom Sonnenstand)
- – vorwiegend fester Standort – Ausrichtung auf Wind und Sonne
durch hohes Gewicht und sperrige Konstruktion erschwert
- – mangelhafte Ergonomie des Sitzes
Die gravierendsten Mängel der Konstruktion „Strandkorb"
sind:
- – eingeschränkter Schutz vor Witterungseinflüssen auf Grund
der Haubengröße und ihres Verstellbereiches
- – da Haube und Sitzlehne ein Teil darstellen, sind zwei wichtige Funktionen
nachteilig gekoppelt, so dass eine Rückenlehnenverstellung nicht unabhängig
von der Haubenverstellung erfolgen kann
- – die Gestaltung des Sitzelementes ermöglicht keine optimale Liegestellung
- – die Ausrichtung auf Wind und Sonne ist durch die ungeeignete Gestaltung
der Bodenfläche erschwert
- – mangelhafte Ergonomie des Sitzelementes
- – der Einsatz von Holzwerkstoffen für die tragende Konstruktion
schränkt die Lebensdauer ein und erfordert einen hohen Pflegeaufwand
- – bei Wintereinlagerung hoher Platzbedarf aufgrund sperriger Bauweise
und aufwendige Zerlegbarkeit
- – Pflege und Sauberhaltung des Korbgeflechtes ist nur mit gewissem Aufwand
möglich
- – durch zerklüftete Oberfläche des Flechtwerks ist eine Beschriftung
nur schwer und das Anbringen von Aufklebern ganz unmöglich
Quelle für die Ermittlung der Mängel der auf dem Markt befindlichen
Produkte sind die Prospekte und Produktbeschreibungen der betreffenden Hersteller,
die Originalprodukte sowie Angaben professioneller Verleiher (wie Strandkorbvermieter).
Ziel der Erfindung ist nicht nur die Beseitigung dieser Mängel,
vielmehr wird angestrebt, einen neuen Typ von Freiluftmöbel zu entwickeln,
der durch sein Konzept eine grundlegende Verbesserung von Ergonomie, Komfort, Gebrauchswert,
technischer Ausführung, Lebensdauer, Wartungs- und Pflegeaufwand, Handhabbarkeit
und gestalterischer Qualität bietet und eine Innovation gegenüber den
genannten Produkten darstellt.
Das Freiluftmöbel laut meiner Anmeldung soll ein oder mehreren
erwachsenen Personen ergonomisch einwandfreie Sitzhaltung oder Liegestellung am
Strand, im Garten oder auf der Terrasse ermöglichen. Eine wandelbare Hülle
soll dosierbaren Schutz vor Wind, Sonne, Regen und Kälte bieten, oder ein Sonnenbad
ermöglichen.
Um diese Vielzahl von Funktionen zu erreichen, ist das Freiluftmöbel
aus mehreren Bausteinen zusammengesetzt, dem Baukastenprinzip folgend. Diese Bausteine
sind im Wesentlichen das Trägerteil, das Dachteil und ein oder mehrere Liegesitze.
Dazu steht umfangreiches Zubehör zur Verfügung, um speziellen Anforderungen
zu genügen.
Das Trägerteil (1) bildet die Basis.
Es ist so beschaffen, dass es ein oder mehrere verstellbare Liegesitze, (2)
aufnehmen kann. Gleichzeitig erzeugt es Wetter- und Sichtschutz von der Seite und
von hinten bis etwa zur Gürtellinie der darin sitzenden Personen.
Das Trägerteil kann mit einem Stauraum (1) versehen
werden, der sich dann unter den Sitzflächen befindet und den ganzen unteren,
hinteren Bereich desselben ausfüllen kann (3).
Vorn befindet sich der offene Bodenraum (2) für die Füße.
Die Liegesitze (4) sind mehrteilig ausgeführt.
Sie bestehen aus Lehne (3), Sitzfläche (4) und Fußauflage
(5). Durch eine Mechanik lassen sie sich vom Sitz zur
Liege verstellen. 4 zeigt einen Liegesitz in Liege-
und einen in Sitzstellung.
Kompletten allseitigen Witterungs- und Sichtschutz für die darauf
sitzenden Personen bietet, ergänzend und im Zusammenspiel mit dem Trägerteil,
das Dachteil. Es ist auf das Trägerteil montiert und unabhängig von den
Liegesitzen einstellbar. Es ist so ausgeführt, dass es völlig geöffnet
oder geschlossen werden kann. Das Dachteil ist mehrteilig ausgeführt und stufenlos
verstellbar. Die 5 zeigt das geschlossene und
6 das geöffnete Dach aus textilem Material.
7 und 8 zeigen noch andere
Dachvarianten, erstere aus einem (z.B. geflochtenen) einteiligen Element, (6)
nach hinten gekippt (gestrichelte Linie), (7) nach vorne gekippt mit Vorhangelement
(gestrichelte Linie) zum völligen Verschließen und letztere,
8, aus visierartigen Hartschalen.
Zubehörelemente, die eine entsprechende Komfortsteigerung des
Freiluftmöbels bewirken, sind:
Ein Drehuntergestell, auf den das Trägerteil montiert wird, soll ein kraftsparendes
Ausrichten des Freiluftmöbels nach Wind und Sonne ermöglichen. Bodenrollen
sollen eine problemlose Ortsveränderung des Freiluftmöbels auf festen
Böden ermöglichen. Tragegriffe an den Seiten des Trägerteiles sollen
die Ortsveränderung des Freiluftmöbels auf losen Böden ermöglichen.
Schwenktische, die den Liegesitzen zugeordnet werden, lassen sich zum Benutzer hin,
oder von diesem weg, schwenken. Sie sollen das Abstellen von Gegenständen ermöglichen.
Ein Bordnetz ermöglicht den Betrieb einer Einbaumusikanlage, einer Sitzheizung
und (oder) einer Massageeinrichtung in den Liegesitzen oder anderer Stromverbraucher,
wie Licht, PC etc. Ein Verschlussgitter soll Schutz vor Benutzung durch Unbefugte
bieten.
Alle Zubehörelemente können in Material und Konstruktion
ganz unterschiedlich ausgeführt sein. Ihre Aufzählung soll lediglich verdeutlichen,
welchen Zweck sie erfüllen, welche Funktion sie haben.
Alle Bausteine und Zubehörteile sind miteinander verschraubt,
sowie die Bausteine selber, so dass das Freiluftmöbel zerlegt transportiert
und geliefert werden kann.
Glatte Außenflächen des Trägerteiles können problemlos
mit dekorativen Aufklebern, Aufdrucken und der gleichen oder mit Werbung versehen
werden.
Pflege und Wartung aller Teile sind durch die Auswahl von hochwertigen,
modernen und haltbaren Materialien sehr gering und ergeben eine hohe Lebensdauer.
Erläuterungen zu den Figuren
Fig. 1
Fig. 2
- zeigt das Trägerteil mit zwei Liegesitzen, die sich in Sitzstellung befinden
Fig. 3
- zeigt das Trägerteil mit Stauraum (1) und Bodenraum für die
Füße (2)
Fig. 4
- zeigt das Trägerteil mit zwei Liegesitzen, wobei einer sich in Sitzstellung
und einer sich in Liegestellung befindet, die aus Rückenlehne (3),
Sitzfläche (4) und Beinauflage (5) bestehen
Fig. 5
- zeigt ein mehrteiliges textiles Dachteil geschlossen
Fig. 6
- zeigt das selbe mehrteilige textile Dachteil geöffnet
Fig. 7
- zeigt ein einteiliges Dachelement, gestrichelte Linie nach hinten gekippt (6),
volle Linie nach vorne gekippt (7) und mit Vorhangelement (8)
verschlossen, gestrichelte Linie
Fig. 8
- zeigt ein visierartiges vierteiliges Dachteil aus Hartschalen