| Dokumentenidentifikation |
DE60126315T2 15.11.2007 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001336001 |
| Titel |
TEXTILE FLACHENGEBILDE MIT HOHER SICHTBARKEIT |
| Anmelder |
Kermel, Colmar, FR |
| Erfinder |
THIRIOT, Laurent, F-68280 Andolsheim, FR |
| Vertreter |
CBDL Patentanwälte, 47051 Duisburg |
| DE-Aktenzeichen |
60126315 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR |
| Sprache des Dokument |
FR |
| EP-Anmeldetag |
26.10.2001 |
| EP-Aktenzeichen |
019825660 |
| WO-Anmeldetag |
26.10.2001 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/FR01/03333 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2002036870 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
10.05.2002 |
| EP-Offenlegungsdatum |
20.08.2003 |
| EP date of grant |
24.01.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
15.11.2007 |
| IPC-Hauptklasse |
D03D 15/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
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| IPC-Nebenklasse |
A41D 31/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der textilen Flächengebilde
mit hoher Sichtbarkeit. Sie betrifft insbesondere einen gewebten Textilartikel,
der für die Herstellung von Bekleidung verwendet werden kann, die eine hohe
Sichtbarkeit aufweist sowie einen guten Hitze- und Flammenschutz bietet.
In einigen Bereichen der Industrie können Arbeiter Hitze oder
Flammen ausgesetzt sein. Sie müssen folglich Schutzbekleidung tragen, die aus
speziell angepaßten textilen Flächengebilden gefertigt sind, siehe beispielsweise
US 6 009 560 A. Schutzbekleidung
unterliegt Normen, die dazu bestimmt sind, eine Schutzschwelle zu garantieren. Genannt
sei insbesondere die Norm EN 531.
Auf anderer Ebene wird bisweilen von einer Bekleidung gefordert, daß
diese eine hohe Sichtbarkeit aufweist, um die Anwesenheit der Arbeiter zu signalisieren.
So gibt es Gewebe von gelb fluoreszierender, orange fluoreszierender, rot fluoreszierender
Farbe. Die Verwendung der verschiedenen Bekleidungsfarben kann als Unterscheidungsmerkmal
dienen oder kann ermöglichen, beispielsweise mehrere Mannschaften auf einer
Baustelle oder in einem Einsatzbereich voneinander zu unterscheiden.
So sind gelbfarbene Fäden und orangefarbene Fäden bekannt,
die verwebt ermöglichen, ein ausreichendes Sichtbarkeitsniveau zu erhalten.
Sichtbarkeitskriterien sind beispielsweise in der Norm EN 471 definiert.
In mehreren Tätigkeitsbereichen ist es erforderlich, daß
Arbeiter eine Bekleidung tragen, die gleichzeitig gegen die mit Feuer verbundenen
Risiken schützt und eine hohe Sichtbarkeit aufweist. Zu diesem Zweck sind gelbfarbene
Gewebe bekannt, die den Kriterien der hohen Sichtbarkeit und des Feuerschutzes gerecht
werden. Diese Gewebe werden durch Verweben von eigentlich hitzebeständigen,
gelbe Pigmente enthaltenden Fäden erhalten. Diese Gewebe weisen ferner eine
relativ schlechte Beständigkeit der Farben auf.
Diese Lösung ist nicht für den Erhalt von orangefarbenen
Geweben, die eine hohe Sichtbarkeit sowie Hitzeschutzeigenschaften aufweisen, geeignet.
Es sind keine orangefarbenen Fäden bekannt, die einen ausreichenden Schutz
gegen Feuer bieten.
Man muß festzustellen, daß das Problem der Herstellung von
Schutzbekleidung mit hoher Sichtbarkeit, insbesondere von orangefarbener Schutzbekleidung,
deren Farbbeständigkeit gut ist und die eine Wirkung zum Schutz gegen die mit
Feuer verbundenen Risiken aufweist, nicht gelöst ist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Lösung
für dieses Problem sowie neuartige textile Flächengebilde mit hoher Sichtbarkeit,
die einen Schutz gegen die mit Feuer verbundenen Risiken bieten, insbesondere neuartige
gelbe textile Flächengebilde vorzuschlagen.
Zu diesem Zweck schlägt die Erfindung ein textiles Flächengebilde
vor, das wenigstens eine Seite mit hoher Sichtbarkeit aufweist, wobei die chromatischen
Koordinaten und der Leuchtdichtefaktor der Seite unter folgenden ausgewählt
sind:
- – den chromatischen Koordinaten innerhalb der Ellipse, die durch die
Koordinatenpaare (X; Y) (0.610; 0.390), (0.544; 0.376), (0.579; 0.341), (0.655;
0.344) definiert ist, mit einem Leuchtdichtefaktor &bgr; größer 0.40.
Es handelt sich um orange fluoreszierende Farbe.
- – den chromatischen Koordinaten innerhalb der Ellipse, die durch die
Koordinatenpaare (X; Y) (0.387; 0.610), (0.356; 0.494), (0.398; 0.452), (0.460;
0.540) definiert ist, mit einem Leuchtdichtefaktor &bgr; größer 0.76.
Es handelt sich um gelb fluoreszierende Farbe.
dadurch gekennzeichnet, daß es aus wenigstens drei Arten von Fäden oder
Fasern erhalten wird:
- • A-Fäden oder -Fasern: thermostabile Fäden oder Fasern
- • B-Fäden oder -Fasern: löschende Fäden oder Fasern, die
eine Gasfreisetzung bewirken, wenn sie einer Flamme ausgesetzt werden
- • C-Fäden oder -Fasern: Fäden oder Fasern mit optischen Eigenschaften,
die derart sind, daß ein lediglich aus den Fäden oder Fasern hergestelltes
Gewebe chromatische Koordinaten und einen Leuchtdichtefaktor hätte, die unter
folgenden ausgewählt sind:
- – den chromatischen Koordinaten innerhalb der Ellipse, die durch die
Koordinatenpaare (X; Y) (0.610; 0.390), (0.544; 0.376), (0.579; 0.341), (0.655;
0.344) definiert ist, mit einem Leuchtdichtefaktor &bgr; größer 0.40
- – den chromatischen Koordinaten innerhalb der Ellipse, die durch die
Koordinatenpaare (X; Y) (0.387; 0.610), (0.356; 0.494), (0.398; 0.452), (0.460;
0.540) definiert ist, mit einem Leuchtdichtefaktor &bgr; größer 0.76.
Das textile Flächengebilde weist wenigstens eine gelb- oder orangefarbene
Seite mit hoher Sichtbarkeit auf. Die hohe Sichtbarkeit ist durch die chromatischen
Koordinaten und den Leuchtdichtefaktor gemäß der Norm EN 471 gekennzeichnet.
Die Methoden zum Messen der chromatischen Koordinaten und des Leuchtdichtefaktors
sind in der Norm CIE 15:2:1968 präzisiert.
Das Flächengebilde wird aus Fäden oder Fasern mehrerer Arten,
den A-, B-, C-Fäden oder Fasern erhalten. Wenn ein Faden oder
eine Faser gleichzeitig die Merkmale der Fäden oder Fasern von zwei Arten A
und B aufweist, geht er bzw. sie aus einer jeden dieser Arten hervor.
Das Flächengebilde wird beispielsweise durch Weben oder Stricken
mit einem Aufbau erhalten, der derart ist, daß die C-Fäden oder -Fasern
auf der Seite mit hoher Sichtbarkeit erscheinen. Nach einer vorteilhaften Ausführungsform
sind die A-Fäden oder -Fasern in dem textilen Flächengebilde in zwei unterschiedlichen
Richtungen, beispielsweise in zwei Webrichtungen angeordnet.
Unter Faden kann ein durchgehender Multifilament-Artikel, ein durchgehendes
Fasergarn, aus einer einzigen Faserart oder aus einer Mischung von Fasern, beispielsweise
aus den A- und B-Fasern in inniger Mischung oder den A- oder B-Fasern mit anderen
Fasern verstanden werden. Es kann darunter auch ein durchgehender, durch Zusammenfügen
mehrerer Fäden erhaltener Faden verstanden werden.
Die A-Fäden oder -Fasern sind thermostabil. Dies sind Fäden
oder Fasern, deren Schrumpfung und deren Verlust mechanischer Eigenschaften, nachdem
sie kurzzeitig (in der Größenordnung von 3 bis 4 Sekunden) einer Flamme
ausgesetzt waren, begrenzt sind. Als Beispiel werden Fäden oder Fasern auf
der Basis von Aramiden, wie Polyamidimid, Polyparaphenylen-Terephthalamid, Polymetaphenylen-Isophthalamid,
Polyimide, Polybenzimidazol (PBI), Polyparaphenylen-2,6-benzobisoxazol (PBO) genannt.
A-Fäden können von einer Fasermischung, innige Mischung oder Kern/Schale-Mischung
(Fasergarne mit Kern) gebildet sein. Es kann sich beispielsweise um eine Mischung
aus Polyamidimid-Fasern und aus Fasern aus flammensicher imprägnierter Viskose,
eventuell mit Paraphenylen-Terephthalamid-Fasern handeln. Die Fäden können
auch von Fasern aus Polymetaphenylen-Isophthalamid oder von Mischungen aus diesen
Fasern vor allem mit Polyparaphenylen-Terephthalamid-Fasern gebildet sein.
Die B-Fäder oder -Fasern sind löschende Fäden oder
Fasern, die bei ihrer Verbrennung eine Gasfreisetzung bewirken. Das freigesetzte
Gas ist vorzugsweise ein anderes Gas als Sauerstoff. Diese Fäden oder Fasern
hemmen die Verbrennung der benachbarten Fäden oder Fasern. Die Gasfreisetzung
ist im allgemeinen aus der Zersetzung des den Faden oder die Faser bildenden Materials
hervorgegangen. Sie kann auch aus einem Additiv oder einer Appretur hervorgegangen
sein. Als Beispiel für löschende Fasern werden Modacrylfasern sowie PPAN-Fasern
(voroxidiertes Polyacrylnitril) genannt. Es können Verbundfäden verwendet
werden, die wenigstens zwei gezwirnte Fäden, einen thermostabilen Faden und
einen Faden mit löschenden Fasern, allein oder in Mischung umfassen. Es kann
auch ein ungezwirnter Faden, der löschende Fasern, allein oder in Mischung
umfaßt, verwendet werden.
Als Fäden, die eine Gasfreisetzung bewirken, können beispielsweise
folgende verwendet werden:
- – Garne aus Modacryl- oder PPAN-Fasern
- – Garne aus Fasern in inniger Mischung, die Modacryl- oder PPAN-Fasern
sowie thermostabile Fasern, ausgewählt beispielsweise aus den Aramiden, Polybenzimidazol,
PBO, Phenolharzfasern, Glas-, Kohlenstoff-, Melaminfasern umfassen
- – gezwirnte Fäden, die einen Faden mit thermostabilen Fasern, allein
oder in Mischung, sowie eines der oben beschriebenen Fasergarne umfassen.
Als Beispiel für Fasergarne, die Modacrylfasern umfassen, werden
Protex M- oder Protex S-Fasern, die von der Gesellschaft Kaneka in den Handel gebracht
werden, Lufnen VF1- und VE1-Fasern, Super valzer-Fasern genannt.
Die B-Fäden oder -Fasern haben vorzugsweise einen Sauerstoffgrenzwert
von über 30%.
Die C-Fäden oder -Fasern sind orange- oder gelbfarbene Fäden
oder Fasern, deren optische Eigenschaften derart sind, daß ein Gewebe, das
einzig und allein aus diesen Fäden oder Fasern gefertigt ist, chromatische
Koordinaten sowie einen Leuchtdichtefaktor hätte, die unter folgenden ausgewählt
sind:
- – den chromatischen Koordinaten innerhalb der Ellipse, die durch die
Koordinatenpaare (X; Y) (0.610; 0.390), (0.544; 0.376), (0.579; 0.341), (0.655;
0.344) definiert ist, mit einem Leuchtdichtefaktor &bgr; größer 0.40.
Es handelt sich um Fäden oder Fasen von orange fluoreszierender Farbe.
- – den chromatischen Koordinaten innerhalb der Ellipse, die durch die
Koordinatenpaare (X; Y) (0.387; 0.610), (0.356; 0.494), (0.398; 0.452), (0.460;
0.540) definiert ist, mit einem Leuchtdichtefaktor &bgr; größer 0.76.
Es handelt sich um Fäden oder Fasen von orange fluoreszierender Farbe.
Es kann sich beispielsweise um Fäden oder Fasern auf der Basis
von Polyethylenterephthalat handeln, die ein Pigment enthalten, das vor dem Weben
eingebracht wird und das den Fäden oder Fasern die erforderliche Farbe verleiht.
Das Pigment ist vorteilhafterweise orangefarben. Es kann sich beispielsweise um
orange Fäden handeln, die von der Gesellschaft Trevira unter der Bezeichnung
Textungarn Typ 501 V in den Handel gebracht werden.
Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung
wird das Flächengebilde durch Verweben von wenigstens drei Familien von Fäden
erhalten. Die Faden-Familien definieren wenigstens teilweise die Struktur und den
Aufbau des Flächengebildes. Jede Familie kann Fäden oder Fasern unterschiedlicher
Typen umfassen.
Eine erste Familie wird als Familie der oberen Fäden bezeichnet.
Diese Familie bildet eine Kette und einen Schuß, die auf der Seite hoher Sichtbarkeit
erscheinen. Sie umfaßt C-Fäden oder -Fasern. Sie kann eventuell auch A-
und/oder B-Fäden oder -Fasern umfassen.
Eine zweite Familie wird als Familie der unteren Fäden bezeichnet.
Diese Familie ist von Fäden gebildet, die zu der Familie der oberen Fäden
parallel verlaufen. Die unteren Fäden erscheinen nicht auf der Seite hoher
Sichtbarkeit.
Eine dritte Familie wird als Familie der Querfäden bezeichnet.
Diese Familie ist von Fäden gebildet, die zu den unteren Fäden senkrecht
verlaufen. Sie ist mit wenigstens der Familie der unteren Fäden verwoben. Sie
kann auch mit anderen Faden-Familien, zum Beispiel mit der Familie der oberen Fäden
oder mit einer anderen Familie von Fasern als der Familie der oberen Fäden
und der Familie der unteren Fäden verwoben sein.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform umfaßt wenigstens
eine Familie, die aus der Familie der unteren Fäden und der Familie der Querfäden
ausgewählt ist, B-Fäden oder -Fasern und umfassen die Familie der unteren
Fäden sowie die Familie der Querfäden jeweils A-Fäden oder -Fasern.
Nach dieser Ausführungsform umfaßt eine der Familien folglich sowohl A-Fäden
oder -Fasern als auch B-Fäden oder -Fasern. Es kann sich um einen Faden handeln,
der aus A-Fasern und aus B-Fasern gesponnen ist. Diese Familie kann beispielsweise
von Garnen aus A- und B-Fasern in inniger Mischung gebildet sein. Nach einer bevorzugten
Ausführungsform ist die Familie der Querfäden von Fäden gebildet,
die aus A-Fasern und B-Fasern in inniger Mischung gesponnen sind, und ist die Familie
der unteren Fäden von Fäden gebildet, die aus thermostabilen Fäden,
allein oder in Mischung, beispielsweise einer innigen Mischung mit anderen Fasern
erhalten werden. Diese letztgenannten Fäden können beispielsweise innige
Mischungen aus Aramidfasern und aus flammensicher imprägnierten Fasern auf
Viskosebasis sein.
Das Flächengebilde kann beispielsweise durch Weben mit doppelter
Kette oder doppeltem Schuß erhalten werden. Diese Strukturen sind bekannt.
Bei einem Doppelketten-Gewebe bildet die Familie der oberen Fäden die obere
Kette, die Familie der unteren Fäden die untere Kette und die Familie der Querfäden
den Schuß. Bei einem Gebilde mit doppeltem Schuß bildet die Familie der
oberen Fäden den oberen Schuß, die Familie der unteren Fäden den
unteren Schuß und die Familie der Querfäden die Kette.
Bei der besonderen Ausführungsform, die das Weben mit doppelter
Kette und das Weben mit doppeltem Schuß darstellen, ist die Familie der unteren
Fäden nicht auf der Seite mit hoher Sichtbarkeit sichtbar. Auf der anderen
Seite des Flächengebildes ist die Familie der oberen Fäden nicht sichtbar.
Die zwei Seiten sind jeweils Gewebe aus den Querfäden mit jeweils oberen und
unteren Fäden. Die Gewebebindungen können abgeleitete Leinwand-, Satin-,
Köperbindungen sein. Eine bevorzugte Bindung ist die Köperbindung 4 mit
Doppelkette oder doppeltem Schuß.
Der Gewichtsanteil an A-Fäden oder -Fasern in dem textilen Flächengebilde
liegt vorzugsweise über 35%. Der Gewichtsanteil an C-Fäden oder -Fasern,
beispielsweise auf der Basis von Polyethylenterephthalat liegt vorzugsweise unter
50% und in weiterer bevorzugter Weise unter 30%. Das Gewichtsverhältnis von
B-Fäden oder -Fasern gegenüber den C-Fäden oder -Fasern, beispielsweise
auf der Basis von Polyethylenterephthalat liegt vorzugsweise zwischen 25/75 und
75/25.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung sind alle Fäden
der Familie der Querfäden Fäden, die durch Zusammenfügen eines A-Fadens
und eines B-Fadens oder durch inniges Mischen von A-Fasern und von B-Fasern erhalten
werden.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsform sind alle Fäden
der Familie der unteren Fäden A-Fäden.
Die Fäden der Familie der oberen Fäden bedecken vorzugsweise
wenigstens 70 der Oberseite des Flächengebildes.
Weitere Einzelheiten oder Vorteile der Erfindung werden anhand des
nachfolgend gegebenen, nicht einschränkend zu verstehenden Beispiels, welches
in 1 dargestellt ist, klarer hervorgehen.
Es wird ein Gewebe nach der Technik des Webens mit Doppelkette, auf
der Basis einer Köperbindung 4 hergestellt. Die verwendeten Fäden sind
folgende:
- – obere Kette (1): Fäden auf der Basis von in der Masse
gefärbtem Polyester, orange fluoreszierend, die durch die Gesellschaft Trevira
unter der Bezeichnung Textilgarn Typ 501 V dtex 167/48·1 in den Handel gebracht
werden.
- – untere Kette (2): Fasergarn bestehend aus einer innigen Mischung
Aramid (Polyamidimid)/Viskose VR in dem Gewichtsverhältnis von 70/30.
- – Schuß (3): Faserngarn bestehend aus einer innigen Mischung
Aramid (Polyamidimid)/PROTEX (löschende Fasern, die durch die Gesellschaft
KANECA in den Handel gebracht werden) in dem Gewichtsverhältnis von 70/30.
1 zeigt auf schematische Weise die Struktur des Gewebes.
Das Gewebe wird den in den Normen EN 471 und EN 531 definierten Tests
unterzogen. Das Gewebe entspricht diesen Normen, mit der Klassifizierung A, B1,
C1, E1 für die Norm EN 531.
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| Anspruch[de] |
Textiles Flächengebilde, das wenigstens eine Seite mit hoher Sichtbarkeit
aufweist, wobei die chromatischen Koordinaten und der Leuchtdichtefaktor der Seite
unter folgenden ausgewählt sind:
– den chromatischen Koordinaten innerhalb der Ellipse, die durch die Koordinatenpaare
(X; Y) (0.610; 0.390), (0.544; 0.376), (0.579; 0.341), (0.655; 0.344) definiert
ist, mit einem Leuchtdichtefaktor &bgr; größer 0.40
– den chromatischen Koordinaten innerhalb der Ellipse, die durch die Koordinatenpaare
(X; Y) (0.387; 0.610), (0.356; 0.494), (0.398; 0.452), (0.460; 0.540) definiert
ist, mit einem Leuchtdichtefaktor &bgr; größer 0.76.
dadurch gekennzeichnet, daß es aus wenigstens drei Arten von Fäden
oder Fasern erhalten wird:
• A-Fäden oder -Fasern: thermostabile Fäden oder Fasern
• B-Fäden oder -Fasern: löschende Fäden oder Fasern, die eine
Gasfreisetzung bewirken, wenn sie einer Flamme ausgesetzt werden
• C-Fäden oder -Fasern: Fäden oder Fasern mit optischen Eigenschaften,
die derart sind, daß ein lediglich aus den Fäden oder Fasern hergestelltes
Gewebe chromatische Koordinaten und einen Leuchtdichtefaktor hätte, die unter
folgenden ausgewählt sind:
– den chromatischen Koordinaten innerhalb der Ellipse, die durch die Koordinatenpaare
(X; Y) (0.610; 0.390), (0.544; 0.376), (0.579; 0.341), (0.655; 0.344) definiert
ist, mit einem Leuchtdichtefaktor &bgr; größer 0.40
– den chromatischen Koordinaten innerhalb der Ellipse, die durch die Koordinatenpaare
(X; Y) (0.387; 0.610), (0.356; 0.494), (0.398; 0.452), (0.460; 0.540) definiert
ist, mit einem Leuchtdichtefaktor &bgr; größer 0.76.
Textiles Flächengebilde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß es durch Verweben von wenigstens drei Familien von Fäden erhalten
wird
• der Familie der oberen Fäden, die eine Kette oder einen Schuß
bilden, die bzw. der auf der Seite mit hoher Sichtbarkeit erscheint,
• der Familie der unteren Fäden, die parallel zur Familie der oberen
Fäden verläuft und nicht auf der Seite mit hoher Sichtbarkeit erscheint,
• der Familie der Querfäden, die senkrecht zur Familie der unteren Fäden
verläuft und wenigstens mit der Familie der unteren Fäden verwoben ist,
– wobei wenigstens eine Familie, ausgewählt unter der Familie der unteren
Fäden und der Familie der Querfäden, B-Fäden oder -Fasern enthält
– wobei die Familie der Querfäden und die Familie der untern Fäden
A-Fäden oder -Fasern enthält
– die Familie der oberen Fäden enthält C-Fäden oder -Fasern
und eventuell A- oder B-Fäden oder -Fasern.
Flächengebilde nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
es durch Weben mit doppelter Kette oder doppeltem Schuß erhalten wird, wobei
die Familie der oberen Fäden bei Artikeln mit doppelter Kette eine obere Kette
oder bei Artikeln mit doppeltem Schuß einen oberen Schuß bildet, wobei
die Familie der unteren Fäden bei Artikeln mit doppelter Kette eine untere
Kette oder bei Artikeln mit doppeltem Schuß einen unteren Schuß bildet,
und wobei die Familie der Querfäden bei Artikeln mit doppelter Kette den Schuß
oder bei Artikeln mit doppeltem Schuß die Kette bildet.
Flächengebilde nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eine Familie ausgewählt aus der Familie
der unteren Fäden und der Familie der Querfäden Fäden enthält,
die aus A-Fasern und aus B-Fasern gesponnen sind.
Flächengebilde nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Familie der Querfäden aus Fäden besteht, die aus A-Fasern
und B-Fasern in inniger Mischung gesponnen sind, und dadurch, daß die Familie
der unteren Fäden aus Fäden besteht, die aus A-Fasern, einzeln oder in
Mischung mit anderen Fasern, gesponnen sind.
Flächengebilde nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die B-Fäden oder -Fasern auf Basis von Modacrylfasern
oder voroxidiertem Polyacrylnitril sind.
Flächengebilde nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die A-Fäden oder -Fasern auf Basis eines synthetischen
Materials sind, das unter Polyamidimid, Polyparaphenylen-Terephthalamid, Polymetaphenylen-Isophthalamid,
Polybenzimidazol, Polyparaphenylen-2,6-Benzobisoxazol ausgewählt ist.
Flächengebilde nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die C-Fäden oder -Fasern auf Basis von Polyethylen-Terephthalat
sind, und dadurch, daß sie ein vor dem Spinnen eingebrachtes Pigment enthalten,
welches ihnen die erforderliche Farbe verleiht.
Flächengebilde nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die C-Fäden oder -Fasern wenigstens 70% der Seite
mit hoher Sichtbarkeit bedecken.
Flächengebilde nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die C-Fäden oder -Fasern weniger als 35% des Gewichts
des Flächengebildes ausmachen.
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