ERFINDUNGSGEBIET
Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet des Wiegens in Bewegung,
d.h. ein Wiegen von Fahrzeugen während des Überfahrens eines Gewichtssensors.
Die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs lässt sich durch den Einsatz des Gerätes
zusammen mit zusätzlichen Fahrzeugerfassungsmitteln errechnen. Insbesondere
betrifft die Erfindung einen Gewichtssensor und ein Verfahren zur Herstellung eines
solchen.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Die Krafteinwirkungen eines mit einer Geschwindigkeit einen Gewichtssensor
überfahrenden Fahrzeugs werden durch den so wenig wie möglich über
die Straßenoberfläche herausragenden Gewichtssensor auf ein Minimum reduziert.
Sind die Gewichtssensoren auf der Straßenoberfläche angebracht, müssen
diese so dünn wie möglich ausgeführt sein.
Dem Erfinder sind Gewichtssensoren dieser Art bekannt, die eine Sandwich-Bauweise
aus drei elektrisch leitfähigen Blechen aufweisen, wie beispielsweise Aluminiumbleche,
die durch elastische Streifen von einander getrennt sind, wie beispielsweise Polyurethan
(PU) oder Silikonstreifen, die zwischen dem Innenblech und den zwei Außenblechen
eingebunden sind. Ein Signal von einem stabilen Oszillator wird einerseits auf das
Innenblech und andererseits auf die beiden Außenbleche ausgeübt und ein
Stromkreis misst die Änderung der Kapazität, die sich ergibt, wenn ein
Fahrzeug über den Gewichtssensor fährt. Die Kapazitätsänderung
ergibt sich daraus, dass die Bleche durch das Gewicht eines Fahrzeugrades oder von
Fahrzeugrädern auf einer Achse, im Allgemeinen als Achseneinheit bezeichnet,
zusammengedrückt werden. Die Kapazitätsänderung wird daraufhin elektronisch
umgewandelt, um eine auf das Achsengewicht bezogene Zahl zu erzeugen.
Derartige Gewichtssensoren müssen harte Umweltbedingungen aushalten.
Die Temperaturen auf Straßenoberflächen schwanken zwischen Temperaturen
unter dem Gefrierpunkt und über 50 Grad Celsius, der Oszillator und andere
Stromkreiselemente müssen ziemlich stabil bleiben, die PU Elastizität
muss ziemlich konstant bleiben und die Verbindung zwischen PU und den Blechen muss
intakt bleiben. Der Verbundkörper muss das Eindringen von Wasser zwischen den
Blechen verhindern, da dies sofort Leckströme verursacht und die Sicherung
der Verbindung zwischen dem PU und den Blechen und die Stabilität des Oszillators
nachteilig beeinträchtigt. Da es erforderlich ist, das Gewicht aller Achseneinheiten
eines einen Gewichtssensor überfahrenden Fahrzeugs innerhalb von Millisekunden
zu wiegen, wenn sich ein Fahrzeug mit Geschwindigkeit bewegt, muss die Rückstellung
der PU Streifen sehr rasch nach der Kompression erfolgen.
Der Erfinder ist sich bewusst, dass diese Anforderungen im Wesentlichen
von einem Produkt dieser Art erfüllt wurden, das ferner, beispielsweise im
Vergleich zur Ladezellentechnologie, nicht übermäßig teuer ist. Diese
Produktart wird allerdings durch ein arbeitsintensives Verfahren hergestellt, welches
pro Gewichtssensor etwa eine Arbeitswoche einer Person in Anspruch nimmt. Die Aluminiumbleche
werden oberflächenbehandelt oder zum Verkleben grundiert und Metallstreifen,
die als Formkerne dienen, werden mit einem Trennmittel vorbereitet. Ein den Oszillator
und den Schaltkreis enthaltendes Modul und die Metallstreifen werden zwischen den
Blechen in einer Spannvorrichtung zusammengesetzt. In die Luftzwischenräume
zwischen den Metallstreifen wird PU eingespritzt, welches man 24 bis 48 Stunden
aushärten lässt. Die Metallstreifen werden dann herausgezogen und die
Ränder der Bleche werden mit PU, welches um die Ränder herum aufgetragen
wird, abgedichtet, wonach man es aushärten lässt.
Abgesehen von der Arbeitsaufwendigkeit dieses Verfahrens, erweist
sich die Qualitätskontrolle bei der Herstellung solcher Gewichtssensoren als
schwierig und neigt zur Unbeständigkeit. Die Witterungsumstände zur Zeit
der Fertigung, welche höhere oder niedrigere Feuchtigkeit hervorrufen, Luftverunreinigungen
durch Staub, Öle oder andere Werkstattschmutzstoffe, selbst nur in Millionstel
Teilmengen, die man normalerweise nicht bemerkt, beeinträchtigen die Qualität
der Verbindungen, genauso wie durch Arbeitspersonal verursachte Fehler beim Anbringen
der mit Trennmittel behandelten Streifen etc. Die Verbindungsqualität ist wichtig,
da die Kompression der PU Streifen Scherkräfte an der Verbindungsstelle verursacht,
so dass eine Schwäche in der Verbindung bei der Anwendung zum teilweisen oder
kompletten Versagen der Verbindung führt. Bei einem Versagen wird das Ansprechverhalten
verzerrt und der Gewichtssensor kann nicht mehr eingesetzt werden.
Diese Probleme hindern die Entwicklung dieser Industrie daran, den
Markt mit beträchtlichen Aufträgen an zuverlässigen Gewichtssensoren
beständiger Qualität zu beliefern.
Die Untersuchung der Rolle von zwischen den Außenblechen und
dem Innenblech und zwischen jedem PU Streifen-Paar entstandenen Luftzwischenräumen,
zeigt, dass, obwohl Luft normalerweise dahingehend akzeptiert wird, dass sie ein
gutes Dielektrikum für die im Produkt verwendete Kapazitätswirkung liefert,
die primäre funktionelle Bedeutung der Luftzwischenräume
mechanischer Art ist. Sie schaffen den PU Streifen Raum, worin sie sich seitlich
ausdehnen können, wenn sie zwischen den Blechen zusammengedrückt werden
und bestimmen somit die Größenordnung der Elastizitätskonstante,
die für diese Anwendung geeignet ist. Volumetrisch beschränktes PU ist
zu steif. Seine elastische Reaktion auf eine durch die Luftzwischenräume gestattete
Kompression zwischen den Blechen ist in der Tat eine Scherreaktion bzw. ein Poisson
Effekt.
Ferner hat der Erfinder bemerkt, dass das oberste Blech eines solchen
Gewichtssensors dazu neigt, nach längerer Benutzung Schaden zu erleiden. Dies
geschieht dadurch, dass Randbereiche des Oberbleches auf Randabschnitten des Gewichtssensors
aufliegen. Überfährt ein Fahrzeug den Gewichtssensor, so führt dementsprechend
die relative Steife der Randbereiche und die Kompression von Teilen der Bleche in
der Nähe der PU Streifen zum Verbiegen des Oberblechs im Randbereich des Oberblechs.
Wiederholtes Biegen führt zu Belastungsermüdungserscheinungen und letztendlich
permanenter Schädigung des Gewichtssensors. Dieses Problem hindert die Entwicklung
dieser Industrie daran, den Markt mit einem dauerhafteren Gewichtssensor zu beliefern.
Beispiele derartiger bekannter oder herkömmlicher Sensorausführungen,
wie oben beschrieben, sind in den folgenden Schriftstücken beschrieben und
veranschaulicht: US Patent 4,266,263, europäische Patentanmeldung
EP 0 756 162 und internationale Patentanmeldung
WO 94/18529, sowie in dem Artikel "The capacitive pad sensor" ["Der kapazitive Kissensensor"]
herausgegeben von Kenneth Mason Publications. Wie jeweils deutlich in
US 4 266 263, EP
0 756 162 und WO 94/18529 veranschaulicht, umfassen die bekannten Gewichtssensoranordnungen
das Vorsehen von Luftzwischenräumen im gesamten elastischen dielektrischen
Material, das zwischen den elektrisch leitfähigen Blechelementen vorgesehen
ist.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Gemäß einem ersten Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren
zur Herstellung eines Gewichtssensors vorgesehen, das die folgenden Schritte beinhaltet:
elektrisches Isolieren eines ersten elektrisch leitfähigen Blechs gegen ein
zweites elektrisch leitfähiges Blech, indem Einsätze aus einem geschäumten
Polymer-Dielektrikum zwischen den Blechen eingebracht werden;
Einbringen eines elastischen Dielektrikums in Räume, die zwischen den Einsätzen
aus geschäumten Polymer-Dielektrikum gebildet werden, um eine Verbindung mit
den Blechen zu schaffen; und
Belassung der Einsätze aus geschäumtem Polymer-Dielektrikum zwischen den
Blechen.
Das Verfahren kann eine Wiederholung der vorhergehenden Schritte des
Verfahrens zum sandwichartigen Einbringen der Einsätze aus einem geschäumten
Polymer-Dielektrikum und einem elastischen Dielektrikum zwischen dem zweiten Blech
und einem dritten elektrisch leitfähigen Blech beinhalten, und zwar auf solche
Weise, dass das zweite Blech vom ersten und dritten Blech elektrisch isoliert ist.
Das elastische Dielektrikum kann aus solchen Dielektrika gewählt
werden, die bei Kompression sehr rasche Rückstellung erfahren, typischerweise
innerhalb von Millisekunden, und kapazitiv unempfindlich gegen Temperaturänderungen
in einem Bereich sind, wie er auf Straßenoberflächen vorliegt. Typischerweise
liegt der Bereich zwischen –20°C und 85°C. Vorzugsweise ist das
elastische Dielektrikum auch aus solchen Dielektrika gewählt, die wasserbeständig
sind und eins starke Bindung mit den Blechen eingehen. Das elastische Dielektrikum
kann Polyurethan (PU) sein.
Das Einbringen des elastischen Dielektrikums in Zwischenräume,
die zwischen den Einsätzen gebildet werden, kann das Einspritzen des elastischen
Dielektrikums in die Zwischenräume beinhalten.
Das geschäumte Polymer-Dielektrikum kann ein geschlossen-poriges
geschäumtes Polymer-Dielektrikum sein. Das geschlossenporige geschäumte
Polymer-Dielektrikum kann aufgrund guter dielektrischer Eigenschaften ausgewählt
sein, zum Beispiel Neopren (geschützte Marke), d.h. es kann Chloropren-Kautschuk
verwendet werden. Die geschlossenen Zellen oder Poren in den Einsätzen enthalten
Luft oder ein anderes Gas, das dem elastischen Dielektrikum ausreichende Elastizität
verleiht, um sich seitlich auszudehnen, wodurch die Einsätze verdrängt
werden, ohne dadurch die günstigen elastischen Eigenschaften des elastischen
Dielektrikums für diese Anwendung merklich nachteilig zu beeinträchtigen.
Die Luft oder ein anderes Gas in den geschlossenen Zellen oder Poren kann sogar
entzogen werden, um ein Vakuum zu bilden.
Die Einsätze können lineare Streifen sein, analog zu den
Luftzwischenräumen im bekannten Produkt. Die Verwendung solcher Einsätze
im Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ermöglicht es allerdings,
dass die Einsätze eine beliebige, nicht unbedingt lineare Form aufweisen können,
da sie nicht herausgezogen werden brauchen, wie die Metallstreifen des bekannten
Produktes es erfordern.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
haben die Einsätze Formen, die diskrete Bereiche frei lassen, z.B. kreisförmig
oder als abgerundete Quadrate oder andere Formen, die vom elastischen
Dielektrikum zu füllen sind. Einläufe oder Kanäle können für
das einzuspritzende elastische Dielektrikum belassen werden, nachdem die Einsätze
sandwichartig zwischen den Blechen eingebracht worden sind, da, wie erwähnt,
die Einsätze zwischen den Blechen verbleiben.
Die elektrisch leitfähigen Bleche können Metallbleche mit
guter Leitfähigkeit und von ausreichender Stärke sein, um eine lange Lebensdauer
des Verfahrensproduktes zu gewährleisten. Die Bleche können Aluminiumbleche
sein. Jedes Blech kann einen elektrisch leitfähigen Film aufweisen, der eine
Platte beschichtet, die aus einem Material hergestellt ist, das ein langes Betriebsleben
des Gewichtssensors gewährleistet.
Die Oberflächen der Bleche in den Zwischenräumen zwischen
den Einsätzen können zwecks guter Verbindung mit dem elastischen Dielektrikum
grundiert sein. Dies kann geschehen, nachdem die Einsätze auf den Blechen vor
oder nach dem sandwichartigen Zusammenfügen angebracht sind.
Das Verfahren kann die elektrische Verbindung einer kapazitiven Messeinrichtung
zwischen dem ersten Blech und dem zweiten Blech umfassen, um eine Kapazitätsänderung
zwischen den Blechen zu messen, wenn ein Fahrzeug die Bleche überfährt.
Das Verfahren kann die elektrische Verbindung der kapazitiven Messeinrichtung zwischen
dem zweiten und dem dritten Blech beinhalten. Das Verfahren kann ferner die Umwandlung
der Kapazitätsänderung in eine auf das Fahrzeuggewicht bezogene Zahl beinhalten.
Das Verfahren kann das Abdichten der Ränder des bis hierher hergestellten
verfahrensgemäßen Produktes beinhalten, um es gegen Eindringen von Wasser
abzudichten.
Die Verwendung von erfindungsgemäßen Einsätzen ermöglicht
es, das Problem der Empfindlichkeit der Verbindung des elastischen Dielektrikums
mit den Blechen gegen Verschmutzung der grundierten Oberfläche zu verbessern.
Gemäß einem zweiten Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren
zur Herstellung eines Gewichtssensors vorgesehen, das die folgenden Schritte beinhaltet:
Vorzuschnitt auf ein gewünschtes Muster einer ersten durchgehenden Schicht
aus geschäumtem Polymer-Dielektrikum, um Einsätze und entfernbare Abstandshalter
zu bilden;
Grundierung einer ersten Oberfläche eines ersten elektrisch leitfähigen
Blechs für Verbindungszwecke;
Anbringen der ersten durchgehenden Schicht auf dem ersten Blech unmittelbar nach
Grundierung des ersten Blechs, wodurch die erste grundierte Oberfläche des
ersten Blechs geschützt wird; Entfernung der Abstandshalter;
Belassen der Einsätze der ersten durchgehenden Schicht;
Grundierung eines zweiten elektrisch leitfähigen Blechs für Verbindungszwecke;
unmittelbares, sandwichartiges Zusammenfügen der Einsätze der ersten durchgehenden
Schicht zwischen dem ersten und zweiten Blech; und Hinzufügen eines elastischen
Dielektrikums in die Zwischenräume, die durch das Entnehmen der Abstandshalter
gebildet werden, so dass eine Verbindung mit den Blechen stattfindet.
Das Verfahren kann eine Wiederholung der vorhergehenden Schritte des
Verfahrens zum sandwichartigen Einbringen der Einsätze aus einem geschäumten
Polymer-Dielektrikum und einem elastischen Dielektrikum zwischen dem zweiten Blech
und einem dritten elektrisch leitfähigen Blech umfassen, und zwar auf solche
Weise, dass das zweite Blech vom ersten und dritten Blech elektrisch isoliert ist.
Das geschäumte Polymer-Dielektrikum kann ein geschlossenporiges
geschäumtes Polymer-Dielektrikum sein.
Gemäß einem dritten Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren
zur Herstellung eines Gewichtssensors vorgehen, das die folgenden Schritte enthält:
Beschichtung einer ersten und zweiten Seite einer ersten durchgehenden Schicht aus
geschäumtem Polymer-Dielektrikum mit einem Kontaktklebstoff o. dgl.;
Anbringen einer ersten und zweiten mit Antihaftbeschichtung versehenen Schutzfolie
an der Kontaktklebstoffbeschichtung der jeweils ersten und zweiten Seite;
Vorzuschnitt auf ein gewünschtes Muster der ersten durchgehenden Schicht und
der Folien, um Einsätze und entfernbare Abstandshalter zu bilden;
Entfernung der Folie von der ersten Seite der ersten durchgehenden Schicht ausschließlich
in den Zonen, die die Einsätze decken;
Grundierung einer ersten Oberfläche eines ersten elektrisch leitfähigen
Blechs und einer ersten Oberfläche eines zweiten elektrisch leitfähigen
Blechs für Verbindungszwecke;
unmittelbares Anbringen auf die erste Oberfläche des ersten Blechs der ersten
durchgehenden Schicht mit daran anhaftenden Folien auf solche Weise, dass sich die
erste Seite der ersten durchgehenden Schicht in Kontakt mit der ersten Oberfläche
des ersten Blechs befindet und so, dass die Einsätze an der ersten Oberfläche
haften, ohne dass jedoch die Abstandshalter aufgrund der Gegenwart der Folie an
dieser Stelle haften;
unmittelbares Entfernen der Folie von einer zweiten Seite der ersten durchgehenden
Schicht;
unmittelbares Entfernen der Abstandshalter, einschließlich
Folie, die an deren erster Seite haftet, von der ersten durchgehenden Schicht;
unmittelbares, sandwichartiges Zusammenfügen der Einsätze zwischen den
Blechen; und
Hinzufügen eines elastischen Dielektrikums in die Zwischenräume, die durch
das Entnehmen der Abstandshalter gebildet werden, so dass eine Verbindung mit den
Blechen stattfindet.
Das Verfahren kann eine Wiederholung der vorhergehenden Schritte des
Verfahrens zum sandwichartigen Einbringen der Einsätze einer zweiten durchgehenden
Schicht eines geschlossenporigen geschäumten Polymer-Dielektrikums und eines
elastischen Dielektrikums zwischen dem zweiten Blech und einem dritten elektrisch
leitfähigen Blech umfassen, und zwar auf solche Weise, dass das zweite Blech
elektrisch vom ersten und dritten Blech isoliert ist.
Das geschäumte Polymer-Dielektrikum kann ein geschlossenporiges
geschäumtes Polymer-Dielektrikum sein.
Der Schutzbereich der Erfindung umfasst die Produkte, die mittels
der beschriebenen Verfahren hergestellt wurden.
Gemäß einem vierten Erfindungsgegenstand ist ein Gewichtssensor
vorgesehen, der ein erstes elektrisch leitfähiges Blech enthält, das von
einem zweiten elektrisch leitfähigen Blech durch Einsätze aus einem geschäumten
Polymer-Dielektrikum und einem elastischen Dielektrikum in zwischen den Einsätzen
gebildeten Zwischenräumen, die sich zwischen den Blechen befinden, elektrisch
isoliert ist.
Der Sensor kann ein drittes elektrisch leitfähiges Blech enthalten,
das vom zweiten Blech durch Einsätze aus einem geschlossenporigen geschäumten
Polymer-Dielektrikum und einem elastischen Dielektrikum in zwischen den Einsätzen
gebildeten Zwischenräumen, die sich zwischen dem zweiten und dritten Blech
befinden, elektrisch isoliert ist.
Das elastische Dielektrikum kann aus solchen Dielektrika gewählt
werden, die bei Kompression sehr rasche Rückstellung erfahren, typischerweise
innerhalb von Millisekunden, und kapazitiv unempfindlich gegenüber Temperaturänderungen
in einem Bereich sind, wie er auf Straßenoberflächen vorliegt. Der Bereich
liegt typischerweise zwischen –20°C und 85°C. Vorzugsweise ist
das elastische Dielektrikum auch aus solchen Dielektrika gewählt, die wasserbeständig
sind und eine starke Bindung mit den Blechen eingehen. Das elastische Dielektrikum
kann Polyurethan (PU) sein.
Das geschäumte Polymer-Dielektrikum kann ein geschlossen-zelliges
geschäumtes Polymer-Dielektrikum sein. Das geschlossenporige geschäumte
Polymer-Dielektrikum kann aufgrund guter dielektrischer Eigenschaften ausgewählt
sein, zum Beispiel Neopren (geschützte Marke), d.h. es kann Chloropren-Kautschuk
verwendet werden. Die geschlossenen Zellen oder Poren in den Einsätzen enthalten
Luft oder ein anderes Gas, das dem elastischen Dielektrikum ausreichende Elastizität
verleiht, um sich seitlich auszudehnen, wodurch die Einsätze verdrängt
werden, ohne dadurch die günstigen elastischen Eigenschaften des elastischen
Dielektrikums für diese Anwendung merklich nachteilig zu beeinträchtigen.
Die Luft oder ein anders Gas in den geschlossenen Zellen oder Poren kann sogar entzogen
werden, um ein Vakuum zu bilden.
Die Einsätze können lineare Streifen sein, analog zu den
Luftzwischenräumen im bekannten Produkt. Die Verwendung solcher Einsätze
im Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung bietet allerdings den Vorteil,
dass die Einsätze eine beliebige, nicht unbedingt lineare Form haben können,
da sie nicht herausgezogen werden brauchen, wie die Metallstreifen des bekannten
Produktes.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
haben die Einsätze Formen, die diskrete Bereiche frei lassen, z.B. kreisförmig
oder als abgerundete Quadrate oder andere Formen, die vom elastischen Dielektrikum
zu füllen sind. Einläufe oder Kanäle können für das einzuspritzende
elastische Dielektrikum belassen werden, nachdem die Einsätze sandwichartig
zwischen den Blechen eingebracht worden sind, da, wie erwähnt, die Einsätze
zwischen den Blechen verbleiben.
Die elektrisch leitfähigen Bleche können Metallbleche mit
guter Leitfähigkeit und von ausreichender Stärke sein, um ein langes Betriebsleben
des Gewichtssensors zu gewährleisten. Die Bleche können Aluminiumbleche
sein. Jedes Blech kann einen elektrisch leitfähigen Film aufweisen, der eine
Platte beschichtet, die aus einem Material hergestellt ist, das ein langes Betriebsleben
des Gewichtssensors gewährleistet.
Die Einsätze zwischen jedem der Bleche können miteinander
integral verbunden sein, um eine durchgehende Schicht aus dem geschäumten Polymer-Dielektrikum
zwischen jedem der Bleche zu bilden.
Der Sensor kann eine kapazitive Messeinrichtung enthalten, die zwischen
dem ersten und zweiten Blech elektrisch verbunden ist und womit eine Kapazitätsänderung
zwischen den Blechen gemessen wird, sobald ein Fahrzeug die Bleche überfährt.
Die kapazitive Messeinrichtung kann zwischen dem zweiten und dritten Blech elektrisch
verbunden sein. Der Sensor kann ferner die Umwandlung der Kapazitätsänderung
in eine auf das Fahrzeuggewicht bezogene Zahl beinhalten.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines nicht einschränkenden
Beispiels unter Bezugnahme auf die folgenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
die 1 und 2
in Seitenansicht, bzw. Draufsicht, einen Gewichtssensor gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
3 in Draufsicht ein alternatives Ausführungsbeispiel
eines geschlossenporigen geschäumten Polymer-Dielektrikums in Form einer durchgehenden
Schicht zur Verwendung in einem Gewichtssensor; und
4 in Seitenansicht einen Gewichtssensor gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, womit ein sich Biegen des
Oberblechs im Randbereich des Oberbleches vermindert werden soll.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Bezüglich der 1 und 2
zeigt die Bezugsziffer 10 einen erfindungsgemäßen Gewichtssensor.
Der Gewichtssensor 10 umfasst ein erstes elektrisch leitfähiges Blech
12, das von einem zweiten elektrisch leitfähigen Blech 14
durch Einsätze aus einem geschlossenporigen geschäumten Polymer-Dielektrikum
16 und einem elastischen Dielektrikum 18 in zwischen den Einsätzen
16 gebildeten Zwischenräumen 20, die sich zwischen den Blechen
12, 14 befinden, elektrisch isoliert ist.
Der Sensor 10 umfasst ein drittes elektrisch leitfähiges
Blech 22, das vom zweiten Blech 14 durch Einsätze aus einem
geschlossenporigen geschäumten Polymer-Dielektrikum 16 (in den Figuren
als schraffierte Bereiche dargestellt) und einem elastischen Dielektrikum
18 in zwischen den Einsätzen 16 gebildeten Zwischenräumen
20, die sich zwischen dem zweiten und dritten Blech 14,
22 befinden, elektrisch isoliert ist.
Das erste Blech 12 hat eine flache rechteckige Basis
32 und erhöhte Randabschnitte 34, in der Nähe eines
Paares danebenliegender Ränder des ersten Blechs 12. Die Randabschnitte
34 sind so geformt und dimensioniert, um obenauf ein Paar danebenliegender
Randbereiche 50 eines dritten flachen, rechteckigen Blechs 22
aufzunehmen. Das zweite Blech 14 ist ein flaches, rechteckiges Blech, das
sandwichartig zwischen das erste Blech 12 und das dritte Blech
22 eingebracht ist. Die Bleche 12, 14, 22 sind
Aluminiumbleche mit guter Leitfähigkeit und von ausreichender Stärke,
um ein langes Betriebsleben des Gewichtssensors zu gewährleisten.
Die Einsätze 16 sind als lineare Streifen ausgebildet,
analog zu den Luftzwischenräumen im bekannten Produkt. Die Einsätze
16 bestehen aus Neopren (geschützte Marke). Die geschlossenen Zellen
oder Poren in den Einsätzen 16 enthalten Luft oder ein anderes Gas,
das dem elastischen Dielektrikum 18 ausreichende Elastizität verleiht,
um sich seitlich auszudehnen, wodurch die Einsätze 16 verdrängt
werden, ohne dadurch die günstigen elastischen Eigenschaften des elastischen
Dielektrikums 18 für diese Anwendung merklich nachteilig zu beeinträchtigen.
Das elastische Dielektrikum 18 besteht aus Polyurethan (PU).
Der Sensor 10 umfasst eine kapazitive Messeinrichtung, die
zwischen dem ersten Blech 12 und dem zweiten Blech 14 elektrisch
verbunden ist und die eine Kapazitätsänderung zwischen den Blechen
12, 14 misst, wenn ein Fahrzeug die Bleche 12,
14 überfährt. Der Sensor 10 umfasst ferner eine Umwandlungsvorrichtung
26 zur Umwandlung der Kapazitätsänderung in eine auf das Fahrzeuggewicht
bezogene Zahl. Es versteht sich, dass in einer Ausführungsvariante der Erfindung
(nicht dargestellt) die kapazitive Messeinrichtung 24 zwischen dem zweiten
Blech 14 und dem dritten Blech 22 elektrisch verbunden ist.
Innenkanten 28 und Außenkanten 30 des Sensors
10 sind abgedichtet, um ihn gegen das Eindringen von Wasser undurchlässig
zu machen. Die Außenkanten 30 werden durch die Kontaktzonen zwischen
dem ersten Blech 12 und dem dritten Blech 22 gebildet und sind
mit Kunststoffklebmasse abgedichtet. Da die Innenkanten 28 in der Nähe
der Kanten des zweiten Blechs 14 abgedichtet werden, muss diese Abdichtung
ebenfalls ein Dielektrikum sein, um somit das zweite Blech 14 vom ersten
und dritten Blech, 12, 22 elektrisch zu isolieren. Um das Abdichten
der Innenkanten 28 zu erleichtern, verwendet man PU.
3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des geschlossenporigen
geschäumten Polymer-Dielektrikums in Form einer durchgehenden Schicht
36, die dazu verwendet wird, das zweite Blech 14 vom ersten Blech
12 und dritten Blech 22 elektrisch zu isolieren. Die durchgehende
Schicht 36 wird mit einem Kontaktkleber beschichtet, der auf beiden Seiten
der durchgehenden Schicht 36 mit einer nicht haftenden Schutzfolie überzogen
ist. Die durchgehende Schicht 36 und die Folien sind vorgeschnitten, um
Einsätze 16 und entfernbare Abstandshalter 38 zu bilden.
Die Abstandshalter 38 bestehen aus mehreren scheibenförmigen
Segmenten 40, die durch Kanäle 42 verbunden sind.
Während des Herstellungsverfahrens des Gewichtssensors
10 wird die Folie von einer ersten Seite der ersten durchgehenden Schicht
36 nur in den Zonen entfernt, die die Einsätze 16 überdecken.
Eine erste Oberfläche des ersten Blechs 12 und eine erste Oberfläche
des zweiten Blechs 14 werden dann für Verbindungszwecke grundiert.
Die erste durchgehende Schicht 36 mit daran anhaftenden Folien, wird unmittelbar
auf die erste Oberfläche des ersten Blechs 12 aufgebracht, und zwar
derartig, dass die erste Seite der ersten durchgehenden Schicht 36 sich
in Kontakt mit der ersten Oberfläche des ersten Blechs 12 befindet
und zwar so, dass die Einsätze 16 an der ersten Oberfläche haften,
ohne dass jedoch die Abstandshalter aufgrund der Gegenwart der Folie an dieser Stelle
haften. Die Folie wird danach unmittelbar von einer zweiten Seite der ersten durchgehenden
Schicht 36 entfernt, wonach die Abstandshalter 38, welche Folie
enthalten, die an deren erster Seite haftet, von der ersten durchgehenden Schicht
36 entfernt werden. Die Einsätze 16 werden danach unmittelbar
sandwichartig zwischen den Blechen 12, 14 angeordnet und das elastische
Dielektrikum 18 wird mittels Einspritzung in die durch die Entfernung der
Abstandshalter 38 gebildeten Zwischenräume 20 eingebracht.
Die vorhergehenden Verfahrensschritte werden dann zum sandwichartigen
Einbringen der Einsätze einer zweiten durchgehenden Schicht (nicht dargestellt)
eines geschlossenporigen geschäumten Polymer-Dielektrikums und eines elastischen
Dielektrikums 18 zwischen dem zweiten Blech 14 und einem dritten
elektrisch leitfähigen Blech 22 wiederholt, und zwar auf solche Weise,
dass das zweite Blech 14 elektrisch vom ersten Blech 12 und dritten
Blech 22 isoliert ist.
Es versteht sich, dass in einer anderen Ausführung der Erfindung
jeder Einsatz ein offenporiger Einsatz in geeigneter Konfiguration sein kann. So
können ausreichend kleine Poren dafür geeignet sein oder ein Material,
das ausreichend widerstandsfähig gegen ein Eindringen des elastischen Dielektrikums
in die Poren ist. Oder es kann ein offenporiges Material mit einer Haut oder geschlossenporigen
Außenschicht verwendet werden.
4 zeigt einen Gewichtssensor 10 gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung, der das Verbiegen des Oberblechs
22 in den Randbereichen 50 des Oberbleches 22 vermindern
soll. Es versteht sich, dass in 4, wo zutreffend, gleiche
Bezugsziffern verwendet wurden, um identische oder ähnliche Kennzeichen wie
in den 1 und 2 anzuzeigen.
Der Gewichtssensor 10 weist zwei Randabschnitte
52 auf, die sich jeweils von einem Randbereich 54 des weiter unten
liegenden Blechs 12 (welches bei Anwendung in diesem Ausführungsbeispiel
der Erfindung der Teil des Sensors 10 ist, der sich auf der Erde befindet)
bis zu einem Randbereich 50 hin des Oberblechs 22 erstrecken.
Jeder Randabschnitt 52 ist mit einer Oberseite des Oberblechs
22 so verbunden, dass das Oberblech 22 nicht auf den Randabschnitten
52 aufliegt. Die Randabschnitte 52 sind so geformt und dimensioniert,
dass sie bei Anwendung eine Rampe für Fahrzeuge zum Auffahren auf den Sensor
10 sowie zum Abfahren von diesem bilden.
Zu bemerken ist, dass, wie in den 1 und
2, das elastische Dielektrikum 18 zwischen
den Blechen 12, 14, 22 so konfiguriert ist, dass eine
seitliche Ausdehnung des elastischen Dielektrikums 18 ermöglicht wird,
wenn eine nach unten gerichtete Kraft auf den Gewichtssensor 10 ausgeübt
wird, was zum Zusammendrücken der Bleche 12, 14,
22 führt.
Zu bemerken ist ferner, dass in einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung die Randabschnitte 52 und das unterste Blech 12
eine Integraleinheit bilden können.
Der Erfinder erachtet es als vorteilhaft, dass die Einsätze nicht
entfernt werden, nachdem das elastische Dielektrikum in den Gewichtssensor eingebracht
wurde, da das Entfernen Verunreinigungen verursachen kann, verbunden mit den Einsätzen,
die innerhalb des Sensors verbleiben. Das Einsetzen einer durchgehenden Schicht
von Einsätzen bietet den zusätzlichen Vorteil einer Produktionszeitverminderung,
da genaues Fluchten des elastischen Dielektrikums zwischen den Platten erleichtert
wird. Der Erfinder betrachtet es ferner als vorteilhaft, dass das Oberblech nicht
auf den Randabschnitten des Gewichtssensors aufliegt. Dies soll ein Verbiegen der
Randbereiche des Oberblechs reduzieren, sobald ein Fahrzeug den Sensor überfährt,
wodurch Spannungsermüdungserscheinungen im Sensor vermindert werden.