Die Erfindung bezieht sich auf einen Druckregler mit zwei Partialvolumen
zum Regeln des Betriebsdrucks von Fluiden, insbesondere Klebstoffen, am Einlass
einer Verbrauchseinrichtung.
Ein Druckregler entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist bekannt
aus EP-0509323.
Wenn beispielsweise Kaltkleber auf ein Substrat aufgebracht werden
soll, wird in der industriellen Produktion im allgemeinen eine Kleberpumpe benutzt,
die den Klebstoff mit bestimmtem Druck an einen oder mehrere Abgabeköpfe fördert.
Die Abgabeköpfe werden pneumatisch oder elektrisch gesteuert und geben Kaltkleber
entsprechend der Vorgabe des Steuersystems aus. Wenn der Klebstoff abgegeben wird,
wird das Substrat üblicherweise gegenüber dem Abgabekopf bewegt. Abhängig
von der Geschwindigkeit einer solchen Bewegung muss eine vorgebbare Menge an Kaltkleber
von dem Abgabekopf abgegeben werden, damit eine spezifizierte Schichtdicke an Kaltkleber
auf das Substrat aufgebracht wird. Ändert sich die Geschwindigkeit während
des Auftrags oder wird das Aufbringen von Klebstoff unterbrochen, muss ein Ventil
im Abgabekopf geschlossen werden oder die Ventilöffnung reduziert werden. Dies
bedeutet gewöhnlich, dass das Rohrsystem für den Kaltkleber weiter unter
dem hohem Druck steht, der für die Abgabe von Klebstoff notwendig war, bevor
die Geschwindigkeit reduziert oder die Bewegung angehalten wurde. Wenn die Anlage
wieder in Betrieb genommen wird, zum Beispiel nach dem Einsetzen eines neuen Substrats,
war es bisher schwierig, zu verhindern, dass auf Grund des hohen Druckes eine erhöhte
Klebstoffmenge abgegeben wurde. Dies kann sich nachteilig auf die Qualität
der Klebstoffverbindung und/oder das Aussehen des geklebten Substrats auswirken.
Diesen Nachteilen wurde bisher durch Öffnen eines Absperrventils entgegen gewirkt,
nachdem die Anlage herunter gefahren wurde, wodurch jeglicher Überdruck reduziert
und überschüssiger Kaltkleber aus dem System abgelassen wurde. Dieses
Verfahren stellte sich langfristig jedoch als unbefriedigend heraus.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen
Druckregler zu schaffen, insbesondere für die beschriebenen Fälle, durch
den Spitzendrücke in dem abgegebenen Fluid ohne Fluidverluste im wesentlichen
vermieden werden, wenn die Verbrauchseinrichtung abgeschaltet wird, wobei auch sichergestellt
wird, dass eine optimal auf die Anforderungen eingestellte Fluidmenge zur Verfügung
steht, wenn die Verbrauchseinrichtung wieder in Betrieb genommen wird.
Diese Aufgabe wird bei einem Druckregler entsprechend dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 durch die im Kennzeichen beschriebenen Mittel gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
Versuche mit dem Druckregler gemäß der Erfindung haben gezeigt,
dass er die an ihn gestellten Erwartungen voll erfüllt. Es soll in diesem Zusammenhang
bemerkt werden, dass der Druckregler gemäß der Erfindung verhältnismäßig
kostengünstig herzustellen ist, weil der Einstellabschnitt eine handelsübliche
pneumatische Einrichtung sein kann.
Die Erfindung wird nachfolgend im Detail anhand der in den Zeichnungen
gezeigten Ausführungsform erläutert. Es zeigen:
1 einen Druckregler in Perspektivdarstellung,
2 einen Druckregler im Schnitt,
3 einen Druckregler im Schnitt, wobei die Schnittebene
gegenüber der senkrechten Achse Z-Z in 2 um 90°
gedreht ist, und
4 eine vergrößerte Ansicht des Schnittes
nach 3.
Der Druckregler 10 kann zur Druckregelung von verschiedenen
Fluidarten, wie von Kaltklebern und anderen Fluiden, Heißschmelzklebern und
anderen Fluiden benutzt werden, und wird im Folgenden unter Bezug auf die Regelung
des Druckes von Kaltkleber beschrieben.
Wie in 1 zu sehen ist, besteht der Druckregler
10 hauptsächlich aus einem Reglerabschnitt 12 und einem Einstellabschnitt
90, die in einer gemeinsamen Achse Z-Z (2)
angeordnet sind. Der Reglerabschnitt 12 hat einen Fluideinlass
16 und einen Fluidauslass 26 für flüssigen Kaltkleber
oder ähnliches Fluid, und er kann mit einem Montagewinkel 84 befestigt
werden. Dem Einstellabschnitt 90, der über dem Reglerabschnitt
12 angeordnet ist, kann von einem Druckluftanschluss 96 Druckluft
zugeführt werden.
Wie 2 zeigt, weist der Druckregler
10 ein erstes Partialvolumen 14 auf, das in dem Reglerabschnitt
12 mit einem Fluideinlass 16 verbunden ist, und ein zweites Partialvolumen
24, das mit dem Fluidauslass 26 verbunden ist. Das zweite Partialvolumen
24 enthält einen zylindrischen Abschnitt 24a, einen Kanal
24b und einen Auslassabschnitt 24c. Der Fluideinlass
16 wird durch eine Einlassöffnung 18 und ein Einlassverbindungsglied
20 gebildet, während der Fluidauslass 26 durch eine Auslassöffnung
28 und ein Auslassverbindungsglied 26 gebildet wird. Ein
Verbindungskanal 22 führt vom ersten Partialvolumen 14 zu
dem zweiten Partialvolumen 24.
4 zeigt eine vergrößerte Ansicht eines Schnittes
durch den Reglerabschnitt 12 entlang des ersten und des zweiten Partialvolumens
14, 24. In dem ersten Partialvolumen 14 ist ein zweiteiliger
Dichtungskolben 32 mit einem Dichtungskörper 34 und einem
Führungsglied 36 beweglich in einer zylindrischen Ventilführung
38 angeordnet. Der Dichtungskörper 34 hat eine Dichtungsfläche
40 mit einem Dichtungsring 42. Die Rückseite des Führungsgliedes
36 ist in den Dichtungskörper 34 eingesetzt. Ein Führungsdichtungsring
44 ist zwischen dem Dichtungskörper 34 und dem Führungsglied
36 angeordnet. Die Rückseite 46 des Führungsgliedes
36 ist dem zweiten Partialvolumen 24 zugewandt und dessen Druck
ausgesetzt. Tote Zonen werden vermieden, weil die Ventilführung 38
so ausgebildet ist, dass sie zu dem zweiten Partialvolumen hin offen ist. Der Dichtungskörper
34 ist durch eine Ventilfeder 48 schwach in Schließrichtung
vorgespannt.
Das erste Partialvolumen 14 ist am Boden durch eine Zwischenbasis
50 vom zweiten Partialvolumen isoliert und durch einen Dichtungsring
52 abgedichtet.
Der Verbindungskanal 22 verläuft durch einen Keramikkörper
23, der gegenüber dem Dichtungsring 42 angeordnet ist, mit
dem er ein Ventil bildet.
Ein Arbeitskolben 54 ist verschiebbar in einem Zylinder
25 entlang einer Achse Z-Z (2) angeordnet
und begrenzt das zweite Partialvolumen 24 an dem Ende, das seinem Fluidauslass
26 gegenüberliegt. Eine Kolbenstange 56 passiert den Arbeitskolben
54, erstreckt sich durch den Verbindungskanal 22 und kann auf
der Dichtungsfläche 40 des Dichtungskörpers 34 aufliegen.
Der Arbeitskolben 54 weist außerdem eine vordere und eine hintere
Kolbenscheibe 58 und 60 auf, die mittels einer Gegenmutter
62 an dem Arbeitskolben 54 befestigt sind. Zwischen der vorderen
und der hinteren Kolbenscheibe 58 und 60 ist eine Umfangslippendichtung
64 zum Abdichten des Arbeitskolbens gegenüber der Wand des Zylinders
25 vorgesehen.
2 zeigt die Gesamtkonstruktion des Reglerabschnittes
12. Das erste Partialvolumen 14 und das zweite Partialvolumen
24 sind im wesentlichen in dem Reglergehäuse 66 gebildet.
Das Reglergehäuse 66 wird am Boden durch eine Reglerbasis
68 abgeschlossen, die über eine Zwischendichtung 70 an dem
Reglergehäuse 66 befestigt ist. Das obere Ende des Reglergehäuses
66 ist mit einer Abdeckplatte 72 versehen, die mit dem Reglergehäuse
66 durch sechs Innensechskantschrauben 74 verschraubt sind. Die
Abdeckplatte 72 weist eine Durchgangsbohrung 76 zur Führung
des Arbeitskolbens 54 über den hinteren Teil der Kolbenstange
56 auf. Die Durchgangsbohrung ist mit einem Gleitlager 78 versehen.
Am hinteren Ende der Kolbenstange ist rechtwinklig zur Z-Z-Achse eine
Gewindebohrung 55 vorgesehen, in der eine Anzeigeschraube 57 befestigt
ist, siehe 3. Die Anzeigeschraube 57 ist in
einem Schlitz der Zylinderhülle 106 beweglich angeordnet, und (siehe
1) ist von außen zu sehen, so dass die Position
des Arbeitskolbens 54 von außen erkannt werden kann. Es ist außerdem
zu sehen, ob in dem System Blasen vorhanden sind. Schließlich geht aus
3 hervor, dass der Zylinder 25 eine Druckausgleichöffnung
80 mit einer Schutzkappe 82 am hinteren Teil des Arbeitskolbens
54 aufweist, diese Kappe dient als Schutz beim Transport. Durch die Druckausgleichsöffnung
80 wird dem Zylinder 25 des Reglerabschnittes 12 bei
Inbetriebnahme Schmiermittel zugeführt.
Wie aus 2 zu sehen, ist im Einstellabschnitt
90 ein Einstellkolben 92 in einem Einstellzylinder 93
vorgesehen und bildet eine variable Grenze einer Druckkammer 94, in die
der Stecker 96 zur Zufuhr von Druckluft führt. Der Einstellkolben
92 weist eine Einstellkolbenstange 100 mit einer axialen Gewindebohrung
102 auf, in deren Vorderende ein Gewindestopfen 104 eingeschraubt
ist. Der Einstellkolben 92 kann über den Gewindestopfen
104 und die Kolbenstange 100 Kraft auf den Arbeitskolben
54 ausüben. Die Einstellkolbenstange 100 mit dem Gewindestopfen
104 ist teilweise durch eine Zylinderhülle 106 umschlossen.
Der Einstellkolben 92 ist mittels einer Spannfeder 112 schwach
in Richtung der Druckkammer 94 vorgespannt.
Der Druckkammer 94 kann über einen Druckluftanschluss
96, der einen Druckluftstecker 114 und eine Druckluftöffnung
116 aufweist, Druckluft zugeführt werden. Der Einstellzylinder
93 ist in einem Gehäuse 118 angeordnet. Gegenüber dem
Reglerabschnitt 12 ist das Gehäuse 118 durch eine Basis
124 abgeschlossen. Im Gehäuse 118 befindet sich oberhalb
der Basis 124 eine Druckausgleichsöffnung 126, die dazu dient,
den Druck in der Kammer 128 zwischen der Basis 124 und dem Einstellkolben
92 zu egalisieren.
Der Einstellabschnitt 90 und der Reglerabschnitt
12 sind durch Stehbolzen 130 und vier Hutmuttern miteinander verbunden.
Um die Funktion des Druckreglers gemäß der Erfindung zu
beschreiben, wird zunächst Bezug auf 3 genommen,
und es wird angenommen, dass im Gegensatz zu der Zeichnung das Ventil
23, 32 geschlossen ist. Diese Ventileinstellung ist möglich,
- – wenn in der Druckkammer 94 kein Druck ist und der Einstellkolben
92 sich daher unter der Vorspannkraft der Feder 112 zu seinem
oberen Endanschlag im Gehäuse 118 bewegen kann, wodurch die Druckkammer
ihr kleinstes Volumen hat und
- – weil die Einstellkolbenstange 100 mit der Schraube
104 sich außerdem von der Kolbenstange 56 des Arbeitskolbens
54 im Reglerabschnitt 12 getrennt hat, so dass die Ventilfeder
48 den Arbeitskolben 54 ein bißchen anhebt und der Zwischenraum
zwischen dem Dichtungskörper 34 und dem Einsatz 23 auf Grund
der Vorspannung der Ventilfeder 48 geschlossen wird.
Die angehobene Position des Arbeitskolbens 54 wird durch
die Anzeigeschraube 57 nach außen sichtbar gemacht.
Aus 4 ist zu sehen, dass der Dichtungskörper
34 mit seiner Dichtungsfläche 40 und dem Dichtungsring
42 gegen den Keramikeinsatz 23 abdichtet, wenn das Ventil geschlossen
ist. Der Dichtungskolben 32 wird durch die Ventilfeder 48 in die
geschlossene Position gebracht und in dieser gehalten.
Steht die Druckkammer 94 nicht unter Druck und gelangt deshalb
Kaltkleber unter Druck durch den Fluideinlass 16 (2)
in das erste Partialvolumen 14, wobei das Ventil 23,
32 sich in der geschlossenen Position befindet, wird der Dichtungskörper
34 unter der Vorspannkraft der Ventilfeder 48 durch den Druck
des Kaltklebers zusätzlich gegen den Keramikeinsatz 23 gepresst. Der
Dichtungseffekt des Ventils 23, 32 wird hierdurch verstärkt.
In der geschlossenen Position des Ventils 23, 32 erreicht der
Kaltkleber im ersten Partialvolumen 14 nicht das zweite Partialvolumen
24, das daher nicht unter Druck steht und frei von Kaltkleber ist, wenn
die Vorrichtung in Betrieb genommen wird.
Wird der Druckkammer 94 nun über den Druckluftanschluss
96 Luft mit einem vorbestimmten Druck zugeführt, um den Betrieb aufzunehmen,
erzeugt der Einstellzylinder 93 eine Regelkraft und drückt den Einstellkolben
92 (in der Zeichnung) nach unten. Diese Bewegung und diese Regelkraft werden
über den Schraubstopfen 104 auf die Kolbenstange 56 übertragen
und außerdem, durch die Bewegung des Arbeitskolbens 54, auf den Dichtungskörper
34, der das Ventil 23, 32 gegen die Kraft der Ventilfeder
48 öffnet und einen Endanschlag für den Dichtungskörper
34 bildet, der die Größe des Zwischenraums zwischen dem Ventilkörper
34 und dem Einsatz 23 bestimmt.
Die vergrößerte Schnittansicht nach 4
zeigt das Ventil 23, 32 in der offenen Position. Ist das Ventil
23, 32 offen, strömt der mit einem konstanten Vordruck in
das erste Partialvolumen 14 durch eine Pumpe (nicht gezeigt) gepumpte Kaltkleber
durch den Zwischenraum zwischen dem Dichtungsring 42 und den Keramikeinsatz
23, dann durch den Verbindungskanal 22 in das zweite Partialvolumen
24 und durch den Fluidauslass 26 zu den Abgabeköpfen (ebenfalls
nicht gezeigt). Der Druck des Kaltklebers im ersten Partialvolumen 14 ist
daher effektiv auch im zweiten Partialvolumen 24 vorhanden und somit auch
an den Abgabeköpfen. Die Anforderung der Abgabeköpfe nach Kaltkleber hängt
unter anderem von der Zuführgeschwindigkeit des Substrats ab, auf das der Kaltkleber
aufgebracht werden soll. Die abgegebene Menge wird an den Abgabeköpfen z.B.
durch Druckluft bestimmt. Abhängig von der Zuführgeschwindigkeit des Substrats
liefert in diesem Beispiel ein Proportionalventil Druckluft an die Druckkammer
94 des Einstellabschnittes 90.
Innerhalb des Reglerabschnittes 12 wirkt der Druck des Kaltklebers
nach Öffnen des Ventils 23, 32 nicht nur auf die Dichtungsfläche
40 des Dichtungskolbens 32, sondern auch auf die Rückseite
46 des Führungsgliedes 36 des Dichtungskolbens
32. Die auf den Dichtungskolben 32 wirkenden Drücke sind
im wesentlichen ausgeglichen. Eine in Schließrichtung wirkende Kraft stammt
nur aus der Vorspannung durch die Ventilfeder 48; die Kraft der Feder ist
jedoch vergleichsweise gering. Dementsprechend wird der Dichtungskörper
34 also nur mit kleiner Kraft gegen den durch die Kolbenstange
56 gebildeten Endanschlag gedrückt. Der vorher erwähnte Zwischenraum
wird nicht erkennbar verkleinert.
Der Druck des Kaltklebers wirkt nicht nur auf den Dichtungskolben
32, sondern auch auf das vordere Ende 59 des Arbeitskolbens
54 (der in der Zeichnung nach unten zeigt), insbesondere auf dessen Kolbenscheibe
58, und ist deshalb der Regelkraft entgegengerichtet, die durch die Druckluft
in der Druckkammer 94 erzeugt wird.
Wenn die Größe der auf den Arbeitskolben 54 aufgrund
des Druckes des Kaltklebers in dem zweiten Partialvolumen 24 wirkenden
Kraft den Regeldruck überschreitet, führt dies zu einer Bewegung des Arbeitskolbens
54 nach oben (in 4 gesehen) und somit zu dem
vorher erwähnten Endanschlag. Somit bewegt sich der Dichtungskolben
32 mit dem Dichtungskörper 34 ebenfalls in Schließrichtung,
so dass der Zwischenraum oder die Entlüftungsöffnung zwischen dem Dichtungsring
42 und dem Keramikeinsatz 23 in der Größe reduziert
wird. Dies hat zur Folge, dass der Strom von Kaltkleber von dem ersten Partialvolumen
14 zu dem zweiten Partialvolumen 24 gebremst wird, so dass der
Druck des Kaltklebers in dem zweien Partialvolumen 24 nicht aufrechterhalten
werden kann und entsprechend reduziert wird. Auch führt die Bewegung des Arbeitskolbens
54 zu einer Expansion des Zylinderabschnitte 24a des zweiten Partialvolumens
24, wodurch die Reduzierung des Druckes im zweiten Partialvolumen
24 zusätzlich unterstützt wird.
Die Abnahme des Druckes des Kaltklebers im zweiten Partialvolumen
24 führt jedoch auch zu einer Reduzierung der Kraft, die der Regelkraft
entgegen wirkt; diese Kraft wird durch den Druck erzeugt, der auch auf die vordere
Seite 59 des Arbeitskolbens 54 wirkt. Dies bedeutet, dass der
Bewegung des Arbeitskolbens 54 ebenso entgegengewirkt wird, bis ein Gleichgewicht
zwischen der Regelkraft und der auf den Arbeitskolben 54 wirkenden Kraft
besteht, die durch den Druck im zweiten Partialvolumen 24 erzeugt wird.
Der Druck des Kaltklebers im zweiten Partialvolumen 24 ist dann proportional
zu der Regelkraft.
2 zeigt, wie die Regelkraft erzeugt wird. Der zylindrischen
Druckkammer 94 kann über den Druckluftanschluss 96 mit dem
Druckluftstecker 114 und einer Druckluftöffnung 116 Druckluft
zugeführt werden. Der Einstelldruck, der sich als Resultat in der Druckkammer
94 aufbaut, wirkt somit auf den Einstellkolbenkopf 98 des Einstellkolbens
92 und führt zu einer Regelkraft, die in Richtung auf den Arbeitskolben
54 wirkt. Ist die Regelkraft gleich der Stärke der Kraft, die durch
den Druck in dem zweiten Partialvolumen 24 auf den Arbeitskolben wirkt,
so ergibt sich ein Gleichgewichtszustand.
Die Kraft der Feder 112 ist klein und ist nur bei geringen
Drücken wichtig, insbesondere im drucklosen Zustand. Im Gleichgewichtszustand
ist das Druckverhältnis zwischen dem Einstelldruck in der zylindrischen Druckkammer
94 und dem Druck im zweiten Partialvolumen 24 im wesentlichen
gleich dem Verhältnis in Bereichen zwischen der effektiven Fläche auf
der vorderen Seite 59 des Arbeitskolbens 54 und der effektiven
Fläche des Einstellkolbenkopfes 98 des Einstellkolbens 92.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt dieses Verhältnis 1:3, so
dass ein Druck von einem Bar in der Druckkammer 94 zu einem Druck von 3
Bar für den Kaltkleber im zweiten Partialvolumen 24 führen kann.
Der Druck des Kaltklebers im zweiten Partialvolumen 24 – und somit
am Einlass der Abgabeköpfe – wird daher mit Hilfe des Druckes im Einstellzylinder
93 definiert. Durch Definieren eines auf den speziellen Zweck zugeschnittenen
Flächenverhältnisses ist es möglich, den pneumatischen Regeldruck
der Abgabeköpfe direkt zum Einstellen des Einstellabschnittes auf einen gewünschten
Druck in dem zweiten Partialvolumen 24 zu verwenden.
Wird die Zuführung von Kaltkleber während des Auftragsvorganges
gestoppt oder wenn das ausgegebene Volumen stark reduziert werden muss, z.B. bei
einem Notstopp, muss der Einstelldruck in der zylindrischen Druckkammer
94 (2) dementsprechend reduziert werden. Dies
kann z.B. eine Reduktion von 6 auf 1,5 Bar bedeuten und führt dazu, dass der
Einstellkolben 92 und ebenso der Arbeitskolben 54 mit dem vorher
erwähnten Endanschlag sich (in der Zeichnung gesehen) nach oben bewegen. Der
Dichtungskolben 32 mit dem Dichtungskörper 34 folgt dann
dem Endanschlag in Richtung der geschlossenen Position.
Wird der Luftdruck im Einstellzylinder ausreichend stark reduziert,
wird die Verbindung zwischen dem ersten Partialvolumen 14 und dem zweiten
Partialvolumen 24 unterbrochen. In einem solchen Fall fällt der Druck
des Kaltklebers im zweiten Partialvolumen 24 ebenfalls ab. Aufgrund der
Bewegung des Arbeitskolbens 54 führt der zylindrische Abschnitt
24a zu einer Erhöhung im zweiten Partialvolumen 24. In diesem
vergrößerten Raum kann in den zu den Auftragsköpfen führenden
Kaltkleber-Zuführleitungen angesammelter Kaltkleber zwischenzeitlich gespeichert
werden. Diese Ansammlung von Kleber erfolgt bei einem Stopp (oder bei einer Verlangsamung
des Abgabevorgangs) und dieser Kleber wurde bisher über ein Ablassventil nach
außen abgelassen. Die Konsequenz dieser zwischenzeitlichen Speicherung ist,
dass der Druck des Klebers im System entsprechend reduziert wird und dass sich beim
erneuten Starten der Abgabeköpfe kein Kleber mit erhöhtem Druck an ihren
Fluideinlässen befindet.
Um die Abgabe nach einer Unterbrechung wieder zu starten, wird der
Einstelldruck in der Druckkammer 94 (2) erhöht.
Dies führt zu einer entsprechenden Erhöhung der Regelkraft und somit zu
einer Abwärtsbewegung des Einstellkolbens 92 (in der Zeichnung gesehen)
und dann auch des Arbeitskolbens 54 mit dem vorher erwähnten Endanschlag.
Diese Bewegung führt zuerst zu einer Größenreduzierung des zweiten
Partialvolumens 24 im zylindrischen Abschnitt 24a und damit zu
einer Erhöhung seines inneren Druckes. Der flüssige Kaltkleber, der zwischenzeitlich
im zweiten Partialvolumen 24 gespeichert war, wird daher aus dem zweiten
Partialvolumen 24 über den Fluidauslass 26 ausgepresst und
steht unmittelbar an den Abgabeköpfen zur Verfügung. Die Bewegung des
Arbeitskolbens 54 führt über den Endanschlag auch dazu, dass
der Dichtungskörper 34 sich in Richtung auf die offene Position bewegt.
Der flüssige Kaltkleber kann nun wieder aus dem ersten Partialvolumen
14 in das zweite Partialvolumen 24 ausfließen.
Der Strom von Kaltkleber vom zweiten Partialvolumen 24 zu
den Abgabeköpfen, der durch Freigabe des im zylindrischen Abschnitt
24a gespeicherten Kaltklebers angeregt wird, wird durch den anschließenden
Strom von Kaltkleber aus dem ersten Partialvolumen 14 in das zweite Partialvolumen
24 aufrecht erhalten. Jeglicher Kaltkleber, der anschließend erforderlich
ist, wird dann durch die Pumpe durch den Fluideinlass
16 gefördert.
Somit kann durch den Druckregler 10 gemäß der Erfindung
der Arbeitsdruck des flüssigen Kaltklebers am Einlass eines Abgabekopfes leicht
auf einen gewünschten Wert eingestellt werden. Unterbrechungen und Wiederanlauf
des Materialabgabevorganges können unter Benutzung des Druckreglers ohne unerwünschte
Spitzendrücke gemäß der Erfindung in gleichermaßen einfacher
und vorteilhafter Weise ausgeführt werden.