Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Schuh mit Fußmassagesohle.
Wissenshintergrund
Bekanntermaßen finden sich im Fuß Nervenenden, die mit allen
Organen des Körpers verbunden sind, so daß es durch Einwirken eines lokalen
Drucks möglich ist, Störungen, insbesondere solche, welche Schmerzzustände
verursachen, zu vermeiden oder zu behandeln.
Die Methode der Fußbehandlung ist seit dem Altertum bekannt und
findet seitdem weitverbreitete Anwendung.
Als noch keine Medikamente zur Behandlung von Krankheiten, Störungen
oder Leiden verschiedenster Art zur Verfügung standen, suchte der Mensch nach
Heilmitteln, die Erleichterung verschaffen könnten.
Diese Mittel wurden instinktiv durch Einflußnahme auf die schmerzhaften
Bereiche gefunden, wobei sich eine Suche nach Punkten entwickelte, die reflektorisch
auf den schmerzhaften Bereich wirkten.
So wurde nach und nach entdeckt, daß sich Endungen, die später
als Nervenenden definiert wurden, im Fuß konzentriert waren, und falls stimuliert
den Reiz an andere Organe des Körpers übertragen konnten.
Ein Reflex ist eine unfreiwillige, aber sozusagen automatische Reaktion
auf einen Reiz, der die Anregung einer empfindlichen Nervenzelle bewirkt, welche
seine Wirkung bis hoch auf eine zerebrale Ebene überträgt.
Jeder Teil des Körpers ist ein Ort dieser Reflexe, im Fuß
sind jedoch mehr aktive Bereiche vorhanden.
1 zeigt die Ansicht einer Fußsohle, welche in
vier mit den Bezugszeichen A, B, C und D bezeichnete Bereiche unterteilt ist.
Bereich A enthält die Enden, die insbesondere mit den Zähnen,
dem Lymphkreislauf, den Augen und den Ohren verbunden sind; Bereich B enthält
die Enden, die mit Gallenblase, Leber, Herz, Bronchien, Schilddrüse und Magen
verbunden sind; Bereich C enthält die Enden, die mit Darm, Kolon, Nieren und
Wirbelsäule verbunden sind; und Bereich D enthält die Enden, die mit den
Genitalien, dem Meniskus und den Beinen verbunden sind.
Durch Stimulieren eines dieser Punkte ist es möglich, einen günstigen
Effekt auf die verschiedenen Organe auszuüben, was durch zahlreiche medizinische
Studien in der Reflexologie und Zonenmassage nachgewiesen wurde.
Es sind Schuhe mit einer fußunterstützenden Innensohle bekannt,
die in verschiedenen Bereichen mit Vorsprüngen versehen ist oder durch eine
Matte von kleinen Zapfen unterschiedlicher Härte gebildet wird.
In diesem Fall handelt es sich um ein passives Mittel, welches eine
Art Massage erzeugt, wenn durch Absetzen des Fußes die Fußsohle auf den
Vorsprüngen oder auf den Zapfen aufliegt.
Die Wirkung ist sehr begrenzt, und für einige empfindliche Personen
ist das Absetzen des Fußes auf einer Innensohle mit vielen Vorsprüngen
unangenehm oder sogar schmerzhaft.
Ein Schuh mit einer Fußmassagesohle, welche Zapfen umfaßt,
die in entsprechenden in einer fußunterstützenden Innensohle bereitgestellten
und Belüftung erzeugenden Löchern eingefügt sind, ist aus der Druckschrift
WO 01/03536 bekannt.
Offenbarung der Erfindung
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen Schuh bereitzustellen,
welcher den Fuß aktiv massiert.
Im Rahmen dieses Ziels ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Sohle bereitzustellen, in der die Massagemittel durch Auswählen der betroffenen
Punkte des Fußes eingestellt werden können.
Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Sohle bereitzustellen,
in welcher es möglich ist, die Intensität der Massage einzustellen und
sie auch abzustellen.
Es ist eine weitere Aufgabe, eine Sohle bereitzustellen, die in jeder
Art Schuh verwendet werden kann.
Es ist noch eine weitere Aufgabe, eine Sohle mit aktiven Massagemitteln
bereitzustellen, die keine sich erschöpfenden Energieversorgungsquellen benötigen.
Es ist eine weitere Aufgabe, eine Massagesohle bereitzustellen, in
der die Massagemittel außerdem eine interne Belüftung bereitstellen.
Es ist eine weitere Aufgabe, eine Massagesohle bereitzustellen, deren
Bestandteile konstruktiv einfach und kostengünstig sind.
Dieses Ziel und diese sowie weitere Aufgaben, die im Folgenden noch
besser offenbart werden, werden durch einen Schuh mit Fußmassagesohle erreicht,
welcher dadurch gekennzeichnet ist, daß er umfaßt einen vorzugsweise innerhalb
des Absatzes der Schuhsohle befindlichen Tank und eine unter der Ferse des Fußes
befindliche sowie beim Gehen durch die Ferse des Fußes betätigte Pumpe,
wobei die Pumpe Luft in den Tank einleitet, die stufenweise dessen internen Druck
erhöht, einen Luftauslaßkanal, der sich von dem Tank abzweigt, ein einstellbares
Ventil, das entlang dem Luftauslaßkanal eingesetzt ist und sich öffnet,
sobald ein bestimmter voreingestellter Druck erreicht ist, wobei das Ventil mindestens
eine elastische Kammer versorgt, die mit einer Mehrzahl von Zapfen versehen ist,
welche in Richtung der Fußsohle angeordnet und in entsprechende Löcher
eingeführt sind, die in einer fußunterstützenden Innensohle vorgesehen
sind, wobei die Zapfen, wenn die Luft ausgestoßen wird, aus den Löchern
herausragen und auf die Fußsohle wirken, wobei die ausströmende Luft,
bevorzugt mittels eines Schlauchs, in den Schuh weitergeleitet wird und eine interne
Belüftung erzeugt.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Weitere Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
aus der folgenden detaillierten Beschreibung einiger Ausgestaltungen derselben besser
offenbar, welche anhand eines nicht einschränkenden Beispiels in den im Anhang
aufgeführten Zeichnungen erläutert werden, worin:
1 die in Bereiche unterschiedlicher Empfindlichkeit
unterteilte Sohle eines Fußes in Draufsicht zeigt;
2 den erfindungsgemäßen Schuh in einer Längsschnittansicht
zeigt;
3 einige der den Schuh bildenden Teile in einer Schnittansicht
zeigt;
4 die den Schuh bildenden Teile in perspektivischer
Explosionsansicht zeigt;
5 einen Teil der Sohle in einer Schnittansicht, die
die Zapfen in dem inaktiven Zustand veranschaulicht, zeigt;
6 die Sohle aus 5 in einer
Schnittansicht, in der die Zapfen aus der Innensohle aufgrund des Druckes der Luft
vorstehen, zeigt;
7 oben das Diagramm des Anstiegs des Luftdrucks in
dem Tank und des Ausstoßes der Luft aus dem Tank und unten den auf die Zapfen
wirkenden gepulsten Druck zeigt.
Möglichkeiten der Ausführung der Erfindung
Unter Bezugnahme auf die in der Einführung der vorliegenden Erfindung
angegebenen Figuren wurde 1 bereits besprochen.
Unter Bezugnahme auf 2 und folgende wird
ein allgemein mit dem Bezugszeichen 10 bezeichneter Schuh aus einem Schaft
11 gebildet, welcher mit einer mit einem Absatz 13 versehenen
Laufsohle 12 verbunden ist.
In dem Absatz 13 ist ein Tank 14 enthalten und eine
Pumpe 15, beispielsweise vom Membrantyp, bedeckt von einer verformbaren
Innensohle 16, ist oberhalb des Tanks vorgesehen.
Immer wenn die Pumpe 15 durch die Ferse des Fußes zusammengedrückt
wird, was bei jedem Schritt geschieht, wird Luft in den Tank 14 eingeleitet.
Zweckdienlich kann die Luft von außerhalb des Schuhs angesaugt
werden, so daß sie fortwährend ausgetauscht wird.
In jedem Fall ist es möglich, die in dem Schuh enthaltene Luft
anzusaugen, obwohl dieses keinen Luftaustausch hervorruft.
Der Tank 14 ist mit einem Auslaßkanal 17 versehen,
welcher über ein einstellbares Ventil 18 gesteuert wird.
In dem in 4 gezeigten Fall hat das einstellbare
Ventil 18 drei Ausgänge, wobei es möglich ist, einen oder zwei
oder alle drei dieser Ausgänge auszuwählen, beispielsweise durch Drehen
eines Rings.
Das Ventil 18 ist auch in Bezug auf Druck einstellbar, d.h.
es öffnet sich bei einem ausgewählten Druck, sobald dieser Druck in dem
Tank 14 erreicht ist.
Unter Bezugnahme auf 4 sind die drei
mit den Bezugszeichen 19, 20 und 21 bezeichneten Ausgänge
mit drei mit den Bezugszeichen 22, 23 beziehungsweise
24 bezeichneten elastischen Kammern verbunden, die sich im dargestellten
Fall in den in 1 gezeigten Bereichen A, B und C der
Fußsohle befinden.
Jeder der elastischen Kammern 22, 23 und
24 ist mit einem mit den Bezugszeichen 25, 26 beziehungsweise
27 bezeichneten Auslaßschlauch versehen, wobei die Schläuche
zu einem einzelnen zusätzlichen Schlauch 28 zusammengeführt werden,
welcher vorzugsweise in das Innere des Schuhs 10
führt.
Wie noch deutlicher aus den 5 und
6 ersichtlich ist, welche beispielhaft die elastische
Kammer 23 veranschaulichen, werden die elastischen Kammern 22,
23 und 24 aus einem aus einem elastischen Material bestehenden
Beutel gebildet, welcher mit einer unteren Wand 29 und mit einer oberen
Wand 30 versehen ist.
Die obere Wand 30 umfaßt eine Mehrzahl von Zapfen
31, die nach oben, d.h. in Richtung zum Inneren des Schuhs 10,
hervorstehen.
Die Zapfen 31 befinden sich an einer Mehrzahl von Löchern
32, die in einer fußunterstützenden Innensohle 33 vorgesehen
sind, welche auf den elastischen Kammern 22, 23 und
24 lagert.
Jedes Loch 32 umfaßt einen Kegel 34, dessen
größeres Ende nach unten weist und der, wie in 6
gezeigt, die elastische Verformung der oberen Wand 30 unter Einwirkung
des Drucks der internen Luft ermöglicht, so daß die Zapfen 31
aus den Löchern 32 austreten und auf impulsartige Weise gegen die
Sohle des Fußes drücken.
7 veranschaulicht zwei Diagramme: In dem oberen Diagramm
35 ist der Druck der Luft im Inneren des Tanks 14 aufgetragen,
und in dem unteren Diagramm 36 ist der Druck im Inneren der elastischen
Kammern 22, 23 und 24 aufgetragen.
In dem Tank 14 steigt der Druck in Stufen 37, die
jeweils der bei jedem Ausschreiten stattfindenden Komprimierung der Ferse auf der
Pumpe 15 entsprechen.
Die durch die absteigende Rampe 39 gezeigte impulsartige
Entleerung des Tanks 14 erfolgt, sobald der mit dem Bezugszeichen
38 bezeichnete Druck P1, welcher der an dem Ventil 18 eingestellte
Druck ist, erreicht worden ist.
Entsprechend wird im Inneren der elastischen Kammern 22,
23 und 24 ein in dem Diagramm 36 mit dem Bezugszeichen
40 bezeichneter Impulsdruck erzeugt, welcher die Zapfen 31 aufwärts
und somit gegen die Sohle des Fußes in dem gewählten Bereich drückt.
Auf diese Weise wird das Ziel erreicht, eine Fußmassage auf eine
Art zu erhalten, die aktiv und nicht passiv und außerdem einstellbar ist.
Das Ventil, das mit einem Einzelpulsausstoß beschrieben wurde,
kann auch vom sequentiellen Typ sein, d.h. nachdem ein voreingestellter Druck erreicht
ist, erfolgt der Ausstoß mittels einer Mehrzahl aufeinanderfolgender Pulse
so lange, bis ein niedriger Druck erreicht ist, welcher wieder das Schließen
des Ventils auslöst.
Ein derartiges Ventil hat eine Stellung, in der es ständig offen
bleibt, so daß es auf diese Weise möglich ist, den Fußmassagebetrieb
vollständig auszuschließen.
Hinter dem Ventil kann ein kleiner Tank angeordnet werden, welcher
duftende oder keimmindernde Produkte enthält, die in regelmäßigen
Abständen aufzufüllen sind.
Diese Produkte werden immer dann in den Schuh eingeleitet, wenn die
die Zapfen betätigende Luft ausgestoßen wird.
Es ist auch möglich, eine weitere elastische Kammer bereitzustellen,
die um die Pumpe herum in dem Absatzbereich angeordnet ist, damit auch eine Massage
des in 1 dargestellten Teils D erzielt wird.
Bei der Pumpe kann es sich um eine Mehrfachpumpe handeln, und der
Tank kann in so viele Teile unterteilt werden, wie Pumpenabschnitte vorhanden sind.
In diesem Fall ist es mit einer Mehrzahl von einstellbaren Ventilen
möglich, auf die verschiedenen Teile der Fußsohle eine unterschiedliche
Wirkung zu erzielen.
Aus dem, was beschrieben und gezeigt wurde, ist es offensichtlich,
daß das beabsichtigte Ziel und die Aufgaben alle erreicht werden, und daß
insbesondere eine Sohle erhalten worden ist, welche eine Fußmassage auf die
gewählte Art und Weise und mit einer einstellbaren Wirkung ermöglicht,
die der Träger des Schuhs somit abhängig von seiner Empfindlichkeit auswählen
kann.
Die Kombination von Massage und interner Belüftungswirkung ermöglicht
es, einen optimalen Zustand für den Fuß und daher ein Gefühl des
Wohlbefindens für den Träger des Schuhs zu erreichen.
Es ist offensichtlich, daß ausgehend von demselben Erfindungskonzept
die Sohle auf verschiedene Weisen und mit unterschiedlichen Materialarten bereitgestellt
werden kann, welche von der Qualität des bereitzustellenden Schuhs abhängig
sind.