Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein System für adressierbare
Anzeigen, das den Randeffekt eines adressierenden Vektorfeldes verringert. Im Besonderen
bezieht sich die vorliegende Erfindung auf den Einsatz von Blattelektroden, die
in ein Drehelement-Blattmaterial eingebaut sind, das mit einem Stift adressiert
wird, um eine gesättigte Seite zu erzeugen.
Drehelement-Blattmaterial ist in den US-Patenten 4.126.854 und 4.143.103
offen gelegt worden und umfasst im Allgemeinen ein Substrat, ein Steuerfluid und
eine Klasse von drehbaren Elementen. Wie weiter unten erörtert werden wird,
hat Drehelement-Blattmaterial einen Einsatz als „wiederverwendbares Elektropapier"
gefunden. 1 stellt einen vergrößerten Abschnitt
von Drehelement-Blattmaterial 50 einschließlich eines drehbaren Elements
10, eines Steuerfluids 20, eines Hohlraums 30 und eines
Substrats 40 dar. Ein Betrachter 60 wird ebenfalls dargestellt.
Obwohl 1 ein kugelförmiges drehbares Element und
einen kugelförmigen Hohlraum darstellt, werden auch viele andere Formen funktionieren
und sind mit der vorliegenden Erfindung vereinbar. Wie in US-A-5.389.945 offen gelegt,
kann die Dicke des Substrats 40 in der Größenordnung von hunderten
Mikrometern betragen, und die Größe des drehbaren Elements 10
und des Hohlraums 30 kann in der Größenordnung von 10 bis 100
Mikrometern betragen.
In 1 ist das Substrat 40 ein
Elastomermaterial wie Silikonkautschuk, das sowohl das Steuerfluid 20 und
die Klasse von drehbaren Elementen in einem Hohlraum oder in Hohlräumen aufnimmt,
die überall in dem Substrat 40 angeordnet sind. Der Hohlraum enthält
bzw. die Hohlräume enthalten sowohl das Steuerfluid 20 und die Klasse
von drehbaren Elementen in der Weise, dass das drehbare Element 10 in Kontakt
mit dem Steuerfluid 20 ist und mindestens ein Translationsfreiheitsgrad
des drehbaren Elements 10 eingeschränkt ist. Der Kontakt zwischen
dem Steuerfluid 20 und dem drehbaren Element 10 unterbricht eine
Symmetrie des drehbaren Elements 10 und ermöglicht die Adressierung
des drehbaren Elements 10. Der Zustand der unterbrochenen Symmetrie des
drehbaren Elements 10, oder die Adressierungspolarität, kann die Bildung
eines elektrischen Dipols um eine Drehachse bedeuten. Zum Beispiel ist allgemein
bekannt, dass kleine Teilchen in einer dielektrischen Flüssigkeit eine elektrische
Ladung erlangen, die mit dem Zetapotential der Oberflächenbeschichtung in Verbindung
steht. Dementsprechend kann durch die angemessene Wahl von Beschichtungen, die auf
gegenüberliegenden Oberflächen des drehbaren Elements um eine Drehachse
aufgetragen werden, ein elektrischer Dipol auf einem drehbaren Element in einer
dielektrischen Flüssigkeit gebildet werden.
Der Einsatz von Drehelement-Blattmaterial als „wiederverwendbares
Elektropapier" ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass den drehbaren
Elementen üblicherweise eine zweite unterbrochene Symmetrie gegeben wird, eine
mehrwertige Seite, die mit der oben erörterten Adressierungspolarität
in Beziehung steht. Das heißt, die oben erwähnten Beschichtungen können
so gewählt werden, dass sie zum Beispiel in unterscheidbarer Weise auf einfallende
elektromagnetische Energie reagieren, wie in 2 dargestellt.
Dementsprechend kann ein angewandtes Vektorfeld die Seite des drehbaren Elements
10 zu dem vorteilhaft positionierten Betrachter 60 steuern.
Zum Beispiel kann, wie in US-A-4.126.854 offen gelegt, das drehbare
Element 10 einen üblicherweise kugelförmigen, schwarzen Polyethylenkörper
umfassen, dessen eine Halbkugel mit Titanoxid besprüht ist, wobei das Titanoxid
eine helle Seite in einer Ausrichtung erzeugt. Ein solches drehbares Element in
einer durchsichtigen dielektrischen Flüssigkeit wird die gewünschte Adressierungspolarität
wie auch die gewünschte Seite aufweisen.
Eine mehrwertige Seite in ihrer einfachsten Form ist eine zweiwertige
Seite. Wenn die Seite die Farbreaktion auf sichtbares Licht bedeutet, kann ein drehbares
Element mit einer zweiwertigen Seite als ein zweifarbiges drehbares Element bezeichnet
werden. Ein solches drehbares Element kann durch die Verbindung von zwei Schichten
eines Materials, wie in den US-Patenten Nr. 5.262.098 und 6.147.791 beschrieben,
hergestellt werden.
3–5 stellen ein
drehbares Element 10 mit einer zweiwertigen Seite und ein Beispielsystem
dar, das solche drehbaren Elemente nach dem Stand der Technik einsetzt. In
3 besteht das drehbare Element 10 aus einer
ersten Schicht 70 und einer zweiten Schicht 80 und ist, wiederum
als Beispiel, ein im Allgemeinen kugelförmiger Körper. Die Oberfläche
der ersten Schicht 70 weist eine erste Beschichtung 75 mit einem
ersten Zetapotential auf, und die Oberfläche der zweiten Schicht
80 weist eine zweite Beschichtung 85 mit einem zweiten Zetapotential
auf. Die erste Beschichtung 75 und die zweite Beschichtung 85
werden so gewählt, dass, wenn sie in Kontakt mit einer dielektrischen Flüssigkeit
(nicht abgebildet) sind, die erste Beschichtung 75 eine negative elektrische
Nettoladung mit Bezug auf die zweite Beschichtung 85 aufweist. Dies wird
in 3 jeweils durch die Symbole „=" bzw. „+"
dargestellt. Ferner ist die Kombination der ersten Beschichtung 75 und
der Oberfläche der ersten Schicht 70 weiß und die Kombination
der zweiten Beschichtung 85 und der Oberfläche der zweiten Schicht
80 nicht weiß, wie in 3 durch Schraffur
dargestellt. Ein Kenner der Technik sollte erkennen, dass das Material,
das mit der ersten Schicht 70 und mit der ersten Beschichtung
75 verknüpft ist, gleich sein kann. Ebenso kann das Material, das
mit der zweiten Schicht 80 und mit der zweiten Beschichtung 85
verknüpft ist, gleich sein.
4 stellt einen feldfreien Satz 110 dar. Der
feldfreie Satz 110 ist eine Teilmenge von willkürlich ausgerichteten
drehbaren Elementen in der Umgebung des Vektorfeldes 100, wenn das Vektorfeld
100 eine Größe von Null aufweist. Das Vektorfeld 100
ist ein elektrisches Feld. Der feldfreie Satz 110 enthält dementsprechend
drehbare Elemente mit im Hinblick auf einander beliebiger Ausrichtung. Daher nimmt
der Betrachter 60 im Fall des feldfreien Satzes 110 Ansichten
der Kombination aus der zweiten Beschichtung 85 und der Oberfläche
der zweiten Schicht 80 bzw. aus der ersten Beschichtung 75 und
der Oberfläche der ersten Schicht 70 (wie in 3
dargestellt) in einer ungeordneten Folge wahr. Die Unterschicht 55 bildet
den Hintergrund der resultierenden Ansicht. Die Unterschicht 55 kann aus
einem beliebigen Materialtyp bestehen, einschließlich anderer drehbarer Elemente,
aber nicht beschränkt auf andere drehbare Elemente, oder aus einen Material,
dass dem Betrachter 60 eine vorgegebene Seite darbietet.
5 und 6 stellen den ersten
Seitensatz 120 dar. Der erste Seitensatz 120 ist eine Teilmenge
von drehbaren Elementen in der Umgebung des Vektorfeldes 100, wenn die
Größe des Vektorfeldes 100 nicht Null beträgt und die Ausrichtung
aufweist, die durch den Pfeil 105 angegeben wird. In dem ersten Seitensatz
120 richten sich aufgrund des elektrostatischen Dipols, der auf jedem drehbaren
Element 10 vorhanden ist, alle drehbaren Elemente mit Bezug auf den Pfeil
105 aus. Im Gegensatz zu dem feldfreien Satz 110 nimmt der Betrachter
60 im Fall des ersten Seitensatzes 120 eine Ansicht eines Satzes
von drehbaren Elementen, die mit der nicht-weißen Seite nach oben angeordnet
sind (die Kombination aus der zweiten Beschichtung 85 und der Oberfläche
der zweiten Schicht 80, wie in 3 dargestellt)
wahr. Wiederum bildet die Unterschicht 55 den Hintergrund der resultierenden
Ansicht. In 5 und 6 richtet
sich das drehbare Element 10 aufgrund der elektrischen Ladung, die als
Folge der ersten Beschichtung 75 und der zweiten Beschichtung
85 vorhanden ist, unter dem Einfluss des angewandten Vektorfeldes
100 mit Bezug auf das Vektorfeld 100 aus. 5
stellt eine Seitenansicht dar, die die relativen Positionen des Betrachters
60, dem ersten Seitensatz 120 und der Unterschicht 55
angeben. 6 stellt eine alternative Ansicht des ersten
Seitensatzes 120 aus einem Blickwinkel von oben dar. In 6
gibt das Symbol ⊙ einen Pfeil an, der aus der Ebene der Zeichnung gerichtet
ist.
Ein Kenner der Technik sollte erkennen, dass der erste Seitensatz
120 teilweise aufgrund der Energie, die mit der Anziehung zwischen dem
drehbaren Element 10 und der Substratstruktur als, zum Beispiel, Hohlraumwände
(nicht abgebildet) verknüpft ist, seine Seite behalten wird, nachdem das Vektorfeld
100 entfernt worden ist. Diese Energie trägt zum Teil zu den Schalteigenschaften
und der Speicherfähigkeit des Drehelement-Blattmaterials 50, wie in
US-A-4.126.854 offen gelegt, bei.
Des Weiteren sollte ein Kenner der Technik erkennen, dass der feldfreie
Satz und der erste Seitensatz, die oben in 4–6
erörtert werden, die Elemente eines Bildpunktes bilden können, wobei das
Vektorfeld 100 unter Verwendung eines Adressierungsschemas, wie zum Beispiel
in US-A-5.717.515 erörtert, Bildpunkt für Bildpunkt beeinflusst werden
kann.
Zum Beispiel beschreiben die US-Patente Nummer 4.126.854 und 4.143.103
ein Drehelement-Blattmaterial, das zweifarbige drehbare Elemente umfasst, die in
flüssigkeitsgefüllten Hohlräumen enthalten sind und die in ein Elastomermedium
eingebettet sind. Ein Abschnitt der zweifarbigen drehbaren Elemente weist eine größere
elektrische Ladung in Kontakt mit der Flüssigkeit und in Anwesenheit des elektrischen
Feldes auf als der andere Abschnitt. Dementsprechend wird sich bei einer vorgegebenen
Polarität eines angelegten elektrischen Feldes ein Abschnitt zum Betrachter
der Anzeige drehen und für ihn sichtbar sein. Das Anwenden der entgegengesetzten
Polarität des elektrischen Feldes wird das drehbare Element veranlassen, den
anderen Abschnitt zum Betrachter zu drehen und für ihn sichtbar zu machen.
US-Patent Nummer 4.143.103 beschreibt die Reaktion des zweifarbigen
drehbaren Elements auf das angelegte elektrische Feld als eine Schwellenempfindlichkeit.
Das heißt, wenn das äußere Feld vergrößert wird, verbleibt
das zweifarbige drehbare Element unbeweglich an seiner Position, bis eine Schwellenspannung
erreicht ist, zu welchem Zeitpunkt das drehbare Element sich aus seiner anfänglichen
Position zu drehen beginnt. Das Ausmaß der Drehung nimmt mit einem zunehmenden
elektrischen Feld zu, bis eine Drehung um 180 Grad erreicht werden kann. Der Wert
des äußeren Feldes, das eine Drehung um 180 Grad verursacht, wird die
vollständige Adressierspannung genannt.
Das Reaktionsmuster des zweifarbigen drehbaren Elements auf ein äußeres
elektrisches Feld bestimmt die Adressierungsart, die eingesetzt werden kann, um
Bilder auf dem Drehelement-Blattmaterial zu erzeugen. Es sind in der Technik drei
Arten von Adressierungsschemata für Anzeigen bekannt. Die erste unter ihnen
ist die aktive Matrixadressierung, die die geringsten Anforderungen
an die Eigenschaften der Anzeige stellt.
Bei der aktiven Matrixadressierung wird für jeden Bildpunkt der
Anzeige eine eigene Adressierelektrode zur Verfügung gestellt, und jede dieser
Elektroden wird fortlaufend mit einer Adressierspannung versorgt. Der vollständige
Spannungssatz kann für jeden Adressierungsrahmen geändert werden. Während
diese Adressierungsart die geringsten Anforderungen an die Eigenschaften des Anzeigemediums
stellt, ist die aktive Matrix-Adressierung die teuerste, komplizierteste und am
wenigsten energieeffiziente Adressierungsart.
Die zweite Art eines Adressierungsschemas ist die passive Matrix-Adressierung.
Die passive Matrix-Adressierung setzt zwei Elektrodensätze ein, einen auf jeder
Seite des Anzeigemediums. Üblicherweise besteht einer von ihnen aus horizontalen
leitfähigen Linien, und der andere besteht aus vertikalen leitfähigen
Linien. Die leitfähigen Linien an der Vorderfläche der Anzeige oder dem
Anzeigefenster weisen notwendigerweise eine durchsichtige Seite auf. Um das Anzeigemedium
zu adressieren, wird eine Spannung an eine horizontale leitfähige Linie angelegt,
und eine Spannung wird an eine vertikale leitfähige Linie angelegt. Der am
Schnittpunkt dieser beiden Linien befindliche Abschnitt des Mediums erfährt
eine Spannung, die der Summe dieser beiden Spannungen gleichkommt. Wenn die Spannungen
gleich sind, was sie gewöhnlich sind, erfahren die Abschnitte des Mediums,
die sich an jede dieser Linien angrenzend, aber nicht an dem Schnittpunkt dieser
Linien befinden, S der Spannung, die von dem Abschnitt des Mediums an dem Schnittpunkt
der Linien erfahren wird. Passive Adressierung ist weniger kompliziert und energieeffizienter,
weil die Bildpunkte des Anzeigemediums nur so lange adressiert werden, wie es erforderlich
ist, um ihre optischen Zustände zu ändern. Die Anforderungen an ein Medium,
das durch eine passive Matrixanzeige adressiert werden kann, sind jedoch bedeutend
höher als im Fall der aktiven Matrix-Adressierung. Das Medium muss vollständig
auf die vollständige Adressierspannung reagieren, es darf aber nicht auf S
der Adressierspannung reagieren. Dies wird als ein Schwellenempfindlichkeits-Verhalten
bezeichnet. Das Medium muss außerdem in jedwedem optischen Zustand bleiben,
in den es durch die Adressierelektroden geschaltet worden ist, ohne das fortlaufende
Anlegen von Spannung – das heißt, es sollte das Bild ohne Leistung speichern.
Passive Adressierung ist das am meisten eingesetzte Verfahren zur Adressierung von
Anzeigen und weist die geringsten Kosten auf.
Die dritte Adressierungsart besteht aus einer zeilenförmigen
Anordnung von Adressierelektroden in Form einer Schiene, die über die Oberfläche
des Blattmaterials bewegt werden kann. Bei dieser Form der Adressierung wird das
Blattmaterial über einer Erdungselektrode positioniert oder enthält eine
Erdungselektrode und wird vor möglicher mechanischer Beschädigung durch
die bewegliche Schiene durch Positionieren eines dünnen Fensters zwischen der
Schiene und dem Drehelement-Blattmaterial geschützt. Wenn die Schiene über
das Blattmaterial bewegt wird, legt sie über kurze Zeiträume Spannungen
an bestimmte Bildpunkte des Blattmaterials an und erzeugt jedes Mal, wenn die Schiene
die Oberfläche abtastet, ein vollständiges Bild. Bei einer Variante dieses
Verfahrens bringt die Adressierungsschiene bildbezogene Ladung auf der Oberfläche
des Fensters auf.
Die Anforderungen, die durch diese Form der Adressierung an das Blattmaterial
gestellt werden, hängen dann davon ab, welche Art von Adressierungsschiene
eingesetzt wird. Wenn die Adressierungsschiene das Blattmaterial einfach Spannungen
aussetzt, wenn sie über die Oberfläche fährt, dann ist es erforderlich,
dass das Drehelement-Blattmaterial ein Schwellenverhalten aufweist. Dementsprechend
muss der Bereich des Blattmaterials direkt unter der Adressierungschienen-Elektrode
einen Seitenwechsel durchmachen, wenn er der vollständigen Adressierspannung
ausgesetzt ist; aber wenn sich die Schiene zu der nächsten Bildpunktreihe bewegt,
darf derselbe Bereich des Blattmaterials nicht auf die verringerte Spannung reagieren,
die das Blattmaterial durch die sich bewegende Adressierungsschiene erfährt.
Wie bei der passiven Adressierung erfordert dies, dass das Blattmaterial eine exakte
Schwellenempfindlichkeit aufweist. Diese Adressierungsschiene erfordert außerdem,
dass der Seitenwechsel in der Zeit, in der sich die Adressierungsschienen-Elektroden
über ihre Umgebung bewegen, vollständig vollzogen wird, was gewöhnlich
die Adressierungsgeschwindigkeit des Anzeigerahmens begrenzt. US-Patent Nr. 6.222.513
beschreibt eine Anordnung von Adressierungselektroden, die die Anforderungen an
die Schaltgeschwindigkeit des Mediums aufgrund dieses Effektes erheblich verringert.
In US-Patent Nr. 6.222.513 bringt die Adressierungsschiene bildbezogene
Ladung auf oder nahe der Oberfläche des Blattmaterials auf. Das Adressierungsverfahren
durch Aufbringen von Ladung verringert die Anforderungen an das Blattmaterial. Die
Geschwindigkeit der Adressierungsschiene über der Oberfläche wird nur
durch die Geschwindigkeit begrenzt, mit der sie bildbezogene Ladung aufbringen kann,
weil das Blattmaterial mit seiner eigenen Geschwindigkeit auf die Spannung reagieren
kann, die mit dem Muster der aufgebrachten Ladung verknüpft ist. Das Schwellenempfindlichkeits-Verhalten
ist nicht so wichtig; die Fähigkeit zum Speichern des Bildes ist jedoch wichtig,
weil erwartet werden kann, dass die bildbezogene Ladung, die auf das Blattmaterial
aufgebracht wird, innerhalb kurzer Zeit auslaufen wird. Adressierungsschienen,
die in der Lage sind, bildbezogene Ladung auf oder nahe dem Blattmaterial aufzubringen,
neigen dazu, dick und teurer zu sein als Schienen, die bildbezogene Spannungen einfach
direkt anlegen.
7–10 stellen einen
Beispielsatz nach dem Stand der Technik zum Adressieren einer adressierbaren Anzeige
dar. In 7–10 stellt
die beispielhafte adressierbare Anzeige ein Drehelement-Blattmaterial dar; ein Kenner
der Technik sollte jedoch erkennen, dass etliche adressierbare Anzeigen ähnliche
Wirkungen aufweisen werden, wie die offen gelegten, wie zum Beispiel Anzeigen, die
im Allgemeinen auf Elektrophorese beruhen. 7 stellt
die Unterschicht 260 als einen beispielhaften Erdungsbogen dar. Ein Kenner
der Technik sollte erkennen, dass, obwohl die Unterschicht 260 in
7 und 8 als geerdet dargestellt
wird, es für die Unterschicht 260 ausreicht, einfach ein anderes Potential
aufzuweisen als der Stift 200. Dies wird in 7
und 8 dargestellt, indem der Stift 200 als
mit der geerdeten Spannungsquelle 240 verbunden abgebildet wird. Die Potentialdifferenz
zwischen dem Stift 200 und der Unterschicht 260 in 7
und 8, mit einer angemessenen Auswahl bezüglich
des Materials für das Distalende des Stiftes 200, kann in der Erzeugung
eines Vektorfeldes in dem Bereich zwischen dem Distalende des Stiftes
200 und der Unterschicht 260 bestehen. Dies wird in
7 und 8 durch gestrichelte
Linien dargestellt, die in dem Zwischenraum zwischen dem Stift 200 und
der Unterschicht 260 bestehen. 7 und
8 stellen außerdem den Stift 200 dar,
wie er sich in Richtung des Pfeils 250 bewegt. Dementsprechend wird es
zwei Bereiche von Randfeldern geben, die mit dem Vektorfeld zwischen dem Stift
200 und der Unterschicht 260 verknüpft sind. Diese werden
als Anfangs-Randfeld 275 und als Schluss-Randfeld 285 angegeben.
Wie zuvor beschrieben, werden sich drehbare Elemente 10 im
Pfad des Stiftes 200 in Reaktion auf das zwischen dem Stift 200
und der Unterschicht 260 eingebrachte Vektorfeld ausrichten. In
7 wird dies durch Angeben der drehbaren Elemente rechts
von dem Stift 200 mit einer Ausrichtung der weißen Seite zum Betrachter
60 veranschaulicht, und durch Angeben der drehbaren Elemente unter dem
Stift 200 und unter dem Einfluss des Vektorfeldes mit ihrer nicht-weißen
Seite zu dem Stift 200 ausgerichtet veranschaulicht.
Ein Kenner der Technik sollte erkennen, dass die Austrittsarbeit,
die erforderlich ist, um die Ausrichtung und die Position von drehbaren Elementen
aus einer feststehenden Position und Ausrichtung zu ändern, größer
ist, als die Austrittsarbeit, die erforderlich ist, um die Ausrichtung und die Position
von drehbaren Elementen zu ändern, die bereits in Bewegung sind. Eine solche
Wirkung ist die Folge einer Vielzahl von Faktoren, einschließlich solcher Prozesse,
die üblicherweise so verstanden werden, dass sie die Differenz zwischen Haftreibung
und Gleitreibung erzeugen, und die außerdem als eine Folge von Hydrodynamik
verknüpft mit der Bewegung des Steuerfluids (nicht abgebildet) in Reaktion
auf die Bewegung des drehbaren Elements verstanden werden. In ähnlicher Weise
sollte ein Kenner der Technik erkennen, dass herkömmlichen Anzeigen, die auf
elektrophoretischen Effekten beruhen, eine ähnliche Wirkung aufweisen werden.
Dementsprechend unterscheidet sich die Reaktion von drehbaren Elementen auf das
Anfangs-Randfeld 275 von der Reaktion von drehbaren Elementen auf das Schluss-Randfeld
285. Insbesondere wird, während die drehbaren Elements unmittelbar
unter dem Stift 200 in 7 und 8
dazu neigen werden, sich so auszurichten, dass die nichtweiße Seite zu dem
Betrachter 60 gerichtet ist, eine solche Bewegung dazu neigen, die drehbaren
Elemente für weitere Bewegung unter dem Einfluss niedriger Feldstärke
freizugeben, bis sie schließlich in einer stabilen Position und Ausrichtung
zur Ruhe kommen. Dementsprechend, und wie in 8 dargestellt,
fahren die nicht-weißen Seiten der drehbaren Elemente fort, sich unter dem
Einfluss des Schluss-Randfeldes 285 auszurichten. Aus der Perspektive des
Betrachters 60, wird die durch die drehbaren Elemente erzeugte Seite eine
ungefähr 50% weiße Seite und 50% nicht-weiße Seite sein. Dies wird
in 9 aus einem Blickwinkel von oben dargestellt.
Dementsprechend, und aus einer makroskopischen Perspektive, wird der
Stift 200, der eingesetzt wird, um das Drehelement-Blattmaterial
50 zu adressieren, eher eine ungesättigte Linie 290 als eine
Linie mit gesättigter Seite erzeugen. Eine solche makroskopische Perspektive
ist in 10 dargestellt. Obwohl die Wirkung, die hier
offen gelegt wird, sich auf eine gesättigte Seite bei der Adressierung von
Drehelement-Blattmaterial bezieht, können im Allgemeinen Anzeigen, die auf
elektrophoretischen Effekten beruhen, ebenfalls unerwünschte Seiten als Folge
von Randfeldern aufweisen.
Wie oben erörtert, besteht eine nützliche Eigenschaft von
Drehelement-Blattmaterial in der Fähigkeit, eine vorgegebene Seite aufrecht
zu erhalten, nachdem das angewandte Vektorfeld 100 zur Adressierung entfernt
worden ist. Diese Fähigkeit trägt teilweise zu den Schalteigenschaften
und der Speicherfähigkeit des Drehelement-Blattmaterials 50 bei, wie
US-A-4.126.854 offen gelegt. Dies wird als Seitenstabilität bezeichnet werden.
Der Mechanismus für Seitenstabilität in den obigen Ausführungsformen
ist im Allgemeinen die Energie, die mit der Anziehung zwischen den drehbaren Elementen
und der Einschlussstruktur verknüpft ist, oder die „Austrittsarbeit".
Viele Faktoren beeinflussen die Größe der Energie, die mit der Austrittsarbeit
verknüpft ist, einschließlich, aber nicht beschränkt
auf: die Oberflächenspannung des Steuerfluids in Kontakt mit drehbaren Elementen;
das relative spezifische Gewicht der drehbaren Elemente zu dem Steuerfluid; die
Größe von Ladung auf drehbaren Elementen in Kontakt mit einer Einschlussstruktur;
die relative elektronische Dielektrizitätskonstante des Steuerfluids und der
Einschlussstruktur; die „Klebrigkeit" der Einschlussstruktur; und andere
Felder, die vorhanden sein können. Das angewandte Vektorfeld zur Adressierung
muss stark genug sein, um die Austrittsarbeit zu überwinden, um eine Veränderung
der Ausrichtung zu verursachen; ferner muss die Austrittsarbeit stark genug sein,
um diese Seite in Abwesenheit eines angewandten Vektorfeldes zur Adressierung aufrechtzuerhalten.
11 stellt ein Beispielschaubild von der Zahl
180, N, von drehbaren Elementen dar, die die Ausrichtung als eine Funktion
des angewandten Vektorfeldes 102, V, des Standes der Technik ändern.
Die Austrittsarbeit 184, VW, entspricht dem Wert des angewandten
Vektorfeldes 102, wenn die Zahl 180 von drehbaren Elementen, die
die Ausrichtung ändern, den Sättigungsgrad 186, NS,
erreicht hat, was der Änderung der Ausrichtung aller drehbaren Elemente
10 entspricht.
Ein Verfahren zur Herstellung von Drehelement-Blattmaterial, dass
durch Adressieren mit einem Stift eine gesättigte Seite erzeugt, ist in US-A-6.147.791
offen gelegt worden. Ein drehbares Element, das mit der in US-Patent Nr. 6.147.791
offen gelegten Erfindung vereinbar ist, ist in 12 dargestellt.
Das drehbare Element in 12 ist ein mehrseitiges drehbares
Element und kann im Allgemeinen hergestellt werden, wie in US-A-5.894.367 offen
gelegt. Das drehbare Element 10 in 12 besteht
aus einem Kern 140 innerhalb einer Umhüllung 137 mit durchsichtiger
Seite. Der Kern 140 in 12 ist prismenförmig
und ist als viereckige Säule dargestellt. So, wie der Begriff „prismenförmig"
hier verwendet wird, bezieht er sich auf ein Polyeder, dessen Enden im Wesentlichen
die gleiche Größe und Form aufweisen und die im Wesentlichen parallel
sind und dessen übrige Seiten alle im Wesentlichen Parallelogramme sind. Abhängig
von der Ausrichtung des drehbaren Elements 10 um eine Drehachse durch Kern
140 kann das drehbare Element 10 dem vorteilhaft positionierten
Betrachter zuerst die Oberfläche 142 der ersten Seite, die Oberfläche
144 der zweiten Seite, die Oberfläche der dritten Seite oder die Oberfläche
der vierten Seite darbieten. In 12 sind die Oberfläche
142 der ersten Seite und die Oberfläche 144 der zweiten Seite
aus einer Sicht auf eine Halbkugel des drehbaren Elements 10 dargestellt.
Wie zuvor beschrieben, weist die Oberfläche der Umhüllung 137
mit durchsichtiger Seite oberhalb der Oberfläche 142 der ersten Seite
eine erste Beschichtung 130 mit einem ersten Zetapotential auf, um das
drehbare Element 10 zu adressieren, und die Oberfläche der Umhüllung
137 mit durchsichtiger Seite oberhalb der Oberfläche der dritten Seite
weist eine zweite Beschichtung 135 mit einem zweiten Zetapotential auf,
so dass die erste Beschichtung 130 im Hinblick auf die zweite Beschichtung
135 eine negative Nettoladung, „–", aufweist, wenn das drehbare
Element 10 in Kontakt mit einer dielektrischen Flüssigkeit (nicht
abgebildet) ist.
Um eine gesättigte Seite zu erzeugen, umfasst das drehbare Element
in 12 und 13 jedoch außerdem
drehbare Halteteile 170, die sich vorzugsweise am Scheitelpunkt zwischen
den Seiten-Oberflächen befinden. 12 und
13 stellen ein drehbares Element mit vier Seiten und
vier Element-Halteteile 170 dar. Die Halteteile 170 reichen vorzugsweise
entlang der gesamten Achse des drehbaren Elements 10. Die in den drehbaren
Elementen enthaltenen drehbaren Halteteile 170 bestehen aus einem hartmagnetischen
Werkstoff, wie in US-A-6.147.791 offen gelegt. „Hart"-magnetische Werkstoffe
sind Werkstoffe, die in Abwesenheit eines äußeren Feldes eine gewisse
Remanenz aufweisen, wie zum Beispiel ferromagnetischer Werkstoff. Ein Drehelement-Blattmaterial,
das eine gesättigte Seite fördert und das drehbare Element von
12 enthält, ist in 13
dargestellt. 13 stellt das Drehelement-Blattmaterial
50 dar, das das drehbare Element 10 von 12
enthält, und umfasst die Blatthalteteile 172. Die Blatthalteteile
172 bestehen vorzugsweise aus weichmagnetischem Werkstoff oder aus einem
Werkstoff, der in Abwesenheit eines äußeren Feldes keine erhebliche Menge
an Magnetisierung aufweist, wie zum Beispiel paramagnetischer Werkstoff oder superparamagnetischer
Werkstoff. Wie in 13 dargestellt, wird das Magnetfeld,
das zwischen den Element-Halteteilen 170 und den Blatt-Halteteilen
172 vorhanden ist, ein Drehmoment um die Drehachse des drehbaren Elements
für jede Ausrichtung auslösen, die nicht die Entfernung zwischen dem Element-Halteteil
170 und dem Blatt-Halteteil 172 verringert.
Ein Kenner der Technik sollte außerdem erkennen, dass die Element-Halteteile
170 und die Blatt-Halteteile 172 zu der Energie der „Austrittsarbeit"
beitragen werden, die mit der Anziehung zwischen dem drehbaren Element
10 und der Substratstruktur verknüpft ist, zum Beispiel als Hohlraumwände
(nicht abgebildet), und dass dies zur Seiten-Stabilität beitrug. Diese Energie
wird wiederum zum Teil zu den Schalteigenschaften und der Speicherfähigkeit
des Drehelement-Blattmaterials 50 beitragen, wie in US-A-4.126.854 offen
gelegt. Ein solches System wird das Erzeugen einer dem Betrachter 60 dargebotenen
gesättigten Seite unterstützen, erfordert aber genaue Herstellungsverfahren.
GB-A-1.578.460 legt eine Vorrichtung zur Bereitstellung einer Anzeige
offen, die einen Körper umfasst, der zumindest im Wesentlichen
lichtdurchsichtig ist und der wenigstens einen Hohlraum aufweist; die eine dielektrische
Flüssigkeit in diesem zumindest einem Hohlraum umfasst; die zumindest ein Teilchen
in der dielektrischen Flüssigkeit in diesem zumindest einem Hohlraum umfasst,
wobei dieses zumindest eine Teilchen optisch anisotrop ist und in dieser Flüssigkeit
elektrisch anisotrop oder magnetisch anisotrop ist; und die eine Einrichtung zum
jeweiligen Anlegen zumindest eines elektrischen Feldes oder zumindest eines magnetischen
Feldes an das zumindest eine Teilchen umfasst, so dass dieses zumindest eine Teilchen
sich gemäß der elektrischen Anisotropie drehen wird oder so dass dieses
zumindest eine Teilchen sich gemäß der magnetischen Anisotropie drehen
wird und dadurch eine Anzeige gemäß der optischen Anisotropie erzeugen
wird.
US-A-5.956.005 legt einen elektrokapillaren Anzeigebogen offen, der
drei parallele durchsichtige Bögen aufweist, wobei der mittlere Bogen eine
Vielzahl von Behältern aufweist, die mit einer Farb- oder Pigmenttinte gefüllt
sind. Jeder Behälter weist eine einzeln adressierbare Spannungsquelle auf,
die, wenn sie aktiviert wird, ein elektrisches Feld erzeugt, um zu veranlassen,
dass Tinte aus dem entsprechenden Behälter in einen Zwischenraum zwischen dem
mittleren Bogen und einem der beiden anderen Bögen fließt, um einen Bildpunkt
zu erzeugen.
US-A-5.392.151 legt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Steuern
von Licht offen, wobei denen Licht auf eine Vielzahl von Modulatoren gelenkt wird,
von denen jeder einen drehbar montierten Spiegel umfasst.
Dementsprechend ist es wünschenswert, Drehelement-Blattmaterial
herzustellen, das eine gesättigte Seite aufweisen wird, aber keine genauen
Herstellungsverfahren erfordern wird, wie zum Beispiel das Einbringen von drehbaren
Halteteilen und Blatt-Halteteilen. Ferner ist es im Allgemeinen wünschenswert,
den Randfeldeffekt in adressierbaren Anzeigen zu verringern.
Nach einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst ein Anzeigesatz:
ein adressierbares Anzeigemedium, das so aufgebaut ist, dass es unter dem Einfluss
eines adressierenden Vektorfeldes in einer ersten Richtung mit einer Adressierungsgröße
eine erste Seite aufweist; und
einen Adressor;
wobei der Adressor so aufgebaut ist, dass er das adressierende Vektorfeld in der
ersten Richtung mit der Adressierungsgröße für einen Abschnitt des
Anzeigemediums zur Verfügung stellt; und
einen Filter, der umfasst:
eine erste Blattelektrode und eine zweite Blattelektrode, die so aufgebaut sind,
dass sie ein erstes Vektorfeld in der ersten Richtung mit einer ersten Größe
aufweisen;
wobei die erste Größe kleiner ist als die Adressierungsgröße;
wobei sich das Anzeigemedium zwischen der ersten Blattelektrode und der zweiten
Blattelektrode befindet; und
wobei die erste Blattelektrode sich zwischen dem Adressor und dem Anzeigemedium
befindet.
Nach einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren
zum Adressieren eines Anzeigemediums:
die Bereitstellung eines adressierbaren Anzeigemediums, das so aufgebaut ist, dass
es eine erste Seite unter dem Einfluss eines adressierenden Vektorfelds in einer
ersten Richtung mit einer Adressierungsgröße aufweist; und
die Bereitstellung eines Adressors;
wobei der Adressor so aufgebaut ist, dass er das adressierende Vektorfeld in der
ersten Richtung mit der Adressierungsgröße für einen im Wesentlichen
örtlich begrenzten Bereich einer Breite w des Anzeigemediums zur Verfügung
stellt; und
die Bereitstellung einer ersten Blattelektrode und einer zweiten Blattelektrode,
die so aufgebaut sind, das sie ein erstes Vektorfeld in der ersten Richtung mit
einer ersten Größe aufweisen;
wobei die erste Blattelektrode einen spezifischen Widerstand aufweist, der R Ohm/Quadrat
gleichkommt; und
wobei die erste Größe kleiner ist als die Adressierungsgröße;
wobei das Anzeigemedium sich zwischen der ersten Blattelektrode und der zweiten
Blattelektrode befindet;
wobei die erste Blattelektrode, die zweite Blattelektrode und das Anzeigemedium
zusammen eine Kapazität pro Flächeneinheit aufweisen, die C gleichkommt;
und
wobei die erste Blattelektrode sich zwischen dem Adressor und dem Anzeigemedium
befindet; und
die Bereitstellung des adressierenden Vektorfeldes für den im Wesentlichen
örtlich begrenzten Bereich der Breite w, der sich mit einer Geschwindigkeit
bewegt, die im Wesentlichen 1/(wRC) gleichkommt.
Die beigefügten Zeichnungen, die in diese Patentschrift einbezogen
sind und einen Teil von ihr bilden, veranschaulichen eine Ausführung der Erfindung
und dienen, zusammen mit der Beschreibung, zur Erläuterung der Vorteile und
Prinzipien der Erfindung. Für die Zeichnungen gilt:
1 stellt Drehelement-Blattmaterial nach dem Stand der
Technik dar;
2 stellt einen Querschnitt eines drehbaren Elements
nach dem Stand der Technik dar;
3 stellt ein drehbares Element nach dem Stand der Technik
mit der Adressierungspolarität dar, wenn es sich in Kontakt mit einer dielektrischen
Flüssigkeit und unter dem Einfluss eines Adressierungsfeldes befindet, dar;
4 stellt einen Satz drehbarer Elemente nach dem Stand
der Technik in Anwesenheit eines adressierenden Vektorfeldes mit Nullamplitude dar;
5 stellt einen Satz drehbarer Elemente nach dem Stand
der Technik in Anwesenheit eines adressierenden Vektorfeldes mit einer Größe
nicht Null dar;
6 stellt eine alternative Ansicht des Satzes drehbarer
Element von 5 dar;
7 stellt einen Stift zum Adressieren von Drehelement-Blattmaterial
nach dem Stand der Technik dar;
8 stellt den Effekt des Schluss-Randfeldes von
7 dar;
9 stellt eine Ansicht des Satzes von 8
aus einem Blickwinkel von oben dar;
10 stellt eine makroskopische Ansicht des Effekts des
Schluss-Randfeldes von 8 und 9
dar;
11 ist ein Beispielgraph der Anzahl der drehbaren Elemente,
die eine Änderung in der Ausrichtung als eine Funktion des angewandten Vektorfeldes
erleben;
12 stellt ein drehbares Element nach dem Stand der
Technik mit einer mehrwertigen Seite und mit Halteteilen dar;
13 stellt Drehelement-Blattmaterial einschließlich
des drehbaren Elements von 12 und einschließlich
Blatt-Halteteilen dar;
14 stellt Drehelement-Blattmaterial nach der vorliegenden
Erfindung in Anwesenheit eines Stiftes zum Adressieren dar;
15 stellt die gesättigte Seite dar, die durch
das Drehelement-Blattmaterial nach der vorliegenden Erfindung erzeugt wird;
16 stellt eine Ansicht des Satzes von 15
aus einem Blickwinkel von oben dar; und
17 stellt eine makroskopische Ansicht der gesättigten
Seite dar, die durch das Drehelement-Blattmaterial nach der vorliegenden Erfindung
erzeugt wird.
Es wird nun ausführlich auf eine Ausführung Bezug genommen,
die mit der vorliegenden Erfindung, wie sie in den beigefügten Zeichnungen
veranschaulicht wird, vereinbar ist. Wann immer es möglich ist, wird dasselbe
Bezugszeichen in allen Zeichnungen verwendet und wird sich die folgende Beschreibung
auf die gleichen oder ähnliche Teile beziehen.
Definitionen
Der Begriff "Seite" bezieht sich, wie er hier verwendet wird, auf
eine gewöhnliche Reaktion auf einfallende elektromagnetische Energie von Interesse.
Wenn zum Beispiel die einfallende elektromagnetische Energie von Interesse im sichtbaren
Spektrum liegt, dann kann eine erste Seite einem schwarzen Erscheinungsbild entsprechen,
und eine zweite Seite kann einem weißen Erscheinungsbild entsprechen. Wenn
die einfallende elektromagnetische Energie von Interesse im Röntgenbereich
liegt, dann kann eine erste Seite der Übertragung von Röntgenenergie entsprechen,
während eine zweite Seite der Absorption von Röntgenenergie entsprechen
kann. Ferner kann die „gewöhnliche Reaktion" jede der Erscheinungen
Absorption, Reflexion, Polarisation, Übertragung, Fluoreszenz und jede Kombination
daraus umfassen.
Der Begriff "Betrachter" bezieht sich, wie er hier verwendet wird,
auf einen menschlichen Betrachter oder auf einen menschlichen Betrachter zusammen
mit einer Vorrichtung, die empfindlich auf die elektromagnetische Energie von Interesse
reagiert. Wenn die elektromagnetische Energie von Interesse im sichtbaren Spektrum
liegt, dann kann sich der Begriff „Betrachter" auf einen menschlichen Betrachter
beziehen. Wenn die elektromagnetische Energie von Interesse außerhalb des sichtbaren
Spektrums liegt, dann bezieht sich der Begriff „Betrachter" auf eine Vorrichtung,
die empfindlich auf die elektromagnetische Energie reagiert und fähig ist,
die Seiten von Interesse in für den Menschen wahrnehmbare Form zu zerlegen.
Der Begriff "Durchmesser" bezieht sich, wie er hier verwendet wird,
auf die Größenordnung der Abmessung, die jeder Höhe, Breite und Tiefe
jeder Mikroverkapselungsstruktur oder Seitenelementen entspricht. Die Verwendung
des Begriffs "Durchmesser" bedeutet nicht, dass nur Kreis-, Kugel- oder Zylindergeometrie
zur Diskussion stehen.
Der Begriff "Vektorfeld" bezieht sich, wie er hier verwendet wird,
auf ein Feld, dessen Amplitude im Raum fähig ist, eine Größe und
eine Richtung aufzuweisen. Vektorfelder von Interesse nach der vorliegenden Erfindung
umfassen elektrische Felder, Magnetfelder oder elektromagnetische Felder.
Der Begriff "Austrittsarbeit" bezieht sich, wie er hier verwendet
wird, auf die Energiemenge, die erforderlich ist, um die Anziehung zwischen einem
Seitenelement und der Mikroverkapselungsstruktur zu überwinden, um Verschiebung
zu ermöglichen. Wie oben erwähnt, beeinflussen viele Faktoren die Größe
der Energie, die mit der Austrittsarbeit verknüpft ist, einschließlich,
aber nicht beschränkt auf: die Oberflächenspannung des ersten Seitenmediums
in Kontakt mit dem zweiten Seitenelement; das relative spezifische Gewicht des ersten
Seitenmediums zum zweiten Seitenelement; die Größe der Ladung auf dem
zweiten Seitenelement; die relative elektronische Dielektrizitätskonstante
des ersten Seitenmediums und der Mikroverkapselungsstruktur; die „Klebrigkeit"
der Mikroverkapselungsstruktur; und andere Remanenzfelder, die vorhanden sein können.
Der Begriff "prismenförmig" bezieht sich, wie er hier verwendet
wird, auf ein Polyeder, dessen Enden im Wesentlichen die gleiche Größe
und Form aufweisen und im Wesentlichen parallel sind und dessen übrige Seiten
alle im Wesentlichen Parallelogramme sind.
Der Begriff "Anzeigemedium" bezieht sich, wie er hier verwendet wird,
auf jedes Material, das unter dem Einfluss eines äußeren Vektorfeldes
wenigstens zwei verschiedene Seiten aufweist, wobei die gezeigte Seite eine Funktion
der Größe und Richtung des äußeren Vektorfeldes ist.
Die Begriffe „Adressor" und "Erdungsbogen" beziehen sich, wie
sie hier verwendet werden, auf eine Vorrichtung, die so aufgebaut ist, dass sie
ein Vektorfeld mit einer Größe und einer Richtung an einem Abschnitt eines
Bereiches bei dem Erdungsbogen zur Verfügung stellt.
Ein mit der vorliegenden Erfindung vereinbares Anzeigemedium wird
in 14–17 dargestellt.
Im Besonderen wird das Drehelement-Blattmaterial 400 dargestellt. Ein Kenner
der Technik sollte erkennen, dass die hier beschriebenen Randfeld-Filterungseffekte
nicht auf das Drehelement-Blattmaterial 400 beschränkt sind. Tatsächlich
können die hier beschriebenen Randfeld-Filterungseffekte bei jedem elektroempfindlichen
oder elektrooptischen Blattmaterial, das durch einen Stift oder eine Stift-Anordnung
adressiert wird, eingesetzt werden. Dementsprechend wird Blattmaterial, das in einer
farbigen Flüssigkeit dispergierte elektrophoretische Teilchen umfasst, wie
von Ota und anderen beschrieben, wie in I. Ota, et al., IEEE Conference on Display
Devices, 72 CH 0707-0-ED 1972, S. 46, oder das in einer farbigen Flüssigkeit
dispergierte, mikroverkapselte elektrophoretische Teilchen umfasst, wie von Comiskey
et al. (1997) in „Electrophoretic Ink: A printable Display Material", SID
97 Digest, S. 75-76, beschrieben, ebenfalls auf die gleiche Weise profitieren wie
ein Blattmaterial, das drehbare Element umfasst. Ebenso werden diese Vorteile Flüssigkristall-Blattmaterialien
zugute kommen.
14 stellt das Drehelement-Blattmaterial 400
mit einer Vielzahl von drehbaren Elementen 10 dar, die in einem Substrat
(nicht abgebildet) dispergiert und in Kontakt mit einem Steuerfluid (ebenfalls nicht
abgebildet) sind. Ferner umfasst das Drehelement-Blattmaterial 400 einen
Erdungsbogen 265, der auf einer Vektorfeld-Potentialgröße gehalten
wird, die sich von der des Distalendes des Stiftes 200 unterscheidet. Dies
wird in 14 und 15 durch
die Darstellung des Erdungsbogens 265 als geerdet und die Darstellung des
Stiftes 200 als mit einer ebenfalls geerdeten Spannungsquelle
240 verbunden veranschaulicht.
Ferner wird, wie zuvor, der Stift 200, der sich in die Richtung
des Pfeils 250 bewegt und dem Drehelement-Blattmaterial 400 nächstgelegen
ist, ein ihm zugehöriges Anfangs-Randfeld 275 und ein Schluss-Randfeld
285 aufweisen.
In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst ein Filter, der
mit der vorliegenden Erfindung vereinbar ist, eine erste Blattelektrode
420 und eine zweite Blattelektrode 430. Die erste Blattelektrode
420 und die zweite Blattelektrode 430 sind so aufgebaut, dass
sie ein erstes Vektorfeld zwischen ihnen aufweisen. Dies wird in 14
und 15 durch die Darstellung einer Spannungsquelle
zwischen den beiden Bögen veranschaulicht. Die Größe des Feldes zwischen
der ersten Blattelektrode 420 und der zweiten Blattelektrode
430 befindet sich in einer ersten Größe, so dass die Energiekopplung
zwischen dem ersten Vektorfeld und dem Adressierungs-Dipol des drehbaren Elements
geringer ist, als die Austrittsarbeit, die mit der Änderung der Position und
der Ausrichtung des drehbaren Elements verknüpft ist. Dementsprechend wird
die Anwesenheit der ersten Blattelektrode 420 und der zweiten Blattelektrode
430 eine statische Seite, die in Abwesenheit der ersten Blattelektrode
und der zweiten Blattelektrode betrachtet wird, nicht ändern. Wiederum sollte
ein Kenner der Technik erkennen, dass dies ebenso für jedes adressierbare Anzeigemedium,
wie zum Beispiel für eines auf Basis von elektrophoretischen Effekten, gelten
kann.
Ein Kenner der Technik sollte erkennen, dass ein idealer Leiter, der
zwischen dem Stift 200 und dem drehbaren Element 10 positioniert
wird, wobei sich das drehbare Element 10 zwischen dem Stift 200
und dem Erdungsbogen 265 befindet, das drehbare Element 10 gegenüber
dem Einfluss des Vektorfeldes, das zwischen dem Stift 200 und dem Erdungsbogen
265 erzeugt worden ist, abschirmen wird. Dementsprechend hätte der
Stift 200, wenn die erste Blattelektrode 420 ein idealer Leiter
wäre, keinen Einfluss auf das Anzeigemedium, wie zum Beispiel
das Drehelement-Blattmaterial in 14.
Ein Kenner der Technik sollte jedoch des Weiteren erkennen, dass es,
wenn die erste Blattelektrode kein idealer Leiter ist, dem zwischen dem Stift
200 und dem Erdungsbogen 265 erzeugten Vektorfeld möglich
ist, das Anzeigemedium zu beeinflussen. Insbesondere werden, wenn die erste Blattelektrode
einen spezifischen Widerstand aufweist, der R Ohm/Quadrat gleichkommt, und eine
Kapazität aufweist, die C Farad pro Flächeneinheit gleichkommt, und der
Stift 200 eine Breite w (16) aufweist und
sich mit einer Geschwindigkeit bewegt, die im Wesentlichen v = 1/(RCw) gleichkommt,
die beweglichen Ladungen innerhalb der ersten Blattelektrode nicht über ausreichend
Zeit verfügen, sich so anzuordnen, dass sie die drehbaren Elemente
10 von dem durch das Vektorfeld zwischen dem Stift 200 und dem
Erdungsbogen 265 erzeugten Feld vollständig abschirmen. Dementsprechend
wird ein Abschnitt des Vektorfeldes zwischen dem Stift 200 und dem Erdungsbogen
265 in die erste Blattelektrode 420 eindringen und die Ausrichtung
und die Position des drehbaren Elements 10 beeinflussen. Ein Kenner der
Technik kann verstehen, dass der Abschnitt, der bis zu dem Anzeigemedium eindringt,
die Vorderkante 275 sowie einen Abschnitt des Vektorfeldes unmittelbar
unterhalb des Stiftes 200 darstellt.
Des Weiteren sollte ein Kenner der Technik noch erkennen, dass aufgrund
der ausgebreiteten Beschaffenheit des Vektorfeldes zwischen dem Stift
200 und dem Erdungsbogen 265 ein abgeschirmter Abschnitt des Feldes
existieren wird. Insbesondere wird das Schuss-Randfeld 285 durch die erste
Blattelektrode 420 abgeschirmt. Dementsprechend wird die Vielzahl der drehbaren
Elemente im Pfad des Stiftes 200 eine genaue Abschaltung in dem Vektorfeld
erfahren, das eingebracht wird, wenn sich der Stift 200 vorbeibewegt. Es
ist diese genaue Abschaltung, die die Vielzahl der drehbaren Elemente darin hindern
wird, sich weiterhin nach dem Randfeld des Stiftes 200 auszurichten. Als
Folge werden die drehbaren Elemente, die auf diese Weise adressiert worden sind,
eine gesättigte Seite in Richtung des Betrachters 60 erzeugen. Eine
makroskopische Perspektive der gesättigten Seite 490 ist in
17 dargestellt.
Ein Kenner der Technik kann außerdem das Ergebnis verstehen,
das durch das Drehelement-Blattmaterial 400 erzeugt wird, indem er die
Wahl der Größe des ersten Vektorfeldes zwischen der ersten Blattelektrode
420 und der zweiten Blattelektrode 430 versteht. Wie zuvor dargelegt,
wird die Größe des ersten Vektorfeldes so gewählt, dass die Energiekopplung
zwischen dem ersten Vektorfeld und dem Adressierungs-Dipol des drehbaren Elements
geringer ist, als die Austrittsarbeit, die mit der Änderung der Position und
der Ausrichtung des drehbaren Elements verknüpft ist. Nachdem jedoch der Stift
200 genügend Energie eingebracht hat, um die Position und die Ausrichtung
des drehbaren Element 10 aus einer statischen Position und Ausrichtung
zu ändern, wird die Energiekopplung zwischen dem ersten Vektorfeld und dem
Adressierungs-Dipol des drehbaren Elements ausreichen, um die Ausrichtung des drehbaren
Elements 10 zu beeinflussen, bis das drehbare Element 10 wieder
zur Ruhe kommt. Dementsprechend wird das Drehelement-Blattmaterial 400
eine gesättigte Seite erzeugen, wenn es durch den Stift 200 adressiert
wird.
Die zweite Blattelektrode 430 ist vorzugsweise ein guter
Leiter. Dementsprechend wird ein Kenner der Technik erkennen, dass ein Erdungsbogen
265 nicht erforderlich ist, da die zweite Blattelektrode 430 dann
den Erdungsbogen 265 von jedem Feld abschirmen würde, das oberhalb
der zweiten Blattelektrode 265 entstanden ist. Ferner kann die zweite Blattelektrode
430 ein Nichtleiter sein, wenn sich der Erdungsbogen 265 an sie
angrenzend befindet. Dementsprechend stellt die Anwesenheit des Erdungsbogens
265 den allgemeinsten Fall dar. Ferner sollte ein Kenner der Technik noch
erkennen, dass der Filter auch noch funktionieren wird, wenn der Erdungsbogen
265 abwesend ist und die zweite Blattelektrode 430 einen spezifischen
Widerstand aufweist, der ungefähr dem der ersten Blattelektrode 420
gleichkommt.
Ein Kenner der Technik sollte erkennen, dass der spezifische Widerstand
der ersten Blattelektrode 420 in der Größenordnung von 1013
Ohm/Quadrat betragen wird, wobei der Stift 200 ungefähr 1 mm breit
mit einer Geschwindigkeit von 10 cm/Sek ist, und wobei die Kapazität des Anzeigemediums
ungefähr 5 Picofarad/(cm2) (Beispielkapazität des Drehelement-Blattmaterials)
beträgt. Dementsprechend besteht die erste Blattelektrode 420 vorzugsweise
aus auf Glas oder Kunststoff aufgesprühtem Indiumzinnoxid. Des Weiteren gibt
es noch etliche andere Wahlmöglichkeiten für eine Hochwiderstandsbeschichtung
von leitfähigen Schichten auf Glas und Kunststoff. Vorzugsweise besteht eine
solche Beschichtung aus Platin, Gold oder ihren Legierungen, da diese Materialien
die Eigenschaft haben, dass sie leitfähige Beschichtungen in allen Dicken des
aufgetragenen Materials zur Verfügung stellen. Demgegenüber stellen viele
andere Materialien, wie zum Beispiel Aluminium, leitfähige Schichten erst zur
Verfügung, nachdem eine gewisse Dicke erreicht ist, und danach nimmt die Leitfähigkeit
mit dem Auftragen weiteren Materials sehr schnell zu, wodurch es schwierig wird,
eine gleichmäßige Leitfähigkeit zu erhalten. Insbesondere sind selbst
sehr dünne Schichten von Platin, Gold oder Platinlegierungen und Goldlegierungen
auf Glas oder Kunststoff leitfähig, und die Leitfähigkeit nimmt mit zunehmender
Dicke des aufgetragenen Materials gleichmäßig zu. Ferner sind solche
Materialien außerdem noch bei Dicken von 100 Angström, was eine wünschenswerte
Dicke ist, durchsichtig. Ein Kenner der Technik sollte jedoch erkennen, dass es
eine Bandbreite an Dicken geben kann, die mit der vorliegenden Erfindung vereinbar
sind, da die Leitfähigkeit einer vorgegebenen Blattelektrode höchst abhängig
von den Beschichtungsbedingungen sein wird.
Wie zuvor dargelegt, sollte es für den Kenner der Technik offensichtlich
sein, dass die hier beschriebenen Randfeld-Filterungseffekte nicht auf Drehelement-Blattmaterial
beschränkt sind. Tatsächlich wird jedes elektroempfindliche oder elektrooptische
Blattmaterial, das durch einen Stift oder durch eine Stift-Anordnung adressiert
wird, die in 17 dargestellte gesättigte Seite
erfahren.
Verfahren und Vorrichtungen, die mit der vorliegenden Erfindung vereinbar
sind, können eingesetzt werden, um ein Anzeigemedium zu adressieren, um eine
gesättigte Seite zu erzeugen. Die obige Beschreibung einer Ausführung
der Erfindung mit Drehelement-Blattmaterial ist zum Zwecke der Veranschaulichung
und Beschreibung vorgelegt worden. Sie ist nicht erschöpfend und beschränkt
die Erfindung nicht auf exakt die offen gelegte Form. Abwandlungen und Varianten
sind angesichts der obigen Lehre möglich oder können durch Anwenden der
Erfindung erlangt werden. Zum Beispiel setzten einige der Beispiele das Spektrum
ein, dass mit sichtbarem Licht als der elektromagnetischen Energie von Interesse
verknüpft ist. Der Einsatz von jeder elektromagnetischen Energie, einschließlich
Infrarot, Ultraviolett und Röntgenstrahlen, als der elektromagnetischen Energie
von Interesse ist mit der vorliegenden Erfindung vereinbar. Des Weiteren steilen
14–17 drehbare
Elemente dar, die im Allgemeinen kugelförmig sind. Die drehbaren Elemente können
jedoch in unzähligen Formen hergestellt werden. Allgemeiner gesprochen, können
die hier beschriebenen Randfeld-Filterungseffekte mit jedem elektroempfindlichen
oder elektrooptischen Material eingesetzt werden, das durch einen Stift oder eine
Stift-Anordnung adressiert wird. Dementsprechend wird ein Blattmaterial, das in
farbiger Flüssigkeit dispergierte elektrophoretische Teilchen umfasst, wie
von Ota und anderen beschrieben, wie in I. Ota, et al., IEEE Conference on Display
Devices, 72 CH 0707-0-ED 1972, S. 46, oder das in einer farbigen Flüssigkeit
dispergierte, mikroverkapselte elektrophoretische Teilchen umfasst, wie von Comiskey
et al. (1997) in „Eletrophoretic Ink: A printable Display Material", SID
97 Digest, S. 75-76, beschrieben, ebenfalls auf die gleiche Weise profitieren, wie
ein Blattmaterial, das drehbare Elemente umfasst. Ebenso werden diese Vorteile Flüssigkristall-Blattmaterialien
zugute kommen.