HINTERGRUND DER ERFINDUNG
1. Gebiet der Erfindung
Diese Erfindung bezieht sich auf eine Nähmaschine mit einer Kassettenhalterung,
an der eine Fadenkassette angebracht ist, und auf ein Verfahren zum Steuern einer
Fadenspannungssteuervorrichtung dafür, und insbesondere auf eine Technik zum
zuverlässigen und wünschenswerten Einstellen der Spannung eines Fadens,
der von der Fadenkassette gezogen ist, wenn die Fadenkassette an der Kassettenhalterung
angebracht und davon entfernt wird.
2. Beschreibung der zugehörigen Technik
Nähmaschinen sind kommerziell vorgesehen worden mit einer Kassettenhalterung,
an der eine Fadenkassette, die eine Fadenrolle oder Spule einschließt, abnehmbar
angebracht ist, damit ein von der Fadenrolle gezogener Faden als ein Oberfaden benutzt
werden kann. Der von der Fadenkassette, die an der Kassettenhalterung angebracht
ist, gezogene Faden ist zwischen einem Paar von Fadenspannungsscheiben angeordnet.
Der sich von den Fadenspannungsscheiben erstreckende Faden wird weiter auf einer
Fadenaufnahme angeordnet. Der sich von der Fadenaufnahme erstreckende Faden geht
durch ein Auge einer Nähnadel, so dass der Faden gesetzt ist.
In einem Typ der oben beschriebenen Nähmaschinen wird der von
der Fadenkassette gezogene Faden automatisch zwischen den Fadenspannungsscheiben
angeordnet. Damit jedoch das Nähen gestartet werden kann, müssen die Fadenspannungsscheiben
geschlossen werden, so dass der Faden dazwischen gehalten wird. Weiter müssen
die Fadenspannungsscheiben geöffnet werden, damit die Fadenkassette von der
Kassettenhalterung abgenommen werden kann, so dass der Faden von dem gehaltenen
Zustand freigegeben wird.
In Hinblick auf die oben genannte Anforderung reichte der Empfänger
der vorliegenden Anmeldung eine Patentanmeldung für eine Nähmaschine ein
mit einem Fadenspannungsscheibenbetätigungsmechanismus, der mechanisch in Synchronisation
mit dem Anbringen der Fadenkassette betätigt wird. Diese japanische Patentanmeldung
wurde am 10. Juli 2002 unter der Veröffentlichungsnummer JP 2002-191884 veröffentlicht.
In der offenbarten Nähmaschine wird ein Paar von Fadenspannungsscheiben in
einem geschlossenen Zustand gehalten, wenn eine Fadenkassette in einer Kassettenhalterung
abwesend ist. Wenn die Fadenkassette in die Kassettenhalterung eingeführt wird,
wird der Fadenspannungsscheibenbetätigungsmechanismus zuerst zum Öffnen
der Fadenspannungsscheiben betätigt.
Der von der Fadenkassette gezogene Faden wird darauf folgend zwischen
den Fadenspannungsscheiben angeordnet und gleichzeitig werden die Scheiben derart
geschlossen, dass der Faden zwischen den Scheiben gehalten wird. Wenn weiter die
Fadenkassette von der Kassettenhalterung abgenommen wird, wird die oben beschriebene
Tätigkeit in einer umgekehrten Abfolge durch den Fadenspannungsscheibenbetätigungsmechanismus
ausgeführt, so dass der Faden von den Fadenspannungsscheiben freigegeben wird.
Das US-Patent 3,749,039 an Russell A. Fritts offenbart eine Nähmaschine
mit einem drehbaren Führungsteil, das an einer Seite der Fadenspannungsscheibe
vorgesehen ist. Das Führungsteil entspricht einem Teil des oben erwähnten
Fadenspannungsscheibenbetätigungsmechanismus und wir durch Anbringen und Abnehmen
der Fadenkassette an und von der Kassettenhalterung gedreht, wodurch die Fadenspannungsscheiben
geöffnet und geschlossen werden. Weiter hat der Stand der Technik eine Technik
zum Öffnen eines Paares von Fadenspannungsscheiben durch Anheben eines Presserfußes,
das Nähgut presst, vorgesehen. Zusätzlich kann ein Hebel vorgesehen werden,
der zum Abnehmen der Fadenkassette von dem Fadenanbringungsabschnitt betätigt
wird.
Bei der oben genannten Nähmaschine, die in der JP 2002-191884
A offenbart ist, werden jedoch der Fadenspannungsscheibenbetätigungsmechanismus
und die Fadenspannungsscheiben als Reaktion auf das Anbringen oder Abnehmen der
Fadenkassette an oder von der Kassettenhalterung betätigt. Die Kraft, die den
Fadenspannungsscheibenbetätigungsmechanismus und die Fadenspannungsscheiben
betätigt, muss von einem Bediener aufgebracht werden. Da dieses die Last des
Bedieners erhöht, kann die Fadenkassette nicht glatt an der Kassettenhalterung
angebracht und davon abgenommen werden. Weiterhin müssen die geschlossenen
Fadenspannungsscheiben geöffnet werden und danach wieder geschlossen werden,
wenn die Fadenkassette an der Kassettenhalterung angebracht wird. Es ist jedoch
schwierig, richtige Zeitpunkte für das Öffnen und Schließen der Fadenspannungsscheiben
zu erzielen. Folglich kann der sich von der Fadenkassette erstreckende Faden manchmal
nicht von den Fadenspannungsscheiben zuverlässig gefangen werden. Die Fadenkassette
muss wieder an der Fadenhalterung angebracht werden, wenn der Faden nicht von den
Fadenspannungsscheiben gefangen worden ist. Dieses würde in Mühseligkeiten
resultieren.
Die US 4,183,313 offenbart
eine Nähmaschine mit dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Daher ist es eine Aufgabe der vorliegende Erfindung, eine Nähmaschine
vorzusehen, bei der die einem Bediener auferlegte Last verringert werden kann mit
einer verbesserten Glattheit bei dem Anbringen und Abnehmen des Fadenkassette, wenn
die Fadenkassette an der Kassettenhalterung angebracht und davon abgenommen wird,
und die Spannung des von der Fadenkassette gezogenen Fadens zuverlässig und
wünschenswert eingestellt werden kann, und ein Verfahren zum Steuern einer
Fadenspannungssteuervorrichtung vorzusehen, die auf die Nähmaschine angewendet
werden kann.
Die vorliegende Erfindung sieht eine Nähmaschine vor mit einer
Fadenkassette mit einem Fadenaufnahmehohlraum, in dem ein Vorrat eines Fadens gelagert
ist, einer Kassettenhalterung, an der die Fadenkassette abnehmbar angebracht ist,
einem Fadenspanner, der eine Spannung des Fadens einstellt, der aus der Fadenkassette
gezogen ist, einem Abnahmebetätigungsteil, das so betätigt wird, dass
die Fadenkassette von der Kassettenhalterung abgenommen wird, und einer Fadenspannungssteuerung,
die den Fadenspanner so steuert, dass der Faden auf eine vorbestimmte Spannung gesetzt
wird, wenn das Abnahmebetätigungsteil betätigt worden ist.
Die Spannung des von der Fadenkassette gezogenen Fadens wird durch
den Fadenspanner in der oben beschriebenen Nähmaschine eingestellt. Das Abnahmebetätigungsteil
wird so betätigt, dass die Fadenkassette von der Kassettenhalterung abgenommen
werden kann. Nach Betätigung des Abnahmebetätigungsteiles steuert die
Fadenspannungssteuerung den Fadenspanner so, dass die vorbestimmte Spannung an den
Faden angelegt wird. Folglich kann die auf den Bediener ausgeübte Last mit
Verbessern der Glattheit bei dem Anbringen und Abnehmen der Fadenkassette verringert
werden, wenn der Bediener die Fadenkassette von der Kassettenhalterung abnimmt.
Folglich kann die Spannung des von der Fadenkassette gezogenen Fadens zuverlässig
und wünschenswert eingestellt werden.
In einer bevorzugten Form öffnet die Fadenspannungssteuerung
den Fadenspanner, wenn das Abnahmebetätigungsteil betätigt worden ist.
In einer anderen bevorzugten Form legt der Fadenspanner keine Spannung an den Faden
an, wenn der Fadenspanner geöffnet ist. Weiter weist die Nähmaschine bevorzugt
einen Fadenspanneröffnungsmechanismus auf, der in Synchronisation mit dem Abnahmebetätigungsteil
betätigt ist und den Fadenspanner öffnet, wenn das Abnahmebetätigungsteil
betätigt ist.
Die Erfindung sieht auch eine Nähmaschine vor mit einer Fadenkassette
mit einem Fadenaufnahmehohlraum, in dem ein Vorrat eines Fadens gelagert ist, einem
Kassettenhalter, an dem die Fadenkassette abnehmbar angebracht ist, einem Fadenspanner,
der eine Spannung des von der Fadenkassette gezogenen Fadens einstellt, einem Kassettendetektor,
der die Fadenkassette erfasst, die an der Kassettenhalterung angebracht worden ist,
und einer Fadenspannungssteuerung, die den Fadenspanner so steuert, dass der Faden
während einer vorbestimmte Zeitdauer gespannt wird nach Erfassung der Fadenkassette
durch den Kassettendetektor.
Die Spannung des von der Fadenkassette gezogenen Fadens wird durch
den Fadenspanner in der oben beschriebenen Nähmaschine eingestellt. Das Abnahmebetätigungsteil
wird so betätigt, dass die Fadenkassette von der Kassettenhalterung abgenommen
werden kann. Nach Betätigung des Abnahmebetätigungsteiles steuert die
Fadenspannungssteuerung den Fadenspanner so, dass die vorbestimmte Spannung an den
Faden angelegt wird. Folglich kann die dem Bediener auferlegte Last mit Verbesserung
der Glattheit bei dem Anbringen und Abnehmen der Fadenkassette verringert werden,
wenn der Bediener die Fadenkassette von der Kassettenhalterung abnimmt. Folglich
kann die Spannung des von der Fadenkassette gezogenen Fadens zuverlässig und
wünschenswert eingestellt werden.
In einer bevorzugten Form öffnet die Fadenspannungssteuerung
den Fadenspanner, wenn das Abnahmebetätigungsteil betätigt worden ist.
In einer anderen bevorzugten Form legt der Fadenspanner keine Spannung an den Faden
an, wenn der Fadenspanner geöffnet ist. Weiter weist die Nähmaschine bevorzugt
einen Fadenspanneröffnungsmechanismus auf, der in Synchronisation mit dem Abnahmebetätigungsteil
betätigt wird und den Fadenspanner öffnet, wenn das Abnahmebetätigungsteil
betätigt ist.
Die Erfindung sieht auch eine Nähmaschine vor mit einer Fadenkassette
mit einem Fadenaufnahmehohlraum, in dem ein Vorrat von Faden gelagert ist, einer
Kassettenhalterung, an der die Fadenkassette abnehmbar angebracht ist, einem Fadenspanner,
der eine Spannung des von der Fadenkassette gezogenen Fadens einstellt, einem Kassettendetektor,
der die Fadenkassette erfasst, die an der Kassettenhalterung angebracht worden ist,
und einer Fadenspannungssteuerung, die den Fadenspanner so steuert, dass der Faden
während einer vorbestimmten Zeitdauer gespannt wird nach Erfassen der Fadenkassette
durch den Kassettendetektor.
Die Spannung des von der Fadenkassette gezogenen Fadens wird durch
den Spanner auch in der oben beschriebenen Nähmaschine eingestellt. Wenn sie
an der Kassettenhalterung angebracht ist, wird die Fadenkassette durch den Kassettendetektor
erfasst. Der Fadenspanner wird durch die Fadenspannungssteuerung während der
vorbestimmten Zeitdauer nach Erfassen der Fadenkassette durch den
Kassettendetektor gesteuert, woraufhin der von der Fadenkassette gezogene Faden
gespannt wird. Da somit der von der Fadenkassette gezogene Faden während der
vorbestimmten Zeitdauer nach Erfassen der Fadenkassette durch den Kassettendetektor
gespannt wird. Folglich kann der Faden zuverlässig gefangen und gehalten werden
durch den Fadenspanner.
Die vorgenannte Zeitdauer ist bevorzugt auf einen Wert von nicht mehr
als 30msec gesetzt.
Die vorliegende Erfindung sieht auch ein Verfahren vor, wie es in
Anspruch 7 oder 8 definiert ist.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Andere Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden klar nach Überprüfen der folgenden Beschreibung einer Ausführungsform
der Erfindung, was unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen gemacht wird,
in denen:
1 eine Vorderansicht einer Nähmaschine gemäß
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, wobei eine Fadenkassette
daran angebracht ist;
2 eine Vorderansicht der Nähmaschine ist, wobei
ein Kopf davon gebrochen ist;
3 eine Vorderansicht der Nähmaschine ist, wobei
die Fadenkassette an der Kassettenhalterung angebracht worden ist;
4 eine Vorderansicht der Nähmaschine ist, wobei
die Fadenkassette an der Kassettenhalterung angebracht worden ist, wobei die Ansicht
des Kopfes davon gebrochen ist;
5 eine Vorderansicht der Fadenkassette ist;
6 eine Rückansicht der Fadenkassette ist;
7 eine linke Seitenansicht der Fadenkassette ist, wobei
ein Deckel offen ist;
8 eine Bodenansicht der Fadenkassette ist;
9 eine Vorderansicht von Vorderabschnitten von Mechanismen
ist, die in dem Kopf der Nähmaschine vorgesehen sind;
10 ebenfalls eine Vorderansicht von verschiedenen Vorderabschnitten
der Mechanismen ist, die in dem Kopf vorgesehen sind;
11 eine Draufsicht von Fadenspannungsscheiben und Ähnlichem
des Fadenspannungsmechanismus ist;
12A und 12B eine Draufsicht
bzw. eine Seitenansicht des Fadenspannungsmechanismus in einem geschlossenen Zustand
sind;
13A und 13B eine Draufsicht
bzw. eine Seitenansicht des Fadenspannungsmechanismus in einem offenen Zustand sind;
14 ein Blockschaltbild ist, das das Steuersystem der
Nähmaschine zeigt;
15 ein Bild ist, das ein Programm zeigt, das in einem
ROM gespeichert ist, der in der Nähmaschine vorgesehen ist;
16 eine erste Hälfte eines Flussdiagrammes ist,
das eine Fadenspannungssteuerung und Ähnliches zeigt; und
17 eine zweite Hälfte des Flussdiagrammes ist,
das die Fadenspannungssteuerung und Ähnliches zeigt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFFINDUNG
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird mit Bezugnahme
auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben. Bei der Ausführungsform wird
die vorliegende Erfindung auf eine Haushaltsnähmaschine angewendet, die mit
einer Kassettenhalterung versehen ist, an der eine Fadenkassette mit einem Fadenaufnahmehohlraum,
in dem ein Vorrat von Faden aufgenommen ist, abnehmbar angebracht ist.
Bezug nehmend auf 1 bis 4,
die Haushaltsnähmaschine M enthält ein Nähbett 1 mit einer
horizontalen Ebene, eine Säule 2, die von einem rechten Ende des Bettes
1 aufrecht steht, einen Näharm 3, der sich nach links von
einem oberen Ende der Säule 2 so erstreckt, dass sie entlang dem Bett
1 gegenüberliegt, und einen Nähmaschinenkopf 4, der
an einem linken Ende des Armes 3 angeordnet ist. Der Kopf 4 ist
mit einer Kassettenhalterung 5 versehen, an der eine Fadenkassette
10 abnehmbar angebracht ist. Ein Faden 11, der von der Fadenkassette
10 gezogen ist, die an der Kassettenhalterung 5 angebracht ist,
dient als ein Nadelfaden. Der Arm 3 oder der Kopf 4 davon enthält
Betätigungsschalter 6 (siehe 14) wie
einen Nähstartschalter, einen Nähendschalter usw. Der Arm 3 enthält
weiter eine Flüssigkristallanzeige 7. Ein Kontaktbildschirm
8 (siehe 14) ist auf der Oberfläche der
Anzeige 7 vorgesehen.
In dem Kopf 4 sind eine Nadelstange 12, eine Nadelfadenaufnahme
13, ein Fadenspannungsmechanismus 14 zum Einstellen einer Spannung
des Fadens 11, der von der Fadenkassette gezogen ist, und ein Fadenspannungsfreigabemechanismus
15, der den Fadenspannungsmechanismus 14 öffnet, wenn ein
Abnahmebetätigungsteil betätigt worden ist, vorgesehen, wie in
2, 4, 9
und 10 gezeigt ist. Der Kopf 14 enthält
auch einen Fadenmechanismus 16 zum automatischen Durchgeben eines Fadens
11 durch ein Auge einer Nähnadel 12a, die an der Nadelstange
12 angebracht ist, wenn die Fadenkassette an der Kassettenhalterung
5 angebracht wird, einen Fadenführungsmechanismus 17 zum
automatischen Fangen des Fadens 11 auf einem Fadenwächter der Nadelstange
12 und Ähnliches, wenn die Fadenkassette 10 an der Kassettenhalterung
5 angebracht wird, einen Nadelstangenantriebsmechanismus 18 zum
Bewegen der Nadelstange 12 nach oben und unten, einen Nadelstangenschwenkmechanismus
19 zum Schwenken der Nadelstange 12, einen Nadelfadenaufnahmeantriebsmechanismus
usw.
Der Faden 11, der von der Fadenkassette 10 gezogen
ist, die an der Kassettenhalterung 5 angebracht ist, wird auf eine Fadenspannungswelle
40 (siehe 11 usw.) zwischen Fadenspannungsscheiben
41 und 42 des Fadenspannungsmechanismus 14 von oben gesetzt,
wie in 5 und 6 gezeigt
ist. Der Faden 11, der sich weiter von der Fadenspannungswelle
40 stromabwärts erstreckt, wird auf die Nadelfadenaufnahme
13 gesetzt. Der Faden 11, der sich weiter von der Nadelfadenaufnahme
13 stromabwärts erstreckt, geht durch ein Auge der Nadel
12a, die an der Nadelstange 12 angebracht ist, woraufhin der Faden
11 zum Nähen eingestellt ist.
Das Bett 1 ist mit einer Spulenanbringung (nicht gezeigt)
versehen. Ein Faden, der sich von einer Spule (nicht gezeigt) erstreckt, die an
der Spulenanbringung angebracht ist, dient als ein Spulenfaden. Ein Schiffchenmechanismus
(nicht gezeigt) ist in dem Bett 1 vorgesehen. Wenn ein Nähmaschinenmotor
9 (siehe 14) angetrieben ist, wenn die Nadel
und die Spulenfäden gesetzt sind, wird die Nadelstange 12 nach oben
und unten durch den Nadelstangenantriebsmechanismus 19 bewegt, und der
Schiffchenmechanismus wird in Synchronisation mit der Bewegung der Nadelstange
12 angetrieben, so dass der Nadelfaden 11, der nahe der Nadel
12a angeordnet ist, die durch eine Stichplatte 1a abwärts
geht, durch den Schiffchenmechanismus gefangen wird, woraufhin der Nadel- und Spulenfaden
verknüpft werden, um in Stiche gebildet zu werden.
Die Fadenkassette 10 wird nun im Einzelnen beschrieben. Die
Fadenkassette 10 enthält einen Kassettenkörper 20 und
einen Deckel 21, der schwenkbar auf dem Kassettenkörper angebracht
ist, wie in 5 bis 8 gezeigt
ist. Der Kassettenkörper 20 mit dem Deckel 21 definiert darin
einen Fadenaufnahmehohlraum 23 zum Aufnehmen einer Fadenrolle
22, die als ein Vorrat von Faden dient. Ein Rollenstift 24 ist
auf dem Deckel 21 angebracht. Wenn der Deckel 21 nach vorn geöffnet
wird, wie in 7 gezeigt ist, kann die Fadenrolle
22 an dem Rollenstift 24 angebracht und davon abgenommen werden.
Wenn der Deckel 21 geschlossen wird, wobei die Fadenrolle 22 an
dem Rollenstift 24 angebracht ist, wird die Fadenrolle in dem Fadenaufnahmehohlraum
21 eingeschlossen.
Der Faden 11 erstreckt sich nach oben von der Fadenrolle
22, so dass er aus dem Fadenaufnahmehohlraum 21 herauszuziehen
ist. Der Faden 11 erstreckt sich weiter durch einen Fadenpfad
25, der zwischen dem Kassettenkörper 20 und dem linken Ende
des Deckels 21 definiert ist. Der Faden 11 wird dann auf einen
ersten Fadenwächter 26a an einem linken unteren Ende der Fadenkassette
10 gesetzt, wobei er sich weiter nach rechts danach erstreckt, so dass
er auf einen zweiten Fadenwächter 26b an einem unteren Ende einer
Trennwand 27 und einen dritten Fadenwächter 26c an einem
rechten unteren Ende der Fadenkassette 10 gesetzt wird. Der Faden
11 erstreckt sich weiter vorwärts, so dass er auf einen vierten Fadenwächter
26d gesetzt wird, und er wird dann zurückgeführt, um sich nach
links zu erstrecken. Der Faden 11 wird dann auf einem Fadenhalter
28 gehalten. Weiter wird der Faden 11, der sich nach links erstreckt,
durch eine linke Klinge 29 des Fadenhalters 28 geschnitten, und
das resultierende Fadenende wird auf einen fünften Fadenwächter
26e nahe der Klinge 29 gesetzt.
Der Faden 11 wird somit in der Fadenkassette 10
wie oben beschrieben vor dem Anbringen an der Kassettenhalterung 5 gesetzt.
Ein Nadelfadenaufnahmeführungsraum 30, der an einem rechten Ende der
Fadenkassette 10 definiert ist, erstreckt sich im Wesentlichen über
die Länge der Kassette. Der Führungsraum 30 ist an dem hinteren
und unteren Abschnitt der Kassette offen. Ein Fadenspannungsraum 31 ist
an einem zentralen unteren Ende der Fadenkassette 10 definiert und an einem
unteren Abschnitt davon offen. Diese Räume 30 und 31 sind
durch eine Trennwand 27 getrennt.
Die Fadenkassette 10 geht abwärts, um in die Kassettenhalterung
5 eingesetzt zu werden. In diesem Fall treten die Nadelfadenaufnahme
13 und eine Nadelfadenaufnahmeführung 13a (siehe
2), die die ersteren führt, in den Führungsraum
30 von unterhalb der Kassette ein, und die Fadenspannungswelle
40 und die Fadenspannungsscheiben 41 und 42 des Fadenspannungsmechanismus
14 treten in den Fadenspannungsraum 31 von unterhalb
der Kassette ein. Der Kassettenkörper 20 weist eine Kerbe
20a auf, die in einem unteren Ende der hinteren Wand davon gebildet ist,
so dass die Fadenspannungswelle 40 und Ähnliches daran gehindert werden
können, die Fadenkassette 10 zu stören. Wenn die Fadenkassette
10 etwas in die Kassettenhalterung 5 eingeführt worden ist,
wird ein Fadenteil 11a zwischen den Fadenwächtern 26b und
26c durch die Nadelfadenaufnahme 13 in dem Führungsraum
30 gefangen.
Darauf folgend, wenn die Fadenkassette 10 weiter in die Kassettenhalterung
5 eingeführt wird, gehen die Fadenwächter 26a und
26b relativ zu der Nadelfadenaufnahme 13 abwärts, auf der
der Nadelfadenteil 11a gefangen worden ist. Da der Faden 11, der
stromabwärts von dem gefangenen Teil 11a angeordnet ist, kontinuierlich
von dem Fadenhalter 28 gehalten wird, wird der Faden 11 von der
Fadenrolle 22 in dem Fadenaufnahmehohlraum 23gezogen. Zum Beispiel
nimmt der Fadenteil 11a einen allgemein dreieckigen Aufbau an, wenn ungefähr
zwei Drittel der Fadenkassette 10 in die Kassettenhalterung 5
eingeführt worden ist, wie in 1 und
2 gezeigt ist. Wenn die Fadenkassette 10 an
der Kassettenhalterung 5 angebracht worden ist, wird der Fadenteil
11a zwischen den Fadenwächtern 26a und 26b durch
einen Abschnitt der Fadenspannungswelle 40 zwischen den Fadenspannungsscheiben
41 und 42 in dem Fadenspannungsraum 31 gefangen, wie
in 3 und 4 gezeigt ist.
Der Fadenspannungsmechanismus 14 wird nun beschrieben. Der
Fadenspannungsmechanismus 14 weist die Fadenspannungswelle 40,
die an einem Rahmen 40a befestigt ist und sich nach vorn erstreckt, die
vordere Fadenspannungsscheibe 41, die fest mit der Welle 40 befestigt
ist, und die hintere Fadenspannungsscheibe 42, die mit der Welle
40 so befestigt ist, dass sie in einen Fläche-zu-Fläche-Kontakt
mit der vorderen Scheibe 41 gebracht wird, auf, wie in 9
bis 13B gezeigt ist. Der Fadenspannungsmechanismus
14 weist weiter eine Fadenspannungsfeder 42a, die um die Welle
40 vorgesehen ist, um die hintere Scheibe 42 gegen die vordere
Scheibe 41 zu drücken, und einen Antriebsmechanismus 43,
der die gepaarten Fadenspannungsscheiben 41 und 42 öffnet
und schließt, auf. Der Antriebsmechanismus 43 enthält einen Pulsmotor
44, eine Antriebszahnrad 45, eine Nocke 46, Verbindungen
47 und 48, eine Drehverbindung 49, eine Erstreckungsschraubenfeder
50, eine Schubverbindung 51 und eine Öffnungshebel
52. Der Pulsmotor 44 enthält eine Ausgabewelle, an der das
Antriebszahnrad 45 in kämmendem Eingriff mit einem Zahnrad
46a der Nocke 46 befestigt ist. Die Verbindung 47 ist
schwenkbar auf einer Tragwelle 47a an einem Zentralabschnitt davon so angebracht,
dass sie um eine horizontale Achse schwenkbar ist. Die Verbindung 47 weist
eine Nockenfolger 47b, der auf einem oberen Ende davon vorgesehen ist,
und einen Stift 47c, der auf einem unteren Ende davon vorgesehen ist, auf.
Der Nockenfolger 47b steht in Eingriff mit einer Nockenrille
46b der Nocke 46, und der Stift 47c steht in Eingriff
mit einem zentral angeordneten Langloch 48a der Verbindung 48.
Die Verbindung 48 ist so gelagert, dass sie nach rechts und links bewegbar
ist.
Die Drehverbindung 49 ist schwenkbar auf einer Tragwelle
49a an einem Zentralabschnitt davon so angebracht, dass sie um eine vertikale
Achse schwenkbar ist. Die Drehverbindung 49 wird weiter durch die Erstreckungsschraubenfeder
50 in die Richtung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gedrückt. Die
Drehverbindung 49 weist einen eingreifenden Abschnitt 49b auf,
der auf einem hinteren Ende davon gebildet ist. Der eingreifende Abschnitt
49b steht in Eingriff mit dem linken Ende des Langloches 48a der
Verbindung 48. Ein Stift 49c, der auf dem rechten Ende der Drehverbindung
49 vorgesehen ist, steht in Eingriff mit einem zentralen Langloch
51b der Schubverbindung 51. Die Schubverbindung 51 ist
schwenkbar auf einer Tragwelle 51a an einem Zentralabschnitt davon so angebracht,
dass sie um eine vertikale Achse schwenkbar ist. Der Öffnungshebel
52 ist an der hinteren Fadenspannungsscheibe 42 befestigt, wie
in 11 gezeigt ist.
Die gepaarten Fadenspannungsscheiben 41 und 42 sind
geschlossen, wenn der Nockenfolger 47b in Eingriff mit einer Nockenwelle
46b1 mit dem gleichen Durchmesser wie die Nockenrille 46b steht,
wie in 12 gezeigt ist. Die Nockenwelle 46b1 bedeckt ungefähr
80 Grad. Der Pulsmotor 44 kann in einem Bereich entsprechend zu dem Winkel
angetrieben werden, der durch die Nockenrille 46b bedeckt ist, während
der Nockenfolger 47b in Eingriff mit der Nockenrille 46b1 gehalten
wird. Der Grund dafür ist der, dass jedes des Pulsmotors 44 und des
Antriebszahnrades 45 als ein Teil des Nadelstangenschwenkmechanismus
19 benutzt wird. Folglich kann die Nadelstange 12 geschwenkt werden,
während die Fadenspannungsscheiben 41 und 42 geschlossen
sind. Der Nadelstangenschwenkmechanismus 19 enthält den Pulsmotor
44, das Antriebszahnrad 45, ein Zahnrad 19a, das in kämmenden
Eingriff mit dem Antriebszahnrad 45 gebracht ist, und eine Nocke
19d, die fest auf dem Zahnrad 19a angebracht ist. Der Nadelstangenschwenkmechanismus
19 schwenkt die Nadelstangen 19 durch Drehen der Nocke
19b.
Die Nocke 46 wird in der Richtung des Uhrzeigersinns, wie
durch einen Pfeil in 13A nach Antreiben des Pulsmotors
44 gedreht, so dass der Nockenfolger 47b in Eingriff mit der Nockenrille
46b2 der Nocke 46b kommt, wodurch zu der Zentralseite der Nocke
46 bewegt wird. Die Verbindungen 47 und 48 und die Drehverbindung
49 werden dann in die Richtung, wie durch einen Pfeil gezeigt ist, in Synchronisation
mit der Nocke 46 bewegt. Der Öffnungshebel
42 wird nach vorn durch den linken Hebel 51c der Schubverbindung
51 geschoben, die nach vorn bewegt wird, woraufhin die hintere Fadenspannungsscheibe
42 so bewegt wird, dass sie geneigt wird. Folglich werden die gepaarten
Fadenspannungsscheiben 41 und 42 mit einer Lücke dazwischen
geöffnet.
Wenn die Fadenkassette 10 an der Kassettenhalterung
5 angebracht ist, wobei die Fadenspannungsscheiben 41 und
42 offen sind, wird der Fadenteil 11b des Fadens 11,
der von der Fadenkassette 10 gezogen ist, von der Fadenspannungswelle
40 zwischen den Fadenspannungsscheiben 41 und 42 gefangen.
Der Pulsmotor 44 wird dann so angetrieben, dass die Nocke 46 in
die Richtung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn oder die Richtung entgegengesetzt
zu dem Pfeil in 13B gedreht wird. Da die Druckkraft
der Erstreckungsschraubenfeder 50 die Drehverbindung 49 zu der
vorherigen Position zurückführt, werden die Fadenspannungsscheiben
41 und 42 durch die Fadenspannungsfeder 42a geschlossen.
Wenn die Fadenspannungsscheiben 41 und 42 offen sind, ist die
Nadelstange 12 an einer Position angeordnet, wie durch die gestrichelte
Linie in 9 gezeigt ist.
Damit die Fadenspannungsscheiben 41 und 42 über
den Antriebsmechanismus 49 des Fadenspannungsmechanismus 14 gesteuert
werden können, so dass sie sich öffnen und schließen, ist ein Kassettenerfassungsschalter
72, der als ein Kassettendetektor dient, zum Erfassen vorgesehen, dass
die Fadenkassette 10 an der Kassettenhalterung 5 angebracht worden
ist. Der Kassettenerfassungsschalter 72 ist auf dem Boden der Kassettenhalterung
5 vorgesehen. Der Kassettenerfassungsschalter 72 weist zum Beispiel
einen Grenzschalter auf, der eingeschaltet wird, wenn die Fadenkassette
10 an der Kassettenanbringung 5 angebracht worden ist, und der
ausgeschaltet wird, wenn die Fadenkassette 10 von der Kassettenhalterung
5 abgenommen ist.
Der Fadenspannungsfreigabemechanismus 15 wird beschrieben.
Der Fadenspannungsfreigabemechanismus 15 weist ein Abnahmebetätigungsteil
60, das so betätigt wird, dass die Fadenkassette 10 von der
Kassettenhalterung 5 an abgenommen wird, einen Betätigungskraftübertragungsmechanismus
61, der einen Verbindungsmechanismus enthält, der eine Betätigungskraft
zu dem Abnahmebetätigungsteil 60 überträgt, und ein Fadenfreigabeteil
62, das durch die Betätigungskraft vorwärts bewegt wird, die
dazu über den Betätigungskraftübertragungsmechanismus 61
übertragen wird, auf, wie in 9, 12A
und 13A gezeigt ist.
Wenn das Abnahmebetätigungsteil 60 so betätigt
wird, dass das Fadenfreigabeteil 62 vorwärts bewegt wird, wird der
Hebel 51c des Schubteiles 51 vorwärts durch einen Schubabschnitt
62a des Fadenfreigabeteiles 62 geschoben, wodurch die Fadenspannungsscheiben
41 und 42 auf die gleiche Weise wie oben beschrieben geöffnet
werden. In diesem Fall wird die Drehverbindung 49 im Uhrzeigersinn derart
gedreht, dass der eingreifende Abschnitt 49b der Drehverbindung
49 nach rechts bewegt wird. Die Verbindung 48 wird jedoch nicht
bewegt, da der eingreifende Abschnitt 49b in Eingriff mit dem Langloch
48b der Verbindung 98 steht, so dass er nach rechts bewegbar ist.
Ein Steuersystem der Nähmaschine M wird nun beschrieben. Eine
Steuervorrichtung 70 der Nähmaschine M enthält eine CPU
70a, einen ROM 70b, einen RAM 70c, eine Eingabeschnittstelle
70d und eine Ausgabeschnittstelle 70e, wie in 14
gezeigt ist. Mit der Eingabeschnittstelle 70d sind elektrisch die Betätigungsschalter
6, der Kontaktbildschirm 8, ein Hauptwellendrehwinkelerfassungssensor
71 und ein Kassettenerfassungsschalter 72 verbunden. Mit der Ausgabeschnittstelle
70e sind elektrisch verbunden der Nähmaschinenmotor 9, der
Pulsmotor 44, die Flüssigkristallanzeige 17 und Treiberschaltungen
74a bis 74d zum Treiben der Lampen 73. Die Steuervorrichtung
70 dient als eine Fadenspannungssteuerung in der Erfindung.
Der ROM 70b speichert ein Steuerprogramm für die Nähmaschine
M, wie in 15 gezeigt ist. Das Steuerprogramm enthält
ein Nähsteuerprogramm zum Nähen, ein Kassettenanbringungs- und -abnahmesteuerprogramm,
das weiter ein Fadenspannungssteuerprogramm zum Anbringen und Abnehmen der Fadenkassette
10 an und von der Kassettenhalterung 5 enthält, und ein Nadelstangenpositionssteuerprogramm,
und ein Anzeigesteuerprogramm zum Anzeigen verschiedener Teile von Information auf
der Flüssigkristallanzeige 7.
Das Kassettenanbringungs- und -abnahmesteuerprogramm enthält
eine erste Routine, in der der Fadenspannungsmechanismus 14 so gesteuert
werden kann, dass der Faden 11 während einer vorbestimmten Zeitdauer
(30 msec) nach Erfassen der Fadenkassette durch den Kassettendetektor gespannt
wird. Das Kassettenanbringungs- und -abnahmesteuerprogramm enthält weiter eine
zweite Routine, in der der Fadenspannungsmechanismus 14 so gesteuert werden
kann, dass die Spannung des Fadens 11 einen vorbestimmten Wert (z.B. 0:
offener Zustand) annimmt.
Die Steuerung einschließlich einer Kassettenanbringungs- und
-abnahmesteuerung, die von der Steuervorrichtung 70 ausgeführt wird,
wird nun mit Bezugnahme auf 16 und 17
beschrieben. Bezugszeichen "Si", bei dem i = 1, 2, 3 ... in jedem Flussdiagramm,
bezeichnet einen Betriebsschritt. Schritte S1 bis S4 und S6 bis
S12 entsprechen der ersten Routine, und Schritte S14 bis S19 entsprechen der zweiten
Routine. Wie in 16 gezeigt ist, beginnt die Steuerung
mit einer Unterbrechung bei Intervallen von 1 msec. Wenn dann der Nähmaschinenmotor
9 gestoppt ist (S1), geht die Steuervorrichtung 70 zu Schritt
S2 vor. Wenn ein Winkel der Hauptwelle innerhalb eines Kassetteneinführungswinkelbereiches
ist (S2: JA), geht die Steuervorrichtung 70 zu Schritt S3 vor. Wenn der
Kassettenerfassungsschalter 72 eingeschaltet wird und folglich die Steuervorrichtung
70 bestimmt, dass die Fadenkassette 10 an der Kassettenhalterung
5 angebracht ist (S3: JA), geht die Steuervorrichtung zu Schritt S4 vor,
indem ein Nadelschwenkzähler T auf 30 (msec) gesetzt wird (S4), wobei zu Schritt
S5 vorangegangen wird. Wenn negativ in jedem Schritt S1 bis S4 bestimmt wird, geht
die Steuervorrichtung 70 danach zu Schritt S5 vor.
Ein Drehwinkel der Hauptwelle wird durch Berechnen auf der Grundlage
von Information von einem Hauptwellendrehwinkelerfassungsschalter 71 erhalten,
der einen Codierer aufweist. In diesem Fall ist ein Drehwinkel der Hauptwelle Null
(oder 360°), wenn die Hauptwelle an einer oberen Nadelposition angeordnet ist,
die eine obere Grenzposition der Nadelstange 12 (Nadel 12a) ist.
Der Kassetteneinführungswinkelbereich in Schritt S2 ist zuvor auf einen Bereich
von 20° bis 50° z.B. gesetzt.
Die Steuervorrichtung 70 geht zu Schritt 57, wenn
ein Kassettenerfassungsschalter 72 in einem EIN-Zustand ist, nach anderen
Intervallverarbeitungen vor, oder wenn die Fadenkassette 10 an der Kassettenhalterung
5 angebracht ist (S6: JA). Die Steuervorrichtung 70 geht weiter
zu Schritt S8 vor, wenn der Hauptwellenwinkel innerhalb eines erlaubbaren Nadelschwenkwinkelbereiches
ist (S7: JA). Der erlaubbare Nadelschwenkwinkelbereich in Schritt S7 wird grundsätzlich
als einer in einem Fall bestimmt, in dem die Nähnadel 12a über
der Nadelplatte 1a ist, z.B. von 280° bis 75°.
Wenn der Wert des Zählers T nicht Null ist (S8: NEIN), geht die
Steuervorrichtung 70 zu Schritt S9 vor zum Verringern des Zählers
T auf (T-1), und geht danach vor zu Schritt S10. Wenn der Wert des Zählers
T1 Null ist (510: JA), geht die Steuervorrichtung 70 zu Schritt S11 vor.
Wenn in jedem der Schritte S6 bis S8 und S10 negativ bestimmt wird, geht die Steuervorrichtung
70 danach zu Schritt S13 vor (siehe 17).
Wenn in Schritt S10 positiv bestimmt wird, geht die Steuervorrichtung
70 zu Schritt S11 vor zum Starten des Pulsmotors 44. Die Nocke
13 wird dann zu einer in 13A gezeigten Position
gedreht, wodurch die Nadelstange 12 von einer Kassetteneinführposition
(oder linke Nadelposition, in der das Einfädeln wünschenswerterweise durch
den Einfädelmechanismus 16 ausgeführt werden kann) zu einer normalen
Nadelschwenkposition (z.B. eine neutrale Position, an der die Nadelstange vertikal
ist) bewegt wird. Hierdurch schließt die Steuervorrichtung 70 ein
Paar der Fadenspannungsscheiben 41 und 42 in Schritt
512, danach geht sie zu Schritt S13 vor.
Die Steuervorrichtung 70 führt die Verarbeitung zum
Stoppen des Motors 9 aus (S16), wenn sie bestimmt, dass die Fadenkassette
10 von der Kassettenhalterung 5 abgenommen ist (514: JA), wie
in 17 gezeigt ist, nach anderen Intervallverarbeitungen
und weiter, dass der Nähmaschinenmotor 9 in Betrieb ist (S15: JA).
Wenn danach bestimmt wird, dass der Hauptwellenwinkel innerhalb des zuvor erwähnten
erlaubbaren Nadelschwenkwinkelbereiches ist (517: JA), geht die Steuervorrichtung
70 zu Schritt S18 vor. Der Pulsmotor 44 wird zum Drehen der Nocke
13 zu der Position, wie sie in 12A gezeigt
ist in Schritt S18 angetrieben. Als Resultat wird die Nadelstange 12 von
der zuvor erwähnten normalen Nadelschwenkposition zu der zuvor erwähnten
Kassetteneinführposition bewegt. Hierdurch öffnet die Steuervorrichtung
70 die Fadenspannungsscheiben 41 und 42 und führt
danach andere Intervallverarbeitung aus (Schritt S20), wodurch die Steuerung beendet
wird. Wenn in jedem der Schritte S14 und S17 negativ bestimmt wird, geht die Steuervorrichtung
70 danach zu Schritt S20 vor.
Wie oben beschrieben wurde, ist die Nähmaschine M mit der Kassettenhalterung
5 versehen, an der die Fadenkassette 10 mit dem Fadenaufnahmeabschnitt
23 zum Aufnehmen der Fadenrolle 22 darin abnehmbar angebracht
ist. Die Nähmaschine M weist den Fadenspannungsmechanismus 14 zum
Einstellen der Spannung des von der Fadenkassette 10 gezogenen Fadens,
den Kassettenerfassungsschalter 72, der erfasst, dass die Fadenkassette
10 an der Kassettenhalterung 5 angebracht worden ist, und die
Steuerung 70, die den Fadenspannungsmechanismus 14 so steuert,
dass der Faden 11 eine vorbestimmte Zeitdauer (30 msec) nach Erfassen
der Fadenkassette 10 durch den Kassettenerfassungsschalter 72
erfasst wird, auf.
Da der von der Fadenkassette 10 gezogene Faden
11 durch den Fadenspannungsmechanismus 14 nach Ablauf der vorbestimmten
Zeitdauer (30 msec) nach Erfassen der Fadenkassette 10 gespannt
wird, kann der Faden 11 zuverlässig auf der Fadenspannungswelle
40 angeordnet werden und durch die Fadenspannungsscheiben 41 und
42 des Fadenspannungsmechanismus 14 gehalten werden. Somit kann
die Spannung des von der Fadenkassette 10 gezogenen Fadens 11
zuverlässig und wünschenswert eingestellt werden.
Wenn die vorerwähnte vorbestimmte Zeitdauer
oberhalb von 30 msec gesetzt würde, würde die relativ zu der Anbringung
der Fadenkassette 10 versetzte Nadelstange 12 manchmal von der
Kassetteneinführungsposition zu der Nadelschwenkposition bewegt werden. Diese
Bewegung kann den Benutzer erschrecken. Bei der vorangehenden Nähmaschine jedoch
wird die vorbestimmte Zeitdauer auf 30 msec gesetzt, die Nadelstange 12
wird im Wesentlichen gleichzeitig mit der Anbringung der Fadenkassette
10 betätigt. Folglich kann das Problem, dass eine plötzliche
Tätigkeit der Nadelstange 12 den Benutzer erschreckt, überwunden
werden.
Weiter ist die Nähmaschine M mit dem Abnahmebetätigungsteil
60 versehen, das so betätigt wird, dass die Fadenkassette
10 von der Kassettenhalterung 5 abgenommen wird. Die Steuervorrichtung
70 steuert den Fadenspannungsmechanismus 14, so dass der Faden
11 auf eine vorbestimmte Spannung gesetzt wird, oder genauer die Fadenspannungsscheiben
41 und 42 werden betätigt, wenn das Abnahmebetätigungsteil
60 betätigt worden ist.
Gemäß der oben beschriebenen Anordnung werden die Fadenspannungsscheiben
41 und 42 durch den Fadenspannungsmechanismus 14 unter
der Steuerung der Steuervorrichtung 70 geöffnet. Folglich kann, da
der Faden 11, der von der Fadenkassette 10 gezogen ist, zuverlässig
von dem Fadenspannungsmechanismus 14 freigegeben wird, der Faden daran
gehindert werden, von dem Fadenspannungsmechanismus gefangen zu werden. Da die Fadenkassette
10 glatt von der Kassettenhalterung 5 abgenommen wird, wird die
Last, die auf den Bediener aufgelegt wird, verringert. Folglich kann die Spannung
des von der Fadenkassette gezogenen Fadens zuverlässig und wünschenswert
eingestellt werden.
Weiterhin ist die Nähmaschine M weiter mit dem Fadenspannungsfreigabemechanismus
15 versehen, der in Synchronisation mit dem Abnahmebetätigungsteil
60 betrieben wird und die Fadenspannungsscheiben 41 und
42 öffnet, wenn das Abnahmebetätigungsteil betätigt worden
ist. Der Zeitpunkt der Fadenspannungsfreigabe durch den Fadenspannungsfreigabemechanismus
15 wird so gesetzt, dass er früher als der Zeitpunkt des Öffnens
der Fadenspannungsscheiben durch die Steuervorrichtung 70 auftritt, woraufhin,
wenn das Abnahmebetätigungsteil 60 betätigt wird, die Fadenspannungsscheiben
41 und 42 schnell durch den Fadenspannungsmechanismus geöffnet
werden, woraufhin die Abnahme der Fadenkassette 10 gewünscht ausgeführt
werden kann.
Wenn Leistung von der Nähmaschine M getrennt wird, und folglich,
selbst wenn die Steuerung der Steuervorrichtung 70 für den Fadenspannungsmechanismus
14 nicht effektiv ist, können die Fadenspannungsscheiben
41 und 42 geöffnet werden, wenn das Abnahmebetätigungsteil
60 betätigt wird. Folglich kann die Fadenkassette 10 glatt
von der Kassettenhalterung 5 abgenommen werden, ohne dass der Faden
11 von dem Fadenspannungsmechanismus 14 gefangen wird.
Mehrere Modifikationen werden beschrieben. Die Fadenkassette in der
vorangehenden Ausführungsform ist nur ein Beispiel, und folglich sollte die
Fadenkassette nicht auf die eine begrenzt werden, die die Fadenquelle enthält,
die eine Fadenrolle oder Ähnliches aufweist, auf der ein Faden aufgewickelt
ist. Die Fadenkassette kann einen Lagerabschnitt aufweisen, in dem eine Masse von
Faden, der als eine Fadenquelle dient, gelagert ist. Weiterhin kann mindestens eine
der Wände, die den Fadenlagerabschnitt bedecken, beseitigt werden, und eine
Fadenrolle kann auf einem Halteabschnitt wie ein Rollenstift gehalten werden.
Der Fadenfreigabemechanismus 15 kann beseitigt werden, und
der Fadenspannungsmechanismus 14 kann so aufgebaut sein, dass er nicht
durch eine Betätigungskraft geöffnet wird, die an das Abnahmebetätigungsteil
60 angelegt wird, wenn das Teil 60 betätigt wird. Weiter
kann ein Erfassungsschalter zum direkten Erfassen des Abnahmebetätigungsteiles
60 oder indirekten Erfassen der Abnahme der Fadenkassette 10 von
der Kassettenhalterung 5 vorgesehen sein, und der Fadenspannungsmechanismus
14 kann so gesteuert sein, dass die Fadenspannungsscheiben 41
und 42 geöffnet werden. Zusätzlich kann die vorangehende bestimmte
Zeitdauer auf verschiedene Zeiten gesetzt werden (z.B. 20 msec oder 40 msec) ungleich
30 msec.
Der Fadenspannungsmechanismus 14 und der Nadelstangenschwenkmechanismus
19 müssen nicht durch einen einzelnen Pulsmotor 44 angetrieben
werden. Diese Mechanismen 14 und 19 können mit individuellen
Betätigungselementen wie elektrische Motoren versehen sein. Bei diesem Aufbau
wird, wenn der Benutzer die Nähmaschine M zum Ändern der eingestellten
Fadenspannung betätigt, das individuelle Betätigungselement für den
Fadenspannungsmechanismus so betätigt, dass die geänderte Fadenspannung
eingestellt werden kann.
Genauer, der Fadenspannungsmechanismus 14 kann durch ein
Betätigungselement geöffnet werden, das automatisch die Fadenspannung
zum Nähen zu der Zeit der Abnahme der Fadenkassette ändert.
Bei der vorangehenden Ausführungsform wird der Fadenspannungsmechanismus
14 so geöffnet, dass der Faden nicht unter Spannung gesetzt wird.
Die Spannung des Fadenspannungsmechanismus 14, die an
den Faden angelegt wird, kann schwacher (z.B. ungefähr Null) stattdessen gesetzt
werden. In diesem Fall kann ebenfalls im Wesentlichen der gleiche Effekt erzielt
werden. Die vorbestimmte Fadenspannung kann sich auf den Zustand beziehen, in dem
die Spannung, die an den Faden angelegt wird, schwach ist, oder indem keine Spannung
an den Faden angelegt wird.
Die Steuervorrichtung 70 enthält einen ROM
70b, der ein Kassettenanbringungs- und -abnahmesteuerprogramm mit einem
Fadenspannungssteuerprogramm speichert. Das Programm kann auf Nähmaschinen
ähnlich zu der vorangehenden Nähmaschine M angewendet werden. Genauer,
das Kassettenanbringungs- und -abnahmesteuerprogramm oder das Fadenspannungssteuerprogramm
kann an Benutzer über ein Internet oder mittels eines Aufzeichnungsmediums
wie eine CD, MD und FD geliefert werden, auf dem das Programm aufgezeichnet ist.
Die vorangehende Beschreibung und Zeichnungen sind nur für die
Prinzipien der vorliegenden Erfindung darstellend und können nicht in einer
begrenzenden Weise ausgelegt werden. Verschiedene Änderungen und Modifikationen
werden dem Fachmann ersichtlich sein. Alle solche Änderungen und Modifikationen
fallen innerhalb des Umfanges der Erfindung, wie sie durch die beigefügten
Ansprüche definiert ist.