HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung des
Verbundwerkstoffs und zur Herstellung eines Werkzeugbauteils.
Werkzeugbauteile, bei denen Kompaktdiamanten (polykristalline Diamanten),
auch PKD genannt, und Kompaktdiamanten aus kubischem Bornitrid, auch PKB genannt,
eingesetzt werden, werden weithin beim Bohren, Mahlen, Fräsen und bei anderen
ähnlichen Schleifanwendungen verwendet. Das Werkzeugbauteil umfasst allgemein
eine PKD- oder PKB-Schicht, die an einer Stütze – gewöhnlich aus
zementierten Carbiden – haftet. Die PKD- oder PKB-Schicht könnte eine
scharfe Schneidkante oder einen scharfen Bearbeitungspunkt oder eine Schneid- oder
Schleiffläche darstellen.
PKD-Fräser sind gut bekannt und werden bei der Bohrtechnologie
weithin als Fräselement in Bohrern verwendet, die bei der Kernbohrung, Öl-
und Gasbohrung und in anderen ähnlichen Anwendungsbereichen eingesetzt werden.
Diese Art von Fräsvorrichtungen beinhalten gewöhnlich einen PKD-Tisch,
der aus einem Hartmetallsubstrat durch einen Sinterprozess mit Hochtemperatur und
Hochdruck geformt wurde. Das Substrat wird dann entweder auf einer länglichen
Stütze gelötet, oder es wird direkt in einem Zwischenraum des Bohrers
auf so eine Weise gelötet, dass der PKD-Tisch der Oberfläche zum Fräsen
ausgesetzt wird.
Es ist bekannt, dass PKD-Fräsvorrichtungen aufgrund der Fehlanpassung
der Eigenschaften des PKD mit denen des Substrats inhärente Restspannungen
haben. Die relevanten Eigenschaften in diesem Kontext sind der thermische Expansionskoeffizient
und die elastischen Module sowie die Komprimierbarkeit der beiden Werkstoffe. Diese
Spannungen sind besonders an der Schnittstelle ausgeprägt, obwohl sie aber
hauptsächlich in der ganzen Fräsvorrichtung vorhanden sind. Gewöhnlich
sind die Spannungen gewöhnlich innerhalb der PKD-Schicht zusammendrückend
und innerhalb des Substrats zugbelastbar. Innerhalb der PKD-Schicht bestehen jedoch
Zugspannungen, besonders in Fällen, bei denen eine nicht planare Schnittstelle
verwendet wird. Diese Spannungen können sich während des Gesteinsbohrverfahrens
mit den aufgetragenen Spannungen kombinieren und den Bruch der Fräsvorrichtung
verursachen.
Außerdem ist bekannt, dass sich diese Arten von Spannungen während
des Lötverfahrens, das zum Befestigen der Fräsvorrichtung am Bohrer eingesetzt
wird, noch erhöhen. Diese Erhöhung der Spannung kann auch ohne Auftragen
einer externen Spannung einen Bruch der PKD-Schicht oder des Substrats verursachen.
In der Erfindung werden verschiedene Lösungen zum Modifizieren
der Restspannungen in PKD-Fräsern vorgeschlagen, um solche Ausfälle zu
verhindern. Zum Beispiel wird vorgeschlagen, dass eine Konfiguration des Diamanttisches
und/oder des Carbidsubstrats auf eine bestimmte Weise die Spannung so verteilen
könnte, dass die Zugspannungen reduziert werden, wie im U.S.-Pat. Nr. 5,351,772
von Smith und U.S.-Pat. Nr. 4,255,165 von Dennis beschrieben. Weitere Konfigurationen
für Fräsvorrichtungen, die die Restspannungen reduzieren, werden im U.S.-Pat.
Nr. 5,049,164 von Horton, im U.S.-Pat. Nr. 5,176,720 von Martell et al., im U.S.-Pat.
Nr. 5,304,342 von Hall und im U.S.-Pat. Nr. 4,398,952 von Drake beschrieben. Verfahren
zum Entlasten der Restspannungen durch Rückenschliff des Substrats, Ausglühen
oder durch Variieren der Eigenschaften des Substrats werden im U.S.-Pat. Nr. 6,220,375
beschrieben.
Im U.S.-Pat. Nr. 4,604,106 von Hall et al. wird die Verwendung von
vorzementierten Carbidpartikeln in einer PKD-Matrix, um eine graduierte Schnittstelle
zwischen dem PKD-Tisch und dem Carbidsubstrat herzustellen, beschrieben. Außerdem
wird ein ähnlicher Werkstoff im U.S.-Pat. Nr. 4,525,178 beschrieben. Obwohl
dieser Ansatz eine wirksame Graduierung der Eigenschaften ermöglicht, erfordert
er die Vorbereitung von Carbidpartikeln durch Zerkleinerung, was ein teures Verfahren
sein könnte. Außerdem ist bekannt, dass sich solche Materialien abspalten,
da die willkürliche Disposition der vorzementierten Carbidpartikel in der PKD-Matrix
die Möglichkeit beinhaltet, dass sich verschiedene Agglomerate im Körper
des Werkstoffs bilden, wodurch sich seine Fehlerstelle vergrößert und
infolgedessen seine Stärke reduziert.
Im U.S.-Pat. Nr. 5,370,195 werden Bohrereinsätze beschrieben,
die eine Reihe von Schichten aufweisen, die zwischen dem Substrat und der äußeren
PKD-Schicht positioniert sind. Diese Zwischenschichten sind im Wesentlichen Diamant-Carbid-Verbundschichten.
Jede Verbundschicht wurde aus einzelnen Diamantkristallen, die mit Wolframcarbid-,
Titancarbid- oder Titancarbonitridpartikeln vermischt wurden, hergestellt. Diese
Arten von Werkstoffen sind zur Bewältigung der Restspannungen in den Bohrereinsätzen
nützlich, besitzen aber aufgrund der schlechten Adhäsion der Diamantpartikel
an den verwendeten Bindemittelphasen eine minderwertige Stärke und Belastbarkeit.
Die Verwendung von Schnittstellen als Mittel zur Bewältigung
der Restspannungen in einem PKD-Fräser erfordert, dass der Schnittstellenwerkstoff
eine gute Verschleißfestigkeit hat, die der Verschleißfestigkeit
der PKD-Schicht entspricht oder etwas minderwertiger als sie ist, und der Verschleißfestigkeit
des Carbidsubstrats entspricht oder besser als sie ist. Diese Ausführungsform
würde sicherstellen, dass während des Fräsvorgangs eine Lippe unter
dem PKD-Tisch geformt wird, wobei die Konzentration der Spannung am Bearbeitungspunkt
berücksichtigt und somit eine Fraktur des Gesteins, das geschnitten wird, sichergestellt
wird. Wenn die Verschleißfestigkeit der Zwischenschicht geringer als die Verschleißfestigkeit
der Carbidstütze ist, ist der Verschleiß der Zwischenschicht übermäßig,
und die PKD-Lippe würde während des Fräsvorgangs ihre Stütze
verlieren und abbrechen. Wenn die Verschleißfestigkeit der Zwischenschicht
zu hoch ist, ist die Lippe, die sich bei der Verwendung bildet, zu niedrig, und
die Schneidwirkung wird nicht effektiv verbessert. Wenn die Verschleißfestigkeit
der Zwischenschicht zu niedrig ist, ist die Lippe, die sich entwickelt, zu tief,
und die PKD-Schicht erhält keine ausreichende Stütze, weshalb die Schnittkante
vorzeitig ausfällt. Deshalb besteht eine optimale Beziehung zwischen der Verschleißfestigkeit
des PKD, der Zwischenschicht und dem Substrat.
Im U.K.-Pat. Nr. 2,326,655 wird die Verwendung von PKD-Körnchen
in einer Carbidhaut beschrieben. Diese Körnchen werden dann zur Herstellung
eines Werkstoffs verwendet, der eine gute Verschleißfestigkeit und Belastbarkeit
hat und der als Verschleißteil oder als Schnittstellenmaterial geeignet ist.
Ein solcher Werkstoff beruht auf den Zugspannungen, die in der Carbidphase erzeugt
werden, um eine Rissbildung durch diese Phase zu verursachen und somit die Bruchzähigkeit
des Werkstoffs zu verbessern. Um sicherzustellen, dass der Riss wirklich durch die
Carbidphase verläuft, ist die gewählte Güteklasse feinkörnig
und relativ spröde. Somit kann keine bedeutende Verbesserung der Belastbarkeit
erzielt werden.
Im Patent US-A-331 6073 wird die Herstellung von Granulat, das WC
(Wolframcarbid), Diamant und Bindemittel umfasst, beschrieben.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die Erfindung wird in Anspruch 1 definiert, und die anhängenden
Ansprüche umfassen die bevorzugten Ausführungsformen.
Die beschichteten Kernstücke werden im typischen Fall als Körnchen,
die mit den Komponenten zur Erzeugung eines PKD- oder PKB-Werkstoffs und dem Bindemittel
beschichtet sind, bereitgestellt.
Die Körnchen könnten außerdem mit einer zweiten Schicht
beschichtet werden, die einen Werkstoff umfasst, der aus der Gruppe, die Carbide,
Nitride, Carbonitride, zementierte Carbide, zementierte Nitride, zementierte Carbonitride
und deren Mischungen enthält, gewählt wird, oder mit den Komponenten zur
Erzeugung eines ultraharten Werkstoffs einer anderen Güteklasse als der Güteklasse
der ersten Beschichtung
Der Verbundwerkstoff könnte ein geformter Verbundwerkstoff sein,
der die Form der Oberfläche des Substrats, auf das er platziert wird, und/oder
die Form einer Oberfläche der PKD- oder PKB-Werkstoffschicht erhält. In
diesem Zusammenhang könnte der Verbundwerkstoff in der entsprechenden Form
vorgeformt oder anderenfalls in situ geformt werden.
Der Verbundwerkstoff nimmt im typischen Fall die Form einer Bienenwabenstruktur
eines harten Werkstoffs an und die Kernstücke innerhalb der Poren der Bienenwabenstruktur
haften an der Bienenwabenstruktur. Die Poren der Bienenwabenstruktur könnten
entweder geordnet oder willkürlich sein.
Die Komponenten, die zur Herstellung eines ultraharten PDK- oder PKB-Werkstoffs
erforderlich sind, könnten eine Masse aus ultraharten Schleifmittelpartikeln
umfassen und wahlweise eine zweite Phase haben, die ein/en Lösungsmittel/Katalysator
oder eine Vorläufersubstanz für einen Lösungsmittel/Katalysator in
Partikelform für die ultraharten Schleifmittelpartikel umfasst. Diese Art von
Komponenten könnten Superlegierungen, wie zum Beispiel die Legierungen Nimonic®
und Stellite®, und Hochtemperaturlötmetalle beinhalten.
Die in Schritt (iv) bzw. Schritt (v) angegebenen Sinterbedingungen
sind derartig, dass die ultraharten Schleifmittelpartikel kristallografisch stabil
sind.
Die Partikel im Kernstück und, soweit zutreffend, in der Beschichtung,
werden in einem geeigneten Bindemittel, wie zum Beispiel einem organischen Bindemittel,
bereitgestellt. Dieses Bindemittel wird vorzugsweise vor dem Sintern gemäß
Schritt (iv) bzw. (v) entfernt. Beispiele geeigneter Bindemittel sind u. a. Kampfer,
Methylzellulose und Polyethylenglykol, aber nicht darauf beschränkt
Die Vielzahl der Körnchen könnte verfestigt werden, indem
zum Beispiel in einem engen Raum, wie einer Pressform, ein Druck auf die Körnchen
aufgetragen wird. Der verfestigte Verbundwerkstoff ist ein im Grünzustand befindliches
Produkt, das kohärent ist, das aber auch zum Beispiel durch Schneiden getrennt
werden kann. Ein Stück, das vom verfestigten oder kohärenten Verbundwerkstoff
getrennt und entfernt werden kann, besitzt eine Flexibilität und könnte
auf Oberflächen aufgetragen werden, die flach oder profiliert sind, d. h. sie
könnten eine gebogene Oberfläche haben. Die Pressform zum Verfestigen
der Körnchen könnte mit einem oder beiden Presswerkzeugen
bereitgestellt werden, die so profiliert sind, dass das im Grünzustand befindliche
Produkt mindestens eine Oberfläche mit einer Form hat, die auf das Substrat
abgestimmt ist, auf die es platziert werden soll. In diesem Fall stellt die Verbundschicht
eine Arbeitsfläche oder eine Schnittkante dar. Die andere Fläche davon
könnte auch profiliert sein, um eine weitere Schicht aufzunehmen, wie zum Beispiel
eine Schicht eines ultraharten Werkstoffs oder eine andere Schicht eines ähnlichen
Verbundwerkstoffs, der jedoch zum Beispiel bezüglich des ultraharten Werkstoffinhalts
oder der Güteklasse des ultraharten Werkstoffs eine andere Zusammensetzung
hat und eine Arbeitsfläche oder Schnittkante darstellt. In diesem Fall stellt
der Verbundwerkstoff eine Zwischenschicht zwischen dem Substrat und der Schneidschicht
dar. Um eine Graduierung der Eigenschaften zu ermöglichen, könnten mehrere
Zwischenschichten eines Verbundwerkstoffs mit verschiedenen Zusammensetzungen bereitgestellt
werden.
Wenn die Kernstücke des Verbundwerkstoffs aus Carbidpartikeln
geformt wurden, sind diese im typischen Fall Wolframcarbidpartikel, Titancarbidpartikel,
Tantalcarbidpartikel oder Molybdäncarbidpartikel. Das Metallbindemittel könnte
ein beliebiges Metallbindemittel sein, das in dieser Erfindung als Eisen, Nickel,
Kobalt oder Legierung, die eine oder mehrere dieser Metalle enthält, bekannt
ist.
Das Substrat ist im typischen Fall ein zementiertes Carbidsubstrat.
Die Körnchen könnten hergestellt werden, indem ein Kernstück
gefertigt und dieses Kernstück dann mit einem ultraharten Material bei Vorhandensein
eines organischen Bindemittels hergestellt wird. Die Beschichtung könnte durch
Verflüssigen der Kernstücke und durch Aufsprühen der Beschichtung
oder durch Palettisieren in einem Behälter erfolgen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Erfindung wird jetzt nur aufgrund eines Beispiels unter Bezugnahme
auf die begleitenden Zeichnungen ausführlicher beschrieben, wobei
1 ein Querschnitt durch ein Körnchen ist, das
zum Erzeugen eines Verbundwerkstoffs der Erfindung verwendet wird;
2 & 3 schematische Darstellungen
der Verfestigung von Körnchen sind, um einen Verbundwerkstoff der Erfindung
herzustellen;
4 ein Querschnitt durch ein alternatives Körnchen
ist, das zum Erzeugen eines Verbundwerkstoffs der Erfindung dient;
5 eine Explosionszeichnung im Querschnitt durch ein
Werkzeugbauteil der Erfindung ist;
6 ein Foto von ungleichmäßig beschichteten
Körnchen der Erfindung ist;
7 ein Foto eines Verbundwerkstoffs der Erfindung ist,
das WC-Körnchen umfasst, die in einer Diamantmatrix verteilt sind;
8 eine SEM eines Verbundwerkstoffs der Erfindung ist,
der WC-Körnchen umfasst, die in einer Diamantmatrix verteilt sind;
9 ein Foto einer ersten Ausführungsform eines
Werkzeugbauteils der Erfindung ist;
10 ein Foto eines Querschnitts durch das Werkzeugbauteil
von 9 ist;
11 ein Foto einer zweiten Ausführungsform eines
Werkzeugbauteils der Erfindung ist;
12 ein Foto eines Querschnitts durch das Werkzeugbauteil
von 11 ist, und
13 & 14 Fotos von sphärischen,
beschichteten Körnchen der Erfindung sind.
BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
Unter Bezugnahme auf 1 weist ein Körnchen
10 ein Kernstück 12 und eine Beschichtung 14 auf,
die das Kernstück 12 im Wesentlichen einschließt. Das abgebildete
Körnchen 10 hat eine gleichmäßige Form und ist sphärisch.
Das Körnchen braucht weder eine solche gleichmäßige Form zu haben
noch muss es sphärisch sein. Andere Formen sind ebenfalls möglich. Der
Einfachheit halber wird diese Ausführungsform der Erfindung unter Bezugnahme
auf Carbidpartikel beschrieben. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass die Kernstücke
ein anderes Kernstückmaterial aufweisen können, das aus der Gruppe, die
Nitride, Carbonitride, zementierte Carbide, zementierte Nitride, zementierte Carbonitride
und deren Mischungen enthält, gewählt wird.
Das Kernstück 12 umfasst eine Mischung aus Carbidpartikeln
und Bindemittelmetall in Partikelform.
Die Beschichtung 14 umfasst ultraharte Schleifmittelpartikel,
wie Diamant oder PKB und wahlweise ein Metall oder eine Vorläufersubstanz in
Partikelform. Diese Art von Metall kann einen Lösemittel/Katalysator oder ein
anderes Metall, das unter den angewandten Bedingungen bezüglich Temperatur
und Druck sintern kann, sein.
Ein organisches Bindemittel wie eine Methylzellulose
ist sowohl im Kernstück 12 als auch in der Beschichtung
14 vorhanden und verleiht dem Kernstück 12, der Beschichtung
12 und dem Körnchen 10 als Ganzes eine Kohärenz. Andere
nicht beschränkende Beispiele des organischen Bindemittels beinhalten Kampfer
und Polyethylenglykol.
Eine Vielzahl der Körnchen 16 wird in einen Behälter
18 gegeben, wie in 2 gezeigt. Auf die Körnchen
16 wird Ein Druck in Pfeilrichtung 20 aufgetragen, was bewirkt,
dass sie in einen Verbundwerkstoff verfestigt werden, wie in 3
gezeigt. Der Verbundwerkstoff besteht aus einer Vielzahl von Kernstücken
22 in etwas, was nun eine Matrix 24 ist, die aus den Beschichtungen
14 hergestellt wurde. Obwohl die so genannte uniaxiale Verdichtung in dieser
Ausführungsform beschrieben wird, kann Druck von oben und unten von den Körnchen
16 oder isostatisch aufgetragen werden.
Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung beinhaltet
das Körnchen 10 eine zweite Beschichtung 26, die die Beschichtung
14 im Wesentlichen abdeckt, wie in 4 gezeigt.
Die Beschichtung 26 kann aus demselben Werkstoff wie das Kernstück
12 geformt werden, oder sie kann aus demselben Material wie die Beschichtung
14 hergestellt werden, aber in einer anderen Güteklasse, um eine Graduierung
der Eigenschaften zu ermöglichen.
Eine Schicht oder ein Abschnitt 28 des Verbundwerkstoffs
wird an der Linie 30 entlang abgetrennt und vom Verbundwerkstoff entfernt,
wie in 3 gezeigt.
Der Abschnitt bzw. die Schicht 28 besitzt eine Flexibilität
und kann auf die Oberfläche 32, die in diesem Fall eine unregelmäßige
Oberfläche eines Substrats 34, d. h. vorzugsweise ein zementiertes
Carbidsubstrat ist, oder zwischen die Oberfläche 32 des Substrats
34 und eine Oberfläche 36, in diesem Fall eine unregelmäßige
Oberfläche einer Schleifmittelschicht 38, platziert werden, wie in
5 gezeigt.
Das im Grünzustand befindliche Produkt von 5
wird in eine geeignete Kapsel zum Einführen in die Reaktionszone eines herkömmlichen
Hochtemperatur-/Hochdruckapparates platziert. Das organische Bindemittel wird zuerst
durch Erhitzen der Kapsel zum Ablösen des Bindemittels entfernt. Die Kapsel
wird dann in die Reaktionszone eingebracht und der Inhalt der Kapsel wird erhöhten
Temperatur- und Druckbedingungen ausgesetzt, so dass das ultraharte Schleifmittel
nicht abgeschwächt wird. Solche Bedingungen könnten Bedingungen sein,
bei denen das ultraharte Schleifmittel kristallografisch stabil ist. Das hat die
Auswirkung, dass ein zementiertes Carbid aus dem Werkstoff des Kernstücks
10 und ein schleifender Kompaktdiamant aus dem Werkstoff der Beschichtung
14 hergestellt wird. Der schleifende Kompaktdiamant wird an das zementierte
Carbid geklebt. Die Schicht 28 wird an die Oberfläche 32
des Substrats 34 und an die Oberfläche 36 des schleifenden
Kompaktdiamanten 38 geklebt, wodurch ein Werkzeugbauteil hergestellt wird.
Obwohl die Verwendung der beschichteten Körnchen zum Formen des
Verbundwerkstoffs bevorzugt wird, könnte jedes geeignete Verfahren, wie zum
Beispiel ein Mischen der verschiedenen Komponenten, verwendet werden, vorausgesetzt,
dass die Kernstücke in der resultierenden Matrix verteilt sind und keine Agglomerate
bilden.
Die Werkzeugbauteile der Erfindung können in vielen verschiedenen
Anwendungen eingesetzt werden, werden aber insbesondere in Anwendungsbereichen mit
Bohrern, im typischen Fall mit kegelförmigen und rotierenden Bohrköpfen
verwendet.
Der Verbundwerkstoff, der gemäß der Erfindung hergestellt
wurde, hat mehrere Vorteile im Vergleich zu den Werkstoffen der vorherigen Erfindungen,
die bereits beschrieben wurden. Die Carbidkernstücke werden über eine
starke mechanische Haftungsverbindung an die PKD-Matrix geklebt, wodurch das Problem
eines schwachen Haftens einzelner Diamantpartikel an einer Kobaltmatrix bewältigt
wird. Aufgrund der Fehlanpassung der Eigenschaften zwischen Carbid und PKD befinden
sich die Carbidkernstücke in einem Spannungszustand, während die PKD-Matrix
komprimiert wird. Die Druckspannungen, denen die kontinuierliche PKD-Matrix ausgesetzt
ist, erhöhen die Stärke des resultierenden Werkstoffs im Vergleich zur
Stärke des herkömmlichen PKD-Werkstoffs. Die Carbidkernstücke befinden
sich dann unter Spannung. Risse, die sich durch dieses Material ausbreiten, werden
in diese Bereiche angezogen. Wenn die verwendete Güteklasse des Carbids eine
besonders robuste Güteklasse ist, ist die Ausbreitung dieses Risses durch diese
Phase energieaufwändig. Somit wird die Ausbreitung des Risses innerhalb des
resultierenden Werkstoffs schwieriger, als sie innerhalb eines herkömmlichen
PKD wäre. Durch Einsatz von Körnchen zur Herstellung des kombinierten
Carbid-PKD-Werkstoffs werden die Gefahren des Schaffens von Agglomeraten der Carbidphase
oder sehr großer kontinuierlicher PKD-Leisten hauptsächlich vermieden.
Das ermöglicht eine genauere Kontrolle der Defektgröße in solchen
Werkstoffen, wodurch sichergestellt wird, dass sie reproduzierbarere Eigenschaften
haben.
Eine Kombination aus diesen Vorteilen ermöglicht die Herstellung
eines Werkstoffs mit guter Belastbarkeit, Stärke und Verschleißfestigkeit.
Diese entscheidenden Eigenschaften können so maßgeschneidert werden, dass
sie zwischen denen des Substrats und der PKD liegen. Durch Variieren der Güteklasse
des PKD und der Volumenfraktion dieser Komponente im Keramik-Metall-Verbund
(CERMET) können die Verschleißfestigkeit, die elastischen Eigenschaften
und der thermische Erweiterungskoeffizient des resultierenden Verbundstoffs entsprechend
variiert werden, um dem Zweck eines spezifischen Bohrereinsatzdesigns gerecht zu
werden.
Wenn der Verbundwerkstoff der Erfindung als Zwischenschicht verwendet
wird, ermöglicht er die Herstellung von Werkzeugbauteilen mit viel dickeren
PKD-Schichten aufgrund der reduzierten Spannungen an der Schnittstelle zwischen
der PKD-Schicht und der Zwischenschicht, im Vergleich zu den viel höheren Spannungen
an der Schnittstelle zwischen der PKD-Schicht und dem Substrat eines herkömmlichen
Werkzeugbauteils.
Die Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die folgenden, nicht beschränkten
Beispiele ausführlicher beschrieben.
Beispiel 1
Ein Lösungsmittel-basiertes Slurry aus Wolframcarbidpulver wurde
mit ca. 5 Gewichtsprozent eines organischen Bindemittels vorbereitet. Das WC-Pulver
hatte eine Größe von 0 bis 5 Mikron und enthielt 11 % Kobalt. Das Slurry
wurde getrocknet und mit Pistill und Mörser zerkleinert, um den Grünzustand
der WC-Partikel mit einer Größe von 200 bis 300 Mikron herzustellen. Die
Körnchen wurden in einen Granulierteller gegeben und gerollt, während
kleine Mengen Diamantpulver mit einer Größe von 2 Mikron mit einem organischen
Bindemittel hinzugefügt wurden, um eine Beschichtung zu bewirken. Das Volumen-%
der WC-Körnchen zur Diamantbeschichtung, war im Verhältnis von 1:1. Die
beschichteten WC-Partikel sind in 6 enthalten, wobei
40 ein WC-Kernstück und 42 die Diamantbeschichtung darstellt.
Die beschichteten grünen Körnchen wurden in eine Pressform gegeben und
in eine kompakte Form komprimiert. Der Kompaktdiamant ist im Foto von
7 und im SEM-Bild von 8
abgebildet, wobei die Kernstücke 40 nun in einer Diamantmatrix
42A verteilt sind, die von den Diamantbeschichtungen 42 geformt
wurde. Der Kompaktdiamant wurde in eine Reaktionszelle gegeben, die ein Diamantpulverbett
enthält und mit einem WC/Co-Substrat abgedeckt ist, um eine Einheit mit einer
Zwischenschicht von beschichteten WC-Körnchen herzustellen. Der Kompaktdiamant
wurde in einem Brennofen entgast und in eine Reaktionskapsel zur Hochtemperatur-/Hochdruckbehandlung
geladen. Der resultierende komprimierte Kompaktdiamant wurde verarbeitet, gekennzeichnet
und auf Verschleiß getestet, und es wurde festgestellt, dass er eine gute Belastbarkeit,
Stärke und Verschleißfestigkeit besitzt. Die resultierende Zwischenschicht
des Werkzeugbauteils wird im Foto von 9 und im Querschnitt
des Fotos von 10 abgebildet, wobei 44 das
WC-Substrat, 46 die WC-/PKD-Körnchenzwischenschicht und
48 der PKD-Tisch ist.
Beispiel 2
Es wurde dasselbe Verfahren wie in Beispiel 1 angewandt, außer
dass der Kompaktdiamant nicht auf ein Diamantpulverbett platziert wurde. Das resultierende
Werkzeug hatte einen WD-/PKD-Frästisch 50 auf einem WC-Substrat
52, wie im Foto von 11 und im Querschnitt
im Foto von 12 gezeigt.
Beispiel 3
Im Beispiel 1 war die WC-Körnchenform unkontrolliert, was zu
unregelmäßig geformten Körnchen führte. Da Körnchen eine
beliebige Form haben können, wurden die WC-Körnchen von Beispiel 3 sphärisch
gemacht, bevor sie mit Diamantpulver beschichtet wurden. Die sphärischen Formen
wurden durch Rollen der unregelmäßig geformten Körnchen in einem
Granulierer erzielt, wobei WC-Pulver zu ihrer Beschichtung hinzugefügt wurde.
Die Körnchen wurden dann gesiebt, um ein Granulat einer Größe von
200 bis 300 Mikron zu erzielen. Diese Körnchen wurden dann mit Diamantpulver
beschichtet, und ein Kompaktdiamant wurde geformt, wie in Beispiel 1 gezeigt. Die
beschichteten Diamantkörnchen sind in den Fotos von 13
und 14 enthalten, die die WC-Körnchen
54 und die Diamantbeschichtungen 56 enthalten.